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Dokumentenidentifikation DE69609870T2 25.01.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0883628
Titel 17BETA-(2-OXO-TETRAHYDROFURAN-4-YL)-THIO-ANDROSTANE DERIVATE (17BETA-(GAMMA-BUTTERSÄURE-LACTON)-THIO DERIVATE) ZUR BEHANDLUNG VON ENTZÜNDUNGEN, PHARMAZEUTISCHE PRÄPARATE DAVON UND EIN VERFAHREN ZU IHRER HERSTELLUNG
Anmelder Glaxo Group Ltd., Greenford, Middlesex, GB
Erfinder BIGGADIKE, Keith-Glaxo Wellcome plc, Hertfordshire SG1 2NY, GB;
PROCOPIOU, Alexandrou-Glaxo Wellcome, Panayiotis, Hertfordshire SG1 2NY, GB
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69609870
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.1996
EP-Aktenzeichen 969424910
WO-Anmeldetag 19.12.1996
PCT-Aktenzeichen GB9603138
WO-Veröffentlichungsnummer 9724368
WO-Veröffentlichungsdatum 10.07.1997
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 16.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.01.2001
IPC-Hauptklasse C07J 71/00
IPC-Nebenklasse A61K 31/565   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue entzündungshemmende und antiallergische Verbindungen der Androstan-Reihe und Verfahren zu ihrer Herstellung. Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls die Verbindungen enthaltende pharmazeutische Formulierungen und deren therapeutische Verwendungen, insbesondere zur Behandlung von entzündlichen und allergischen Zuständen.

Glukokortikosteroide, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen, sind bekannt und werden weithin zur Behandlung von entzündlichen Störungen oder Erkrankungen wie Asthma und Rhinitis verwendet. Solche Glukokortikosteroide können jedoch an dem Nachteil leiden, daß sie ungewollte systemische Wirkungen im Anschluß an die Verabreichung verursachen. WO94/13690, WO94/14834, WO92/13873 und WO92/13872 offenbaren jeweils Glukokortikosteroide, die eine mit reduzierter systemischer Wirkung gekoppelte entzündungshemmende Aktivität besitzen sollen.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Gruppe von Verbindungen bereit, die eine nützliche entzündungshemmende Aktivität besitzen, während sie eine geringe oder keine systemische Aktivität haben. Somit stellen die Verbindungen der vorliegenden Erfindung eine sicherere Alternative gegenüber denjenigen bekannten Glukokortikoiden dar, die schlechte Nebenwirkungsprofile besitzen.

Somit wird gemäß einem Aspekt der Erfindung eine Verbindung der Formel (I):

und Solvate davon bereitgestellt, worin

R&sub1; und R&sub2; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl darstellen;

R&sub3; und R&sub4; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder Halogen darstellen; und

eine Einfach- oder Doppelbindung darstellt.

In den obigen Definitionen meint der Begriff "Alkyl" als Gruppe oder Teil einer Gruppe eine geradkettige oder, falls möglich, eine verzweigtkettige Alkyl-Einheit. Z. B. kann es eine C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl-Funktion darstellen, wie sie durch Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl, n-Butyl, sek-Butyl oder t-Butyl dargestellt wird.

Die Solvate können z. B. Hydrate sein.

Nachfolgende Verweise auf eine erfindungsgemäße Verbindung schließen sowohl Verbindungen der Formel (I) als auch ihre Solvate ein, insbesondere pharmazeutisch akzeptable Solvate.

Es ist ersichtlich, daß die Erfindung in ihrem Umfang alle Stereoisomere der Verbindungen der Formel (I) und Mischungen davon einschließt.

Insbesondere enthalten die Verbindungen der Formel (I) ein asymmetrisches Zentrum am Anknüpfungspunkt der Lacton-Einheit. Somit schließt die Erfindung in ihrem Umfang sowohl Diastereoisomere an diesem asymmetrischen Zentrum als auch Mischungen daraus ein.

Diastereoisomere und Mischungen daraus am asymmetrischen Zentrum:

wenn R&sub1; und R&sub2; verschieden sind, sind ebenfalls im Umfang der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.

Die Schwefel-Bindung kann an die α-, β- oder γ-Kohlenstoffatome der Lacton-Gruppe anknüpfen,

jedoch sind Verbindungen der Formel (I), in denen 5 an das α-Atom gebunden ist, allgemein bevorzugt.

Eine bevorzugte Gruppe von Verbindungen sind Verbindungen der Formel (I), worin R&sub1; und R&sub2;, die gleich oder verschieden sein können, jeweils Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub3;-Alkyl darstellen, insbesondere Wasserstoff, Methyl oder n-Propyl.

Verbindungen der Formel (I), worin R&sub3; und R&sub4;, die gleich oder verschieden sein können, jeweils Wasserstoff, Fluor oder Chlor darstellen, insbesondere Wasserstoff oder Fluor, sind bevorzugt. Speziell bevorzugt sind Verbindungen, in denen sowohl R&sub3; als auch R&sub4; Fluor ist.

Eine besonders bevorzugte Gruppe von Verbindungen der Erfindung sind Verbindungen der Formel (I), worin R&sub1; und R&sub2; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub3;-Alkyl darstellen, speziell Wasserstoff, Methyl oder n-Propyl; R&sub3; und R&sub4;, die gleich oder verschieden sein können, jeweils Wasserstoff oder Fluor darstellen, speziell Fluor; und - eine Einfach- oder Doppelbindung darstellt. Die R-Isomere der Verbindungen innerhalb, dieser Gruppe, in denen R&sub1; und R&sub2; verschieden sind, sind besonders bevorzugt.

Es ist selbstverständlich, daß die vorliegende Erfindung alle Kombinationen von besonderen und bevorzugten Gruppen, auf die oben Bezug genommen wurde, abdeckt.

Verbindungen der Formel (I) schließen ein:

6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-4-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

und Solvate davon.

Es ist ersichtlich, daß jede der obigen Verbindungen der Formel (I) die individuellen R- und S-Diastereoisomere am asymmetrischen Zentrum am Anknüpfungspunkt der Lacton-Einheit ebenso wie Mischungen davon einschließt. Es ist weiterhin ersichtlich, daß die Verbindungen der Formel (I) die individuellen Diastereoisomere am asymmetrischen Zentrum

einschließen können, wenn R&sub1; und R&sub2; verschieden sind.

Somit sind die derart isolierten, individuellen R- und S-Diastereoisomere, daß sie im wesentlichen frei vom anderen Diastereoisomer sind, d. h. rein, und Mischungen daraus im Erfindungsumfang eingeschlossen. Ein idividuelles R- oder S-Diastereoisomer der Art, daß es im wesentlichen frei vom anderen Diastereoisomer ist, d. h. rein, wird derart isoliert werden, daß weniger als 10%, bevorzugt weniger als 1%, z. B. weniger als 0,1%, des anderen Diastereoisomers vorhanden ist.

Die Verbindungen der Formel (I) haben potentiell vorteilhafte entzündungshemmende oder antiallergische Wirkungen, insbesondere bei lokaler Verabreichung, was z. B. durch ihre Fähigkeit zur Bindung an den Glukokortikoid-Rezeptor und zur Hervorrufung einer Reaktion über den Rezeptor gezeigt wird. Daher sind die Verbindungen der Formel (I) nützlich bei der Behandlung von entzündlichen und/oder allergischen Störungen. Ferner besitzen die Verbindungen der Formel (I) den Vorteil, daß sie eine geringe oder keine systemische Aktivität besitzen. Daher stellen die Verbindungen der Erfindung eine sicherere Alternative gegenüber denjenigen bekannten entzündungshemmenden Glukokortikoiden dar, die schlechte Nebenwirkungsprofile besitzen.

Beispiele für Krankheitszustände, in denen die Verbindungen der Erfindung Brauchbarkeit aufweisen, schließen Hautkrankheiten wie Exzem, Psoriasis, allergische Dermatitis, Neurodermatitis, Pruritis und Überempfindlichkeitsreaktionen ein; entzündliche Zustände der Nase, des Halses oder der Lunge wie Asthma (einschließlich Allergen-induzierter asthmatischer Reaktionen), Rhinitis (einschließlich Heuschnupfen), Nasenpolypen, chronische verschließende Lungenerkrankung, interstitielle Lungenkrankheit und Fibrose; entzündliche Darmzustände wie Kolitis ulzerosa und Morbus Crohn; und Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis.

Verbindungen der Erfindung können ebenfalls nützlich bei der Behandlung von Konjunktiva und Konjunktivitis sein.

Es wird für die Fachleute ersichtlich sein, daß sich ein Verweis hierin auf die Behandlung auf die Prophylaxe ebenso wie auf die Behandlung von vorhandenen Zuständen erstreckt.

Wie oben erwähnt sind Verbindungen der Formel (I) nützlich in der Human- oder Veterinärmedizin, insbesondere als entzündungshemmende und antiallergische Mittel.

Es wird somit als ein weiterer Aspekt der Erfindung eine Verbindung der Formel (I) oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon zur Verwendung in der Human- oder Veterinärmedizin bereitgestellt, insbesondere in der Behandlung von Patienten mit entzündlichen und/oder allergischen Zuständen.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird die Verwendung einer Verbindung der Formel (I) oder eines physiologisch akzeptablen Solvats davon zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Patienten mit entzündlichen und/oder allergischen Zuständen bereitgestellt.

In einem weiteren oder alternativen Aspekt wird ein Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Patienten mit einem entzündlichen und/oder allergischen Zustand bereitgestellt, wobei das Verfahren die Verabreichung einer wirksamen Menge einer Verbindung der Formel (I) oder eines physiologisch akzeptablen Solvats davon an den menschlich oder tierischen Patienten umfaßt.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können zur Verabreichung auf jedem herkömmlichen Wege formuliert werden, und die Erfindung schließt daher ebenfalls in ihrem Umfang pharmazeutische Zusammensetzungen ein, die eine Verbindung der Formel (I) oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon umfassen, falls gewünscht zusammen im Gemisch mit einem oder mehreren physiologisch akzeptablen Verdünnungsmitteln oder Trägern.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können z. B. zur oralen, bukkalen, sublingualen, parenteralen, lokalen oder rektalen Verabreichung formuliert werden, speziell zur lokalen Verabreichung.

Die lokale Verabreichung wie hier verwendet schließt die Verabreichung durch Insufflation und Inhalation ein. Beispiele für verschiedene Zubereitungstypen zur lokalen Verabreichung schließen Salbe, Lotionen, Cremes, Gele, Schäume, Zubereitungen zur Übertragung durch transdermale Pflaster, Puder, Sprays, Aerosole, Kapseln oder Kartuschen zur Verwendung in einem Inhalator oder Insufflator oder Tropfen (z. B. Augen- oder Nasentropfen), Lösungen/Suspensionen zur Vernebelung, Suppositorien, Pessare, Retentionsklistiere und kaubare oder lutschbare Tabletten oder Pellets (z. B. zur Behandlung von aphthösen Geschwüren) oder Liposom- oder Mikroverkapselungs-Zubereitungen ein.

Salben, Cremes und Gele können z. B. mit einer wäßrigen oder öligen Grundlage unter Zugabe von geeignetem Verdickungs- und/oder Gelierungsmittel und/oder Lösungsmitteln formuliert werden. Solche Grundlagen können z. B. Wasser und/oder ein Öl für flüssiges Paraffin oder ein pflanzliches Öl wie Ernußöl oder Rizinusöl oder ein Lösungsmittel wie Polyethylenglykol einschließen. Verdickungsmittel und Gelierungsmittel, die gemäß der Natur der Grundlage verwendet werden können, schließen Weichparaffin, Aluminiumstearat, Cetostearylalkohol, Polyethylenglykole, Wollfett, Bienenwachs, Carboxypolymethylen und Cellulose-Derivate und/oder Glycerylmonostearat und/oder nichtionische Emulgiermittel ein.

Lotionen können mit einer wäßrigen oder öligen Grundlage formuliert werden und werden allgemein ebenfalls ein oder mehrere Emulgatoren, Stabilisierungsmittel, Dispergiermittel, Suspendiermittel oder Verdickungsmittel enthalten.

Puder zur äußeren Anwendung können mit Hilfe jeder geeigneten Pudergrundlage, z. B. Talkum, Lactose oder Stärke, gebildet werden. Tropfen können mit einer wäßrigen oder nicht-wäßrigen Grundlage formuliert werden, die ebenfalls ein oder mehrere Dispergiermittel, Solubilisierungsmittel, Suspendiermittel oder Konservierungsmittel umfaßt.

Spray-Zusammensetzungen können z. B. als wäßrige Lösungen oder Suspensionen oder als Aerosole formuliert werden, die aus Behältern unter Druck wie einem Dosierinhalator unter Verwendung eines geeigneten verflüssigten Treibmittels abgegeben werden. Zur Inhalation geeignete Aerosol- Zusammensetzungen können entweder eine Suspension oder eine Lösung sein und enthalten allgemein eine Verbindung mit der Formel (I) und ein geeignetes Treibmittel, wie einen Fluorkohlenstoff onder Wasserstoff-haltigen Chlorfluorkohlenstoff oder Mischungen daraus, insbesondere Hydrofluoralkane, speziell 1,1,1,2-Tetrafluorethan, 1,1,1,2,3,3,3-Heptafluor-n-propan oder eine Mischung daraus. Die Aerosol-Zusammensetzung kann gegebenenfalls zusätzliche Formulierungszusatzstoffe enthalten, die auf dem Gebiet wohl bekannt sind, wie Tenside, z. B. Oleinsäure oder Lecithin, und Verschnittmittel, z. B. Ethanol.

In vorteilhafter Weise können die Formulierungen der Erfindung durch Zugabe geeigneter Puffermittel gepuffert werden.

Kapseln und Kartuschen zur Verwendung in einem Inhalator oder Insufflator, z. B. aus Gelatine, können formuliert werden, die eine Pulvermischung zur Inhalation aus einer Verbindung der Erfindung und einer geeigneten Pulvergrundlage wie Lactose oder Stärke enthalten. Jede Kapsel oder Kartusche kann allgemein zwischen 20 ug und 10 mg der Verbindung der Formel (I) enthalten. Alternativ können die Verbindungen dar Erfindung ohne Arzneimittelzusatzstoffe wie Lactose angeboten werden.

Der Anteil der Wirkverbindung der Formel (I) ist den erfindungsgemäßen lokalen Zusammensetzungen hängt vom präzisen, herzustellenden Formulierungstyp ab, aber wird allgemein im Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-% sein. Allgemein wird jedoch der Anteil für die meisten Zubereitungstypen in vorteilhafter Weise im Bereich von 0,005 bis 1,0% und bevorzugt 0,01 bis 0,5% sein. Jedoch wird der verwendete Anteil in Pulvern zur Inhalation oder Insufflation im Bereich von 0,1 bis 2% sein.

Aerosol-Formulierungen werden bevorzugt so entwickelt, daß jede abgemessene Dosis oder jeder "Sprühstoß" aus Aerosol 20 bis 2000 ug, bevorzugt ca. 20 bis 500 ug einer Verbindung der Formel (I) enthält. Die Verabreichung kann einmal täglich oder mehrmals täglich erfolgen, z. B. 2-, 3-, 4- oder 8-mal, was z. B. jedesmal 1, 2 oder 3 Dosen ergibt. Die tägliche Gesamtdosis mit einem Aerosol wird im Bereich von 100 ug bis 10 mg liegen, bevorzugt 200 bis 2000 ug. Die tägliche Gesamtdosis und die abgemessene Dosis, die von Kapseln und Kartuschen in einem Inhalator oder Insufflator abgegeben wird, wird allgemein doppelt so hoch wie diejenige bei Aerosol- Formulierungen sein.

Lokale Zubereitungen können durch eine oder mehrere Auftragungen pro Tag auf die betroffene Fläche verabreicht werden; auf Hautflächen können vorteilhaft Okklusiv-Verbände verwendet werden. Eine kontinuierliche oder verlängerte Übertragung kann durch ein Haftreservoir-System erreicht werden.

Zur inneren Verabreichung können die erfindungsgemäßen Verbindungen z. B. in herkömmlicher Weise zur oralen, parenteralen oder rektalen Verabreichung formuliert werden. Formulierungen zur oralen Verabreichung schließen Sirupe, Elixiere, Pulver, Granalien, Tabletten und Kapseln ein, die typischerweise herkömmliche Arzneimittelzusatzstoffe wie Bindemittel, Füllstoffe, Gleitmittel, Tablettensprengmittel, Benetzungsmittel, Suspen diermittel, Emulgatoren, Konservierungsmittel, Puffersalze, Geschmacks-, Farb- und/oder Süßstoffe je nach Bedarf enthalten. Einheitsarzneiformen sind jedoch bevorzugt wie unten beschrieben.

Bevorzugte Formen der Zubereitung zur inneren Verabreichung sind Einheitsarzneiformen, d. h. Tabletten und Kapseln. Solche Einheitsarzneiformen enthalten 0,1 bis 20 mg, bevorzugt 2,5 bis 10 mg der Verbindungen der Erfindung.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können allgemein durch innere Verabreichung in Fällen gegeben werden, in denen eine systemische adrenokortikale Therapie indiziert ist.

Allgemein können Zubereitungen zur inneren Verabreichung 0,05 bis 10% des Wirkstoffs enthalten, abhängig vom Typ der betroffenen Zubereitung. Die tägliche Dosis kann von 0,1 bis 60 mg, z. B. 5 bis 30 mg variieren, abhängig vom behandelten Zustand und der gewünschten Dauer der Behandlung.

Magensaft-resistent umhüllte Formulierungen oder mit langsamer Freisetzung können vorteilhaft sein, insbesondere zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen.

Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen können ebenfalls in Kombination mit einem anderen Therapeutikum verwendet werden, z. B. einem β-Adrenorezeptor-Agonisten, einem Antihistaminikum oder einem Antiallergikum. Die Erfindung stellt somit in einem weiteren Aspekt eine Kombination bereit; die eine Verbindung der Formel (I) oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon mit einem anderen Therapeutikum umfaßt, z. B. einem β&sub2;-Adrenorezeptor-Agonisten, einem Antihistaminikum oder einem Antiallergikum.

Die oben bezeichnete Kombination kann zweckmäßig zur Verwendung in Form einer pharmazeutischen Formulierung angeboten werden, und pharmazeutische Formulierungen, die eine wie oben definierte Kombination zusammen mit einem pharmazeutisch akzeptablen Träger dafür umfassen, stellen somit einen weiteren Aspekt der Erfindung dar.

Die individuellen Verbindungen solcher Kombinationen können entweder nacheinander oder gleichzeitig in separaten oder kombinierten pharmazeutischen Formulierungen verabreicht werden. Geeignete Dosen bekannter Therapeutika werden für die Fachleute leicht ersichtlich sein.

Die Verbindungen der Formel (I) und Solvate davon können durch die nachfolgend beschriebe Methodik hergestellt werden, die einen weiteren Aspekt dieser Erfindung ausmacht. Die neuen Verbindungen der Formel (II) bilden noch einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung.

So kann kann gemäß einem ersten Verfahren (A) eine Verbindung der Formel (I) hergestellt werden durch Behandeln einer Verbindung der Formel (II):

worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und wie zuvor beschrieben sind und X eine geeignete Gruppe wie ein Thiohydroxamatester ist, z. B. 2-Thioxo-2H-pyridin- 1-yloxycarbonyl, 2-Thioxo-4-methyl-3H-thiazol-3-yloxycarbonyl oder 2-Thioxo-4-phenyl-3H-thiazol-3-yloxycarbonyl, mit einer Verbindung der Formel (III):

worin n 0 oder 2 ist.

Die Radikalreaktion zur Einführung der Lacton-Gruppe kann durch Bestrahlung einer Verbindung der Formel (II) in Gegenwart einer Verbindung der Formel (III) in einem inerten Lösungsmittel wie N,N-Dimethylformamid, Toluol oder Dichlormethan durchgeführt werden, zweckmäßig bei niedriger Temperatur wie ca. 0ºC und bevorzugt unter einer inerten Atmosphäre wie Stickstoff oder dgl. Jede geeignete Strahlungsquelle kann verwendet werden, z. B. eine 200 W-Glühbirne mit Wolframfaden. Alternativ kann die Radikalreaktion zur Einführung der Lacton-Gruppe durchgeführt werden durch Erhitzen einer Verbindung der Formel (II) in Gegenwart einer Verbindung der Formel (III) in einem inerten Lösungsmittel wie N,N-Dimethylformamid oder Toluol bei erhöhten Temperaturen, z. B. 80 bis 90ºC, in Gegenwart eines Radikalstarters wie AIBN und in Abwesenheit von Licht und bevorzugt unter einer inerten Atmosphäre wie Stickstoff oder dgl.

Verbindungen der Formel (I) können ebenfalls aus anderen Verbindungen der Formel (I) unter Verwendung herkömmlicher Umwandlungsverfahren hergestellt werden, einschließlich Transacetalisierung. Ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (I) durch Umwandlung einer anderen Verbindung der Formel (I) (Verfahren B) stellt noch einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung dar.

Verbindungen der Formel (I) mit einer 1,2-Einfachbindung können hergestellt werden durch partielle Reduktion der entsprechenden 1,2-Doppelbindungsverbindung durch herkömmliche Methoden. So z. B. durch Hydrierung der entsprechenden Verbindung der Formel (I) oder einer zur Herstellung einer Verbindung der Formel (I) verwendeten Zwischenstufe unter Verwendung eines Palladium-Katalysators, zweckmäßig in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Ethylacetat, oder bevorzugt durch Verwendung von Tris(triphenylphosphin)rhodium(I)-chlorid (bekannt als Wilkinson- Katalysator), zweckmäßig in einem geeigneten Lösungsmittel wie Toluol, Ethylacetat oder Ethanol.

Es ist für die Fachleute ersichtlich, daß es wünschenswert sein kann, geschützte Derivate der in der Herstellung von Verbindungen der Formel (I) verwendeten Zwischenstufen zu verwenden. So können die hier beschriebenen Verfahren das Entschützen als Zwischen- oder Endschritt erfordern, um die gewünschte Verbindung zu liefern. So kann gemäß einem anderen Verfahren (C) eine Verbindung der Formel (I) hergestellt werden, indem ein geschütztes Derivat einer Verbindung der Formel (I) einer Reaktion zur Entfernung der vorhandenen Schutzgruppe(n) unterworfen wird, was einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung darstellt.

Das Schützen und Endschützen funktioneller Gruppen kann unter Verwendung herkömmlicher Mittel bewirkt werden. So können Hydroxyl-Gruppen unter Verwendung jeder herkömmlichen Hydroxyl-Schutzgruppe geschützt werden, z. B. wie beschrieben in "Protective Groups in Organic Chemistry", Hrsg. J. F. W. McOmie (Plenum Press, 1973) oder "Protective Groups in Organic Synthesis", von Theodora W. Green (John Wiley and Sons, 1991).

Beispiele für geeignete Hydroxyl-Schutzgruppen schließen Gruppen ein, die ausgewählt sind aus Alkyl (z. B. t-Butyl oder Methoxymethyl), Aralkyl (z. B. Benzyl, Diphenylmethyl oder Triphenylmethyl), heterocyclischen Gruppen wie Tetrahydropyranyl, Acyl (z. B. Acetyl oder Benzoyl) und Silyl- Gruppen wie Trialkylsilyl (z. B. t-Butyldimethylsilyl). Die Hydroxyl- Schutzgruppen können durch herkömmliche Techniken entfernt werden. So können z. B. Alkyl-, Silyl-, Acyl- und heterocyclische Gruppen durch Solvolyse entfernt werden, z. b. durch Hydrolyse unter sauren oder basischen Bedingungen. Aralkyl-Gruppen wie Triphenylmethyl können in ähnlicher Weise durch Solvolyse entfernt werden, z. B. durch Hydrolyse unter sauren Bedingungen. Aralkyl-Gruppen wie Benzyl können durch Hydrogenolyse in Gegenwart eines Edelmetall-Katalysators wie Palladium auf Aktivkohle abgespalten werden.

Verbindungen der Formel (II) und (III) sind entweder allgemein bekannte Verbindungen oder können durch Methoden hergestellt werden, die zu den auf diesem Gebiet zur Herstellung der bekannten Verbindungen der Formel (II) und (III) beschriebenen analog sind, oder durch die hier beschriebenen Methoden. Neue Verbindungen der Formel (II) und (III) bilden noch einen weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung.

So kann eine Verbindung der Formel (II) aus einer Verbindung der Formel (IV):

(worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und wie zuvor definiert sind) hergestellt werden durch Anwendung oder Anpassung der bekannten Methoden zur Aktivierung von Carbonsäuren, z. B. der von Kertez und Marx beschriebenen Methoden, Journal of Organic Chemistry, 1986, 2315-2328.

So kann z. B. eine Verbindung der Formel (II) hergestellt werden durch Umsetzen einer Verbindung der Formel (IV) mit einem geeigneten Aktivierungsmittel wie Diethylchlorphosphat in Gegenwart einer Base wie einem tertiären Amin, z. B. Triethylamin, in einem inerten Lösungsmittel wie Tetrahydrofuran, Diethylether oder Dichlormethan, zweckmäßig bei Raumtemperatur und unter einer inerten Atmosphäre wie Stickstoff und gegebenenfalls in Gegenwart von gepulvertem Molekularsieb zur Bildung einer aktivierten Zwischenstufe wie eines gemischten Diethylphosphatanhydrids der Formel (V):

(worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und wie zuvor definiert sind).

Die aktivierte Zwischenstufe, die bei Bedarf isoliert werden kann, kann dann mit einem Thiol wie 2-Mercaptopyridin-N-oxid-Natriumsalz, 3-Hydroxy-4-methylthiazol-2(3H)-thion oder 3-Hydroxy-4-phenylthiazol-2(3H)- thion umgesetzt werden, zweckmäßig unter einer inerten Atmosphäre wie Stickstoff und vor Licht geschützt werden, um die gewünschte Verbindung der Formel (II) zu bilden. Es ist für die Fachleute ersichtlich, daß die aktivierte Zwischenstufe nicht isoliert werden braucht, falls das Thiol während der Aktivierung zugegen ist oder im Anschluß hinzugegeben wird.

Verbindungen der Formel (III) können hergestellt werden durch die Methoden, die von Reppe et al. in Justus Liebigs Ann. Chem. 1955, 596, 187 beschrieben werden, oder durch Oxidation des entsprechenden Thiollactons wie β-Mercapto-γ-butyrolacton unter Verwendung eines geeigneten Oxidationsmittels wie einem Halogen, z. B. Jod. β-Mercapto-γ-butyrolacton kann hergestellt werden durch die von G. Fuchs, Ark. Kemi, 1968, 29, 379, beschriebene Methode.

Eine Verbindung der Formel (IV) kann hergestellt werden durch Oxidation einer Verbindung der Formel (VI):

(worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und wie zuvor definiert sind) durch Anwendung oder Anpassung von bekannten Methoden, z. B. von Methoden des von Kertesz und Marx, Journal of Organic Chemistry, 1986, 51, 2315-2328, beschriebenen Typs.

Verbindungen der Formel (VI) sind entweder kommerziell erhältlich, z. B. sind Fluocinolonacetonid, Budesonid und Triamcinolonacetonid von Sigma-Aldrich erhältlich, oder können aus den handelsüblichen Verbindungen der Formel (VI) hergestellt werden, z. B. durch die in EP 0262108 beschriebenen Transacetalisierungs-Methoden und durch partielle Reduktion der 1,2-Doppelbindungsverbindungen durch die hier beschriebenen Methoden.

Individuelle Isomere der Formel (I) am Anknüpfungspunkt der Lacton- Einheit können entweder aus den Ausgangsmaterialien mit der gewünschten Stereochemie oder durch Epimerisierung, Auftrennung oder Chromatographie (z. B. HPLC-Trennung) in einer geeigneten Stufe in der Synthese der geforderten Verbindungen der Formel (I) unter Verwendung herkömmlicher Mittel hergestellt werden.

So ist es z. B. ersichtlich, daß eine Synthese, die eine diastereoisomere Mischung von Verbindungen der Formel (III) einsetzt, Verbindungen der Formel (I) als Mischung der Diastereoisomere liefert, die dann durch herkömmliche Methoden wie Chromatographie oder fraktionierte Umkristallisation getrennt werden können. Alternativ können die individuellen Diastereoisomere hergestellt werden durch Einsatz von Verbindungen der Formel (III) als (R, R)- oder (S, S)-Enantiomere.

Eine bevorzugte Epimerisationsmethode beinhaltet die Konvertierung eines oder einer Mischung von Diastereoisomeren der Formel (I) zu einer Mischung, die mit einem anderen Diastereoisomer angereichert ist, durch ein Hydrolyse/Relactonisierungs-Verfahren. So kann z. B. die Lacton-Gruppe einer Verbindung der Formel (I) durch eine Base wie Natriumhydroxid zur Bildung eines offenkettigen Hydroxysäuresalzes hydrolysiert werden, das bei Bedarf isoliert werden kann, gefolgt von Relactonisierung unter Verwendung z. B. einer geeigneten Säure, wodurch ein mit einem Diastereoisomer angereichertes Material erhalten wird.

In ähnlicher Weise können Verbindungen der Formel (I), worin R&sub1; und R&sub2; verschieden sind, in den R- und S-diastereoisomeren Formen existieren. Die Synthese solcher Verbindungen kann stereospezifisch sein, um individuelle Diastereoisomere zu liefern. So kann z. B. das R-Diastereoisomer einer Verbindung der Formel (I), worin R&sub1; H darstellt und R&sub2; n-Propyl darstellt, zweckmäßig durch Transacetalisierung des entsprechenden 16α,17α-Isopropylidendioxy-Derivats mit Butyraldehyd in Gegenwart eines Säurekatalysators wie Perchlorsäure hergestellt werden, wie beschrieben in EP 0262108. Die Transacetalisierungs-Reaktion kann in einem Zwischenschritt oder nach Einführung der Lacton-Gruppe durchgeführt werden.

Solvate (z. B. Hydrate) einer Verbindung der Formel (I) können während des Aufarbeitungsverfahrens einer der zuvor genannten Verfahrensschritte gebildet werden. So können die Verbindungen der Formel (I) in Verbindung mit Lösungsmittelmolekülen durch Kristallisation aus einem geeigneten Lösungsmittel oder Verdampfung eines geeigneten Lösungsmittels unter Erhalt der entsprechenden Solvate isoliert werden.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung, aber beschränken die Erfindung keineswegs.

Beispiele Allgemein

Schmelzpunkte wurden auf einem Kofler-Block bestimmt und sind nicht korrigiert. ¹H-NMR-Spektren wurden bei 250 oder 400 MHz aufgezeichnet, und die chemischen Verschiebungen werden in ppm relativ zu Tetramethylsilan angegeben. Die folgenden Abkürzungen werden zur Beschreibung der Multiplizitäten der Signale verwendet: s (Singulett), d (Dublett), t (Triplett), q (Quartett), m (Multiplett), dd (Dublett von Dubletts), dt (Dublett von Tripletts) und br (breit). MS(TSP+ve) und MS(Es+ve) bezeichnen Massenspektren, die im positiven Modus unter Verwendung der Thermospray- bzw. Elektrospraytechnik durchgeführt wurden. DC (Dünnschichtchromatographie) wurde an Merck Kieselgel 60 F&sub2;&sub5;&sub4;-Platten durchgeführt, und Säulenchromatographie wurde an Merck Kieselgel 60 (Art. 7734 oder 9385) durchgeführt. Präparative HPLC (Hochleistungs-Flüssigchromatographie) wurde an einem Gilson Medical Electronics System unter Verwendung der im Beispiel angegebenen stationären Phase durchgeführt. DMF wird als Abkürzung für wasserfreies N,N-Dimethylformamid verwendet. Organische Lösungen wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet.

Wenn Mischungen aus Isomeren hergestellt wurden, die aus dem asymmetrischen Zentrum in der Lacton-Gruppe resultieren, können diese Isomere durch herkömmliche Chromatographie an Silica getrennt und als Isomer A bzw. B in der Reihenfolge der Elution aus der Säule zugeordnet werden.

Zwischenstufe 1 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-3-oxo-androsta- 1,4-dien-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-carbonsäure (4 g, 8,84 mmol) in Tetrahydrofuran (100 ml) wurde mit gepulvertem 4A-Molekularsieb (3 g) behandelt, gefolgt von Triethylamin (2,64 ml, 17,68 mmol), und die Mischung wurde für 2 h unter Stickstoff bei 20ºC gerührt. Diethylchlorophosphat (1,92 ml, 13,26 mmol) wurde dann hinzugegeben, und die Reaktionsmischung wurde für weitere 16 h bei 20ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde filtriert, und das Filtrat wurde aufkonzentriert. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (100 ml) aufgelöst und mit 1 M Salzsäure (2 · 100 ml), wäßrigem Kaliumcarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck unter Erhalt der Titelverbindung entfernt (4,354 g, 84%):

MS (TSP + ve) m/z 589 (M + H)&spplus;;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 7,16 (1H, d, J10Hz), 6,44 (1H, s), 6,37 (1H, d, J10Hz), 5,49 und 5,29 (1H, 2 m), 5,00 (1H, d, J5Hz), 4,78 (1H, t, J4Hz), 4,47 - 4,02 (5H, m), 1,55 (3H, s), 1,39 (6H, t, J7Hz), 1,08 (3H, s), 0,90 (3H, t, J7,5 Hz).

Zwischenstufe 2 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9a-difluor-11β-hydroxy-3-oxo-androsta- 1,4-dien-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9a-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid (Zwischenstufe 1, 1 g, 1,7 mmol) in DMF (8,5 ml) in einem vor Licht geschützten Kolben (Aluminiumfolie) wurde mit 2-Mercaptopyridin-N-oxid- Natriumsalz (304 mg, 2,04 mmol) bei 20ºC unter Stickstoff für 16 h behandelt. Die Reaktionsmischung wurde dann in Ethylacetat (100 ml) gegossen, und die Mischung wurde mit Kochsalzlösung (100 ml), Wasser (3 · 100 ml), gesättigtem Natriumbicarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde HPLC (Diol- Säule 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 90% Ethylacetat-Heptan unter Erhalt der Titelverbindung gereinigt (580 mg, 61%):

MS (TSP + ve) m/z 562 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3443, 1788, 1736, 1705, 1670, 1633, 1606, 1527 cm&supmin;¹;

NMR δ (DMSO-d&sub6;) schließt ein: 8,24 (1H, d, J7 Hz), 7,60 (1H, d, J8Hz), 7,67 (1H, t, J8Hz), 7,29 (1H, d, J10Hz), 6,94 (1H, t, J7 Hz), 6,31 (1H, d, J10Hz), 6,13 (1H, s), 5,73 und 5,56 (1H, 2m), 5,58 (1H, br s), 5,22 (1H, t, J4Hz), 5,02 (1H, d, J5Hz), 4,24 (1H, m), 1,51 (3H, s), 1,15 (3H, s), 0,89 (3H, t, J7,5 Hz).

Zwischenstufe 3 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-3-oxo-androst-4- en-17β-carbonsäure

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-carbonsäure (4,66 g, 10,3 mmol) in Ethanol (180 ml) wurde über Tris(triphenylphosphin)rhodium(I)-chlorid (466 mg) bei Atmosphärendruck für 65 h hydriert. Eine weitere Menge Katalysator (500 mg) wurde hinzugegeben, und die Reaktionsmischung wurde für weitere 48 h hydriert. Die Mischung wurde durch Celite filtriert, und das Filtrat wurde aufkonzentriert. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (150 ml) aufgelöst und mit wäßrigem Kaliumcarbonat (3 · 100 ml) extrahiert. Die vereinigten wäßrigen Extrakte wurden mit Ethylacetat (100 ml) gewaschen und mit 7 M Salzsäure auf pH 2 angesäuert. Die resultierende Suspension wurde mit Ethylacetat (3 · 100 ml) extrahiert, und die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Wasser (2 · 100 ml) und Kochsalzlösung (2 · 150 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck unter Erhalt der Titelverbindung entfernt (3,932 g, 84%): Smp.: 145-150ºC;

MS (TSP + ve) m/z 455 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3443, 1736, 1654, 1649 cm&supmin;¹;

NMR δ (DMSO-d&sub6;) schließt ein: 5,81 (1H, s), 5,60 und 5,41 (1H, 2 m), 5,17 (1H, br s), 4,87 (1H, br s), 4,68 (1H, t, J4Hz), 4,15 (1H, m), 1,49 (3H, s), 0,93 (3H, s), 0,87 (3H, t, J7Hz).

Zwischenstufe 4 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-3-oxo-androst-4- en-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäure (Zwischenstufe 3, 3 g, 6,6 mmol) in Tetrahydrofuran (75 ml) wurde mit gepulvertem 4A-Molekularsieb (2 g) behandelt, gefolgt von Triethylamin (1,38 ml, 9,9 mmol), und. die Mischung wurde für 1,5 h unter Stickstoff bei 20ºC gerührt. Diethylchlorophosphat (1,05 ml, 7,26 mmol) wurde dann hinzugegeben, und die Reaktionsmischung wurde für weitere 16 h bei 20ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde filtriert, und das Filtrat wurde aufkonzentriert. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (120 ml) aufgelöst und mit 2 M Salzsäure (2 · 100 ml), wäßrigem Kaliumcarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck unter Erhalt der Titelverbindung entfernt (3,342 g, 86%):

MS (Es + ve) m/z 591 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 1767, 1668 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,37 und 5,18 (1H, 2 m), 5,10 (1H, d, J5Hz), 4,79 (1H, t, J4,5 Hz), 4,4 - 4,2 (5H, m), 1,53 (3H, s), 1,39 (6H, t, J7Hz), 1,06 (3H, s), 0,93 (3H, t, J7Hz).

Zwischenstufe 5 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9a-difluor-11β-hydroxy-3-oxo-androst-4- en-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9a-difluor-11β-hydtoxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid (Zwischenstufe 4, 1,5 g, 2,54 mmol) in DMF (12 ml) in einem vor Licht geschützten Kolben (Aluminiumfolie) wurde 2-Mercaptopyridin-N-oxid-Natriumsalz (455 mg, 3,05 mmol) bei 20ºC unter Stickstoff für 20 h behandelt. Die Reaktionsmischung wurde dann in Ethylacetat (150 ml) gegossen, und die Mischung wurde mit Kochsalzlösung (100 ml), Wasser (2 · 100 ml), gesättigtem Natriumbicarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde reduziertem Druck unter Erhalt die Titelverbindung entfernt (1,25 g, 87%):

MS (TSP + ve) m/z 564 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3412, 1800, 1718, 1684, 1669, 1609, 1527 cm&supmin;¹;

NMR δ (DMSO-d&sub6;) schließt ein: 8,23 (1H, d, J7Hz), 7,6 (1H, dd, J9 und 2 Hz), 7,46 (1H, dt, J7 und 2Hz), 6,93 (1H, dt, J7 und 2Hz), 5,83 (1H, s), 5,62 und 5,43 (1H, 2 m), 5,28 (1H, d, J4,5 Hz), 5,24 (1H, t, J4,5 Hz), 5,0 (1H, d, J4,5Hz), 4,26 - 4,16 (1H, m), 1,51 (3H, s), 1,14 (3H, s), 0,91 (3H, t, J7,5 Hz).

Zwischenstufe 6 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-3-oxo-androst-4- en-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid

Eine Lösung aus 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäure (3 g, 6,81 mmol) in Tetrahydrofuran (75 ml) wurde mit gepulvertem 4A-Molekularsieb (2 g) behandelt, gefolgt von Triethylamin (1,42 ml, 10,21 mmol), und die Mischung wurde für 2 h unter Stickstoff bei 20ºC gerührt. Diethylchlorophosphat (1,08 ml, 7,49 mmol) wurde dann hinzugegeben, und die Reaktionsmischung wurde für weitere 20 h bei 20ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde filtriert, und das Filtrat wurde aufkonzentriert. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (120 ml) aufgelöst und mit 2 M Salzsäure, Wasser, wäßrigem Kaliumcarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck unter Erhalt der Titelverbindung entfernt (3,637 g, 92%):

MS (TSP + ve) m/z 577 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3418, 1768, 1683, 1669 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,37 und 5,18 (1H, 2 m), 5,12 (1H, d, J4,5 Hz), 4,41 - 4,19 (5H, m), 1,52 (3H, s), 1,48 (3H, s), 1,39 (3H, t, J6,5 Hz), 1,38 (3H, t, J6,5 Hz), 1,28 (3H, s), 1,05 (3H, s).

Zwischenstufe 7 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-3-oxo-androst-4- en-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester

Eine Lösung aus 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäurediethylphosphorsäureanhydrid (Zwischenstufe 6, 1,5 g, 2,6 mmol) in DMF (12 ml) in einem vor Licht geschütztem Kolben (Aluminiumfolie) wurde mit 2-Mercaptopyridin-N-oxid- Natriumsalz (465 mg, 3,12 mol) bei 20ºC unter Stickstoff für 16 h behandelt. Die Reaktionsmischung wurde dann in Ethylacetat (200 ml) gegossen, und die Mischung wurde mit Kochsalzlösung (150 ml), Wasser (3 · 50 ml) und Kochsalzlösung (2 · 50 ml) gewaschen. Die organische Phase wurde getrocknet (MgSO&sub4;), und das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck unter Erhalt der Titelverbindung entfernt (1,128 g, 79%):

MS (TSP + ve) m/z 550 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3391, 1805, 1715, 1669, 1654, 1612 cm&supmin;¹;

NMR δ (DMSO-d&sub6;) schließt ein: 7,92 (1H, d, J6 Hz), 7,60 (1H, d, J8Hz), 7,45 (1H, t, J8Hz), 6,88 (1H, m), 5,83 (1H, s), 5,62 und 5,43 (1H, 2 m), 5,33 (1H, d, J5Hz), 5,13 (1H, br s), 4,21 (1H, m), 1,51, 1,43, 1,39 und 1,19 (45, jeweils 3H).

Zwischenstufe 8

4,4'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on)

Eine Lösung aus β-Mercapto-γ-butyrolacton (106 mg, 0,9 mmol) in Dichlormethan (2 ml) wurde mit einer Lösung aus Jod (253 mg, 1 mmol) in Dichlormethan (5 ml) behandelt, und die Mischung wurde für 18 h bei 20ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde mit Dichlormethan verdünnt und mit wäßriger Natriummetabisulfit-Lösung gewaschen, getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde durch präparative DC an einer Einzelplatte (20 cm · 20 cm), durchgeführt in Ethylacetat-Cyclohexan (2 : 1), unter Erhalt der Titelverbindung gereinigt (30 mg, 28%):

MS (TSP + ve) m/z 252 (M + NH&sub4;)&spplus;;

IR νmax (KBr): 1778, 1771, 1164, 1023, 989, 843 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;): 4,6 (2H, dd, J9 und 6 Hz), 4,35 (2H, dt, J5 und 4Hz), 3,86 - 3,72 (2H, m), 2,96 (2H, dd, J17 und 8 Hz), 2,66 (2H, dt, J18 und 5 Hz).

HRMS (EI) gefunden: 234,0017;

C&sub8;H&sub1;&sub0;O&sub4;S erfordert: 234,0020.

Beispiel 1 16α,17α- (R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester (Zwischenstufe 2, 300 mg, 0,53 mmol) in trockenem DMF (5,5 ml) wurde zu einer gerührten Lösung aus 3,3'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on) (ebenfalls bekannt als (γ-Butyrolacton)disulfid) (199 mg, 1,07 mmol) in trockenem DMF (2 ml) unter Stickstoff bei 0ºC hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde vor Licht geschützt und unter Vakuum für einige Minuten gerührt. Die Mischung wurde dann unter eine Stickstoffatmosphäre gesetzt und noch bei 0ºC mit zwei 200 W-Glühlampen mit Wolframfaden für ca. 16 h bestrahlt. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat (125 ml) verdünnt und mit Kochsalzlösung, Wasser, 2 M Salzsäure, Wasser, gesättigtem Natriumbicarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde durch Umkehrphasen-HPLC (Dynamax C18-Säule, 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 65% Acetonitril- Wasser, Fließgeschwindigkeit 45 ml/min und Detektion bei 240 nm, gereinigt. Geeignete Fraktionen wurde vereinigt und unter reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (50 ml) aufgelöst, und die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;) und eingedampft unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer A (75 mg, 27%):

Smp. 183-185ºC;

MS (TSP + ve) m/z 525 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 1772, 1669, 1630, 1611 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 7,13 (1H, d, J10Hz), 6,43 (1H, s), 6,37 (1H, d, J10Hz), 5,48 und 5,28 (1H, 2 m), 5,26 (1H, t, J4,5 Hz), 4,41 - 4,21 (4H, m), 3,85 (1H, t, J8,5 Hz), 1,54 (3H, s), 1,29 (3H, s), 0,94 (3H, t, J7,5 Hz).

und der Titelverbindung, Isomer B (83,3 mg, 30%):

Smp. 204-207ºC;

MS (TSP + ve) m/z 525 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 1774, 1668, 1628, 1609 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 7,08 (1H, d, J10Hz), 6,44 (1H, s), 6,37 (1H, d, J10Hz), 5,45 (1H, t, J4,5 Hz), 5,47 und 5,28 (1H, 2M), 4,80 - 4,21 (4H, m), 3,81 (1H, t, J8,5 Hz), 1,54 (3H, s), 1,19 (3H, s), 0,93 (3H, t, J7,5 Hz).

Beispiel 2 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on Methode 1

Eine Lösung aus 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 3-oxoandrosta-1,4-dien-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester (2,504 g, 4,57 mmol) in trockenem DMF (15 ml) wurde zu einer gerührten Suspension aus 3,3'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on) (ebenfalls bekannt als (γ-Butyrolacton)disulfid) (2,148 g, 9,17 mmol) in trockenem DMF (15 ml) unter Stickstoff bei 0ºC hinzugegeben und dann für ca. 4 h mit zwei 200 W- Glühlampen mit Wolframfaden bestrahlt. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat (650 ml) verdünnt und mit Kochsalzlösung, Wasser, 2 M Salzsäure, Wasser, gesättigtem Natriumbicarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 200 ml) gewaschen. Die organische Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde an Silicagel unter Elution mit Chloroform-Methanol (50 : 1) chromatographiert und weiter durch Umkehrphasen-HPLC (Dynamax C 18-Säule, 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 60% Acetonitril-Wasser, Fließgeschwindigkeit 45 ml/min und Detektion bei 240 nm, gereinigt. Geeignete Fraktionen wurden vereinigt und unter reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (50 ml) aufgelöst, die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), eingedampft und in Diethylether verrieben unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer A (602 mg, 26%):

Smp. 262-275ºC;

MS (TSP + ve) m/z 511 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3461, 1768, 1668, 1633 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 7,25 (1H, dd, J10 und 1Hz), 6,43 (1H, s), 6,37 (1H, dd, J10 und 2 Hz), 5,46 und 5,33 (1H, 2 m), 4,56 (1H, t, J3Hz), 4,38 - 4,26 (3H, m), 3,88 (1H, t, J8Hz), 1,62, 1,54, 1,44, 1,27 (4s, jeweils 3H).

und der Titelverbindung, Isomer B (635 mg, 27%):

Smp. 296-302ºC;

MS (TSP + ve) m/z 511 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3461, 1774, 1668, 1629 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 7,08 (1H, dd, J10 und 1 Hz), 6,45 (1H, s), 6,38 (1H, dd, J10 und 2 Hz), 5,45 und 5,35 (1H, 2 m), 4,7 (1H, t, J3 Hz), 4,43 - 4,26 (3H, m), 3,96 (1H, t, J8Hz), 1,69, 1,52, 1,44, 1,20 (4s, jeweils 3H).

Es wurde durch eine Röntgenbeugungsuntersuchung gezeigt, daß die Konfiguration von Isomer B am asymmetrischen Lacton-Zentrum S war.

Methode 2

Eins Lösung aus 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 17β-(2-oxo-tetrhydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on (Beispiel 2, Isomer B) (100 mg, 0,19 mmol) in Tetrahydrofuran (3 ml) wurde mit Natriumhydroxid (1 M, 0,19 ml) behandelt, und die Mischung wurde für 2 h bei 20ºC gerührt. Die Reaktionsmischung wurde zur Trockene unter reduziertem Druck eingedampft, der Rückstand in Wasser (16 ml) aufgelöst und mit Diethylether (35 ml) und Ethylacetat (25 ml) gewaschen. Die wäßrige Phase wurde dann unter Erhalt von 2-(6α,9α-Difluor-llß-hydroxy-16α,17αisopropylidendioxy-3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-ylsulfanyl)-4-hydroxybutansäure-Natriumsalz gefriergetrocknet (76 mg, 70%);

MS (Es + ve) m/z 529 (M + H)&spplus;, 551 (M + Na)&spplus;;

NMR δ (DMSO-d&sub6;) schließt ein: 7,28 (1H, d, J10Hz), 6,25 (1H, dd, J10 und 2 Hz), 6,10 (1H, s), 5,69 und 5,56 (1H, 2 m), 4,50 (0,1H, d, J5Hz), 4,31 (0,9H, d, J5Hz), 4,12 (1H, m), 3,65 (1H, dd, J9 und 3 Hz), 3,55 (1H, m), 3,42 (1H, m), 1,55, 1,50, 1,28, 1,17 (45, jeweils 3H);

HPLC RT 6,077 min. 10% (Isomer B) und 6,264 min. 79,5% (Isomer A) [Phenomenex Prodigy ODS-2-Säule (15 cm · 0,46 cm), Elution mit 15-95% CH&sub3;CN/H&sub2;O während 16 min].

Ansäuern des 2-(6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 3-oxo-androsta-1,4-dien-17β-ylsulfanyl)-4-hydroxybutansäure-Natriumsalzes mit p-Toluolsulfonsäure in einer Mischung aus Ethylacetat und 2 M Salzsäure (1 : 1) während 18 h ergab hauptsächlich das Lacton-Isomer A aus Beispiel 2 (HPLC RT 8,125 min 63% (Isomer A) und 7,747 min 7% (Isomer B)).

Beispiel 3 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester (Zwischenstufe 5, 400 mg, 0,71 mmol) in trockenem DMF (7,5 ml) wurde zu einer gerührten Lösung aus 3,3'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on) (ebenfalls bekannt als (γ-Butyrolacton)disulfid) (264,5 mg, 1,42 mmol) in trockenem DMF (2,6 ml) unter Stickstoff bei 0ºC hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde vor Licht geschützt und unter Vakuum für einige Minuten gerührt. Die Mischung wurde dann unter eine Stickstoffatmosphäre gesetzt und noch bei 0ºC für ca. 5 h durch zwei 200 Watt-Glühlampen mit Wölframfaden bestrahlt. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat (150 ml) verdünnt und mit Kochsalzlösung, Wasser, 2 M Salzsäure, Wasser, wäßrigem Kaliumcarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde durch Umkehrphasen-HPLC (Dynamax C18-Säule, 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 65% Acetonitril-Wasser, Fließgeschwindigkeit 45 ml/min und Detektion bei 240 nm, gereinigt. Geeignete Fraktionen wurden vereinigt und unter reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (50 ml) aufgelöst, und die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), eingedampft und in Diethylether verrieben unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer A (79,4 mg, 21%).

Smp. 120-122ºC;

MS (TSP + ve) m/z 527 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3480, 1768, 1)82, 1668 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,36 und 5,17 (1H, 2m), 5,27 (1H, t, J4Hz), 4,4 - 4,2 (4H, m), 3,88 (1H, t, J8,5 Hz), 1,53 (3H, s), 1,27 (3H, s), 0,97 (3H, t, J7,5 Hz).

und der Titelverbindung, Isomer B (91 mg, 24%):

Smp. 209-213ºC;

MS (TSP + ve) m/z 527 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3493, 1774, 1668 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,15 (1H, s), 5,47 (1H, t, J4,5 Hz), 5,36 und 5,17 (1H, 2 m), 4,5 - 4,2 (4H, m), 3,84 (1H, t, J8,5 Hz), 1,53 (3H, s), 117 (3H, s), 0,93 (3H, t, J7,5 Hz).

Beispiel 4 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on

Eine Lösung aus 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester (Zwischenstufe 7, 400 mg, 0,73 mmol) in trockenem DMF (7,5 ml) wurde zu einer gerührten Suspension aus 3,3'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on) (ebenfalls bekannt als (γ-Butyrolacton)disulfid) (271 mg, 1,45 mmol) in trockenem DMF (2,7 ml) unter Stickstoff bei 0ºC hinzugegeben. Die Mischung wurde vor Licht geschützt und durch kräftiges Rühren unter Vakuum für einige Minuten entgast. Die Mischung wurde dann unter eine Stickstoffatmosphäre gesetzt und für 4,5 h mit zwei 200 W-Glühbirnen mit Wolframfaden bestrahlt. die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat (150 ml) verdünnt und mit Wasser (3 · 100 m 1), 2 M Salzsäure, Wasser, wäßrigem Kaliumcarbonat, Wasser und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), aufkonzentriert, durch Umkehrphasen-HPLC (Dynamax C18-Säule, 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 60% Acetonitril-Wasser gereinigt und weiter durch HPLC unter Elution mit 53% Acetonitril-Wasser gereinigt. Geeignete Fraktionen wurden vereinigt und unter reduziertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde in Ethylacetat (50 ml) aufgelöst, und die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;) und eingedampft unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer A (46,6 mg, 12%):

Smp. 258-263ºC;

MS (TSP + ve) m/z 513 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3480, 1772, 1669 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,38 und 5,19 (1H, 2m), 4,57 (1H, br s), 4,4 - 4,2 (3H, m), 3,89 (1H, t, J8,5 Hz), 1,64, 1,53, 1,48, 1,25 (jeweils 45, 3H).

und der Titelverbindung, Isomer B (33,1 mg, 9%):

Smp. 237-240ºC;

MS (TSP + ve) m/z 513 (M + H)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3501, 1774, 1668 cm&supmin;¹;

NNR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,37 und 5,18 (1H, 2 m), 4,68 (1H, d, J4,5 Hz), 4,45 - 4,21 (3H, m), 3,95 (1H, t, J8Hz), 1,67, 1,53, 1,47, 1,16 (45, jeweils 3H).

Durch eine Röntgenbeugungsuntersuchung wurde gezeigt, daß die Konfiguration von Isomer B am asymmetrischen Lactonzentrum S war.

Beispiel 5 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-4-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on

Eine Lösung aus 16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy- 3-oxo-androst-4-en-17β-carbonsäure, 2-Thioxo-2H-pyridin-1-ylester (Zwischenstufe 5, 1,3 g, 2,3 mmol) in trockenem DMF (13 ml) wurde zu einer gerührten Lösung aus 4,4'-Disulfandiylbis(dihydrofuran-2-on) (Zwischenstufe 8, 450 mg, 1,92 mmol) in trockenem DMF (5 ml) unter Stickstoff bei 0ºC hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde vor Licht geschützt und unter Vakuum für einige Minuten gerührt. Die Mischung wurde dann unter eine Stickstoffatmosphäre gesetzt und noch bei 0ºC für ca. 5 h mit zwei 200 W- Glühbirnen mit Wolframfaden bestrahlt. Die Reaktionsmischung wurde mit Ethylacetat (250 ml) verdünnt und mit Kochsalzlösung, 2 M Salzsäure und Kochsalzlösung (jeweils 100 ml) gewaschen. Die organische Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), das Lösungsmittel wurde unter reduziertem Druck entfernt, und der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie an Silicagel unter Elution mit Ethylacetat-Cyclohexan (1 : 1) und dann durch Umkehrphasen- HPLC (Dynamax C 18-Säule, 25 cm · 5 cm) unter Elution mit 65% Acetonitril- Wasser, Fließgeschwindigkeit 45 ml/min und Detektion bei 230 nm, gereinigt. Geeignete Fraktionen wurden vereinigt und unter reduziertem Druck eingedampft. Der erste Rückstand wurde in Ethylacetat (50 ml) aufgelöst, und die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;), eingedampft und in Diethylether unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer A verrieben (54 mg, 4%):

Smp. 117-119ºC;

MS (TSP + ve) m/z 527 (M + H)&spplus;, 443 (MH-C&sub4;H&sub4;O&sub2;)&spplus;;

IR νmax (KBr): 3474, 1782, 1667, 1001, 732 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,15 (1H, s), 5,37 und 5,18 (1H, 2 m), 5,22 (1H, t, J5Hz), 4,63 (1H, dd, J9 und 8 Hz), 4,37 (1H, m), 4,24 (1H, d, J5Hz), 4,2 - 4,1 (1H, br), 4,14 (1H, t, J9Hz), 4,05 - 3,88 (1H, m), 2,85 (1H, dd, J17 und 8Hz), 1,53 (3H, s), 1,2 (3H, s), 0,97 (3H, t, J8Hz).

Der zweite Rückstand wurde in Dichlormethan (50 ml) aufgelöst, die Lösung wurde getrocknet (MgSO&sub4;) und unter Erhalt der Titelverbindung, Isomer B, eingedampft (29 mg, 2%):

Smp. 112-113ºC;

MS (TSP + ve) m/z 527 (M + H)&spplus;, 443 (MH-C&sub4;H&sub4;O&sub2;)&spplus;;

IR νmax (KBr): 1782, 1669, 1280, 736 cm&supmin;¹;

NMR δ (CDCl&sub3;) schließt ein: 6,14 (1H, s), 5,25 (1H, t, J4 Hz), 5,35 und 5,17 (1H, 2 m), 4,58 (1H, dd, J9 und 7 Hz), 4,37 (1H, m), 4,28 (1H, d, J5 Hz), 4,05 (1H, t, J9 Hz), 4,0 - 3,86 (1H, m), 2,93 (1H, dd, J18 und 8 Hz), 2,62 (1H, dd, J18 und 9 Hz), 1,53 (3H, s), 1,17 (3H, s), 0,96 (3H, t, J7 Hz).

Pharmakologische Aktivität In Vitro

Die pharmakologische Aktivität wurde in einem in vitro-Funktionstest untersucht, um die Glukokortikoid-Wirkung zu zeigen, die allgemein auf entzündungshemmende oder antiallergische Aktivität in vivo hinweist.

Der verwendete Funktionstest war eine Modifikation der Methode, die beschrieben wurde von T. 5. Berger et al., J. of Steroid Biochem. Molec. Biol., 1992, 41 (3-8), 733-738, "Interaction of Glucocorticoid analogues with the Human Glucocorticoid Receptor".

Daher wurden Hela-Zellen stabil mit einem nachweisbaren Reporter-Gen (sekretierte alkalische Plazenta-Phosphatase, sPAP) unter der Kontrolle eines Glukokortikoid-Reaktionspromotors (dem LTR des Maus-Brust-Tumorvirus, MMTV) transfiziert.

Verschiedene Konzentrationen von Standrad (Dexamethason) oder Verbindungen der Erfindung wurden mit transfizierten Hela-Zellen für 72 h inkubiert. Am Ende der Inkubation wurde Substrat (p-Nitrophenolacetat) für sPAP hinzugegeben und das Produkt durch ein spektrophotometrisches Verfahren gemessen. Eine erhöhte Extinktion zeigte eine erhöhte sPAP-Transkription an, und Konzentrations-Reaktions-Geraden wurden gezogen, so daß EC&sub5;&sub0;-Werte bestimmt werden konnten.

In diesem Test hatten die Isomere der Beispiele 1 bis 5 EC&sub5;&sub0;-Werte von weniger als 200 nM.

Hydrolyse im Blut

Alle Isomer der Beispiele waren instabil im menschlichen Plasma (Halbwertszeiten von weniger als 60 min), was anzeigt, daß man von ihnen erwartet, daß sie ein vorteilhaftes Nebenwirkungsprofil in vivo besitzen.

In Vivo (i) Entzündungshemmende Aktivität - Inhibierung des Rattenohr-Ödems

Die Testverbindungen werden in Aceton aufgelöst, und 40 ul, die 5% Crotonöl enthalten, werden auf die Innenoberfläche eines jeden der Ohren von männlichen Ratten von 60 bis 80 g aufgetragen. Die Tiere werden 6 h später getötet und die Ohren werden entfernt. Scheiben mit Standardgröße (0,5 cm Durchmesser) werden ausgestanzt und die Scheiben gewogen. Das mittlere Gewicht der Ohrscheiben wird berechnet, und aus diesem Prozentwert wird die Inhibierung der Ohrentzündung in Relation zu den allein mit Crotonöl behandelten Ohren berechnet.

(ii) Systemische Wirkungen - ACTH-Unterdrückung in nebennierenlosen Ratten

Männlichen CD-Ratten (90-120 g) wurden unter Isofluran-Anästhesie die Nebennieren entfernt, und Trinkwasser wurde mit 0,9% Kochsalzlösung ergänzt. Vier Tage später erhalten die Tiere um 10.00 Uhr eine einzelne intratracheale Dosis (unter Isofluran-Anästhesie) der in Kochsalzlösung (enthaltend 0,2% Tween 80, 0,2 ml) suspendierten Verbindung. Nach 4 h werden die Tiere durch Verabreichung von Euthetal getötet, und Blutproben werden durch intrakardiale Punktur entnommen und in heparinisierten Röhrchen gesammelt. Die Proben werden zentrifugiert (20 min bei 1000 U. p. M. bei 4ºC), das Plasma wird aufgefangen und durch Radioimmunoassay (RIA) auf adrenokortikotrophes Hormon (ACTH) unter Verwendung eines DPC-Doppelantikörper-RIA-Kits untersucht. Intakte und Träger-Kontrollgruppen wurden in jedem Experiment eingeschlossen, um die am Tage eintretende Variation von ACTH und Trägerwirkungen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse werden in bezug auf die RIA-Standardkurve berechnet und als ACTH-pg/ml Plasma ausgedrückt, was es erlaubt, die prozentuale Reduktion in ACTH zu berechnen.

Dieses Ergebnis veranschaulicht die minimalen systemischen Wirkungen, die mit diesen plasmalabilen Derivaten verbunden sind.

Pharmazeutische Formulierungen

Die folgenden sind Beispiele für geeignete Formulierungen der Verbindungen der Erfindung. Der Begriff "Wirkstoff" wird hier verwendet, um eine Verbindung der Erfindung darzustellen, und kann z. B. die Isomere (oder eine Mischung daraus) des Beispiels 3 sein.

1. Inhalationskartuschen

Mikronisierter Wirkstoff 1,6% G/G

Lactose BP 98,4% G/G

Der Wirkstoff wird herkömmlicher Weise zu einem Größenbereich feiner Teilchen mikronisiert, um die Inhalation des im wesentlichen gesamten Medikaments in die Lungen bei Verabreichung zu erlauben, vor dem Vermischen mit Lactose von normaler Tablettierqualität in einem Hochenergiemischer. Die Pulvermischung wird in Gelatinekapseln auf einer geeigneten Verkapselungsmaschine gefüllt. Die Inhalte der Kartuschen werden unter Verwendung eines Pulver-Inhalators, wie mit dem ROTAHALERTM-Inhalator, verabreicht. Alternativ kann die Pulvermischung in Blister einer Durchdrückverpackung oder eines Durchdrückstreifens gefüllt werden. Die Inhalte der Durchdrückverpackung oder des Durchdrückstreifens werden unter Verwendung eines Pulverinhalators, wie mit dem DISKHALERTM- oder DISKUSTM-Inhalator, verabreicht. [ROTAHALER, DISKHALER und DISKUS sind Marken der Glaxo-Wellcome- Unternehmensgruppe]. 2. Aerosol-Formulierung

(i) Suspension

Der Wirkstoff wird direkt in eine offene Aluminiumdose eingewogen, und ein Dosierventil wird darauf aufgepreßt. 1,1,1,2-Tetrafluorethan wird dann unter Druck durch das Ventil zur Dose hinzugegeben und die Dose zur Dispersion des Arzneistoffs geschüttelt. Der resultierende Inhalator enthält 0,33% G/G Wirkstoff.

(ii) Lösung

Der Wirkstoff wird in Ethanol aufgelöst. Die resultierende ethanolische Wirkstofflösung wird in eine offene Aluminiumdose abgemessen, und ein Dosierventiel wird dann darauf aufgepreßt. 1,1,1,2-Tetrafluorethan wird unter Druck durch das Ventil hinzugegeben. Der resultierende Inhalator enthält 0,33% G/G Wirkstoff und 10% G/G Ethanol.

3. Creme

% G/G

Mikronisierter Wirkstoff 0,2

Flüssiges Paraffin 40

Cetostearylalkohol 5

Cetomacrogol 1000 1

Isopropylmyristat 5

Propylenglykol 10

Benzoesäure 0,2

Natriumphosphat 0,05

Zitronensäure/Monohydrat 0,05

Gereinigtes Wasser auf 100

Der mikronisierte Wirkstoff wird in einer Portion des Wassers, das einen Teil des Cetomacrogol 1000 enthält, dispergiert. Das flüssige Paraffin, der Cetostearylalkohol und das Isopropylmyristat werden zusammen geschmolzen, auf 50 bis 60ºC abgekühlt und zum verbleibenden Wasser, das das Propylenglykol, die Benzoesäure (Konservierungsmittel) und Natriumphosphat und Zitronensäure (Puffermittel) enthält, hinzugegeben. Die resultierende Öl-Phase wird zu Wirkstoffsuspension unter Rühren bis zum Abkühlen hinzugegeben.


Anspruch[de]

1. Verbindung der Formel (I):

und Solvate davon, worin

R&sub1; und R&sub2; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl darstellen;

R&sub3; und R&sub4; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder Halogen darstellen;

eine Einfach- oder Doppelbindung darstellt.

2. Verbindung gemäß Anspruch 1, worin R&sub1; und R&sub2; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder C&sub1;&submin;&sub3;-Alkyl darstellen.

3. Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, worin R&sub1; und R&sub2; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff, Methyl oder n-Propyl darstellen.

4. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin R&sub1; und R&sub2; beide Methyl sind.

5. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, worin R&sub1; und R&sub2; verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder n-Propyl darstellen.

6. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, worin R&sub3; und R&sub4; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff, Fluor oder Chlor darstellen.

7. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, worin R&sub3; und R&sub4; gleich oder verschieden sind und jeweils Wasserstoff oder Fluor darstellen.

8. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, worin R&sub3; und R&sub4; beide Fluor sind.

9. Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, worin S an das α-Kohlenstoffatom der Lacton-Einheit gebunden ist.

10. Verbindung der Formel (I) gemäß Anspruch 1, ausgewählt aus: 6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

6α,9α-Difluor-11β-hydroxy-16α,17α-isopropylidendioxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17α-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androsta-1,4-dien-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-4-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

16α,17α-(R-Butylidendioxy)-6α,9α-difluor-11β-hydroxy-17β-(2-oxotetrahydrofuran-3-yl-sulfanyl)-androst-4-en-3-on;

und Solvaten davon.

11. Verbindung der Formel (I) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon zur Verwendung in der Veterinär- oder Humanmedizin.

12. Verwendung einer Verbindung der Formel (I) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert oder eines physiologisch akzeptablen Solvats davon zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von entzündlichen und/oder allergischen Zuständen.

13. Pharmazeutische Zusammensetzung, umfassend eine Verbindung der Formel (I) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon, falls gewünscht zusammen im Gemisch mit einem oder mehreren physiologisch akzeptablen Verdünnungsmitteln oder Trägern.

14. Pharmazeutische Aerosol-Formulierung, umfassend eine Verbindung der Formel (I) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon und einen Fluorkohlenstoff oder Wasserstoff-haltigen Chlorfluorkohlenstoff als Treibmittel, gegebenenfalls in Kombination mit einem Tensid und/oder einem Verschnittmittel.

15. Kombination, umfassend eine Verbindung der Formel (I) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert oder ein physiologisch akzeptables Solvat davon zusammen mit einem anderen Therapeutikum.

16. Kombination gemäß Anspruch 15, worin das andere Therapeutikum ein β&sub2;-Adrenorezeptor-Agonist ist.

17. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (I), wobei das Verfahren umfaßt:

A) Behandeln einer Verbindung der Formel (II):

worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4; und wie zuvor beschrieben sind und X eine geeignete Gruppe wie ein Thiohydroxamatester ist, z. B. 2-Thioxo-2H-pyridin- 1-yloxycarbonyl, 2-Thioxo-4-methyl-3H-thiazol-3-yloxycarbonyl oder 2-Thioxo-4-phenyl-3H-thiazol-3-yloxycarbonyl, mit einer Verbindung der Formel (III):

worin n 0 oder 2 ist;

B) Konvertieren einer Verbindung der Formel (I) zu einer unterschiedlichen Verbindung der Formel (I) durch Transacetalisierung, Epimerisation des Anknüpfungspunktes der Lacton-Einheit oder partielle Reduktion der 1(2)-Doppelbindung; oder

C) Entschützen eines geschützten Derivats einer Verbindung der Formel (I);

wobei jedes der obigen Verfahren A, B und C, falls erforderlich, gefolgt wird von (i) Solvatbildung oder (ii) Isolierung eines individuellen Isomers einer Verbindung der Formel (I).







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