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Dokumentenidentifikation DE69609204T2 01.03.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0720954
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von zweischaligen Meeresfrüchten wie Muscheln und Austern
Anmelder Beheermaatschappij Barbe B.V., Yserke, NL
Erfinder Keizer, Cornelis, Nl-1970 AB IJmuiden, NL
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69609204
Vertragsstaaten BE, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.01.1996
EP-Aktenzeichen 962000261
EP-Offenlegungsdatum 10.07.1996
EP date of grant 12.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.2001
IPC-Hauptklasse B65D 85/50
IPC-Nebenklasse A01K 63/00   B65B 25/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges Verfahren ist aus JP-A-1 291 740 bekannt.

Unter der Bezeichnung Schalentiere werden Tiere mit wenigstens zwei Schalenteilen verstanden, die von dem Tier zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Position relativ zueinander bewegt werden können, und derartige Tiere, die lebend zum Verzehr transportiert werden.

Bei dem bekannten Verfahren wird eine Anzahl von Schalentieren in einen Beutel gegeben, wonach der Beutel evakuiert und geschlossen wird. Somit ist der Beutel luftdicht. Infolge des Evakuierens des Beutels werden die Schalen gegeneinander gedrückt, so daß die Tiere die in der Schale enthaltene Flüssigkeit besser halten können und somit länger leben, was der Frische der verpackten Muscheln zugute kommt. In der Verpackung geht das Tier in einen scheintoten Zustand über, in dem der Metabolismus erheblich verlangsamt ist.

Wenn bei diesem bekannten Verfahren die Schalentiere verpackt werden, und insbesondere infolge des Evakuierens des Beutels, öffnen sich jedoch die Schalen geringfügig, so das Feuchtigkeit aus der Schale austritt. Hierdurch werden die Qualität und die Lebensdauer des Schalentiers nachteilig beeinflußt. Im Vakuum gehen die Tiere zu einem anaeroben Metabolismus über, der einen minimalen Energieverbrauch nach dem Schließen der Schale umfaßt. Aufgrund der anaeroben Atmosphäre in der Tasche wird eine Biosphäre erzeugt, in der ein anaerobes bakterielles Wachstum stattfindet. Infolgedessen werden toxische Substanzen erzeugt, die für Menschen und Tiere beim Verzehr der verpackten Schalentiere gefährlich sind.

Die niederländische Offenlegungsschrift 91.00047 offenbart ein Verfahren, das Austern oder dergleichen Schalentiere für den trockenen Transport geeignet macht. Bei diesem Verfahren wird jede Auster einzeln mit einer Spannvorrichtung versehen, welche die Schalenteile aufeinanderliegend hält, so daß die Feuchtigkeit in der Schale gehalten wird. Dies verlängert die Lebensdauer des Tieres. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß jedes Tier separat gehandhabt werden muß, was arbeits- und zeitintensiv und daher kostspielig ist. Ferner erfordert dies Sorgfalt und Geschick und ist eine eintönige manuelle Arbeit. Ferner ist es bei kleinen und/oder stark gewölbten oder unregelmäßig geformten Schalen schwierig, die Spannvorrichtung an den Schalen anzubringen.

Für den Kunden hat dieses bekannte Verfahren des Nachteil, daß vor der Zubereitung und/oder dem Verzehr jedes Tier von der Spannvorrichtung befreit werden muß. Bei relativ teuren Schalentieren, wie Austern, kann dies annehmbar sein, jedoch bei billigeren Schalentieren, wie Mies- und Herzmuscheln, ist dies um so weniger akzeptabel als diese Tiere in größeren Zahlen angeboten und konsumiert werden.

JP 60-49772 offenbart ein Verfahren zum Verpacken von Schalentieren, insbesondere von zweischaligen Meeresfrüchten, bei dem eine Reihe von Tieren in eine Packung eingeführt wird. Bei diesem bekannten Verfahren werden die Tiere zunächst einzeln in eine enganliegende netzartige Packung eingesetzt, wonach eine Reihe von derart geschlossenen Schalentieren in einer äußere Verpackung gepackt wird. Die äußere Verpackung besteht aus einem folienartigen geschlossenen Beutel, der druckbeaufschlagt, sterilisiert und weiter bearbeitet wird. Bei diesem bekannten Verfahren oder dieser bekannten Verpackung existiert im Inneren der Verpackung kein Atmosphärendruck. Bei der bekannten Verpackung werden die verpackten Schalentiere wärmebehandelt, druckbeaufschlagt und sterilisiert, um das gewünschte Produkt zu erhalten. Nach der Behandlung sind die Schalentiere folglich nicht mehr lebendig, während kein Kontakt zwischen den Tieren und einer sauerstoffhaltigen Umgebung gegeben ist.

JP 60-49771 offenbart eine Lagervorrichtung zum Verpacken von Schalentieren mit einer rechteckigen Box, in welcher die Schalentiere in eine geschlossene Stellung zwischen dem Boden und dem Deckel gepreßt werden. Diese Schalentiere Weise eine gleichartige Form und Größe auf und müssen einzeln sehr genau positioniert werden, um den Schließdruck zu gewährleisten. In einer derartigen Packung kann nur eine begrenzte Anzahl von Schalentieren verpackt werden, wobei die Schalentiere nicht gegeneinander geschlossen sind. Bei diesem bekannten Verfahren werden die Schalentiere nach dem Verpacken ebenfalls wärmebehandelt, wobei die Schalentiere durch hohe Temperaturen und hohen Druck sterilisiert werden, woraus sich ergibt, daß die Schalentiere nicht lebend gelagert und transportiert werden.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der im Oberbegriff genannten Art zu schaffen, bei dem eine Reihe von Schalentieren auf einfache und sichere Weise verpackt werden kann, eine lange Lebensdauerderverpackten Schalentiere erreicht wird und die Schalentiere in einem zum Verzehr geeigneten Zustand gehalten werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist zu diesem Zweck durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gekennzeichnet.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine Reihe von Schalentieren lebend und trocken, d. h. außerhalb ihres natürlichen Lebensraums, in geschlossenem Zustand and in einer Packung verpackt werden, wobei in der Verpackung eine aerobe Atmosphäre bestehen bleibt. Hierbei halten die Schalentiere die in ihnen vorhandene Feuchtigkeit zurück, so daß sie über eine lange Zeit am Leben bleiben und ihr ursprüngliches Gewicht nahezu beibehalten. Aufgrund der aeroben Umgebung und des geschlossenen Zustands werden keine toxischen. Substanzen erzeugt und eine Infektion der Tiere wird verhindert.

Da die Schalentiere ihr Gewicht halten und die Feuchtigkeit in der Schale zurückhalten, behält auch eine gefüllte Verpackung das ursprünglich in die Verpackung gefüllte Gewicht über einen relativ langen Zeitraum. Dies bietet den zusätzlichen überraschenden Vorteil, daß während des Füllens einer offnen Verpackung, kein Zusatzgewicht vorgesehen sein muß, wodurch Kosten gespart werden. Es entsteht weniger Abfall und darüber hinaus halten die Tiere ihr Gewicht selbst und bleiben fest und zart. Ein weiterer Vorteil des Geschlossenhaltens der Schalen besteht darin, daß die Verpackung nicht feuchtigkeitsdicht sein muß oder daß relativ einfache Maßnahmen ausreichen, die Feuchtigkeit in der Verpackung zu halten. Schließlich tritt kaum eine Leckage auf. Infolgedessen bleibt die Sauerstoffversorgung der Tiere auf einfache Weise möglich. Des weiteren werden hygienische Verpackungen erhalten, welche gegebenenfalls direkt in einem Geschäft angeboten werden können.

Die Erfindung betrifft ferner eine Verpackung für mehrere lebende Schalentiere gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9. Erfindungsgemäß ist die Verpackung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 9 gekennzeichnet. Eine derartige Verpackung ist insbesondere zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet.

Zur Erläuterung der Erfindung werden im folgenden eine Anzahl von Ausführungsbeispielen einer Verpackung und ein Verfahren unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben, welche zeigen:

Fig. 1 - einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer mit Schalentieren gefüllten Verpackung;

Fig. 2 - einen Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer mit Schalentieren gefüllten Verpackung;

Fig. 3 - einen Querschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel einer mit Schalentieren gefüllten Verpackung; und

Fig. 4 - eine Seitenansicht einer netzartigen, mit Schalentieren gefüllten Verpackung.

Fig. 1 ist eine Querschnittsdarstellung einer Verpackung 1, die mit Schalentieren 2, beispielsweise Miesmuscheln gefüllt ist. Jedes Schalentier hat wenigstens zwei Schalenteile 2a, 2b, die relativ zueinander bewegbar sind. Ein lebendes Schalentier 2 sollte feucht bleiben, damit sein Gewicht erhalten bleibt und das Tier lebt. Zu diesem Zweck sollten die Schalenteile 2a, 2b geschlossen und beim Verpacken geschlossen gehalten werden, so daß die Feuchtigkeit in der Schale 2 zurückgehalten wird.

Die Verpackung 1 besteht aus einem netzartigen Beuten 3 mit einem Innenraum 4, der am oberen Ende eine Einfüllöffnung 5 aufweist. Die Einfüllöffnung kann durch eine geeignete Einrichtung 6 geschlossen werden, beispielsweise ein Klemmband, einen Clip oder dergleichen, oder durch einen Knoten in dem Beutel 3. Im Innenraum 4 ist ein aufblasbarer Ballon 7 oder eine ähnliche Ausdehnungseinrichtung vorgesehen, die beim Schließen der Verpackung 1 aufblasbar ist. Zu diesem Zeck erstreckt sich bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 der Kragen 8 des Ballons durch die Öffnung 5 aus dem Beutel 3. Es ist jedoch ebenfalls möglich, eine Gaspatrone in dem Beutel vorzusehen, um den Ballon 7 aufzublasen, oder einen selbstaufblasenden Ballon 7 zu verwenden, der vor dem Einsetzen in den Beutel geleert und versiegelt wurde und nach dem Befüllen und Schließen des Beutels 3 geöffnet werden kann, so daß er sich füllt und ausdehnt.

Die Verpackung nach Fig. 1 ist wie folgt verwendbar.

Durch die Öffnung 5 wird eine Reihe von Schalentieren, beispielsweise Miesmuscheln, in den Innenraum 4 des Beutels 3 um den Ballon 7 herum eingebracht. Anschließend wird der Beutel 3 wenige Male geschüttelt, um die Schalentiere nahe aneinander zu bringen, und der Beutel wird sodann mittels der Schließeinrichtung 6 geschlossen, wobei der Kragen 8 des Ballons 7 gegebenenfalls außerhalb des Beutels 3 bleibt. Wenn die Schalentiere verarbeitet und in den Beutel gefüllt werden, werden sie so bewegt, daß sie ihre Schalen selbst schließen. Um Stress für die Tiere zu vermeiden oder wenigstens zu minimieren, sollten die Schalentiere nur leicht geschüttelt werden. Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Schalen geschlossen sind und im geschlossenen Zustand aneinanderliegend gehalten werden, kann die Bewegungsfreiheit leicht begrenzt werden. Nach dem Füllen und Schließen der Verpackung wird der Ballon 7 aufgeblasen, so daß die Schalentiere fest gegeneinander, den Beutel 3 und/oder den Ballon 7 gedrückt und gehalten werden. "Fest" bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die auf die einzelnen Schalenteile 2a, 2b aufgebrachte Kraft derart ist, daß die Schalen 2 geschlossen werden und das Schalentier 2 die Schalenteile 2a, 2b nicht mehr unabhängig öffnen kann, wobei die in den Schalen während des Verpackens enthaltene Feuchtigkeit im wesentlichen darin zurückgehalten wird.

In Fig. 1 ist nur eine begrenzte Anzahl von Muscheln in dem Beutel dargestellt, jedoch können zwischen dem Ballon 7 und der Wand des Beutels 3 mehrere Lagen Schalentiere und mehrere Ballons 7 vorhanden sein. Als Ballon kann eine beliebige aufblasbare Einrichtung verwendet werden. Da der Beutel 3 netzartig ist, kann Luft leicht aus dem Inneren und in dieses gelangen, so daß die Schalentiere im geschlossenen Zustand in einer sauerstoffreichen Umgebung bleiben. Infolgedessen funktionieren die Tiere weiter aerob und bleiben am Leben. Der Druck in der Verpackung bleibt im wesentlichen der Atmosphärendruck, was den Tieren zugute kommt.

Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel ist in dem Beutel als Ausdehnungseinrichtung ein Ballon enthalten, der mit einem Expansionsmaterial gefüllt ist, dessen Volumen nach Kontakt mit einem Gas, beispielsweise Luft, einem Fluid, beispielsweise Wasser, oder durch das Mischen einer Anzahl separater Komponenten zunimmt.

Fig. 1A zeigt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Verpackung 1, bei der anstelle des Ballons 7 von Fig. 1, eine oder mehrere Taschen 17 vorgesehen sind. Jede Tasche 17 enthält eine relativ geringe Menge Trockeneis, d. h. festes Kohlendioxid oder dergleichen, und wird zusammen mit den Schalentieren verpackt. Durch die aus der Umgebung, insbesondere von den Schalentieren, kommende Wärme wird das Trockeneis schmelzen. Das derart erzeugte Gas erzeugt Druck in der Tasche. Der Druck hängt selbstverständlich von der Größe der Tasche und von der Menge des Trockeneises ab und kann somit in geeigneter Weise gewählt werden. Der in der oder jeder Tasche 17 aufgebaute Druck schließt die Schalentiere und hält sie geschlossen. Unter dem Einfluß der zugeführten Wärme benötigt die Ausdehnung der Taschen einige Zeit, woraus sich der Vorteil ergibt, daß sich die Schalentiere neu ordnen können, um einen dichteren Stapel zu bilden.

Fig. 2 zeigt ein erstes alternatives Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verpackung in Form eines Behälters 10, beispielsweise eines Kunststoffeimers oder eines Drahtkorbs. Nahe dem Boden 11 des Behälters 10 ist ein Raum 12 vorgesehen, der elastisch und/oder plastisch komprimierbar ist. Dieser Raum 12 kann beispielsweise aus einem Kunststoffhohlblock, einem Block aus offen- oder geschlossenzelligem Schaumstoff, einem Block aus Oasis® oder dergleichen bestehen. Der Behälter 10 ist mittels eines Deckels 13 verschließbar, der fest auf dem Behälter 10 angebracht werden kann.

Die Verpackung kann wie folgt verwendet werden.

Von der Oberseite wird eine Anzahl von Schalentieren 2 in den Behälter 10 auf den Raum 12 gegeben, wobei eine hohe Packungsdichte erreicht wird. Es wird eine Anzahl von Schalentieren 2 in den Behälter 10 eingebracht, daß die obersten Schalentiere 2 auf einer Höhe liegen, die über der Position des Deckels 13 im Schließzustand liegt. Wenn der Deckel 13 plaziert wird, werden die Schalentiere 2 in Richtung des Bodens 11 gedrückt, und der Raum wird elastisch und/oder plastisch unter Aufbringen einer Kraft auf die Schalentiere verformt. Die Kraft ist derart, daß die Schalen sämtlich geschlossen sind und so gehalten werden. Bei einer ungestörten Verbindung zwischen der Umgebung und dem Innenraum des Behälters 10 herrscht im Behälter 10 nahezu Atmosphärendruck, jedoch kann der Druck bei einem luftdichten Behälter 10 auf einen über dem Atmosphärendruck liegenden Druck erhöht werden, beispielsweise auf einen Druck, dem die Schalentiere in ihrer natürlichen Umgebung ausgesetzt sind. In diesem Fall sollte jedoch ausreichend Sauerstoff im Behälter enthalten sein, um die aeroben Funktionen der Tiere während beinahe der gesamten Packungszeit zu gewährleisten.

Anstelle eines Raums kann selbstverständlich eine in Zusammenhang mit der Fig. 1 beschriebene Ausdehnungseinrichtung 7 verwendet werden. Wird ein Kunststoffeimer verwendet, können beispielsweise Luftlöcher in der Wand des Eimers und/oder dem Deckel vorgesehen werden, um dem Behälter ausreichend Sauerstoff zuzuführen.

Fig. 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel eines Behälters 10 nach Fig. 2. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist der Deckel 14 eine vorzugsweise verformbare Platte 15 auf, die unter dem Deckel mit Abstand von diesem angeordnet ist. Die Platte 15 ist durch elastische Einrichtungen 16 mit dem Deckel 14 verbunden.

Die Verpackung gemäß diesem Ausführungsbeispiel kann wie folgt verwendet werden.

Nach dem Füllen des Behälters 10 bis zu einer Höhe nahe dem oberen Rand, die höher als die Position der Platte bei auf einem leeren Behälter geschlossenem Deckel ist, wird der Deckei 14 auf den Behälter gedrückt. Dabei wird die Platte 15 durch die Schalentiere 2 in Richtung des Deckels 14 entgegen der Wirkung der elastischen Einrichtung 16 nach oben gedrückt. Die Platte 15 kann sich entsprechend der Form der gegen sie drückenden Schalentiere verformen. Durch die elastische Einrichtung 16 und die Platte 15 wird somit eine Kraft auf die Schalenteile 2a, 2b der Schalentiere 2 aufgebracht. Diese Kraft ist ausreichend groß, um die Schalen zu schließen und geschlossen zu halten. Die elastische Einrichtung kann Federn enthalten, jedoch auch einen verformbaren Block oder elastische Stege, Vorsprünge und dergleichen.

Fig. 4 ist eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Netzes 3, gefüllt mit Schalentieren 2. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Netz 3 eng um die Schalentiere 2 gelegt, während die Schalen geschlossen werden. Anschließend wird der Beutel 3 mit einer für diesen Zweck geeigneten Einrichtung 6 geschlossen, so daß die Schalentiere 2 geschlossen bleiben und die Feuchtigkeit in den Schalen verbleibt, während die Tiere über einen relativ langen Zeitraum in einer aeroben Situation gehalten werden. Die Tiere bleiben frisch, bei ihrem ursprünglichen Gewicht und sind zum Verzehr geeignet.

Die Erfindung ist in keiner Weise auf die beschriebenen und in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Zahlreiche Variationen sind möglich. Diese Modifikationen fallen in den durch die Patentansprüche definierten Rahmen der Erfindung. Beispielsweise können andere Verpackungseinrichtungen verwendet werden, beispielsweise Kisten oder Metall- bzw. Kunststoffdrahtnetze, und die Ausdehnungs- oder Verformungseinrichtungen können einteilig mit der Verpackung ausgebildet sein. Ferner kann die Verformung der Verpackung selbst zu der gewünschten Kraft zum Schließen der Schalentiere führen. Es können ferner Ausführungsbeispiele mit unterschiedlichen Arten von Ausdehnungs- oder Verformungseinrichtungen ausgebildet werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Verpacken und Versenden lebender zweischaliger Meeresfrüchte (2), wie Miesmuscheln, Herzmuscheln und Austern, bei dem eine Reihe von Tieren in eine Verpackung (1, 10) eingeführt wird und die Tiere (2) anschließend mittels wenigstens eines Teils der Verpackung (1, 10) auf- und aneinander gedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zweischaligen Meeresfrüchte (2) in die Verpackung (1, 10) eingeführt und derart bewegt werden, daß sie ihre Schalen aus sich heraus schließen, und wobei die zweischaligen Meeresfrüchte (2) derart zusammengedrückt werden, daß die Schalenteile (2a, 2b) jedes Tieres gegeneinander geschlossen sind und somit in der Verpackung (1, 10) stets geschlossen gehalten werden, wobei der Druck in der Verpackung im wesentlichen gleich dem Atmosphärendruck oder über diesem gehalten wird, und die Tiere (2) in Kontakt mit einer sauerstoffhaltigen Umgebung gehalten werden, so daß die Tiere lebend verpackt und in der Verpackung versendet werden können.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere (2) durch Verringern des für die Schalen im Inneren der Verpackung Zur Verfügung stehenden Raumes an- und gegeneinander gedrückt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere durch Verformungseinrichtungen (7, 17, 12, 16) an- und gegeneinander gedrückt werden, die sich beim Schließen der Verpackung verformen, so daß die Schafen der Tiere (2) durch Anlage an der Verpackung (1, 10), die Verformungseinrichtungen (7, 17, 12, 16) und/oder aneinander geschlossen werden, wobei eine weitere Verformung der Verformungseinrichtungen (7, 17, 12, 16) eine größere Kraft erfordert, als die Tiere zum Öffnen der Schalen aufbringen können.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß Expansionseinrichtungen (7, 17) verwendet werden, die nach dem Füllen und Schließen der Verpackung (1, 10) eingesetzt werden, um durch diese den für die Meeresfrüchte (2) in der Packung zur Verfügung stehenden Raum zu begrenzen.

5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verformungseinrichtungen (12, 16) elastisch verformbare Einrichtungen (12, 16) verwendet werden, die nach dem Füllen beim Schließen der Verpackung elastisch verformt werden.

6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Verformungseinrichtungen (12, 16) plastisch verformbare Einrichtungen (12, 16) verwendet werden, die nach dem Füllen beim Schließen der Verpackung plastisch verformt werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß als Verpackung eine vorzugsweise netzförmige Kunststofftasche (3) verwendet wird, die nach dem Befüllen zugebunden (6) wird, wobei die Tasche derart zugezogen wird, daß die Schalen der verpackten Tiere (2) dadurch geschlossen werden und im verpackten Zustand stets geschlossen gehalten werden.

8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Expansionseinrichtung (17) durch Sublimation darin enthaltenen verfestigten Gases, insbesondere Trockeneis, ausgedehnt wird.

9. Verpackung (1, 10), die mehrere lebende zweischalige Meeresfrüchte, wie Miesmuscheln, Herzmuscheln und Austern, umschließt, mit einem verschließbaren Innenraum (4), der von einer Wand (3, 11) umgeben ist, wobei Druckeinrichtungen (7, 17, 12, 16) zum Schließen und Geschlossenhalten der Schalen der Tiere (2) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtungen (7, 17, 12, 16) die Schalen der Tiere (2) schließen und geschlossen halten, indem die Tiere nach dem Füllen der Verpackung (1, 10) gegeneinander gedrückt werden, wobei der Innenraum im wesentlichen Atmosphärendruck oder Überdruck aufweist, und eine sauerstoffhaltige Umgebung im Innenraum aufrechterhalten wird, so daß die aeroben Funktionen der Tiere während beinahe des gesamten Verpackungszeitraums gewahrt bleiben.

10. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtungen Expansionseinrichtungen (7, 17) aufweisen, die sich wenigstens teilweise in den Innenraum (4) erstrecken, wobei die Expansionseinrichtungen (7, 17) nach dem Füllen und dem Schließen der Verpackung gedehnt werden können.

11. Verpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Expansionseinrichtung eine vorzugsweise ballonförmige inflatierbare Einrichtung (7) aufweist.

12. Verpackung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß während des Verpackens der Meeresfrüchte in der Verpackung, die Expansionseinrichtung (17) verfestigtes Gas, insbesondere Trockeneis, mit einem derartigen Volumen aufweist, daß das Gas während der Sublimation ein Dehnen der oder jeder Expansionseinrichtung mit dem gewünschten Expansionsgrad bewirkt.

13. Verpackung nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, daß die Expansionseinrichtung einen flexiblen Raum mit einer Einrichtung aufweist, die sich beim Kontakt mit einem Gas und/oder einem Fluid zusammenzieht.

14. Verpackung nach einem der Ansprüche 9-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckeinrichtung ein elastisch und/oder plastisch verformbares Druckteil (12, 16) aufweist.

15. Verpackung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckteil einen Schaumstoffblock (12) aufweist.

16. Verpackung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckteil eine elastische Platte (14, 12) aufweist.

17. Verpackung nach einem der Ansprüche 9-16, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand der Verpackung draht- oder netzförmig (3) ist.

18. Verpackung nach einem der Ansprüche 9-17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verpackung die Form eines Behälters (10) hat.







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