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Dokumentenidentifikation DE10035345A1 08.02.2001
Titel Streckvorrichtung und Verfahren zum Reinigen der Streckvorrichtung
Anmelder HARA Corporation, Ibi, JP
Erfinder Ohashi, Kengo, Chita, JP;
Kobori, Seiji, Ogaki, JP;
Kodama, Kazuyasu, Ogaki, JP
Vertreter Patentanwälte Westphal, Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 20.07.2000
DE-Aktenzeichen 10035345
Offenlegungstag 08.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.2001
IPC-Hauptklasse D01H 5/56
IPC-Nebenklasse D01H 5/66   
Zusammenfassung Es wird eine Streckvorrichtung mit einem Streckteil (2), einem Faser-Zuführteil (3), einem Kräuselapparat (4), einer Trompete (5), einem Paar von Kalanderrollen (6a, 6b), Durchführungen (DU, Dl, DL) und einer Saugöffnung (48) beschrieben. Das Streckteil (2) weist eine Mehrzahl von positiv gedrehten unteren Rollen (7a bis 7c) und eine Mehrzahl von oberen Rollen (8a bis 8c) auf, die mit den unteren Rollen (7a bis 7c) zusammenwirken. Die oberen Rollen (8a bis 8c) werden mit einer Druckeinrichtung (38) gegen die oberen Rollen (7a bis 7c) gedrückt. Stromaufwärts des Streckteils (2) ist ein Faser-Zuführteil (3) angeordnet, um dem Streckteil (2) Spinnbänder (S) zuzuführen. Stromabwärts des Streckteils (2) sind ein Kräuselapparat (4) und eine Trompete (5) angeordnet, um ein durch das Streckteil (2) gezogenes Vlies (F) zu konvergieren und ein Spinnband (S) zu übergeben. Stromabwärts des Kräuselapparates (4) und der Trompete (5) ist ein Paar von Kalanderrollen (6a, 6b) angeordnet. Eine Durchführung (DU, Dl, DL) bedeckt mindestens das Streckteil (2). Eine Saugöffnung (48), die sich in der Nähe des Auslasses der Durchführung (DU, Dl, DL) befindet, sammelt Baumwoll-Staub ein. Mit einer Saug-Druckquelle wird auf die Saugöffnung (48) ein Saugdruck ausgeübt.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Streckvorrichtung von zum Beispiel einer Spinnmaschine oder einem Zugrahmen sowie ein Verfahren zum Reinigen der Streckvorrichtung und insbesondere eine Streckvorrichtung von zum Beispiel einer Spinnmaschine oder einem Zugrahmen einschließlich eines eine Faser zuführenden Teils, das einem Streckteil eine Mehrzahl von Spinnbändern zuführt, sowie eines ein Faservließ verarbeitenden Teils, das stromabwärts des Streckteils angeordnet ist und ein durch das Streckteil gezogenes Faservließ zu Spinnbändern und Wicklungen verarbeitet.

Eine Streckvorrichtung 90 von zum Beispiel einem üblichen Zugrahmen soll nun mit Bezug auf Fig. 11 erläutert werden. Wie in Fig. 11 gezeigt ist, umfasst eine Streckvorrichtung 90 ein Streckteil 91, ein eine Faser zuführendes Teil 92, einen Kräuselapparat 93, eine Trompete 94 und ein Paar von Kalanderrollen 95. Das die Faser zuführende Teil 92, das stromaufwärts des Streckteils 91 angeordnet ist, läßt eine Mehrzahl von Spinnbändern 5 zusammenlaufen und führt diese dem Streckteil 91 zu. Das Streckteil 91 zieht die Spinnbänder S so, dass ein Faservließ F gesponnen wird. Der Kräuselapparat 93 und die Trompete 94 sind stromabwärts des Streckteils 91 angeordnet, um das gezogenes Vließ F zu einem einzigen Spinnband S zusammenzuführen. Die Kalanderrollen 95 dienen zum Komprimieren des Spinnbandes S.

Das Streckteil 91 umfasst eine Mehrzahl von unteren Rollen 96a, 96b, 96c, die mit einer Antriebseinrichtung angetrieben werden, sowie entsprechende obere Rollen 97a, 97b, 97c, die über den unteren Rollen 96a bis 96c angeordnet sind. Die oberen Rollen 97a, 97b, 97c werden mit einer Druckeinrichtung (nicht gezeigt) gegen die unteren Rollen 96a bis 96c gedrückt. Die unteren Rollen 96a bis 96c werden mit Rollenschiebern (nicht gezeigt) drehbar gehalten.

Die Rollenschieber sind an einem linken Rollengestell und einem rechten Rollengestell (beide sind nicht dargestellt) befestigt und so gelagert, dass ihre Positionen eingestellt werden können (Maßeinstellung). Obere Rollenhalter (nicht dargestellt) greifen mit Endbuchsen ein, die an den Enden der oberen Rollen 97a bis 97c vorgesehen sind, um die oberen Rollen 97a bis 97c drehbar zu halten. Die oberen Rollen 97a bis 97c werden mit einem Kolben (nicht dargestellt) der Druckeinrichtung gegen die unteren Rollen 96a bis 96c gedrückt. Der Kolben ist an einem oberen Arm (nicht dargestellt) angeordnet, der mit den Rollengestellen drehbar gehalten wird.

Das Streckteil 91 umfasst eine untere Putzeinrichtung 98 zum Reinigen der unteren Rollen 96a bis 96c sowie eine obere Putzeinrichtung 99 zum Reinigen der oberen Rollen 97a bis 97c.

Das Streckteil 91 und die obere Putzeinrichtung 99 sind von einer Abdeckung 100 umgeben. Die Abdeckung 100 weist eine vordere Wand 100a auf. Eine Mehrzahl von Lüftungslöchern 101 erstreckt sich durch die vordere Wand 100a.

Die obere Putzeinrichtung 99 umfasst ein Putztuch 102, das Baumwoll-Staub von den oberen Rollen 97a bis 97c abnimmt, sowie einen Abstreifer 103, der Baumwoll-Staub von dem Putztuch 102 entfernt. Entlang der oberen Wand der Abdeckung 100 erstreckt sich ein Saugrohr 104. Der durch den Abstreifer 103 abgestreifte Baumwoll-Staub wird entfernt und durch das Saugrohr 24 abgezogen.

Die Streckvorrichtung 90 umfasst Saug-Durchführungen 105, 106, die mit einer Saugdruckquelle wie zum Beispiel einem Ansaug-Ventilator (nicht dargestellt) verbunden sind. Der durch die Saugdruckquelle erzeugte Saugdruck beeinflußt den Druck in dem Saugrohr 104 über die Saug-Durchführung 105 und saugt den Baumwoll-Staub ab, der durch die obere Putzeinrichtung 99 aufgenommen wurde. Der Saugdruck in der Durchführung 106 beeinflußt den von der Abdeckung 100 umschlossenen Raum durch eine Saugöffnung 106a, die sich durch einen oberen Abschnitt der Saug-Durchführung 106 erstreckt. Dadurch wird von den Löchern 101 in Richtung auf die Saugöffnung 106a ein Luftstrom erzeugt. Die Baumwollvließ- und Staub-Partikel, die in der Abdeckung 100 durch das Streckteil 91, das die Faser zuführende Teil 92, den Kräuselapparat 93, die Trompete 94 und die Kalander- Rollen 95 erzeugt werden, sowie der Baumwoll-Staub, der von den unteren Rollen 96a bis 96c durch die untere Putzeinrichtung 98 entfernt wurde, wird durch einen saugenden Luftstrom in die Saug-Durchführung 106 gezogen.

Wenn mit dem Streckteil 91 gestreckt wird, werden kurze Fasern und Verunreinigungen, die sich in dem Spinnband S befinden, nicht in das Vließ F gezogen, sondern haften an den Streckrollen 96a bis 96c, 97a bis 97c an. Die Putzeinrichtungen 98, 99 entfernen die kurzen Fasern und Verunreinigungen. Dadurch wird verhindert, dass sich kurze Fasern an den Streckrollen 96a bis 96c, 97a bis 97c ansammeln, und dass das übergebene Spinnband S eine sich verändernde Zeichnung aufweist.

Die Abdeckung 100 dient im wesentlichen dazu, die Sicherheit des Benutzers zu gewährleisten, den durch das Streckteil 91 erzeugten Lärm zu vermindern und die Qualität zu gewährleisten, indem verhindert wird, dass Fremdstoffe in das Streckteil 91 gelangen, sowie zur Verbesserung der äußeren Erscheinung der Vorrichtung.

Wie oben bereits beschrieben wurde, dienen die obere Putzeinrichtung 99 und das Saugrohr 104 dazu, die kurzen Fasern von den oberen Rollen 97a bis 97c zu entfernen. Da die Abdeckung 100 das Streckteil 91, die obere Putzeinrichtung 99 und das Saugrohr 104 umschließen muss, ist der durch die Abdeckung 100 umschlossene Raum relativ groß. Dies führt dazu, dass die Streckvorrichtung 90 sehr groß wird.

Die obere und untere Putzeinrichtung 99, 98 können nicht den gesamten Baumwoll-Staub und alle die kurzen Fasern, die durch das Streckteil 91 erzeugt werden, aufsammeln. Der Baumwoll-Staub und die kurzen Fasern treiben als Flugmaterial in dem Raum der Abdeckung 100 und lagern sich am Boden des Streckteils 2 ab. Das Flugmaterial und der abgelagerte Baumwoll-Staub werden durch die Saug-Durchführungen 105, 106 entfernt. Der Ansaug-Ventilator wird im Zusammenwirken mit dem Betrieb der Streckvorrichtung 1 gedreht, um Luft durch die Saugöffnung 106a zu ziehen und den inneren Druck in der Abdeckung 100 zu vermindern. Wenn der Druck in der Abdeckung 100 negativ wird, wird die Luft von außerhalb der Abdeckung 100 durch die Löcher 101 in das Innere der Abdeckung 100 gezogen.

Die in die Abdeckung 100 gezogene Luft wird auf die Saugöffnung 106a gerichtet. Dadurch wird ein Luftstrom innerhalb der Abdeckung 100 erzeugt, der die gesamte Streckvorrichtung 90 überstreicht. Der Luftstrom durch die Saugöffnung 106a sammelt das Flugmaterial und den abgelagerten Baumwoll-Staub. Durch Erhöhen der Anzahl von Löchern 101 in der Abdeckung 100 erhöht sich die Anzahl von Stellen, von denen Luft strömt und den Saug-Luftstrom beeinflußt. Dies kann jedoch zu Störungen zwischen verschiedenen Strömungen führen und ein wirksames Einsammeln des Flugmaterials behindern.

Die Geschwindigkeit der an jedem Loch 101 erzeugten Luft- Strömung kann durch Reduzieren der Fläche des Lochs 101 erhöht werden. In einem solchen Fall kann die schnelle Strömung jedoch innerhalb der Abdeckung 100 verwirbeln. Dies verhindert ein wirksames Einsammeln der Baumwoll- Flugstoffe.

Darüberhinaus wird durch die hohe Zuführ-Geschwindigkeit von jüngeren Zugrahmen, die 1000 m/min oder mehr erreicht, die Menge von Baumwoll-Flugstoffen erhöht. Auch dies behindert eine wirksame Beseitigung der Baumwoll-Flugstoffe. Da somit Baumwoll-Flugstoffe stets erzeugt werden, ist es notwendig, eine Abdeckung 100 zu verwenden, um zu verhindern, dass sich diese Baumwoll-Flugstoffe ausbreiten, und eine Luftströmung zu erzeugen, um die Baumwoll-Flugstoffe einzusammeln.

Die Flugstoffe werden jedoch nicht immer ganz eingesammelt. Wenn sich die Baumwoll-Flugstoffe in den Teilen der Streckvorrichtung 90 verfangen, muss die Vorrichtung 90 gewartet werden, um die Flugstoffe zu entfernen. Dies vermindert die Effizienz des Betriebes des Zugrahmens. Ferner besteht die Gefahr, dass die Baumwoll-Flugstoffe mit dem zugeführten Spinnband S vermischt werden, was zu einer Verminderung der Qualität des Spinnbandes S führt.

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, eine Streckvorrichtung und ein Verfahren zum Reinigen der Streckvorrichtung zu schaffen, die/das eine wirksame Einsammlung von Baumwoll-Staub ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Streckvorrichtung geschaffen, die ein Streckteil mit einer Mehrzahl positiv gedrehten unteren Rollen und einer Mehrzahl von oberen Rollen umfasst, die zum Zusammenwirken mit den unteren Rollen angeordnet sind. Die oberen Rollen werden mit einer Druckeinrichtung gegen die unteren Rollen gedrückt. Stromaufwärts des Streckteils ist ein Faser- Zuführteil zum Zuführen von Spinnbändern zu dem Streckteil angeordnet. Stromabwärts des Streckteils sind Konvergierungselemente angeordnet, mit denen ein durch das Streckteil gezogenes Faservließ konvergiert wird, um ein Spinnband zu übergeben. Stromabwärts der Konvergierungselemente ist ein Paar von Kalanderrollen angeordnet. Eine Führung bedeckt mindestens das Streckteil. In der Nähe des Auslasses der Führung ist eine Saugöffnung angeordnet, um Baumwoll-Staub aufzunehmen. Mit einer Saugdruck-Quelle wird ein Saugdruck auf die Saugöffnung ausgeübt.

Unter einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung wird ein Verfahren zum Reinigen einer Streckvorrichtung geschaffen, die ein Streckteil mit einer Mehrzahl von positiv gedrehten unteren Rollen und einer Mehrzahl von oberen Rollen aufweist, die zum Zusammenwirken mit den unteren Rollen angeordnet sind. Die oberen Rollen werden mit einer Druckeinrichtung gegen die unteren Rollen gedrückt. Stromaufwärts des Streckteils ist ein eine Faser zuführendes Teil angeordnet, um Spinnbänder dem Streckteil zuzuführen. Stromabwärts des Streckteils sind Verarbeitungselemente angeordnet, die zum Verarbeiten eines durch das Streckteil gezogenen Faservließes zu einem Spinnband oder einer Decke dienen. Das Verfahren zum Reinigen der Streckvorrichtung umfasst ein Abdecken mindestens des Streckteils mit einer Durchführung, ein Anordnen einer Saugöffnung in der Nähe eines Auslasses der Durchführung zum Einsammeln von Baumwoll-Staub, so dass eine Verteilung des Baumwoll-Staubes in der Durchführung verhindert wird, sowie ein Einziehen von Luft von der Durchführung durch die Saugöffnung.

Weitere Gesichtspunkte und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen, die zur beispielhaften Erläuterung der Grundsätze der Erfindung dienen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung, ebenso wie ihre Vorteile und die zugrundeliegende Aufgabe werden insbesondere aus der folgenden Beschreibung der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen anhand der Zeichnungen deutlich. Es zeigt:

Fig. 1 einen Querschnitt durch die Streckvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Abdeckung der Streckvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Streckteils der Streckvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 4 einen Querschnitt entlang der Linie 4-4 in Fig. 3;

Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht gemäß Fig. 4;

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Faser-Zuführteils der Streckvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung einer stromabwärtigen Durchführung der Streckvorrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 8(a) eine perspektivische Ansicht eines Hakens gemäß Fig. 7 in einem abgestützen Zustand;

Fig. 8(b) eine perspektivische Ansicht einer Haken- Führungsklammer gemäß Fig. 7;

Fig. 9 eine schematische Ansicht der Arbeitsweise des Hakens gemäß Fig. 7;

Fig. 10 einen Querschnitt durch eine Streckvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und

Fig. 11 einen schematischen Querschnitt durch eine bekannte Streckvorrichtung.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Eine Streckvorrichtung 1 eines Zugrahmens gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung soll nun mit Bezug auf die Fig. 1 bis 9 beschrieben werden.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, umfasst die Streckvorrichtung 1 ein Streckteil 2, ein eine Faser zuführendes Teil 3, einen Kräuselapparat 4, eine Trompete 5 und ein Paar von Kalanderrollen 6a, 6b. Das die Faser zuführende Teil 3 ist stromaufwärts (in der Ansicht gemäß Fig. 1 rechts) des Streckteils 2 angeordnet. Der Kräuselapparat 4 und die Trompete 5 liegen stromabwärts (in der Darstellung gemäß Fig. 1 links) des Streckteils 2 und definieren ein Faservließ-Verarbeitungsteil. Stromabwärts der Trompete 5 sind zwei zusammenwirkende Kalanderrollen 6a, 6b angeordnet. Das Streckteil 2 umfasst drei angetriebene untere Rollen 7a, 7b, 7c, die in Verbindung mit drei oberen Rollen 8a bis 8c angeordnet sind. Die oberen Rollen 8a bis 8c werden mit einer Druckeinrichtung 38 gegen die unteren Rollen 7a bis 7c gedrückt.

Das die Faser zuführende Teil 3 führt eine Mehrzahl von Spinnbändern S zusammen, um ein Faservließ F zu übergeben, das dem Streckteil 2 zugeführt wird. Das Vließ F von dem die Faser zuführenden Teil 3 wird durch das Streckteil 2 gezogen. Der Kräuselapparat 4 und die Trompete 5 führen das gezogene Vließ F zu einem einzigen Spinnband 5 zusammen. Die Kalanderrollen 6a, 6b drücken das Spinnband S zusammen. Ein bekanntes Wickelrad (Wickelrohr) 6c ist unter den Kalanderrollen 6a, 6b angeordnet, um das gepresste Spinnband S zu einem Behälter (nicht dargestellt) zu führen.

Wie in Fig. 2 dargestellt ist, ist die Streckvorrichtung 1 mit drei Abdeckungen 9, 10a, 10b bedeckt, die sich in Richtung der Führung des Spinnbandes S und des Vließes F erstrecken. Die Hauptabdeckung 9 ist in der Mitte angeordnet und bedeckt das Streckteil 2, das die Faser zuführende Teil 3, den Kräuselapparat 4, die Trompete 5 und die Kalanderrollen 6a, 6b. Die Hilfsabdeckungen 10a, 10b sind an den Seiten der Hauptabdeckung 9 angeordnet.

Die Hauptabdeckung 9 wird drehbar durch eine Welle 11 ( Fig. 1) gehalten, die stromaufwärts des die Faser zuführenden Teils 3 und an einer Position angeordnet ist, die höher liegt als dieses Teil 3. Ferner kann die Hauptabdeckung 9 um die Welle 11 geschwenkt und in geöffneten oder geschlossenen Stellungen fixiert werden. Eine Dämpferstrebe (nicht gezeigt), die zwischen der inneren Fläche der Hauptabdekkung 9 und dem Rahmen (nicht gezeigt) des Zugrahmens angeordnet ist, hält die Hauptabdeckung 9 in der geöffneten Stellung. Die Druckeinrichtung 38 (Fig. 1 und 6) der oberen Rollen hält die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Stellung.

Die Hilfsabdeckungen 10a, 10b sind schwenkbar an der vorderen Seite der Streckvorrichtung 1 mit Gelenken (nicht gezeigt) befestigt. Zwischen der inneren Fläche jeder Hilfsabdeckung 10a, 10b und dem Rahmen des Zugrahmens ist eine Dämpferbefestigung (nicht gezeigt) angeordnet, um die korrespondierende der Hilfsabdeckungen 10a, 10b in vorbestimmten geöffneten und geschlossenen Stellungen zu halten. An der oberen vorderen Fläche der Hauptabdeckung 9 ist ein Griff 12a befestigt. Ein weiterer Griff 12b ist an einer äußeren Seite jeder Hilfsabdeckung 10a, 10b (Fig. 2) befestigt.

Gemäß Fig. 3 sind linke und rechte Rollen-Gestelle 13 an dem Rahmen des Zugrahmens befestigt. Die Rollen-Gestelle 13 tragen Rollenschieber 14a, 14b, 14c, so dass die Positionen der Rollenschieber 14a bis 14c eingestellt werden können. Zum Fixieren der Rollenschieber 14a bis 14c an gewünschten Positionen werden Bolzen (nicht gezeigt) verwendet. Die unteren Rollen 7a bis 7c sind durch die Rollenschieber 14a, 14b, 14c drehbar gelagert. Die Positionen der Rollenschieber 14a bis 14c werden auf den Abstand (das Maß) zwischen den unteren Rollen 7a bis 7c entsprechend den Faserlängen eingestellt.

Wie in den Fig. 1, 3 und 4 dargestellt ist, sind insgesamt sechs Druckstangen-Halter 15, und zwar drei auf der linken und drei auf der rechten Seite an der unteren Fläche der Hauptabdeckung gesichert. Jeder Druckstangen-Halter 15ist einer der unteren Rollen 7a bis 7c zugeordnet. Wie in Fig. 4 gezeigt ist, umfasst die Hauptabdeckung 9 eine obere Platte 9a und linke und rechte Seitenplatten 9b, 9c, die mit einem Winkel von 90 Grad relativ zu der oberen Platte 9a abgebogen sind. Die obere Platte 9a bildet einen Teil der Abdeckung der Streckvorrichtung 1, während die Seitenabdeckungen 9b, 9c einen Teil der Seitenabdeckungen der Streckvorrichtung 1 bilden. Jede obere Rolle 8a bis 8c weist eine Endbuchse 16 auf, die an jedem Ende angeordnet ist. Ein verlängertes Loch 9d, das sich in der Führungsrichtung des Spinnbandes S erstreckt, ist an der linken Seite und der rechten Seite der oberen Platte 9a an Positionen vorgesehen, die mit den Endbuchsen 16 korrespondieren.

Gemäß Fig. 5 hat jeder Druckstangen-Halter 15 eine im allgemeinen kastenähnliche Form mit einem offenen Boden und ist an der oberen Platte 9a befestigt. Ein mit einem Gewinde versehener Zylinder 15a, durch den sich eine Bohrung 15b erstreckt, geht von der oberen Seite des Druckstangen- Halters 15 aus. Der mit einem Gewinde versehene Zylinder 15a ist durch das zugeordnete verlängerte Loch 9d geführt. An dem mit einem Gewinde versehenen Zylinder 15a ist eine Mutter 19 befestigt, um den Druckstangen-Halter 15 an der oberen Platte 9a in einer vorbestimmten Position zu fixieren. Da sich ein Teil des Druckstangen-Halters 15 durch die obere Platte 9a erstreckt, ist die Streckvorrichtung 1 sehr kompakt.

Für jedes verlängerte Loch 9d ist ein Paar von Führungen 17 vorgesehen. Die Führungen 17 erstrecken sich entlang jeder Seite des zugeordneten verlängerten Lochs 9d und sind an der unteren Fläche der oberen Platte 9a gesichert. Die Führungen greifen mit den Seitenflächen der zugeordneten Druckstangen-Halter 15 ein und bestimmen die seitliche Position der Halter 15. Dies erleichtert die Positionierung der Druckstangen-Halter 15 während der Maß-Einstellung. Die Führungen 17 sind zum Beispiel durch ein Plattenähnliches Material gebildet und an vorbestimmten Positionen mit Bolzen 18 befestigt.

Jeder Druckstangen-Halter 15 weist ein Bolzenloch 15c auf, das sich durch die Seitenwand erstreckt, die der zugeordneten Seitenplatte 9b, 9c gegenüberliegt. Ein Bolzen 21 greift mit dem Bolzenloch 15c ein, um den oberen Rollenhalter 20 an dem Druckstangen-Halter 15 zu befestigen. Ein verlängertes Loch (nicht dargestellt) erstrecket sich vertikal durch den oberen Teil des oberen Rollenhalters 20, um das Einführen des Bolzens 21 in das Bolzenloch 15c zu ermöglichen. Ein Vorsprung 22, der an dem unteren Teil des oberen Rollenhalters 20 hervortritt, ist in ein Trägerloch 16a der Endbuchse 16 der zugeordneten oberen Rollen 8a bis 8c eingepasst. Demzufolge ist jede obere Rolle 8a bis 8c horizontal durch das zugeordnete Paar von oberen Rollenhaltern 20 abgestützt.

Der Druckstangen-Halter 15 ist mit einer Druckstange 23 (oder einem Kolben) versehen, die/der die Druckeinrichtung 38 bildet. Die Druckstange 23 umfasst einen Stangenabschnitt 23a, der durch die Bohrung 15b in dem Zylinder 15a geführt ist, sowie einen Druckabschnitt 23b, der einen größeren Durchmesser aufweist. Der Druckabschnitt 23b ist integral mit dem Stangenabschnitt 23a ausgebildet und liegt unter diesem. Der Kolben 23 ist in der Bohrung 15b angeordnet, wobei sein oberer Abschnitt an dem oberen Ende des Druckstangen-Halters 15 hervortritt. In den Druckstangen- Halter 15 ist eine Spiralfeder 24 eingesetzt, um den Druckabschnitt 23b in Richtung auf die Endbuchse 16 zu drücken. Die Druckstange 23 weist eine Gewindebohrung 25 auf, die sich durch den oberen Teil des Stangenabschnitts 23a erstreckt. Ein Bolzen 26 greift mit dem Loch 25 der Gewindebohrung ein. Die obere Platte 9a ist mit einer Abdeckung 27 versehen, die mit dem verlängerten Loch 9d korrespondiert. Die Abdeckung 27 wird schwenkbar mit einem Gelenk 27a ( Fig. 3) gehalten. Die Abdeckung 27 wird normalerweise so gehalten, dass ein Zwischenraum zwischen dem oberen Ende des Bolzens 26 und der Abdeckung 27 bestehen bleibt. Wenn das Streckteil 2 aus irgendeinem Grund durch ein Vließ F verschmutzt ist (zum Beispiel wenn das Spinnen des Vließes F behindert ist), stößt das Vließ F die oberen Rollen 8a bis 8c nach oben. Die zugeordneten Druckstangen 23 stoßen dann durch die Bolzen 26 die Abdeckung nach oben. Die nach oben gerichtete Schwenkbewegung der Abdeckung 27 wird dann mit einem Detektor (nicht dargestellt) erfasst. Dies unterbricht den Betrieb der Streckvorrichtung 1.

Jeder Druckstangen-Halter 15 weist ein mit einem Gewinde versehenes Loch 15d auf, das sich durch die Wand erstreckt, die der anderen Seite der Streckvorrichtung 1 gegenüber liegt. Ein Bolzen 29 greift mit dem mit dem Gewinde versehenen Loch 15d ein, um einen Wischstab-Halter 28 an dem Druckstangen-Halter 15 zu befestigen. Jeder Wischstab- Halter 28 weist ein seitlich gerichtetes Trägerloch 28a auf, das in der Fläche ausgebildet ist, um einen Vorsprung 30a aufzunehmen, der sich von einem Ende eines Wischstabs 30 erstreckt. Dadurch wird es möglich, dass gepaarte Wischstab-Halter 28 den korrespondierenden Wischstab 30 parallel zu dem Boden halten, auf den die Streckvorrichtung 1 aufgesetzt ist. Der Wischstab 30 berührt einen Gummimantel 31 der zugeordneten oberen Rollen 8a bis 8c. Wenn die zugeordneten Rollen 8a bis 8c gedreht werden, entfernt der Wischstab 30 den Baumwoll-Staub von dem Gummimantel 31. Durch den Wischstab 30 wird es möglich, die Streckvorrichtung 1 im Vergleich zu bekannten Streckvorrichtungen 90, bei denen ein Putztuch 102 verwendet wird, wesentlich kleiner auszubilden.

Wenn sich gemäß Fig. 1 die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Stellung befindet, erstrecken sich die Seitenplatten 9b, 9c bis in eine Position, die geringfügig niedriger liegt, als die obere Seite der Rollen-Schieber 14a bis 14c. Demzufolge bleibt ein kleiner Raum zwischen der Hauptabdeckung 9 und den Seiten und der oberen Seite des Streckteils 2 bestehen. Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist eine untere Platte 32 an dem Paar von Rollen-Gestellen 13 angeordnet. Die unterer Platte 32, die obere Platte 9a und die Seitenplatten 9b, 9c bilden eine zentrale Durchführung Dl, die das Streckteil 2 bedeckt und einen Einlass sowie einen Auslass für das Vließ F aufweist. Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, hat die obere Platte 9a ein Fenster 33, das sich an einer mit dem Streckteil 2 korrespondierenden Position befindet. Das Fenster 33 ist mit einer transparenten Kunststoffplatte 33a verschlossen, die mit Bolzen 34 an der oberen Platte 9a befestigt ist.

Gemäß Fig. 3 ist eine stromaufwärtige Durchführung DU, die das Faser-Zuführteil 3 aufnimmt, stromaufwärts der zentralen Durchführung D1 angeordnet. Die stromaufwärtige Durchführung DU ist durch einen Spinnband-Kanal 35, dessen Breite im wesentlichen genau so groß ist, wie der Abstand zwischen den Oberflächen der gepaarten Rollen-Schieber 14a bis 14c, sowie eine Hauptabdeckung 9 definiert.

Der Spinnband-Kanal 35 erstreckt sich von der Nähe der Rollen-Schieber 14c, die mit den hinteren unteren Rollen 7c verbunden sind, bis zu dem ganz stromaufwärtigen Teil der Streckvorrichtung 1 (dem hinteren Ende der Hauptabdeckung 9). Weiterhin weist der Spinnband-Kanal 35 linke und rechte Seitenplatten 35a, 35b und eine untere Platte 35c auf. Der Abstand zwischen den Seitenplatten 35a, 35b ist geringfügig schmaler als der Abstand zwischen den Seitenplatten 9b, 9c der zentralen Durchführung D1. Die unteren Enden der Seitenplatten 35a, 35b befinden sich in einer Position, die geringfügig niedriger liegt als die unteren Rollen 7a bis 7c. Wenn sich die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Stellung befindet, berühren die oberen Enden der Seitenplatten 35a, 35b die untere Fläche der oberen Platte 9a. Die stromaufwärtige Durchführung DU, die einen Einlass für das Spinnband 5 und einen Auslass für das Vließ F umfasst, ist durch die obere Platte 9a der Hauptabdeckung 9 und die Seitenplatten 35a, 35b und die untere Platte 35c des Spinnband-Kanals 35 begrenzt. Weiterhin überlappt sich die stromaufwärtige Durchführung DU mit dem stromaufwärtigen Teil der zentralen Durchführung D1.

Gemäß Fig. 6 umfasst das Faser-Zuführteil 3 zwei Führungsstäbe 36a, 36b sowie ein Paar von sich verengenden Führungen 37. Die Führungsstäbe 36a, 36b verlaufen senkrecht zu den Seitenplatten 35a, 35b und sind so gehalten, dass ihre Positionen in vertikaler Richtung eingestellt werden können.

Gemäß den Fig. 1 und 7 erstreckt sich die obere Platte 9a in eine Position, die mit der vorderen Seite der vorderen Kalanderrolle 6a korrespondiert. Die Druckeinrichtung 38 für die obere Rolle, die die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Stellung hält, liegt unter der oberen Platte 9a. Die Druckeinrichtung 38 für die obere Rolle umfasst ein Paar von Haken 39, einen Luftzylinder 41, eine Haken- Klammer (Träger) 42, eine Haken-Führungsklammer 43 sowie Haken-Führungen 44. An der oberen Platte 9a sind die Haken 39 an eine Stange 40 gehakt, die horizontal an einer Klammer 40a befestigt ist.

Wenn sich die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Position befindet, ist der Luftzylinder 41 an dem Rahmen des Zugrahmens an einer Position fixiert, die mit der Stange 40 korrespondiert. Eine Kolbenstange 41a, die sich vertikal von dem Luftzylinder 41 erstreckt, ist an der Haken-Klammer 42 befestigt. Wie in Fig. 8(a) zu erkennen ist, erstreckt sich eine Welle 42a entlang des distalen Endes der Haken- Klammer 42 parallel zu der Stange 40. Die Haken 39 werden schwenkbar an den Enden der Welle 42a gehalten.

Wie in Fig. 7 dargestellt ist, weist jeder Haken 39 ein Hakenteil 39a und eine Eingriffsfläche 39b auf. Das Hakenteil 39a ist von hinten (von rechts in der Ansicht gemäß Fig. 7) an die Stange 40 gehakt, und die Eingriffsfläche 39b erstreckt sich vertikal. Wenn der Haken 39 an die Stange 40 gehakt ist, liegt der Schwerpunkt des Hakens 39 näher an der Eingriffsfläche 39b als eine Linie, die die Achsen der Welle 42a und der Stange 40 verbindet. Die Haken- Führungsklammer 43 ist an dem oberen Teil des Luftzylinders 41 befestigt.

Wie in Fig. 8(b) gezeigt ist, erstreckt sich von dem oberen Teil der Haken-Führungsklammer 43 ein Paar von Armen 43a. An jedem Arm 43a ist eine der Haken-Führungen 44 befestigt. Jede Haken-Führung 44 greift mit der Eingriffsfläche 39b des zugeordneten Hakens 39 ein und verhindert, dass sich das Hakenteil 39a unter eine vorbestimmte Position bewegt. Wenn der Haken 39 nicht an die Stange 40 gehakt ist und durch den Luftzylinder 41 in die hakende Position bewegt wird, führt die Haken-Führung 44 den Haken 39.

Durch die Struktur der Druckeinrichtung 38 wird es möglich, die Streckvorrichtung 1 im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen dieser Art, bei denen die oberen Rollen radial mit einem Plunger gedrückt werden, kleiner auszubilden. Wenn die Streckvorrichtung 1 zur Durchführung von Wartungsarbeiten an dem Streckteil 2 stillzulegen ist, muss weiterhin die Hauptabdeckung 9 nur geöffnet werden, und die oberen Rollen 8a bis 8c brauchen nicht entfernt zu werden, um die Rollen-Schieber 14a bis 14c zu verschieben und das Streckverhältnis und das Maß einzustellen oder um ein Andrehen des Spinnbandes vorzunehmen.

Gemäß Fig. 7 ist eine stromabwärtige Durchführung DL, die den Kräuselapparat 4, die Trompete 5 und die Kalanderrollen 6a, 6b bedeckt, stromabwärts (links in der Darstellung gemäß Fig. 7) des Streckteils 2 angeordnet. Die stromabwärtige Durchführung DL ist durch die obere Platte 9a, innere Seitenplatten (nicht dargestellt) der Hilfsabdeckungen 10a, 10b, eine sich vertikal hinter der Haken-Klammer 42 erstreckende vordere Platte 45, eine sich horizontal von der unteren Seite der vorderen Platte 45 in Richtung auf die Kalanderrollen 6a, 6b erstreckende untere Platte 46 sowie ein Paar von Platten 47 begrenzt, die an der vorderen Seite der oberen Platte 9a gesichert sind.

Der Abstand zwischen den Platten 47 ist im wesentlichen der gleiche, wie der Abstand zwischen den Seitenplatten 35a, 35b. Jede Platte 47 hat eine im wesentlichen aufrecht dreieckige Form. Die Hypothenuse jeder dreieckigen Form ist im wesentlichen parallel zu dem Kräuselapparat 4 und erstreckt sich in eine Position vor den vorderen Kalanderrollen 6a, 6b. In der Nähe der vorderen Seite der Kalanderrollen 6a, 6b (links in der Ansicht gemäß Fig. 7) ist in der Nähe des Auslasses der stromabwärtigen Durchführung DL eine Saugöffnung 48 angeordnet. Über eine Luft-Durchführung (nicht gezeigt) wird ein Saugdruck, der durch eine Saug-Druckquelle (nicht gezeigt) erzeugt wird, auf die Saugöffnung 48 ausgeübt.

Im folgenden soll nun die Arbeitsweise der Streckvorrichtung 1 beschrieben werden.

Eine Mehrzahl von Spinnbändern S. die aus einer Mehrzahl von Zuführungsbehältern (nicht gezeigt) gezogen werden, die sich an dem hinteren Teil der Streckvorrichtung 1 befinden, werden durch die Führungsstäbe 36a, 36b und die sich verengende Führung 37 bearbeitet und als Vließ F mit einer vorbestimmten Breite zu dem Streckteil 2 geführt. Das Vließ F läuft dann sequentiell zwischen den unteren Rollen 7a bis 7c und den oberen Rollen 8a bis 8c und wird mit einem vorbestimmten Streckverhältnis gezogen. Das gezogene Vließ F wird durch den Kräuselapparat 4 und die Trompete 5 konvergiert und zu einem Spinnband S gesponnen. Das Spinnband S wird durch die Kalanderrollen 6a, 6b komprimiert und durch das Wickelrad 6c einem Behälter (Büchse) (nicht gezeigt) zugeführt.

Während des Betriebes der Streckvorrichtung 1 fließt ein Saugluftstrom an der Saugöffnung 48 und vermindert den Druck in der stromabwärtigen Durchführung DL. Dadurch wird ein Luftstrom erzeugt, der von der stromaufwärtigen Durchführung DU durch die zentrale Durchführung D1 sowie in die stromabwärtige Durchführung DL fließt. Dies bedeutet, dass bevor die von dem Faser-Zuführteil 3 und dem Streckteil 2 zugeführten Spinnbänder 5 und das Vließ F die Kalanderrollen 6a, 6b erreichen, die an dem ganz stromabwärtigen Teil der Streckvorrichtung 1 angeordnet sind, diese durch die Durchführungen DU, D1, DL geführt werden, durch die ein Luftstrom fließt.

Wenn die Spinnbänder S durch die stromaufwärtige Durchführung DU laufen, üben die Führungsstäbe 36a, 36b einen schwachen Zug auf die Spinnbänder S aus. Ferner werden die Spinnbänder S durch die sich verengende Führung 37 schmaler gemacht und dann zu dem Streckteil 2 geführt. Wenn die Spinnbänder S. die kontinuierlich in das die Faser zuführende Teil 3 eintreten, den oberen Abschnitt des Führungsstabes 36a berühren, werden Baumwoll-Staub und Verunreinigungen (die im folgenden ebenfalls dem Baumwoll-Staub zugerechnet werden) an der unteren Seite der Spinnbänder S erzeugt. In gleicher Weise wird Baumwoll-Staub an der oberen Seite der Spinnbänder S erzeugt, wenn die Spinnbänder S den unteren Abschnitt des Führungsstabes 36b berühren.

Der Baumwoll-Staub an den oberen und unteren Seiten der Spinnbänder S wird durch den saugenden Luftstrom, der durch die stromaufwärtige Durchführung DU in Richtung auf die zentrale Durchführung D1 fließt, stromabwärts getragen. An dem Streckteil 2 in der zentralen Durchführung D1 wird das Vließ F durch jedes der Streck-Rollenpaare 7a bis 7c und 8a bis 8c geführt und stromabwärts geleitet. Die Rotationsgeschwindigkeit der Rollen 7a bis 7c und 8a bis 8c ist an stromabwärtigen Stellen größer, so dass durch den Streckbetrieb die Parallelität des gesponnenen Vließes F erhöht wird. Während des Streckbetriebes wird eine große Menge von Baumwoll-Staub erzeugt. Der Abschnitt zwischen den Rollenpaaren, an dem die Differenz der Rollengeschwihdigkeiten am höchsten ist, das heißt der Abschnitt zwischen den vorderen Rollenpaaren 7a, 8a und den zweiten Rollenpaaren 7b, 8b, der als Haupt-Streckzone bezeichnet wird, ist dort, wo besonders viel Baumwoll-Staub erzeugt wird.

Der von oberhalb und unterhalb der Rollen 7a bis 7c und 8a bis 8c entfernte Baumwoll-Staub wird zusammen mit dem Baumwoll-Staub aus der stromaufwärtigen Durchführung DU durch den in Richtung auf die stromabwärtige Durchführung DL durch die zentrale Durchführung DL fließenden Luftstrom stromabwärts getragen. In entsprechender Weise wird der von den oberen Rollen 8a bis 8c durch die Wischstäbe 30 und von den unteren Rollen 7a bis 7c durch ein unteres Putzelement (nicht gezeigt) entfernte Baumwolle-Staub durch den saugenden Luftstrom stromabwärts getragen.

Das durch die zentrale Durchführung D1 hindurchtretende Vließ F gelangt in die stromabwärtige Durchführung DL. In der stromabwärtigen Durchführung DL wird Baumwoll-Staub erzeugt, wenn das Vließ F in den Kräuselapparat 4 eintritt und wenn die Kalanderrollen 6a, 6b die Spinnbänder S komprimieren, die durch den Kräuselapparat 4 und die Trompete 5 konvergiert wurden. Der Baumwoll-Staub wird durch den Saugstrom auch zu der Saugöffnung 48 getragen und in einem Baumwoll-Staubsammler (nicht gezeigt) gesammelt. Folglich tritt der durch die Streckvorrichtung 1 erzeugte Baumwoll- Staub nicht aus der stromaufwärtigen Durchführung DU, der zentralen Durchführung D1 und der stromabwärtigen Durchführung DL aus. Dadurch wird verhindert, das Baumwoll-Staub und Flugstoffe innerhalb des Raumes unter der Abdeckung 9 frei schweben.

Als Ergebnis können sich Baumwoll-Flugstoffe nicht in den Komponenten der Streckvorrichtung 1 sammeln. Eine Wartung zur Reinigung der Streckvorrichtung 1 von Baumwoll- Flugstoffen ist somit nicht erforderlich. Dadurch wird die Effizienz des Betriebes der Streckvorrichtung 1 verbessert. Ferner wird verhindert, dass sich Baumwoll-Flugstoffe in dem übergebenen Spinnband S sammeln. Dadurch wird die Qualität der Spinnbänder S verbessert, und es werden Produkte mit einer gleichmäßigen hohen Qualität hergestellt.

Weiterhin sind die Durchführungen DU, D1, DL nicht nur für das Streckteil 2, sondern für den gesamten Durchgang vorgesehen, durch den die Spinnbänder S und das Vließ F geführt werden. Somit fließt ein saugender Luftstrom stromabwärts durch die Durchführungen DU, D1, DL in Richtung auf einen Auslass. Dieser Strom verhindert, dass Baumwoll-Staub und Flugstoffe in den Durchführungen DU, D1, DL und somit in der Streckvorrichtung 1 zurückbleiben.

Gemäß Fig. 7 umfasst die Druckeinrichtung 38 für die oberen Rollen den Haken 39, der mit der Stange 40 eingreift, wenn die Kolbenstange 41a des Luftzylinders 41zurückgefahren ist. Dadurch wird die Hauptabdeckung 9 in der geschlossenen Stellung gehalten und bewirkt, dass die Druckstange 23 die oberen Rollen 8a bis 8c gegen die unteren Rollen 7a bis 7c mit einer vorbestimmten Kraft drückt.

Um die oberen Rollen 8a bis 8c aus dem gedrückten Zustand zu lösen, wird die Kolbenstange 41a aus dem Luftzylinder 41 ausgefahren, und die Haken-Klammern 42 werden in die mit der gestrichelten Linie in Fig. 9 angedeutete Position gehoben. Wenn die Eingriffsfläche 39a jedes Hakens 39 mit der zugeordneten Hakenführung 44 eingreift, ist der Haken 39 vertikal ausgerichtet. Der Schwerpunkt des Hakens 39 liegt rechts einer Linie, die die Achsen der Stange 40 und der Welle 42a verbindet. Somit wird in dem Fall, in dem die Eingriffsfläche 39b von der Hakenführung 44 entriegelt wird, der Haken 39 gemäß der Darstellung durch die gestrichelte Linie von der Stange 40 weggeschwenkt. Der Haken 39 wird dann in einer vorbestimmten Stellung gehalten, in der die Hakenführung 44 eine weitere Schwenkbewegung verhindert.

Wenn sich die Hauptabdeckung 9 in einem freien Zustand befindet, wird durch die Dämpfer-Strebe der Hauptabdeckung 9 eine Kraft auf die Hauptabdeckung 9 ausgeübt, die die Abdeckung 9 in einer Position hält, die geringfügig höher liegt, als die horizontal geschlossene Position. Somit wird durch ein Anheben der Haken 39 auch die Hauptabdeckung 9 in eine vorbestimmte Stellung angehoben. Nachdem die Haken 39 angehoben worden sind, sind folglich die Rollen 8a bis 8c aus dem gedrückten Zustand gelöst, ohne dass der Benutzer den Griff 12a halten und die Hauptabdeckung 9 öffnen muss. Um die Hauptabdeckung 9 zu öffnen, wenn sie sich in einem freien Zustand befindet, wird der Griff 12a angehoben. Dadurch wird die Hauptabdeckung 9 um die Welle 11 in die geöffnete Stellung geschwenkt. Die Dämpfer-Strebe hält dann die Hauptabdeckung 9 in der geöffneten Stellung. Um die oberen Rollen 8a bis 8c in den gedrückten Zustand zurückzuführen, werden die oben genannten Schritte umgekehrt. Die Hilfsabdeckungen 10a, 10b werden manuell durch Halten ihrer Griffe 12b geöffnet und geschlossen. Auf diese Weise kann durch Schwenken der Hauptabdeckung 9 der Teil über den Durchführungen DU, D1, DL einfach geöffnet werden.

Die Streckvorrichtung 1 ist von drei Abdeckungen 9, 10a, 10b umgeben. Wenn der obere Abschnitt des Streckteils 2 beobachtet oder gewartet werden soll, wird nur die Hauptabdeckung 9 geöffnet. Wenn die Seitenabschnitte des Streckteils 2 beobachtet oder gewartet werden sollen, wird nur die korrespondierende Hilfsabdeckung 10a, 10b, nicht jedoch die Hauptabdeckung 9 geöffnet.

Weiterhin erleichtern die drei getrennten Durchführungen DU, D1, DL die Installation im Vergleich zur Anwendung einer einzigen Durchführung.

Der Raum zwischen den oberen Rollen 8a bis 8c und der Hauptabdeckung 9 ist klein. Somit sind auch die Durchführungen DU, D1, DL klein. Dadurch braucht nur ein kleiner Motor als negative Druckquelle verwendet zu werden, der den in den Durchführungen DU, D1, DL notwendigen Luftstrom erzeugt. In einem solchen Fall wird die große Menge von erzeugtem Baumwoll-Staub einschließlich Staub-Partikeln mit einem großen spezifischen Gewicht wirksam abgeführt.

Eine zweite Ausführungsform der Erfindung soll nun mit Bezug auf Fig. 10 beschrieben werden. Diese Beschreibung bezieht sich hauptsächlich auf solche Teile, die sich gegenüber der ersten Ausführungsform unterscheiden.

Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform darin, dass sich eine Öffnung 32a durch den unteren Teil der zentralen Durchführung D1 und die stromaufwärtige Durchführung DU erstreckt. Dadurch wird zusätzlich zu dem in Richtung auf die Saugöffnung 48 fließenden Luftstrom ein schwacher Luftstrom in der zentralen Durchführung D1 und der stromaufwärtigen Durchführung DU erzeugt.

Die Öffnung 32a ist in der unteren Platte 32 der zentralen Durchführung D1 ausgeformt. Die Rollen-Gestelle 13 sind an einem Wickler-Gestell 49 mit einer Saugöffnung 50 befestigt. Eine Luft-Durchführung 51, durch die ein mit einer Saug-Druckquelle erzeugter Saug-Luftstrom fließt, ist mit der Saugöffnung 50 verbunden. Die Breite der Öffnung 32a ist im wesentlichen genau so groß wie der Abstand zwischen den zwei Rollen-Gestellen 13, um zu verhindern, dass sich Baumwoll-Staub in dem die Öffnung 32a umgebenden Abschnitt sammelt und Baumwoll-Staub abgelagert wird. Die Seite jedes Rollen-Gestells 13 ist so geformt, dass sich die Breite an höheren Stellen in einer trapezförmigen Weise erhöht.

Eine Halb-pyramidenförmige hohle Führung 52, deren Querschnittsfläche sich an unteren Bereichen vermindert, ist zwischen der Öffnung 32a und der Saugöffnung 50 angeordnet. Der durch die Saug-Druckquelle erzeugte Saugdruck beeinflußt die Führung 52 an ihrem unteren Abschnitt.

Die unteren Enden der Seitenplatten 35a, 35b des Spinnband- Kanals 35 sind an einer mit dem oberen Abschnitt der Rollen-Gestelle 13 korrespondierenden Position angeordnet. Eine Platte 53, die mit der unteren Platte 35c bei der ersten Ausführungsform korrespondiert, ist horizontal an einer Position angeordnet, die geringfügig niedriger liegt, als die Achse der hinteren unteren Rollen 7c. Die Platte 53 weist einen Schlitz 53a auf, der sich von unter dem Führungsstab 36a zu dem Streckteil 2 erstreckt und eine Breite aufweist, die im wesentlichen die gleiche ist, wie diejenige der Spinnbänder S. Die verengenden Führungen 37 sind vertikal mit der Platte 53 an den äußeren Seiten des Schlitzes 53a angeordnet. An den inneren Seiten der Seitenplatten 35a, 35b ist eine diagonale Platte 54 angeordnet, die sich von dem ganz stromaufwärts liegenden Teil des Schlitzes 53a zu der unteren Platte 32 erstreckt.

Wenn die Streckvorrichtung 1 betrieben wird, fließt ein Saug-Luftstrom in Richtung auf die Saugöffnungen 48, 50 in den Durchführungen DU, D1, DL, die das Streckteil 2 aufnehmen. Der Saugdruck an der Saugöffnung 48 bewirkt, dass ein Luftstrom in Zuführrichtung zu den Spinnbändern S von der stromaufwärtigen Durchführung DU über die zentrale Durchführung D1 und die stromabwärtige Durchführung DL in Richtung auf die Saugöffnung 48 fließt.

In gleicher Weise erzeugt der Saugdruck in der Luft- Durchführung 51 einen Luftstrom, der durch die Öffnung 32a in der unteren Platte 32 und in Richtung auf die Saugöffnung 50 fließt. Der größte Teil des in dem Faser-Zuführteil 3 erzeugten Baumwoll-Staubes, des in dem Streckteil 2 erzeugten Baumwoll-Staubes einschließlich des Staubes, der ein höheres spezifisches Gewicht aufweist, sowie der durch die untere Putzeinrichtung (nicht gezeigt) von den unteren Rollen 7a bis 7c entfernte Baumwoll-Staub werden durch die Saugöffnung 50 über die Führung 52 in die Luft-Durchführung 51 gezogen und abgeführt.

Bei der zweiten Ausführungsform ist die Öffnung 32a an der unteren Platte 32 an einer Stelle vorgesehen, die mit dem Streckteil 2 und dem Faser-Zuführteil 3 korrespondiert. Die Führung 52 ist unter den Durchführungen DU, D1 angeordnet und liegt der Öffnung 32a gegenüber. Die Saugöffnung 50, an der der durch die Saug-Druckquelle erzeugte Saugdruck anliegt, ist an dem unteren Ende der Führung 52 angeordnet. Demzufolge wird Baumwoll-Staub mit großem spezifischen Gewicht und einem geringen Volumen in die Saugöffnung 50 gezogen und abgeführt, ohne dass er zu der Saugöffnung 48 an der stromabwärtigen Durchführung DL getragen wird. Somit kann Baumwoll-Staub abgeführt werden, ohne dass die Kraft des durch die Durchführungen DU, D1, DL fließenden Luftstroms erhöht werden muss. Somit besteht auch dann kein Problem mit der Abführung von Baumwoll-Staub, wenn die Zuführ-Geschwindigkeit 1000 m/min oder mehr erreicht, wodurch sich die Menge von pro Zeiteinheit erzeugtem Baumwoll-Staub erhöht.

Weiterhin hat die Öffnung 32a eine Breite, die im wesentlichen genau so groß ist, wie der Abstand zwischen den zwei Rollen-Gestellen 13, und die Führung 52 ist pyramidenförmig. Dadurch wird verhindert, dass sich Baumwoll-Staub an dem die Öffnung 32a umgebenden Abschnitt fängt oder dort abgelagert wird. Dies hat zur Folge, dass Baumwoll-Staub, der von dem Streckteil 2 und dem Faser-Zuführteil 3 herunterfällt, gleichmäßig zu der Saugöffnung 50 getragen wird. Für einen Fachmann ist es klar, dass die Erfindung in zahlreichen anderen spezifischen Formen ausgeführt werden kann, ohne von dem Inhalt und Schutzumfang der Erfindung abzuweichen. Es soll darauf hingewiesen werden, dass die Erfindung insbesondere im folgenden Formen ausgeführt werden kann. Bei allen oben erläuterten Ausführungsformen ist es möglich, dass nur die Durchführung D1 vorgesehen ist, um mindestens das Streckteil 2 an Stelle der Durchführungen DU, D1, DL aufzunehmen, die das Streckteil 2, das Faser- Zuführteil 3 und den gesamten, das Faser-Vließ verarbeitende Teil aufnehmen. In diesem Fall ist eine Saugöffnung in der Nähe des Auslasses der Durchführung angeordnet, um den Baumwoll-Staub einzusammeln. Der durch die Saug-Druckquelle erzeugte Saugdruck wird an die Saugöffnung angelegt. Zum Beispiel ist es möglich, nur die stromaufwärtige Durchführung DU zu entfernen. Bei einer anderen Option wird nur die stromabwärtige Durchführung DL weggelassen und die Saugöffnung 48 in der Nähe des Auslasses der zentralen Durchführung D1 angeordnet. Es können auch die stromaufwärtige Durchführung DU und die stromabwärtige Durchführung DL weggelassen werden, wobei die Saugöffnung 48 in der Nähe des Auslasses der zentralen Durchführung D1 angeordnet wird. Der meiste Baumwoll-Staub wird an dem Streckteil 2 erzeugt. Indem die Durchführung mindestens das Streckteil 2 aufnimmt und die Saugöffnung 48 in der Nähe des Auslasses der Durchführung D1 angeordnet wird, kann der durch die Streckvorrichtung 1 erzeugte Baumwoll-Staub wirksam abgeführt werden.

Anstelle die sich vertikal erstreckende Platte 45 zu verwenden, kann auch eine sich parallel zu dem Kräuselapparat 4 erstreckende Platte an der oberen Platte 9a gesichert werden. Dadurch kann der in Richtung auf die Saugöffnung 48gerichtete Strom gleichmäßiger fließen.

Die Seitenabdeckungen der stromaufwärtigen Durchführung DU und der stromabwärtigen Durchführung DL können integral mit der Hauptabdeckung 9 ausgebildet sein. Zum Beispiel kann zumindest eine der Seitenplatten 35a, 35b des Spinnband- Kanals 35 durch Biegen der oberen Platte 9a gebildet werden. Weiterhin können die Seitenplatten 35a, 35b an die obere Platte 9a geschweißt sein. In diesem Fall ist die unterer Platte 35c getrennt von den Seitenplatten 35a, 35b ausgebildet. Anstelle der Verwendung der Hilfsabdeckungen 10a, 10b als Seitenabdeckungen der stromaufwärtigen Durchführung DU kann die obere Platte 9a so gebogen sein, dass sie die Seitenabdeckungen bildet.

Anstelle der Verwendung von mehreren Abdeckungen 9, 10a, 10b kann auch eine einzige Abdeckung verwendet werden. Dadurch wird die Anzahl von Teilen vermindert.

Auf die Funktion der Hauptabdeckung 9 als ein Träger für die oberen Rollen 8a bis 8c und die Druckeinrichtung 38 kann auch verzichtet werden, wenn die Hauptabdeckung 9 hauptsächlich zum Dämpfen des Geräusches des Streckteils 2 und zur Verbesserung der äußeren Erscheinung der Streckvorrichtung 1 verwendet werden soll. Zum Beispiel können die Durchführungen DU, D1, DL und ein Streckteil 2, die jeweils ähnlich denen bei den oben beschriebenen Ausführungsformen sind, unabhängig voneinander innerhalb der Hauptabdeckung 9 angeordnet werden. In der gleichen Weise wie bei der bekannten Streckvorrichtung 90 kann ein Mechanismus verwendet werden, der die oberen Rollen 97a, 97b, 97c und eine Druckstange (Plunger) mit einem Paar von oberen Armen trägt. In diesem Fall kann der Mechanismus in einer Durchführung angeordnet sein.

Die Führung 52 muß nicht pyramidenförmig sein, sondern kann auch eine konische Form aufweisen. Weiterhin kann die Führung 52 auch eine kastenähnliche Form mit konstanter Breite haben und eine Länge aufweisen, die an unteren Stellen geringer ist. Schließlich kann die mit der Luftdurchführung 51 verbundene Saugöffnung 50 in den Seitenwänden der Führung 52 vorgesehen sein.

Die Streckvorrichtung 1 ist nicht auf Zugrahmen beschränkt und kann in einer Spinnmaschine mit einem Faser-Zuführteil verwendet werden, das stromaufwärts des Streckteils angeordnet ist, Spinnbänder einem Streckteil zuführt und ein Verarbeitungsteil für ein Faservließ aufweist, das die durch das Streckteil zu Spinnbändern oder Wicklungen gezogenen Faservließe verarbeitet. Solche Spinnmaschinen umfassen Spinnband-Wickel-Maschinen und Kämmmaschinen.

Somit dienen die dargestellten Beispiele und Ausführungsformen nur zur Verdeutlichung der Erfindung und begrenzen diese nicht auf die beschriebenen Einzelheiten. Diese können vielmehr im Rahmen des Schutzumfangs und der Äquivalenz der folgenden Ansprüche modifiziert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Streckvorrichtung mit einem Streckteil (2) mit einer Mehrzahl von positiv gedrehten unteren Rollen (7a bis 7c) und einer Mehrzahl von oberen Rollen (8a bis 8c), die zum Zusammenwirken mit den entsprechenden unteren Rollen (7a bis 7c) angeordnet sind, wobei die oberen Rollen (8a bis Sc) mit einer Druckeinrichtung (38) gegen die unteren Rollen (7a bis 7c) gedrückt werden, mit einem Faser-Zuführteil (3), das stromaufwärts des Streckteils (2) angeordnet ist, zum Zuführen von Spinnbändern (S) zu dem Streckteil (2), konvergierenden Elementen (4, 5), die stromabwärts des Streckteils (2) angeordnet sind, zum Konvergieren eines durch das Streckteil (2) gezogenen Faser-Vließes (F) zum Übergeben eines Spinnbandes (S), sowie einem Paar von Kalanderrollen (6a, 6b), die stromabwärts der konvergierenden Elemente (4, 5) angeordnet sind, gekennzeichnet durch:

    eine Durchführung (DU, D1, DL), die mindestens das Streckteil (2) bedeckt; und

    eine Saugöffnung -(48), die in der Nähe eines Auslasses der Durchführung (DU, D1, DL) angeordnet ist, um Baumwoll-Staub zu sammeln, wobei auf die Saugöffnung (48) mit einer Saug- Druckquelle ein Saugdruck ausgeübt wird.
  2. 2. Streckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung (DU, D1, DL) das Faser-Zuführteil (3), das Streckteil (2), die konvergierenden Elemente (4, 5) und die Kalanderrollen (6a, 6b) bedeckt.
  3. 3. Streckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung umfasst:

    eine obere Platte (9a), die über den oberen Rollen (8a bis 8c) angeordnet ist;

    ein Paar von Seitenplatten (9b, 9c), wobei die Seitenplatten (9b, 9c) an entsprechenden gegenüberliegenden Seiten der oberen Platte (9a) angeordnet sind;

    eine untere Platte (32), die unter dem Faser-Zuführteil (3) und dem Streckteil (2) angeordnet ist; und

    eine vordere Platte (45), die an einer vorderen Seite des Streckteils (2) angeordnet ist.
  4. 4. Streckvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Platte (9a) schwenkbar mit einer Welle (11) gehalten ist, die stromaufwärts des Faser-Zuführteils (3) und höher als das Faser- Zuführteil (3) angeordnet ist, wobei die obere Platte (9a) selektiv in einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung gehalten wird.
  5. 5. Streckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinrichtung (38) an der oberen Platte (9a) gesichert ist und die oberen Rollen (8a bis 8c) gegen die entsprechenden unteren Rollen (7a bis 7c) drückt, wenn die obere Platte (9a) in der geschlossenen Stellung gehalten wird.
  6. 6. Streckvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Platte (9a) ein Loch (9d) aufweist, wobei ein Halter (15) an der unteren Fläche der oberen Platte (9a) gesichert ist, sich durch das Loch (9d) in der oberen Platte (9a) erstreckt und einen Plunger (23) zum Drücken der oberen Rollen (8a bis 8c) umfasst, und wobei Träger (20) an dem Halter (15) befestigt sind und mit Endbuchsen (16) an den oberen Rollen (8a bis 8c) eingreifen, um die oberen Rollen (8a bis 8c) zu halten.
  7. 7. Streckvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Wischstab (30), der mit dem Halter (15) über einen Wischstab-Halter (28) verbunden ist, zum Entfernen von Baumwoll-Staub von einem Gummimantel (31) jeder oberen Rolle (8a bis 8c), wenn der Wischstab (30) den Gummimantel (31) berührt.
  8. 8. Streckvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (9d) eine längliche Form aufweist, an einer mit den Endbuchsen (16) der oberen Rollen (8a bis 8c) korrespondierenden Stelle gebildet ist und sich in der Zuführrichtung des Faser-Vließes (F) erstreckt, wobei eine Führung (17), die mit dem Halter (15) eingreift, an der unteren Fläche der oberen Platte (9a) nahe des länglichen Lochs angeordnet ist.
  9. 9. Streckvorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Paar von Rollen-Gestellen (13) zum Halten der Enden der unteren Rollen (7a bis 7c), wobei die Breite der oberen Platte (9a) im wesentlichen so groß ist, wie der Abstand zwischen den äußeren Seiten der Rollen- Gestelle (13), und die Länge der oberen Platte (9a) größer ist, als der Abstand zwischen dem Faser-Zuführteil (3) und den Kalanderrollen (6a, 6b).
  10. 10. Streckvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung eine zentrale Durchführung (D1) zum Bedecken des Streckteils (2), eine stromaufwärtige Durchführung (DU), die stromaufwärts der zentralen Durchführung (D1) liegt, sowie eine stromabwärtige Durchführung (DL), die stromabwärts der zentralen Durchführung (D1) liegt, umfasst.
  11. 11. Streckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil jeder Seitenplatte (9b, 9c) integral mit der oberen Platte (9a) ausgebildet ist.
  12. 12. Streckvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Platte (32) eine Öffnung (32a) an einer mit dem Streckteil (2) und dem Faser-Zuführteil (3) korrespondierenden Position sowie eine hohle Führung (52) mit einer Querschnittsfläche aufweist, die sich an unteren Positionen verkleinert, die unter der Durchführung (DU, D1, DL) gegenüber der Öffnung (32a) angeordnet ist, wobei ein mit einer Saug-Druckquelle erzeugter Saugdruck auf die Führung (52) ausgeübt wird.
  13. 13. Streckvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, gekennzeichnet durch Abdeckungen zum Bedecken der gesamten Streckvorrichtung, wobei die Abdeckungen eine Hauptabdeckung (9), die sich in Richtung der Zuführrichtung des Faser-Vließes (F) erstreckt, und Hilfsabdeckungen (10a, 10b) umfassen, die an gegenüberliegenden Seiten der Hauptabdeckung (9) angeordnet sind, wobei die obere Platte (9a) einen Teil der Hauptabdeckung (9) bildet und die Hauptabdeckung (9) und die Hilfsabdeckungen (10a, 10b) unabhängig voneinander sind und jeweils selektiv in einer geöffneten Position und einer geschlossenen Position gehalten werden.
  14. 14. Verfahren zum Reinigen einer Streckvorrichtung mit einem Streckteil (2) mit einer Mehrzahl von positiv gedrehten unteren Rollen (7a bis 7c) und einer Mehrzahl von oberen Rollen (8a bis 8c), die zum Zusammenwirken mit den entsprechenden unteren Rollen (7a bis 7c) angeordnet sind, wobei die oberen Rollen (8a bis 8c) mit einer Druckeinrichtung (38) gegen die unteren Rollen (7a bis 7c) gedrückt werden, mit einem Faser-Zuführteil (3), das stromaufwärts des Streckteils (2) angeordnet ist, zum Zuführen von Spinnbändern (5) zu dem Streckteil (2), Verarbeitungselementen (4, 5), die stromabwärts des Streckteils (2) angeordnet sind, zum Verarbeiten eines durch das Streckteil (2) gezogenen Fasern-Vließes (F) zu einem Spinnband oder einer Wicklung, wobei das Verfahren zum Reinigen vier Streckvorrichtung gekennzeichnet ist durch folgende Schritte:

    Bedecken mindestens des Streckteils (2) mit einer Durchführung (DU, D1, DL);

    Anordnen einer Saugöffnung (48) in der Nähe eines Auslasses der Durchführung (DU, D1, DL) zum Sammeln von Baumwoll- Staub;

    Verhindern einer Verbreitung von Baumwoll-Staub mit der Durchführung; und

    Einziehen von Luft aus der Durchführung (DU, D1, DL) durch die Saugöffnung (48).






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