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Dokumentenidentifikation DE69800350T2 22.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0857581
Titel Träger und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dieser Träger für den Sublimations Transferdruck um Metall- und Kunststoffartikeln u.s.w. zu dekorieren
Anmelder V.I.V. International S.p.A., Cazzano di Tramigna, IT
Erfinder Fenzi, Giancarlo, 37030 Cazzano di Tramigna (VR), IT
Vertreter Diehl, Glaeser, Hiltl & Partner, 80333 München
DE-Aktenzeichen 69800350
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FI, FR, GB, GR, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.01.1998
EP-Aktenzeichen 981009756
EP-Offenlegungsdatum 12.08.1998
EP date of grant 18.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2001
IPC-Hauptklasse B41M 1/00
IPC-Nebenklasse B41M 5/035   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Transferträgers für den Sublimationsfarbentransfer zum Einsatz beim Anbringen eines Dekors an Gegenständen aus Metall, Kunststoffen usw. mittels der Dekorationstransfertechnik.

Die Erfindung bezieht sich auch auf einen so erhaltenen Transferträger für den Sublimationsfarbentransfer sowie auf die Vorrichtung zu dessen Realisierung.

Es sind Verfahren zum Herstellen von Gegenständen verschiedener Art, auch solche mit einem komplizierten Profil und insbesondere Gegenstände mit groß bemessenen Abschnitten, die mit verschiedenen Dekors versehen sind, bekannt. Die Verfahren beinhalten die Stufen des Aufwickelns des Gegenstands oder Kunstprodukts, der bzw. das vorher durch einen Voranstrich, eine anodische Oxidation oder ähnliches vorbehandelt worden ist, in einem Sublimationstransferträger, der das gewünschte Dekor trägt, die Stufe des Abdeckens des in dem Träger aufgewickelten Gegenstands mit einer Gummimembran oder ähnlichem, die Stufe des Erzeugens eines Vakuums mittels geeigneter Leitungen zwischen der Membran und dem in dem Träger aufgewickelten Kunstprodukt, mit vorhergehender Zwischenanordnung von Mitteln, die geeignet sind, das Strömen und Austreten von Luft sicherzustellen, um zu bewirken, daß der Träger gleichmäßig an der Gestalt des Kunstprodukts anhaftet, und dauerhaft nachgebende Mittel, die geeignet sind, den durch die Membran ausgeübten Druck zu vergleichmäßigen, sowie schließlich der Stufe des Erhitzens der ganzen Anordnung, um auf diese Weise den Transfer der Farben und deshalb des Musters und die Polymerisation der Farben zu verwirklichen.

Es ist auch ein Verfahren vom gleichen Anmelder, der Firma Verniciatura Industriale Veneta S. p.A. bekannt, das Gegenstand des italienischen Patentes Nr. 01283836 war, welches der am 28.08.1996 eingereichten Anmeldung Nr. MI96A001793 entspricht. Dieses Verfahren erlaubt es, unterschiedlich dekorierte Kunstprodukte großer Abmessungen auch für den Einsatz im Freien herzustellen, die insbesondere aus Metall bestehen und mit ein- oder mehrfarbigen Dekors, wie geometrischen Dekors, Blumendekors, Holzimitation, Marmorimitation und auch Dekors mit komplizierten Mustern, versehen sind.

Das Verfahren beinhaltet eine Stufe der Vorbehandlung und Vorbereitung der Oberfläche des Kunstprodukts, eine mögliche Stufe des Vorstreichens und eine Dekorstufe. Diese besteht im Aufbringen eines Dekors auf die Oberfläche der vorbehandelten Gegenstände durch Transfer von einem flexiblen Sublimationsfarbenträger, der im Fall von Kunstprodukten aus Abschnitten mit einer Länge von bis zu 20 Metern besteht von einer Spule abgewickelt wird, durch die Wirkung von Temperatur und/oder Druck, die durch eine sich drehende Haltewalze erzeugt werden, die aus einem elastisch nachgebenden und in geeigneter Weise geformten, erhitzten und thermostatisierten Material besteht, gefolgt von einer Endstufe des Sublimierens und Fixierens der Farben und somit des Dekors.

Es ist bekannt, daß der Transferträger aus einer Platte oder einem Streifen aus Papier, einem Textilmaterial oder ähnlichem besteht, dessen eine Seite das Dekor trägt, das anschließend auf den mit diesem Dekor zu versehenen Gegenstand übertragen werden soll, wobei sublimierbare Farben verwendet werden.

Um das Dekor auf den Träger zu übertragen, wird im Allgemeinen ein Siebdruckverfahren angewandt, bei dem die Farbe auf einer Matrix verteilt wird, die in Kontakt mit der Trägeroberfläche gehalten wird, wobei die Matrix aus einem Tex tilmaterial besteht, das vorher mit einem Absperrmittel abgedeckt worden ist, welches nur die Form des auf den Träger zu übertragenden Ornaments unbedeckt läßt. Die Farbe dringt unter dem Druck einer speziellen Spachtel durch die extrem kleinen Löcher des Textilmaterials und setzt sich auf dem Träger ab. Bei dem Siebdruckverfahren sind die Fasern, welche die Matrix bilden, aufgrund des von der Spachtel bei jedem Durchgang ausgeübten Drucks einer starken Abnutzung unterworfen, und außerdem ist diese Matrix aufgrund der mechanischen Beanspruchung deformierbar.

Die US 3966396 bezieht sich auf ein Verfahren zum Bedrucken von Textilmaterialien mit lebhaften Vierfarbenmustern in feinen Einzelheiten.

Das Verfahren gemäß der US 3966396 beinhaltet das Herstellen eines unausgeglichenen Druckfarbenpunktmusters auf ein Transfermedium aus Papier. Das unausgeglichene Punktmuster gleicht die Dampfphasenexpansion der Druckfarbenpunkte beim nachfolgenden Transfer auf das Textilmaterial aus.

Das Muster wird dann durch Druckkontakt mit dem Textilmaterial unter Anwendung von Wärme übertragen, die bewirkt, daß die Druckfarbenpunkte in das Textilmaterial sublimieren und dadurch ein kontinuierliches Farbtonmuster auf das Textilmaterial aufdrucken.

Das Papier und das Textilmaterial laufen um eine Rotationsheißpresse bei einer Temperatur zwischen 375 und 410ºF, vorzugsweise bei 385ºF (zwischen 190,6 und 210ºC, vorzugsweise bei 196,1ºC) herum.

Es wurde tatsächlich gefunden, daß beim Einsatz von Transferträgern gemäß dem Stand der Technik das auf das Kunstprodukt übertragene Dekor häufig Fehler aufweist, beispielsweise De formationen des Profils, Grate, Farbdiffusion und -überlagerung usw.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen eines Transferträgers für Sublimationsfarben zu verwirklichen, der für das Aufbringen eines Dekors auf verschiedene Gegenstände mittels der Transfertechnik verwendet werden soll, um es zu ermöglichen, auf dem mit dem Dekor zu versehenen Kunstprodukt ein Dekor mit scharfen Umrissen auszubilden, das frei von Graten, Farbüberlagerungen usw. ist.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, einen Transferträger zu realisieren und bereitzustellen, der es erlaubt, auf den mit einem Dekor zu versehenen Kunstprodukten, insbesondere auf Metallteile für Gebäude und ähnliches, mit einer Länge von bis zu 20 Meter des Dekors zu reproduzieren, die frei von Fehlern, beispielsweise Deformationen des Umrisses, Graten sowie Farbdiffusion und -überlagerung usw., sind.

Diese und weitere Aufgaben sowie zugehörige Vorteile, welche aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich sind, werden durch ein Verfahren zum Herstellen eines flexiblen Transferträgers für den Sublimationsfarbentransfer zum Einsatz bei der Verwirklichung eines Dekors auf der Oberfläche verschiedener Gegenstände aus Metall, Kunststoffen usw., wie Metallteilen aus Leichtmetallprofilen, Walzprofilen, Verkehrsschildern usw. erreicht, und zwar mittels der Transfertechnik, wobei das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung die folgenden Schritte umfaßt:

- Herstellen einer gravierten Metallmatrix, die eine Vertiefung trägt, die gleich jenem Dekor ist, mittels bekannter Techniken, z. B. durch Lichtdruck und dergleichen,

- Aufbringen des genannten Dekors, das mit sublimierbaren Druckfarben verwirklicht ist, auf eine Platte oder einen Streifen aus einem flexiblen, undehnbaren Material gemäß bekannten Drucktechniken mittels der genannten Metallmatrix,

- Transfer des Dekors von der flexiblen, undehnbaren Platte oder dem flexiblen, undehnbaren Streifen auf eine Platte oder einen Streifen aus einem flexiblen Material durch Heißpressen der flexiblen, undehnbaren Platte oder des flexiblen, undehnbaren Streifens gegen die genannte Platte oder den genannten Streifen aus dem flexiblen Material bei einer Temperatur zwischen 100 und 150ºC, wobei ein flexibler Transferträger erhalten wird, der das Sublimationsfarbendekor trägt.

Insbesondere besteht die Platte oder der Streifen aus dem flexiblen, undehnbaren Material aus Polyethylen, und der Transfer des Dekors auf die genannte Platte oder den genannten Streifen aus einem flexiblen Material durch Heißpressen erfolgt bei einer Temperatur zwischen 100 und 150ºC, jedenfalls bei einer Temperatur unterhalb der Erweichungstemperatur des Polyethylens oder irgendeines benutzten Kunststoffmaterials.

Der Streifen aus einem flexiblen Material ist ein Streifen, der aus einem Textilmaterial oder einem Vliesmaterial besteht.

Es wurde gefunden, daß der auf diese Weise erhaltene, für den Sublimationsfarbentransfer vorgesehene flexible Träger, welcher geeignet ist, hohen Temperaturen von bis zu 300ºC zu widerstehen, bei denen die Sublimation der Farben und der Transfer auf die Oberfläche des mit dem Dekor zu versehenen Kunstprodukts stattfindet, es ermöglicht, auf irgendwelchen Kunstprodukten oder Gegenständen irgendwelche Dekors, sogar solche mit einem komplizierten Muster, anzubringen, die frei von Fehlern, wie Deformationen des Musterumrisses, Graten, Farbüberlagerung usw., sind.

Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erwies sich als besonders vorteilhaft für die Verwirklichung eines streifenähnlichen flexiblen Trägers aus einem Textilmaterial, Vliesmaterial oder ähnlichem, welches gemäß dem Verfahren des bereits erwähnten italienischen Patents Nr. 01283836 für das Aufbringen eines Dekors auf bestimmte Teile verwendet werden soll.

Insbesondere weist eine Vorrichtung zur Realisierung eines flexiblen, streifenartigen Trägers gemäß der vorliegenden Erfindung folgende Merkmale auf:

- eine sich drehende zylindrische Metallmatrix, die eine dem genannten Dekor entsprechende Vertiefung aufweist und aus einer Wanne, welche die genannte sublimierbare Druckfarbe enthält, die Druckfarbe aufnimmt sowie eine Vorrichtung, z. B. einen Abstreifer, eine Spachtel oder ähnliches aufweist, der bzw. die zum Entfernen der überschüssigen Druckfarbe von der Oberfläche der Matrix geeignet ist;

- eine erste Rolle, von der sich der genannte Streifen aus einem undehnbaren, flexiblen Material, wie Polyethylen oder ähnlichem abwickelt, und die in Berührung mit der Oberfläche der zylindrischen Matrix gehalten wird, so daß das Dekor gemäß bekannten Techniken, wie dem Tiefdruck und ähnlichem, auf die Oberfläche des genannten Streifens übertragen wird,

- eine zweite Rolle, auf die sich der genannte Streifen aus dem flexiblen Material, wie Polyethylen oder ähnlichem, der das Dekor aus der sublimierbaren Druckfarbe trägt, wieder aufwickelt,

- eine Haltewalze, die auf eine Temperatur zwischen 100 und 150ºC erhitzt und geeignet ist, den Streifen aus undehnba rem, flexiblen Material, der das Dekor trägt und sich von der genannten zweiten Rolle abwickelt, gegen die Oberfläche eines Streifens aus einem flexiblen Material, z. B. einem Textilmaterial, einem Vliesmaterial oder ähnlichem, der sich von einer dritten Rolle abwickelt, in einer solchen Weise zu halten, daß das Dekor auf den Streifen aus flexiblem Material, der sich auf einer vierten Rolle aufwickelt, übertragen wird.

Gemäß einer Variante der vorliegenden Erfindung wird das zu übertragene Dekor oder Muster, welches auf der Oberfläche des genannten flexiblen Trägers vorliegt, die mit der Oberfläche des mit dem Dekor zu versehenen Gegenstand in Kontakt gebracht werden soll, mit einer dünnen Klebstoffschicht bedeckt, die geeignet ist, einen Träger für das Dekor auf der Oberfläche des Gegenstands und gleichzeitig eine Schutzschicht für die gleiche Oberfläche zu bilden.

Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung wird zwischen die Oberfläche des flexiblen Trägers, z. B. eines Textilmaterials, und der Schicht, welche durch das Dekor gebildet ist, ein transparenter Film eingelegt, der geeignet ist, einen Schutz für das Dekor zu bilden, wenn das Letzere auf die Oberfläche des damit zu versehenen Gegenstands übertragen worden ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Herstellen eines flexiblen Transferträgers für den Sublimationsfarbentransfer zum Einsatz bei der Verwirklichung eines Dekors auf der Oberfläche verschiedener Gegenstände aus Metall, Kunststoffen usw., wie Leichtmetallprofilen, Walzprofilen, Verkehrsschildern usw., mittels der Transfertechnik, mit den Schritten des Herstellens einer gravierten Metallmatrix, die eine dem Dekor entsprechende Vertiefung aufweist, mittels bekannter Techniken, wie der Fotogravüre usw., dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren die folgenden Schritte umfaßt:

- Aufbringen des genannten Dekors, das mit sublimierbaren Druckfarben verwirklicht ist, auf eine Platte oder einen Streifen aus einem flexiblen, undehnbaren Material, wie Polyethylen, gemäß bekannten Drucktechniken mittels der genannten Metallmatrix,

- Transfer des Dekors von der flexiblen, undehnbaren Platte oder dem flexiblen, undehnbaren Streifen auf eine Platte oder einen Streifen aus einem flexiblen Material, z. B. aus einem Textilmaterial oder einem Vliesmaterial, durch Heißpressen der flexiblen, undehnbaren Platte oder des flexiblen, undehnbaren Streifens gegen die genannte Platte oder den genannten Streifen aus dem flexiblen Material bei einer Temperatur zwischen 100 und 150ºC, wobei ein flexibler Transferträger erhalten wird, der das Sublimationsfarbendekor trägt.

2. Vorrichtung zur Realisierung eines flexiblen, streifenartigen Trägers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie folgende Merkmale aufweist:

- Eine sich drehende zylindrische Metallmatrix, die eine dem genannten Dekor entsprechende Vertiefung aufweist und aus einer Wanne, welche die genannte sublimierbare Druckfarbe enthält, die Druckfarbe aufnimmt sowie eine Vorrichtung, z. B. einen Abstreifer, eine Spachtel oder ähnliches aufweist, der bzw. die zum Entfernen der überschüssigen Druckfarbe von der Oberfläche der Matrix geeignet ist,

- eine erste Rolle, von der sich der genannte Streifen aus einem undehnbaren, flexiblen Material, wie Polyethylen, abwickelt und die in Berührung mit der Oberfläche der zylindrischen Matrix gehalten wird, so daß das Dekor gemäß bekannten Techniken, wie dem Tiefdruck und ähnlichem, auf die Oberfläche des genannten Streifens übertragen wird,

- eine zweite Rolle, auf die sich der genannte Streifen aus undehnbarem, flexiblen Material, der das Sublimationsdruckfarbendekor trägt, wieder aufwickelt, und

- eine Haltewalze, die auf eine Temperatur zwischen 100 und 150ºC erhitzt und geeignet ist, den Streifen aus undehnbarem, flexiblen Material, der das Dekor trägt und sich von der genannten zweiten Rolle abwickelt, gegen die Oberfläche eines Streifens aus einem flexiblen Material, z. B. einem Textilmaterial oder einem Vliesmaterial, der sich von einer dritten Rolle abwickelt, in einer solchen Weise zu halten, daß das Dekor auf den Streifen aus flexiblem Material, der sich auf einer vierten Rolle aufwickelt, übertragen wird.

3. Flexibler Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu übertragende Dekor oder Muster, welches auf der Oberfläche des flexiblen Trägers vorliegt, die mit der Oberfläche des zu dekorierenden Gegenstands in Berührung gebracht werden soll, mit einer dünnen Schicht eines Klebstoffs bedeckt ist.

4. Flexibler Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Oberfläche des flexiblen Trägers und der von dem Dekor gebildeten Schicht ein transparenter Film eingelegt ist.







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