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Dokumentenidentifikation DE69518306T2 25.01.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0732078
Titel Gerät zum anbringen von chirurgischen Klammern
Anmelder Ethicon Endo-Surgery, Inc., Cincinnati, Ohio, US
Erfinder Hughett, J. David, Hamilton, Ohio 45011, US;
Stefanchik, David, Mason, Ohio 45040, US;
Murray, Michael A., Bellevue, Kentucky 41073, US;
Braddock, C. Kerwin, Cincinnati, Ohio 45242, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80801 München
DE-Aktenzeichen 69518306
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.09.1995
EP-Aktenzeichen 953061421
EP-Offenlegungsdatum 18.09.1996
EP date of grant 09.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2001
IPC-Hauptklasse A61B 17/128

Beschreibung[de]
Hinterrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Anbringen von sterilen chirurgischen Befestigungseinrichtungen, die dazu verwendet werden, Körpergewebestrukturen zu okkludieren. Im besonderen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf sterile Klemmen und Geräte zum Anbringen solcher Klemmen, die dazu verwendet werden, rohrförmige Strukturen innerhalb eines Körpers, wie beispielsweise Blutgefäße, abzubinden, um zu verhindern, daß durch letztere Körperflüssigkeiten fließen.

Um während eines chirurgischen Eingriffes einen übermäßigen Verlust an Flüssigkeit oder Blut zu verhindern, muß der Chirurg gewöhnlich verschiedene Flüssigkeit führende Gänge und/oder Blutgefäße abbinden oder schließen, ehe er diese Gefäße trennt. Es gibt viele Arten von Vorrichtungen oder Geräten zum Schließen der Gefäße, wie zum Beispiel Ligaturklemmen, Gefäßklemmen und dergleichen mehr. In einigen Fällen bindet der Chirurg einen Ligaturfaden oder einen Nahtfaden um ein Gefäß, um es zu schließen. Ligaturklemmen sind in dem Fachgebiet gut bekannt. Viele dieser Klemmen sind aus Metall und bestehen aus einem Paar von Schenkeln, die an einem Ende miteinander verbunden sind. Das abzubindende Gefäß wird zwischen die Schenkel plaziert, und diese werden um das Gefäß zusammengepreßt, um letzteres zu schließen. Es sind auch Klemmen aus Kunststoff entwickelt worden. Da jedoch Kunststoffe nicht die gleichen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Verformbarkeit unter Druckbeanspruchung wie Metalle aufweisen, ist es für Kunststoffklemmen charakteristisch, daß sie über irgendeine Art von Schließmechanismus verfügen, so daß sie in der geschlossenen Position gesichert werden, wenn die Schenkel um das Gefäß zusammengedrückt sind.

Ligaturklemmen sollen das Verschließen der Gefäße sicherstellen. Das heißt, sie sollten den Blutfluß oder den Fluß anderer Flüssigkeiten vollständig unterbinden und Undichtigkeiten nicht zulassen. Ebenfalls sollten die Klemmen im geschlossenen Zustand bleiben, sie sollten nicht zerbrechen oder sich öffnen, und sie sollten nicht verrutschen oder ihre Lage verändern oder von dem Gefäß abrutschen. Während es keines großen Kraftaufwandes bedarf, ein Gefäß zusammenzudrücken und zu verschließen, benötigen die jetzt üblicher Weise verwendeten Klemmen eine beträchtliche Kraft, um deren Struktur zu schließen oder zu verändern, so daß die Klemme, wenn sie einmal geschlossen ist, dazu tendiert, in der geschlossenen Position zu bleiben.

In der minimal-invasiven Chirurgie, im besonderen in der endoskopischen Chirurgie, steht die Aufgabe, kleinere Geräte zu schaffen, die in der Lage sind, den chirurgischen Eingriffsort durch kleinere Zugangsöffnungen zu erreichen. Kleinere Inzisionen verursachen geringere Schäden beim Schaffen von Zugängen zum chirurgischen Eingriffsort, und die von solchen Inzisionen herrührenden Zugangswunden heilen schneller. In den gegenwärtig bekannten Klemmen- Anbringungsgeräten (im folgenden auch als Klemmenanbringer bezeichnet) wird die Größe des Gerätes generell durch die Größe der Klemme bestimmt, wenn diese durch das Klemmen- Anbringungsgerät zu dessen Ausführungsteil befördert wird, sowie durch die Größe der Klemm backen, die dazu dienen, die Klemmen durch Quetschen zu schließen. Die Klemmen durchlaufen das Klemmen-Anbringungsgerät im offenen Zustand, so daß die Klemme in der Lage ist, eine abzubindende Gewebestruktur aufzunehmen, ehe die Klemmbacken die Klemme um diese Struktur durch Quetschen schließen.

In den gegenwärtig in der endoskopischen Chirurgie oder der Bauchendoskopie eingesetzten chirurgischen Zugangsröhren oder Kanülen und Klemmen-Anbringungsgeräten ist das Verhältnis des Innendurchmessers der Kanüle zu der Höhe der geschlossenen Klemme, wie in der vorliegenden Erfindung definiert wird, größer 7,0. So ist gegenwärtig eine relativ große Zugangsröhre für eine vergleichsweise kleine Höhe der geschlossenen Klemmen erforderlich.

Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Klemmen-Anbringungsgerät zum Anbringen von Klemmen zu schaffen, die in räumlich effektivem geschlossenem Zustand gehalten werden, bis sie die abzubindende Struktur erreicht haben, so daß auf diese Weise der Einsatz von kleineren Zugangsöffnungen möglich wird, wobei die Klemmen, nachdem sie abgegeben worden sind, daran gehindert werden, von dem Gerät wieder erfaßt zu werden.

In der endoskopischen Chirurgie wird das Ausführungsteil des Gerätes durch eine geeignete Kanüle, einen Körperkanal oder einen kleinen Schnitt im Körper plaziert. Die Handhabung des Ausführungsteiles erfolgt durch den Chirurgen außerhalb des Körpers. Daraus resultiert, daß es schwieriger wird, das Ausführungsteil des Gerätes zu steuern, da es von der eigentlichen Bedienung des Gerätes weiter entfernt ist. Selbst geringe Bewegungen bei der Handhabung des Gerätes außerhalb des Körpers werden am Ausführungsteil des Gerätes verstärkt. Deshalb ist in einem endoskopischen Verfahren die Wahrscheinlichkeit größer, daß eine geringfügige Bewegung eines Klemmen-Anbringungsgerätes eine Fehlplazierung der Klemme bei dessen Schließen verursacht. Das trifft vor allem deshalb zu, da man in Betracht ziehen muß, daß die vorhandenen herkömmlichen Klemmen einen hohen Kraftaufwand erfordern, um sie korrekt über einer Gewebestruktur zu verformen.

Deshalb besteht die weitere Aufgabe für die vorliegende Erfindung darin, die aufzuwendende Kraft zum endoskopischen Anbringen einer Klemme, um eine Struktur wie zum Beispiel ein Blutgefäß abzubinden, wesentlich zu reduzieren. Je geringer die Kraft ist, die zum Anbringen einer Klemme erforderlich ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Klemme exakt zu plazieren. Folglich ist auch die Wahrscheinlichkeit, eine positive Gefäßabbindung während des ganzen chirurgischen Eingriffes zu erreichen, größer. Weiterhin drückt die Kraft, die dazu eingesetzt wird, um die Klemme einzudrücken, auch das Gewebe zusammen, was das Entfernen der Klemme, wenn dies erwünscht ist, erschwert. Je weniger auch Kraft zum Anbringen einer Klemme an einem Gefäß erforderlich ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Gefäß zerschnitten oder zerrissen wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Klemme und ein Klemmen- Anbringungsgerät zu schaffen, die es dem Benutzer ermöglichen, ein Gefäß zu schließen und zu bestimmen, ob die Position die richtige ist, ehe die Ligaturklemmen gesetzt werden.

Die jetzt üblicherweise verwendeten Klemmen werden mit einem Klemmen- Anbringungsgerät gesetzt, der die Klemmen auf eine vorher bestimmte Größe zusammendrückt.

Obwohl es eine Reihe von Klemmengrößen gibt, die das Abbinden einer Vielzahl von Gewebestrukturgrößen ermöglichen, sind häufig die vorgegebenen Maße zu groß für kleinere Strukturen oder zu klein für größere Strukturen. Wenn die Struktur zu groß oder zu klein ist, oder anders formuliert, wenn die Spaltöffnung in der Klemme bei geschlossenem Spalt zu groß oder zu klein ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Klemme falsch gesetzt wird, daß eine unzureichende Abbindekraft erzeugt wird oder daß die Klemme von dem Gefäß abrutscht, größer.

Weiterhin bestehen die gegenwärtig benutzten Klemmen typischer Weise aus zwei an einem Ende mit einander verbundenen Schenkeln. Deshalb ändert sich die Schließkraft über die Länge der Klemme, wobei die größere Kraft näher bei der Stelle anliegt, an der die Schenkel mit einander verbunden sind. Folglich ist bei einer solchen Klemmenanordnung die Wahrscheinlichkeit, daß die Klemme von der Schließstelle abrutscht, größer, besonders wenn das Gewebe leicht in Richtung der Klemmenöffnung fehlplaziert ist.

Deshalb ist es eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Klemme und ein Klemmen- Anbringungsgerät zu schaffen, welche die Wahrscheinlichkeit des Abrutschens einer Klemme von der Stelle des abgebundenen Gefäßes oder der Herstellung einer unzureichenden Abbindung reduzieren. Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Klemmen können einen weiten Bereich von Gefäßgrößen abdecken und können eine im wesentlichen gleichförmige Abbindekraft über die gesamte Klemmenlänge liefern.

Obgleich das Klemmen-Anbringungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung besonders für den Einsatz in endoskopischen Verfahren geeignet ist und in diesem Sinne im folgenden beschrieben wird, muß hervorgehoben werden, daß das Gerät ebenfalls sehr wirkungsvoll in den traditionellen, offenen chirurgischen Verfahren eingesetzt werden kann.

EP-A-0681810, das zum Stand der Technik gemäß Artikel 54(3) EPC gehört, offenbart ein Gerät zum Anbringen von chirurgischen Klemmen, das einen Schaft mit einem durchgehenden Hohlraum und ein distales Ende aufweist. An dem distalen Ende des Geräteschaftes sind sich gegenüberliegende Flächen, die dem Zusammendrücken des Gewebes dienen, angebracht. Ebenso ist ein Klemmenvorschieber vorgesehen, der die Klemmen zu einer ersten Position um die zwischen den Flächen zusammengepreßte Gewebestruktur herum vorschiebt. Ein Klemmen- Entkoppler ist in Form einer Feder vorgesehen, die so angeordnet ist, daß sie die Klemmen aus dem Gerät hebt. Der Entkoppler löst die Klemmen aus der ersten Position und befördert sie in eine Gewebeligatur-Position um das durch die Flächen zusammengepreßte Gewebe herum.

Kurze Beschreibung der vorliegenden Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein neues Gerät zum Anbringen von chirurgischen Klemmen vorgesehen, wie in den beigefügten Ansprüchen definiert.

Die Erfindung sieht am distalen Ende des Gerätes zum Anbringen von Klemmen Zusammendrück-Elemente vor, die eine Gewebestruktur unmittelbar vor dem Anbringen einer Ligaturklemme zusammendrücken und/oder verschließen.

Gemäß dem Wesen einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Klemmen- Anbringungsgerät vorgesehen, das eine Gewebestruktur entsprechend einer vorher festgelegten Kraft abbindet oder zusammenpreßt, die einer speziellen Abstandsgröße oder einem speziellen Abstandsbereich entgegenwirkt, bevor eine Ligaturklemme zu der Struktur geschoben wird.

Die Erfindung verwendet eine Klemme von effizienter Größe, die in geschlossenem Zustand zum distalen Ende des Klemmen-Anbringungsgerätes befördert werden kann. Wenn die Klemme das distale Ende des Gerätes erreicht hat, kann sie sich etwas öffnen, was ausreicht, damit das zusammengepreßte und/oder geschlossene Gewebe aufgenommen werden kann. Dann wird die Klemme von dem Ausführungsteil freigegeben und da das Material, aus dem die Klemme gefertigt ist, seine Elastizität behält und nur wenig nachgibt, hat es die Neigung, zu seiner ursprünglichen Gestalt zurückzukehren, wobei die abgebundene Struktur verschlossen bleibt.

Die Klemme und das Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung können in Kanülen verwendet werden, die einen kleineren Durchmesser als die Klemmen und Klemmen- Anbringungsgeräte gemäß dem Stand der Technik aufweisen, die eingesetzt werden, um Gefäße der gleichen Größe zu verschließen. So kann, zum Beispiel, eine Klemme oder ein Klemmen- Anbringungsgerät, das in der Regel eine Kanüle mit einem Innendurchmesser von 10 mm erfordert, mit einer Kanüle von einem Innendurchmesser von ungefähr 5 mm auskommen. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der ein Trokar von kleinerer Größe in Verbindung mit dem Klemmen-Anbringungsgerät für eine gewünschte Klemmenanwendung eingesetzt werden kann.

Im Idealfall ist das Verhältnis von Kanülengröße (Innendurchmesser der Kanüle) zur Höhe der geschlossenen Klemme so nahe wie möglich bei Eins. Hinsichtlich mittlerer bis großer Klemmen liegt das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossenen Klemme vorzugsweise bei ungefähr 2,7. Das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossenen Klemme für Klemmen mittlerer Größe liegt vorzugsweise bei ungefähr 3,2. Das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossenen Klemme für Klemmen kleiner Größe liegt vorzugsweise bei ungefähr 5, 6. Die hier definierten Klemmengrößen dienen dazu, um die gemäß dem Stand der Technik bekannten Klemmengrößen, die gegenwärtig in den für die laparoskopische und endoskopische Chirurgie zur Verfügung stehenden Klemmen- Anbringungsgeräten zum Einsatz kommen, in die allgemeinen Überlegungen einzubeziehen.

In der vorliegenden Erfindung kann die Klemme durch das Gerät im geschlossenen oder halbgeschlossenen Zustand befördert werden. Wenn der geschlossene Zustand Anwendung findet, dann sind keine Klemmbacken erforderlich, um die Klemme zum Zwecke des Schließens zu berühren, wobei der Gesamtdurchmesser des Gerätes im Vergleich zu den Geräten gemäß dem Stand der zur Ausführung der gleichen Funktion verwendeten Technik reduziert werden kann. So wird es möglich, daß das Gerät in Zugangskanälen, in Inzisionen und/oder in Kanülen von kleineren Größen verwendet und daß die Größe des Schnittes beim Patienten reduziert werden kann. So hat zum Beispiel der Schaft der gegenwärtig verwendeten endoskopischen Klemmen- Anbringungsgerätes einen Außendurchmesser von ungefähr 10 mm. Ein Klemmen- Anbringungsgerät mit einem Schaft von 5 mm Außendurchmesser und Klemmen gemäß der vorliegenden Erfindung können verwendet werden, um Klemmen zu setzen, die gegenwärtig nur in Verbindung mit einer Zugangskanüle von 10 mm oder größer und mit Klemmen-Anbringungs gerät-Klemmen von einer Größe von, zum Beispiel, 8 mm bis 9 mm geschlossener Länge eingesetzt werden können.

Im Idealfall ist das Verhältnis vom Durchmesser des Schaftes des Klemmen- Anbringungsgerätes zur Höhe der am Ende vorliegenden Konfiguration der Klemme so nahe wie möglich bei Eins, wobei verschiedene Konstruktionsbeschränkungen in die Überlegungen einbezogen worden sind. Die Höhe der am Ende vorliegenden Konfiguration der Klemme wird hier so definiert, daß sie sich auf die Höhe der in einer zur Ligaturfläche senkrechten Ebene gemessenen Klemme bezieht, wenn die Klemme über einer Gewebestruktur geschlossen ist. Die vorliegende Erfindung sieht im besonderen einen Klemmen-Anbringungsgerät und eine Klemme vor, bei denen das Verhältnis des Außendurchmessers des Schaftes des Klemmen-Anbringungsgerätes zu der am Ende vorliegenden Höhe der Konfiguration der Klemme kleiner 5,2 ist, vorzugsweise ungefähr kleiner 3,0 und im vorteilhaftesten Fall kleiner 2,6. Diese vorteilhaften Verhältnisse sind auf Basis der Größen von konventionellen Klemmen und von konventionellen Geräten und Zugangskanülen bestimmt worden.

Das Klemmen-Anbringungsgerät der vorliegenden Erfindung ist geeignet, Klemmen verschiedener Größen aufzunehmen. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Klemme jedoch auch selbst für die Aufnahme in einer Vielzahl von verschiedenen Gefäßgrößen geeignet. Diese Klemme zeigt die Tendenz, sich selbst in der Größe anzupassen, wenn sie auf einem Gefäß plaziert wird. Dieses Merkmal zeigt eine Klemme, die eine vorgespannte Kraft aufweist, die nicht nachgibt, wenn die Klemme leicht gebogen wird, jedoch ausreicht, um eine Gewebestruktur aufzunehmen.

Die Klemme als solche ist aus einem elastischen (im Gegensatz zu unter Druck verformbarem) Material gebildet und weist das Gewebe verschließende Schenkelelemente auf, die so vorgespannt sind, daß sie zu einer Spaltöffnung nahe Null zurückspringen. Die Schenkel der Klemmen werden gemeinsam mit einer gegebenen Kraft vorgespannt, wobei die Kraft sich mit steigender Verbiegung erhöht. Die Schenkelelemente enthalten sich gegenüber liegende Ligaturflächen.

Die Erfindung verwendet vorzugsweise eine Klemme, die durch Mehrfach- Klemmenelemente ausgelenkt wird, so als ob die Biegekraft zwischen mehreren sich gegenüberliegenden Federn aufgeteilt ist, um unter anderem die Wahrscheinlichkeit, daß die Klemme nachgibt, zu reduzieren. Die Klemme könnte zum Beispiel von zwei Enden her ausgelenkt werden, so, als ob die Biegekraft zwischen zwei Federn aufgeteilt ist. Die Federn sind hinsichtlich der Abbindeflächen so angeordnet, daß sie ein Verbiegen und Schließen der sich gegenüber liegenden Abbindeflächen aufeinander zu bzw. voneinander weg ermöglichen. Die Federn sind so angeordnet, daß die sich gegenüber liegenden Abbindeflächen eine ausreichende gleichförmige Kraft entwickeln, um die zwischen diesen Flächen plazierte Gewebestruktur zu schließen. Die Abbindeflächen der Klemmen sind vorzugsweise gegeneinander vorgespannt, jedoch von in der Richtung entfernten Enden, so daß eine gleichförmigere Kraft zwischen den Flächen über die ganze Länge der Klemmen anliegt.

Es kann eine einstückige Klemme mit einer Vielzahl von gegenüber liegenden Federn · oder Federkraftrichtungen verwendet werden, die den sich gegenüber liegenden Abbindeflächen zugeordnet sind.

Die Klemme kann vorzugsweise aus zwei dicht beieinander und im wesentlichen parallel zueinander liegenden Schenkelelementen zumindest entlang dem Teil ihrer Längsausdehnung, wo die Gewebestruktur aufgenommen und abgebunden werden soll, bestehen. Die Schenkelelemente sind durch ein Verbindungselement, das den Abstand zwischen den Schenkelelementen begrenzt, miteinander verbunden. Das Verbindungselement und die Schenkelelemente sehen am distalen Ende der Schenkelelemente eine Öffnung zum Aufnehmen einer Gewebestruktur zwischen den den Schenkelelementen zugeordneten Abbindeflächen vor. Das Verbindungselement, dem die Federn zugeordnet sind, ermöglicht es, daß die distalen Enden der Schenkelelemente durch an der Klemme anliegende Kräfte leicht auseinander gedrückt werden können. Wenn dann diese Kräfte aufgehoben werden, kehren die Schenkelelemente in ihre ursprüngliche Position zurück.

Die Klemme kann weiterhin aus zwei sich gegenüber liegenden parallelen Schenkelelementen bestehen, die durch ein Verbindungselement, das wenigstens zwei aus unterschiedlichen Richtungen auf die richtungsmäßig gegenüberliegenden Schenkelelemente wirkende Federn aufweist, verbunden werden. Vorzugsweise bewirken zwei diametral gegenüber liegende Federelemente, daß die Schenkelelemente im wesentlichen parallel und gleichförmig auseinander gebogen werden. Ein erstes Federelement ermöglicht es, daß ein erster paralleler Schenkel von einem zweiten parallelen Schenkel am distalen Ende der Klemme weggebogen wird. Durch das zweite Federelement kann der zweite parallele Schenkel von dem ersten parallelen Schenkel proximal vom distalen Ende der Klemme weggebogen werden. Vorzugsweise befindet sich eines der beiden Federelemente an einem distalen Ende der Klemme, wohingegen sich das andere Federelement an dem proximalen Ende oder in dessen Richtung befindet. Die parallelen Schenkel bilden am distalen Ende der Klemme eine zur Aufnahme des abzubindenden Gewebes bestimmte Öffnung. Diese Öffnung kann winklig sein, um das Gewebe zwischen den Schenkelelementen zu sammeln oder "einzutrichtern", oder im Falle der Anwendung eines Anbringungsmechanismus können die Schenkelelemente durch diesen geöffnet werden, um das Gewebe wie in einen Trichter zu führen.

In einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt jedes Schenkelelemente ein mit letzterem derart verbundenes freies Ende, daß die freien Enden von jedem Schenkelelement sich gegenüber liegen, unabhängig davon, wo sie miteinander verbunden sind. Vorteilhafter Weise sind die Schenkelelemente sowohl am distalen Ende als auch am proximalen Ende der Klemme freitragend und zwar ein Schenkelelement an einem Ende und das andere Schenkelelement am anderen Ende, so daß das freie Ende des einen Schenkelelementes an einem eingeengten Ende des anderen Schenkelelementes liegt und umgekehrt. Das Verbindungselement engt jedes Schenkelelement ein und verbindet letzteres an dessen eingeengtem Ende. In dieser Ausführungsform sind die Schenkelelemente so ausgerichtet, daß ihre distalen und proximalen Enden richtungsmäßig den distalen und proximalen Enden eines Klemmen-Anbringungsgerätes entsprechen, wobei das distale Ende des Gerätes das Ausführungsteil der Vorrichtung einschließt.

Die vorliegende Erfindung sieht ein Gerät zum Anbringen von sterilen Klemmen an einem abzubindenden Gefäß vor. Das Gerät umfaßt einen Griff, der ein Betätigungselement und einen langgestreckten Schaft mit am distalen Ende vorgesehenen Klemmbackenelementen aufweist. Die Klemmbackenelemente besitzen ein Paar von Verschlußflächen, wobei diese sich von den proximalen Enden zu den distalen Enden voneinander entfernen. Diese Flächen sind so angeordnet, daß sie ein abzubindendes Gefäß aufnehmen können. Die Flächen können an den gegenüber liegenden Seiten des Gefäßes plaziert werden, um letzteres abzubinden und zu verschließen.

In Funktion: die Klemmbacken des Gerätes werden durch einen Zugangskanal oder eine Pforte, zum Beispiel eine Kanüle in Stellung gebracht. Die Klemmbacken des Gerätes werden um das abzubindende Gewebe oder um die abzubindende Struktur positioniert. Die Klemmbacken des Gerätes können geschwenkt werden, wobei der Benutzer des Gerätes einen ihm zugänglichen Knopf dreht, um bis zu 360 Grad in jeder Richtung zu schwenken, wodurch das Positionieren der Klemmbacken um das abzubindende Gewebe oder um die abzubindende Struktur unterstützt wird und um die Sichtbarkeit der Operationsstelle und den Zugang zu derselben zu ermöglichen. Die Klemmbacken sind vorzugsweise durch eine Feder, die eine vorherberechnete Kraft aufweist, gegeneinander vorgespannt. Der federgespannte Schließmechanismus der Klemmbacken schließt diese entsprechend der vorherberechneten Kraft. Ehe die Klemme über der Gewebestruktur plaziert wird, können die Klemmbacken in der geschlossenen Position gesichert werden.

Wenn dann die Klemmbacken positioniert sind, kann der Auslösehebel betätigt werden, um die Klemmbacken um das Gewebe oder die Struktur zu schließen und damit das Gewebe zeitweilig zu schließen. Zu diesem Zeitpunkt kann der Benutzer prüfen, ob das richtige Gewebe zusammengedrückt wurde, ob ausreichend oder zuviel Gewebe zusammengedrückt wurde und ob ein ausreichender Druck zum Zusammendrücken vorhanden ist. Das wird alles vor dem Anbringen der Klemmen in das Gewebe durchgeführt. Wenn der Benutzer nicht zufrieden ist, wird der Auslösehebel freigegeben, um die Klemmbacken des Gerätes zu öffnen, wodurch diese von dem Gewebe oder der Struktur, ohne eine Klemme gesetzt zu haben, gelöst werden. Wenn der Benutzer zufrieden ist, wird der ratschende Auslösehebel weiter gedrückt. Die Klemme wird zu dem Ende des Gerätes geführt, das die Schenkel der Klemme leicht spreizt, so daß die Öffnung am distalen Ende der Klemme das Gewebe an oder nahe der Stelle, wo die divergierenden Flächen die Gewebestruktur zusammengedrückt und geschlossen haben, aufnehmen kann. Die Klemme wird über das Gewebe geschoben und dann aus den Klemmbacken des Gerätes gelöst. Nach der Freigabe des Auslösehebels können die Klemmbacken vom Gewebe entfernt werden, wohingegen die Klemme auf dem abgebundenen Gefäß verbleibt.

Eine Ausführungsform der Erfindung sieht ein Anbringungsgerät vor, das einen einzigen Auslösehebel mit zweistufiger Auslöserbetätigung aufweist, und zwar 1. für das Greifen des Gewebes und Positionieren desselben im Gerät, um die richtige Klemmen-Stellung zu suchen und um das Gewebe zusammenzudrücken, und 2. um die Vorrichtung zu sichern und die Klemme auf das Gewebe vorzuschieben.

In einer Ausführungsform umfaßt die zweite Stufe das Vorschieben der distalen Klemme und das leicht zeitverzögerte Bewegen des Klemmenstapels.

Eine weitere Ausführungsform kann eine Vielzahl von Auslösehebeln umfassen, die dazu dienen, die hier beschriebenen Funktionen des Gerätes auszulösen. So sind zum Beispiel ein erster Auslösehebel einer Einrichtung zum Zusammendrücken des Gewebes und ein zweiter Auslösehebel einer Zuführeinrichtung zugeordnet. Wenn der erste Auslösehebel betätigt wird, bewirkt das, daß die Einrichtung zum Zusammendrücken des Gewebes dieses am distalen Ende zusammendrückt. Danach beschickt die Zuführeinrichtung das distale Ende des Gerätes mit einem Befestiger, wo letzterer über dem vorher zusammengepreßten Gewebe plaziert und dann vom Gerät freigegeben wird.

Die Erfindung wird jetzt in Verbindung mit den einzelnen in den folgenden Zeichnungen und Beschreibungen gegebenen Ausführungsformen ausführlich beschrieben.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Klemmen-Anbringungsgerätes gemäß der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2A und 2B sind perspektivische Explosivdarstellungen eines vorgespannten Klemmen-Anbringungsgerätes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

Fig. 3A ist eine vergrößerte Seitenansicht des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt nach Fig. 2A und 2B in einer Ruheposition.

Fig. 3B ist eine vergrößerte Schnittdarstellung des Klemmen-Anbringungsgerätes nach Fig. 2A und 2B in einer Position zum Ergreifen des Gewebes am Ende der Stufe, in der das Gewebe ergriffen und zusammengedrückt wurde, und am Anfang der Auslösebetätigung für die Stufe, in welcher die Klemme vorgeschoben und plaziert wird.

Fig. 3C ist eine vergrößerte Schnittdarstellung des Klemmen-Anbringungsgerätes nach Fig. 2A und 2B am Ende der Auslösebetätigung für die Stufe des Klemmenvorschubes.

Fig. 4A ist eine Seitenansicht eines Teiles des Schaftes der vorliegenden Erfindung im Schnitt in einer Ruheposition.

Fig. 4B ist eine Seitenansicht eines Teiles des Schaftes im Schnitt nach Fig. 4A, wobei eine Zuführstange die äußerste distale Klemme vor sich her schiebt.

Fig. 4C ist eine Seitenansicht eines Teiles des Schaftes im Schnitt nach Fig. 4A, wobei eine Zuführplatte einen Stapel Klemmen vorschiebt.

Fig. 4D ist eine Seitenansicht eines Teiles des Schaftes im Schnitt nach Fig. 4C, wobei die Zuführplatte und die Zuführstange in ihre ursprüngliche Ruheposition zurückkehren.

Fig. 5A ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei die Klemmbacken zuerst über einer abzubindenden Gewebestruktur plaziert sind.

Fig. 5B ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei eine Gewebestruktur zwischen den Klemmbacken zusammengepreßt ist.

Fig. 5C ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei eine Klemme auf eine Gewebestruktur zubewegt wird.

Fig. 5D ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei eine Klemme über einer Gewebestruktur plaziert ist.

Fig. 5E ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei eine Klemme über einer Gewebestruktur plaziert ist und eine Auswerfefeder die Klemme aus dem Klemmen-Anbringungsgerät entfernt.

Fig. 5F ist eine Seitenansicht des distalen Endes des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt, wobei eine Klemme über einer Gewebestruktur plaziert ist und die Klemme aus dem Klemmen-Anbringungsgerät entfernt ist.

Fig. 6 ist eine Seitenansicht des Gehäuses des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt.

Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Kopplungsmechanismus des Klemmen- Anbringungsgerätes im Schnitt.

Fig. 8 ist eine Draufsicht des Kopplungsmechanismus des Klemmen-Anbringungsgerätes im Schnitt.

Fig. 9 ist eine perspektivische Darstellung des unteren Klemmbackens.

Fig. 10 ist eine perspektivische Darstellung des oberen Klemmbackens.

Fig. 11 ist eine perspektivische Darstellung eine Klemme.

Fig. 12 ist eine Draufsicht auf die Klemme nach Fig. 11 vor deren Vorformung.

Fig. 13 ist ein Längsschnitt des Gerätes nach Fig. 4A entlang der Schnittlinie 13-13.

Fig. 14 stellt einen Trokar und eine Kanüle gemäß der vorliegenden Erfindung dar, die in Verbindung mit einem Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung, so wie sie hier dargestellt wird, eingesetzt werden sollen.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Es wird jetzt auf die Fig. 11 Bezug genommen, in der eine in der vorliegenden Erfindung verwendete Klemme 34 dargestellt wird. Die Klemme 34 besteht aus einem oberen Schenkelelement 62, einem Verbindungsteil 64 und einem zweiten Schenkelelement 63. Der Verbindungsteil 64 umfaßt einen länglichen Teil 77 und zwei Federelemente 65, 66. Das erste Federelement 65 ist am proximalen Ende der Klemme 34 angeordnet und ist mit dem proximalen Ende des ersten Schenkelelementes 62 verbunden. Das zweite Federelement 66 ist am distalen Ende der Klemme 34 angeordnet und ist mit dem distalen Ende des zweiten Schenkelelementes 63 verbunden. Das erste Schenkelelement 62 und das zweite Schenkelelement 63 verlaufen über ihre gesamte Länge im wesentlichen parallel zueinander. Jedes Schenkelelement 62 und 63 weist eine Gewebekontaktfläche 78 bzw. 79 auf. Jede Gewebekontaktfläche liegt Fläche an Fläche mit der Gewebekontaktfläche des jeweils anderen Schenkelelementes. Die Gewebekontaktflächen 78, 79 enthalten mit Kerben versehene Flächen 98, die dazu dienen, Gewebe zwischen den aneinander grenzenden Flächen zu halten, um zu verhindern; daß das Gewebe herausrutscht. Die Flächen 78, 79 können auch Vertiefungen 97 oder dergleichen aufweisen, die den Verschluß der Klemme 34 sichern und die Bewegung derselben verhindern, sobald sie auf der Gewebestruktur plaziert ist. Die proximalen Enden der Schenkelelemente 62, 63 bilden eine Öffnung 85, die dazu dient, eine Gewebestruktur 99 (Fig. 5), zum Beispiel einen Gefäßkanal, aufzunehmen. Das obere Schenkelelement 62 enthält zwei obere querliegende Vertiefungen 75, die sich am distalen Ende des oberen Schenkelelementes 62 befinden. Das Verbindungsteil 64 enthält zwei untere querliegende Vertie fungen 76, die sich in Richtung des distalen Endes des Verbindungsteiles 64 befinden. Die Klemme hat eine Höhe h. Die Höhe wird in einer Ebene senkrecht zu den Abbindeflächen gemessen, wenn die Klemme vor dem Plazieren über der Gewebestruktur durch den Schaft 5 befördert wird.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Klemmen sind vorzugsweise aus verschiedenen bekannten Stoffen oder aus Legierungen von Stoffen gefertigt, zum Beispiel aus Titan, Tantal, rostfreiem Stahl, Gedächtnismetallen, die superelastische Eigenschaften aufweisen, oder aus verschiedenen Kunststoffen, die eine gewisse Elastizität aufweisen, wie zum Beispiel Polyolefine, Glykolidlactid-Polymere und ähnliche Kunststoffe. Die Formänderungsfestigkeit des Materials sollte ausreichend sein, um das Öffnen der Klemme durch das Gerät zu ermöglichen, sie über dem Gewebe zu plazieren und um federnd in ihre ursprüngliche geschlossene Form zurückzukehren. Vorzugsweise ist das verwendete Material eine Titanlegierung, wie zum Beispiel Titan 3A1-2.SV.

Fig. 12 zeigt einen Titanstreifen 34a, bevor daraus die Klemme 34 geformt wird. In diesem Titanstreifen 34a werden durch Prägen oder andere bekannte Fertigungsverfahren querliegende Vertiefungen 75, 76 ausgebildet. Der Streifen 34a wird dann zweimal gebogen, um drei im wesentlichen parallele Teile, nämlich die Schenkelelemente 62, 63, den Verbindungsteil 64 und zwei gebogene Teile, nämlich die Federn 65, 66, zu bilden. Die gebogenen Teile wirken als Federn, wobei sie die entsprechenden Enden des angefügten Schenkelelementes gegen das gegenüberliegende Schenkelelement vorspannen, wodurch eine im wesentlichen gleichförmige oder im wesentlichen symmetrische Vorspannung der Schenkelelemente gegeneinander geschaffen wird.

Es wird jetzt auf die Fig. 1 bis 10 Bezug genommen, in denen ein Klemmen- Anbringungsgerät 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt wird. Ein Gehäuse 4 umfaßt einen stationären Handgriff 10, einen an dem Gehäuse 4 schwenkbar angebrachten Betätigungshebel 11 und einen Drehknopf 59, der drehbar am distalen Ende des Gehäuses 4 angebracht ist. Der Drehknopf 59 und das Gehäuse 4 sind mit dem proximalen Ende eines langgestreckten Schaftes 5 gekoppelt. Der Schaft 5 umfaßt einen stationären langgestreckten unteren Klemmbackenteil 41, der in den Klemmbacken 9 endet, eine Greiferstange 31, eine Zuführplatte 130, eine Zuführstange 32, ein Stützrohr 33, einen Stapel 35 von Klemmen 34, einen Zuführgleitschuheses 70 (im folgenden als Zuführschuheses bezeichnet) und an seinem distalen Ende 40· ein Paar Klemmbacken 8, 9, die zum Greifen und Zusammendrücken einer abzubindenden Gewebestruktur 99 dienen.

Der Außendurchmesser Ds des Schaftes 5 besteht aus dem Stützrohr 33, das einen Hohlraum, durch den sich der untere Klemmbackenteil 41, die Greiferstange 31, die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 erstrecken. Das Stützrohr 33 endet unmittelbar proximal zu den Klemmbacken 8, 9, damit diese Schwenkbewegungen durchführen können. Das Stützrohr 33 ist so konstruiert, daß es übermäßigen Drehmomenten der verschiedenen Teile des Schaftes 5 und/oder Auslenkungen derselben widerstehen kann.

Das Stützrohr 33 und der untere Klemmbackenteil 41 sind drehbar an dem Gehäuse 4 angebracht und zwar durch den Drehknopf 59. Der Drehknopf 59 ist an dem Stützrohr 33 durch ei ne Schnapp-Passung mit Lasche zwischen der durch den Innendurchmesser des Drehknopfes 59 gebildeten Öffnung und den nach außen vorspringenden Laschen 49 am proximalen Ende des Stützrohres 33 angebracht. Die nach innen verlaufenden Laschen 48 des Drehknopfes 59 stehen mit den nach außen vorspringenden Laschen 49 des Stützrohres 33 drehbar im Eingriff. Der Schaft 5 kann durch den Drehknopf 59 um 360 Grad relativ zum Gehäuse 4 gedreht werden.

Der Auslösehebel 11 umfaßt einen Hebelarm 18, der sich vom Gehäuse 4 erstreckt, so daß der Benutzer den Griff 10 halten und den Auslösehebel 11 durch Ergreifen des Hebelarmes 18 mit einer Hand betätigen kann. In dem Auslösehebel 11 eingepreßte Zapfen 12 passen in die in das Gehäuse 4 derart ausgeformten Augen 13, daß eine Schwenkbewegung des Auslösehebels 11 relativ zum Griff 10 möglich ist.

Das Gehäuse 4 umfaßt weiterhin einen Zuführnocken 16, der schwenkbar an dem Gehäuse 4 angebracht und gleitend mit dem Auslösehebel 11 verbunden ist. Ein Ende des Zuführnockens 16 ist mit einem Kopplungsmechanismus 17 verbunden. Der Kopplungsmechanismus 17 überträgt die an dem Auslösehebel 11 anliegende Kraft an die Funktionen des Gerätes, nämlich Greifen/Zusammendrücken und Klemmenvorschieben/Klemmenplazieren. Der Auslösehebel 11 enthält einen Auslösehebelstift 19, der sich in einem Schlitz 20 des Zuführnockens 16 bewegt. Der Auslösehebel 11 wird dadurch betätigt, daß der Hebelarm 18 mit einer Kraft beaufschlagt wird, wodurch letzterer gegen den Griff 10 geschwenkt wird. Diese Kraft bewirkt: daß der Auslösehebel 11 um die Zapfen 12 geschwenkt wird und daß sich der Stift 19 in dem Schlitz 20 so bewegt, daß der Zuführnocken 16 relativ zum Gehäuse 4 geschwenkt wird.

Die Drehbewegung des Zuführnockens 16 vervielfacht die Kraft am Auslösehebel, wobei die Drehbewegung in eine Längsbewegung des Kopplungsmechanismus 17 übersetzt wird, wie im einzelnen weiter unten beschrieben werden wird.

Der Kopplungsmechanismus 17 ist relativ zur Längsachse des Schaftes 5 in Längsrichtung angeordnet. Der Kopplungsmechanismus 17 besteht aus einer Greiferkopplung 21, einer Zuführkopplung 22, einer in Reihe liegenden Feder 23 und einer Rückführfeder 24. Das proximale Ende der Zuführkopplung 22 enthält einen rückwärts gerichteten Stift 26 und eine sich radial erstreckende kreisförmige Fläche 27. Der Zuführnocken 16 besitzt zwei radial sich erstreckende Arme 25, die sich um den proximalen oder rückwärts sich erstreckenden Stift 26 der Zuführkopplung 22 spreizen und gleitend zwischen der radial verlaufenden kreisförmigen Fläche 27 und dem rückwärts gerichteten Stift 26 angebracht sind. Die radial sich erstreckenden Arme 25 übersetzen die Drehbewegung des Zuführnockens 16 in eine Längsbewegung des Kopplungsmechanismus 17.

Die Längsbewegung des Kopplungsmechanismus 17 umfaßt zwei unterschiedliche Schritte. Der erste Schritt besteht aus dem Zusammendrücken der Rückführfeder 24, die eine geringere Vorspannung und/oder eine geringere Federkonstante aufweist als die in Reihe liegende Feder 23 und deshalb mit einer geringeren Kraft drückt. Der erste Schritt entspricht dem Schritt des Gewebegreifens und Gewebezusammendrückens der Auslösehebelbetätigung. Der zweite Schritt umfaßt das Zusammendrücken der in Reihe liegenden Feder 23, im allgemeinen den größten Teil dieser Feder, nachdem die Rückführfeder 24 zusammengedrückt wurde. Der zweite Schritt entspricht der Auslösebetätigung für das Vorschieben und Plazieren der Klemme und das · Vorschieben des Stapels.

Das distale Ende der Zuführkopplung 22 ist in dem proximalen Ende der Greiferkopplung 21 verschiebbar eingepaßt und in Längsrichtung beweglich. Die Greiferkopplung 21 besitzt eine sich radial erstreckende kreisförmige Fläche 28. Die in Reihe liegende Feder 23 liegt über der Zuführkopplung 22 und der Greiferkopplung 21 zwischen der kreisförmigen Fläche 27 und der kreisförmigen Fläche 28. Die in Reihe liegende Feder 23 wirkt auf die kreisförmige Fläche 27 und die kreisförmige Fläche 28, wodurch sie die Zuführkopplung 22 und die Greiferkopplung 21 in Längsrichtung gegeneinander vorspannt. Die Greiferkopplung 21 enthält an ihrem distalen Ende eine zweite kreisförmige Fläche 29. Gegen dieses distale Ende der zweiten kreisförmigen Fläche 29 stützt sich das proximale Ende der Rückführfeder 24 ab. Der untere Teil des Klemmbakkens 41 enthält an seinem proximalen Ende eine kreisförmige Fläche 36, die in dem Drehknopf S9 des Gehäuses 4 von diesem umschlossen wird. Das distale Ende der Rückführfeder 24 stützt sich gegen die kreisförmige Fläche 36 ab. Auf diese Weise spannt die Rückführfeder 24 die Greiferkopplung 21 in proximaler Richtung weg von dem proximalen Ende des Schaftes S vor, das heißt, weg von der kreisförmigen Fläche 36 des unteren Klemmbackenteiles.

Wenn der Auslösehebelarm 18 mit einer Anfangskraft beaufschlagt wird, schiebt der Zuführnocken 16 den Kopplungsmechanismus 17 vor, die Rückführfeder 24 wird zusammengedrückt, und die Greiferkopplung 21 bewegt sich in Längsrichtung vorwärts. Wenn ein entsprechender zusätzlicher Betrag an Kraft anliegt, dann gleitet die Zuführkopplung 22 auf die Greiferkopplung 21 in dem Maße zu, wie die in Reihe liegende Feder 23 zusammengedrückt wird.

Durch den sich gegen den Klemmbacken 9 des stationären unteren Klemmbackenteiles 41 schließenden oberen Klemmbacken 8 wird Gewebe ergriffen und zusammengepreßt. Ein längliches Teil 37 des unteren Klemmbackenteiles 41 erstreckt sich durch eine Öffnung 30 in dem Gehäuse 4 und durch eine Öffnung 96 in dem Drehknopf S9 und entlang der Längsachse des Schaftes S. Das längliche Teil 37 wird durch Seitenwände 38 und ein Unterteil 39 U-förmig ausgebildet. Das längliche Teil 37 endet in dem unteren Klemmbacken 9.

Die Greiferstange 31 ist an ihrem proximalen Ende mit der Greiferkopplung 21 verbunden und erstreckt sich in Längsrichtung durch eine Öffnung 47 der kreisförmigen Fläche 36 und den länglichen Teil 37 des unteren Klemmbackenteiles 41. Die Greiferstange 31 weist eine Abdeckung 69 und zwei Seitenwände 68 auf, die sich gegeneinander krümmen, so daß sie die Form eines C ergeben. Die beiden Seitenwände 68 liegen innen und dicht an den Seitenwänden 38 des unteren Klemmbackenteiles 41 an. Die Seitenwände 38 des unteren Klemmbackenteiles enthalten mit Kerben versehene Flächen 61. Eine nach vorn gerichtete Längsbewegung der Greiferkopplung 21 wird auf die Greiferstange 31 übertragen.

Der obere Klemmbacken 8 ist am distalen Ende der Greiferstange 31 angeordnet. Nach unten gerichtete Stifte 55 am distalen Ende der Greiferstange 31 sind in entsprechende Schlitze 56 des oberen Klemmbackens 8 eingepaßt, um die Greiferstange 31 beweglich an dem oberen Klemmbacken 8 anzubringen. Der obere Klemmbacken 8 umfaßt ein Paar Haken S 1, ein Haken auf jeder Seite des proximalen Endes der Klemmbacken 8. Die Haken S 1 stehen mit dem unteren Klemmbacken schwenkbar im Eingriff über die in ihm vorgesehenen Vertiefungen 52. Der obere Klemmbacken 8 und der untere Klemmbacken 9 besitzen zwischen sich angeordnete Gewebe- Zusammendrückflächen 53 bzw. 54. Der Klemmbacken 8 enthält ein Fenster 87, durch das in der Stufe des Gewebezusammendrückens das zusammengedrückte Gewebe und in der Stufe des Klemmenvorschiebens eine Klemme betrachtet werden kann.

Das Vorwärtsbewegen der Greiferstange 31 schwenkt den oberen Klemmbacken 8 in den geschlossenen Zustand gegen den unteren Klemmbacken 9, so daß sich die gegenüberliegenden Flächen 53, 54 aufeinander zu bewegen, um zwischen den Klemmbacken 8, 9 befindliche Gewebestrukturen zusammenzudrücken. In dieser Ausführungsform ist der untere Klemmbacken 9 stationär, wohingegen der obere Klemmbacken 8 relativ zum unteren Klemmbacken 9 bewegbar ist. Die Fläche 54 des Klemmbackens 9 enthält eine Reihe von Zähnen oder Einschnitten 57 in der Fläche, welche die distale Bewegung des durch die Klemmbacken 8, 9 erfaßten oder zusammengedrückten Gewebes relativ zu der distalen Vorwärtsbewegung der Klemmen auf dem zusammengedrückten Gewebe reduziert. Die Einschnitte 57 dienen dazu, die richtige Positionierung des Gewebes zu unterstützen, damit die Klemme 34 präzise auf dem Gewebe gesetzt werden kann. Ein Paar proximale Gewebesperren 100, die in die Vorderseite der Haken 51 eingearbeitet sind, verhindern, daß das Gewebe in das Gerät proximal zu dem Klemmbacken 8 hineingeführt wird. Die Einschnitte 57 und die Gewebesperren 100 plazieren das Gewebe korrekt hinsichtlich der abzubindenden Menge, wo die Klemme aus dem Gerät freigegeben wird. Das ist deshalb besonders wichtig, da die Klemme in dieser Ausführungsform nicht die Länge der Klemmbacken 8, 9 aufweist.

Die Freigabe des Auslösehebels 11 gibt die Rückführfeder 24 frei, die bewirkt, daß die Greiferstange 31 sich zurückzieht und der obere Klemmbacken 8 sich öffnet. Die Greiferstange 31 besitzt eine nach unten sich erstreckende Nase 137, die gleitend in die proximal an der Zuführplatte 130 vorgesehenen Kerbe 138 und in die proximal an der Zuführstange 32 vorgesehene Kerbe 139 eingreift. Die Nase 137 in der Greiferstange 31 sorgt dafür, daß sich die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 mit der Greiferstange 31 formschlüssig und ausgerichtet zurückziehen.

Nachdem die Klemmbacken 8, 9 sich um die abzubindende Gewebestruktur 99 geschlossen haben, wird am Anfang des zweiten Schrittes, nämlich des Klemmenvorschiebens und Klemmenplazierens, der Auslösehebelarm 18 weiter gedrückt. Sobald der Auslösehebel gedrückt wird, berührt ein am Auslösehebel 11 vorgesehener Schrittkraftarm 2 eine entsprechende Schrittkraftübertragungsrippe 6 am Gehäuse 4. Wenn die Rückführfeder 24 zusammengedrückt wird und die Klemmbacken 8, 9 durch die Kraft der Rückführfeder 24 geschlossen werden, berührt ein Vorsprung 3 am Schrittkraftarm 2 die entsprechende Schrittkraftübertragungsrippe 6, wodurch die am Auslösehebelarm 18 durch den Benutzer zu fühlende sensorische Kraft eine Verstärkung erfährt. Diese Kraftverstärkung kennzeichnet die Trennung zwischen dem Klemmbackenschließmodus und dem Klemmenvorschiebemodus in der zweistufigen Einhebelbetätigung. In ähnlicher Weise hat der Zuführnocken 16 einen Gegenstützarm 14 mit einem an seinem distalen Ende befindlichen Vorsprung 15. Der Gegenstützarm 14 berührt eine entsprechende am Gehäuse 4 be findliche Stützrippe 7, um zu verhindern, daß die Drehbewegung des Zuführnockens umgekehrt wird. Das geschieht beim Übergang zwischen dem Klemmbackenschließmodus und dem Klemmenvorschiebemodus bei Betätigung des Auslösehebels. Die Stützrippe 7 mißt einen ganzen Hub des Auslösehebels ab, ehe sich der Gegenstützarm 14 von ihr lösen kann, wodurch gesichert wird, daß die Klemme 34 korrekt über die ganze Strecke bis zum Gewebe vorgeschoben wurde, wie im einzelnen weiter unten beschrieben wird.

Zwei Kontaktarme 44 mit nach innen gerichteten Nasen 45 erstrecken sich vom proximalen Ende der Zuführstange 32. Die Kontaktarme 44 erstrecken sich hinein in die Zuführkopplung 22 durch eine Öffnung in dem distalen Ende der Greiferkopplung 21. Die Zuführkopplung 22 hat einen mittigen Rippenteil 46, der durch die Kontaktarme 44 der Zuführstange 32 umfaßt wird, wobei die Verbindung durch Eingriff der Nasen 45 hergestellt wird. Die Zuführstange 32 wird durch Vorwärtsbewegung der Zuführkopplung 22 vorwärts geschoben.

Im zweiten Modus, das heißt, im Modus des Klemmenvorschiebens und des Klemmenplazierens, schiebt der Auslösehebelarm 18 den Zuführkoppler 22 vorwärts, dann die Zuführstange 32 und diese wiederum, nach einer Verzögerung, die Zuführplatte 130. Die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 erstrecken sich in Längsrichtung zwischen dem länglichen Teil 37 des unteren Klemmbackenteiles 41 und der Greiferstange 31 durch die Öffnung 47 in der kreisförmigen Fläche 36. Die Zuführplatte 130 ist verschiebbar mit der Zuführstange 32 verbunden, wobei sich die Seitenwände 135 nach oben und eine Nase 131 von der Zuführplatte 130 nach unten erstrecken in einen in der Zuführstange 32 befindlichen Schlitz 132. Die Zuführstange 32 ist derart angeordnet, daß die Nase 131 in dem Schlitz 132 solange gleiten kann, bis sich die Zuführstange 32 in distaler Richtung vorwärtsbewegt, so daß das proximale Ende 132a des Schlitzes 132 an der Nase 131 der Zuführplatte angreift, wodurch bewirkt wird, daß sich die Zuführplatte 130 vorwärtsbewegt. Die Zuführstange 32 endet in einem leicht gebogenen Auflageteil 43.

Ein Stapel 35 von Klemmen 34 wird in dem Klemmen-Anbringungsgerät in einer von einem Ende bis zum anderen reichenden Anordnung entlang der Längsachse des Schaftes 5 vorgespannt.

Während des zweiten Schrittes der Auslösehebelbetätigung schiebt der Auflageteil 43 die distal am äußersten Ende liegenden Klemme in die Klemmbacken 8, 9 und gegen eine gefaßte zusammengedrückte Gewebestruktur 99. Die Zuführplatte 130 schiebt verzögert den nachfolgenden Stapel 35 von Klemmen vorwärts, nachdem die Zuführstange 32 zuerst die distal äußerste Klemme 34 vorwärts geschoben hat. Der Auflageteil 43 schiebt fortlaufend die distal äußerste Klemme in die Klemmbacken 8, 9 und, in dem Maße, wie die Zuführplatte 130 den Stapel 35 vorwärtsbewegt, über eine erfaßte zusammengedrückte Gewebestruktur 99.

Die Zuführplatte 130 sitzt oben auf der Zuführstange 32, die oben auf dem Unterteil 39 des unteren Klemmbackenteiles 41 aufliegt. Der Stapel 35 von Klemmen 34 liegt oben auf der Zuführplatte 130 auf zwischen der Zuführplatte 130 und der Abdeckung 69 der Greiferstange 31. Der Stapel 35 ist von den Seitenwänden 38 der Greiferstange 31 umgeben, die der Stange 31 die C-Form geben. Im offenen Zustand ist die distal äußerste Klemme 34 im Stapel 35 distal nach dem distalen Ende der Zuführplatte 130 und der Auflage 43 am distalen Ende der Zuführstange 32 und unmittelbar proximal zum unteren Klemmbacken 9 positioniert. Der Stapel 35 der Klemmen 34 wird, wobei der Zuführschuheses 70 proximal zur letzten Klemme im Stapel 35 positioniert ist, distal von der Zuführplatte 130 durch den Schaft 5 vorwärtsbewegt. Die Zuführplatte 130 wird durch den Schlitz 132 der Zuführstange 32, die verschiebbar mit der Nase 131 der Zuführplatte 130 im Eingriff steht, vorwärtsbewegt.

Der Zuführschuheses 70 besitzt einen Hauptteil 71 und einen freitragenden unteren Arm 72, der gegen den Hauptteil vorgespannt ist. Von dem unteren Arm 72 erstreckt sich eine Nase 73 nach unten, die in einem aus der in Längsrichtung liegenden Reihe von Schlitzen 60 in der Zuführplatte 130 eingreift, das heißt, daß der Zuführschuheses 70 unmittelbar proximal zur letzten Klemme in dem Stapel 35 positioniert ist. Die Zuführstange 32 enthält eine V-förmige Vertiefung 134, welche die Nase 73 des Zuführungsschuheseses 70 aufnimmt, wenn sich die Nase 73 durch einen Schlitz 60 in der Zuführplatte 130 erstreckt. Der Zuführungsschuheses 70 umfaßt weiterhin in Querrichtung vorgespannte Arme 74, die sich seitlich von dem Zuführungsschuheses 70 erstrecken.

Der Hauptteil 71 des Zuführschuhes 70 befindet sich in der C-förmigen Greiferstange 31 und wird durch diese an Ort und Stelle gehalten. Der freitragende untere Arm liegt innerhalb der Seitenwände 135 der Zuführplatte 130. Die Arme 74 erstrecken sich durch eine Öffnung zwischen der Greiferstange 31 und der Zuführplatte 130 hin zu der Seitenwand 38 des unteren Klemmbackens 9.

Während der Ruhestufe und wenn die Greiferstange 31 vorwärtsbewegt wird, sind die Arme 74 mit den mit Kerben versehenen Flächen 61 der Seitenwände 38 des unteren Klemmbackens in Kontakt. Die Arme 74 sind nach außen vorgespannt, um die proximale Bewegung des Zuführschuhes 70 zu erschweren. Die Arme 74 lassen eine distale Bewegung des Zuführschuhesess 70 zu. Die Zuführstange 32 wird vorwärtsbewegt, und die Arme 74 des Zuführschuhes 70 laufen über die Wände 68 der Greiferstange 31. Die Arme 74 greifen dann in den nächsten Satz von Kerben auf den Flächen 61, die distal etwa eine Klemmenlänge voneinander beabstandet angeordnet sind. Die C-förmigen Wände 68 der Greiferstange 31 dienen dazu, unerwünschte Querbewegungen des Zuführschuhes 70 zu verhindern und halten die sequentielle Ausrichtung der Klemmen in dem Stapel 35 aufrecht, in dem sie die Klemmen so, wie sie vorwärtsgeschoben werden, führen.

Wenn die Zuführstange 32 vorwärtsgeschoben wird, bewegt sich diese distal, um die äußerste distale Klemme vorzuschieben, wohingegen die Zuführplatte 130 und der Stapel 35 am Ort bleiben. Wenn das distale Ende 132a des Schlitzes 132 die Nase 131 berührt, dann bewegt sich die Zuführplatte 130 vorwärts. Der Schlitz 132 und die Nase 131 sorgen für eine sequentielle Trennung der beiden Vorgänge und zwar daß die äußerste distale Klemme 34 vor die Zuführstange 32 gegeben wird und daß der Stapel 35 vorwärtsbewegt wird. Diese Eigenschaft sorgt dafür, daß die Wahrscheinlichkeit, daß eine Klemme sich verklemmt, unter anderem durch die Wirkung des Öffnens und des Schließens des Auslösehebels 11 während des Plazierens der Klemmbacken 8, 9 über dem Gewebe, reduziert wird.

Wenn die Zuführplatte 130 vorgeschoben wird, dann bewegt sich der Zuführschuhes 70 deshalb vorwärts, weil die Nase 73 mit einem der Schlitze 30 der Zuführplatte im Eingriff steht. Die nach oben gerichteten Wände 135 der Zuführplatte unterstützen das Führen der unteren Vertiefungen 76 der Klemmen und des Zuführschuhes 70. Das distale Ende des Zuführschuhesess 70 schiebt den Stapel 35 der Klemme gegen das distale Ende des Gerätes. Jedesmal, wenn der Auslösehebel 1 I die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 vollständig vorschiebt, bewegt sich der Zuführschuheses 70 um eine Klemmenlänge weiter. Die Greiferstange 31 besitzt eine freitragende Hebefeder 86, die in Richtung des distalen Endes angeordnet ist. Die freitragende Feder 86 erstreckt sich abwärts von der Abdeckung 69 der Greiferstange 31.

Während des ersten Vorschiebens der Greiferstange 31 wird die äußerste distale Klemme von der Längsebene des Stapels 35 in die Längsebene der Zuführstange 32 bewegt. Während der zweiten Stufe der Betätigung des Auslösehebels schiebt das distale Ende der Zuführstange 32 die distale Klemme 34 in die Klemmbacken 8, 9, die sich über einer Gewebestruktur 99 geschlossen, diese zusammengedrückt und vorübergehend verschlossen haben. Nachdem die erste Klemme plaziert ist, wird die Zuführplatte 130 durch die kontinuierliche distale Bewegung der Zuführstange 32 vorgeschoben, wodurch der Stapel 35 weitergeschoben wird. Durch die freitragende Feder 86 wird die nächste äußerste Klemme von der Zuführplatte 130 herunter und vor die Zuführstange 32 bewegt, sobald die Zuführstange 32 und danach die Zuführplatte 130 am Ende der Rückkehr des Auslösehebels zurückgezogen sind. Die freitragende Feder 86 verhindert, daß die äußerste distale Klemme sich mit der Zuführstange 32 und der Zuführplatte 130 zurückzieht. Auf diese Weise wird die äußerste distale Klemme in dem Stapel 35 durch die freitragende Hebefeder 86 weiter transportiert, nachdem die zweite Stufe der Betätigung des Auslösehebels beendet und der Hebel in seine Ausgangsposition zurückgekehrt ist.

In dem unteren Klemmbacken 9 ist ein in Längsrichtung verlaufender Kanal 93 gebildet, durch den eine nach unten sich erstreckende Vertiefung 88 der Zuführstange 32 läuft, die dazu dient, daß das distale Ende der Zuführstange 32 relativ zur Klemme während des ganzen Ablaufes des Vorschiebens und der Plazierung der Klemme richtig plaziert ist. Wenn die distale Klemme auf die Ebene der Zuführstange 32 herabgelassen wird, laufen die querliegenden Vertiefungen 76 auf Sockeln 90, die in den Seitenwänden 38 des unteren Klemmbackens 9 vorgesehen sind. Die Sockel 90 liegen flächenmäßig an den Innenflächen der unteren querliegenden Vertiefungen 76 an. Die oberen querliegenden Vertiefungen 75 laufen auf den Rampen 91 entlang, die in die Innenflächen der oberen Vertiefungen 75 eingreifen und die oberen Vertiefungen 75 gegen den oberen Klemmbacken 8 winklig ausrichten, wodurch bewirkt wird, daß sich die das Gewebe berührenden Innenflächen 78, 79 der vorgespannten Schenkelelemente 62, 63 voneinander trennen und so die Öffnung 85 bilden. Am Ende der Rampen 91 wechseln die oberen querliegenden Vertiefungen von dem unteren Klemmbacken 9 auf die Schienen 92 in dem oberen Klemmbacken 8. Die Schienen 92 greifen in die Innenflächen der oberen querliegenden Vertiefungen 75 ein. Auf diese Weise wird die erste Gewebekontaktfläche 78 des ersten Schenkelelementes 62 in den oberen Klemmbacken 8 über die zusammengedrückte Gewebestruktur 99 vorgeschoben. Die zweite Gewebekontaktfläche 79 des zweiten Schenkelelementes 63 wird in den unteren Klemm backen 9 unter die zusammengedrückte Gewebestruktur 99 vorgeschoben.

Während des ganzen Vorganges des Vorschiebens der Klemme befindet sich der Körper de Klemme in den in Längsrichtung verlaufenden Kanälen 93 und 94 in dem oberen Klemmbakken 8 bzw. dem unteren Klemmbacken 9. Die oberen querliegenden Vertiefungen 75 bewegen sich auf die Öffnungen 95 in Richtung des distalen Endes des oberen Klemmbackens 8 zu. Die Breite der Öffnung 95 ist größer als die innere Breite der Schienen 92 und liegt nahe bei der äußeren Breite der oberen querliegenden Vertiefungen 75. Die Vertiefungen 75 lösen sich beim Durchgang durch die Öffnung 95 aus dem oberen Klemmbacken 8, wodurch es dem oberen Schenkelelement 62 möglich wird, sich elastisch auf das untere Schenkelelement 63 zuzubewegen, wobei es die Gewebestruktur 99 mit der Gewebekontaktfläche 78 berührt.

Ebenso erreichen ungefähr zur gleichen Zeit die unteren querliegenden Vertiefungen 76 die Öffnung 96 in Richtung des distalen Endes des unteren Klemmbackens 9. Die Breite der Öffnung 96 ist größer als die innere Breite der Sockel 90 und entspricht nahezu der äußeren Breite der unteren querliegenden Vertiefungen 76. Auf diese Weise können sich die Vertiefungen 76 durch die Öffnung 96 aus dem unteren Klemmbacken 9 lösen, wodurch es dem oberen Schenkelelement 63 möglich wird, sich elastisch gegen das obere Schenkelelement 62 zu bewegen, wobei es das Gewebe mit der Gewebekontaktfläche 79 berührt. Die Position der Vertiefungen 75, 76 entspricht dem Zeitpunkt des Lösens der Schenkelelemente aus den Klemmbacken 8, 9 des Gerätes, um die Klemme korrekt auf dem Gewebe zu plazieren. Obgleich ein oberer und unterer Satz von querliegenden Vertiefungen gezeigt wird, sind zahlreiche Kombinationen einschließlich von nur einer einzigen Vertiefung möglich, um die Klemme aus dem Gerät zu lösen.

Zusätzlich zu dem Lösen der oberen und unteren querliegenden Vertiefungen 75, 76 durch die Öffnungen 95 bzw. 96 biegt sich der Kanal 94 in dem unteren Klemmbacken 9 an seinem distalen Ende nach oben, wodurch die Klemme 34 beim Lösen aus dem unteren Klemmbacken 9 nach oben zwangsgeführt wird. Hinzu kommt, daß eine in Längsrichtung positionierte Auswerfefeder 101, die am Boden des Klemmbackens 9 angebracht ist, das Lösen der Klemme 34 aus dem Gerät unterstützt. Die Auswerfefeder 101 wird nach unten zusammengedrückt, sobald die Klemme 34 distal in die Klemmbacken 8, 9 vorgeschoben wird. Sobald sich der obere Klemmbacken 8 öffnet, wird die Kraft, welche die Klemme gegen die Auswerfefeder 101 hält, gelöst, und die Feder zwingt die Klemme aus den Klemmbacken 8, 9 heraus.

Die Auswerfefeder 101 erstreckt sich von dem distalen Ende des Unterteiles 39 des unteren Klemmbackenteiles 41 durch den Kanal 94 des unteren Klemmbackens 9 wie folgt: Die Auswerfefeder 101 ist entlang der Längsachse der vorderen Seite des unteren Klemmbackens 9 angeordnet. Die Auswerfefeder 101 umfaßt proximal angeordnete, sich in Querrichtung erstreckende Befestigungsnasen 101a, welche die Feder 101 in Schlitzen 9a, die in dem unteren Klemmbacken 9 vorgesehenen sind, befestigen, wodurch Längs-, Distal- und Proximalbewegungen der Feder 101 verhindert werden. In einer Ruheposition ist die Feder elastisch nach oben vorgespannt und weist ein Oberteil 101b auf, das durch eine durch die Klemmbacken 8, 9 laufende Klemme gegen den unteren Klemmbacken 9 niedergedrückt werden kann. Sobald die Feder 101 niedergedrückt wird, gleitet das distale Ende der Feder 101 vorwärts in dem Klemmbacken 9. Die Feder hat eine nach unten abgewinkelte distale Fläche 101c, die flachgedrückt wird, wenn die Klemme über die Feder 101 hinweggeht. Wenn die unteren querliegenden Vertiefungen 76 der Klemme 34 von den Sockeln 90 freigegeben werden, wirkt die Feder 101 gegen die Unterseite der Klemme, um diesen vom unteren Klemmbacken 9 hinweg abzuheben. Sobald die Klemme freigegeben ist, hebt sich die distale Fläche 101c und verhindert so, daß sich die Klemme proximal in den Klemmbacken 9 zurückbewegt.

Der Stapel 35 der Klemmen 34 wird so lange sequentiell bewegt, bis alle Klemmen abgegeben sind. Der Schaft 5 enthält eine Klemmenanzeige 80, die es dem Benutzer möglich macht, festzustellen, wenn nur noch etwa eine unbenutzte Klemme sich im Gerät befindet. Die Klemmenanzeige 80 umfaßt eine in dem Stützrohr 33 in Längsrichtung positionierte Öffnung 81, die sich in Richtung des distalen Endes des Stützrohres 33 befindet, und eine mit dieser funktional verbundene Öffnung 83 in der Greiferstange 31. Der Zuführschuheses 70 besitzt eine farbige Markierung 89, die durch die Öffnungen 81, 83 sichtbar wird, wenn der Zuführschuheses 70 bei seiner distalen Vorwärtsbewegung unter diesen Öffnungen 81, 83 vorbei läuft. Wenn der Zuführschuheses 70 die Öffnung 81 und die mit dieser zusammenwirkenden Öffnung 83 passiert, dann ist nur noch eine Klemme übrig.

In der Öffnung 47 des unteren Klemmbackens 41 und im proximalen Ende der Greiferstange 31 ist ein Gleitbahnverschluß positioniert, der dazu dient, das Abfließen der Gase aus der Körperhöhle durch die Öffnung 47 zu reduzieren. Der Verschluß 50 wird hinsichtlich der Längsbewegung der Greiferstange 31 und der Zuführstange 32 durch die Rückführfeder 24 bewegungslos und an Ort und Stelle gehalten.

Obgleich das Gerät mit einem beweglichen und einem stationären Klemmbacken dargestellt wird, können in diesem auch beide Klemmbacken zum Schließen über einem abzubindenden Gewebe beweglich sein.

Fig. 3A stellt eine vorteilhafte Ausführungsform des Klemmen-Anbringungsgerätes 1 vor dessen Betätigung dar. In dieser Stufe, wie auch in Fig. 5A gezeigt wird, sind die Klemmbacken 8, 9 geöffnet und können zum Zwecke des Abbindens um eine Gewebestruktur 99 plaziert werden. Fig. 4A stellt einen vergrößerten Schnitt des Schaftes 5 dar, welcher der in Fig. 3A gezeigten Ausgangsposition des Gerätes entspricht. Die querliegenden Arme 74 des Zuführschuhes 70 stehen mit den mit Kerben versehenen Flächen 61 der Wände 68 des unteren Klemmbackens in Eingriff. Die Nase 73 erstreckt sich von dem unteren Arm 72 nach unten und greift in einen der Schlitze 60 ein, die in Reihe in Längsrichtung in der Zuführplatte 130 liegen, und erstreckt sich in die V-förmige Kerbe oder Vertiefung 134 der Zuführstange 32.

Fig. 3B zeigt das Klemmen-Anbringungsgerät nach Fig. 3A, wie dieses durch Betätigung des Auslösehebels die Stufe des Gewebeerfassens beendet. Der Vorsprung 15 an dem Gegenstützarm 14 des Zuführnockens 16 liegt gerade an der Rippe 7 am Gehäuse an. So kann der Benutzer bis zu diesem Punkt (vergleiche Fig. 3A) den Auslösehebel 11 freigeben, um die Klemmbacken 8, 9 zu öffnen und neu zu positionieren. Unmittelbar vor dem Sperren erreicht der Vorsprung 15 die Rippe 7, und eine erhöhte sensorische Kraft wird durch den Benutzer beim Betäti gen des Auslösehebelarmes 18 wahrgenommen. Diese erhöhte sensorische Kraft ergibt sich daraus, daß der Vorsprung 3 an einem Arm 2 die Rippe 6 am Gehäuse 4 berührt. Das zeigt dem Benutzer an, daß eine weitere an dem Auslösehebelarm 18 anliegende Kraft für den Benutzer bedeutet, daß er das Klemmen-Plazieren abschließen soll, damit die Klemmbacken 8, 9 freigegeben werden können.

Fig. 4B entspricht der Stufe direkt vor dem Sperren. Die Klemmbacken 8, 9 sind geschlossen und die äußerste distale Klemme ist nur unbedeutend vorwärtsbewegt worden. Sobald der Vorsprung 15 an der Rippe 7 des Gehäuses anliegt, wie in Fig. 3B gezeigt wird, muß der Hub des Auslösehebels abgeschlossen werden.

Fig. 3B zeigt das Ende der ersten Stufe und den Beginn der zweiten Stufe der Betätigung des Auslösehebels. Der Vorsprung liegt an der Rippe 7 an, und die Klemmen-Plazierungsstufe wird eingeleitet (Fig. 3B).

Fig. 4B entspricht der Stufe der Auslösehebelbetätigung, in welcher die äußerste distale Klemme vorgeschoben wird, was ebenfalls in Fig. 3B und 5C dargestellt ist. Die Zuführstange 32 wird distal vorgeschoben, bevor der Schlitz 132 die nach unten gerichtete Nase 131 der Zuführplatte 130 erfaßt.

Fig. 3C, 5D, 5E und 5F zeigen die Fortführung der Betätigung, wobei der Klemmenstapel 35 vorwärtsbewegt wird, sobald der Schlitz 132 der Zuführstange 32 die Nase 131 der Zuführplatte 130 erfaßt hat, um die Zuführplatte 130 vorwärts zu schieben. In dem Maße, wie die Zuführplatte 130 sich vorwärts bewegt, schiebt der Zuführschuheses 70 den Klemmenstapel 35 um die Länge eine Klemme weiter. Die in Querrichtung vorgespannten Arme 74 bewegen sich über die Wände 68 der Greiferstange 31.

Wie in Fig. 5C dargestellt wird, liegt die Klemme 34 direkt proximal zum durch die Klemmbacken 8, 9 zusammengedrückten Gewebe, unmittelbar nachdem der erste Teil der distalen Vorwärtsbewegung stattgefunden hat. Die oberen querliegenden Vertiefungen 75 des ersten Schenkelelementes 62 bewegen sich die Rampen 91 des oberen Klemmbackens 8 hinauf, wodurch die das Gewebe aufnehmenden innen liegenden Flächen 78, 79 der vorgespannten Schenkelelemente 62, 63 voneinander getrennt werden, um die Öffnung 85 zu schaffen.

In Fig. 5D ist die Klemme 34 soweit vorgeschoben, daß sie über der Gewebestruktur liegt. In der Fig. 5E beginnt die Klemme sich aus den Klemmbacken zu lösen, wobei die Auswerfefeder 101 die Klemme aus den Klemmbacken stößt, während die distale Fläche 101c die Feder daran hindert, zurück in den Klemmbacken 9 zu gleiten. In der Fig. 5F hat sich die Klemme von den Lagern 90, den Schienen 92 und den Klemmbacken 8 und 9 am distalen Ende 40 gelöst. Das entspricht dem Ende des Hubes des Auslösehebels, wie er in Fig. 3C dargestellt wird. Nachdem die Klemme 34 sich gelöst hat und der Auslösehebelarm 18 freigegeben wird, kehrt der Auslösehebel 11 in seine ursprüngliche Position zurück, wie in Fig. 3A dargestellt ist.

Fig. 4C stellt den Schaft des Gerätes dar, wenn der Auslösehebel nach Beendigung der Auslösehebelbetätigung wieder freigegeben wird. Die in Reihe liegende Feder 23 bewirkt, daß die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 zurückgezogen werden. Die vorgespannten Arme 74 des Zuführschuhes 70 verbleiben jedoch in Eingriff mit den eingekerbten Flächen 61 in den Wänden 38 des unteren Klemmbackenteiles 41, so daß der Zuführschuh 70 stationär bleibt. Der untere Arm 72 des Zuführschuhes 70 steigt aus dem in der Zuführplatte 130 vorgesehenen Schlitz 60a, in dem er positioniert war, und hinein in den distal vom Schlitz 60a angeordneten Schlitz 60b. Ebenfalls wird die nächste, distal äußerste Klemme abwärts bewegt vor die Zuführstange 32, sobald diese am Ende des Hubes des Auslösehebels zurückgezogen wird. Die freitragende Feder 86 verhindert, daß die Klemme sich in die Zuführstange 32 zurückbewegt. Auf diese Weise werden der Zuführschuheses 70, die Zuführplatte 130 und die Zuführstange 32 positioniert, um die nächste Klemme bei der nachfolgenden Betätigung des Auslösehebels 11 vorwärts zu schieben. Die Klemmen können, wie dargestellt wird, in den Schaft geladen und darin gespeichert werden oder, alternativ, im Griff oder sowohl im Schaft als auch im Griff. Das Klemmenanbringungsgerät kann eine Vielzahl von Klemmen setzen, wie dargestellt ist, oder nur eine einzelne Klemme. Ebenfalls können mehrere Klemmen gleichzeitig gesetzt werden, indem das Gerät entsprechend angepaßt wird, um Mehrfachreihen von Klemmen zu bedienen, wobei Einrichtungen zum Mehrfachentkoppeln am Ausführungsteil vorgesehen sind. In dieser Ausführungsform kann eine Schneideinrichtung enthalten sein, die dazu dient, um eine abgebundene Struktur zwischen zwei Klemmen zu trennen.

Fig. 14 zeigt einen Trokar 201 und eine Kanüle 200 gemäß der vorliegenden Erfindung, die als Zugangspforte eingesetzt werden, durch die das Klemmen-Anbringungsgerät nach Fig. 1 verwendet werden kann. Die Kanüle 200 hat einen Innendurchmesser Dc. Der Trokar weist eine Durchstechspitze 202 auf, die an einen Schaft 203 und an einen Trokargriff 204 gekoppelt ist. Der Trokar 201 wird durch den hohlen Tubus der Kanüle 200 entfernbar eingeführt, wobei die Durchstechspitze 202 sich distal von dem Kanülentubus 200 erstreckt. Der Trokar 201 und die Kanüle 200 werden dazu verwendet, um das Gewebe zu durchstechen, um so einen Zugang zu einer chirurgischen Stelle zu erzeugen. Der Trokar 201 wird entfernt, um eine Zugangspforte zu schaffen, durch die das Befestigungsgerät 10 eingeführt werden kann, um Gewebe an der chirurgischen Stelle zu behandeln.

Der Innendurchmesser der Kanüle weist vorzugsweise eine Größenbeziehung zu der Höhe einer geschlossenen Klemme einer in dem Befestigungsgerät 10 enthaltenen Klemme auf Vorzugsweise ist das Verhältnis von Kanülengröße (Innendurchmesser der Kanüle) zur Höhe einer geschlossene Klemme so nahe wie möglich bei Eins. Für mittlere bis große Klemmen liegt das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossenen Klemme vorzugsweise bei ungefähr 2,7. Das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossenen Klemme für Klemmen mittlerer Größe liegt vorzugsweise bei ungefähr 3,2. Das maximale Verhältnis von Kanülengröße zur Höhe der geschlossene Klemme für Klemmen kleiner Größe liegt vorzugsweise bei ungefähr 5, 6. Die hier definierten Klemmengrößen dienen dazu, um die gemäß dem Stand der Technik bekannten Klemmengrößen, die gegenwärtig in den für die laparoskopische und endoskopische Chirurgie zur Verfügung stehenden Klemmen-Anbringungsgeräten zum Einsatz kommen, in die allgemeinen Überlegungen einzubeziehen.

Das Gerät kann aus verschiedenen Stoffen gefertigt sein, wie zum Beispiel, Metallen, Kunststoff, vorzugsweise Polycarbonatharz und dergleichen mehr. Üblicherweise ist das Gerät wiederverwendbar, wenn es aus rostfreiem Stahl ist, wenn es aber aus Kunststoff gefertigt wird, ist es ein Einweggerät. In bestimmten Ausführungsformen des Gerätes gemäß der vorliegenden Erfindung kann es so konstruiert sein, daß es auswechselbare Klemmenmagazine aufnimmt. Das kann sowohl bei einem wiederverwendbaren Gerät geschehen, als auch bei einem Semi- Einweggerät, also einem Gerät, das mehrere Male an einem einzigen Patienten eingesetzt werden kann.

Nachdem jetzt die vorliegende Erfindung beschrieben wurde, ist es für den Fachmann ohne weiteres offensichtlich, daß verschiedene Modifikationen der vorliegenden Erfindung und Änderungen an derselben ausgeführt werden können, ohne vom Wesen derselben, wie in den Ansprüchen definiert, abzuweichen.


Anspruch[de]

1. Gerät (1) zum Anbringen elastischer chirurgischer Klemmen (34) umfassend:

einen Geräteschaft (5) mit einem sich durch diesen hindurch erstrekkenden Hohlraum sowie mit einem distalen Ende (40);

einander gegenüberliegende Gewebe-Zusammendrückflächen (53, 54), die mit dem distalen Ende (40) des Geräteschaftes (5) gekoppelt sind;

einen Klemmenschieber zum Vorschieben einer Klemme (34) in eine erste Position rund um eine Gewebestruktur, welche zwischen den Flächen (53, 54) zusammengedrückt ist und

einen Klemmenfreigeber mit einer nach oben vorgespannten Feder (101), welche derart angeordnet ist, daß sie die Klemme (34) vom Gerät (1) abhebt und daß sie einen oberen Abschnitt (101b) hat, welcher durch eine durchlaufende Klemme zu einem unteren Klemmbacken (9) hin gedrückt wird, wobei der Freigeber zum Lösen der Klemme (34) aus der ersten Position in eine Gewebe- Klemmposition rund um das durch die Flächen (53, 54) zusammengedrückte Gewebe herum dient und die Feder (101) einen nach unten abgewinkelten, distalen Blockierungsabschnitt (101c) aufweist, welcher derart angeordnet ist, daß er den Wiedereingriff der Klemme (34) mit dem Gerät (1) verhindert und der Blockierungsabschnitt flachgedrückt wird, wenn eine Klemme über der Feder (101) durchläuft.

2. Gerät (1) zum Anbringen elastischer chirurgischer Klemmen nach Anspruch 1 in Kombination mit einer oder mehreren elastischen chirurgischen Klemme(n), bei welchem die Klemme (34) ein Paar von Schenkelelementen (62, 63) aufweist, von denen mindestens eines relativ zum anderen zwischen einem offenen Zustand und einem geschlossenen Zustand bewegbar ist, wobei das mindestens eine Schenkelelement (62, 63) der Klemme (34) in Richtung des geschlossenen Zustandes vorgespannt ist.

3. Gerät (1) nach Anspruch 1 oder 2 weiterhin umfassend:

ein Gehäuse (4);

ein mit dem Gehäuse (4) verbundenes Betätigungselement (11);

einen mit dem Gehäuse (4) gekoppelten, am distalen Ende des Gerätes (1) angeordneten Ausführungsteil, der ein Paar Klemtackenelemente (8, 9) umfaßt, deren jedes eine Gewebe-Zusammendrückfläche (53, 54) aufweist, welche die mit dem Betätigungselement gekoppelten, einander gegenüberliegenden Gewebe-Zusammendrückflächen (53, 54) zum Vor-Zusammendrücken des dazwischen befindlichen Gewebes bilden, wobei mindestens eines der Klemmbackenelemente (8, 9) einen von Unterbrechungen in der Fläche (53, 54) des mindestens einen Klemmbackenelementes (8, 9) umschlossenen Gewebe-Positionierer aufweist.

4. Gerät (1) zum Anbringen elastischer chirurgischer Klemmen nach Anspruch 3 in Kombination mit einer oder mehreren elastischen chirurgischen Klemme(n), bei welchem ein in dem Gerät angeordneter Klemmenzuführer (32) die Klemme (34) im geschlossenen Zustand zum distalen Ende des Klemmenzuführers (32) und in den Ausfübrungsteil vorschiebt und eine Relativbewegung des mindestens einen Schenkelelementes der Klemme (34) in den offenen Zustand rund um das zusammengedrückte Gewebe am Ausführungsteil bewirkt, wobei das Betätigungselement (11) funktionell an den Zuführer (32) gekoppelt ist.

5. Gerät (1) nach Anspruch 3 oder 4, bei welchem der Klemmen(34)- Freigeberteil die Klemme (34) in einer Position über dem vor-zusammengedrückten Gewebe (99) löst, indem ein Schenkelelement vorgespannt und das Gewebe zwischen den Schenkelelementen positioniert wird, wenn die Klemme (34) vom Ausführungsteil gelöst wird.

6. Gerät (1) zum Anbringen einer Vielzahl elastischer chirurgischer Klemmen (34) umfassend:

einen Schaft (5) mit einem sich durch diesen hindurch erstreckenden Hohlraum sowie mit einem distalen Ende (40);

einen am distalen Ende (40) des Schaftes (5) befindlichen Klemmen- Anbringungsteil mit Gewebe-Zusammendrückflächen (53, 54);

einen im Schaft (5) angeordneten Stapel (35) von Klemmen (34), welcher ein distales Ende hat;

eine am distalen Ende des Stapels (35) befindliche äußerste distale Klemme (34);

einen Klemmenzuführer (32), der sich in den Schaft (5) hinein erstreckt und an der äußersten distalen Klemme (34) zur Anlage gebracht werden kann, um gleichzeitig die äußerste distale Klemme (34) rund um das durch die Zusammendrückflächen (53, 54) zusammengedruckte Gewebe und den Stapel (35) in distaler Richtung vorzuschieben und

einen am Klemmen-Anbringungsteil befindlichen Freigeber, wobei dieser Freigeber eine nach oben vorgespannte Feder (101) umfaßt, welche derart angeordnet ist, daß sie die Klemme (34) vom Klemmen-Anbringungsteil abhebt und daß sie einen oberen Abschnitt (101b) hat, welcher durch eine durchlaufende Klemme zum unteren Klemmbacken (9) hin gedrückt wird, wobei die Feder (101) einen nach unten abgewinkelten, distalen Blockierungsabschnitt (101c) zum Verhindern des Wiedereingriffes der distalen Klemme (34) mit dem Klemmen-Anbringungsteil aufweist und der Blockierungsabschnitt flachgedrückt wird, wenn eine Klemme über der Feder (101) durchläuft.







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