Warning: fopen(111data/log202007071911.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Aufzugsanlage - Dokument EP1069065
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1069065 22.02.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 1069065
Titel Aufzugsanlage
Anmelder Inventio AG, Hergiswil, Nidwalden, CH
Erfinder Richter, Lutz, 12557 Berlin, DE;
Svensson-Hilford, Lennert, 12247 Berlin, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 08.07.2000
EP-Aktenzeichen 001147255
EP-Offenlegungsdatum 17.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.02.2001
IPC-Hauptklasse B66B 3/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Aufzugsanlage mit mindestens einer Aufzugskabine und einer Aufzugstür.

Die Zeit, die ein Aufzugsbenutzer damit verbringt, in der Eingangshalle oder in einem Stockwerk auf eine Aufzugskabine zu warten oder in der Kabine während der Fahrt verbringt, ist verlorene Zeit. Um diese Zeit wirksamer zu nutzen, wurde vorgeschlagen, z.B. in der Patentschrift DE 195 13 390 oder in der Patentschrift CH 676 707, verschiedene Informationen, beispielsweise mit Hilfe von Monitoren, in den Stockwerken oder in der Kabine anzuzeigen.

Die Wiedergabe von Filmen oder im allgemeinen von dynamischen Informationen erfolgt dabei mittels ziemlich teuerer Anzeigevorrichtungen wie Flachbildmonitoren, die üblicherweise vom Maschinenraum aus gesteuert werden.

Mittel zur Wiedergabe von statischen oder dynamischen Informationen, wie z.B. Monitore, Flachbildschirme, TV-Bildschirme, Plakate, Tafeln, usw., müssen speziell dazu an geeigneten Orten der Aufzugsanlage und des Gebäudes positioniert werden und erfordern zusätzlichen Bauraum. Zur Installation solcher Mittel müssen extra bestimmte Stellen der Aufzugsanlage und des Gebäudes geschaffen werden und können zudem nur für diesen Zweck gebraucht werden.

In einer Zeit, wo immer mehr versucht wird, vor allem im Aufzugsgebiet, Platz zu sparen (vgl. z.B. Maschinenraumlose Aufzüge), ist es sicher nicht von Vorteil zusätzliche Flächen nur für einen einzigen Zweck vorzusehen und zu reservieren.

Wenn ein Aufzugsbenutzer auf eine Aufzugskabine wartet oder die Bestellung der Kabine betätigen muss, steht er normalerweise vor der Aufzugstür. Um die Informationen anzuschauen, die z.B. an der Wand neben der Aufzugstür angezeigt sind, ist er gezwungen, seinen Blick von der Aufzugstür wegzunehmen. Das bedeutet, dass die Aufmerksamkeit des Aufzugsbenutzers für eine Weile auf einen Bereich ausserhalb der Aufzugstür konzentriert ist. Diese Situation könnte dazu führen, dass der Benutzer das Eintreffen des Aufzuges übersieht oder den Rufknopf nach Freiwerden des Aufzuges nicht rechtzeitig betätigt und er den Aufzug verpasst.

Die erfindungsgemässe Aufzugsanlage mit der als Anzeigefläche für die Darstellung veränderbarer Informationen ausgebildeten mindestens einen Wand der Aufzugskabine und/oder mindestens einen Aufzugstür, hat demgegenüber den Vorteil, dass die Informationsvermittlung platzsparend ist, keinen unerwünschten zusätzlichen Zeitverlust bei den Benutzern der Aufzügen verursacht und dass auf einfache und billige Weise statische und/oder dynamische Informationen angezeigt werden können.

In dieser Erfindung werden als veränderbare Informationen beispielsweise auch statische Informationen bezeichnet, die, durch z.B. das Einschalten und Ausschalten des Projektionsgeräts, nur zeitweise angezeigt werden.

Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Aufzugsanlage möglich.

Besonders vorteilhaft ist die Benutzung der Schacht- und/oder Kabinentür als Projektionsfläche, weil die herkömmlicherweise unbenutzte Fläche bei dieser Ausführung eine zusätzliche nützliche Funktion übernimmt.

Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass ein Projektionsgerät, insbesondere ein Multimedia-Projektor, vorgesehen ist, mittels dessen eine Schrägprojektion, d.h. eine Projektion unter einem kleinen Projektionswinkel, realisierbar ist. Mit dieser Ausführungsform wird erreicht, dass die Betrachter der Informationsfläche sich nicht mehr in der Projektion befinden, wenn sie zu nahe an der Projektionsfläche stehen.

Alle erläuterten Merkmale sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den schematischen Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

  • Fig. 1 einen seitlichen Schnitt einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufzugsanlage,
  • Fig. 2 eine frontale Ansicht der Ausführungsform gemäss Figur 1,
  • Fig. 3 einen seitlichen Schnitt einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufzugsanlage,
  • Fig. 4 einen seitlichen Schnitt einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufzugsanlage,
  • Fig. 5 einen seitlichen Schnitt einer vierten Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufzugsanlage,
  • Fig. 6 ein Beispiel eines projizierten Bildes bei der Anordnung gemäss Fig. 5,
  • Fig. 7 eine Darstellung der Projektion und des Projektionsgerätes der erfindungsgemässen Aufzugsanlage,
  • Fig. 7a eine prinzipielle Darstellung eines Aspektes der Verzerrung
  • Fig. 8 ein Beispiel eines Gesamt-Programmablaufs der Projektion,
  • Fig. 9 eine Detaildarstellung der Lampensteuerung aus Fig. 8,
  • Fig.10 eine frontale Ansicht einer fünften Ausführungsform der erfindungsgemässen Aufzugsanlage.

In den Fig. 1 und 2 ist eine Aufzugskabine 1 einer Aufzugsanlage mit einer Kabinentür 2 dargestellt, die sich auf einem Stockwerk z.B. eines Geschäftsgebäudes gegenüber einer korrespondierenden Schachttür 3 befindet. Durch ein Projektionsgerät 4 wird auf die Schachtür 3 ein Bild projiziert; ein Teil der Oberfläche der Schachttür 3 dient also als Projektionsfläche 5. Je nach Einstellung der Komponenten, Leistung und Grösse des Projektionsgerätes 4, könnte auch die ganze Schachttür als Projektionsfläche 5 verwendet werden. In der Ausführungsform von der Fig. 1, ist das Projektionsgerät 4 in der Nähe der Decke 7 eines Stockwerkes 8 vor dem Schachtzugang positioniert. Vorzugsweise ist das Gerät 4 so nahe wie möglich in kompakter Weise an die Projektionsfläche 5 anzubringen, damit die Projektion auch in kleinen, schmalen Räumen möglich ist.

Dank einer Speziallinse und einer rechnergestützen Bildverzerrung kann das Projektionsgerät 5 unter einem kleinen Projektionswinkel w gut lesbare und deutlich erkennbare Informationen wie z.B. Dias, Filme, schriftliche Informationen, Bilder, Muster, Oberflächenstrukturen, Informationen zu Hausleitsystemen, Nachrichten der Hausverwaltung, usw. auf eine vertikale Projektionsfläche 5 projizieren. Durch dieses Gerät 4 wird also eine extreme Schrägprojektion ermöglicht.

Der Projektionswinkel w, d.h. der spitze Winkel zwischen der vertikalen Achse A der Projektionsfläche 5 und des Strahles auf die Mitte der Projektionsfläche 5, in Fig. 1 mit der Längsachse B des Projektionsgerätes zusammenfallend, kann vorzugsweise kleiner als 45 Grad gewählt werden und beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform 23 Grad. Es ist leicht verständlich, dass mit dieser Schrägprojektion Aufzugsbenutzer, die vor einer Schachtür auf den Aufzug warten, nicht mehr inmitten des Projektionsstrahles stehen, wenn sie sich zu nahe an der Projektionsfläche befinden. Die Betrachter der Information können beispielsweise in einem Abstand von etwa 1 m vor der Projektionsfläche stehen, ohne die Projektion zu stören. Ausserdem können sie die Information bequem betrachten und gut lesen.

Da die Information direkt an die Schachtür projiziert wird, kann der Aufzugsbenutzer die Information lesen, ohne den Blick von der Schachtür zu wenden. Auf dieser Weise wird er durch die Türöffnung des Aufzuges, d.h. die Öffnung der Anzeigefläche, das Eintreffen des Aufzuges nicht übersehen.

Mit diesen Massnahmen verwendet man als Anzeigefläche einen üblichen Bestandteil eines Aufzuges, die einerseits seine Hauptfunktion nicht verliert, anderseits eine weitere nützliche Funktion übernimmt. Man benötigt also keine zusätzliche Fläche, um die Information darzustellen, sondern wird es einfach besser ausgenützt, was bei jedem Aufzug schon vorhanden ist.

In den Zeichnungen wird nur die Projektion auf die Schachttür 3 gezeigt; es ist aber klar, dass die Projektion in gleicher Weise und mit den gleichen Vorteile innerhalb der Aufzugskabine 1, auf die Wände und/oder auf die Kabinentür 2, möglich ist. Auch in diesem Fall wird der Raum der Kabine in sinnvollerer Art ausgenützt, ohne unbedingt Plakate, Tafeln usw. aufzuhängen oder Monitoren auf die Wände zu montieren. Wenn eine Wand oder eine Aufzugtür nicht als Projektionsfläche benützt wird, kann sie problemlos für andere Zwecke verwendet werden.

Das Projektionsgerät 4 darf grundsätzlich überall positioniert werden. Vorzugsweise ist es, zentral oder seitlich, oberhalb bzw. unterhalb der Aufzugstür, in einem kurzen Abstand von der Projektionsfläche, angeordnet. Mit der Anordnung von der Fig. 1 erfolgt die Schrägprojektion mit einem auf die Projektionsfläche direkt gerichteten Projektionsstrahl.

Die Schrägprojektion kann ausserdem auch in indirekter Weise mit Hilfe von Hilfsmitteln, beispielsweise mit Hilfe eines Umlenkspiegels 11 realisiert werden. Diese Ausführungsformen sind in den Figuren 3 bis 5 aufgeführt.

In Fig. 3 ist das Projektionsgerät 4 in der Schachtwand 9 eingesetzt und es ist so gerichtet, dass seine Längsachse B senkrecht zur vertikalen Achse A der Schachttür 3 steht. Das Projektionsgerät 4 projiziert die Information auf einen in Bezug auf die Vertikale geneigten ihm gegenüberliegenden Spiegel 11, der seinerseits die Information auf die Schachttür 3 umlenkt.

Je nach Einstellung des Spiegels 11 in Bezug auf die Aufzugstür (2,3) und den Projektor 4, sind mehrere Positionierungen/Einbauvarianten des Projektors 4 möglich. Das Projektionsgerät könnte auch unmittelbar in den Türrahmen 10 der Aufzugstüren eingesetzt werden.

In Fig. 4 ist das Projektionsgerät 4 beispielsweise in einer Ecke zwischen Decke 7 und Schachtwand 9 eines Stockwerkes oberhalb der Tür befestigt und seine Längsachse ist parallel zur vertikalen Achse der Tür. Mittels eines in eine andere Richtung als in Fig. 3 geneigten Spiegels 11, kann auch hier eine Schrägprojektion auf die Tür erzeugt werden.

In Fig. 5 sind das Projektionsgerät und der Umlenkspiegel so angeordnet, dass mit minimalem Abstand zwischen Spiegel 11 und Schachtür 3, eine Schrägprojektion auf annähernd die ganze Oberfläche der Schachttür zustande kommt. Durch eine optimale Einstellung des Projektionsgerätes 4 und des Spiegels 11 vor der Projektionsfläche 5 beträgt der Abstand zwischen Spiegel 11 und Schachtwand 9 höchstens 400 mm, im Ausführungsbeispiel 340 mm.

Ausser den geschilderten Ausführungsformen, sind alle denkbaren Einbauvarianten möglich, wobei das Projektionsgerät innerhalb oder ausserhalb der bestehenden Baustruktur der Aufzugsanlage eingesetzt werden kann und dementsprechend gut, diskret in kompakter Weise ohne grossen Aufwand verteckbar sein kann, z.B. mit Hilfe eines kleinen, der ganzen Gebäudearchitektur passenden Abdeckpaneels 12.

Fig. 6 zeigt wie ein Bild M auf der Aufzugstür bei der speziellen Anordnung gemäss Fig.5 aussieht. In diesem Fall wird ein Streifen 6 von etwa 10 cm an der Türoberkante nicht ausgeleuchtet. Wie schon gesagt kann mit anderen Anordnungen des Projektionsgerätes, des Umlenkspiegels bzw. der optischen Verhältnisse die ganze Oberfläche der Aufzugstür ausgeleuchtet werden. Aus Fig. 6 ist weiter ersichtlich, wie durch Projektion von verschiedenen Informationen, wie z.B. Bildern, Mustern, Oberflächenstrukturen, das Design der Schacht- oder Kabinentüren der Kabine sowie der Schachtwände beispielsweise periodisch verändert werden könnte. Mit der Projektion verschiedener Oberflächenstrukturen, kann beispielsweise der Anschein erweckt werden, als bestände die Aufzugstür aus Holz, Edelstahl, usw.. Versuche haben gezeigt, dass es möglich ist hellgrau oder weiss gestrichene Türen auch bei Tageslicht im Erscheinungsbild zu ändern. So sind neben der Darstellung von Bildern auch Muster und Oberflächenstrukturen gut sichtbar. Das Design kann in Abhängigkeit von Aufzugsbetreiber- oder Aufzugsnutzerwünschen angepasst werden. Das kann beispielsweise automatisch, manuell oder mit Fernbedienung erfolgen. So wäre denkbar, dass mit dieser Technik ohne Aufwand ganze Flur- oder Schachtzugangsbereiche an die Tages- oder Jahreszeit angepasst werden.

In Fig. 7 ist eine schematische Darstellung der Projektion auf eine Projektionsfläche 5 gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gezeigt, aus der die wesentlichen Komponenten eines Projektionsgerätes 4 und die mit ihm zusammenarbeitenden Elementen zur Durchführung der Projektion erkennbar sind. Mit 13 ist das Objektiv und mit 14 eine Aufnahmevorrichtung für vorbearbeitete Bilder bezeichnet. Mit Hilfe eines Zeitgliedes 16, eines Infrarotsensors 17 und eines Sensors 18 zur Erkennung der Türbewegung wird das Projektionsgerät durch die Steuereinheit 15 gesteuert. Das Zeitglied 16 und der Infrarotsensor 17 dienen dazu, eine zeitabhängige bezw. manuelle Weiterschaltung der Bilder zu betätigen.

Die Schrägprojektion erfolgt durch ein System, bei dem drei Komponenten aufeinander abgestimmt und optimiert sind. Die drei Komponenten sind:

  • Die geometrische Anordnung von Projektionsgerät 4 und Projektionsfläche 5,
  • die Optik mit dem Objektiv 13,
  • die elektronisch bearbeiteten Informationen, z.B. Bilder.

Durch die eingesetzte Spezialoptik, d.h. durch das mit einer Speziallinse ausgerüstete Objektiv 13, das eine an die geometrischen Verhältnisse angepasste Brennweite aufweist und eine von geometrischen und optischen Parametern abhängige Bearbeitung der Bilder in einem Computer, wird auf der Projektionsfläche ein in der Optik und in den Helligkeitswerten hochqualitatives verzerrtes Bild erzeugt.

Durch eine bestimmte Anordnung der optischen Elemente des Projektionsapparates und eine elektronische Bearbeitung der Information für ihre künstliche Verzerrung, kann man also eine Schrägprojektion unter einem kleinen Winkel w realisieren, mit der Informationen hoher Qualität angezeigt werden können.

Ob eine Umlenkung des Lichtes durch einen Spiegel 11 erfolgt oder erfolgen muss, hängt nur von den Anbringungsmöglichkeiten des Projektionsgerätes ab.

Anhand der Fig. 7a wird das Prinzip der Verzerrung schematisch beschrieben. Die Vorverzerrung erfolgt durch elektronische, vorzugsweise digitale Vorbearbeitung des Informationsmaterials in einem Computer. Mit LQ ist eine Lichtquelle und mit BV eine Bildvorlage bezeichnet. Bei der Projektion der Bildvorlage auf die Anzeigefläche wird normalerweise ohne spezielle Modifikationen in der Optik, ein stark verzerrtes Bild erzeugt. Um diesen Nachteil zu korrigieren, wird eine Spezialoptik und eine elektronische Vorverzerrung der Bilder eingesetzt.

Vorverzerrung und Speziallinse bewirken im Prinzip dreierlei:

  • Die Bildvorlage BV wird geometrisch verzerrt, indem die projizierten fernen Bereiche gegenüber der dem Projektor nächsten Bildlinie BL1 in Richtung P seitlich komprimiert werden,
  • die durch den Strahlengang erzeugten seitlichen Zwickel Z, welche keine Bildinformationen enthalten, werden abgedeckt,
  • die Lichtdurchlässigkeit der Bildvorlage BV nimmt von der dem Projektor nächsten Bildlinie BL1 zu der dem Projektor fernsten Bildlinie BL2 mit dem Quadrat der Entfernung zu, damit die Lichtstärke auf der ganzen Projektionsfläche gleich bleibt.

Der Einfachheit halber sind die Bildlinien in Fig. 7a mit geraden Linien markiert, obwohl sie in der Realität gekrümmt sind.

Als Projektionsflächen können vorzugsweise konventionelle Wände oder Türen von Aufzugsanlagen benutzt werden, die z.B. hellgrau oder weiss lackiert sind. Zweckmässigerweise werden glatte Flächen bevorzugt. D.h. es werden keine aktiven Komponenten an der Tür und/oder an der Wand benötigt, lediglich eine geeignete Oberflächenstruktur und -farbe.

Für den Projektor 4 können, je nach Zweck, verschiedene Lampen mit unterschiedlichen Leistungen Verwendung finden, z.B. 150 W oder 250 W Halogenlampen oder konventionelle Lampen.

In den Fig. 8 und 9 sind durch Flussdiagramme mögliche Programmabläufe der Projektion dargestellt. In Fig. 8 wird ein Gesamt-Programmablauf gezeigt. Beim Start 19 der Projektion wird in Schritt 20 ein erstes Bild eingestellt und in Schritt 21 projiziert. Ist eine vorgegebene Zeit abgelaufen, Schritt 22, dann wird zum nächsten Bild weitergeschaltet, Schritt 23, und der Prozess geht bei Schritt 21 weiter. Während der vorgegebenen Zeit kann man in Schritt 24 durch Fernbedienung ein Bild auswählen und es in Schritt 25 einstellen, durch die Projektion des Bildes wird dann der Prozess in Schritt 27 beendet. Will man nicht das Bild in Schritt 24 durch Fernbedienung auswählen dann geht der Prozess bei Schritt 22 weiter.

In Fig. 9 ist ein Flussdiagramm LS dargestellt, das einen möglichen Programmablauf in Bezug auf die Lichtstärke der Projektorlampe beim Schliessen und Öffnen der Aufzugstür zeigt. In Schritt 28 wird überprüft ob die Tür geschlossen ist. Bei Verneinung wiederholt sich der Prozess. Im anderen Fall strahlt die Projektionslampe mit voller Lichtstärke, Schritt 29, bis zu dem Zeitpunkt, bei dem die Tür geöffnet wird, Schritt 30. Bei geöffneter Tür strahlt die Lampe mit reduzierter Lichtstärke, Schritt 31 und der Prozess kann wieder bei Schritt 28 weitergehen.

Fig. 10 zeigt die Ausführungsform, bei der zur Wiedergabe der Information ein in der als Anzeigefläche/Projektionsfläche ausgebildete Aufzugstür 3 integrierter Flachbildschirm 32 verwendet wird. Anstelle von Flachbildschirmen können auch andere Anzeigemittel verwendet werden wie z.B. übliche Bildschirme, Monitore, TV-Bildschirme aber auch von hinten ausstrahlende dünne Folien.

Die Informationsvermittlung gemäss der Erfindung wird insbesondere bei Schachttüren, Kabinentüren und Kabinenwänden aber auch bei sonstigen Werbeflächen in aufzugsfremden Branchen Anwendung finden.


Anspruch[de]
  1. Aufzugsanlage mit mindestens einer Aufzugskabine (1) und einer Aufzugstür (2,3), wobei mindestens eine Wand der Aufzugskabine (1) und/oder mindestens eine Aufzugstür (2,3) als Anzeigefläche (5) für die Darstellung veränderbarer Informationen ausgebildet ist.
  2. Aufzugsanlage nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigefläche (5) eine Projektionsfläche ist.
  3. Aufzugsanlage nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzugstür (2,3) eine Kabinentür (2) oder eine Schachttür (3) umfasst, wobei die Anzeigefläche (5) mindestens ein Teil der Oberfläche der Kabinentür (2) oder Schachttür (3) ist.
  4. Aufzugsanlage nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Einrichtung zur Übertragung der Informationen auf die Anzeigefläche (5) vorgesehen ist, die beispielsweise ein Projektionsgerät (4) ist.
  5. Aufzugsanlage nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Projektionsgerät (4) Mittel (13, 14) aufweist, um eine Schrägprojektion unter einem spitzen Winkel (w) auf die Projektionsfläche (5) zu ermöglichen.
  6. Aufzugsanlage nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel aus einer Speziallinse (13) und einer rechnergestützten Einheit (14) für die Verzerrung der Informationen bestehen, um den Projektionswinkel (w) zu verkürzen und Informationen auf die Projektionsfläche (5) zu projizieren.
  7. Aufzugsanlage nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Übertragung der Informationen auf die als Anzeigefläche (5) ausgebildete Aufzugstür(2,3) ein Videogerät, ein CD-Laufwerk oder ein Fernsehapparat ist, wobei zur Wiedergabe der Informationen in der Aufzugstür (2,3) integrierte Flachbildschirme (32) oder Folien vorgesehen sind.
  8. Einrichtung zur Schrägprojektion, insbesondere für Aufzuganlagen, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Speziallinse (13) und einer rechnergestützten Einheit (14) verzerrte Informationen auf eine Projektionsfläche (5) unter einem spitzen Winkel (w) projizierbar sind.
  9. Einrichtung zur Schrägprojektion nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Projektor, insbesondere Multimedia-Projektor, ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com