PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10022390A1 08.02.2001
Titel Vorgarnzuführung an Ringspinnmaschinen
Anmelder Fein-Elast Umspinnwerk GmbH, 07937 Zeulenroda, DE
Erfinder Bräuer, Andreas, 07952 Pausa, DE
Vertreter Rohrschneider, G., Dipl.-Ing. (FH) Pat.-Ing., Pat.-Anw., 08523 Plauen
DE-Anmeldedatum 08.05.2000
DE-Aktenzeichen 10022390
Offenlegungstag 08.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2001
IPC-Hauptklasse D01H 1/18
IPC-Nebenklasse D01H 1/42   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorgarnzuführung an Ringspinnmaschinen bei welcher die Umhüllung der Lunte 8 in Form eines flexiblen Schlauches 1 zwischen den Vorgarnspulen 9 und dem Streckwerk 7 ausgeführt ist und der flexible Schlauch 1 es gestattet, mit geringem Aufwand die Lunte 8 mit wenig Umlenkung um Hindernisse und Zusatzeinrichtungen zu führen. Dabei kann durch die schützende Umhüllung die Zone zwischen Streckwerk 7 und Vorgangsspule 9 intensiver abgeblasen und sauber gehalten werden. Durch die Führung in den getrennten und flexiblen Schläuchen 1 wird ein gegenseitiges Verdrehen der Lunten 8 oder ein Verhaken von Fasern vermieden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorgarnzuführung gedrehter Flyerlunten, welche von der Vorgarnspule bis zum Streckwerkseingang auf Ringspinnmaschinen Einsatz findet.

Beim bisherigen traditionellen Stand der Technik sind die Vorgarnspulen in Aufsteckgattern über den Streckenwerken der Ringspinnmaschinen angeordnet. Durch drehbare Spulenhalter können die Lunten tangential von den Spulen abgewickelt werden. Die Lunten werden über eine oder mehrere Umlenkstangen mit der Einzugsgeschwindigkeit des Eingangswalzenpaares nach unten zum Streckwerk geführt. Üblicherweise laufen die Lunten im Bereich zwischen Umlenkstange und Eingangsfadenöse frei ohne zusätzliche Führung.

Dieser herkömmlichen Technik haftet der Nachteil an, daß bei doppelter Vorgarnzuführung wie Zweifachgarn, Spinnzwirn und zusätzlicher Core- Einrichtung, Störungen infolge gegenseitiger Vorgarnverdrehungen, Abfaserungen und nicht ausreichender Abblasbarkeit eintreten können.

Weiterhin ist mit der DE 39 36 354 die Lösung einer Vorrichtung zum Abgeben eines Vorgarnes an eine Spinnvorrichtung bekannt, bei welcher eine Flyer-Spule, in einer Abzugsflasche angeordnet ist. Dabei schützt die Abzugsflasche die Flyer-Spule gegen Verunreinigungen. Dazu weist die Abzugsflasche einen parallel und seitlich zur Achse der Flyer-Spule versetzten Abzugsschlitz auf, welcher konstante Abzugsbedingungen sichern soll und dementsprechend einen störungsfreien Spinnvorgang gewährleisten soll.

Dieser Lösung haftet jedoch der Nachteil an, daß die Lunten hierbei zwischen Abzugsschlitz und Streckwerk wie bei der üblichen konventionellen Anwendung ohne zusätzliche Umhüllung gegen Verschmutzung und Verdrehungen nicht hinreichend geschützt sind. Weiterhin haftet dieser Lösung der Nachteil an, daß die Umlenkung um Zusatzeinrichtungen, wie beispielsweise Elastan-Zuführungen nur durch zusätzliche Fadenführungselemente und Stangen möglich ist.

Ferner ist mit der DE 29 71 2880 eine weitere Lösung von einer Ringspinnmaschine mit Vorgarnspulengatter, in welchem Vorgarnspulen in mindestens zwei Spulenreihen angeordnet sind bekannt, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß der Umlenkstange ein seitlich offenes Führungselement zum Einführen mindestens einer Vorgarnlunte zugeordnet ist.

Dieser Lösung haftet wiederum der Nachteil an, daß eine aufwendige Luntenführung über zusätzliche Elemente, insbesondere bei doppelter Vorgarnbestückung vorliegt. Zudem ist bei dieser Lösung durch die vielen Umlenkpunkte die Gefahr von Luntenbrüchen sehr hoch.

Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe der Schaffung einer Vorgarnzuführung an Ringspinnmaschinen, mit welcher durch Führung der Lunten in getrennten flexiblen Schläuchen

  • a) ein gegenseitiges Verdrehen der Lunten oder ein Verhaken der Fasern vermieden wird;
  • b) eine Führung um Hindernisse wie Core-Einrichtungen ohne zusätzliche Umlenkungen ermöglicht wird und
  • c) eine effektive Sauberhaltung durch die Wanderreiniger ohne Beeinträchtigung der Lunten gewährleistet wird.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst, durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 aufgezeigten technischen Merkmale.

Die Lösung der Erfindung besteht in einer flexiblen, schlauchförmigen Luntenumhüllung, welche unmittelbar von der Vorgarnspule bis zum Eingang des Streckwerkes angeordnet ist. Insbesondere bei der Anwendung in der Core-Garntechnik und beim Spinnen von Zweifachgarnen mit doppelter Anzahl von Vorgarnspulen ist die aufgezeigte erfindungsgemäße Lösung besonders vorteilhaft anwendbar.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt:

Fig. 1 das Funktionsschema.

Ein Schlauch 1 aus flexiblem Material ist zwischen dem Lunteneingang 3 in Höhe der Vorgarnspule 9 und dem Luntenausgang 4 vor dem Eingang des Streckwerkes 7 angeordnet. Dabei sind die Schläuche 1 auf Bundhülsen 5 aufgesetzt. Die Bundhülsen 5 sind wiederum an Schienen 6 längs zur Maschine befestigt. Eine Lunte 8 wird im Schlauch 1 um die Core-Einrichtung 2 ohne zusätzliche Umlenkeinrichtungen geführt. Die Lunten 8 werden mittels Saugluft oder anderweitig herkömmlich bekannter Einführhilfen eingezogen.

Durch die Führung in getrennten Schläuchen 1 wird ein gegenseitiges Verdrehen der Lunten 8 oder ein Verhaken von Fasern vermieden. Durch die schützende Umhüllung wird die Zone zwischen Streckwerk 7 und Vorgarnspule 9 intensiver abgeblasen und sauber gehalten. Wie vorbeschrieben gestattet die flexible Ausgestaltung des Schlauches 1 die Lunte 8 mit wenig Umlenkung und geringem Aufwand um Hindernisse sowie Zusatzeinrichtungen zu führen. Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen 1 Rohr

2 Core-Einrichtung

3 Lunteneingang

4 Luntenausgang

5 Bundhülsen

6 Schiene

7 Streckwerk

8 Lunte

9 Vorgarnspule


Anspruch[de]
  1. 1. Vorgarnzuführung an Ringspinnmaschinen dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung der Lunten (8) in Form eines Schlauches (1) zwischen Vorgarnspulen (9) und Streckwerk (7) ausgeführt ist.
  2. 2. Vorgarnzuführung an Ringspinnmaschinen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (1) aus flexiblem Material besteht, zuFührung der Lunten (8) um Hindernisse wie Zusatzeinrichtungen, Core-Einrichtungen, ohne Umlenkungen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com