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Dokumentenidentifikation DE69610579T2 15.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0745490
Titel Verfahren zur Herstellung eines Bildaufzeichnungselements
Anmelder Kodak Polychrome Graphics LLC, Norwalk, Conn., US
Erfinder Tutt, Lee William, Rochester, New York 14650-2201, US;
Frizelle, Gerald Thomas, Rochester, New York 14650-2201, US;
Kaszczuk, Linda, Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69610579
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.1996
EP-Aktenzeichen 962014817
EP-Offenlegungsdatum 04.12.1996
EP date of grant 11.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/24
IPC-Nebenklasse B41M 7/00   B41C 1/10   H05K 3/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf bilderzeugende Elemente und im besonderen auf ein neues Verfahren zur Herstellung bilderzeugenden Elemente. Genauer bezieht sich diese Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines bilderzeugenden Elements, wobei ein Bild auf einem ersten Element erzeugt wird und anschließend durch die Schritte Laminieren und Abziehen vom ersten Element auf ein zweites Element übertragen wird. Das erfindungsgemäße Verfahren findet besonders Anwendung in der Herstellung lithographischer Druckplatten, kann aber auch in anderen verwandten Gebieten wie bei der Herstellung von Leiterplatten angewendet werden.

Die Kunst des lithographischen Druckes basiert auf der Nichtmischbarkeit von Öl und Wasser, wobei die ölige Substanz oder Druckfarbe vorzugsweise an den Bildbereichen zurückgehalten wird und das Wasser oder Feuchtmittel vorzugsweise an den Nichtbildbereichen zurückgehalten wird. Wenn eine angemessen hergestellte Oberfläche mit Wasser befeuchtet und anschließend mit Druckfarbe behandelt wird, hält der Hintergrund oder Nichtbildbereich das Wasser zurück und stößt die Druckfarbe ab, während der Bildbereich die Druckfarbe annimmt und das Wasser abstößt. Die Druckfarbe auf dem Bildbereich wird anschließend auf die Oberfläche des Materials übertragen, worauf das Bild gedruckt werden soll, wie Papier, Stoff und dergleichen. Im allgemeinen wird die Druckfarbe auf ein Intermediat übertragen, das Gummituch genannt wird, das wiederum die Druckfarbe auf die Oberfläche des Materials überträgt, worauf das Bild gedruckt werden soll.

Aluminium wird seit vielen Jahren als Trägermaterial für lithographische Druckplatten verwendet. Um Aluminium auf eine derartige Verwendung vorzubereiten, ist es üblich, daß man es sowohl einem Aufrauhverfahren als auch einem anschließenden Anodisierungsverfahren unterzieht. Das Aufrauhverfahren dient dazu, die Adhäsion der anschließend aufgebrachten strahlungsempfindlichen Beschichtung zu verbessern und die wasserannehmenden Eigenschaften der Hintergrundflächen der Druckplatte zu verstärken. Das Aufrauhen beeinflußt sowohl die Performance als auch die Lebensdauer der Druckplatte und die Qualität des Auf rauhens ist ein kritischer Faktor, der die Gesamtqualität der Druckplatte bestimmt. Ein feines, gleichmäßiges Aufrauhen, frei von Gruben, ist unentbehrlich, um die höchste Qualität zu erhalten.

Sowohl mechanische als auch elektrolytische Aufrauhverfahren sind wohlbekannt und werden zur Herstellung lithographischer Druckplatten häufig angewandt. Optimale Ergebnisse erhält man üblicherweise, indem man elektrolytisches Aufrauhen anwendet, welches in der Technik auch als elektrochemisches Schleifen oder elektrochemisches Aufrauhen bezeichnet wird. Außerdem gibt es ziemlich viele verschiedene Verfahren für das elektrolytische Aufrauhen, welche für den Einsatz zur Herstellung von lithographischen Druckplatten vorgeschlagen werden.

Verfahren für das elektrolytische Aufrauhen werden z. B. in den US Patenten, 3,755,116, 3,887,447, 3,935,080, 4,087,341, 4,201,836, 4,272,342, 4,294,672, 4,301,229, 4,396,468, 4,427,500, 4,468,295, 4,476,006, 4,482,434, 4,545,875, 4,548,683, 4,564, 429, 4,581,996, 4,618,405, 4,735,696, 4,897,168 und 4,919,774 beschrieben.

Zur Herstellung lithographischer Druckplatten wird dem Aufrauhverfahren üblicherweise ein Anodisierungsverfahren angeschlossen, wobei eine Säure wie Schwefel- oder Phosphorsäure verwendet werden. Dem Anodisierungsverfahren wird üblicherweise ein Verfahren angeschlossen, wodurch die Oberfläche hydrophil gemacht wird, wie ein Verfahren zur thermischen Silikatbehandlung oder elektrischen Silikatbehandlung. Der Anodisierungsschritt dient dazu, eine anodische Oxidschicht zu erzeugen und wird vorzugsweise so ausgeführt, daß eine Schicht von mindestens 0,3 g/m² entsteht. Verfahren zur Anodisierung von Aluminium, um eine anodische Oxidbeschichtung herzustellen und anschließend die anodisierte Oberfläche durch Techniken wie Silikatbehandlung zu hydrophilisieren, sind in der Technik wohl bekannt und bedürfen hier keiner weiteren Beschreibung.

Unter den vielen Patenten, die sich auf Verfahren zur Anodisierung lithographischer Druckplatten beziehen, sind U. S. 2,594,289, 2,703,781, 3,227,639, 3,511,661, 3,804,731, 3,915,811, 3,988,217, 4,022,670, 4,115,211, 4,229,266, und 4,647,346. Beispiele für die vielen Materialien, die benutzt werden, um hydrophile Sperrschichten herzustellen, sind Polyvinylphosphonsäure, Polyacrylsäure, Polyacrylamid, Silikate, Zirkonate und Titanate. Unter den vielen Patenten, die sich auf hydrophile Sperrschichten beziehen, die für lithographische Druckplatten verwendet werden, sind U. S. 2,714,066, 3,181,461, 3,220,832, 3,265,504, 3,276,868, 3,549,365, 4,090,880, 4,153,461, 4,376,914, 4,383,987, 4,399,021, 4,427,765, 4,427,766, 4,448,647, 4,452,674, 4,458,005, 4,492,616, 4,578,156, 4,689,272, 4,935,332 und das europäische Patent Nr. 190,643.

Das Aluminium wird einem Anodisierungsverfahren unterzogen, um eine Oxidschicht zu erzeugen, die porös ist. Die Porengröße kann, in Abhängigkeit der beim Anodisierungsverfahren angewandten Reaktionsbedingungen, stark variieren, liegt aber üblicherweise im Bereich von 0,1 bis 10 Mikrometer. Die Verwendung von hydrophilen Sperrschichten ist optional, wird aber bevorzugt. Unabhängig davon ob eine Sperrschicht verwendet wird, ist der Träger aus Aluminium dadurch gekennzeichnet, daß er eine poröse, abriebbeständige, hydrophile Oberfläche hat, die ihn speziell an den Gebrauch für den lithographischen Druck anpaßt, besonders wenn hohe Auflagen erforderlich sind.

Eine große Vielfalt an strahlungsempfindlichen Substanzen, die dafür geeignet sind, Bilder für lithographische Druckverfahren zu erzeugen, sind bekannt. Es eignen sich dafür sämtliche strahlungsempfindliche Schichten, die nach der Bestrahlung und einem nötigen Entwickeln und/oder Fixieren eine Fläche ausbilden, die einem Bild entspricht und die für den Druck verwendet werden kann.

Gebräuchliche negativ-arbeitende Zusammensetzung schließen solche ein, die Diazoharze, durch Licht vernetzbare Polymere und durch Licht polymerisierbare Zusammensetzungen umfassen. Gebräuchliche positiv-arbeitende Zusammensetzungen schließen aromatische Diazooxide, wie Benzochinondiazide und Naphthochinondiazide ein.

Lithographische Druckplatten des oben beschriebenen Typs werden üblicherweise nach der bildweisen Bestrahlung mit einer Entwicklerlösung entwickelt. Die Entwicklerlösung, die dazu verwendet wird, um die Nicht-Bildbereiche der bilderzeugenden Schicht zu entfernen und dabei den darunterliegenden porösen hydrophilen Träger freizulegen, ist typischerweise eine wäßrige, alkalische Lösung und enthält häufig eine beträchtliche Menge an organischen Lösemitteln. Die Notwendigkeit beträchtliche Mengen alkalischer Entwicklerlösungen einzusetzen und zu entsorgen, war in der Drucktechnik lange Zeit ein Grund für große Besorgnis.

Seit vielen Jahren wurden Versuche unternommen, um eine Druckplatte herzustellen, die keine Entwicklung mit alkalischer Entwicklerlösung benötigt. Beispiele von den vielen Patenten und veröffentlichten Patentanmeldungen, welche sich auf frühere derartige Versuche beziehen, sind:

(1) Caddell, US-A-3,549,733, erteilt am 22. Dezember 1970.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte, wobei eine polymere Oberflächenschicht einer gesteuerten Laserstrahlung mit ausreichender Intensität ausgesetzt ist um die Schicht zu zersetzen und dadurch Vertiefungen in der Oberfläche der Platte zu erzeugen.

(2) Burnett, US-A-3,574,657, erteilt am 13. April 1971.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte, wobei ein Bild dadurch entsteht, daß eine Beschichtung aus gehärtetem allylischem Harz einem Hitzemuster ausgesetzt wird.

(3) Mukherjee, US-A-3,793,033, erteilt am 19. Februar 1974.

Dieses Patent beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger und eine hydrophile, bilderzeugende Schicht, umfassend ein Phenolharz, einen Hydroxyethylzelluloseether und einen Photoinitiator. Nach der bildweisen Bestrahlung wird die bilderzeugende Schicht an den bestrahlten Flächen oleophil, während die nicht bestrahlten Flächen hydrophil bleiben und daher unter Verwendung herkömmlicher Druckfarben und Feuchtmittel in einer lithographischen Druckmaschine benutzt werden kann, ohne die Notwendigkeit eines Entwicklungsschrittes und daher ohne die Notwendigkeit einer Entwicklerlösung.

(4) Baker, US-A-3,832,948, erteilt am 3. September 1974.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte, wobei auf der Oberfläche dadurch ein Relief gebildet wird, daß kohärente Strahlung über die Oberfläche eines strahlungsabsorbierenden, dünnen Films, der auf ein Plastiksubstrat aufgebracht ist, geführt wird.

(5) Eames, US-A-3,962,513, erteilt am 8. Juni 1976.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte, wobei ein Übertragungsfilm, umfassend ein transparentes Substrat, eine Schicht umfassend Partikel, die die Laserenergie absorbieren und eine Schicht aus Druckfarbe annehmendem Harz einem Laserstrahl ausgesetzt sind, um die Übertragung auf eine lithographische Oberfläche zu bewirken.

(6) Peterson, US-A-3,964,389, erteilt am 22. Juni 1976.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Druckplatte, wobei ein Übertragungsfilm, umfassend ein transparentes Substrat und eine Schicht umfassend Partikel, die die Laserenergie absorbieren, einem Laserstrahl ausgesetzt sind, um die Übertragung auf eine lithographische Oberfläche zu bewirken.

(7) Uhlig, US-A-4,034,183, erteilt am 5. Juli 1977.

Dieses Patent beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger und eine hydrophile, bilderzeugende Schicht, die bildweise einer Laserstrahlung ausgesetzt wird, um die bestrahlten Flächen oleophil zu machen und dadurch eine Oberfläche für den lithographischen Druck herzustellen. Die Druckplatte kann auf einer lithographischen Druckmaschine eingesetzt werden, die mit gewöhnlichen Druckfarben und Feuchtmitteln arbeitet, ohne die Notwendigkeit eines Entwicklungsschrittes. Wenn die hydrophile, bilderzeugende Schicht wasserunlöslich ist, dienen die unbestrahlten Flächen dieser Schicht als Bild- Hintergrund. Wenn die hydrophile, bilderzeugende Schicht wasserlöslich ist, muß der verwendete Träger hydrophil sein und in diesem Fall wird die bilderzeugende Schicht an den unbestrahlten Flächen durch das Feuchtmittel entfernt, um den darunterliegenden hydrophilen Träger freizulegen.

(8) Caddell et al., US-A-4,054,094, erteilt am 18. Oktober 1977.

Dieses Patent beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger, eine polymere Schicht auf diesem Träger und eine dünne Oberflächenbeschichtung aus einem harten, hydrophilen Material auf der polymeren Schicht. Ein Laserstrahl wird verwendet, um die Oberfläche der Platte zu ätzen und sie dadurch so zu verändern, daß sie an den geätzten Flächen Druckfarbe annehmen kann und an den nicht geätzten Flächen Wasser annehmen kann.

(9) Kitajima et al., US-A-4,334,006, erteilt am 8. Juni 1982.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines Bildes, wobei ein lichtempfindliches Material, bestehend aus einem Träger und einer Schicht aus einer lichtempfindlichen Zusammensetzung, bestrahlt und dadurch entwickelt wird, daß sie in engem Kontakt mit einer abziehbaren Entwicklungsträgerfolie erhitzt wird und anschließend die Trägerfolie von dem lichtempfindlichen Material abgezogen wird.

(10) Schwartz et al., US-A-4,693,958, erteilt am 15. September 1987.

Dieses Patent beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger und eine hydrophile, wasserlösliche, wärmehärtbare, bilderzeugende Schicht, die bildweise durch geeignete Mittel, wie einem Strahl eines Infrarotlasers, bestrahlt wird um die bilderzeugende Schicht an den bestrahlten Flächen zu härten und somit lipophil werden zu lassen. Die nicht gehärteten Anteile der bilderzeugenden Schicht können anschließend durch einfaches Ausspülen mit Wasser entfernt werden.

(11) Fromson et al., US-A-4,731,317, erteilt am 15. März 1988.

Dieses Patent beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger aus aufgerauhtem und anodisiertem Aluminium, worauf eine Beschichtung aufgebracht ist, die ein Diazoharz im Gemisch mit einem partikulären energieabsorbierenden Material umfaßt, das die einfallende Strahlung absorbiert und als Strahlung wieder abgibt, was die Diazoharzbeschichtung verändert.

(12) Hirai et al., US-A-5,238,778, erteilt am 24. August 1993.

Dieses Patent beschreibt ein Verfahren, um eine lithographische Druckplatte herzustellen, wobei ein Element verwendet wird, umfassend einen Träger mit einer darauf aufgebrachten wärmeübertragenden Beschichtung, die einen Farbstoff, eine in der Wärme schmelzbare Substanz und eine lichthärtbare Zusammensetzung enthält. Wärme wird in einem Bildmuster angewendet, um das Bild auf das Aufzeichnungsmaterial zu übertragen, das eine hydrophile Oberfläche hat und das übertragene Bild wird anschließend einer aktinischen Strahlung ausgesetzt, um es härten zu lassen.

(13) Lewis et al., US-A-5,353,705, erteilt am 11. Oktober 1994.

Dieses Patent beschreibt lithographische Druckplatten, die dafür geeignet sind, um durch Laservorrichtungen, die eine oder mehrere Schichten abtragen, die eine Sekundär- Abtragungsschicht umfassen, die als Folge der Zerstörung der darüberliegenden Schichten, nur teilweise abgetragen wird, ein Bild zu erzeugen.

(14) Lewis et al., US-A-5,385,092, erteilt am 31. Januar 1994.

Dieses Patent beschreibt lithographische Druckplatten, die dafür vorgesehen sind, um durch Bestrahlung mit Lasern, die im infraroten Bereich emittieren, ein Bild zu erzeugen. Sowohl nasse Platten, die Feuchtmittel während des Drucks verwenden, als auch trockene Platten, wobei die Druckfarbe direkt verwendet wird, werden beschrieben. Die Laserstrahlung trägt entweder eine oder mehrere Schichten ab oder verändert die Oberflächenbeschichtung physikalisch so, daß die bestrahlten Flächen eine Anziehung auf die Druckfarbe oder eine die Druckfarbe abweisende Flüssigkeit, wie Feuchtmittel, ausüben, was sie von den unbestrahlten Flächen unterscheidet.

(15) Reardon et al., US-A-5,395,729, erteilt am 7. März 1995.

Dieses Patent beschreibt ein laserinduziertes, thermisches Übertragungsverfahren, das für Anwendungen wie Farbproofherstellung und Lithographie nützlich ist. Bei diesem Verfahren wird ein Aufbau, umfassend ein Donorelement und ein Akzeptorelement, bildweise mit einem Laser bestrahlt. Das Donorelement wird vom Akzeptorelement getrennt und das Ak zeptorelement wird nach der Übertragung einer Behandlung unterzogen, um eine Rückübertragung im wesentlichen zu verhindern.

(16) Europäische Patentanmeldung Nr. 0 001 068, veröffentlicht am 21. März 1979.

Diese Patentanmeldung beschreibt ein Verfahren, womit lithographische Druckplatten dadurch hergestellt werden, daß ein Aluminiumträger mit einer hydrophilen, porösen anodischen Oxidschicht darauf bereitgestellt wird und ein oleophiles Bild durch Sublimation in und auf die poröse Schicht abgeschieden wird.

(17) Europäische Patentanmeldung Nr. 0 573 091, veröffentlicht am 8. Dezember 1993.

Diese Patentanmeldung beschreibt eine lithographische Druckplatte, umfassend einen Träger mit einer oleophilen Oberfläche, einer Aufzeichnungsschicht, die Laserlicht in Wärme konvertieren kann und eine oleophobe Oberflächenschicht. Die Aufzeichnungsschicht und die oleophobe Oberflächenschicht können die gleiche Schicht oder unterschiedliche Schichten sein. Die Druckplatte wird mit einem Laserstrahl bildweise bestrahlt und wird anschließend abgerieben, um die oleophobe Oberflächenschicht an den bestrahlten Flächen zu entfernen, so daß die darunterliegende oleophile Oberfläche freigelegt wird und dabei eine lithographische Druckoberfläche entsteht.

WO 95/05623 offenbart eine Variante von Laserablationstransferabbildung ("LAT") auf spezielle intermediäre Rezeptorelemente.

Lithographische Druckplatten, die bisher vorgeschlagen wurden und darauf zugeschnitten sind, die Notwendigkeit einer Entwicklerlösung zu vermeiden, weisen einen oder mehrere Nachteile auf, die deren Einsatzfähigkeit begrenzen. Es mangelte ihnen z. B. an einer ausreichenden Unterscheidung zwischen oleophilen Bildbereichen und hydrophilen Nichtbildbereichen, mit dem Ergebnis, daß die Bildqualität beim Drucken schlecht ist oder sie haben oleophile Bildbereiche, die nicht genügend beständig waren, um hohe Auflagen zu erlauben oder sie hatten hydrophile Nichtbildbereiche, die leicht zerkratzt und abgenutzt wurden oder sie wurden übertrieben aufwendig und teuer auf Grund der Notwendigkeit, verschiedene Schichten auf den Träger aufzubringen.

Gegenstand dieser Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren für die Herstellung eines bilderzeugenden Elements, wie einer lithographischen Druckplatte bereitzustellen, das keine alkalischen Entwicklerlösungen benötigt, einfach und preiswert ist und das viele der Einschränkungen und Nachteile des momentanen Standes der Technik nicht mehr aufweist.

Gemäß dieser Erfindung wird ein bilderzeugendes Element hergestellt aus getrennten bildabgebenden und bildaufnehmenden Elementen durch ein Verfahren umfassend die Schritte:

(1) Bereitstellen eines ersten Elements, das als ein bildaufnehmendes Element dient, wobei das erste Element einen Träger und eine bilderzeugende Schicht umfaßt, die im infraroten Bereich absorbiert,

(2) Bereitstellen eines zweiten Elements, das als ein bildaufnehmendes Element dient,

(3) Erzeugen eines Bilds auf dem ersten Element durch bildweise, mittels Infrarotlaser induzierter thermischer Ablation der bilderzeugenden Schicht,

und danach:

Übertragen des Bildes vom ersten Element auf das zweite Element durch die Schritte: Laminieren des ersten Elements auf das zweite Element und das anschließende Abziehen des ersten Elements vom zweiten Element, wobei der Grad der Absorption der bilderzeugenden Schicht im infraroten Bereich für einen im infraroten Bereich emittierenden Laser für die thermische Ablation ausreichend ist und das Bild eine Bindung mit der Oberfläche des zweiten Elements ausbildet, die stärker ist, als die Bindung zwischen Bild und Träger, so daß der Träger nach dem Laminieren abgezogen werden kann.

In einer Ausführungsform dieser Erfindung, ist das hergestellte bilderzeugende Element eine lithographische Druckplatte. Diese Ausführungsform erfordert, daß die abbildende Schicht sowohl oleophil ist als auch im infraroten Bereich absorbiert und daß das bildaufnehmende Element eine hydrophile Oberfläche hat, worauf das Bild übertragen wird. Für die Verwendung in dieser Ausführungsform wird ein bildaufnehmendes Element aus einem Aluminiumträger bevorzugt, der sowohl aufgerauht und anodisiert worden ist, um eine beständige hydrophile Oberfläche bereitzustellen.

In einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung, ist das bilderzeugende Element eines, das für die Herstellung von Leiterplatten verwendet wird. Bei diesem Verfahren wird das Bild auf ein Metall- oder ein metallbeschichtetes Substrat übertragen und dient als Maske, um den nachfolgenden Ätzschritt auszuführen.

In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung umfaßt das bildabgebende Element nicht nur einen Träger und eine bilderzeugende Schicht sondern auch eine oder zwei Ablöseschichten, die sich zwischen dem Träger und der bilderzeugenden Schicht befinden und eine Klebeschicht, die die bilderzeugende Schicht bedeckt. Die Funktion der Ablöse schicht ist es, das Abziehen des Trägers vom Bild nach dem Laminierungsschritt zu unterstützen, während es die Funktion der Klebeschicht ist, die Bindung des Bildes zum bildaufnehmenden Element zu verstärken.

Die Erfindung bietet den wichtigen Vorteil, daß das bildabgebende Element biegsam sein kann und daher um eine Trommel gelegt werden kann, um die Abbildung durch Laser zu unterstützen, während das bildaufnehmende Element je nach Wunsch biegsam, etwas starrer oder starr sein kann. Der Träger für das bildabgebende Element hat nur eine temporäre Funktion und wird dementsprechend aus relativ preiswerten, formbeständigen, biegsamen Materialien wie Polyesterfilmen hergestellt. Die Natur des bildaufnehmenden Elements hängt vom Produkt ab, das hergestellt werden soll und ein derartiges Element kann z. B. ein konventioneller lithographischer Träger sein, wie aufgerauhtes und anodisiertes Aluminium, eine Leiterplatte oder jedes andere entsprechende Substrat, auf das man ein Bild übertragen will.

Bei der vorliegenden Erfindung wird das Bild in der bilderzeugenden Schicht des bildabgebenden Elements durch Entfernen der Hintergrundbereiche durch die Technik der laserinduzierten thermischen Ablation erzeugt. Für die Ausführung einer derartigen Technik wird ein Laser benutzt, der im infraroten Bereich emittiert und die bilderzeugende Schicht muß im infraroten Bereich ausreichend absorptionsfähig sein, um eine bildweise Erzeugung von Wärme zu gewährleisten, die ausreicht, um die Hintergrundflächen durch thermische Ablation zu entfernen. Ein derartiger Gebrauch eines Lasers ermöglicht es, das hohe Maß an Bildauflösung zu erhalten, welches für lithographische Druckplatten benötigt wird. Der Einsatz des Lasers entfernt die bilderzeugende Schicht effektiv und jegliche darüberliegende Klebeschicht oder darunterliegende Ablöseschicht, um so den Träger in den Hintergrundbereichen freizulegen. Die Laminierung wird durch den Gebrauch konventioneller Laminiergeräte wie jener ausgeführt, die geheizte Druckwalzen verwenden und der Schritt des Abziehens entfernt den Träger, so daß das gesamte Bild sauber auf das bildaufnehmende Element übertragen wird und fest daran gebunden wird.

Die Erfindung ist besonders vorteilhaft für die Herstellung lithographischer Druckplatten, da sie die Notwendigkeit einer Entwicklerlösung vermeidet. Darüber hinaus ist sie in der Lage, ein beständiges oleophiles Bild, hydrophile Nichtbildbereiche, die sehr widerstandsfähig gegen Kratzer oder andere Schädigungen sind und eine hervorragende Unterscheidung zwischen oleophilen Bildbereichen und hydrophilen Nichtbildbereichen bereitzustellen, was zu einer hohen Qualität der lithographischen Druckoberfläche führt. Weitere Vorteile dieser Erfindung beinhalten die Tatsache, daß sie in der Lage ist, konventionelle lithographische Träger zu verwenden, wie aufgerauhtes und anodisiertes Aluminium, daß sie gut an den Gebrauch mit preiswerten Laminiergeräten angepaßt ist und daß sie gut an den Gebrauch mit konventionellen bilderzeugenden Einheiten angepaßt ist, die Infrarotlaser verwenden, die sowohl Blattvorschub- als auch Rollenvorschubeinheiten beinhalten. Ein effektiver Einsatz dieses Verfahrens für die Herstellung lithographischer Druckplatten, das Träger aus Aluminium einsetzt, wird durch die Tatsache gestützt, daß das übertragene Bild fest an die poröse, abriebbeständige, hydrophile Oberfläche aus anodisiertem Aluminium gebunden wird.

Wesentliche Aspekte der vorliegenden Erfindung schließen den Gebrauch eines bildabgebenden Elements ein, das einen temporären Träger benötigt, von dem das Bild leicht entfernt werden kann und ein bildaufnehmendes Element, das von einer solchen Art ist, daß das Bild fest daran gebunden werden kann.

Wie oben beschrieben, sind ein Träger und eine bilderzeugende Schicht, die im infraroten Bereich absorbiert, essentielle Bestandteile des bildabgebenden Elements. Zum bildabgebenden Element kann zudem auch eine oder zwei Ablöseschichten und eine Klebeschicht gehören, die anschließend im Detail beschrieben werden.

Der Träger für das bildabgebende Element kann jeder geeignete Träger sein, der mit einer im infraroten Bereich absorbierenden, bilderzeugenden Schicht beschichtet werden kann. Bevorzugte Träger sind biegsame, polymere Filme. Polyethylenterephthalat, Polyethylennaphthalat, Poly-1,4-cyclohexandiemethylenterephthalat, Polyvinylchlorid, Polyimid, Polycarbonat, Polystyrol, Zelluloseacetat, Zelluloseacetatpropionat, Zelluloseacetatbutyrat und dergleichen gehören zu den Beispielen für geeignete Trägermaterialien. Um die Adhäsion zu regulieren, kann die Oberfläche des Trägers mit verschiedenen Verfahren behandelt werden, zu denen Corona-Entladung, Glühentladung, UV-Bestrahlung oder Waschen mit Lösemitteln gehört oder die Oberfläche des Trägers kann mit Polymeren überzogen werden, wie Vinylidenchlorid enthaltende Copolymere, auf Butadien basierende Copolymere, Glycidylacrylat oder Methylacrylat enthaltende Copolymere oder Maleinsäureanhydrid enthaltende Copolymere.

Die Dicke des Trägers liegt üblicherweise im Bereich von 0,004 bis 0,4 Millimetern und besonders bevorzugt im Bereich von 0,02 bis 0,2 Millimetern.

Die bilderzeugende Schicht, die bei dieser Erfindung eingesetzt wird, hat üblicherweise eine Dicke von 0,0002 bis 0,02 Millimetern und besonders bevorzugt im Bereich von 0,0005 bis 0,002 Millimetern. Die Hauptanforderung an diese Schicht ist, daß sie im infraro ten Bereich absorbiert und daher durch Bestrahlung mit einem Laser, der im infraroten Bereich emittiert, ein Bild erzeugt werden kann.

Die bilderzeugende Schicht wird zweckmäßigerweise hergestellt, indem der Träger mit einer Beschichtungszusammensetzung beschichtet wird, umfassend ein filmbildendes, polymeres Bindemittel und ein Mittel, das im infraroten Bereich absorbiert. Zu den Beispielen geeigneter filmbildender, polymerer Bindemittel gehören Polymere aus Zellulose wie Nitrozellulose, Hydroxyethylzellulose und Zelluloseacetatpropionat; Polyurethane; Polycarbonate wie Bisphenol-A-polycarbonat; Acrylate wie Poly(methylmethacrylat) und Polycyanoacrylat; Polyester; Poly(vinylacetat); Polyacetale wie Poly(vinylbutyral) und Poly(vinylalkohol-cobutyral) und Styrole wie Poly(α-methylstyrol).

Ein großes Sortiment an Mitteln, die im infraroten Bereich absorbieren und für den Gebrauch in Elementen geeignet sind, die laserinduzierte thermische Ablation verwenden, sind auf dem Fachgebiet wohlbekannt und werden in zahlreichen Patenten beschrieben, wie z. B. in den U. S. Patenten 4,912,083, 4,942,141, 4,948,776, 4,948,777, 4,948,778, 4,950,639, 4,950,640, 4,952,552, 4,973,572 und 5,036,040. Jedes dieser im infraroten Bereich absorbierenden Mittel kann für die vorliegende Erfindung verwendet werden.

Das Einbringen eines Mittels, das im infraroten Bereich absorbiert, in die bilderzeugende Schicht in geeigneten Mengen macht sie empfindlich für infrarote Strahlung und ermöglicht durch eine bildweise laserinduzierte thermische Ablation die Erzeugung eines hochaufgelösten Bildes. Das im infraroten Bereich absorbierende Mittel kann ein Farbstoff oder ein Pigment sein. Eine sehr große Vielzahl derartiger Verbindungen ist auf dem Fachgebiet wohlbekannt und umfaßt Farbstoffe oder Pigmente der Squarylium-, Croconat-, Cyanin-, Merocyanin-, Indolizin-, Pyrylium- oder der Metalldithiolenklassen.

Weitere Mittel, die im infraroten Bereich absorbieren und bei dieser Erfindung eingesetzt werden, sind die im U. S. Patent 5,166,024, erteilt am 24. November 1992, beschriebenen. Wie in Patent '024 beschrieben, sind Phthalocyaninpigmente besonders nützliche Mittel, die im infraroten Bereich absorbieren.

Folgende Beispiele werden bei dieser Erfindung bevorzugt als Mittel eingesetzt, die im infraroten Bereich absorbieren:

IR-1

2-[2-[2-Chloro-3-[(1,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-2H-benz[e]indol-2-yliden)-ethyliden]- 1-cyclohex-1-yl]-ethenyl]-1,1,3-trimethyl-1H-benz[e]indoliumsalz mit 4-Methylbenzolsulfonsäure.

IR-2

2-[2-[2-Chloro-3-[(1,3-dihydro-1,1,3-trimethyl-2H-benz[e]indol-2-yliden)- ethyliden]-1-cyclohex-1-yl]-ethenyl]-1,1,3-trimethyl-1H-benz[e]indoliumsalz mit Heptafluorobutyrat

IR-3

2-[2-[2-Chloro-[3-(1,3-dihydro-1,3,3-trimethyl-5-nitro-2H-indol-2-yliden)-ethyliden]- 1-cyclohexen-1-yl]-ethenyl]-1,3,3-trimethyl-5-nitro-3H-indoliumhexafluorophosphat

IR-4

2,3,4,6-Tetrahydro-1,2-dimethyl-6-[[1-oxo-2,3-bis(2,4,6-trimethylphenyl)-7(1H)- indolizinyliden]-ethyliden]-quinoliniumtrifluormethansulfonat.

Die bilderzeugende Schicht des bildabgebenden Elements, das bei dieser Erfindung verwendet wird, wird üblicherweise hergestellt, wie oben beschrieben, durch Dispergieren eines im infraroten Bereich absorbierenden Mittels in einem filmbildenden, polymeren Bindemittel. Dies ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, um die Bedingungen dieser Erfindung zu erfüllen. Daher ist eine Alternative zur Verwendung eines im infraroten Bereich absorbierenden Mittels, das in einem polymeren, filmbildenden Polymeren dispergiert ist, die Ver wendung eines filmbildenden Polymeren, das an die Polymerkette gebundene Substituentengruppen trägt, die im infraroten Bereich absorbieren.

Bestandteile, die der bei dieser Erfindung verwendeten bilderzeugenden Schicht optional beigemischt sein können, umfassen Färbungsmittel, wie sichtbare Farbstoffe, ultraviolette Farbstoffe, organische Pigmente oder anorganische Pigmente, welche die Schicht einfärben und daher die Entscheidung erleichtern, ob die Beschichtung Defekte aufweist.

Wenn das bilderzeugende Verfahren dieser Erfindung für die Herstellung einer lithographischen Druckplatte eingesetzt wird, muß die bilderzeugende Schicht sowohl oleophil sein als auch im infraroten Bereich absorbieren, so daß das Bild, das auf das bildaufnehmende Element übertragen wird, oleophil ist und daher Druckfarbe annehmen kann. Deshalb ist es nötig, ein geeignetes filmbildendes, polymeres Bindemittel auszuwählen, das oleophile Eigenschaften aufweist. Es ist zudem nötig, daß die Oberfläche des bildaufnehmenden Elements, worauf das Bild übertragen wird, hydrophil ist und daher Wasser annehmen kann. Wie bereits darauf hingewiesen wurde, ist ein bevorzugtes bildaufnehmendes Element ein Material aus anodisiertem Aluminium, wobei die anodisierte Oxidschicht als hydrophile Oberfläche dient. Deshalb ist die lithographische Druckoberfläche, die durch die Bildübertragung entsteht, in den Bildbereichen oleophil und in den Hintergrundbereichen hydrophil, wie es für den lithographischen Druck erforderlich ist.

Wenn das Verfahren dieser Erfindung für die Herstellung von lithographischen Druckplatten eingesetzt wird, sollten Farbstoffe, die der bilderzeugenden Schicht beigemischt sind, nicht in der Druckfarbe löslich sein, da eine derartige Löslichkeit eine Verunreinigung der Druckfarbe und eine Verminderung der strukturellen Unversehrtheit des Bildes zur Folge hätte, was bei der Druckplatte zu einem Verlust an Haltbarkeit führen kann.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Bereitstellung einer Ablöseschicht bevorzugt, die sich zwischen dem Träger und der bilderzeugenden Schicht des bildabgebenden Elements befindet und die dazu dient, das Abziehen des Trägers vom Bild nach dem Laminierungsschritt zu unterstützen. Eine geeignete Dicke der Ablöseschicht ist im Bereich von 0,05 bis 1 Mikrometer. Für die Bildung einer Ablöseschicht kann jedes dafür geeignete Material verwendet werden, das eine marginale Adhäsion auf die darüberliegende bilderzeugende Schicht ausübt.

Eine Klasse von Polymeren, die für den Gebrauch als Ablöseschicht in erfindungsgemäßen Donorelementen bevorzugt wird, sind Poly(alkylcyanoacrylate) wie Poly(methyl-2- cyanoacrylat) oder Poly(ethyl-2-cyanoacrylat).

Zusätzlich zu einem Polymer, das über angemessene Ablöseeigenschaften verfügt, kann die Ablöseschicht ein im infraroten Bereich absorbierendes Mittel enthalten, um dabei zu helfen, durch den Schritt der laserinduzierten thermischen Ablation eine optimale Reinigung der Hintergrundflächen zu ermöglichen. Wenn die Ablöseschicht, zusammen mit der bilderzeugenden Schicht, an den Flächen, die durch Ablation abgetragen wurden, vollständig entfernt wird, besteht keine Gefahr, daß Material aus der Ablöseschicht auf das bildaufnehmende Element übertragen wird und dort eine unerwünschte Aufnahme von Druckfarbe bewirkt.

Durch das Einbringen eines fluorierten Mittels in die Ablöseschicht können die Ablöseeigenschaften verbessert werden. Ein für diesen Zweck besonders geeignetes Material ist eine Mischung aus fluorierten, aliphatischen Polyestern, die als FLUORAD® FC-431 bei der Minnesota Mining and Manufacturing Company erhältlich sind. Der Gebrauch derartiger fluorierter Materialien erleichtert den Schritt des Ablösens nach dem Laminieren.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird bevorzugt, daß eine Klebeschicht bereitgestellt wird, die die bilderzeugende Schicht des Donorelements bedeckt und die dazu dient, die Bindung des Bildes an die bildaufnehmende Schicht zu verstärken. Eine geeignete Dicke der Klebeschicht ist im Bereich von 0,05 bis 1 Mikrometer.

Eine große Vielfalt an polymeren Materialien, wie z. B. Poly(vinylbutyral) und Copolymere des Ethylens und des Ethylacrylats können eingesetzt werden, um eine geeignete Klebeschicht zu bilden. Für den Gebrauch in Klebeschichten werden jene polymeren Materialien bevorzugt, die eine niedrige Glasübergangstemperatur, wie eine Glasübergangstemperatur von 150ºC oder weniger haben.

Von den Hintergrundbereichen wird die Klebeschicht zusammen mit der bilderzeugenden Schicht und jeglicher Ablöseschicht durch den Schritt der laserinduzierten thermischen Ablation entfernt. In den Bildbereichen wird die Klebeschicht mit dem Bild übertragen und hat die Aufgabe, die Adhäsion zur Oberfläche des bildaufnehmenden Elements zu verbessern.

In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird beim Donorelement ein zweischichtiges System der Ablation verwendet, wobei sich eine zur Ablation geeignete Schicht, wie ein dünner Metallfilm direkt unter der bilderzeugenden Schicht befindet. Bei diesem System wird von der Rückseite auf dem Donorelement ein Bild erzeugt und der dünne Metallfilm oder eine ähnliche Schicht absorbiert die emittierte Laserstrahlung und wird durch die Tätigkeit des Laserstrahls abgetragen, wodurch das Material von den bestrahlten Flächen aus der bilderzeugenden Schicht herausgelöst wird. Der dünne Metallfilm oder eine vergleichbare Absorptionsschicht wird im folgenden als Hilfsablationsschicht bezeichnet. Zweischichtige Systeme der Ablation und ihre Funktionsweise sind auf dem Fachgebiet wohlbekannt und werden z. B. im U. S. Patent 5,171,650 beschrieben.

Bei der Herstellung einer lithographischen Druckplatte nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Träger aus anodisiertem Aluminium des Typs bevorzugt, wie er häufig für konventionelle lithographische Druckplatten verwendet wird, als bildaufnehmendes Element benutzt. Beispiele für derartige Träger umfassen Aluminium, das ohne vorheriges Aufrauhen anodisiert wurde, Aluminium, das aufgerauht und anodisiert wurde und Aluminium, das auf gerauht, anodisiert und mit einer hydrophilen Sperrschicht wie einer Silikatschicht beschichtet wurde. Falls gewünscht, können zusätzlich zu anodisiertem Aluminium auch andere hydrophile Trägermaterialien verwendet werden. Wegen seiner Affinität zum Feuchtmittel, welches auf einer Druckmaschine verwendet wird und wegen seiner extremen Abriebbeständigkeit wird ein Träger aus anodisiertem Aluminium bevorzugt. Eine Aluminiumplatte, die sowohl aufgerauht als auch anodisiert wurde, wird besonders bevorzugt.

Bei der erfindungsgemäßen Anwendung des Verfahrens für die Herstellung von Leiterplatten kann das bildaufnehmende Element aus einem beliebigen Metall oder metallüberzogenen Träger sein, wie sie konventionell für die Herstellung von Leiterplatten verwendet werden.

Unabhängig davon, ob eine Klebeschicht beim erfindungsgemäßen Einsatz in der Praxis verwendet wird, muß das Bild eine Bindung mit der Oberfläche des bildaufnehmenden Elements ausbilden, die stärker ist, als die Bindung zwischen dem Bild und seinem Träger, so daß der Träger nach dem Laminieren leicht abgezogen werden kann.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das Bild durch bildweise laserinduzierte thermische Ablation der bilderzeugenden Schicht erzeugt. Üblicherweise benötigt ein derartiger Vorgang eine Energieeinstrahlung im Bereich von 300 bis 1400 Millijoules pro Quadratzentimeter (mJ/cm²). Geeignete Geräte, um die laserinduzierte thermische Ablation auszuführen, sind auf dem Fachgebiet wohlbekannt. Ein Beispiel eines derartigen Gerätes ist die thermische Druckmaschine beschrieben von Baek und DeBoer im U. S. Patent 5,168,288, dessen Offenbarung hier durch Bezugnahme aufgenommen ist. Das durch Ablation abgetragene Material kann mit einer geeigneten Absaugung entfernt werden, die auf dem Fachgebiet wohlbekannt ist.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren ist die angewandte Laserenergie ausreichend, um das Material an den bestrahlten Flächen aus der bilderzeugenden Schicht herauszulösen und dabei den darunterliegenden Träger freizulegen.

Der Erzeugung des Bildes durch laserinduzierte thermische Ablation der bilderzeugenden Schicht folgend, wird das erfindungsgemäße Verfahren durch die Schritte des Laminierens und des Abziehens vervollständigt.

Die Laminiereinheit, die verwendet wird, um den Laminierungsschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens auszuführen, kann jedes dafür geeignete Gerät sein, das die notwendige Wärme und den notwendigen Druck erzeugt, um das Bild vom Donorelement auf das Akzeptorelement zu übertragen. Am häufigsten werden geheizte Druckwalzen verwendet, um die Laminierung auszuführen. Geeignete Laminiergeräte werden z. B. beschrieben den U. S. Patenten 4,659,927 und 5,075,722.

Eine geeignete Transportgeschwindigkeit im Laminiergerät ist eine Geschwindigkeit im Bereich von 0,5 bis 10 Zentimeter pro Sekunde. Übliche Temperaturen in der Andruckwalze an dem Punkt, wo die Laminierung ausgeführt wird, sind im Bereich von 100ºC bis 350ºC.

Die Laminiereinheit kann für automatisches Abziehen gebaut sein oder um die Konstruktion zu vereinfachen und Kosten zu reduzieren, kann sie auch auf manuelles Abziehen ausgelegt sein, das von einem Arbeiter ausgeführt wird. Um das manuelle Abziehen zu erleichtern, kann ein Führungsstreifen in das Donorelement eingebracht werden, das vom Arbeiter festgehalten werden kann.

Die Erfindung wird durch die folgenden aus der Praxis stammenden Beispiele weiter veranschaulicht.

Beispiel 1

Ein Donorelement wurde hergestellt, indem ein 100 Mikrometer dicker Polyethylenterephthalatfilm in folgender Reihenfolge mit einer Ablöseschicht, einer bilderzeugenden Schicht und einer Klebeschicht überzogen wurde. Die Ablöseschicht, die aus Acetonitril abgeschieden wurde, umfaßte 0,38 g/m² Poly(methyl-2-cyanoacrylat), 0,05 g/m² des im infraroten Bereich absorbierenden Farbstoffs IR-1 und 0,003 g/m² FLUORAD® FC-431. Die bilderzeugende Schicht, die aus Methylisobutylketon abgeschieden wurde, umfaßte 0,60 g/m² Nitrozellulöse (1000-1500 Sekunden Viskosität), 0,22 g/m² des im infraroten Bereich absor bierenden Farbstoffs IR-1, 0,13 g/m² des im UV-Bereich absorbierenden Farbstoffs folgender Formel:

0,28 g/m² des gelben Farbstoffs folgender Formel:

und 0,16 g/m² des cyanfarbenen Farbstoffs folgender Formel:

Die Klebeschicht umfaßte 0,22 g/m² Poly(vinylbutyral), das bei Monsanto Corporation unter dem Handelsnamen BUTVAR® B-76 erhältlich ist.

Durch laserinduzierte thermische Ablation der bilderzeugenden Schicht wurde ein Bild erzeugt, wobei ein Typ einer Infrarotlaserbestrahlungseinheit verwendet wird, wie er im U. S. Patent 5,168,288 beschrieben ist. Der Schritt der Bilderzeugung wurde durch den Gebrauch von zehn 700 m Watt-Lasern mit einer Durchschnittsleistung von 400 m Watt in der Brennebene ausgeführt. Die 53-cm-Trommel der Laserdruckeranordnung wurde mit 200 Upm gedreht, um eine Energieeinstrahlung von 508,5 mJ/cm² zu erzeugen. Als eine Folge der Laserbestrahlung wurden die bestrahlten Flächen bis auf den Träger gereinigt.

Nach der Bilderzeugung wurde das Donorelement mit einer Aluminiumplatte in Kontakt gebracht, die elektrolytisch aufgerauht und anodisiert und bei 160ºC und einer Vorschubrate von etwa 1,14 m/min durch einen LAMINEX® Model PAK IV Laminator geführt wurde. Der Träger aus Polyethylenterephthalat wurde anschließend abgezogen, während das Bild sicher gebunden auf der anodisierten Oberfläche der Aluminiumplatte zurückblieb. Die Druckplatte wurde auf einer A. B. Dick 360 Model 9870 Druckmaschine montiert und eingesetzt, um eintausend Exemplare zu drucken. Die Druckqualität war während des gesamten Laufes konstant gut.

Beispiel 2

Beispiel 1 wurde unter Verwendung einer Klebeschicht bestehend aus 0,05 g/m² BUTVAR® B-76 wiederholt. Dadurch wurde eine gute Übertragung auf die anodisierte Aluminiumplatte erreicht.

Beispiel 3

Beispiel 1 wurde unter Verwendung einer Klebeschicht bestehend aus 0,05 g/m² eines thermischen Klebstoffs wiederholt, der bei der EMHARD CORPORATION unter dem Handelsnamen BOSTIK® 7962 kommerziell erhältlich ist. Dadurch wurde eine gute Übertragung auf die anodisierte Aluminiumplatte erreicht.

Beispiel 4

Ein Donorelement wurde hergestellt, indem ein 25 Mikrometer dicker Polyethylenterephthalatfilm mit einer Ablöseschicht und einer bilderzeugenden Schicht überzogen wurde. Die Ablöseschicht war die gleiche, wie die im Beispiel 1 beschriebene. Die bilderzeugende Schicht umfaßte 0,60 g/m² Nitrozellulose (1000-1500 Sekunden Viskosität); 0,22 g/m² des im infraroten Bereich absorbierenden Farbstoffs IR-1; 0,17 g/m² eines im UV-Bereich absorbierenden Farbstoffs folgender Formel:

0,28 g/m² des gelben Farbstoffs folgender Formel:

und 0,38 g/m² des cyanfarbenen Farbstoffs folgender Formel:

Eine lithographische Druckplatte wurde auf die gleiche Weise hergestellt, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit dem Unterschied, daß die Temperatur des Laminiergerätes 200ºC betrug und die erhaltenen Ergebnisse waren vergleichbar mit denen aus Beispiel 1.

Beispiel 5

Beispiel 4 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß das Donorelement mit einer Klebeschicht versehen wurde, bestehend aus 0,11 g/m² BUTVAR® B-76. Dadurch wurden vergleichbare Ergebnisse erhalten.

Beispiel 6

Beispiel 4 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß das Donorelement mit einer Klebeschicht versehen wurde, bestehend aus 0,22 g/m² BOSTIK® 7962. Dadurch wurden vergleichbare Ergebnisse erhalten.

Beispiel 7

Beispiel 4 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß das Donorelement mit einer Klebeschicht versehen wurde, bestehend aus 0,09 g/m² eines Ethylen- Bthylacrylatcopolymeren mit einem Molekulargewicht von etwa 171000. Dadurch wurden vergleichbare Ergebnisse erhalten.

Beispiel 8

Beispiel 4 wurde mit dem Unterschied wiederholt, daß das Donorelement mit einer Klebeschicht versehen wurde, bestehend aus 0,09 g/m² eines Ethylen- /Ethylacrylatcopolymeren mit einem Molekulargewicht von etwa 151500. Dadurch wurden vergleichbare Ergebnisse erhalten.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet viele wichtige Vorteile im Vergleich mit dem momentanen Stand der Technik. Es erlaubt z. B. die Herstellung einer lithographischen Druckplatte sehr hoher Qualität, ohne die Notwendigkeit alkalische Entwicklerlösungen zu verwenden und ist daher vom Umweltstandpunkt besonders vorteilhaft. Die Druckplatten, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurden, zeigen eine hervorragende Unterscheidung zwischen oleophilen Bildbereichen und hydrophilen Nichtbildbereichen und eine hervorragende Lebensdauer, die hohe Auflagen ermöglicht. Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann das Donorelement biegsam sein und es ist daher möglich, daß es um eine Trommel gewickelt wird, um eine bildweise Bestrahlung zu erleichtern. Dadurch kann das Bild sogar auf Substrate übertragen werden, die so starr sind wie eine Leiterplatte. Leicht erhältliche Materialien, wie aufgerauhtes und anodisiertes Aluminium, können als Akzeptorelement verwendet werden und leicht erhältliche, preiswerte Laminiergeräte können verwendet werden, um die Schritte der Laminierung und des Abziehens auszuführen, die für dieses Verfahren nötig sind.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung eines bilderzeugenden Elements aus getrennten bildabgebenden und bildaufnehmenden Elementen, durch

(1) Bereitstellen eines ersten Elements, das als bildabgebendes Element dient, wobei das erste Element einen Träger und eine bilderzeugende Schicht umfaßt, die im infraroten Bereich absorbiert,

(2) Bereitstellen eines zweiten Elements, das als ein bildaufnehmendes Element dient und

(3) Erzeugen eines Bilds auf dem ersten Element durch bildweise, mittels Infrarotlaser induzierter thermischer Ablation der bilderzeugenden Schicht,

gekennzeichnet durch den nachfolgenden Schritt:

(4) Übertragen des Bildes vom ersten Element auf das zweite Element durch die Schritte: Laminieren des ersten Elements auf das zweite Element und anschließendes Abziehen des ersten Elements vom zweiten Element, wobei der Grad der Absorption der bilderzeugenden Schicht im infraroten Bereich für einen im infraroten Bereich emittierenden Laser für die thermische Ablation ausreichend ist und das Bild eine Bindung mit der Oberfläche des zweiten Elements ausbildet, die stärker ist, als die Bindung zwischen Bild und Träger, so daß der Träger nach dem Laminieren abgezogen werden kann.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die bilderzeugende Schicht sowohl oleophil ist als auch im infraroten Bereich absorbiert.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Element zusätzlich eine Ablöseschicht umfaßt, die sich zwischen dem Träger und der bilderzeugenden Schicht befindet.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das erste Element zusätzlich eine Klebeschicht umfaßt, die die bilderzeugende Schicht bedeckt.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das erste Element zusätzlich sowohl eine Ablöseschicht, die sich zwischen dem Träger und der bilderzeugenden Schicht befindet, als auch eine Klebeschicht umfaßt, die die bilderzeugende Schicht bedeckt.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das erste Element zusätzlich eine Hilfsablatierschicht einschließt, die sich unter der bilderzeugenden Schicht befindet.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die bilderzeugende Schicht ein filmbildendes, polymeres Bindemittel und ein im infraroten Bereich absorbierendes Mittel umfaßt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die bilderzeugende Schicht Nitrozellulose und ein im infraroten Bereich absorbierendes Mittel umfaßt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das im infraroten Bereich absorbierende Mittel ein im infraroten Bereich absorbierender Farbstoff ist.

10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die bilderzeugende Schicht ein filmförmiges Polymer umfaßt, das an die Polymerkette gebundene Substituentengruppen trägt, die im infraroten Bereich absorbieren.

11. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Ablöseschicht ein Poly(alkylcyanoacrylat) umfaßt.

12. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Klebeschicht ein Poly(vinylbutyral) umfaßt.

13. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Klebeschicht ein Polymer aus Ethylen und Ethylacrylat umfaßt.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Schritt der laserinduzierten thermischen Ablation eine Energieeinstrahlung im Bereich von 300 bis 1400 mJ/cm² erfordert.







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