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Dokumentenidentifikation DE19934803A1 01.02.2001
Titel Innenlader zum Transport von Schüttgut
Anmelder Fahrzeugwerk Orthaus GmbH & Co KG, 48683 Ahaus, DE
Erfinder Niederhageböck, Ulrich, 46286 Dorsten, DE
Vertreter Schulte, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 28.07.1999
DE-Aktenzeichen 19934803
Offenlegungstag 01.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.2001
IPC-Hauptklasse B60P 1/64
IPC-Nebenklasse B65G 67/02   B65G 65/30   
Zusammenfassung Ein Innenladerfahrzeug 1 dient zum Transport von mehreren Behältern 3 zur Aufnahme von Schüttgut oder Flüssigkeiten. Im Laderaum 2 des Innenladerfahrzeugs 1 sind Führungen 4 angeordnet, die ein Längsverschieben der Behälter 3 ermöglichen. Die Behälter 3 weisen mit Rollen 8 ausgerüstete Tragelemente 6 auf, welche in den Führungen 4 verlaufen. Die Behälter 3 können zusätzlich Gestellen 9 zugeordnet sein, die zusammenklappbar ausgebildet sind. Somit lassen sich die Behälter 3 zusammenschieben, wobei sie in diesem Zustand nur einen Bruchteil des ansonsten benötigten Platzes einnehmen. Damit steht praktisch der gesamte Laderaum 2 auch zur Aufnahme anderer Behälter zur Verfügung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einem Laderaum zum Transport von mehreren Behältern für Schüttgut oder Flüssigkeit.

Derartige Innenlader dienen zum Transport von Schüttgut wie beispielsweise landwirtschaftlicher Produkte oder Baumaterialien oder von Flüssigkeiten. Dabei kann es sich sowohl um Lastkraftwagen als auch um Eisenbahnwaggons handeln. Das Schüttgut wird in siloartigen Behältern transportiert, die über einen hohen Platzbedarf verfügen, unabhängig davon, wie viele Behälter auf dem Fahrzeug tatsächlich im Einsatz sind.

Insbesondere beim Transport von Lebensmitteln sind intensive Reinigungsarbeiten nach Entleeren des Fahrzeugs notwendig, um die hygienischen Standards zu erfüllen.

Dabei stellt sich das Problem, dass die Rückfahrt in der Regel mit leerem Fahrzeug vorgenommen wird, da eben mit den bisher bekannten Innenladerfahrzeugen nur ein und dasselbe Produkt befördert werden kann. Die starr ausgebildeten voluminösen Behälter erlauben es nicht, Waren, welche nicht in diesen Behältern befördert werden können, im Laderaum unterzubringen. Ein Innenladerfahrzeug ist also stets nur für einen einigen Einsatzzweck verwendbar, beispielsweise ausschließlich zum Transport landwirtschaftlicher Produkte.

Daher stellt sich der Erfindung die Aufgabe, ein Fahrzeug zu schaffen, das den Transport von Schüttgut oder Flüssigkeiten und/oder anderer Waren ermöglicht.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass im Laderaum des Innenladerfahrzeugs in Längsrichtung Führungen zur Aufnahme von gegenüber diesen verschiebbaren oder einklappbar ausgebildeten Behältern angeordnet sind. Die Behälter lassen sich, sollten sie nicht benötigt werden, in Längsrichtung des Laderaums zusammenschieben und nehmen dabei nur ein Minimum an Platz in Anspruch, so dass dann praktisch der gesamte Laderaum zur Aufnahme anderer Behälter zur Verfügung steht. Während der Fahrt mit den ausgefahrenen Behältern bietet das erfindungsgemäße Ladungssystem über die Behälter ausreichend Platz zur Aufnahme von Transportgut, welches zugleich sicher gegen Verrutschen gelagert ist. Bei Fahrten, bei denen andere Behälter oder nicht in Behältern zu befördernde Waren aufgenommen werden, werden die Behälter über die Führungen Richtung Vorderwand des Innenladers geschoben, wobei für diese zusammengefalteten oder zusammengeklappten Behälter nur ein Bruchteil der Ladefläche des Innenladers in Anspruch genommen wird. Es ist außerdem möglich je nach Platzbedarf einen Teil des Innenladers mit ausgefahrenen Behältern zu bestücken und den anderen Teil freizuhalten. Ebenso können die zusammengefalteten oder -geklappten Behälter Richtung Rückwand des Innenladers geschoben werden, um beispielsweise eine günstigere Belastung des Fahrzeugs zu erreichen. Für die Speditionen bietet sich somit der Vorteil, dass während der Rückfahrt nach einem Transport beispielsweise von landwirtschaftlichen Produkten der Laderaum anderweitig genutzt werden kann. Eine Säuberung der entleerten Behälter ist nicht zwangsläufig notwendig, sofern bei Wiederbenutzung der Behälter dasselbe Schüttgut transportiert wird. Auch das Umladen zwischen verschiedenen Innenladern auch zwischen Straße und Schiene ist somit realisierbar, indem die Behälter etwa aus den Führungen des einen Innenladers herausgeschoben werden, um sie in die Führungen eines anderen Innenladers, eines Lastkraftwagens oder Eisenbahnwaggons, einzuhängen. Sollten Behälter wie beispielsweise Silos über längere Zeit nicht benutzt werden, können sie auch vorübergehend ganz aus dem Innenlader entfernt werden, so dass dann noch mehr Platz für die Aufnahme anderer Waren zur, Verfügung steht.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Führungen an der Oberseite und/oder am Boden des Laderaums angeordnet sind. Dabei werden die Behälter in die Führungen eingehängt oder eingesetzt und in diesen in Längsrichtung verschoben. Gegebenenfalls können weitere Stabilisierungselemente an der Unterseite oder den Seitenwänden der Behälter vorgesehen sein. Auch bei heftigen dynamischen Belastungen ist somit eine ausreichende Stabilität des Innenladers gewährleistet. Falls die Behälter keinen Traggestellen zugeordnet sind, ist es notwendig, den den Innenlader umgebenden Rahmen entsprechend stabil auszubilden, um die Behälter an diesem Rahmen befestigen zu können. Zur Verbesserung der Handhabbarkeit beim Verschieben der Behälter ist vorgesehen, dass den Behältern zu den Führungen korrespondierend ausgebildete und verschiebliche Tragelemente zugeordnet sind. Diese Tragelemente sind zwischen dem Behälter und den Führungen vorgesehen, wobei entweder die Führungen oder eben die Tragelemente verschieblich ausgebildet sind. Die Tragelemente dienen auch dazu, den Behältern, insbesondere, wenn es sich um solche mit geringer Eigenstabilität handelt, zusätzliche Stabilität zu verleihen.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tragelemente mit Rollen ausgerüstet sind. Diese Rollen können auch einem zwischen diesen und dem Tragelement angeordneten weiteren Bauteil, wie beispielsweise ein Gehäuse, zugeordnet sein. Die Führungen wirken Schienen vergleichbar, so dass mit einem relativ geringen Kraftaufwand das Verschieben der Behälter ermöglicht ist, das manuell oder automatisch durchgeführt wird. Arretierungen und Feststellbremsen können angeordnet sein, um ein unerwünschtes Verschieben der Rollen und damit der Behälter zu verhindern, insbesondere dann, wenn der Innenlader nicht komplett beladen ist und Verschiebungsbewegungen daher eine Gefahr darstellen könnten.

Bei hohen erwarteten Traglasten ist vorgesehen, dass die Führungen als I-Profil ausgebildet sind, dessen unterer Steg als Laufbahn für die Rollen dient. Dabei sind die Rollen bzw. deren Achsen mit einem Tragrahmen verbunden, über den eine Verbindung zum Tragelement bzw. zum Behälter hergestellt ist.

Eine alternative Ausführungsform für weniger hohe Traglasten sieht vor, dass die Führungen ein die Rollen umfassendes Gehäuse aufweisen. Innerhalb dieses Gehäuses können die Rollen bzw. die Tragelemente verschoben werden. Am Boden des Gehäuses ist eine entsprechende Lauffläche für die Rollen vorzusehen. Die Zahl von Rollen bzw. Tragelementen pro Behälter beträgt mindestens 4, kann aber auch höher sein, je nach Bedarf bzw. nach Traglasten.

Aufgrund der hohen dynamischen Belastungen auf einen Innenlader sind die Führungen und/oder die Träger mit Feststellbremsen ausgerüstet. Somit wird ein unerwünschtes Verschieben der Behälter gegeneinander verhindert, was insbesondere dann notwendig ist, wenn diese nicht aus einem starren, sondern einem nachgiebigen Material hergestellt sind. Wenn dem Behälter ein ausreichend stabiler Tragrahmen zugeordnet ist, der bereits durch seine Ausbildung ein Verschieben der Behälter verhindert, weil somit ein Behälter an den anderen anschließt und die Gefahr des Verrutschens ausgeschlossen ist, kann auf Feststellbremsen auch verzichtet werden.

Für Fahrten, während deren die erfindungsgemäßen Behälter nicht benötigt werden, ist vorgesehen, dass die zusammengefalteten oder -geklappten Behälter in einer der Vorderwand des Innenladers benachbarten Position fixierbar ausgebildet sind. Wenn die zusammengefalteten oder -geklappten Behälter also quasi an der Vorder- oder auch der Rückwand des Innenladers anliegen, werden diese durch eine entsprechende Einrichtung in dieser Position fixiert, damit der Laderaum entsprechend für andere Waren oder auch andere Behälter zur Verfügung steht, ohne dass die Behälter verrutschen oder ihre zusammengeklappte Position verlagern.

Die Behälter können direkt über die Tragelemente in die Führungen eingehängt werden oder zur Stabilisierung ist einem Behälter ein zusammenklappbares Gestell zugeordnet. Dieses zusammenklappbare Gestell findet insbesondere in Kombination mit einem Behälter aus nachgiebigem Material Verwendung, so dass mit einer Schiebebewegung das Gestell zusammengeklappt und das Silo zusammengefaltet werden kann. Wird der Laderaum also zum Transport von anderen Behältern benötigt, wird Gestell für Gestell manuell oder automatisch Richtung Vorderwand des Innenladers geschoben und dort zusammengeklappt. Damit nimmt ein solches Gestell nur noch den Bruchteil des Platzes in Anspruch, den es im auseinandergebauten Zustand einnimmt. Ein derartiges Gestell läßt sich vorteilhafterweise auch bodenseitig fixieren und ist in seinen Ausmaßen dem Laderaum entsprechend angepaßt, so dass dieser zum einen optimal ausgefüllt ist und es zum andern nicht zu unnötigem Spiel oder Wackelbewegungen oder zum Verrutschen der Ladung kommen kann. Die Verschiebbarkeit eines derartigen Gestells kann auch dadurch erreicht werden, dass unterseitig Rollen vorgesehen sind, die in entsprechenden dem Boden des Innenladers zugeordneten Führungen verschiebbar sind, so dass dann prinzipiell auf Führungen an der Oberseite des Innenladers verzichtet werden kann.

Diese Vorteile werden insbesondere auch dann erreicht, wenn das Gestell als Scherengittergestell ausgebildet ist. Damit ist ein einfaches Zusammenschieben der Behälter bzw. der Gestelle möglich, wobei zudem im ausgeklappten Zustand große Stabilität gegeben ist.

Während das Gestell die statischen Aufgaben übernimmt, sind die Behälter aus textilem Material hergestellt. Dieses wirkt vorzugsweise wie ein Filtermaterial, ist atmungsaktiv und verhindert das Auftreten von Kondenswasser. Zudem nehmen die aus textilem Material hergestellten Behälter im zusammengefalteten Zustand ein Minimum an Raum ein. Die Behälter können aber auch aus Kunststoff oder Metall, wie Aluminium, hergestellt sein, wobei sie dann über entsprechende gegeneinander einklappbare Seitenwände verfügen.

Zweckmäßigerweise ist im Boden und/oder der Seitenwand des Laderaums eine die Behälter während der Fahrt in ihrer Position fixierende Haltevorrichtung vorgesehen. Diese kann aus druck- oder zugfesten Streben bestehen und verhindern, dass es insbesondere bei Kurvenfahrten zu unerwünschten Schwankungen des Innenladerfahrzeugs kommen kann.

Eine gute Handhabbarkeit während des Entladevorgangs wird dadurch gewährleistet, dass am unteren Ende eines Behälters eine Auslaßöffnung vorgesehen ist. Dazu müssen die Seitenwände oder eine entsprechende Öffnung im Boden des Innenladers geöffnet werden, um das in den Behältern vorgehaltene Material, sofern es sich um Schüttgut oder Flüssigkeit handelt, ablassen zu können. Durch die Verschiebbarkeit der Behälter reicht hier auch nur eine Öffnung, über welche die Öffnung des Behälters gesetzt werden muß, um den Behälter dann entleeren zu können. Zum Entleeren können die Behälter aber ebenso in ihren Gestellen aus dem Bereich des Innenladers herausgefahren werden, um dort von fixen Gestellen oder für den Transport in anderen Fahrzeugen vorgesehenen Gestellen aufgenommen zu werden.

Weiterhin ist vorgesehen, dass an der Oberseite des Laderaums Domschächte zur Befüllung bzw. Entleerung der Behälter vorgesehen sind. Insbesondere oberseitig offene Behälter oder Silos können somit direkt befüllt und auch beispielsweise über Saugeinrichtungen entleert werden.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Oberseite des Laderaums als Verdeck ausgebildet ist. Dieses muß zum Befüllen bzw. Entleeren der Behälter weggeklappt werden, um den Zugang zu diesen zu schaffen.

Im Boden des Laderaums sind Öffnungen zum Entleeren der Behälter vorgesehen. Hierzu ist bereits gesagt, dass diese entweder dort angeordnet sind, wo auch Auslaßöffnungen der Behälter liegen oder sie sind so angeordnet, dass die Behälter mit ihren Auslaßöffnungen über die Öffnungen im Boden des Laderaumes verschiebbar sind.

Ein weiterer Vorteil ist erreicht, wenn die Behälter zur Aufnahme unterschiedlicher Materialien entsprechende Markierungen oder Farbgestaltungen aufweisen. Da sich die Behälter gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung leicht zusammenschieben lassen und in diesem Zustand nur minimalen Platz benötigen, stellt es kein Problem dar, bei jeder Fahrt nur einen Teil der Behälter zu nutzen, während die anderen sich im nach vorne geschobenen Zustand an der Vorderwand des Innenladers befinden. Ebenso können zwischen zwei im Einsatz befindlichen Behältern ein oder mehrere zusammengeklappte positioniert sein. Somit ist es möglich, in einem bestimmten Behälter stets dieselben Produkte zu transportieren, ohne dass nach jedem abgeschlossenen Transport eine Komplettreinigung durchgeführt werden muß. Ferner ist es auch denkbar, im selben Innenlader bei bestimmten Fahrten Schüttgut und bei anderen Flüssigkeiten zu befördern, da die nicht eingesetzten Behälter eben kaum Platz in Anspruch nehmen. Zur Vereinfachung können die Behälter entsprechend markiert sein, um stets die entsprechenden Produkte den richtigen Behältern zuordnen zu können.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Innenladerfahrzeug geschaffen ist, welches sich besonders flexibel zum Transport unterschiedlichster Waren einsetzten läßt. Dies geschieht dadurch, dass die das Schüttgut oder die Flüssigkeit aufnehmenden Behälter sich zusammenklappen bzw. -falten lassen und in diesem Zustand über einen sehr geringen Platzbedarf verfügen, so dass ausreichend Ladefläche für die übrigen, im Einsatz befindlichen Behälter besteht. Der eigentliche Aufbau des Innenladerfahrzeugs wird gleichsam demontiert, wenn einzelne oder auch alle Behälter nicht benötigt werden, wodurch ausreichend Ladefläche für andere Behälter frei bleibt. Um die Behälter innerhalb des Innenladerfahrzeugs verschieben zu können, sind Führungen im Zusammenspiel mit den Behältern zugeordneten Rollen vorgesehen, wobei die Behälter ihrerseits von einem zusammenklappbaren Gestell umgeben sein können. Mit dem erfindungsgemäßen Ladesystem können Behälter auch zwischen verschiedenen Fahrzeugen oder von einem Fahrzeug auf eine fixe Einrichtung umgeladen werden.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 ein Innenladerfahrzeug mit geöffneten Seitenwänden und ausgefahrenen Behältern,

Fig. 2 ein Innenladerfahrzeug mit geöffneten Seitenwänden und eingefahrenen Behältern,

Fig. 3 ein ausgefahrenes Gestell mit Behälter in Seitenansicht,

Fig. 4 ein eingefahrenes Gestell mit Behälter in Seitenansicht,

Fig. 5 ein Innenladerfahrzeug in Rückansicht,

Fig. 6 ein in einem Gehäuse angeordnetes Tragelement mit Rollen und

Fig. 7 ein auf einem Träger mit I-Profil angeordnetes Tragelement mit Rollen.

Fig. 1 zeigt ein geöffnetes Innenladerfahrzeug 1 in Seitenansicht, wobei die Behälter 3 im ausgefahrenen Zustand sind. Dies bedeutet, dass sich die Behälter 3 gleichmäßig über den Laderaum 2 des Innenladerfahrzeugs 1 erstrecken und praktisch den kompletten zur Verfügung stehenden Raum einnehmen. Die Behälter 3 zur Aufnahme von Schüttgut oder Flüssigkeit sind an der Oberseite 7 des Innenladerfahrzeugs 1 über Führungen gehalten und längsverschieblich angeordnet. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind den Behältern 3 keine weiteren Stabilisierungseinrichtungen wie etwa Gestelle zugeordnet, sondern sie sind über dargestellte Halteelemente bzw. Rollen, welche korrespondierend zu den Führungen ausgebildet sind, gehalten. Die Be- und gegebenenfalls auch die Entladung erfolgt über hier ebenfalls nicht dargestellte Domschächte oder im Boden 12 des Laderaums 2 vorgesehene Öffnungen. Entsprechend weisen die Behälter 3 Auslaßöffnungen für das Schüttgut auf, über die die Behälter 3, wenn sie über den Öffnungen im Boden 12 positioniert werden, entladen werden können.

Werden die Behälter 3 bei einer Transportfahrt nicht benötigt, werden sie entsprechend der Darstellung in Fig. 2 alle oder einige Behälter 3 in den Führungen Richtung Vorderwand 17 des Laderaumes 2 geschoben. Dort nehmen sie nur ein Minimum an Platz ein, so dass quasi die gesamte Ladefläche zur Aufnahme anderer Behälter oder anderer Waren zur Verfügung steht. Dies ist insbesondere bei einer Rückfahrt nach einer Lieferung von Vorteil, wenn das Innenladerfahrzeug ansonsten leer transportiert werden müßte. Die erfindungsgemäßen Behälter 3 lassen sich, sofern sie aus flexiblem Material hergestellt sind, zusammenfalten bzw., sofern ihnen ein Traggestell zugeordnet ist, zusammenklappen, so dass ausreichend Platz zur Verfügung steht.

Ein Gestell 9 zur Aufnahme des Behälters 3, welches als Scherengittergestell 11 ausgebildet ist, ist in Fig. 3 im ausgeklappten Zustand gezeigt. Durch die Ausbildung der Diagonalstreben 19 ist die Zusammenklappbarkeit des Gestells 9 gewährleistet. Nach Entleerung des aus textilem Material hergestellten Behälters 3 kann dieses Gestell 9 zusammengeklappt und auf eine Größe entsprechend Fig. 4 reduziert werden. Die Anordnung eines solchen Gestells 9 bringt zum einen den Vorteil erhöhter Stabilität, zum anderen den Vorteil mit sich, dass ein solches Gestell 9 auch fahrbar ausgebildet sein kann. In diesem Fall kann ein Gestell 9 von einem Fahrzeug ins nächste verschoben werden, wobei es sich dabei beispielsweise auch um einen Eisenbahnwaggon handeln kann. Auf diese Weise kann die das Schüttgut oder die Flüssigkeit aufnehmende Transporteinheit also komplett umgesetzt werden.

Fig. 4 zeigt das als Scherengittergestell 11 ausgebildete Gestell 9 im eingeklappten bzw. den Behälter 3 im zusammengefalteten Zustand. Hier wird nochmals der geringe Platzbedarf deutlich. Dadurch ist es auch möglich, zwischen zwei eingesetzten Behältern 3 einen zusammengeklappten vorzusehen, etwa dann, wenn bestimmte Behälter 3 ausschließlich zur Aufnahme desselben Transportgutes vorgesehen sind.

Fig. 5 zeigt ein Innenladerfahrzeug 1 mit einem Behälter 3, wobei hier nachträglich deutlich wird, wie optimal der zur Verfügung stehende Laderaum dieses Fahrzeugs ausgenutzt ist. Zusätzlich zum Gestell 9 sind Haltevorrichtungen 20 vorgesehen, die hier aus einfachen Streben oder Seilen bestehen und den Behälter 3 an der Seitenwand 13 des Innenladerfahrzeugs 1 befestigen. Weitere Haltevorrichtungen können den Behälter 3 am Boden 12 des Innenladerfahrzeugs 1 fixieren. Dabei können die Haltevorrichtungen 20 auch so angebracht sein, dass eine Längsverschiebung der Behälter 3 weiterhin ermöglicht ist.

Die Führungen 4 zur Aufnahme der Behälter bzw. der die Führungen 4 und die Behälter verbindenden Tragelemente 6 sind in Fig. 6 gezeigt. Die Führung 4 ist hier zum einen durch das Gehäuse 15, zum anderen durch das Tragelement 6 bzw. die Rollen 8 gebildet. Es handelt sich dabei um an der Decke des Innenladerfahrzeugs 1 installierte Führungen 4. Entsprechend kann das Gehäuse auch im roden des Innenladerfahrzeugs eingelassen sein. Die Führung 4 bzw. das Gehäuse 15 sind der Seitenwand oder der Oberseite des Laderaums zugeordnet, welche auch durch einen Tragrahmen verstärkt sein können. In diesen Führungen 4 verlaufen die Rollen 8, so dass eine Längsverschieblichkeit der Behälter 3 innerhalb des Laderaumes gegeben ist. Ein Behälter 3 sollte mindestens 4 solcher Tragelemente 6 aufweisen, um über ausreichende Stabilität zu verfügen. Nicht gezeigt sind hier Feststellbremsen, die zusätzlich dazu beitragen, ein Verrutschen der Ladung während des Transportes zu verhindern. Das Tragelement 6 wird am Gestell oder am Behälter direkt befestigt.

Fig. 7 zeigt eine alternative Ausführungsform mit einer als I-Profil 14 ausgebildeten Führung 4, auf deren unteren Steg 16 die Rollen 8 verlaufend angeordnet sind. Die in Fig. 7 gezeigte Führung dient insbesondere dazu, höhere Lasten aufzunehmen als die in Fig. 6 gezeigte. Auch hier ist eine Anordnung der Führung 4 an der Decke des Innenladerfahrzeugs ebenso denkbar.

Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeug mit einem Laderaum (2) zum Transport von mehreren Behältern (3) für Schüttgut oder Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass im Laderaum (2) des Innenladerfahrzeugs (1) in Längsrichtung Führungen (4) zur Aufnahme von gegenüber diesen verschiebbaren, faltbar oder einklappbar ausgebildeten Behältern (3) angeordnet sind.
  2. 2. Innenladerfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (4) an der Oberseite (7) und/oder am Boden (12) des Laderaums (2) angeordnet sind.
  3. 3. Innenladerfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Behältern (3) zu den Führungen (4) korrespondierend ausgebildete und verschiebliche Tragelemente (6) zugeordnet sind.
  4. 4. Innenladerfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente (6) mit Rollen (8) ausgerüstet sind.
  5. 5. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (4) als I-Profil (14) ausgebildet sind, dessen unterer Steg (16) als Laufbahn für die Rollen (8) dient.
  6. 6. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (4) ein die Rollen (8) umfassendes Gehäuse (15) aufweisen.
  7. 7. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (4) und/oder die Tragelemente (6) mit Feststellbremsen ausgerüstet sind.
  8. 8. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusammengefalteten oder -geklappten Behälter (3) in einer der Vorderwand (17) des Innenladers (1) benachbarten Position fixierbar sind.
  9. 9. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einem Behälter (3) ein zusammenklappbares Gestell (9) zugeordnet ist.
  10. 10. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (9) als Scherengittergestell (11) ausgebildet ist.
  11. 11. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (3) aus textilem Material hergestellt sind.
  12. 12. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden (12) und/oder der Seitenwand (13) des Laderaums (2) eine die Behälter (3) während der Fahrt in ihrer Position fixierende Haltevorrichtung vorgesehen ist.
  13. 13. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende eines Behälters (3) eine Auslaßöffnung vorgesehen ist.
  14. 14. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite (7) des Laderaumes (2) Domschächte zur Befüllung bzw. Entleerung der Behälter (3) vorgesehen sind.
  15. 15. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (7) des Laderaums (2) als Verdeck ausgebildet ist.
  16. 16. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden (12) des Laderaums (2) Öffnungen zum Entleeren der Behälter (3) vorgesehen sind.
  17. 17. Innenladerfahrzeug nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter (3) zur Aufnahme unterschiedlicher Materialien entsprechende Markierungen oder Farbgestaltungen aufweisen.






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