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Dokumentenidentifikation DE69424429T2 01.03.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0713432
Titel FUTTER
Anmelder Power Tool Holders Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder STEADINGS, W., Stephen, Seneca, US;
BARTON, B., Christopher, Seneca, US
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 69424429
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.08.1994
EP-Aktenzeichen 949245609
WO-Anmeldetag 02.08.1994
PCT-Aktenzeichen US9408765
WO-Veröffentlichungsnummer 9505259
WO-Veröffentlichungsdatum 23.02.1995
EP-Offenlegungsdatum 29.05.1996
EP date of grant 10.05.2000
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 07.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2001
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft Spannfutter zur Verwendung mit einem manuellen bzw. energiebetriebenen Antrieb gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und wie beispielsweise durch EP-A-0 433 187 bekannt. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung ein Spannfutter des schlüssellosen Typs, welches per Hand oder durch Betätigung des Antriebsmotors gespannt bzw. gelöst werden kann.

Sowohl Hand- als auch Elektro- oder Druckluft- Werkzeugantriebe sind wohlbekannt. Obwohl Spiralbohrer die gebräuchlichsten Werkzeuge sind, welche mit solchen Antrieben verwendet werden, können die Werkzeuge auch Schraubendreher, Mutterndreher, Umlauffeilen, angeschlossene Schleifsteine und andere Schneide- bzw. Abtragewerkzeuge umfassen. Da die Werkzeuge Schäfte verschiedenen Durchmessers aufweisen können oder der Querschnitt des Werkzeugschafts polygonal sein kann, ist die Vorrichtung gewöhnlich mit einem Spannfutter versehen, welches über einen relativ breiten Bereich einstellbar ist. Das Spannfutter kann durch eine Gewinde- bzw. Konusbohrung mit dem Antrieb verbunden werden.

Eine breite Vielfalt von Spannfuttern wurde in der Technik entwickelt. Bei der einfachsten Form eines Spannfutters werden drei Backen, welche sich etwa 120 Grad voneinander entfernt in Umfangsabstand befinden, durch winklig angeordnete Durchgänge in einem Körper eingespannt, welcher auf der Antriebswelle befestigt und derart gestaltet ist, daß eine Drehung des Körpers in eine Richtung bezüglich eines eingespannten Gewinderings, welcher sich in Eingriff mit den Backen befindet, die Backen in eine Greifbeziehung mit dem zylindrischen Schaft des Werkzeugs zwängt, während eine Drehung in die andere Richtung die Greifbeziehung löst. Ein Beispiel eines derartigen Spannfutters ist in EP-A-0 433 187 offenbart, wo ein Spannfutter mit einem Körper dargestellt ist, welcher auf der Motorwelle einer Maschine angebracht werden kann. Eine Vielzahl von Backen ist derart angebracht, daß diese in Bohrungen gleiten und nach vorne hin zusammenlaufen. Eine Hülse umgibt den Körper und ist derart angebracht, daß diese sich darum dreht. Die Backen weisen einen äußeren Gewindeabschnitt auf, welcher sich in Eingriff mit einem Gewindering befindet, welcher die Backen umgibt und einstückig mit der Hülse ist, welche den Körper umgibt. Eine Reihe von Kugeln ist zwischen der Stirnfläche des Gewinderings, welche nach hinten weist, und dem Spannfutter eingesetzt.

Ein derartiges Spannfutter kann schlüssellos sein, wenn es per Hand gedreht wird. Ein Beispiel eines derartigen Spannfutters ist in dem U.S.-amerikanischen Patent Nr. 5 125 673 unter dem Titel "Non-Impact Keyless Chuck" offenbart, welches dem vorliegenden Rechtsnachfolger gewöhnlich übertragen ist.

Trotz des Erfolgs derartiger schlüsselloser Spannfutter, wie etwa in dem U.S.-amerikanischen Patent Nr. 5 125 673 dargelegt, sind verschiedene Gestaltungen schlüsselloser Spannfutter für eine Vielfalt von Anwendungen wünschenswert. Existierende Lageranordnungen bei Spannfuttern, beispielsweise, wie in EP-A-0 433 187 dargestellt, sind derart gestaltet, daß die Drucklast eines Lagers aufgenommen wird und die Reibung zwischen dem Gewindering und dem Körper in der Axialrichtung beseitigt wird. Diese Lager sind manchmal mit einem Käfig versehen und weisen getrennte obere und untere Drucklaufbahnen auf. Der Körper bzw. der Gewindering, wenn dieser hart genug ist, kann als untere bzw. obere Drucklaufbahn dienen.

WO-A-91/12914 offenbart ein Schlagbohr-Spannfutter mit einer Verriegelungshülse, welche auf dem Gewindering über ein Kugellager und eine Feder betrieben werden kann. Der Gewindering ist zur Drehung auf dem Vorderabschnitt des Spannfutterkörpers gelagert.

Es wäre wünschenswert, über eine Spannfuttergestaltung zu verfügen, durch welche sowohl radiale als auch axiale Gewindebelastungen minimiert werden, wenn das Spannfutter betrieben wird. Ferner wäre es wünschenswert, über ein Spannfutter zu verfügen, durch welches eine Reibungsberührung zwischen dem Spannfutterkörper und einem Gewindering minimiert wird und durch welches ferner der Gewindering während des Spannens so gut wie möglich in der Mitte gehalten wird, um eine gleichmäßigere Belastung der individuellen Backen zu gewährleisten. Es wäre ferner wünschenswert, über ein schlüsselloses Spannfutter zu verfügen, welches weniger Komponenten bzw. niedrigere Herstellungskosten erfordert.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung nimmt die vorangehenden und weitere Überlegungen von Bauweisen und Verfahren des Stands der Technik auf und bezieht sich darauf.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, welches ein wirksames Anziehen des Gewinderings auf den Backen während eines Betriebs ermöglicht.

Die Erfindung zielt ferner darauf ab, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, welches eine minimale Anzahl individueller Komponenten, aus denen es zusammengesetzt ist, aufweist, welches eine Reibungsberührung zwischen dem Spannfutterkörper und dem Gewindering minimiert, welches sowohl radiale als auch axiale Belastungen während des Betriebs minimiert und welches eine verbesserte Vorrichtung zum Halten der Mittenausrichtung des Gewinderings während des Anziehens aufweist.

Erfindungsgemäß wird ein Spannfutter zur Verwendung mit einem manuellen bzw. energiebetriebenen Antrieb mit einer drehbaren Antriebswelle geschaffen, wobei das Spannfutter umfaßt:

ein generell zylindrisches Körperelement mit einem Schnauzenabschnitt und einem Schwanzabschnitt, wobei der Schwanzabschnitt eine axiale Bohrung aufweist, welche darin ausgebildet ist, um mit der Antriebswelle des Antriebs ineinanderzugreifen, und der Schnauzenabschnitt eine axiale Bohrung, welche darin ausgebildet ist, und eine Vielzahl winklig angeordneter Durchgänge aufweist, welche dadurch hindurch ausgebildet sind und die axiale Bohrung kreuzen;

eine Vielzahl von Backen, welche gleitend in jedem der winklig angeordneten Durchgänge angeordnet sind, wobei jeder der Backen eine Backenstirnfläche, welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge, welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, aufweist;

einen Lagerdruckring, welcher an dem Körperelement befestigt ist;

ein generell zylindrisches Vorderhülsenelement, welches über dem Schnauzenabschnitt des Körperelements liegend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß

eine abgeschlossene reibungsvermindernde Lageranordnung an den Druckring angrenzend angeordnet ist, wobei das Lager eine Innenlaufbahn, eine Außenlaufbahn und Lagerelemente aufweist, welche zusammenwirken, und ein Gewindering drehbar auf der Lageranordnung in Eingriff mit den Gewindegängen auf den Backen und in Eingriff mit dem zylindrischen Vorderhülsenelement angebracht ist, wodurch, wenn das Vorderhülsenelement bezüglich des Körperelements gedreht wird, die Backen dadurch bei Verwendung bewegt werden, wobei der Gewindering durch die Lageranordnung innerhalb des Spannfutters zentriert wird und durch die Lageranordnung sowohl zur Drehung als auch zur axialen Druckübertragung gelagert wird.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden unten genauer erörtert.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Eine bei gewöhnlicher Fachkenntnis vollständige und nachvollziehbare Offenbarung der vorliegenden Erfindung einschließlich der besten Ausführungsweise davon wird genauer im Rest der Beschreibung dargelegt, mit Bezugnahme auf die beigefügten Figuren, bei welchen:

Fig. 1 eine Längsansicht, teilweise im Schnitt, eines Spannfutters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung darstellt;

Fig. 2 eine Querschnittsansicht des Spannfutterkörpers und bestimmter weiterer Teile darstellt, welche in Fig. 1 dargestellt sind; und

Fig. 3 eine genaue Vergrößerungsansicht einer Lager- und Gewindeanordnung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung darstellt.

Eine wiederholte Verwendung von Bezugszeichen in der vorliegenden Beschreibung und der Zeichnung erfolgt in der Absicht, gleiche bzw. analoge Merkmale oder Elemente der Erfindung darzustellen.

Genaue Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Bei gewöhnlicher Fachkenntnis ist zu ersehen, daß die vorliegende Erörterung lediglich eine Beschreibung beispielhafter Ausführungsbeispiele darstellt und nicht in der Absicht erfolgt, die breiteren Aspekte der vorliegenden Erfindung zu beschränken, wobei diese breiteren Aspekte bei der beispielhaften Bauweise dargestellt sind.

In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Spannfutter 10 dargestellt. Ein Spannfutter 10 umfaßt ein Vorderhülsenelement 12, ein optionales Hinterhülsenelement 14, ein Körperelement 16 und Backen 18. Bei den Fig. 1 und 2 ist das Körperelement 16 generell von zylindrischer Gestalt und umfaßt einen Schnauzen- bzw. Vorderabschnitt 20 und einen Schwanz- bzw. Hinterabschnitt 22. Eine axiale Bohrung 24 ist in dem Schnauzenabschnitt 20 des Körperelements 16 ausgebildet. Eine axiale Bohrung 24 ist etwas größer als der größte Werkzeugschaft, zu dessen Aufnahme das Spannfutter gestaltet ist. Eine Gewindebohrung 26 ist in dem Schwanzabschnitt 22 des Körpers 16 ausgebildet und weist eine Standardgröße auf, um mit der Antriebswelle eines energiebetriebenen bzw. handbetriebenen Antriebs ineinanderzugreifen (nicht dargestellt). Die Bohrungen 24, 26 können bei dem Mittenbereich 28 eines Körperelements 16 miteinander verbunden sein. Obgleich eine Gewindebohrung 26 dargestellt ist, läßt sich eine derartige Bohrung durch eine Konusbohrung mit einer Standardgröße ersetzen, um mit einer verjüngten Antriebswelle ineinanderzugreifen.

Durchgänge 30 sind in dem Körperelement 16 ausgebildet, um jeden Backen 18 aufzunehmen. Bei Fig. 1 werden drei Backen 18 verwendet, und jeder Backen 18 ist von dem benachbarten Backen durch einen Bogen von etwa 120 Grad getrennt. Die Achsen der Durchgänge 30 und der Backen 18 sind bezüglich der Spannfutterachse gewinkelt, kreuzen jedoch die Spannfutterachse an einem gemeinsamen Punkt vor dem Spannfutterkörper 16. Jeder Backen weist eine Werkzeugeingriffs-Stirnfläche 32 auf, welche generell parallel zu der Achse des Spannfutterkörpers 16 und der Gewindegänge 34 auf dessen gegenüberliegender bzw. äußerer Oberfläche verläuft. Gewindegänge 34 eines beliebigen geeigneten Typs und Steigungsmaßes können innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden, wie bei Fachkenntnis leicht zu ersehen ist.

Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, umfaßt das Körperelement 16 ein Druckringelement 36, welches bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel einstückig damit ist. Obgleich dies nicht bevorzugt ist, kann das Druckringelement 36 eine separate Komponente von dem Körperelement darstellen. Das Druckringelement 36 umfaßt einen Absatzabschnitt 38. Der Absatzabschnitt 38 ist zum Eingriff mit der Verkleidung bzw. einer Außenlaufbahn einer abgeschlossenen reibungsvermindernden Lageranordnung 42 gestaltet, wie nachfolgend genauer erläutert wird. Das Druckringelement 36 umfaßt eine Vielzahl von Backenführungen 50, welche um den Umfang herum ausgebildet sind, um einen Rückzug der Backen 18 dadurch hindurch zu ermöglichen.

Bei Fig. 2 umfaßt ein Körperelement 16 einen hinteren zylindrischen Abschnitt 44 mit einer gerändelten Oberfläche 46 darauf zur Aufnahme einer optionalen Hinterhülse 14 (Fig. 1), welche darauf zu drücken ist, wenn dies erwünscht ist. Der Körper 16 umfaßt ferner einen ersten verjüngten Abschnitt 48, welcher von einem hinteren zylindrischen Abschnitt 44 zu dem Bereich des Druckrings 36 verläuft. Ein zweiter verjüngter Abschnitt 50 verläuft von dem Bereich des Druckrings 36 zu einem vorderen zylindrischen Abschnitt 52. Ein Schnauzenabschnitt 56 ist zum Aufnehmen eines Schnauzenstücks 58 zum Halten der Vorderhülse in Antriebseingriff mit einem Gewindering gestaltet, wie dies im folgenden genauer dargelegt wird. Alternativ kann ein Schnappring oder ähnliches verwendet werden, um die Vorderhülse am Ort festzuhalten, oder die Vorderhülse kann auf den Gewindering gedrückt bzw. in anderer Weise an diesem befestigt werden.

Die vorliegende Erfindung umfaßt ferner einen Gewindering 60, welcher bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ein einstückiger Gewindering ist und welcher Gewindegänge 62 zum Ineinandergreifen mit Gewindegängen 34 auf Backen 18 umfaßt, wodurch, wenn der Gewindering bezüglich des Körpers 16 gedreht wird, die Backen vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden. Der Gewindering 60 kann Antriebsschlitze 66 zum Ineinandergreifen mit Antriebsrippen 68 auf einer Vorderhülse 12 umfassen, so daß, wenn die Vorderhülse 12 gedreht wird, sich der Gewindering 60 damit mitdreht und Backen bewegt, wie oben erläutert.

Der Gewindering 60 umfaßt ferner eine gekrümmte Paßfläche 61 zum Ineinandergreifen mit einem gekrümmten Paßabschnitt auf der Lageranordnung 42, wie im folgenden genauer erläutert wird.

Bei den Fig. 1-3 ist eine abgeschlossene Lageranordnung 42 dazu gestaltet, zwischen einem Druckring 36 und einer Paßfläche 61 des Gewinderings 60 angeordnet zu werden. Eine abgeschlossene Lageranordnung 42 umfaßt eine Innenlaufbahn 72, eine Außenlaufbahn 74 und Lagerelemente 76, welche dazwischen gehalten werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind Lagerelemente 76 Kugellager. Eine abgeschlossene Lageranordnung 42 kann ferner eine Verkleidung 78 umfassen, welche die Innen- und die Außenlaufbahn 72, 74 umgibt, um die Lageranordnung als abgeschlossene Komponente zu erhalten. Eine Innenlaufbahn 72 umfaßt eine gekrümmte Oberfläche 72% welche derart bemessen und gestaltet ist, daß diese mit einer gekrümmten Paßfläche 61 auf einem Gewindering 60 ineinandergreift. Ein Gewindering 60 ist zur Lagerung auf einer Innenlaufbahn 72 aufgenommen und befindet sich nicht in Reibungsberührung mit dem Körper 16, wie bei Vorrichtungen des Stands der Technik, wie etwa in EP-A-0 433 187 dargestellt. Eine derartige Eingriffsbeziehung ist bei einer Ausrichtung und Minimierung sowohl von axialen als auch radialen Belastungen, wenn das Spannfutter betrieben wird, ebenso wie beim Minimieren bzw. Beseitigen einer Reibungsberührung bzw. eines Reibens zwischen dem Gewindering 60 und dem Körper 16 behilflich. Ferner ist eine derartige Beziehung dabei behilflich, den Gewindering während eines Anziehens zentriert zu halten, um ein gleichmäßigeres Spannen des Spannfutters zu gewährleisten und ein Verlaufen zu vermindern. Diese Anordnung erhält ferner einen optimalen Gewindeeingriff mit jedem Backen aufrecht, wobei die Wirksamkeit weiter gesteigert und die Belastung sowohl bei Backen- und Gewindering-Gewindegängen vermindert wird. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die abgeschlossene Lageranordnung 42 ein Radialdrucklager.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wie oben dargelegt, ist ein Vorderhülsenelement 12 dazu gestaltet, lose über dem Schnauzenabschnitt 20 des Spannfutters 10 angebracht zu werden. Vielfache Antriebsrippen 68 der Vorderhülse 12 greifen in Antriebsschlitze 66 des Gewinderings 60 ein, so daß die Vorderhülse 12 und der Gewindering 60 funktional verbunden werden, das heißt, daß sich, wenn die Vorderhülse 12 gedreht wird, der Gewindering 60 damit mitdreht. Die Vorderhülse 12 kann einen ringförmigen Absatzabschnitt 78 umfassen. Ein Schnauzenstück 58 ist dazu bemessen und gestaltet, auf einen Schnauzenabschnitt 56 gedrückt zu werden, um die Vorderhülse 12 auf dem Spannfutter 10 zu halten. Es sei darauf hingewiesen, daß das Schnauzenstück 58 am Körper 16 auch durch Schnappverschließen, Einschieben oder ähnliches befestigt werden kann. Das Schnauzenstück 58 liegt frei, wenn das Spannfutter zusammengesetzt ist, und bei einem Ausführungsbeispiel kann dieses mit einer Nichteisenmetall-Beschichtung beschichtet werden, um Rost zu verhindern und dessen Äußeres zu verbessern. Beispiele geeigneter Beschichtungen umfassen Zink oder Nickel, doch sei darauf hingewiesen, daß jede geeignete Beschichtung verwendet werden kann.

Das Schnauzenstück 58 dient dazu, das Vorderhülsenelement 12 in Position auf dem Spannfutter 10 und in Antriebseingriff mit dem Gewindering 60 zu halten. Ferner dient das Schnauzenstück 58 dem zweifachen Zweck, eine ästhetisch ansprechende Abdeckung für den Schnauzenabschnitt 56 zu liefern, welche rostbeständig ist. Dies liefert den Vorteil eines ästhetisch ansprechenden Äußeren ohne die Notwendigkeit, das gesamte Körperelement, 16 zu beschichten. Wenn dies erwünscht ist, kann das Hinterhülsenelement 14 weggelassen und das Vorderhülsenelement 12 zu dem Schwanzende des Körpers 16 erweitert werden. Diese Alternative ist geeignet, wenn eine Spindelverriegelung oder ähnliches an dem Antrieb vorgesehen ist, oder wenn der Antrieb dazu verwendet wird, die Backen zu spannen bzw. zu lösen.

Die Umfangsoberfläche des Vorderhülsenelements 12 kann gerändelt sein oder kann mit Längsrippen oder anderen Vorsprüngen versehen sein, um den Anwender in die Lage zu versetzen, dieses sicher zu greifen. In ähnlicher Weise kann die Umfangsoberfläche des Hinterhülsenelements 14, wenn dieses verwendet wird, gerändelt oder gerippt sein, wenn dies erwünscht ist. Die Vorder- und die Hinterhülse können aus einem Strukturkunststoff, wie Polykarbonat, einem Polypropylen mit Zusätzen, beispielsweise einem Polypropylen mit Glaszusätzen, oder einer Mischung von Strukturkunststoffen hergestellt werden. Andere Verbundmaterialien, wie beispielsweise Polymere mit Graphitzusätzen, sind in bestimmten Umgebungen ebenfalls geeignet. Wie bei Fachkenntnis zu ersehen, hängen die Materialien, aus wel chen das Spannfutter der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, von der Endverwendung des Spannfutters ab, und die oben erwähnten sind lediglich als Beispiele angegeben.

Ferner sei darauf hingewiesen, daß, obgleich eine Schnauzenstück- und Antriebsschlitz-Anordnung dargestellt ist, ein beliebiges Verfahren einer funktionalen Verbindung zwischen der Vorderhülse und dem Gewindering innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.

Es ist zu ersehen, daß das Hinterhülsenelement 14 am Körperelement 16 befestigt ist, während das Vorderhülsenelement 12 mit dem Gewindering 36 funktional verbunden und am Körperelement 16 für eine Relativdrehung damit befestigt ist. Eine Relativbewegung des Vorder- und Hinterhülsenelements 12 und 14 aufgrund der Wechselwirkung zwischen Gewindegängen 34 auf Backen 18 und Gewindegängen 62 auf einem Gewindering 60 bewirkt, daß die Backen 18 vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, abhängig von der Richtung der Relativbewegung.

Obgleich die obige Beschreibung bezüglich eines schlüssellosen Spannfutters dargelegt ist, sei darauf hingewiesen, daß die Grundsätze der vorliegenden Erfindung gleichermaßen auf ein Spannfutter mit Schlüssel anwendbar sind und daß sich dies innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung befindet.

Diese und weitere Abwandlungen und Änderungen der vorliegenden Erfindung können bei gewöhnlicher Fachkenntnis ausgeführt werden, ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, welcher genauer in den beigefügten Ansprüchen dargelegt ist. Ferner sei darauf hingewiesen, daß Aspekte der verschiedenen Ausführungsbeispiele sowohl im Ganzen als auch teilweise ausgetauscht werden können. Ferner ist bei gewöhnlicher Fachkenntnis zu ersehen, daß die vorangehende Beschreibung lediglich beispielhaft ist und nicht in der Absicht erfolgt, den Umfang der Erfindung zu begrenzen, welcher in den beigefügten Ansprüchen weiter erläutert wird.

ZUSAMMENFASSUNG

Bei einem Spannfutter (10) zur Verwendung mit einem manuellen oder energiebetriebenen Antrieb mit einer drehbaren Antriebswelle, umfaßt das Spannfutter (10) folgende Merkmale:

ein generell zylindrisches Körperelement (16) mit einem Schnauzenabschnitt (20) und einem Schwanzabschnitt (22), wobei der Schwanzabschnitt (22) eine axiale Bohrung (26) aufweist, welche darin ausgebildet ist, um sich in Eingriff mit der Antriebswelle des Antriebs zu befinden, und der Schnauzenabschnitt (20) eine axiale Bohrung (24), welche darin ausgebildet ist, und eine Vielzahl von winklig angeordneten Durchgängen (30), welche dadurch hindurch ausgebildet sind und die axiale Bohrung (24) kreuzen, aufweist;

eine Vielzahl von Backen (18), welche gleitend in jedem der winklig angeordneten Durchgänge (30) angeordnet sind, wobei jeder der Backen (18) eine Backenstirnfläche (32), welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge (34), welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, aufweist;

einen Lagerdruckring (36), welcher an dem Körperelement (16) befestigt ist;

ein generell zylindrisches Vorderhülsenglied (12), welches über dem Schnauzenabschnitt (20) des Körperelements (16) liegend angeordnet ist, und einen Gewindering (60), welcher sich in Eingriff mit den Gewindegängen (34) auf den Backen (18) und in Eingriff mit dem zylindrischen Vorderhülsenelement (12) befindet, wodurch, wenn das Vorderhülsenelement (12) bezüglich des Körperelements (16) gedreht wird, die Backen (18) dadurch bewegt werden. Eine abgeschlossene reibungsvermindernde Lageranordnung (42) ist angrenzend an den Druckring (36) angeordnet, wobei das Lager eine Innenlaufbahn (72), eine Außenlaufbahn (74) und Lagerelemente (76) aufweist, welche zusammenwirken, wobei der Gewindering (60), welcher drehbar an der Lageranordnung (42) angebracht ist, durch die Lageranordnung (42) innerhalb des Spannfutters zentriert wird und durch die Lageranordnung (42) sowohl zur Drehung als auch zur axialen Druckübertragung gelagert wird.

(Fig. 1)


Anspruch[de]

1. Spannfutter (10) zur Verwendung mit einem manuellen oder energiebetriebenen Antrieb mit einer drehbaren Antriebswelle, wobei das Spannfutter umfaßt:

ein generell zylindrisches Körperelement (16) mit einem Schnauzenabschnitt (20) und einem Schwanzabschnitt (22), wobei der Schwanzabschnitt (22) eine axiale Bohrung (26) aufweist, welche darin ausgebildet ist, um sich in Eingriff mit der Antriebswelle des Antriebs zu befinden, und der Schnauzenabschnitt (20) eine axiale Bohrung (24), welche darin ausgebildet ist, und eine Vielzahl von winklig angeordneten Durchgängen (30), welche dadurch hindurch ausgebildet sind und die axiale Bohrung (24) kreuzen, aufweist;

eine Vielzahl von Backen (18), welche gleitend in jedem der winklig angeordneten Durchgänge (30) angeordnet sind, wobei jeder der Backen (18) eine Backenstirnfläche (32), welche auf einer Seite davon ausgebildet ist, und Gewindegänge (34), welche auf der gegenüberliegenden Seite davon ausgebildet sind, aufweist;

einen Lagerdruckring (36), welcher an dem Körperelement (16) befestigt ist;

ein generell zylindrisches Vorderhülsenglied (12), welches über dem Schnauzenabschnitt (20) des Körperelements (16) liegend angeordnet ist, und einen Gewindering (60), welcher sich in Eingriff mit den Gewindegängen (34) auf den Backen (18) und in Eingriff mit dem zylindrischen Vorderhülsenelement (12) befindet, wodurch, wenn das Vorderhülsenelement (12) bezüglich des Körperelements (16) gedreht wird, die Backen (18) dadurch bewegt werden, funktional dadurch gekennzeichnet, daß

eine abgeschlossene reibungsvermindernde Lageranordnung (42) an den Druckring (36) angrenzend angeordnet ist, wobei das Lager eine Innenlaufbahn (72), eine Außenlaufbahn (74) und Lagerelemente (76) aufweist, welche zusammenwirken, wobei der Gewindering (60), welcher drehbar an der Lageranordnung (42) angebracht ist, durch die Lageranordnung (42) innerhalb des Spannfutters zentriert wird und durch die Lageranordnung (42) sowohl zur Drehung als auch zur axialen Druckübertragung gelagert wird.

2. Spannfutter zur Verwendung mit einem manuellen bzw. energiebetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei der Gewindering (60) zur Drehung auf der Innenlaufbahn (72) gelagert ist.

3. Spannfutter nach Anspruch 2, wobei der Gewindering eine gekrümmte Paßfläche (61) zum Ineinandergreifen mit einem gekrümmten Paßabschnitt (72') der Innenlaufbahn (72) umfaßt.

4. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei die abgeschlossene Lageranordnung (42) ferner eine Verkleidung (78) umfaßt, welche die Innen- und die Außenlaufbahn (72, 74) mindestens teilweise umgibt, um die Lageranordnung (42) abgeschlossen zu halten.

5. Spannfutter nach einem beliebigen der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lageranordnung (42) ein Radialdrucklager ist.

6. Spannfutter nach einem beliebigen der vorangehenden Ansprüche, wobei der Druckring einen Absatzabschnitt (38) aufweist und wobei die abgeschlossene Lageranordnung (42) auf dem Absatzabschnitt (38) aufgenommen wird.

7. Spannfutter nach einem beliebigen der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Druckring (36) einstückig mit dem Körperelement (16) ist.

8. Spannfutter nach einem beliebigen der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Gewindering (60) ein einstückiger Gewindering ist.

9. Spannfutter nach einem beliebigen der vorangegangenen Ansprüche, ferner ein Hinterhülsenelement (14) umfassend, welches an dem Schwanzabschnitt des Körperelements (16) befestigt ist.







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