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Dokumentenidentifikation DE69424425T2 25.01.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0707707
Titel Waage mit horizontaler Bewegung in eine neutrale Stellung und Gabelhubwagen
Anmelder Friedman, Mark M., Raanana, IL;
Zefira, Uri, Kfar Tavor, IL
Erfinder ZEFIRA, Uri, 15241 Kfar Tavor, IL
Vertreter Schieber und Kollegen, 80469 München
DE-Aktenzeichen 69424425
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.07.1994
EP-Aktenzeichen 949225569
WO-Anmeldetag 08.07.1994
PCT-Aktenzeichen US9407924
WO-Veröffentlichungsnummer 9502168
WO-Veröffentlichungsdatum 19.01.1995
EP-Offenlegungsdatum 24.04.1996
EP date of grant 10.05.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2001
IPC-Hauptklasse G01G 19/08

Beschreibung[de]
GEBIET UND HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waage zum Wiegen einer Last und einen Palettenträger, in dem der Wiegemechanismus und speziell die Kraftmeßdose beim Gebrauch vor einer Beschädigung geschützt werden. Die Erfindung insbesondere in Zusammenhang mit Paletten und anderen Schwerlastträgern nützlich, die eingebaute Wiegesysteme aufweisen.

Waagen messen das Gewicht einer auf sie gesetzten Last, in dem eine oder mehrere Kraftmeßdosen verwendet werden, die die Last tragen. Kraftmeßdosen sind delikate Vorrichtungen, die leicht beschädigt werden können, wenn sie einem mechanischen Stoß oder Aufprall ausgesetzt werden. Dieses Problem ist insbesondere dann akut, wenn die Waage in einem Gabelstapler bzw. einem Palettenträger integriert ist, um die von diesen Fahrzeugen getragenen Lasten zu wiegen. Diese Fahrzeuge werden häufig unter rauhen Bedingungen betrieben und heftigen mechanischen Stößen ausgesetzt, die die empfindliche Kraftmeßdose beschädigen können.

Verschiedene Mechanismen wurden entwickelt, um die Kraftmeßdose vor schädlichen Aufprällen zu schützen. Diese schließen ein: 1) das Anbringen der Kraftmeßdose an einem Kugellager, um die horizontalen Stöße zu absorbieren; und 2) das Einfügen von Stoßdämpfern zwischen der Kraftmeßdose und der Wiegeplattform, um sie vor senkrechten Stößen zu schützen. Es wurde jedoch befunden, daß diese Lösungen beim wirkungsvollen Schützen der Kraftmeßdose unter Arbeitsbedingungen, auf die man für gewöhnlich bei Fahrzeugen wie beispielsweise Palettenträgern trifft, nicht geeignet sind.

EP-A2-244 745 beschreibt eine Vorrichtung, die in Fahrzeugen angebracht wird, um jederzeit das Gewicht der getragenen Lasten zu bestimmen. Die Vorrichtung schließt eine Lasttrageplattform P und einen darunterliegenden Tragrahmen T ein. Lastmeßwandler 4 werden derart bereitgestellt, daß sie senkrecht gegen die Lasttrageplattform P gedrückt werden und in der erhöhten Stellung ein elektrisches Signal erzeugen, das proportional zum Gewicht der Lasttrageplattform P ist.

AUFGABE UND KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wiegevorrichtung bereitzustellen, die ohne die Gefahr der Beschädigung ihrer Kraftmeßdose unter rauhen Arbeitsbedingungen verwendet werden kann.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Wiegevorrichtung bereitzustellen, die zwischen einem Wiegemodus und einem neutralen (Arbeits-) Modus wechseln kann.

Es ist noch eine andere Aufgabe der Erfindung, eine Wiegevorrichtung bereitzustellen, die in einem Palettenträger eingeschlossen sein kann.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, einen Palettenträger bereitzustellen, der die Waage der Erfindung einschließt.

In Übereinstimmung mit dieser Erfindung wird solchermaßen eine Waage zum Wiegen einer Last gemäß Anspruch 1 zur Verfügung gestellt.

In Übereinstimmung mit dieser Erfindung wird auch ein Palettenträger bereitgestellt, der die Waage der Erfindung gemäß Anspruch 13 einschließt.

Durch die Verwendung der Waage der Erfindung kann der Palettenträger unter gewöhnlichen Arbeitsbedingungen betrieben werden, da die Kraftmeßdosen vom Kontakt zur Wiegeplattform, die die Last trägt, außer Eingriff gebracht werden. Die Kraftmeßdosen werden nur dann mit der Plattform und der Last in Berührung gebracht, wenn gewünscht wird, die Last zu wiegen. Auf diese Weise werden die Kraftmeßdosen über lediglich eine minimale Zeitspanne, die erforderlich ist, um die Last zu wiegen, in eine empfindliche Stellung gebracht.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung unten offensichtlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird hierin nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschreiben, worin:

die Fig. 1, 2 und 3 Querschnitts-Seitenansichten eines Palettenträgers sind, der eine Waage der Erfindung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einschließt, wobei sich der Träger jeweils in seiner Ruhe-, Wiege- und Transportstellung befindet;

die Fig. 4a und 4b Querschnitts-Seitenansichten eines Details einer zweiten bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung sind;

die Fig. 5a und 6b Querschnitts-Teil-Seitenansichten einer dritten Ausführungsform sind;

Fig. 6 eine Querschnitts-Teil-Seitenansicht einer vierten Ausführungsform ist;

Fig. 7 eine Querschnitts-Teil-Seitenansicht einer fünften Ausführungsform ist; und

Fig. 8 eine Querschnitts-Queransicht des unteren Abschnitts der Ausführungsform aus Fig. 7 entlang der Linie VIII-VIII ist.

Die Ausführungsformen der Fig. 5-8 bilden kein Teil der beanspruchten Erfindung, sofern darin eine senkrechte relative Bewegung beschrieben wird.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Nimmt man jetzt auf Fig. 1 Bezug, wird ein Palettenträger 2 dargestellt, der vor einer Palette 4 aufgestellt wird. Der Begriff "Palettenträger" betrifft in dieser Patentbeschreibung alle Fahrzeugtypen - ob per Motor oder manuell angetrieben- die Lasten, im allgemeinen auf Paletten, tragen. Die Lasten werden für gewöhnlich relativ schwer sein, so daß ein Fahrzeug von Nöten ist, das sie anhebt. Die Plattform des Trägers, der die Paletten anhebt, weist im allgemeinen die Form einer einzelnen Platte bzw. einer Doppelgabel wie in einem Gabelstaplerfahrzeug auf.

Der Palettenträger 2 schließt am rückseitigen Ende einen Hebegriff 6 ein, um einen Hydraulikkolben 8 zu heben, der unmittelbar vor dem Griff und über den hinteren Lenkrädern 9 des Trägers positioniert wird. Die Oberseite des Kolbens trägt die Oberseite eines dreieckigen Rahmens 10, der sich vor dem Kolben befindet. Der Rahmen 10 wird an einem Basisglied 12 angebracht, das sich in Richtung Vorderseite des Trägers erstreckt und das den Teil des Trägers bildet, der die Last hebt. Das hintere Ende des Basisglieds wird mittels des Rahmens 10 an den Kolben gekoppelt, während das vordere Ende des Basisglieds von Lasttragerollen 14 getragen wird. Seine obere Fläche ist durch Öffnungen 16 unterbrochen, deren Zweck unten erörtert werden wird.

Zwei L-förmige Hebel 18 werden durch eine zentral gelegene Achse 20 fest am unteren Abschnitt des Rahmens 10 angebracht, wobei ein Ende 22 eines jeden Hebels drehbar über den hinteren Rädern 9 angebracht und sein gegenüberliegendes Ende 24 drehbar am hinteren Ende einer Verbindungsstange 26 angekoppelt wird. Das vordere Ende 28 der Stange 26 wird mittels eines gewinkelten Hebels 30 drehbar an den Lasttragerollen 14 angebracht. Der Hebel 30 wird mittels einer Achse 32, die am Wendepunkt des Hebels positioniert wird, am vorderen Abschnitt des Basisglieds 12 fest angebracht. Der Zweck der Verbindungsstange 26 liegt darin, die Hubkraft des Kolbens 8 auf die Vorderseite des Basisglieds 12 zu übertragen, so daß das Basisglied parallel steigt. Eine Wiegeplattform 34 liegt auf der oberen Fläche des Basisglieds 12 auf, ist aber nicht daran befestigt. Die Wiegeplattform kann in Form einer einzelnen Platte oder in Form zweier Gabeln wie beispielsweise in einem Gabelstaplerfahrzeug ausgebildet werden.

Zwei Kraftmeßdosen 36, von denen jede an einem Ende einen Lasttrageabschnitt 38 aufweist, werden an der Stange 26 angebracht und ragen von unten durch die Öffnungen 16 im Basisglied heraus. Eine reibungsvermindernde Ausstülpung 40 ragt über dem Lasttrageabschnitt 38 heraus. Aus der unteren Fläche der Wiegeplattform 34 ragen Kontaktglieder 42 in der Form invertierter, gestutzten Dreiecke mit gerundeten Ecken in die Öffnungen 16 hinein. Wie in Fig. 1 dargestellt, liegen die Kontaktglieder etwas vor den Lasttrageabschnitten 38, so daß es keinen Kontakt zwischen ihnen gibt.

Die Wirkungsweise der Waage wird jetzt unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 2 und 3 beschrieben. In Fig. 1 befindet sich der Palettenträger 2 in seiner Ruhestellung. Das Basisglied 12 befindet sich in seiner untersten Stellung, so daß es unter die obere Fläche 44 der Palette 4 gesteckt werden kann. Wie oben beschrieben, wird die Wiegeplattform 34 vom Basisglied 12 getragen, und es gibt keinen Kontakt zwischen der Wiegeplattform und den Kraftmeßdosen 36, so daß sich die Waage in einer Nicht- Wiege- bzw. neutralen Stellung befindet. In dieser Stellung werden die Kraftmeßdosen vor jeglichen Stößen geschützt, die auf die Wiegeplattform bzw. das Basisglied auferlegt werden.

In der Fig. 2 wurde der Kolben 8 durch die Betätigung des Griffs 6 zum Teil angehoben, was den Rahmen 10, das Basisglied 12 und die Wiegeplattform 34 anhebt. Das Anheben des Rahmens bewirkt, daß sich der Hebel 18 um das Ende 22 herumdreht, und die Drehung des Hebels 18 hebt die Stange 26 und die daran befestigte Kraftmeßdose 36 an und drückt sie nach vorne, so daß sich die Ausstülpungen 40 der Kraftmeßdosen in Kontakt mit den Kontaktpunkten 42 bewegt werden. Dies hebt weiterhin die Wiegeplattform an, so daß zwischen der Wiegeplattform und dem Basisglied ein Zwischenraum 46 eingeführt und die Plattform jetzt allein von den Kraftmeßdosen getragen wird. Die Waage wird jetzt in eine Wiege- bzw. Betriebsstellung gebracht, so daß die Palette zusammen mit jeder darauf befindlichen Last von der Waage gewogen wird.

Nach dem Wiegen der Last wird der Kolben 8 weiterhin, wie in Fig. 3 gezeigt, angehoben, so daß der Träger in seinen Transportzustand eintritt. Das Anheben des Kolbens bewirkt, daß die Stange 26 weiterhin nach vorne bewegt wird, so daß die Ausstülpung 40 am Kontaktpunkt 42 passiert und die Waage in eine neutrale Stellung zurückkehrt, in der die Wiegeplattform 34 vom Basisglied 12 getragen wird und es zwischen der Plattform und den Kraftmeßdosen keinen Kontakt gibt. Die Palette und die Last können nun an andere Stellen transportiert werden, ohne Gefahr zu laufen, daß die Kraftmeßdosen die schädlichen Stöße absorbieren werden.

Wie oben erwähnt, ist die Ausstülpung der Kraftmeßdose so ausgebildet, um die Reibung zwischen ihr und dem Kontaktpunkt zu vermindern. Diese Funktion könnte beispielsweise von einem Kugellager bzw. einer Laufrolle unterstützt sein. Zusätzlich wird der Kontaktpunkt vorzugsweise gekrümmte bzw. geneigte Enden aufweisen, um die relative Bewegung zwischen den zwei Flächen zu erleichtern. Die Länge des Kontaktpunktes wird die Zeitdauer bestimmen, über die das Wiegen stattfindet. Das Anheben der Palettenträgerplattform ist ein kontinuierlicher Vorgang, wobei ein Mikroschalter das Senden der Gewichtsmessung an eine in der Nähe des Betreibers befindliche Anzeige (nicht gezeigt) steuert. Dies stellt sicher, daß die angezeigte Zahl eine genaue Anzeige des gemessenen Gewichts darstellt, sobald die Wiegeplattform vollständig und ausschließlich von den Kraftmeßdosen getragen wird.

Weitere Ausbildungen der Waage der Erfindung sind ebenfalls möglich. Die Fig. 4a und 4b veranschaulichen einen Abschnitt eines Palettenträgers, in dem die Kraftmeßdose 36 an der unteren Fläche der Wiegeplattform 34 angebracht wird und durch eine Öffnung 16 im Basisglied 12 herausragt. Die Stange 26 wird innerhalb des Basisglieds 12 eingesetzt und angeschraubt, um eine entsprechend gewindete Schraubenmutter 48 einzugreifen, die so gedreht werden kann, daß sie sich axial entlang der Stange bewegt. Der Umfang der Schraubenmutter ragt über und unter der Stange 26 hervor.

In Fig. 4a wird die Plattform vom Basisglied getragen und es besteht kein Kontakt zwischen der Kraftmeßdose 36 und der Schraubenmutter 48 an der Stange. Die Waage befindet sich solchermaßen in der neutralen Stellung.

In Fig. 4b hat sich die Stange nach vorne bewegt, wie oben in Bezug auf die Fig. 2 und 3 beschrieben, was bewirkt, daß der Umfang 50 der Schraubenmutter mit der Ausstülpung 40 der Kraftmeßdose in Berührung kommt, so daß die Kraftmeßdose von der Schraubenmutter getragen wird. Dies hebt die Wiegeplattform 34 über dem Basisglied 12 an, so daß zwischen ihnen ein Zwischenraum 46 gebildet wird. In diesem Zustand wird die Plattform von der Kraftmeßdose getragen, und die Kraftmeßdose befindet sich in der Betriebs- bzw. Wiegestellung. Eine weitere Vorwärtsbewegung der Stange wird die Waage in die neutrale Stellung zurückbringen.

Der Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung liegt darin, daß die Schraubenmutter an jeder Stelle entlang der Stange positioniert werden kann. Auf diese Weise kann der Betreiber während des Anhebens des Palettenträgers den Punkt bestimmen, an dem sich die Waage in der Betriebsstellung befinden wird. Wenn es zum Beispiel erwünscht wird, daß die Betriebsstellung auftritt, sobald der Träger vollständig angehoben ist, wird der Betreiber die Schraubenmutter nach hinten schrauben, so daß nur dann ein Kontakt zur Kraftmeßdose hergestellt wird, wenn die Stange ihre maximale Vorwärtsstellung erreicht. Dieser Vorteil kann ebenfalls in der Ausführungsform der Fig. 1-3 eingesetzt werden, wodurch der Kontaktpunkt und/oder die Kraftmeßdose zwischen mehreren Stellungen überführt werden kann.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen umfassen grundsätzlich mechanischen Systeme, in denen sich die relative Bewegung zwischen der Kraftmeßdose und dem Kontaktpunkt im wesentlichen horizontal vollzieht. Jedoch kann auch eine senkrechte translatorische Bewegung zwischen der Kraftmeßdose und dem Kontaktpunkt verwendet werden, um die Waage zu betreiben. In Fig. 5a wird die Kraftmeßdose 36 wie in Fig. 4a unter der Wiegeplattform 34 angebracht, die vom Basisglied 12 getragen wird. Unmittelbar unter der Ausstülpung 40 der Kraftmeßdose in einem beabstandeten Verhältnis wird ein kleiner Hydraulikkolben 7 positioniert, der am Basisglied 12 befestigt ist. Der Kolben 7 wird mittels einer Leitung 54 mit einem größeren Hydraulikkolben 56 verbunden, der zwischen den Seiten des Rahmens 10 und dem Hebel 18 angebracht ist. Eine an der Mitte der Achse 60 fest angebrachte Nocke 58 wird unmittelbar über dem Kolben 56 positioniert. Die in Fig. 5a dargestellte Waage befindet sich in der neutralen Stellung.

Die Wirkungsweise der Waage wird in Fig. 5b dargestellt. Wenn der Kolben 8 des Palettenträgers durch den Hebegriff 6 angehoben wird, wird der Hebel 18 wie oben beschrieben gedreht, und die Nocke 58 dreht sich, auf den großen Kolben 56 drückend. Der Druck wird mittels der Leitung auf den kleinen Kolben 52 geleitet, und der Kolben 52 wird angehoben, wobei er gegen die Ausstülpung der Kraftmeßdose stößt. Die Wiegeplattform wird über die Basis 12 gehoben und ein Zwischenraum 46 wird gebildet. Die Plattform wird jetzt von der Kraftmeßdose getragen, und die Waage befindet sich in Betriebsstellung. Die weitere Drehung der Nocke löst den Druck von den Kolben 56 und 52, und die Waage kehrt in die neutrale Stellung zurück. Die Form der Nocke wird bestimmen, an welchem Punkt und für wie lange die Waage in der Betriebsstellung bleiben wird. Diese Ausführungsform veranschaulicht solchermaßen einen mechanischen-hydraulischen Kombinationsbetrieb der Waage.

Nimmt man jetzt auf Fig. 6 Bezug, wird ein Palettenträger 70 veranschaulicht, der eine weitere Ausführungsform der Erfindung umfaßt, in der ein zusätzliches Steuerglied zugefügt wurde, so daß sich die Betätigung der Waage unabhängig vom Anheben des Palettenträgers vollzieht.

An der hinteren Seite des Trägers und über den Lenkrädern 71 befindet sich ein erster Hydraulikkolben 72, der durch einen Griff 74 in einem ersten Kolbengehäuse 75 gehoben und gesenkt wird. Ein Fluid-Reservebehälter 76 befindet sich unter dem Kolbengehäuse und wird mittels eines·Ein-Wege-Ventils 80 damit verbunden, das erlaubt, daß das Hydraulikfluid vom Reservebehälter in das Kolbengehäuse, jedoch nicht in die umgekehrte Richtung, fließt.

Bei der Druckanlegung durch den Kolben 72 auf das Fluid im Gehäuse 75 fließt das Fluid über eine Leitung 84 durch ein zweites Ein-Wege-Ventil 82 zu einem zweiten Kolbengehäuse 86. Im Gehäuse 86 ist ein Kolben 87 enthalten, der, wie in Fig. 1 oben, mittels eines Rahmens 89 mit dem Basisglied 88 des Trägers verbunden ist. Die Leitung 84 führt durch das erste und zweite Steuerventil 90 und 92, die zwischen dem ersten Kolbengehäuse 75 und dem zweiten Kolbengehäuse 86 angebracht sind. Eine zweite Leitung 94 führt vom zweiten Steuerventil 92 zu einer Reihe von Kolben, die unter entsprechenden Kraftmeßdosen 98 positioniert sind, wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 5a beschrieben wurde. Eine dritte Leitung 100 führt vom ersten Steuerventil 90 mittels eines dritten Ein-Wege-Ventils 102 zum Reservebehälter 76. Die in der Fig. 6 dargestellte Waage befindet sich in der neutralen Stellung.

Das erste Steuerventil 90 steuert die Anhebung des Basisglieds, während das zweite Steuerventil 92 den Betrieb der Waage steuert. Jedes der Steuerventile kann vom Betreiber jeweils in eine tiefere Stellung A1 und B1, oder jeweils in eine erhöhte Stellung A2 und B2 gebracht werden. Wenn beide Steuerventile gesenkt werden (A1, B1) und Druck am ersten Kolben 72 angelegt wird, hebt der zweite Kolben 87 das Basisglied 88 an, während die Waage in der neutralen Stellung bleibt. Beim Anheben des zweiten Steuerventils 92 (A1, B2) wird die zweite Leitung 94 mit dem ersten Kolben 72 verbunden, und die Kolben 96 berühren die Kraftmeßdosen 98, so daß die Waage, wie oben mit Bezug auf Fig. 5b beschrieben, in die Betriebsstellung eintritt. Beim zusätzlichen Anheben des ersten Steuerventils 90 (A2, B2) fließt das Fluid durch die Leitung 100 und das Ventil 102 in den Reservebehälter und löst solchermaßen den Druck. Als ein Ergebnis kehrt der Träger in seine Ruhestellung und die Waage in ihre neutrale Stellung zurück. Diese Ausführungsform arbeitet als ein reines Hydrauliksystem.

Dieses System ist darin vorteilhaft, daß die Waage an jedem Punkt in der Hebephase in die Betriebsstellung eintreten kann, und zwar einfach, indem das Steuerventil 92 von der Stellung B1 in die Stellung B2 gehoben wird.

Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen einen ähnlichen Pälettenträger, der als ein hydraulisches-mechanisches System arbeitet. In dieser Ausführungsform wird nur ein sich unter dem Rahmen 89 befindlicher Kolben 110 mit der Leitung 94 verbunden. Unmittelbar unterhalb der Kraftmeßdosen 98 erstreckt sich die von einer Exzentermuffe 114 eingewickelte Stange 112. In der neutralen Stellung entsteht kein Kontakt zwischen der Muffe und den Kraftmeßdosen. Die Muffe verfügt über Erweiterungen 116, die unter dem Rahmen und über dem Kolben positioniert sind.

Die Wirkungsweise des Kolbens 110 wird in Fig. 8 für einen Gabelstaplerträger dargestellt. Wenn am Kolben Druck angelegt wird, dreht er die Muffen 114, indem die Muffenerweiterungen 116 nach oben gedrückt werden. Die Muffen kommen dann mit den Kraftmeßdosen 98 in Kontakt und die Waage tritt in die Betriebsstellung ein. Solchermaßen steuert die Drehbewegung die Betriebsstellung der Waage.

Obwohl die vorliegende Erfindung im Verhältnis zu mehreren bevorzugten Ausführungsformen beschrieben wurde, die die Palettenträger betreffen, wird erwartet, daß verschiedene Modifikationen und Verbesserungen den Fachleuten auf dem Gebiet bei der Betrachtung dieser Offenbarung auffallen werden.

Insbesondere ist die Waage der Erfindung nicht auf die Palettenträger eingeschränkt, sondern kann auch in unbeweglichen Wiegevorrichtungen verwendet werden, in denen die Waage zwischen einer neutralen und einer Betriebsstellung abwechseln kann. Es wird den Fachleuten auf dem Gebiet ebenfalls auffallen, daß die Wiegefunktion der Waage unabhängig von der Hebefunktion des Palettenträgers bereitgestellt werden kann.


Anspruch[de]

1. Eine Waage zum Wiegen einer Last, die umfaßt:

ein Basisglied (12);

eine Wiegeplattform (34) zum Tragen der Last;

eine Kraftmeßdose (36), die unter der Wiegeplattform (34) angeordnet ist, um zwischen einer Betriebsstellung, in der die Wiegeplattform (34) von der Kraftmeßdose (36) getragen wird, um das Gewicht der Last zu messen, und einer neutralen Stellung, in der die Wiegeplattform (34) vom Basisglied (12) getragen wird, um die Last zu tragen, zu wechseln;

ein Kontaktglied (42; 48), das unterhalb der Wiegeplattform (34) angeordnet ist, um umkehrbar mit der Kraftmeßdose (36) in Kontakt zu kommen;

worin die Kraftmeßdose (36) infolge einer relativen Bewegung zwischen der Kraftmeßdose (36) und dem Kontaktglied (42; 48) zwischen der Betriebsstellung und der neutralen Stellung wechselt; und

ein Erzeugungsmittel (6, 8, 18) zum Erzeugen der relativen Bewegung,

dadurch gekennzeichnet, daß die relative Bewegung im wesentlichen horizontal ist.

2. Eine Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßdose (36) an einer Verbindungsstange (26) angebracht ist, und daß das Kontaktglied (42) an der unteren Fläche der Wiegeplattform (34) angebracht ist.

3. Eine Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied (48) an einer Verbindungsstange (26) angebracht ist, und daß die Kraftmeßdose (36) an der unteren Fläche der Wiegeplattform (34) angebracht ist.

4. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungen des Kontaktglieds (42; 48) und/oder der Kraftmeßdose (36) einstellbar sind.

5. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied eine Schraubenmutter (48) ist.

6. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Bewegung durch eine Bewegung des Kontaktglieds (48) relativ zur Kraftmeßdose (36) verursacht wird.

7. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die relative Bewegung durch eine Bewegung der Kraftmeßdose (36) relativ zum Kontaktglied (42) verursacht wird.

8. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktglied eine Ausstülpung (42) ist.

9. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugungsmittel (6, 8, 18) mechanisch ist.

10. Eine Waage nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugungsmittel (6, 8, 18) hydraulisch ist.

11. Eine Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Erzeugungsmittel (6, 8, 18) eine mechanisch/hydraulische Kombination ist.

12. Eine Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßdose (36) entweder an der Wiegeplattform (34) oder am Basisglied (12) befestigt wird.

13. Ein Palettenträger, der die Waage in Übereinstimmung mit einem der vorherigen Ansprüche einschließt.

14. Ein Palettenträger nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Waage betriebsmäßig mit einem Hebemechanismus des Palettenträgers verbunden ist.

15. Ein Palettenträger nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Palettenträger die an das Basisglied (12) gekoppelte Verbindungsstange (26) umfaßt, um das Anheben des Basisglieds (12) zu ermöglichen.







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