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Dokumentenidentifikation DE10015627A1 01.03.2001
Titel Beschattung für die Außenseite eines Glasdaches
Anmelder WEINOR Dieter Weiermann GmbH & Co., 50829 Köln, DE
Erfinder Stawski, Karl-Heinz, 50769 Köln, DE
Vertreter Cohausz Hannig Dawidowicz & Partner, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 29.03.2000
DE-Aktenzeichen 10015627
Offenlegungstag 01.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2001
IPC-Hauptklasse E06B 9/42
IPC-Nebenklasse E04F 10/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Beschattung für die Außenseite eines Glasdaches insbesondere eines Wintergartens mit einem Beschattungselement, das über die Glasfläche ziehbar ist. Das Beschattungselement ist im nicht ausgefahrenen Zustand unten im Bereich der Dachtraufe in einem Kasten oder Hohlprofil angeordnet und das Beschattungselement ist nach oben über die Glasfläche ziehbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Beschattung für die Außenseite eines Glasdaches, insbesondere eines Wintergartens mit einem Beschattungselement, das über die Glasfläche ziehbar ist.

Es sind Beschattungen für die Oberseite eines Glasdaches insbesondere eines Wintergartens mit einem Tuch bekannt, bei denen die Tuchwelle an der höchsten Stelle des Glasdaches sitzt, so dass das Tuch über die schräge Glasfläche nach unten gezogen wird. Um die Tuchwelle aufnehmen zu können, ist im obersten Glasdachbereich ein Tuchwellenkasten erforderlich, der optisch unschön ist und einen Teil der oberen Glasfläche wegnimmt bzw. unnötig beschattet.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Beschattung der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass der das Beschattungselement aufnehmende Kasten nicht sichtbar ist, und zudem die Glasflächen nicht verkleinert oder beschattet sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Beschattungselement im nicht ausgefahrenen Zustand unten im Bereich der Dachtraufe in einem Kasten oder Hohlprofil angeordnet ist und das Beschattungselement nach oben über die Glasfläche ziehbar ist.

Hierdurch ist das Beschattungselement im nicht ausgefahrenen Zustand insbesondere die Welle des Tuches oder der Rolllade in einem Bereich des Glasdaches angeordnet, der genügend Platz für das Beschattungselement bietet, ohne die Glasfläche des Daches zu verkleinern. Dies führt zu einem optisch besonders schönen und eleganten System. Es lässt sich insbesondere optimal bei Wintergärten-Dachsystemen verwenden. Stets sind die hierbei benötigten Profile von verhältnismäßig kleinen Außenabmessungen.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass das Beschattungselement ein aufrollbares Tuch, Lamellen oder eine Rolllade aufweist.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der/das Beschattungselement im nicht ausgefahrenen Zustand umgebene Kasten/Hohlprofil die Regenrinne bildet. Hierbei kann das Beschattungselement durch Zugelemente insbesondere durch Seile nach oben ziehbar sein, die in seitlich des Beschattungselementes an einem Profil mit beidseitigen Rollen insbesondere an einem Laufwagen fest ist und das Profil oder der Laufwagen von den Zugelementen/Seilen gezogen wird.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Rollen in seitlich des Beschattungselementes angeordneten Sparren-Profilen laufen.

Eine konstruktiv besonders einfache und effektive Ausführung mit hoher Lebensdauer wird geschaffen, wenn die Welle mittels einer, am vorderen Rand des Tuches befestigten Ausfallprofilleiste in Führungsschienen, die gleichzeitig die Funktion der Träger oder die Funktion der Glasclipleiste erfüllen, nach oben über die Glasfläche ziehbar ist. Ferner ist es von Vorteil, wenn das andere Ende der Zugelemente jeweils an einem Kraftspeicher insbesondere an Federn wie Gasdruckfedern fest ist. Hierbei kann das Spannsystem, das das Beschattungselement hochzieht, einen Kraftspeicher insbesondere mit Gasdruckfedern aufweisen. Auch können an den Gasdruckfedern Seile befestigt sein, deren andere Enden an dem Beschattungselement bzw. einem das Beschattungselement abschließenden Profil fest sind. Auch ist von Vorteil, wenn die Seile parallel zu den Gasdruckfedern verlaufen und mit endseitigen Umlenkrollen einen Flaschenzug bilden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn in den Längshohlräumen der Hohlprofile der Sparren Stahlprofile zur Verstärkung formschlüssig axial einliegen.

Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein Glasdach parallel zu den Sparren,

Fig. 2 einen Querschnitt durch einen endseitigen Sparren, der nur auf einer Seite eine Glasscheibe trägt und der eine Führung für die Rollen eines Laufwagens bildet,

Fig. 3 den Sparren nach Fig. 2 ohne Laufwagenführung,

Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Sparren mit beidseitigen Glasscheiben und beidseitigen Laufwagenführungen,

Fig. 5 den Sparren nach Fig. 4 ohne Laufwagenführungen,

Fig. 6 eine Seitenansicht des Gasdruckfedern aufweisenden Spannsystems im ausgebauten Zustand,

Fig. 7 ein Ende des Spannsystems mit Umlenkrollen und

Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel mit hochgesetzten Glasclipprofilen und verstärkenden inneren Stahlprofilen.

Die obere Fläche eines Glasdaches, insbesondere eines Wintergartens, weist geneigte Sparren 1 auf, die die dazwischen liegenden Glasscheiben 2 tragen. Im Bereich der Dachtraufe sind die Sparren 1 miteinander durch mindestens ein Profil 3 verbunden, das eine Regenrinne in Form eines Kastens 4 oder Hohlprofils bildet.

Im Kasten 4 bzw. im Hohlprofil ist eine Tuchwelle 5 gelagert, auf der das Tuch 6 zum Beschatten der darüber liegenden Glasscheibe 2 aufgewickelt ist. In der Tuchwelle 5 ist ein Motor angeordnet, durch den das Tuch 6 auf die Welle 5 gegen den Zug eines weiter unten beschriebenen Kraftspeichers 8 aufgewickelt wird.

Das Tuch 6 ist am oberen waagerechten Ende an einem Ausfallprofil 9 befestigt, an dessen beiden Endseiten jeweils eine Rolle 10 befestigt ist, die über das Tuch jeweils seitlich hinaussteht.

Profil 9 und Rollen 10 bilden damit einen Laufwagen 11, mit dem das Tuch nach oben über die Glasscheibe 2 hinweg gezogen wird. Hierbei laufen die Rollen 10 jeweils in einer Führungsnut 12 eines Profils 13, das zusätzlich die Glasclipleiste 13 bzw. die Glasclipleiste 13 ist somit der Rand der Glasscheibe 2 im Sparren 1 befestigt.

Der Sparren 1 weist ein oberes Profil 14 und ein unteres Profil 15 auf, die durch thermische Trennungen 16 miteinander verbunden sind. Zwischen diesen beiden Profilen 14 und 15 liegt die Glasscheibe 2 ein. Oberhalb des Profils 15 und seitlich des Profils 14 ist das Glasclipprofil 13 einrastend befestigt.

Seitlich des Glasclipprofils 13 bildet das obere Profil 14 eine im Querschnitt rechteckförmige Längskammer 17, in der der Kraftspeicher 8 mit Gasdruckfedern 18 und Seilen 19 einliegt.

Der Laufwagen 11 bzw. das Ausfallprofil 9 ist über Seile 19 mit den Gasdruckfedern 18 verbunden, wobei vorzugsweise zwei oder mehr Gasdruckfedern koaxial miteinander verbunden sind und mit den Seilen 19 das Spannsystem bilden, das gespannt wird, wenn das Tuch motorisch nach unten gezogen wird. Hierbei laufen die Seile 19 über Umlenkrollen 20, die an einem Block 21 angelenkt sind, der am oberen Ende des Sparrens sich befindet und an dem auch ein Ende einer Gasdruckfeder 18 befestigt ist. Die Rollen 20 bilden zusammen mit den Seilen 19 einen Flaschenzug, innerhalb dem auch die Gasdruckfedern 18 angeordnet sind, wobei die Gasdruckfedern, die Seile, und die Sparren zueinander parallel laufen, wobei die Gasdruckfedern und die Seile in der Kammer 17 der Sparren liegen. Die Glasscheiben 2 sind in den Sparren 1 durch Gummidichtungen 2a beidseitig abgedichtet.

Die Beschattung erfolgt somit feldweise mit einzelnen Tuchstreifen zwischen den Sparren 1. Die Tücher werden auf einer durchgehenden, in der Regenrinne integrierten Tuchwelle aufgewickelt. Für die Straffung des Behanges sorgen in den Sparren liegende, von außen nicht sichtbare Spannsysteme. Die Seile 19 der Spannsysteme - zwei je Tuch - treten an den oberen Enden der Sparren 1 aus den Profilen aus und sind an den Ausfallprofilen 9 befestigt.

Die in den Sparren befindlichen Spannsysteme bestehen aus einer variablen Anzahl von Gasdruckfedern 18, die sowohl untereinander als auch mit zwei Rollenaufnahmen 21 verbunden sind. Die obere Rollenaufnahme 21 ist im Sparren fixiert, das untere Gegenstück ist in Längsrichtung des Systems verschiebbar. Wird am freien Ende des über Umlenkrollen 20 geschlungenen Stahlseils 19 gezogen (bei einfahrendem Tuch), so werden die Gasdruckfedern komprimiert, die untere Rollenaufnahme führt in Richtung der oberen und das Flaschenzugsystem gibt Seil frei. Das am Ausfallprofil befestigte Seilende kann die Einfahrbewegung der Beschattung mitvollziehen. Aufgrund der linearen Kennlinie der Gasdruckfedern steht das Tuch stets unter der gleichen Spannung.

Wird ein Dachsystem mit integrierter Beschattung gewünscht, so werden die Sparren mit eingeclipsten Führungsschienen für die Laufwagenrollen der Ausfallprofile geliefert. Diese Clipse bilden gleichzeitig die Glasklemmleiste. Ist ein reines Dachsystem ohne Beschattung gewünscht, so werden Klemmleisten 13a ohne Führungsnuten eingesetzt. Der Kunde hat die Option, das Beschattungssystem zu einem späteren Zeitpunkt nachzurüsten.

Zahlreiche weitere technische Ausführungen und Konstruktionsvarianten sind möglich. So ist es beispielsweise denkbar, das Spannsystem (Kraftspeicher) ebenfalls in den Glasclipleisten 13 zu platzieren. Dies bietet einen Montage- und Wartungsvorteil, da das gesamte System auf einfachste Weise auszutauschen wäre. Auch kann das Spannsystem (Kraftspeicher) in der Ausfallprofilleiste (Wagen) 9, 11 oder in einer Leiste/einem Profil angeordnet sein, die/das über alle Felder/Glasflächen waagerecht verläuft und die Leisten/Wagen 9, 11 alle Felder/Glasflächen mitnimmt. Auch können die Ausfallprofile untereinander verbunden werden, so dass nicht jedes Feld separat gespannt werden muss. Zwei Spannelemente an den Ecken des Tuchgesamtverbundes würden ausreichen. Ferner kann das Spannsystem (Kraftspeicher) im Dachfirst angeordnet sein.

Neben Pultdächern können abgewalmte Dächer und darauf resultierende Dreiecks- und Trapezflächen ebenfalls beschattet werden.

Das in Fig. 8 gezeigte Ausführungsbeispiel weist zwei Glasclipprofile 13 auf, die so hoch beidseitig am oberen Sparrenprofil 14 lösbar durch Einschwenken befestigbar sind, dass ihre Oberseite mit der Oberseite des Profils 14 fluchtet. Die Glasclipprofile 13 weisen wiederum Führungsnuten 12 LS Laufbahnen für Laufwagen 11 auf, die das Tuch über die Glasscheibe 2 ziehen.

Im unteren Sparrenhohlprofil 15 und im oberen Sparrenhohlprofil 14 ist jeweils im Innenhohlraum ein Stahlprofil 22, 23 längs axial eingepasst, die formschlüssig in den Hohlräumen einliegen, um die Profile 14, 15 zu verstärken. Das Stahlprofil 22 ist ein Kastenhohlprofil und das Stahlprofil 23 ein Bandprofil.

Die thermische Trennung 16 zwischen beiden Sparrenprofilen 14, 15 besteht aus einem aus zwei Winkelprofilen zusammengesetzten Kunststoffkastenprofil 24, das mit einem insbesondere geschlossenporigen Kunststoffschaum 26 ausgefüllt ist und außen Längsrippen 25 zur Befestigung an den Profilen 14, 15 aufweist. In zeichnerisch nicht dargestellten Ausführungen wird die Beschattung und damit das Beschattungselement von einer Rolllade oder waagerechten Lamellen gebildet, die über die Glasfläche außen gezogen wird/werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Beschattung für die Außenseite eines Glasdaches, insbesondere eines Wintergartens, mit einem Beschattungselement, das über die Glasfläche (2) ziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschattungselement im nicht ausgefahrenen Zustand unten im Bereich der Dachtraufe in einem Kasten (4) oder Hohlprofil angeordnet ist und das Beschaffungselement (6) nach oben über die Glasfläche ziehbar ist.
  2. 2. Beschattung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschattungselement ein aufrollbares Tuch (6), Lamellen oder eine Rolllade aufweist.
  3. 3. Beschattung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der/das Beschaffungselement im nicht ausgefahrenen Zustand umgebene Kasten/Hohlprofil die Regenrinne bildet.
  4. 4. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschattungselement (6) durch Zugelemente insbesondere durch Seile (19) nach oben ziehbar ist, die in seitlich des Beschaffungselementes angeordneten Profilen (1, 14) liegen.
  5. 5. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Beschattungselemente an einem Profil (9) mit beidseitigen Rollen (10) insbesondere an einem Laufwagen (11) fest ist und das Profil oder der Laufwagen von den Zugelementen/Seilen gezogen wird.
  6. 6. Beschattung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (10) in seitlich des Beschattungselementes angeordneten Sparren- Profilen (1) laufen.
  7. 7. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollladen- oder Tuchwelle mittels einer, am vorderen Rand des Beschattungselementes befestigten Ausfallprofilleiste (9) in Führungsschienen (13), die gleichzeitig die Funktion der Träger oder die Funktion der Glasclipleiste erfüllen, nach oben über die Glasfläche (2) ziehbar ist.
  8. 8. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende der Zugelemente (19) jeweils an einem Kraftspeicher (8) insbesondere an Federn wie Gasdruckfedern (18) fest ist.
  9. 9. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannsystem, das das Beschattungselement hochzieht, einen Kraftspeicher (8) insbesondere mit Gasdruckfedern (18) aufweist, und an den Gasdruckfedern (18) Seile (19) befestigt sind, deren andere Enden an dem Beschattungselement bzw. einem das Beschattungselement abschließenden Profil (9) fest sind.
  10. 10. Beschattung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (19) parallel zu den Gasdruckfedern (18) verlaufen und mit endseitigen Umlenkrollen (20) einen Flaschenzug bilden.
  11. 11. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tuchwelle motorisch angetrieben ist.
  12. 12. Beschattung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftspeicher (8) in den Glasclipleisten angeordnet sind.
  13. 13. Beschattung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher in der Ausfallprofilleiste (Wagen) angeordnet ist.
  14. 14. Beschattung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass über die gesamte Breite aller Glasfelder (Glasscheiben) eine waagerechte Leiste/Profil läuft, die von den Seilen gezogen wird und an der die Ausfallprofilleisten (Wagen) jeweils befestigt sind.
  15. 15. Beschattung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in der waagerechten Leiste/Profil der Kraftspeicher angeordnet ist.
  16. 16. Beschattung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftspeicher im Dachfirst angeordnet ist.
  17. 17. Beschattung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Längshohlräumen der Hohlprofile (14, 15) der Sparren (1) Stahlprofile (22, 23) zur Verstärkung formschlüssig axial einliegen.






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