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Vorrichtung zum Reinigen eines Zylinders für eine Druckmaschine - Dokument DE69608741T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69608741T2 22.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0755789
Titel Vorrichtung zum Reinigen eines Zylinders für eine Druckmaschine
Anmelder Komori Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ebina, Toshihiko, Toride-shi, Ibaragi, JP
Vertreter Wenzel & Kalkoff, 22143 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69608741
Vertragsstaaten AT, CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.07.1996
EP-Aktenzeichen 962501631
EP-Offenlegungsdatum 29.01.1997
EP date of grant 07.06.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2001
IPC-Hauptklasse B41F 35/06
IPC-Nebenklasse B41F 35/04   B41F 35/00   

Beschreibung[de]
Hinterrund der Erfindung

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zylinderreinigungsvorrichtung für verschiedenste Arten von Druckpressen, die die Umfangsfläche von Druckzylindern, z. B. einen Plattenzylinder, Gummizylinder, einen Druckzylinder und einen Übertragungszylinder und Druckwalzen, z. B. eine Auftragswalze und eine Schwingwalze, reinigt, wobei die Reinigungsvorrichtung die im Oberbegriff von Anspruch 1 dargestellten Merkmale aufweist.

[0002] Verschiedene Arten von Druckpressen, z. B. eine Offsetdruckpresse und eine Tiefdruckpresse, weisen Druckzylinder auf, z. B. einen Plattenzylinder, einen Gummizylinder, einen Druckzylinder und einen Übertragungszylinder und Druckwalzen, wie z. B. eine Auftragswalze und eine Schwingwalze. Während des Druckvorgangs bleiben Fremdstoffe wie z. B. Farb- und Papierstaub an den Umfangsflächen dieser Druckzylinder und Walzen haften, wodurch sich die Qualität des Druckerzeugnisses verschlechtert. Deswegen ist die Druckpresse mit einer Zylinderreinigungsvorrichtung zur Entfernung solcher Fremdstoffe versehen. Diese Zylinderreinigungsvorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Reinigungseinheit, einem Reinigungsbahn-Aufwickelbetätiger und einem einkuppelnden/auskuppelnden Betätiger. Die Reinigungseinheit ist mit einer Versorgungswalze und einer Aufwickelwalze versehen. Die Versorgungswalze versorgt eine band-ähnliche Reinigungsbahn aus ungewebtem Stoff oder ähnlichem Material, auf die eine Reinigungsflüssigkeit aufgebracht wird, um Fremdstoffe von den Umfangsflächen der Zylinder abzuwischen. Die Aufwickelwalze wickelt die Reinigungsbahn auf. Der Reinigungsbahn-Aufwickelbetätiger bringt die Aufwickelwalze zum Drehen, um die Reinigungsbahn aufzuwickeln. Der einkuppelnde/auskuppelnde Betätiger bewegt die Reinigungseinheit zu den Umfangsflächen der Zylinder hin oder von ihnen weg, um zu bewirken, daß die Reinigungsbahn in Kontakt mit den Umfangsflächen der Zylinder kommt beziehungsweise von ihnen getrennt wird. Die Zylinderreinigungsvorrichtung ist mit einem Konstantbetrag-Zuführmechanismus zum Aufwickeln eines konstanten Betrages an Reinigungsbahn versehen, ungeachtet des von der Aufwickelwalze aufgewickelten Betrags der Reinigungsbahn.

[0003] Fig. 18 und 19 zeigen eine konventionelle Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse. Bezugnehmend auf Fig. 18 wird ein Gummizylinder 2 zwischen einem Paar linker und rechter Rahmen 3 axial gestützt. Ein erster Betätiger 4 der Einkupplungs-Auskupplungseinheit weist eine Betätigungsstange 5 auf, die sich vorwärts und rückwärts bewegen läßt und die schwenkbar an dem Rahmen 3 montiert ist. Ein Hebel 6 weist ein proximales Ende auf, das schwenkbar an dem distalen Ende der Betätigungsstange 5 angebracht ist, einen zentralen Teil, der durch eine Stützwelle 7 schwenkbar gestützt wird, die sich von einem später beschriebenen Unterrahmen 10 erstreckt, und ein mit einer U-förmigen Nut 8 ausgebildetes Schwenkende. Der Unterrahmen 10 ist am korrespondierenden Rahmen 3 mit einem Schraubbolzen 10a angebracht. Eine U-förmige Nut 11 wird im oberen Bereich des Unterrahmens 10 gebildet, und ein zweiter Tuchaufwickelbetätiger 12 mit einer Betätigungsstange 13 ist im wesentlichen an der Mitte des Unterrahmens 10 angebracht.

[0004] Eine Reinigungseinheit, insgesamt durch die Bezugsziffer 15 bezeichnet, weist ein Paar rechter und linker Seitenrahmen 16 auf (einer davon ist in Fig. 18 nicht dargestellt). Eine Reinigungstuch-Versorgungswalze 18 wird drehbar von den Seitenrahmen 16 gestützt.

Ein als Reinigungsbahn dienendes Reinigungstuch 17 ist auf die Reinigungstuch-Versorgungswalze 18 gewickelt. Wie in Fig. 19 gezeigt, wird eine Tuchaufwickelwelle 19 von den Seitenrahmen 16 gestützt, um in der Lage zu sein, um durch eine Einrichtungskupplung nur entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht zu werden, und bildet dadurch eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze 21 zum Aufwickeln des Reinigungstuches 17. Wie in Fig. 19 gezeigt, ist ein Tuchaufwickelhebel 22 an der Tuchaufwickelwelle 19 durch eine an der Tuchaufwickelwelle 19 angebrachten Einrichtungskupplung 23 befestigt. Wenn der Tuchaufwickelhebel 22 gegen den Uhrzeigersinn schwenkt, schwenkt er die Tuchaufwickelwelle 19 insgesamt; wenn er im Uhrzeigersinn schwenkt, schwenkt er nur den Tuchaufwickelhebel 22, ohne den Tuchaufwickelhebel 19 zu schwenken.

[0005] Der Tuchaufwickelhebel 22 weist einen Seitenbereich, der mit einem Vorsprung 22a ausgebildet ist, auf, und ein Stift/Bolzen 24 erstreckt sich vertikal auf seinem oberen Bereich. Der Tuchaufwickelhebel 22 wird durch eine Spannfeder 25 gespannt, die ein Ende aufweist, das am korrespondierenden Rahmen 16 eingehakt ist, um im Uhrzeigersinn zu schwenken. Eine elastische Platte 26 drückt das Reinigungstuch 17, das sich zwischen der Reinigungstuchversorgungswalze 18 und Reinigungstuchaufwickelwalze 21 erstreckt, gegen die Umfangsfläche des Plattenzylinders 2. Ein Konstantbetrag-Zuführungsmechanismus, insgesamt durch die Bezugsziffer 27 bezeichnet, besteht aus einer Stützwelle 28, einem Konstantbetrag-Zuführnocken 29 und einem L-förmigen Walzenarm 30. Die Stützwelle 28 wird drehbar durch den Seitenrahmen 16 gestützt. Der Konstantbetrag-Zuführungsnocken 29 ist an der Stützwelle 28 befestigt. Der Walzenarm 30 ist am Endabschnitt der Stützwelle 28 befestigt und weist ein distales Ende auf, an dem eine Walze 31 schwenkbar montiert ist. Eine Spannschraubenfeder 32 erstreckt sich zwischen dem Konstantbetrag-Zuführungsnocken 29 und dem Federhaken des korrespondierenden Seitenrahmens 16. Die Spannschraubenfeder 32 legt eine Schwenkkraft am Walzenarm 30 entgegen dem Uhrzeigersinn an, um so die Walze 31 konstant gegen die Umfangsfläche der Reinigungstuchversorgungswalze 18 zu drücken.

[0006] Der Konstantbetrag-Zuführnocken 29 ist in Eingriff mit dem Überstand/Vorsprung 22a des Tuchaufwickelhebels 22, um das Schwenkbereichsende des Tuchaufwickelhebels 22 zu regulieren. Wenn der Konstantbetrag-Zuführnocken 29 durch die Bewegung der Walze 31 bei abnehmendem Gewicht der Reinigungstuch-Versorgungswalze 18 geschwenkt wird, ändert sich die Schwenkendbegrenzung des Tuchaufwickelhebels 22, so daß das Reinigungstuch 17 durch die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 21 während einer Schwenkbewegung des Tuchaufwickelhebels 22 immer um einen Konstantbetrag aufgewickelt wird. Die Stifte 33 und 34 ragen in den oberen bzw. unteren Bereich des Seitenrahmens 16. Der obere Stift 33 greift in die U-förmige Nut 11 des Unterrahmens 10 ein, so daß die Reinigungseinheit 15, die die o. g. Anordnung aufweist, gestützt wird, damit sie sich um den Stift 33 als Drehpunkt schwenken läßt. Der untere Stift 34 greift in die U-förmige Nut 8 des Hebels 6 ein, so daß die Reinigungseinheit 15 durch den Hebel 6 zum Schwenken gespannt wird.

[0007] Im folgenden wird ein Überblick über die Funktionsweise der Zylinderreinigungsvorrichtung mit der obigen Anordnung gegeben. Eine Reinigungsflüssigkeit wird mittels einer Einspritzdüse (nicht gezeigt) auf das Reinigungstuch 17 gespritzt. Dann wird die Betätigungsstange 5 des ersten Betätigers 4 zurückgezogen, und der Hebel 6 schwenkt im Uhrzeigersinn in Fig. 18 um die Stützwelle 7 um den Schwenkpunkt. Durch diese Schwenkbewegung schwingt die Reinigungseinheit 15 gegen den Uhrzeigersinn um den oberen Stift 33 als Mittelpunkt durch den Stift 34 und greift dabei in die U-förmige Nut 8 des Hebels 6 ein, um sich in die Reinigungsposition zu begeben. Dadurch wird das Reinigungstuch 17 gegen die Umfangsfläche des sich langsam drehenden Gummizylinders 2 gedrückt, um in Kontakt mit ihr zu kommen. Dann wird die auf der Umfangsfläche des Gummizylinders 2 haftende Verunreinigung durch das Reinigungstuch 17, auf das die Reinigungsflüssigkeit aufgespritzt wurde, abgewischt.

[0008] Um das Aufwickeln des verunreinigten Reinigungstuches 17 durch Drehung des Gummizylinders 2 um einen vorbestimmten Betrag zu bewirken, wird zuerst der Betätiger 4 betätigt, um die Stange 5 vorwärts zu bewegen. Dann schwenkt die Reinigungseinheit 15 im Uhrzeigersinn um den Stift 33 als Mittelpunkt, um das Reinigungstuch 17 von der Umfangsfläche des Gummizylinders 2 zu trennen. In diesem Zustand, wenn der zweite Betätiger 12 betätigt wird, bewegt sich die Betätigungsstange 13 vorwärts, um mit dem Stift 24 in Eingriff zu kommen. Dadurch schwenkt der Tuchaufwickelhebel 22 entgegen dem Uhrzeigersinn, um das Reinigungstuch 17 auf die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 21 aufzuwickeln. Der zu diesem Zeitpunkt aufgewickelte Betrag an Reinigungstuch 17 ist immer konstant, da das Schwenkbereichsende des Tuchaufwickelhebels 22 durch den Konstantbetrag-Zuführmechanismus 27 bestimmt wird.

[0009] Der Reinigungsvorgang des Gummizylinders 2 und der Aufwickelvorgang des Reinigungstuches 17 werden so lange wiederholt, bis die Umfangsfläche des Gummizylinders 2 vollständig gereinigt ist.

[0010] Hinsichtlich der Andruckkraft, die das Reinigungstuch 17 gegen die Umfangsfläche des Gummizylinders 2 drückt, wird eine angemessene Andruckkraft entsprechend der Art des Reinigungstuches 17 gewählt, und die Kontaktbreite des Reinigungstuches 17 in Bezug auf den Gummizylinder 2 in Drehrichtung des Gummizylinders 2 ändert sich abhängig von der Stärke der Andruckkraft. Insbesondere wenn die Andruckkraft des Reinigungstuches 17 groß ist, wird die Kontaktbreite groß; wenn sie gering ist, wird die Kontaktbreite gering. Dadurch wird in der konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung für die oben beschriebene Druckpresse bei großer Andruckkraft des Reinigungstuches 17 und bei großer Kontaktbreite des Reinigungstuches 17 hinsichtlich des Gummizylinders 2 die Menge an aufgewickeltem verunreinigten Reinigungstuch 17 unzureichend und verursacht dadurch manchmal mangelnde Reinigung. Umgekehrt wird bei kleiner Andruckkraft des Reinigungstuches 17 und geringer Kontaktbreite des Reinigungtuches 17 und des Gummizylinders 2 übermäßig Reinigungstuch 17 aufgewickelt, was unwirtschaftlich ist.

[0011] Eine Reinigungseinrichtung der oben beschriebenen Art wird in US 5 328 116 A gezeigt. Sie besteht aus einem Konstantbetrag-Zuführmechanismus einschließlich Sensorhebel, der über einen Stopper und einen Stoppernocken mit der Aufwickelwalze zusammenwirkt. Dadurch wird dieser bekannte Mechanismus durch den sich ändernden Durchmesser der Aufwickelwalze gesteuert.

[0012] In einer ähnlichen aus der JP-A-01314173 bekannten Einrichtung wird ein Konstantdimensions-Zuführmechanismus durch einen Hebel gesteuert, der mit einer auf der Welle der Aufwickelwalze angeordneten Einrichtungskupplung zusammenwirkt.

[0013] Während all diese bekannten Einrichtungen die Verwendung eines konstanten Betrags an Reinigungsbahn bei der Reinigung von Druckpresszylindern sichern, berücksichtigen sie keinerlei Anforderungen hinsichtlich einer einfachen und schnellen Einstellung dieses konstanten Betrags, um entweder mangelhafte Reinigung oder verschwendete Reinigungsbahn im Falle von sich ändernden Reinigungsbedingungen zu vermeiden.

Zusammenfassung der Erfindung

[0014] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse bereitzustellen, durch die mangelhafter Reinigung vorgebeugt wird.

[0015] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse bereitzustellen, die die Reinigungsbahn ohne Verschwendung nutzen kann.

[0016] Um die obigen Aufgaben zu erreichen, wird erfindungsgemäß eine Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse bereitgestellt, die eine Aufwickelwalze zum Aufwickeln einer Reinigungsbahn, die von einem Versorgungsteil zugeführt wird, um die Umfangsfläche eines Zylinders zu reinigen, einen Konstantbetrag-Zuführmechanismus, der bewirkt, daß unabhängig von der Menge der Reinigungsbahn auf der Aufwickelwalze ein konstanter Betrag der Reinigungsbahn auf die Aufwickelwalze aufgewickelt wird, Antriebsmittel zum Antreiben, um die Aufwickelwalze zum Aufwickeln der Reinigungsbahn zu drehen und Einstellmittel zum Einstellen eines Schwenkbetrags der Aufwickelwalze, um eine Veränderung in dem konstanten Betrag der Reinigungsbahn, die auf der Aufwickelwalze aufgewickelt wird, zu bewirken, umfaßt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0017]

Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 ist eine Teilschnitt-Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Zylinderreinigungsvorrichtung;

Fig. 3 ist eine Seitenansicht zur Erklärung der Wirkungsweise der in Fig. 1 gezeigten Zylinderreinigungsvorrichtung;

Fig. 4 ist eine Seitenansicht zur Erklärung der Wirkungsweise der in Fig. 1 gezeigten Zylinderreinigungsvorrichtung;

Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 6 ist eine Seitenansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 7A ist eine Vorderansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 7B ist eine Teilschnitt-Seitenansicht desselben;

Fig. 8 ist eine Vorderansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 9 zeigt schematisch die Anordnung einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 10A ist eine schematische Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 10B ist ein Blockdiagramm desselben;

Fig. 11 ist eine schematische Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer achten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 12 ist eine schematische Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer neunten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 13 ist ein Blockdiagramm einer Zylinderreinigungsvorrichtung fir eine Druckpresse gemäß einer zehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 14A ist eine Vorderansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer elften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 14B ist eine Teilschnitt-Seitenansicht desselben;

Fig. 15A ist eine Vorderansicht des Hauptteils einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer zwölften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 15B ist eine Teilschnitt-Seitenansicht desselben, und

Fig. 15C ist ein Blockdiagramm desselben;

Fig. 16 ist eine schematische Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer dreizehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 17 ist eine schematische Seitenansicht einer Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß einer vierzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 18 ist eine Seitenansicht einer konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse; und

Fig. 19 ist eine Teilschnitt-Vorderansicht der konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

[0018] Die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden mit Bezug auf die begleitenden Abbildungen beschrieben.

[0019] Fig. 1 und 2 zeigen eine Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 1 wird ein Gummizylinder 102 zwischen einem Paar rechter und linker Rahmen 103 axial gestützt. Eine einkuppelnde/auskuppelnde Antriebseinheit 104 weist eine vorwärts/rückwärts bewegliche Betätigungsstange 105 auf, die schwenkbar an dem Rahmen 103 angebracht ist. Ein Hebel 106 weist ein proximales Ende, das schwenkbar an dem distalen Ende der Betätigungsstange 105 angebracht ist, einen zentralen Teil, der durch eine Stützwelle 107, die sich von einem Unterrahmen 110, der später beschrieben wird, erstreckt, schwenkbar gestützt wird, und ein schwingendes, mit einer U-förmigen Nut 108 gebildetes Ende auf. Der Unterrahmen 110 ist am korrespondierenden Rahmen 103 mit einer in Fig. 2 gezeigten Schraubbolzen 110a befestigt.

[0020] Eine Reinigungseinheit, die insgesamt mit der Bezugsziffer 115 bezeichnet wird, weist ein Paar rechter und linker Seitenrahmen 116 auf (einer davon ist in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellt). Eine Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 wird drehbar von den Seitenrahmen 116 gestützt. Ein als Reinigungsbahn dienendes Reinigungstuch 117 ist um die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 118 gewickelt. Eine Tuchaufwickelwelle 119 wird so durch den Seitenrahmen 116 gestützt, um in der Lage zu sein, daß sie sich durch eine Einrichtungskupplung 120 nur entgegen dem Uhrzeigersinn, wie in Fig. 2 gezeigt, drehen läßt und dabei eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 zum Aufwickeln des Reinigungstuches 117 bildet. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist ein Tuchaufwickelhebel 122 durch eine auf der Tuchaufwickelwelle 119 befestigten Einrichtungskupplung 123 angebracht. Wenn der Tuchaufwickelhebel 122 gegen den Uhrzeigersinn schwenkt, schwenkt er die Tuchaufwickelwelle 119 insgesamt. Wenn er im Uhrzeigersinn schwenkt, schwenkt er nur den Tuchaufwickelhebel 122, ohne den Tuchaufwickelhebel 119 zu schwenken.

[0021] Der Tuchaufwickelhebel 122 weist einen mit einem Vorsprung 122a ausgebildeten Seitenbereich und einen Stift 124 auf, der vertikal an seinen oberen Bereich herausragt. Der Tuchaufwickelhebel 122 wird durch eine Spannfeder 125 gespannt, wobei ein Ende am korrespondierenden Seitenrahmen 116 eingehakt ist, um im Uhrzeigersinn zu schwenken. Eine elastische Platte 126 drückt das Reinigungstuch 117, das sich zwischen der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 und der Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 erstreckt, gegen die Umfangsfläche des Gummizylinders 102. Ein Konstantbetrag-Zuführmechanismus, der insgesamt durch die Bezugsziffer 127 bezeichnet wird, besteht aus einer Stützwelle 128, einem Konstantbetrag-Zuführnocken 129 und einem L-förmigen Walzenarm 130. Die Stützwelle 128 wird durch den Seitenrahmen 116 drehbar gestützt. Der Konstantbetrag-Zuführnocken 129 ist an der Stützwelle 128 befestigt. Der Walzenarm 130 ist am Endbereich der Stützwelle 128 befestigt und weist ein distales Ende auf, an dem eine Walze 131 schwenkbar angebracht ist. Eine Spannschraubenfeder 132 erstreckt sich zwischen dem Konstantbetrag-Zuführnocken 129 und dem Federhaken des korrespondierenden Seitenrahmens 116. Die Spannschraubenfeder 132 legt eine Schwenkkraft am Walzenarm 130 gegen den Uhrzeigersinn an, um so die Walze 131 konstant gegen die Umfangsfläche der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 zu drücken.

[0022] Der Konstantbetrag-Zuführnocken 129 ist zum Einstellen des Schwenkbereichsendes des Tuchaufwickelhebels 122 in Eingriff mit dem Überstand/Vorsprung 122a des Tuchaufwickelhebels 122. Wenn der Konstantbetrag-Zuführnocken 129 durch die Bewegung der Walze 131 bei der Gewichtsreduzierung der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 geschwenkt wird, so ändert sich die Schwenkendbegrenzung des Tuchaufwickelhebels 122, so daß während einer Schwenkbewegung des Tuchaufwickelhebels 122 vom Reinigungstuch 117 immer ein konstanter Betrag durch die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 aufgewickelt wird. Die Stifte 133 und 134 erstrecken sich auf dem oberen bzw. unteren Bereich des Seitenrahmens 116. Die Reinigungseinheit 115 der obigen Anordnung wird durch den Unterrahmen 110 gestützt, so daß sie sich um den oberen Stift 133 als Schwenkmittelpunkt schwenken läßt. Der untere Stift 134 ist in Eingriff mit der U-förmigen Nut 108 des Hebels 106, so daß die Reinigungseinheit 115 durch den Hebel 106 zur Drehung gespannt wird. Insbesondere die Reinigungseinheit 115 ist zwischen einer Reinigungsposition (einkuppelnder Zustand), in der sie das Reinigungstuch 117 gegen die Umfangsfläche des Gummizylinders 102 drückt, und einer Rückzugsposition (auskuppelnder Zustand), in der sie vom Gummizylinder 102 getrennt wird, beweglich.

[0023] Eine Platte 135 dient als Antriebselement, um den Aufwickelhebel 122 zu schwenken. Die Platte 135 ist derart am Unterrahmen 110 angebracht, daß sich ihr Anschlagteil 135b, das ein abgeschrägtes distales Ende aufweist, auf den Stift 124 zu und von diesem wieder weg bewegen kann. Die Platte 135 ist in einer im wesentlichen länglichen Parallelröhre gebildet, und in der Platte 135 ist ein verlängertes Montageloch 134a in Längsrichtung gebildet. Die Platte 135 ist am Unterrahmen 110 mittels zweier, durch die Montageöffnung 135a gesteckter Schraubbolzen 136 angebracht. Wenn die Schrauben 136 gelockert werden, um die Platte 135 in die Richtungen A-B zu bewegen, läßt sich die Platte 135 in Richtung des Stifts 124 und von diesem weg bewegen.

[0024] Der Reinigungstuch-Aufwickelvorgang der Zylinderreinigungsvorrichtung, der die obige Anordnung aufweist, wird beschrieben. Wenn der Gummizylinder 102 während der Reinigung um einen vorbestimmten Betrag dreht, betätigt er den Betätiger 104, um die Betätigungsstange 105 vorwärts zu bewegen, wodurch die Reinigungseinheit 115 in die Reinigungsposition im Uhrzeigersinn um den Stift 133 als Schwenkmittelpunkt geschwenkt wird. Dadurch bewegt sich die Reinigungseinheit 115 in die Rückzugsposition, und das Reinigungstuch 117 wird von der Umfangsfläche des Gummizylinders 102, wie in Fig. 1 gezeigt, getrennt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Anschlagteil 135b der Platte 135 vom Stift 124 des Tuchaufwickelhebels 122 getrennt, der durch die Spannkraft der Spannfeder 125 in die Ausgangsposition zurückgestellt wurde.

[0025] Wie in Fig. 3 gezeigt, schwenkt anschließend die Reinigungseinheit 115 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Stift 33 als Mittelpunkt, wenn der Betätiger 104 betätigt wird, um die Betätigungsstange 105 rückwärts in eine Richtung C zu bewegen. Dadurch stößt der Stift 124 des Tuchaufwickelhebels 122 am Anschlagteil 135b der Platte 135 an. Wenn die Betätigungsstange 105 kontinuierlich rückwärts in die Richtung C bewegt wird, schwenkt die Reinigungseinheit 115 weiter in die Reinigungsposition, wie in Fig. 4 gezeigt, um das Reinigungstuch 117 gegen die Umfangsfläche des Gummizylinders 102 zu drücken. Da die Platte 135 am Unterrahmen 110 befestigt ist, schwenkt in diesem Moment der Tuchaufwickelhebel 122 in eine Richtung D zusammen mit dem Stift 124, der am Anschlagteil 135b der Platte 135 anstößt, so daß das Reinigungstuch 117 von der Reinigungstuchaufwickelwalze 121 aufgewickelt wird.

[0026] Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 entsprechend den verschiedenen Arten von Reinigungstüchern 117 oder den Reinigungszuständen zu ändern, werden die Bolzen oder Schrauben 136 gelockert, und die Platte 135 wird in die in Fig. 1 gezeigten Richtungen A-B bewegt, so daß der Abstand zwischen dem Stift 124 und dem Anschlagteil 135b geändert wird. insbesondere um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 zu reduzieren, wird die Platte 135 in die Richtung B bewegt; um die Aufwickelmenge zu erhöhen, wird die Platte 135 in die Richtung A bewegt. Wenn die Einstellung in der Platte 135 selbst oder nahe der Platte 135 vorgenommen wird, läßt sich der Bewegungsbetrag der Platte 135 in die Richtungen A-B präzise und schnell bestimmen.

[0027] Fig. 5 zeigt den Hauptteil einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Mit Bezug auf Fig. 5 weist die Zylinderreinigungsvorrichtung anstelle der Platte 135 und der Bolzen/Schrauben 136 der in Fig. 1 und 2 gezeigten ersten Ausführungsform einen Betätiger 112, der die Tuch-Aufwickelmenge ändert, ein Betätigungssegment 140 und eine Mutter 141 auf. Der Betätiger 112 weist eine Betätigungsstange 113, die im wesentlichen am mittleren Abschnitt des Unterrahmens angebracht ist, auf. Das Betätigungssegment 140 weist einen Schraubenbereich 140% der schraubbar in Eingriff mit dem distalen Endbereich der Betätigungsstange 113 ist, auf. Die Mutter 141 fixiert den im Eingriff schraubbaren Schraubenbereich 140a. Andere Anordnungen sind mit denen in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0028] In dieser Anordnung wird ein Betätiger 104 zum Aufwickeln des Reinigungstuches betätigt, um die Reinigungseinheit von der Reinigungsposition in die Rückzugsposition zu schwenken, und danach wird eine Betätigungsstange 105 rückwärts bewegt, um die Reinigungseinheit in der gleichen Weise wie in der ersten Ausfflhrungsform in die Reinigungsposition zu schwenken. Wenn die Reinigungseinheit schwenkt, stößt das Betätigungssegment 140 der Betätigungsstange 113 an einen Stift/Bolzen 124 an, um einen Tuchaufwickelhebel 122 zu schwenken und dadurch das Reinigungstuch aufzuwickeln.

[0029] Zur Reduzierung der Aufwickelmenge des Reinigungtuches wird der Betätiger 112 in den inaktiven Zustand gebracht, um den Betätigungsstab 113 rückwärts zu bewegen. Zur Erhöhung der Aufwickelmenge des Reinigungstuches wird der Betätiger 112 in den aktiven Zustand gebracht, um den Betätigungsstab 113 vorwärts zu bewegen. Wenn sich die Position des Betätigungsstabs 113 in Bezug auf den Stift/Bolzen 124 ändert, ändert sich auch der Abstand zwischen dem Betätigungssegment 140 der Betätigungsstange 113 und dem Stift/Bolzen 124, wodurch der Schwenkbetrag des Tuchaufwickelhebels 122, nämlich die Aufwickelmenge des Reinigungstuches, geändert wird. Weiterhin läßt sich der Schwenkbetrag des Tuchaufwickelhebels 122 entsprechend dieser Ausführungsform genau eingestehen, wenn die Mutter 141 gelockert wird, um den Betrag des schraubbaren Eingriffs zwischen dem distalen Endbereich der Betätigungsstange 113 und dem Schraubenbereich 140a zu ändern. Insbesondere wenn ein überstehender Betrag L des Antriebselements 140 geändert wird, um den Abstand zum Stift 124 frei ändern zu können, läßt sich der Schwenkbetrag des Tuchaufwickelhebels 122 der Betätigungsstange 113, nämlich die Aufwickelmenge des Reinigungstuches, genau eingestellen.

[0030] In dieser zweiten Ausführungsform wird beim Aufwickeln des Reinigungstuches die mit der Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 belastete Reinigungseinheit von der Rückzugsposition zur Reinigungspostion in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform bewegt. Jedoch kann der Betätiger 112, während die Reinigungseinheit in der Rückzugsposition gestoppt wird, betätigt werden, um den Betätigungsstab 113 vorwärts/rückwärts zu bewegen und dadurch den Tuchaufwickelhebel 122 in der gleichen Weise wie bei der konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung schwenken.

[0031] Fig. 6 zeigt den Hauptteil einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Anstelle des Betätigungssegments 140, des Schraubenbereichs 140a und der in der zweiten Ausführungsform gezeigten Mutter 141, steht in der dritten Ausführungsform der hintere Endbereich einer Betätigungsstange 113 vom Hauptkörper eines Betätigers 112 für die Betragseinstellung des Reinigungstuch-Aufwicklers hervor, und ein Schraubenbereich 113a ist auf dem vorstehenden Teil des Betätigers 112 gebildet. Die Muttern 142a und 142b, die eine schraubbare Doppelmuttereinheit bilden, sind in schraubbarem Eingriff mit dem Schraubenbereich 113a, um einen vorstehenden Betrag L der Betätigungsstange 113 einzustellen. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0032] Um in dieser Anordnung die Aufwickelmenge des beim Schwenken eines Tuchaufwickelhebels 122 aufgewickelten Reinigungstuches zu ändern, werden die Muttern 142b und 142a nacheinander gelockert, um ihren schraubbaren Eingriffsbetrag mit dem Schraubenbereich 113a zu ändern, so daß die Betätigungsstange 113 in die durch einen Doppelpfeil gekennzeichnete Richtung E bewegt wird. Dadurch wird der vorstehende Betrag L der Betäti gungsstange 113 geändert, um das distale Ende der Betätigungsstange 113 weg von einem oder näher an einem Stift/Bolzen 124 des Tuchaufwickelhebels 122 einzustellen.

[0033] Fig. 7A und 7B zeigen den Hauptteil einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die vierte Ausführungsform weist einen Betätiger 112 in der gleichen Weise wie der in Fig. 5 und 6 gezeigten zweiten und dritten Ausführungsform auf. Jedoch wird der Tuchaufwickelbetrag nicht durch den Betätiger 112 eingestellt, sondern durch einen Stift/Bolzen 124 eines Tuchaufwickelhebels 122. Insbesondere der Stift 124 wird in einem Lagerloch 122a des Tuchaufwickelhebels 122 mit einer zu einem Abstand 6 korrespondierenden Exzentrizität gestützt. Wenn ein Bolzen 143 angezogen wird, wird der Stift 124 daran gehindert, im Lagerloch 122a zu drehen, und am Tuchaufwickelhebel 122 befestigt. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0034] In dieser Anordnung wird der Bolzen 143 gelockert und der Stift 124 wird geschwenkt, um die Aufwickelmenge des beim Schwenken des Tuchaufwickelhebels 122 aufgewickelten Reinigungstuches zu ändern, so daß der Abstand zwischen einem Betätigungsstab 113 des Betätigers 112 und der Umfangsfläche des Stifts 124 eingestellt wird. Wenn die Einstellung abgeschlossen ist, wird der Bolzen 143 angezogen.

[0035] In der vierten Ausführungsform wird zum Aufwickeln des Reinigungstuches in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform eine mit einer Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 versehene Reinigungseinheit von der rückwärtigen Position in die Reinigungsposition bewegt. Alternativ läßt sich, während die Reinigungseinheit in der rückwärtigen Position gestoppt wird, der Betätiger 112 betätigen, um die Betätigungsstange 113 vorwärts/rückwärts zu bewegen, wodurch das Reinigungstuch in der gleichen Weise wie bei der konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung aufgewickelt wird.

[0036] Fig. 8 zeigt den Hauptteil einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In der fünften Ausführungsform wird die Tuch-Aufwickelmenge durch einen Tuch-Aufwickelhebel 122 in der gleichen Weise wie in der vierten in Fig. 7 gezeigten Ausfflhrungsform eingestellt. Bezüglich Fig. 8 wird ein Hilfshebel 144 mit dem Tuchaufwickelhebel 122 verbunden. Der mittlere Abschnitt des Hilfshebels 144 wird schwenkbar gestützt durch einen Stift 145, der sich vom oberen Endbereich des Tuchaufwickelhebels 122 aus erstreckt, und eine Schraube 146 erstreckt sich durch den unteren Endbereich des Hilfshebels 144. Eine bogenförmige Führungsnut 122b wird im Tuchaufwickelhebel 122 um den Stift 145 als Mittelpunkt gebildet. Die Schraube 146 wird in die Führungsnut 122b eingeführt. Eine Mutter (nicht gezeigt) ist schraubbar in Eingriff mit der Schraube 146. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0037] In dieser Anordnung wird die Mutter der Schraube 146 gelockert, um die Aufwickelmenge des beim Schwenken des Tuchaufwickelhebels 122 aufgewickelten Reinigungstuches zu ändern, und der Hilfshebel 144 wird an der Führungsnut 122b entlang um den Stift 145 als Schwenkmittelpunkt geschwenkt. Dies stellt den Abstand zwischen dem oberen Endbereich des Hilfshebels 144 und einem Betätigungsstab 113 eines Betätigers 112 ein, wodurch die Aufwickelmenge des Reinigungstuches geändert wird. Wenn die Einstellung abgeschlossen ist, wird die Mutter an der Schraube 146 angezogen.

[0038] In der fünften Ausführungsform wird in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform zum Aufwickeln des Reinigungstuches eine mit einer Reinigungstuch-Aufwickelwalze 122 beladene/versehene Reinigungseinheit aus der Rückzugsposition in die Reinigungsposition bewegt. Jedoch läßt sich der Betätiger 112, während die Reinigungseinheit in der rückwärtigen Position gestoppt wird, betätigen, um die Betätigungsstange 113 vorwärts/- rückwärts zu bewegen, und dadurch das Reinigungstuch in der gleichen Weise wie bei der konventionellen Zylinderreinigungsvorrichtung aufwickelt.

[0039] Fig. 9 zeigt schematisch eine Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die sechste Ausflibrungsform ist eine Abänderung der in Fig. 5 gezeigten zweiten Ausführungsform. Bezüglich Fig. 9 wird eine Walze 147 am oberen Endbereich eines Tuchaufwickelhebels 122 schwenkbar angebracht. Ein Einstellnocken 148 ist am distalen Ende einer Betätigungsstange 113 eines Betätigers 112 angebracht. Der Nocken 148 wird als ein Dreieck so gebildet, daß sich die Abstände α, β und γ zwischen seinem Drehmittelpunkt 148a von den betreffenden Höhen unterscheiden (α ≠ β ≠ γ), und wird so gestützt, daß sein Schwenkwinkel durch einen Einrastmechanismus (nicht gezeigt) gewählt wird, so daß die jeweiligen Höhen selektiv in Kontakt mit der Walze 147 gebracht werden. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0040] In dieser Anordnung wird der Betätigungsnocken 148 geschwenkt, um auszuwählen, welcher Scheitelpunkt mit der Walze 147 in Kontakt kommen soll, die Aufwickelmenge des beim Schwenken eines Tuchaufwickelhebels 122 aufgewickelten Reinigungstuches zu ändern. In der fünften Ausführungsform wird zum Aufwickeln des Reinigungstuches eine mit einer Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 versehene/belastete Reinigungseinheit in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform aus der Rückzugsposition in die Reinigungsposition bewegt.

[0041] Fig. 10A und 10B zeigen die schematische Anordnung einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Mit Bezug auf Fig. 10A und 10B ermittelt ein Anfangspunktsensor 150 die Anfangsposition einer Betätigungsstange 113, die erreicht ist, wenn sich die Betätigungsstange 113 in dem hintersten Betätiger 112 bewegt. Ein Positionsermittlungssensor 151 ermittelt den Betrag einer Vorwärtsbewegung, den die Betätigungsstange 113 von der durch den Anfangspunktsensor 150 ermittelten/erkannten Position bewegt wurde. Eine Steuereinheit 152 steuert die jeweiligen Mechanismen der Druckpresse. Eine Dateneingabeeinheit 153 gibt Daten zur Aufwickelmenge des Reinigungstuches an die Steuereinheit 152 ein. Ein 5-Wege-Solenoid-Ventil 154 betätigt den Betätiger 112, um die Betätigungsstange 113 mittels eines fünfstufigen Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegungsbetrags vorwärts/rückwärts zu bewegen. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0042] Wie die Aufwickelmenge des Reinigungstuches in dieser Zylinderreinigungsvorrichtung eingestellt wird, wird im folgenden beschrieben. Zuerst ermittelt die Steuereinheit 152 mit dem Anfangspunktsensor 150, daß sich die Betätigungsstange 113 in der Anfangsposition befindet und gibt die Daten der Anfangsposition der Betätigungsstange 113 ein. Daten über die Aufwickelmenge des Reinigungstuches werden von der Dateneingabeeinheit 153 in die Steuereinheit 152 eingegeben. Die Steuereinheit 152 berechnet den Vorwärtsbewegungsbetrag (überstehender Betrag) der Betätigungsstange 113 aus den Daten der Ausgangsposition und der Reinigungstuch-Aufwickelmenge und betätigt das 5-Wege-Solenoid-Ventil 154 in die Vorwärtsbewegungsrichtung der Betätigungsstange 113. Wenn die Betätigungsstange 113 durch das 5-Wege-Solenoid-Ventil 154 vorwärts bewegt wird, bewirkt die Steuereinheit 152, daß der Positionsermittlungssensor 151 den tatsächlichen Vorwärtsbewegungsbetrag der Betätigungsstange 113 ermittelt und stoppt die Betätigung des 5-Wege-Solenoid-Ventils 154, wenn der ermittelte Vorwärtsbewegungsbetrag mit dem berechneten übereinstimmt. Der Positionsermittlungssensor 151 kann weggelassen werden, und das 5-Wege-Solenoid-Ventil 154 läßt sich durch einen Betrag, der mit dem berechneten Vorwärtsbewegungsbetrag der Betätigungsstange 113 korrespondiert, steuern.

[0043] In dieser Ausführungsform wird die überstehende/vorstehende Position der Betätigungsstange 113 in Bezug auf einen Stift 124 eines Tuchaufwickelhebels 122 automatisch durch die Daten der Reinigungstuch-Aufwickelmenge eingestellt. Deswegen läßt sich die Reinigungstuch-Aufwickelmenge beim Schwenken des Tuchaufwickelhebels 122, wenn die Reinigungseinheit schwingt, präzise und schnell einstellen.

[0044] Fig. 11 zeigt eine schematische Anordnung einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der achten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die achte Ausführungsform weist eine ähnliche Anordnung wie die in Fig. 6 gezeigte dritte Ausführungsform auf und unterscheidet sich von der Anordnung der Fig. 6 hinsichtlich folgender Punkte von ihr. Beim Aufwickeln des Reinigungstuches wird ein Betätiger 112a zum Aufwickeln des Tuches nicht durch Schwenken der Reinigungseinheit aus der Rückzugsposition in die Reinigungsposition betätigt, sondern während die Reinigungseinheit in der Reinigungs- bzw. rückwärtigen Position gestoppt wird, so daß eine Betätigungsstange 113 einen Tuchaufwickelhebel 122 durch einen Stift 124 schwenkt. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0045] In dieser Anordnung werden die Muttern 142a und 142b nacheinander gelockert, um einen Abstand S zwischen der Mutter 142a und der hinteren Endfläche des Betätigers 112a zu schaffen. Wenn in diesem Zustand der Betätiger 112a betätigt wird, um die Betätigungsstange 113 vorwärts zu bewegen, bewegt sich die Betätigungsstange 113 eine Strecke/- einen Hub S vorwärts, bis die Mutter 142a durch die hintere Endfläche des Betätigers 112a blockiert ist, um den Tuchaufwickelhebel 122 gegen den Uhrzeigersinn in Fig. 11 zu schwenken, wodurch das Reinigungstuch auf die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 aufgewickelt wird. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches zu ändern, werden die Muttern 142a und 142b zur Änderung des Abstands 5 gelockert, wodurch sich der Betrag der Vorwärtsbewegung der Betätigungsstange 113 ändert.

[0046] Der Betätiger 112a läßt sich an der mit dem Reinigungshebel 122 versehenen Reinigungseinheit anbringen. In diesem Fall ist die relative Positionsverbindung zwischen dem Betätiger 112a und dem Tuchaufwickelhebel 122 unabhängig von der Schwenkposition der Reinigungseinheit immer konstant.

[0047] Fig. 12 zeigt die schematische Anordnung einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der neunten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 12 wird ein Schraubenbereich 113a auf dem distalen Endbereich einer Betätigungsstange 113 gebildet. Eine Zahnstange 155 ist schraubbar in Eingriff mit dem Schraubenbereich 113a. Die Zahnstange 155 ist an der Betätigungsstange 113 mittels einer Mutter 115a angebracht. Ein Ritzel 156 ist koaxial mit einer Tuchaufwickelwelle 119 mittels einer Einrichtungskupplung 123 verbunden und greift mit der Zahnstange 155 ineinander. In dieser Ausführungsform wird ein Tuchaufwickelbetätiger 112a an einer mit einer Tuchaufwickelwelle 119 versehenen Reini gungseinheit angebracht. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0048] In dieser Anordnung wird der Reinigungstuch-Aufwickelvorgang beschrieben.

Der Tuchaufwickelbetätiger 112a wird betätigt, um die Betätigungsstange 113 vorwärts/rückwarts zu bewegen. Die Anfangsposition der Betätigungsstange 113 wird durch einen Anfangspunktsensor 150 auf der Basis der voreingestellten Daten zur Reinigungstuch-Aufwickelmenge ermittelt. Der Bewegungsbetrag der Betätigungsstange 113 wird von einem Positionsermittlungssensor 151 ermittelt, die Betätigungsstange 113 wird gestoppt und ein Betrag L der Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung der Betätigungsstange 113 wird bestimmt.

Bei der Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung der Betätigungsstange 113 bewegt sich die Zahnstange 155 in die Richtungen des Doppelpfeils F in Fig. 12, so daß das Ritzel 156, das in die Zahnstange 155 greift, gegen den oder im Uhrzeigersinn dreht. Wenn das Ritzel 156 gegen den Uhrzeigersinn rotiert, rotiert der Tuchaufwickelwelle 119 zusammen mit dem Ritzel 156 durch die Einrichtungskupplung 123, um das Reinigungstuch auf die Tuchaufwickelwalze aufzuwickeln. Die Aufwickelmenge ist zu diesem Zeitpunkt gleich einem Bewegungsbetrag L der Zahnstange 155, nämlich dem Betrag der Vorwärts- bzw. Rückwärtsbewegung der Betätigungsstange 113. Wenn das Ritzel 156 im Uhrzeigersinn dreht, wird die Rotation nicht durch die Einrichtungskupplung 123 übertragen, und die Tuchaufwickelwelle 119 wird nicht gedreht sondern gestoppt. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches zu ändern, werden die Daten der Reinigungstuch-Aufwickelmenge geändert, der Positionsermittlungssensor 151 ermittelt den veränderten Bewegungsbetrag der Betätigungsstange 113 aufgrund der abgeänderten Daten, und die Betätigungsstange 113 wird gestoppt, so daß der Bewegungsbetrag L geändert wird.

[0049] Fig. 13 zeigt eine Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der zehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Mit Bezug auf Fig. 13 betätigt ein Tuchzuführungs- Solenoid-Ventil 158 einen Tuchaufwickelbetätiger. Ein Tuchzuführungszählwerk 159 zählt die Betätigungsanzahl des Tuchaufwickelbetätigers, wie in Fig. 11 gezeigt. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch. Wenn in dieser Anordnung die Daten der Reinigungstuch-Aufwickelmenge von einer Dateneingabeeinheit 153 eingegeben werden, stellt eine Steuereinheit 152 das Betätigungszählwerk des Tuchaufwickelbetätigers auf der Grundlage der Eingabedaten ein und schickt ein Steuersignal an das Tuchzuführungs- Solenoid-Ventil 158. Das Tuchzuführungszählwerk 159 zählt, wie oft das Tuchzuführungs- Solenoid-Ventil 158 betätigt wird, und die Steuereinheit 152 betätigt das Tuchzuführungs- Solenoid-Ventil 158, bis das Tuchzuführungszählwerk 159 eine voreingestellte Zahl erreicht.

Jedesmal, wenn das Tuchzuführungs-Solenoid-Ventil betätigt wird, wiederholt der Tuchaufwickelbetätiger das Aufwickeln des Reinigungstuches, wodurch ein vorbestimmter Reinigungstuchbetrag aufgewickelt wird.

[0050] Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches zu ändern, werden abgeänderte Daten von der Dateneingabeeinheit 153 in die Steuereinheit 152 eingegeben, so daß ein Steuersignal, das eine veränderte Betätigungsanzahl darstellt, von der Steuereinheit 152 an das Tuchzuführungs-Solenoid-Ventil 158 geschickt wird.

[0051] Fig. 14A und 14B zeigen den Hauptteil einer Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der elften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 14A und 14B ist eine Walze/Rolle 160 schwenkbar am distalen Ende eines Tuchaufwickelhebels 122 angebracht. Ein rhombenförmiger Antriebsnocken 161 ist integral mit einer Rolle 161a gebildet. Die Walze 160 kommt mit dem Antriebsnocken 161 in Kontakt. Der Antriebsnocken 161 wird drehbar durch eine Stützwelle 161b gestützt; die sich von einem Unerrahmen 110 erstreckt. Der Tuchaufwickelhebel 122 wird durch ein Federelement (nicht gezeigt) im Uhrzeigersinn in Fig. 14A so gespannt, daß die Walze 160 mit dem Antriebsnocken 161 in Kontakt kommt. Ein Riemen 162 erstreckt sich zwischen der Rolle 161a und einer Rolle 163, die axial an der Motorwelle eines Motors 164 angebracht ist. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0052] Wenn in dieser Anordnung der Motor 164 angetrieben wird, wird seine Drehung durch die Rolle 163 und dem Riemen 162 auf die Rolle 161a übertragen, um den Antriebsnocken 161 zu drehen. Wenn der Antriebsnocken 161 dreht, schwenkt der Tuchaufwickelhebel 122 vielmals im oder entgegen dem Uhrzeigersinn durch die Walze 160, die in Kontakt mit dem Antriebsnocken 161 ist, um eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121, die durch eine Einrichtungskupplung 123 mit dem Tuchaufwickelhebel 122 verbunden ist, entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen, wodurch ein Reinigungstuch 117 aufgewickelt wird. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 zu ändern, wird die voreingestellte Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors 164 geändert, um die Umdrehungszahl des Antriebsnocken 161 zu ändern, wodurch die Anzahl der Schwenkungen des Tuchaufwickelhebels 122 im oder entgegen dem Uhrzeigersinn geändert wird.

[0053] Fig. 15A, 15B und 15C zeigen eine Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der zwölften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 15A, 15B und 15C enthält der Motor 165 einen Codierer 166. Ein Zahnrad 165a, das mit einem Zahnrad 121a ineinandergreift/kämmt, welches seinerseits integral an der Seitenfläche einer Reinigungs tuch-Aufwickelrolle 121 ausgebildet ist, ist axial auf der Motorwelle des Motors 165 angebracht. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch. In dieser Anordnung stellt eine Steuereinheit 152 die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors 165 auf der Grundlage der Eingabe des Betrags der Reinigungstuchaufwicklung durch die Dateneingabeeinheit 153 ein und schickt ein Steuersignal, um den Motor 165 anzutreiben. Die Drehung des Motors 165 wird auf die Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121 über die Zahnräder 165a und 121a zum Aufwickeln des Reinigungstuches 117 übertragen. Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors 165 wird vom Codierer 166 in die Steuereinheit 152 eingegeben. Wenn die Steuereinheit 152 Übereinstimmung zwischen der vom Codierer 166 gesendeten Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors 165 und der voreingestellten Umdrehungsgeschwindigkeit ermittelt, steuert sie den Motor 165, den Antrieb zu stoppen. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 zu ändern, werden die aus der Dateneingabeeinheit 153 geschickten Daten zur Aufwickelmenge des Reinigungstuches geändert.

[0054] Fig. 16 zeigt eine Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der dreizehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 16 wird ein Verstellsensor 168 nahe der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 angeordnet, um den in Fig. 15 gezeigten Codierer 166 zu ersetzen und den Durchmesser der Reinigungstuchzuführwalze 118 zu ermitteln. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch.

[0055] Fig. 1 und 2. In dieser Anordnung dreht bei sich drehendem Motor 165 eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121, um darauf ein Reinigungstuch 117 aufzuwickeln, so daß der Durchmesser der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 allmählich verringert wird. Eine Steuereinheit 152 rechnet den veränderten, durch den Verstellsensor 168 ermittelten Durchmesser der Reinigungstuch-Versorgungswalze 118 in eine Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 um. Wenn die Steuereinheit 152 eine Übereinstimmung zwischen der durch Umrechnung erhaltenen Aufwickelmenge und der voreingestellten Aufwickelmenge des Reinigungstuches ermittelt, stoppt sie den Motor 165, um das Aufwickeln des Reinigungstuches zu stoppen. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 zu ändern, werden die Eingabedaten zur voreingestellten Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 geändert.

[0056] Fig. 17 zeigt eine Zylinderreinigungsvorrichtung gemäß der vierzehnten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bezüglich Fig. 17 wird ein Zuführungsbetrags-Meßsensor 169 nahe einem Reinigungstuch 117 angeordnet, um den in Fig. 15 gezeigten Codierer 166 zu ersetzen und mißt den Bewegungsbetrag des Reinigungstuches 117. Andere Anordnungen sind mit den in Fig. 1 und 2 gezeigten identisch. In dieser Anordnung dreht sich wäh rend der Rotation eines Motors 165 eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze 121, um das Reinigungstuch 117 darauf aufzuwickeln. Die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 wird durch Messen des Bewegungsbetrag des Reinigungstuches 117 vom Zuführungsbetrags-Meßsensor 169 ermittelt. Wenn eine Steuereinheit 152 eine Übereinstimmung zwischen dem gemessenen Bewegungsbetrag des Reinigungstuches 117 und der voreingestellten Aufwickelmenge des Reinigungstuches ermittelt, stoppt sie den Motor 165, um das Aufwickeln des Reinigungstuches zu stoppen. Um die Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 zu ändern, werden die Eingabedaten zur voreingestellten Aufwickelmenge des Reinigungstuches 117 geändert.

[0057] In den oben beschriebenen Ausführungsformen wurde der Gummizylinder als ein Beispiel für zu reinigende Zylinder genommen. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, sondern läßt sich natürlich auch auf sämtliche andere zu reinigende Zylinder anwenden, z. B. auf Druckzylinder, wie z. B. Plattenzylinder und Übertragungszylinder sowie auf Walzen, wie z. B. Auftragswalzen und Leckwalzen, die einer Reinigung bedürfen.

[0058] In den oben beschriebenen Ausführungsformen, wird die Reinigungsflüssigkeit bei der Reinigung des Zylinders auf die Reinigungsbahn gesprüht. Jedoch kann die Reinigungsflüssigkeit auch auf die Umfangsfläche des Zylinders gesprüht und mit einer Reinigungsbahn abgewischt werden, oder die Umfangsfläche des Zylinders läßt sich mit einer Reinigungsbahn, die zuvor mit der Reinigungsflüssigkeit befeuchtet wurde, abwischen, wobei die gleiche Wirkung wie oben beschrieben, erzielt wird. Obwohl ein Tuch als Reinigungsbahn verwendet wird, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, und die Reinigungsbahn kann selbstverständlich aus Papier, Folie oder ähnlichem bestehen.

[0059] Als Reinigungstuch-Versorgungsteil wird eine Reinigungstuch-Aufwickelwalze eingesetzt. Jedoch läßt sich auch ein Versorgungsteil, das mit einem gefalteten, geschichteten Tuch versehen ist, verwenden. Verschiedene andere Änderungen und Abänderungen bezüglich des Designs können vorgenommen werden.

[0060] Wie oben erfindungsgemäß beschrieben, wird beim Aufwickeln eines konstanten Betrags eines Reinigungstuches auf die Aufwickelwalze mittels Konstantbetrag-Zuführmechanismus der Abstand zwischen dem Betätigungszielelement des Aufwickelhebels und dem Betätigungselement eingestellt, um die Aufwickelmenge der Reinigungsbahn anzupassen. Dadurch kann vermieden werden, daß die Menge an aufgewickelter Reinigungsbahn nicht ausreicht, was zu mangelhafter Reinigung führt. Die Reinigungsbahn wird nicht mehr als notwendig aufgewickelt, woraus sich ein wirtschaftlicher Vorteil ergibt.

[0061] Der Abstand zwischen dem am Druckpresserahmen befestigten Betätigungselement und dem Betätigungszielelement des mit an der Reinigungseinheit versehenem Tuchaufwickelhebels wird eingestellt, und der an der Reinigungseinheit angebrachte Aufwickelhebel wird aus der rückwärtigen Position, in der die Reinigungsbahn von der Umfangsfläche des Zylinders getrennt wird, in die Reinigungsposition bewegt, in der die Reinigungsbahn in Kontakt mit der Umfangsfläche des Zylinders kommt, um das Reinigungstuch aufzuwickeln. Deswegen kann die Zylinderreinigungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung bei geringen Kosten ohne Veränderung der herkömmlichen Bauweise realisiert werden.

[0062] Die Daten zur Reinigungstuch-Aufwickelmenge werden eingegeben, um automatisch den Abstand zwischen dem Betätigungszielelement des Aufwickelhebels und dem Betätigungselement sowie der Betätigungsanzahl und dem Betätigungsschlag des Tuchaufwickelbetätiger einzustellen. Daher läßt sich die Aufwickelmenge einfach und präzise einstellen, und durch die Vereinfachung des Anpassungsverfahrens wird die für die Anpassung benötigte Zeit verkürzt.


Anspruch[de]

1. Eine Zylinderreinigungsvorrichtung für eine Druckpresse, umfassend eine Aufwickelwalze (121) zum Aufwickeln einer Reinigungsbahn (117), die von einem Zuführbereich (118) zugeführt wird, um die Umfangsfläche eines Zylinders zu reinigen;

einen Konstantbetrag-Zuführmechanismus (127), der bewirkt, daß unabhängig von der Menge der Reinigungsbahn auf der Aufwickelwalze ein konstanter Betrag der Reinigungsbahn auf die Aufwickelwalze aufgewickelt wird;

Antriebsmittel (104, 112a) zum Antreiben, um die Aufwickelwalze zum Aufwickeln der Reinigungsbahn zu drehen; gekennzeichnet durch

Einstellmittel (135, 136; 140a, 141; 113a, 142a, 142b; 124; 144, 148; 152-154) zum Einstellen eines Schwenkbetrages der Aufwickelwalze, um eine Veränderung in dem konstanten Betrag der Reinigungsbahn, die auf der Aufwickelwalze aufgewickelt wird, zu bewirken.

2. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Antriebsmittel einen Aufwickelhebel (122), der eine Schwenkkraft auf die Aufwickelwalze in lediglich einer Aufwickelrichtung der Reinigungsbahn überträgt und der in einer Gegen-Aufwickel-Richtung der Reinigungsbahn vorgespannt ist,

ein Antriebselement (113, 135, 140, 148), das mit dem Aufwickelhebel in Eingriff ist, um die Aufwickelwalze zu drehen, und

Bewegungsmittel (104, 112) zum Bewegen entweder des Aufwickehebels oder des Antriebselements beim Aufwickeln der Reinigungsbahn, um das Antriebselement mit Bezug auf den Aufwickelhebel zu betätigen, umfaßt, und wobei das Einstellmittel Abstandseinstellmittel (135a, 136; 140a, 141; 113a, 142a, 142b; 124; 144; 148) zum Einstellen eines Anfangsabstandes zwischen einem Betätigungszielelement, das an dem Aufwickelhebel vorgesehen ist, und dem Betätigungselement umfaßt.

3. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, weiterhin umfassend eine Reinigungseinheit (115), die die Aufwickelwalze, den Aufwickelhebel und den Zuführmechanismus für einen konstanten Betrag einschließt und durch einen Druckpressenrahmen getragen wird, um zwischen einer Reinigungsposition, die bewirkt, daß die Reinigungsbahn in Kontakt mit der Umfangsfläche des Zylinders kommt, und einer Rückzugsposition zum Trennen der Reinigungsbahn von der Umfangsfläche des Zylinders bewegbar zu sein, und wobei das Bewegungsmittel die Reinigungseinheit beim Aufwickeln der Reinigungsbahn von der Rückzugsposition zu der Reinigungsposition bewegt, um das Antriebselement in Bezug auf den Aufwickelhebel zu betätigen, wodurch die Aufwickelwalze geschwenkt wird.

4. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, wobei das Bewegungsmittel das Antriebselement vorwärts/rückwärts beim Aufwickeln der Reinigungsbahn bewegt, um das Antriebselement in Bezug auf den Aufwickelhebel zu betätigen.

5. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 4, wobei das Bewegungsmittel einen Stellmotor (112a) zum Antreiben des Antriebselements umfaßt, um sich vorwärts/rückwärts zu bewegen, und das Einstellmittel ein Einstellelement (113a, 142a, 142b) zum physikalischen Einstellen eines Vorwärtsbewegungsbetrages des Antriebselements beim Aufwickel der Reinigungsbahn umfaßt.

6. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, wobei das Abstands-Einstellmittel das Antriebselement in Richtung auf das Antriebszielelement des Aufwickelhebels hin und weg von diesem bewegt, um ein anfängliches Festsetzen eines Abstandes zwischen dem Antriebselement und dem Antriebszielelement durchzuführen.

7. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 6, wobei das Antriebselement eine längliche Platte (135) umfaßt und wobei das Abstandseinstellmittel ein Befestigungselement (135a, 136) zum Befestigen der Platte an einem Druckpressenrahmen umfaßt, um den anfänglichen Abstand zwischen einem distalen Ende der Platte und dem Antriebszielelement einzustellen.

8. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 6, wobei das Abstandseinstellmittel einen Stellmotor (112) zum Betätigen des Betätigungselements umfaßt, um sich vorwärts/rückwärts zu bewegen und einen anfänglichen Abstand zwischen dem Betätigungselement und dem Betätigungszielelement gemäß dem aktiven/inaktiven Zustand des Betätigers einzustellen.

9. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 8, wobei das Betätigungselement ein Betätigungssegment (140) umfaßt, das an einem distalen Ende einer Betätigungsstange (113) des Betätigers befestigt ist, und das Abstandseinstellmittel ein vorwärts/rückwärts bewegbares Element (140) umfaßt, um das Betätigungssegment in Richtung auf das distale Ende der Betätigungsstange des Betätigers und weg von diesem zu bewegen.

10. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 8, wobei das Betätigungselement eine Betätigungsstange (113) des Betätigers umfaßt und das Abstandseinstellmittel ein Einstellmittel (113a, 142a, 142b) für einen Vorwärts/Rückwärts-Bewegungsbetrag zum physikalischen Einstellen eines Vorwärts/Rückwärts-Bewegungsbetrages der Betätigungsstange des Stellmotors umfaßt.

11. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 6, wobei das Abstandseinstellmittel einen Betätiger (113) zum Betätigen des Betätigungselements, um sich vorwärts/rückwärts zu bewegen, ein Vielöffnungs-Soleonid-Ventil (154), das geeignet ist, einen Vorwärts/Rückwärts-Bewegungsbetrag des Betätigers in einer Vielzahl von Zuständen einzustellen, Einstellmittel (153) zum Einstellen eines Aufwickelbetrages der Reinigungsbahn, und Steuermittel (152) zum Steuern einer vorderen Position des Viel-Öffnungs-Soleonid-Ventils, basierend auf dem Aufwickelbetrag der Reinigungsbahn, die durch das Einstellmittel eingestellt werden ist, umfaßt.

12. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, wobei das Betätigungselement ein Nockenelement (148) umfaßt, das durch einen Druckpressenrahmen schwenkbar gestützt wird und wobei das Nockenelement schwenkt, um einen Abstand zu dem Bestätigungszielelement des Aufwickelhebels einzustellen, wodurch das Abstandseinstellmittel gebildet wird.

13. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, wobei das Abstandseinstellmittel ein Einstellmittel (124; 144) zum Bewegen des Betätigungszielelements des Aufwickelhebels in Richtung auf das Betätigungselement und weg von diesem, und ein Befestigungselement (143; 146) zum Befestigen des Einstellelements an dem Aufwickelhebel umfaßt, um die anfängliche Einstellung des Abstandes zwischen dem Betätigungselement und dem Betätigungszielelement durchzuführen.

14. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 2, weiterhin umfassend eine Einrichtungskupplung (123) zum Übertragen einer Schwenkkraft des Bahn-Aufwickelhebels auf die Aufwickelwalze in lediglich einer Aufwickelrichtung der Reinigungsbahn und ein Federelement (125) zum Spannen des Bahn-Aufwickelhebels in einer Gegen-Aufwickelrichtung der Reinigungsbahn.

15. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Antriebsmittel ein vorwärts/rückwärts bewegbares Element (155), das mit der Aufwickelwalze zum Vorwärts/Rückwärtsbewegen verbunden ist, und

einen Stellmotor (112a) zum Antreiben des vorwärts/rückwärts bewegbaren Elements zum VorwärtslRückwärtsbewegen beim Aufwickeln der Reinigungsbahn, wodurch die Aufwickelwalze geschwenkt wird, umfaßt, und

wobei das Einstellmittel einen Vorwärts/Rückwärts-Bewegungsbetrag des vorwärts/- rückwärts bewegbaren Elements einstellt.

16. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Antriebsmittel ein Teilungsschwenkmittel zum Schwenken der Aufwickelwalze in einer geteilten Weise umfaßt und wobei das Einstellmittel Stellmittel (153) zum Einstellen eines Aufwickelbetrages der Reinigungsbahn, und Steuermittel (152) zum Steuern des Teilungsschwenkmittels umfaßt, um, basierend auf einem Aufwickelbetrag der Reinigungsbahn, der in dem Stellmittel eingestellt worden ist, anzutreiben.

17. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 16, weiterhin umfassend einen Aufwickelhebel (122), der eine Schwenkkraft auf die Aufwickelwalze in lediglich einer Aufwickelrichtung der Reinigungsbahn überträgt und der in einer Gegen-Aufwickelrichtung der Reinigungsbahn gespannt ist, und wobei das Teilungs-Schwenkmittel einen Motor (64) und ein rhomben förmiges Nockenelement (161) umfaßt, das mit dem Betätigungszielelement des Bahn- Aufwickelhebels in Eingriff ist und durch den Motor angetrieben wird, zu rotieren.

18. Eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Einstellmittel Stellmittel (153) zum Einstellen eines Aufwickelbetrages der Reinigungsbahn, Detektionsmittel (166, 168, 169) zum Detektieren einer Aufwickelmenge der Reinigungsbahn beim Aufwickeln der Reinigungsbahn, und

Steuermittel (152) zum Steuern des Antriebsmittels gemäß der Aufwickelmenge der Reinigungsbahn, die in dem Stellmittel eingestellt wird, und der Aufwickelmenge der Reinigungsbahn, die durch das Detektionsmittel detektiert wird, umfaßt.







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