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Dokumentenidentifikation DE19943935A1 01.03.2001
Titel Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen
Anmelder Lang, Heiko, 67592 Flörsheim-Dalsheim, DE
DE-Anmeldedatum 12.08.1999
DE-Aktenzeichen 19943935
Offenlegungstag 01.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2001
IPC-Hauptklasse A01N 59/26

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten wie Peromospora, Oidium, echter Mehltau oder Äscherisch und anderen Pilzerkrankungen vorbeugend und nach dem Auftreten des Pilzbefalls an der Pflanze in Sonderkulturen wie Obst-, Gemüse- und Weinbau, Gartenbau, Tabak-, Tee-, Getreide-, Mais-, Reis-, Kaffee-, Kartoffelanbau sowie an Gummibäumen und im sonstigen Pflanzenanbau ausgebracht wird.

Die Anmeldung bezieht sich als Zusatzpatent auf die Patentanmeldung vom 19.02.1999, AZ 199 07034.2 "Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen". In ihr wird Phosphat und Stärke im Pflanzenschutz als Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen eingesetzt um Pilzkrankheiten vorbeugend und heilend zu bekämpfen.

Der Anmelder hat sich nun die Aufgabe gestellt, Pilzkrankheiten an Kulturpflanzen in der Landwirtschaft vorbeugend sowohl auch nach einem Pilzbefall an den Pflanzen mit die Umwelt nicht belastenden Mitteln nachhaltig zu bekämpfen. Hierzu eignet sich insbesonders ein Mittel bestehend aus Kaliumpolyphosphat (Kurrol'sches Salz) unter Zusatz von Lösungsvermittlern, insbesonders Tetranatriumdiphosphat oder Natriumhexametaphosphat und Tetrakaliumpyrophosphat und Stärke, alle Mittel in Lebensmittelqualität.

Gelöst wird die Aufgabe mittels des Anmeldungsgegenstandes nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 und seinen kennzeichnenden Merkmalen.

Nachfolgend wird eine Ausführungsform zu der Herstellung dieser Wirkstofflösung beschrieben. Kaliumpolyphosphat ist in sich in Wasser unlöslich. Um eine Anwendungslösung bestehend aus dem Wirkstoff und Wasser zuerhalten wird das Kaliumpolyphosphat wie folgt wasserlöslich gemacht: Bei Verwendung von Natriumphosphaten (z. B. Tetranatriumdiphosphat, Natriumhexametaphosphat) als Lösungsvermittler können viskose Lösungen hergestellt werden. Es empfiehlt sich ein Verhältnis - Lösungsvermittler : Kaliumpolyphosphat = 2,5 - 3 : 1. Zweckmäßig wird unter kräftigen Rühren das Phosphatgemisch in das vorgelegte Wasser oder das Kaliumpolyphosphat in die vorgelegte Phosphatlösung eingebracht. Dieser hergestellten Lösung gibt man unter kräftigem Rühren wasserlösliches Tetrakaliumpyrophosphat hinzu. Dieser aus diesen Phosphaten hergestellten Lösung setzt man ca. 5-10% wasserlösliche Stärke in Lebensmittelqualität zu und erhält die Anwendungslösung.

Kaliumpolyphosphat bindet 2 wertige Metalle wie z. B. Magnesium, Kalium. Tetrakaliumdiphosphat bindet 3 wertige Metalle wie Eisen. Durch das Binden von Metallen, was ein Nährstoffentzug für die Pilze bewirkt, sind die Pilze nicht lebensfähig. In der vorbeugenden Anwendung verhindert der Wirkstoff aus Phosphaten und Stärke das Auftreten von Pilzen, in der heilenden Anwendung das Absterben der Pilze.

Die aus diesen Phosphaten und Stärke hergestellte Lösung stellt ein Fungizid in Lebensmittelqualität dar, das gegen Pilze vorbeugend und heilend angewendet wird und zusätzlich als Blattdünger die hiermit behandelte Pflanze stärkt.

Es hat sich gezeigt, daß bereits eine 0,4%ige Anwendung des Wirkstoffes bestehend aus Kaliumpolyphosphat, Tetrakaliumdiphosphat, Tetranatriumdiphosphat oder Natriumhexametaphosphat und Stärke einem Pilzbefall auf Pflanzen vorbeugt. Eine 0,6%ige Anwendung des Wirkstoffes tötet einen vorhandenen Pilzbefall auf den Pflanzen ab. Die Anwendung sollte in Abständen von 10-14 Tagen, bei hohem Befallsdruck in kürzeren Abständen erfolgen.


Anspruch[de]
  1. 1. Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen, insbesonders im Wein-, Obst-, Gemüse- und Kartoffelanbau, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anwendungslösung als Fungizid gegen Pilzerkrankungen aus Kaliumpolyphosphat, Tetrakaliumdiphosphat, Tetranatriumdiphosphat oder Natriumhexametaphosphat und wasserlöslicher Stärke besteht, die in der gesamten Landwirtschaft sowie im Kaffee-, Tee-, Tabak- und Baumwollanbau gegen Schadpilze Anwendung findet.
  2. 2. Pflanzenpflegemittel für Kulturpflanzen, insbesonders im Wein-, Obst-, Gemüse- und Kartoffelanbau, nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwendungslösung bestehend aus Kaliumpolyphosphat, Tetrakaliumdiphosphat, Tetranatriumdiphosphat oder Natriumhexametaphosphat und wasserlöslicher Stärke eine pflanzenstärkende Wirkung hat.






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