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Dokumentenidentifikation DE69212596T3 08.03.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0576530
Titel ARTIKEL
Anmelder De La Rue International Ltd., London, GB
Erfinder CHATWIN, Charles Edward, Horsham, W. Sussex RH13 7RP, GB;
KAY, Ralph, Maidenhead, Berkshire SL6 8RE, GB
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69212596
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GR, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.03.1992
EP-Aktenzeichen 929074995
WO-Anmeldetag 20.03.1992
PCT-Aktenzeichen GB9200514
WO-Veröffentlichungsnummer 9216378
WO-Veröffentlichungsdatum 01.10.1992
EP-Offenlegungsdatum 05.01.1994
EP date of grant 31.07.1996
EPO date of publication of amended patent 02.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.03.2001
IPC-Hauptklasse B41M 3/14
IPC-Nebenklasse B42D 15/02   

Beschreibung[de]

Hologramme und Beugungsmuster haben in den letzten Jahren als Betrugs- und Fälschungs-Schutzeinrichtungen Akzeptanz gefunden. Derartige Einrichtungen werden typischerweise durch Prägen einer Kunststoffschicht mit einem optischen Beugungsmuster und Schaffen einer Metall-Oberfläche hergestellt, die der feingeprägten Struktur so folgt, dass beim Anschauen der optische Effekt zu sehen ist.

Oft wird das Holographie-Bild so hergestellt, dass es in weißem Licht wieder aufbaut. Die reflektierende metallische Struktur wird allgemein durch den transparenten Kunststoff angesehen. Alternativ ist es möglich, einen holographischen Effekt zu erhalten, der heller sein kann, durch direktes Anschauen der reflektierenden Metallbeschichtung an dem feingeprägten Kunststoff, vorausgesetzt, dass die metallische Beschichtung ebenfalls das Beugungsflächen- Profil erhält.

Es ist möglich, dass die polymere Fläche dieser massenproduzierten Nachbildungen hergestellt wird, indem eine aus Nickel oder Hartkunststoff bestehende Urform direkt auf den thermoplastischen Film geprägt wird, oder indem man reaktive Materialmengen veranlasst, unter Einfluß von Strahlung, wie einem Elektronenstrahl oder Ultraviolettstrahlung, zu polymerisieren oder eine Kreuzvernetzung durchzustehen, während diese Materialmenge mit der Urform in Kontakt ist. In beiden Fällen nimmt die Oberfläche genau die Form der aus Metall oder aus anderem Stoff bestehenden Form an, welche die feinlinige Struktur enthält. Unmetallisierte polymere Flächen werden dann typischerweise mit einer dünnen Beschichtung, beispielsweise aus Aluminium, metallisiert.

EP-A-0 201 323 beschreibt ein transparentes Hologramm mit einer geprägten Schicht aus transparentem Kunststoff, die mit einer dünnen transparenten Schicht beschichtet ist, die einen anderen Brechungsindex besitzt, um die Qualität des Hologramms zu verbessern. Das so gebildete Hologramm kann auf ein Substrat gesetzt werden, das aufgedruckte Information trägt, die weiterhin durch das Hologramm hindurch sichtbar bleibt.

Es hat sich gezeigt, dass Hologramme in den letzten Jahren zunehmend zum Schutz vor Betrug, Fälschung, Verfälschung und für Beglaubigungszwecke in Gebrauch gekommen sind, und dass weiterhin erfreulicher Erfolg vorhanden ist. Zu beglaubigende Gegenstände, wie Kreditkarten, haben allgemein ein diskretes Hologramm, das unter Wärme und Druck von einem Trägerfilm geprägt wurde; dies ist jedoch ein zeitraubender Vorgang. Die Größe der Bereiche, die so erreicht werden können, ist ebenfalls begrenzt. Zusätzlich ist das Heißprägen nur für glatte Substrate geeignet, da rauhe Substrate an dem Hologramm eine Textur hervorrufen. Das kann sowohl unerwünschte ästhetische Qualitäten ergeben, als auch Schwierigkeiten beim maschinellen Ablesen kodierter Hologramme. Ebenfalls ist das Überdrucken derartiger Aufkleber oft schwierig.

Die genannten Karten nutzen allgemein diskrete holographische Abbildungen, wie die eines Vogels. Diese Abbildungen müssen in Ausrichtung mit dem Aufkleber gesetzt werden, und der Aufkleber muß mit dem Aufdruck und mit dem Rest des Gegenstandes ausgerichtet sein. Es ist jedoch bei manchen Anwendungsfällen möglich, ein im wesentlichen kontinuierliches Muster sich wiederholender holographischer Abbilder geringer Größe zu schaffen, wenn eine Ausrichtung des Bildes mit dem Aufkleber nicht notwendig ist. Das druckausgerichtete Prägen dieser Art von Muster erfordert keine genaue Ausrichtung zwischen Bild und Aufkleber, da jede so geschmückte Fläche eine Anzahl der kleinen Bilder besitzen wird. (Das wird manchmal ein "Tapeten"- oder "generischer" Entwurf genannt).

GB-A-2 125 337 beschreibt eine Sicherheitsbedruckung von Gegenständen, die holographische Muster trägt. Diese optisch variablen Muster sind jedoch auf Substraten befestigt und können insoweit entfernt werden, wenn auch mit Schwierigkeiten. Um dies zu verhindern, werden die Hologramme mit Schutzschichten bedeckt und bedruckt.

Die Regierung von Australien hat eine Gedenk-Banknote ausgegeben, welche aus einem Kunststoff-Substrat besteht, auf welchem ein holographischer Aufkleber befestigt ist. Obwohl der Gegenstand Sicherheitsaufdruck neben einem Hologramm kombinierte, war das Hologramm an dem Sicherheitsdruck-Substrat befestigt, und so bestand die Möglichkeit, es abzunehmen.

Die Internationale Patentveröffentlichung Nr. WO91 /06925 beschreibt sicherheitsbedruckte Hologramme, in welchen Bilder, einschließlich gedruckter Figuren, in den Holographiedruck eingesetzt sind, z. B an dem geprägten Kunststoff vor der Metallisierung. Diese Patentanmeldung ergibt die Möglichkeit, einen Bereich des Hologramms zu überdrucken und die metallische Schicht beispielsweise teilweise zu verbergen, um beispielsweise Holographie-Aufkleber mit Serien-Numerierung zu erzeugen.

Das Prägen von holographischen und beugenden Heißsperrenfolien auf Sicherheitsdokumente zum Ausbilden von Holographie-Aufklebern ist beispielsweise in GB-A 2 129 739 beschrieben. Derartige Aufkleber werden zwar mit Sicherheitsklebung, aber trotzdem durch eine diskrete Kleberschicht befestigt. Es werden in US-A-4 631 222 auch Heißprägefolien beschrieben.

GB-A-2 119 312 beschreibt, wie eine ebene nichtholographische Metallfolie kontinuierlich auf ein Papiersubstrat aufgewalzt und so darauf übertragen wird, dass sich beispielsweise ein kontinuierliches Schleifenmuster ergibt, das sich von einem Dokument auf das nächste der Rolle fortsetzt. Dieses Patent umfasst das Überdrucken mindestens eines Teils der ebenen Metallfolie.

Es besteht ein Bedarf für Sicherheitsgegenstände, bei denen Bilder mit optisch variabler Wirkung, wie Hologramme, sich weniger leicht zum Abnehmen eignen, als bisher.

Es besteht ein Bedarf, bequemere Herstellverfahren zu schaffen, die den extensiveren Einsatz von holographischen Abbildungen erlauben.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung schaffen wir einen Gegenstand gemäß Anspruch 1.

So wird statt des Anhaftens eines einen optisch variablen Effekt besitzenden Aufklebers an einen Gegenstand die den optisch variablen Effekt erzeugende Struktur ein integraler Teil des Gegenstandes. Das gibt nicht nur zusätzliche Sicherheit, sondern bringt auch Herstell- Vorteile. Die Erfindung schafft die Kombination aus einem Fälschungshindernis hohen Niveaus mit ausgeklügelten Sicherheitsdruckmerkmalen und einem hohen Grad von Fälschungssicherheit miteinander in einem leicht herstellbaren ästhetischen Gegenstand.

Wo in der Beschreibung auf den Term "optisch variabler Effekt" Bezug genommen wird, soll dieser sichtbare Lichtbeugungs-, sichtbare Lichtinterferenz- und Polarisationseffekte einschließen.

Beugung bietet die größte Komplexität, da es möglich ist, ein Spektrum von Beugungseffekten zu bieten, die von regelmäßigen Beugungs-Gitterstrukturen über Beugungs-Gittermosaike und graphische Beugungs-Effekte (wie 2D und 2D/3D-Effekte) reicht, bis zum einfachen oder komplexen holographischen Wiederaufbau von Objekten, Effekte, wie sie in Hologrammen, Stereo-Hologrammen und Multiplex-Hologrammen gesehen werden. Derartige beugende Strukturen können geschaffen werden durch Feinzeilengravierungs-, Leseholographie- und Elektronenstrahl-Aufzeichnungsverfahren. Durch Computer geschaffene Beugungs- Muster können erzeugt werden, z. B. das Landis und Gier Kinegram und die Beugungs-Katastrophenmuster der Reserve Bank of Australia (WO/90101733). In Pixel aufgeteilte Brechungsstrukturen können geschaffen werden durch Benutzung des durch CSIRO in WO91/03747 beschriebenen Systems. Die Beugungs-Effekte der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der Präsentierung einer anschaubaren Fläche, die ein Beugungsprofil besitzt.

Die optisch variablen Effekte sind normalerweise in weißem Licht erkennbar, z. B. sog. "Regenbogen"-Hologramme, obwohl auch maschinenlesbare Beugungseffekte benutzt werden können.

Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung von Bildern mit optisch variablen Effekten beschränkt, die in weißem Licht anschaubar sind, sondern es können auch optisch variable Effekte eingesetzt werden, die in monochromatischem Licht auftreten, ob nun im sichtbaren oder im Infrarot-Bereich.

Die optisch variablen Effekte können verwendet werden für Sicht-Authentifizierungen für das bloße oder das unterstützte Auge oder für Maschinen-Authentifizierung, bei welcher Lichterfassungsmittel eingesetzt werden. Derartige Maschinenlesbarkeit ist bei automatischen Abtastvorgängen nützlich.

Typischerweise umfasst das Substrat einen polymeren Film, und der den optisch variablen Effekt stützende Film erstreckt sich über die Gesamtfläche des Gegenstandes, d. h. der Film ist planar.

Ein Flächenbereich des Gegenstandes kann ohne optisch variablen Effekt unterhalb der Indizien aufnehmenden Beschichtung sein, oder es kann ein darunterliegender optisch variabler Effektbereich vorhanden sein, der mindestens teilweise bedeckt ist, z. B. durch die darübergedruckte Indizien aufnehmende Beschichtung.

Die nicht mit der Beschichtung versehene Oberfläche des Substrates kann Indizien tragen.

Vorzugsweise zeigt der Bereich, in dem ein optisch variabler Effekt sichtbar ist, ein einzelnes durch Beugung erzeugtes Abbild oder ein Beugungsbild, das ein Wiederholmuster zeigt. Wenn es ein individuelles Einzelbild ist, braucht die Beschichtung nicht ausgerichtet zu sein.

Vorzugsweise überdeckt die Beschichtung einen wesentlichen Flächenbereich des Gegenstandes.

Bei einem Beispiel sieht der Betrachter beim Anschauen des Gegenstandes von seiner Hauptseite einen Bereich oder mehrere Bereiche mit optisch variablem Effekt, (der, falls es ein Beugungseffekt ist, unabhängig aus einem Einzelbild oder aus generischen Bildmustern gewählt sein kann), einen Bereich einer Indizien aufnehmenden Beschichtung, welche Aufdrucke trägt, und wahlweise einen dritten Bereich, der aus einem Bild mit optisch variablem Effekt, aus reflektivem Metall, transparentem Kunststoff oder einer Kombination von diesen ausgewählt werden kann.

Vorzugsweise bestimmen die Fenster Identifizierungsmarken oder Sicherheitsindizien, z. B. Miniaturtext. Sicherheitsindizien, alphanumerische Zeichenformen und -Symbole können so gebildet werden durch Freilassen derartiger geformter Bereiche in der umgebenden Be schichtung, wodurch das Durchscheinen des darunter befindlichen optisch variablen Effekts zugelassen und dadurch der virtuelle Eindruck von beispielsweise holographisch gedruckten Zahlenformen gegeben wird. Alternativ können Formen wie Strichkodes eingesetzt werden.

Bei einem anderen Beispiel wird eine metallische Beschichtung an dem Substrat vorgesehen, wobei die metallische Beschichtung selektiv entfernt ist, um Sicherheitsindizien zu definieren, und der optisch variable Effekt in den Bereichen sichtbar ist, in denen die Beschichtung entfernt wurde.

Optisch variable Beugungseffektstrukturen werden typischerweise dadurch gebildet, dass eine Prägung mit einer heißmetallischen Ausgleichsschicht gebildet wird, die benutzt wird, ein Beugungsmuster direkt auf dem Kunststoff wiederzugeben, wonach eine Metallisierung erfolgt. Es ist jedoch auch möglich, die metallisierte Oberfläche des Substrates nach der Metallisierung zu prägen. Üblicherweise wird die Gesamtfläche des Substrates mit einem generischen Beugungsmuster geprägt, bis auf einen benachbarten Bereich, der für ein Einzelbeugungsbild bestimmt ist. Das generische Muster kann an der Sichtseite vollständig durch die Indizien aufnehmende Beschichtung verdeckt sein. Das Substrat kann ein Kunststoff-Film sein, der einer Koronabehandlung unterzogen wurde, um so die Verbindung mit der Metallschicht zu steuern, um beispielsweise Fälschungssicherheits-Eigenschaften einzuführen.

Die Erfindung ist auch auf geprägte Gegenstände mit anderen Arten von Feinmarkierungen anwendbar, bei denen die Prägung keinen Lichtbeugungseffekt schafft, wie Mattdiffusions-Effekte, tiefgeprägte Linienmuster und dergleichen.

Der durch die Beugungsprägung geschaffene präzise optische Effekt beeinflusst die Prinzipien dieser Erfindung nicht bedeutsam. Kombinationen mit Lichtstreuungs-Matteffekten oder gröberen nichtbeugenden Prägungsmustern können ebenfalls auftreten. Unter gewissen Umständen kann der vollständige auf Rollen befindliche Vorrat des Gegenstandes nötigenfalls farbfrei mit Tiefdruck-(Intaglio-)Verfahren bedruckt werden, um ein feines sicherheitsgeprägtes Reliefmuster zu erhalten.

Bei dem vorstehenden Beispiel wurde eine Indizien aufnehmende Beschichtung auf die metallisierte Oberfläche aufgebracht. Die Beschichtung kann jedoch auch auf die gegenüberliegende Seite des transparenten Substrates aufgebracht werden, um das gleiche Gesamtaussehen zu erzielen. Zusätzlich kann die Beschichtung intern, vor dem Prägen und Metallisieren, angewendet werden.

Außer Sicherheitsindizien kann der auf die Indizien aufnehmende Beschichtung aufgebrachte Aufdruck auch andere Information enthalten, wie Information über die ausgebende Behörde oder Individualisierungsmarkierungen (ob nun für Gruppen oder für Einzelpersonen gültig). Der fertiggestellte Gegenstand kann dann formgerecht beschnitten und als Sicherheitsgegenstand nach eigenem Recht benutzt werden, wie z. B. eine Fahrzeugsteuer-Scheibe, in diesem Fall nach Laminierung mit einem Übertragungskleber.

Derartige sicherheitsbedruckte Gegenstände besitzen eine sehr weitgehend verbessert Sicherheit, da der optisch variable Effekt mit dem Substrat integral ist und nicht, wie ein Aufkleber, abgeschält werden kann.

Zusätzlich ist es durch Benutzen von Überdruckverfahren zum Aufbringen der Beschichtung, bei dem angemessen geformte Fenster zurückbleiben, möglich, viel feinere holographische und gleichartige Effekte zu "drucken", als es mit Auftragverfahren möglich ist. Es ist auch leichter, Änderungen zu bewirken und viel größere Bereiche zu überdecken, als es mit Heißprägung möglich wäre.

Der fertiggestellte Gegenstand kann an einer anderen Einheit befestigt werden, wie beispielsweise ein Visum in einem Paß, nach Personalisierung in einem elektrostatischen Laserdrucker.

Selbstverständlich können, je nach der Anwendung, Beschichtungen, z. B. Druckfarben, in einer Vielzahl von Positionen aufgetragen werden, und die Beschichtung braucht nicht immer auf der gleichen Seite zu sein, sondern es kann eine Kombination benutzt werden. Es wird jedoch der gleiche Gesamteffekt für den Betrachter erreicht.

Beugungsprägung des Kunststoffs oder des metallisierten Kunststoffs kann auf einzelne Bereiche begrenzt sein, wobei diese Bereiche dem Gebiet entsprechen, wo der optisch variable Effekt an dem fertiggestellten Gegenstand auftreten soll. Alternativ kann die Prägung auf dem Gesamtbereich erfolgen, vorausgesetzt, dass nur der sichtbare Abschnitt zu sehen ist. Das trifft besonders für generische Muster zu. In der Praxis wird in vielen Fällen dieses Gesamtprägungsverfahren benutzt.

Wenn die Rückseite des Gegenstandes anzuschauen ist, wie bei der Anwendung für Fahrzeugsteuerscheiben, wo der Gegenstand an einer Windschutzscheibe befestigt wird, kann die Verwendung einer Gesamtprägung eine Oberfläche mit angenehmem Aussehen an der Rückseite der Scheibe neben der Sicherheitswirkung schaffen.

Die Oberfläche des Substrates, die der die Beschichtung tragenden Fläche gegenüberliegt, kann ebenfalls in der beschriebenen Weise mit Farben beschichtet werden, um einen doppelseitigen Gegenstand zu schaffen. Die vorderen und hinteren Beschichtungen können miteinander ausgerichtet sein. Das ist besonders wichtig, wenn ein transparenter holographischer Film benutzt wird. Falls nötig, kann der Gegenstand mit Schutzbeschichtungen bedeckt oder auf andere Schichten auflaminiert werden.

Der Gegenstand kann einen Kleber oder eine laminierbare Schicht enthalten, um zu ermöglichen, dass der Gegenstand an ein weiteres Substrat angeheftet wird.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung schaffen wir ein Verfahren zum Herstellen von Gegenständen gemäß Anspruch 12.

Das ermöglicht ein neues Herstellverfahren, bei dem das Substrat zuerst mit einer einen optisch variablen Effekt erzeugenden Struktur versehen und dann in eine Druckpresse gelegt wird, in der eine Indizien aufnehmende Beschichtung auf die Oberfläche des Substrates aufgedruckt wird unter Freilassung von Bereichen, durch welche der optisch variable Effekt gezeigt wird.

Typischerweise umfasst das Verfahren weiter das Bestimmen einer Anzahl von Gegenständen an dem Substrat, das jeweils einen ersten Bereich mit sichtbarem optisch variablem Effekt und einen davon separaten zweiten Indizien sichtbar machenden Bereich verkörpert, wobei der separate Bereich des Substrates Aufdrucke zeigt; und das Aufteilen des Substrates in einzelne Gegenstände.

Typischerweise besteht das Substrat aus einem polymeren Film, oder es umfasst einen solchen.

Das Substrat kann in Form eines zu bedrückenden Blattes vorhanden sein, besteht jedoch vorzugsweise in Form einer Rolle. Beispielsweise wird nach einem Bedruckungsschritt, in welchem eine Indizien aufnehmende Beschichtung auf das Substrat aufgebracht und Sicherheitsindizien auf diese aufgedruckt werden, die Gesamtrolle oder die Blätter in Einzelrollen, Streifen, große Blätter oder Einzelbögen unterteilt.

Ein Prägeverfahren mit Schritt und Wiederholung, wie es üblicherweise benutzt wird, um eine Figur mit einem optisch variablen Effekt, z. B. ein Hologramm, an einem Dokument anzubringen, begrenzt die Geschwindigkeit des Herstellvorganges. Die vorliegende Erfindung vermeidet die Notwendigkeit dieses langsamen Verfahrens dadurch, dass die einen optisch variablen Effekt erzeugende Schicht als Teil der internen Struktur des Gegenstandes aufgenommen wird. Der Gegenstand kann für sich benutzt oder an einer anderen Oberfläche angebracht werden.

Wie nachstehend erklärt, kann die Reihenfolge der Präge-, Metallisierungs- und Druckschritte verändert werden.

Das Substrat kann einen beugungsgeprägten polymeren Film umfassen, z. B. einen Filmbildenden Kunststoff wie Polypropylen, Polyvinylchlorid, Zelluloseacetat und Polyester (einschließlich biaxial orientierter Polyesterfilme).

In einem Beispiel ist eine Rolle des Substrates, z. B. eines thermoplastischen (polymeren) Films, an einer Oberfläche geprägt, diese Oberfläche ist metallisiert, und dann wird auf die metallisierte Oberfläche und/oder die gegenüberliegende Oberfläche eine Beschichtung auf gebracht, um an einer Seite des Gegenstandes einen optisch variablen Effekt und Beschichtung zu definieren. Die Beschichtung wird von Indizien aufnehmender und den Hintergrund abdeckender Natur sein, und sie kann dann als Grundlage für Sicherheitsmarkierungen, Individualisierungsinformationen und dergleichen benutzt werden. Allgemein ist die Indizien aufnehmende Beschichtung einfarbig oder bestimmt einen Regenbogeneffekt. Die Beschichtung kann Miniaturwiederholungsbilder-Fehlstellen wie Logos oder Namen enthalten, d. h. als Negativ ausgebildete Mikroeinschreibungen. Die Rolle wird dann in Stücke von Gegenstandsgröße zerschnitten, oder sie kann geschlitzt werden oder, wenn nötig, in diesem Format weiterer Bearbeitung zugeführt werden. Allgemein wird der Indiziendruck vor dem Unterteilen ausgeführt. In einem zweiten Beispiel wird das Metallisieren und Prägen des ersten Beispiels in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.

Alternativ kann nach dem Prägen und Metallisieren das als Rolle vorhandene Vorratsmaterial in Blätter zerschnitten werden, die jeweils mehrere Gegenstände enthalten, so dass die Beschichtung an einem Blattzuführdrucker geschehen kann. Das Beschichten von als Rolle vorhandenem Ausgangsmaterial wird jedoch wahrscheinlicher eingesetzt.

Allgemein ist es erwünscht, eine Schutzschicht über dem Metall des metallisierten Prägungssubstrates vorzusehen, und das kann durch Aufbringen eines Lackes oder Laminieren eines Filmes an dieser Stelle erreicht werden.

Das beschichtete Rollen-Vorratsmaterial kann mit einem Kleber versehen werden, entweder direkt durch Beschichten oder durch Auflaminieren auf einen druckempfindlichen Übertragungskleber, der an einer Löseschicht (Kunststoff oder Papier) zugeführt wird. Die Gegenstände können dann auf ihre endgültige Größe geschnitten werden.

Der optisch variable Beugungseffektbereich kann vorzugsweise lichtundurchlässig reflektiv metallisiert werden, entweder vollständig oder, weniger gebräuchlich, teilweise. Falls der Bereich teilmetallisiert ist, kann dies eine dünnere transparente Metallbeschichtung sein, jedoch wird alternativ die Metallisierung in Form eines Halbton-Punktmusters geschehen. Der metallisierte Bereich kann einfach auf den sichtbaren optisch variablen Effektbereich begrenzt sein, kann jedoch auch die Gesamtheit oder einen Teil der nicht sichtbaren Bereiche überdecken. Andere Bereiche können metallisiert und einfach als metallische Bereiche angesehen werden. Zur Erleichterung der Herstellung wird die Metallbeschichtung über die Gesamtfläche des Gegenstandes aufgetragen, da es leichter ist, die gesamte Rolle durch den Metallisierer durchlaufen zu lassen.

Das Herstellverfahren für Sicherheitsgegenstände kann weiter das Anwenden einer Koronabehandlung bei einer geprägten Kunststoff-Fläche des Substrates umfassen, wobei dann die Metallisierung so geprägt wird, dass die Entschichtungseigenschaften an beugenden Oberflächen gesteuert werden. Das ist besonders nützlich, um das Haftniveau von sonst schlecht bindenden Substraten wie Polyolefinen zu erhöhen. Die Verbindung mit an dieser Trennfläche aufgebrachten Farben kann ebenfalls auf diese Weise gesteuert werden.

In dem Falle von Prägung mit optisch variablem Effekt kann diese an der oberen Seite des Substrates oder der unteren Seite (in Hinsicht auf das Anschauen) geschehen. Wenn die untere Seite benutzt wird, muß das Substrat (oder der Film) transparent sein. Der Ausdruck "transparent" ist so gedacht, dass er nichtstreuende polymere Filme umfasst, die farblos oder gefärbt, z. B. mit Farbstoff eingefärbt, sein können.

Bei Beugungsstrukturen kann die Metallbeschichtung selektiv entfernt werden, um beispielsweise Sicherheitsindizien zu bilden. Das kann getan werden durch Bedrucken der Metalloberfläche mit einer Resist-Beschichtung wie einer Farbe oder einem Lack, mit Bedecken des optisch variablen Effektes, jedoch unter Freilassen von bildartigen Flächen. Das Metall kann dann durch Behandlung entfernt werden, bei Aluminium z. B. mit Alkalibehandlung. Alternativ kann eine Metallisierung an der Oberfläche einer wasserlöslichen Druckfarbe vorgenommen werden.

Alternativ kann die zu metallisierende Oberfläche des polymeren Films vor der Metallisierung oder sogar vor der Prägung mit Sicherheitsindizien beschichtet und bedruckt werden, in einer Weise, die eine Ausrichtung des optisch variablen Effekts zum Aufdruck erzielt. Nach Metallisierung ist ein optisch variabler Effekt zu sehen, der innerhalb eines reflektiven Metallbereiches liegt, und die Sicherheitsindizien oder der Text wird gegen einen metallischen Hintergrund und gesichert dargeboten.

Nach der Metallisierung wird üblicherweise eine Beschichtung mit einer abdeckenden Farbe über die Gesamheit des Gegenstandes aufgetragen, die, wenn nötig, generische Beugungsbildeffekte abdeckt, die geprägt wurden, jedoch von dieser Seite des Substrates aus nicht zu sehen sein sollen.

Optisch variable Effektstrukturen, die durch Interferenz oder Polarisierung entstehen, werden im allgemeinen selbst nicht transparent sein, aber in Abhängigkeit von der Natur des Substrates, in welches sie integriert sind, von der Rückseite und nicht nur von der primären Anschauseite (welche die Sicherheitsindizien zeigt) zu betrachten sein.

Optisch variable Beugungsstrukturen können lichtundurchlässig sein (was ein Anblicken von der primären Anblickseite aus erlaubt, und, falls freigesetzt, von der Sekundäranblickseite, jedoch ohne dass Licht durch die Struktur hindurchgelassen wird), oder transparent sein (was das Durchschauen durch den Gegenstand von einer Seite zur anderen zulässt oder das Offenlegen der unterhalb der beugenden Struktur befindlichen Oberfläche).

Lichtundurchlässigkeit wird normalerweise dadurch erreicht, dass eine relativ dicke Schicht von spiegelreflektierendem Metall wie Aluminium auf die beugende Oberfläche aufgebracht wird. Transparenz kann erreicht werden durch Benutzen einer sehr dünnen, teilweise optisch transparenten gleichmäßigen Beschichtung von spiegelreflektierendem Metall wie Aluminium. Alternativ kann sie erreicht werden durch Schaffen einer lichtundurchlässigen Beschichtung von Metall wie Aluminium, in welchem halbtonfleckenartige Bereiche entfernt werden, um so die Illusion von teilweiser Transparenz zu schaffen. Alternativ kann die geprägte Oberfläche mit einer dünnen Schicht eines anorganischen Materials mit relativ hohem Brechungsindex, wie Zinksulfid oder Titandioxid, versehen werden.

Zusätzlich zur üblichen Farbe können Indiziendruckfarben, welche Doppeleigenschaften besitzen, wie Magnetfarbe, optisch variable photochrome Farben und unsichtbare fluoreszierende Farben benutzt werden. Alternative Indizienmarkierungen können angebracht werden durch geeignete Abbildungsmittel wie Xerographiedruck, Tintenstrahldruck, Thermoübertragungsdruck, Aufpralldruck usw.

Diese Abbilderzeugung kann hergestellt werden, während die Gegenstände sich noch auf der Rolle befinden, oder an dem fertiggestellten Gegenstand.

Im Fall der Indizien aufnehmenden Beschichtung muß diese eine ausreichend große kontinuierliche Fläche (mindestens 2 cm²) besitzen, um Indizien zu tragen, die ohne weiteres mit dem unbewaffneten Auge sichtbar sind, wie einzelne alphanumerische Zeichen, andere Zeichendarstellungen, Symbole oder Formen und Kombination von diesen. Alternativ können die Anzeichen an der Indizien aufnehmenden Beschichtung vorgesehen werden, und diese kann sich auch über das optisch variable Material erstrecken. Die Anzeichen können auch an der näher gelegenen Sichtfläche des Gegenstandes angeboten werden, wobei die Indizien aufnehmende Beschichtung an einer inneren Fläche dargeboten wird, so dass beim Anschauen die Indizien auf den Hintergrund der Indizien aufnehmenden Beschichtung aufgedruckt erscheinen.

An dem Gegenstand wird der optisch variable Effekt gegen eine Grenzlinie der Indizien aufnehmenden Beschichtung oder durch geformte Fenster dargeboten. Beispielsweise kann der optisch variable Effekt umrißgeformt sein, z. B. in Form alphanumerischer Zeichen, geometrischer Figuren, in Feinlinienanordnung, Symbolform, Logoform oder gemusterter Form, wobei der Umriß durch die Beschichtung gebildet wird, die sich bis zu den Grenzbereichen des Gegenstandes erstrecken kann.

Die Indizien aufnehmende Beschichtung kann beispielsweise eine Endzone des Dokuments definieren, welches den optisch variablen Effekt zeigen soll, oder vielleicht ein Längsband durch Drucken in zwei Teilen.

In vielen Fällen wird der durch die (Indizien aufnehmende) Beschichtung bedeckte Bereich des Gegenstandes größer als der freigesetzte Bereich des optisch variablen Effekts sein und kann ihn um das Zweifache, Dreifache, das Vierfache oder mehr übertreffen. Bei manchen Gegenständen kann der Bereich mindestens 10 mal so groß sein.

Der Beschichtung kann eine filmartige glatte Fläche verliehen werden, oder die Oberfläche kann einen bestimmten Rauhigkeits- oder Porositätsgrad erhalten. Derartige Rauhigkeit oder Porosität ist erwünscht, wenn der fertige Gegenstand mit elektrophotographischem Toner zu bedrucken ist, da sich dadurch eine Verankerung für Tonerpartikel ergibt. Etwas Rauhigkeit ist auch nutzbringend, falls auf dem Gegenstand eine Unterschrift anzubringen ist, damit eine Verankerung für die Tinte geschaffen wird.

Nach dem Prägen, Metallisieren und Beschichten kann das Material durch eine Tiefdruckpresse hindurchgeleitet werden, um Gravierungseffekte für die nicht mit optisch variablen Effekten versehenen Bereiche des fertiggestellten Gegenstandes zu schaffen, wie beschichtete Bereiche oder ebene metallisierte Bereiche. Die Tiefdruckbearbeitung kann einfaches Prägen sein, oder es können, eine entsprechende Absorbenz der Beschichtung vorausgesetzt, Farbmarkierungen geschaffen werden. Die mit sichtbaren optisch variablen Effekten versehenen Bereiche werden allgemein ungeprägt bleiben.

Nicht beugend geprägte Bereiche können auf andere Art durch Druck profiliert sein mit einem üblichen vertieften Muster, so dass die Oberfläche des fertiggestellten Gegenstandes dem Muster entsprechend verformt ist.

Tiefdruck- oder andere Grobprägung verleiht dem fertiggestellten Artikel ein nützliches Ausmaß von Tastbarkeit, was eine weitere Sicherheitsverbesserung für einige Anwendungen bedeutet.

Bei manchen Anwendungen kann die metallisierten Seite des Films während der Herstellung mit einer klebrigen Beschichtung versehen werden, wie eine durch Wärme aktivierbare Klebebeschichtung oder eine druckempfindliche Klebebeschichtung. Im letzteren Falle wird der Kleber mit einem Ablösepapier geschützt. WO91/08524 bezieht sich auf übertragbare Holographiefilme, bei denen die übertragbare Beschichtung von dem Träger ablösbar ist, ohne dass ein Wachs oder eine ähnliche Freigabeschicht nötig ist. GB-A-2 226 980 beschreibt Paß- Decklaminat, das mittels eines druckempfindlichen Klebers angebracht wird.

Wenn die ziemlich neue Technologie des Aushärtens von Monomeren oder Präpolymeren gegen Urformen in Anwesenheit von ultraviolettem Licht benutzt wird, geschieht dies auf folgende Weise. Eine Rolle des Substrates, z. B. polymerer Film, wird mit einem Monomer beschichtet und ausgehärtet, um das Urformprofil der Prägung zu replizieren. Der ausgehärtete Film wird an der Prägung metallisiert und dann an beiden Seiten rezeptiv beschichtet.

Als fälschungssichere Sicherheitsgegenstände können sie eingesetzt werden als ein Teil eines mehrseitigen Dokumentes, wie ein Blatt des Dokuments. Die Gegenstände können alternativ in anderen Dinge, wie Visa in Pässen, durch Kleben aufgenommen werden.

Die individuellen Einzelheiten des Inhabers oder anderes können auf Indizien aufnehmende Bereiche des Gegenstandes von Hand, durch Übertragbänder, wie in Schreibmaschinen, durch elektronisch gesteuerte Abbildungsmittel wie Tintenstrahldrucker, Stiftaufschlagdrucker, Thermoelementdrucker (einschließlich Materialübertragungs-Druckverfahren und Farbdiffusions- oder Farbsublimations-Druckverfahren), Xerographie, Laserdrucker mit Toner, laserinduzierte Farbübertragung, Lasergravierer und dergleichen hinzugefügt werden.

Die Gegenstände können selbst als individuelle Sicherheitsgegenstände wie Pässe, Visa, Fahrzeugzulassungsbescheinigungen, Fahrzeugsteuerbescheinigungen, Kennkarten, Finanzüberweisungskarten, Zugriffkarten, Schecks, Anteilscheine, Fahrkarten, Eintrittskarten, Markenschutzeinheiten, Behörden-Zertifikate, Quittungen, Banknoten, Banknoten-Sicherheitsfäden, Kreditscheine, Bescheinigungen für Finanzwecke, Legalisierungsmarken, Zulassungen, Lizenzen wie Führerscheine, Fahrzeugsteuerscheiben, Teilnahmekarten, einschließlich Lotterielose und Spielkarten, maschinenlesbare Holographie-Gegenstände, Siegel wie Zeicheninhaberetiketten und -Siegelungen, Fälschungsschutz-Versiegelungen und dergleichen eingesetzt werden. Die Gegenstände können auch für Werbungszwecke und zur Dekoration benutzt werden.

Es ist oft erwünscht, Fälschungsschutz bei solchen Gegenständen so zu erzielen, dass bei einem Versuch, den Gegenstand abzuziehen, der Gegenstand zerstört wird, z. B. indem der optisch variable Effekt zum Versagen gebracht wird.

Fälschungssichere Abschäleigenschaften zwischen der Metallschicht und der Prägung für den optisch variablen Effekt kann gesteuert werden durch die Behandlung der geprägten Oberfläche vor der Metallisierung. Wenn beispielsweise die zur Beugung geprägte Polymerschicht Polypropylen mit einer Dicke von 30 bis 80 um, typischerweise 50 um ist, erweist sich eine Koronabehandlung bei 36 bis 38 dyn/cm als wirksam zum Erzielen eines nutzbaren Niveaus von fälschungssicherer Abziehfestigkeit vom Aluminium. Durch Ändern der Energiesteuerung können leicht andere Niveaus von Löseeigenschaften erhalten werden.

Fälschungssicherheit kann verbessert werden durch Vorsehen von Druckfarbenbereichen zwischen der geprägten Oberfläche und dem Metall. Vorzugsweise hängt die Farbe gut an der geprägten Oberfläche und am Aluminium an, so dass ein Abziehen an der geprägten Zwischenfläche erfolgt.

Wenn Kleber zu verwenden sind, ist es wichtig, die Festigkeit des Klebers gegen die Abschäleigenschaften abzuwägen. Der Kleber muß fest sein, so dass bei einem Versuch, ihn abzuschälen, die für den optisch variablen Effekt wichtige Zwischenfläche unwiederbringbar versagt.

Einige Beispiele von Sicherheitsgegenständen nach der Erfindung und einige Vergleichsbeispiele werden nun mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:

Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung eines ersten Vergleichsbeispiels ist;

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Identifizierungsgegenstand (Kennkarte) ist;

Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie 3-3 in Fig. 2 ist;

Fig. 4 ein Querschnitt durch ein Vergleichsbeispiel einer an einer Windschutzscheibe angebrachten Kfz-Steuerbescheinigung ist;

Fig. 5 ein Teil eines mehrere Gegenstände tragenden Blattes ist;

Fig. 6 ein Querschnitt durch ein Vergleichsbeispiel eines Visums ist;

Fig. 7 eine Draufsicht auf eine Fahrzeugsteuer-Bescheinigung ist; und

Fig. 8 und 9 eine Anzahl von bei einem Gegenstand möglichen Layouts darstellt.

Die Beispiele werden nun hauptsächlich mit Bezug auf Hologramme beschrieben, das schließt jedoch die anderen vorstehend beschriebenen Arten von optisch variablen Effekten nicht aus. Fig. 1 stellt ein Vergleichsbeispiel eines Sicherheitsgegenstandes 1 dar, der eine Schicht aus transparentem polymerem Material 2 umfasst, die stellenweise mit einer Nickel- Urform holographisch geprägt wurde, um bei 3 der Oberfläche der Polymerschicht eine Oberflächentextur zu verleihen. Eine dünne Metallbeschichtung 4 aus Aluminium, allgemein 15 bis 30 nm dick und deshalb lichtabdeckend, wird dann über die vollständige Fläche aufgelegt, welche die lokale Prägung aufweist. Die gesamte Oberfläche, sowohl mit wie auch ohne Prägung, wird metallisiert. Die geprägten metallisierten Bereiche erzeugen einen Holographie-Effekt. Die Metallbeschichtung wird dann mit einer Indizien aufnehmenden Beschichtung 5 versehen, welche die nichtgeprägten Bereiche des Gegenstandes überdeckt. Auf dieser Beschichtung werden Sicherheitsindizien 6 angebracht. Die Oberfläche kann dann mit einem transparenten Schutzlack wie einem ultravioletthärtbaren Lack oder einem Film 7 versehen werden.

Der Gegenstand kann von der Oberseite aus angesehen werden, und der Sicherheitsaufdruck wird gegen einen nichtmetallischen Hintergrund angesetzt gesehen, wobei ein koplana rer Bereich für den optisch variablen Effekt reserviert ist. Wenn die Metallbeschichtung ausreichend dünn ist, so dass sie den beugenden Effekt behält, kann durch die geprägte Oberfläche durchgesehen werden. Beim Ansehen von der anderen Seite bei transparenter Polymerschicht erscheint die Oberfläche metallisch reflektierend und abgesetzt von einem holographischen Bereich. Dieser Gegenstand kann als Durchlaßkarte dienen. Wurde ein alles überdeckendes generisches Muster auf die Rückseite des Gegenstandes aufgebracht, so zeigt sich ein attraktiver hochsicherer holographischer Gesamteffekt.

Zusätzlich zur Benutzung einer dünnen, aber trotzdem lichtundurchlässigen Reflexionsschicht aus Metall kann eine dünne metallische Beschichtung mit einer Dicke von weniger als 20 nm benutzt werden. Das wird in EP-A-201 323 beschrieben, auf die hier zu Vergleichszweken verwiesen wird. Die beugende Struktur wird dann transparent. Alternativ kann ein Dünnfilm aus dielektrischem Material mit einem Brechungsindex der Größe 2 oder mehr wie Zinksulfid ZnS oder Titandioxid oder der Größe 3, Zirkonoxid, abgeschieden werden. Übliche Materialien können benutzt werden einschließlich polymeren Beschichtungen, die gegenüber der geprägten polymeren Schicht wesentlich unterschiedlichen Brechungsindex besitzen. Beispiele von Dielektrika und polymeren Beschichtungen sind in EP-A-201 323 gegeben. Derartige metallische und andere brechende Beschichtungen können auch benutzt werden, wenn das Beugungsmuster durch Polymerisation in aushärtbaren polymeren Materialien repliziert wird.

Transparenz kann Hologrammen erteilt werden, indem die metallische Beschichtung mit einem feinen Halbtonmuster versehen wird, das mit unbewaffnetem Auge nicht aufgelöst wird. Dies ist in EP-A-328 086 beschrieben.

In Fig. 2 ist ein ldentifizierungsgegenstand 8 geschaffen, der einen anschaubaren holographischen Bereich 9 und einen nichtholographischen Bereich 10 umfasst, welcher durch eine Indizien aufnehmende Beschichtung definiert ist, die die Gesamtheit des Gegenstandes bis auf den Bereich 9 und einen unbedruckten Streifen 11 bedeckt. Der Gegenstand besitzt eine Erzeugungsstruktur für ein generisches optisch variables Effektmuster, die über die gesamte Oberfläche der Polymerschicht geprägt wurde, welche das einzelne holographische Bild umgibt, das im Bereich 9 zu sehen ist, der jedoch nur durch den unbedruckten Streifen 11 sichtbar ist. Die geprägte Oberfläche wurde lichtundurchlässig metallisiert, um das hobographische Abbild zu schaffen. Der Gegenstand enthält weiter Aufdrucke 12, welche den Kartenausgeber und den Typ der Karte identifizieren, dazu Name und Adresse des Inhabers 50 und die (doppelt angegebene) Seriennummer 13 der Karte, und die vor der Ausgabe an den Inhaber durch Laser-Xerographie aufgebracht wurden.

Als Alternative kann die Prägung die gesamte Oberfläche der polymeren Schicht überde cken, die ebenfalls insgesamt metallisiert und gleichfalls durch den Bereich 9 sichtbar ist.

Der Gegenstand besitzt auch eine Beschichtungsfläche 14, die dafür bestimmt ist, von dem Inhaber mit Tinte unterschrieben zu werden; dieser Bereich dient als eine Tinte (oder Farbe) aufnehmende Unterschriftleiste.

Diese Karte ist in Fig. 3 längs der Linien 3-3 geschnitten dargestellt. Eine polymere Schicht 15 besteht aus lichtundurchlässigem oder transparentem Kunststoff wie PVC, an deren Rückseite Sicherheitsmarkierungen 16 angebracht sind. Eine Metallbeschichtung 17 wurde auf die Schicht 15 laminiert. Wie dargestellt, ist der holographisch geprägte Bereich 18 im transparenten Kunststoff-Film 18A ausgebildet. An der oberen Fläche der Schicht 18A wird eine Indizien aufnehmende Beschichtung 19 aus Siebdruckfarbe vorgesehen, welche Sicherheitsindizien 20 und Individualisierungsaufdrucke 21 trägt.

Fahrzeugsteuerbescheinigungen können wie in dem Vergleichsbeispiel der Fig. 4 hergestellt werden. Hier wird ein prägbarer Kunststoff-Film 22 wie Polypropylen stellenweise mit einem holographischen Muster 23 geprägt. Die gesamte Oberfläche des Films 22 wird koronabehandelt, um einen Zwischenpegel der Bindungsfestigkeit zu schaffen, (der zerstört würde, wenn ein Abziehen des befestigten Gegenstandes versucht wird), und wird dann dünn, jedoch lichtundurchlässig zur Bildung der Schicht 24 metallisiert. Eine lichtundurchlässige Indizien aufnehmende Beschichtung 25 aus Druckfarbe wird, z. B. durch Siebdruck, an einer rotierenden Presse aufgebracht, um alles bis auf den sichtbaren holographischen Bereich zu überdeken. Auf diese Beschichtung werden dann gedruckte Indizien 26 aufgelegt, welche den Typ des Dokuments bezeichnen. Dieser weitere Aufdruck 26 kann gegen einen Hintergrund einer feinen (nicht dargestellten) Sicherheitsbedruckung angebracht werden, die auf die Schicht 25 aufgebracht wurde. Die Steuerscheibe kann auch Individualisierungsdetails enthalten, die beispielsweise Einzelheiten des Fahrzeuges angeben, und möglicherweise durch Laser-Xerographie aufgebracht werden. Eine Kleberschicht 27 kann bei der Herstellung der Steuerbescheinigung angebracht werden, wenn keine Personalisierungseinzelheiten anzubringen sind. Der Kleber wird allgemein ein druckempfindlicher Kleber sein, wie ein teilweise vernetzter Polyacrylat-Übertragungskleber, der durch eine entfernbare Schutzauflage geschützt wird.

Wenn Personalisierungseinzelheiten aufzubringen sind, wird der Kleber nicht vor der Personalisierung aufgetragen. In diesem Fall kann der Kleber eine Übertragungs-Klebebeschichtung sein. Die Steuerbescheinigung wird dann an das Windschutzscheibenglas 28 angeklebt. Die Steuerscheibe kann individualisiert werden durch Ausstanzen von Löchern, die beispielsweise durch eine bestimmte Reihe solcher Indizien einen Tag und einen Monat bezeichnen.

Als eine weitere Alternative kann der gesamte Film 22 mit einem generischen Muster geprägt werden, oder mit einem generischen Muster, das alles bis auf den prinzipiellen holographischen Bereich überdeckt, der gleichzeitig mit einem unterschiedlichen generischen 4 diskreten holographischen Abbild geprägt wird. Von der Rückseite gesehen, erhält die Steuerscheibe insgesamt ein gesamtholographisches Aussehen.

Steuerbescheinigungen können im Ausgabezustand als ein kontinuierliches Büroformular an den Ausgeber geliefert werden, um computergestütztes Bedrucken einzelner Scheiben zu ermöglichen.

Ein Beispiel eines solchen computergeeigneten Büroformulars 29 ist in Fig. 5 gezeigt. Hier sind mehrere Steuerbescheinigungen auf kantengelochten Endlosblättern geliefert. Den Bereich 30 versieht das Ausgabeamt mit einer Bezugsangabe. Der Bereich 31 umfasst die zu druckenden Steuerbescheinigungen und der Bereich 32 einen selbstklebenden Übertragungsfilm. Der erfindungsgemäße Gegenstand kann an dem Bereich 31 befestigt sein, wenn die Bahn beispielsweise Papier umfasst, aber der das Hologramm enthaltende Kunststoff-Film kann sich auch quer über die Bahn erstrecken. Das Formular ist horizontal bei 33A und vertikal bei 33B perforiert.

Die Zulassungsnummer des Fahrzeuges und die Seriennummer 34 der Bescheinigung werden durch Laserdruckverfahren auf die Referenz- und Steuerbescheinigungsbereiche 30, 31 aufgedruckt. Danach wird die Fahrzeugsteuerbescheinigung 31 und der benachbart liegende Klebefilm 32 von dem Referenzbereich abgenommen. Das Schutzpapier an der oberen Fläche des Klebefilms 32 wird entfernt und der Klebefilm so zurückgefaltet, dass er vollständig an der Fläche der Steuerbescheinigung 31 anhaftet. So wird die Bescheinigung dann dem Fahrzeugeigner übersandt.

Eine die andere Seite des Klebefilms 32 bedeckende Abziehschicht wird dann entfernt, so dass die Steuerbescheinigung 31 an der Fensterscheibe des Fahrzeuges angebracht werden kann. Klebeübertragungsfilme, bei denen die beiden Seiten des Klebers unterschiedliche Ablösungseigenschaften besitzen, sind bekannt.

Wenn ein Fälschungsversuch erfolgt, neigt der Kunststoff-Film zur irreversiblen Entschichtung und kann bei dem Vorgang verformt werden. Polypropylen kann als der zum Prägen vorgesehene Kunststoff verwendet werden, und die Verbindung zwischen ihm und der Metallbeschichtung kann durch Behandeln des Polypropylens mit einer Korona-Entladung vor dem Metallisieren herbeigeführt werden. Indem das Hologramm auf diese Weise zum Verschwinden gebracht wird, wird ein betrügerischer Gebrauch verhindert.

Als Alternative zur erographischen Abbildung kann die Datuminformation durch Stanzen von Löchern durch die gewünschten Zahlen angebracht werden. Das kann durch den Klebe film 32 hindurch geschehen.

Fig. 6 stellt ein Vergleichsbeispiel eines Visums 35 dar, das an einer Seite eines Passes 36 mittels eines Klebers 37 befestigt wird. Die Metallbeschichtung 38, welche einen wahlweise koronabehandelten örtlich geprägten Kunststoff-Film 39 wie Polypropylen bedeckt, erzeugt im Bereich 40 den sichtbaren holographischen Effekt. Die nicht holographischen Bereiche werden mit einer lichtundurchlässigen Indizien aufnehmenden Beschichtung 40A überdeckt. Diese Beschichtung wird benutzt, um Sicherheitsindizien 41 zu tragen. Vor dem Anbringen eines Klebers wird der bedruckte holographische Gegenstand durch eine Tiefdruckpresse hindurchgeleitet, um so dem Visum eine Oberflächentextur 42 zu erteilen. Nötigenfalls kann das Visum vor der Ausgabe dadurch personalisiert werden, dass optisch lesbare Zeichen, Strichkodes und dergleichen durch computergesteuerten Aufdruck geschaffen werden. Ein Versuch, das Visum aus dem Paß zu entfernen, wird zu einer Entschichtung führen, typischerweise zwischen der Metallbeschichtung 38 und dem Kunststoff-Film 39, wodurch sich ein irreversibles Versagen ergibt. Das Ausmaß des Klebens an dieser Zwischenfläche kann gesteuert werden durch Korona-Behandlung des Fims 39 vor der Metallisierung mit der Schicht 38 (oder durch Anbringen einer etwaigen transparenten Beschichtung wie Zinksulfid).

Bei alternativen Ausführungen kann das erfindungsgemäße Prinzip in einem Banknoten- Sicherheitsfaden verkörpert werden, bei welchem ein Teil des Fadens für den Inhaber des Gegenstandes sichtbar ist. Hier werden holographische Miniaturbereiche subtil mit einer Indizien aufnehmenden Beschichtung überdruckt, die mit feinen Sicherheitsindizien definierenden Aufdrucken oder Enthaltebereichen (wie Fenstern) versehen sind. Beide Seiten des Sicherheitsfadens können geprägt, metallisiert und bedruckt sein. Die geprägten Bereiche können mit klarem Schutzlack versehen werden.

Kennkarten (identity cards) können hergestellt werden durch Schaffen einer gleichartigen Struktur wie der in Fig. 1 gezeigten, jedoch mit einer Faltekante. Das erlaubt das Anbringen von Personalisierungsdetails, die in einem Durchlauf aufgedruckt werden. Nach dem Bedrucken wird der Gegenstand gefaltet und entweder in eine versiegelte Kunststoff-Tasche eingesetzt, oder die Rückseiten werden miteinander verklebt, um eine integrale Struktur zu schaffen, die selbst zu einer Tasche verbunden wird.

AUSFÜHRUNGSBEISPIEL Fahrzeugsteuer-Bescheinigung

Eine Rolle Polypropylenfilm mit einer Dicke von ca. 50 um und einer Breite von ca. 1 m wird vollständig mit einem generischen Holographie-Muster geprägt, indem der Film durch eine Prägestation hindurchgelassen wird, in welcher unter Wärme und Druck ein im wesentli chen kontinuierliches Holographie-Muster von einer Nickelprägeform repliziert wird.

Die geprägte Oberfläche des Polypropylens wird dann mit Korona-Entladung mit einer Energie von ca. 36-38 dyn/cm behandelt, indem der Film von der Walze unter der Korona durchläuft, um ein Bindungsniveau zu schaffen, das versagt, wenn später ein Abziehen versucht wird.

Die Rolle koronabehandelten geprägten Polypropylens wird dann in einen Vakuum-Metallisator eingesetzt und eine dünne lichtundurchlässige Schicht aus Aluminium mit einer Dicke von ca. 15 nm - 30 nm wird auf die koronabehandelte Oberfläche aufgetragen, indem der Film an einer Dampfabscheidestation vorbeiläuft.

Die metallisierte Rolle wird dann in eine rotierende Siebdruckpresse überführt und eine überdeckende weiße Siebdruckfarbe als Indizien aufnehmende Beschichtung aufgetragen.

Die Beschichtung schafft einen Hintergrund, jedoch bleibt der sichtbare holographische Bereich unbedruckt. Zeichen werden ebenfalls aufgedruckt, indem man bestimmte Zeichenformen von der Siebdruckfarbe freihält.

Nach dem Beschichten befinden sich an der Rolle mehrere Wiedergaben des unfertigen Gegenstandes. Die Rolle wird dann lithographisch mit Sicherheitsindizien bedruckt, mit Farben unterschiedlicher Färbung auf der Indizien aufnehmenden Beschichtung und wahlweise auf dem sichtbaren holographischen Bereich.

Die Rolle wird dann mit einem auf Druck reagierenden Übertragungskleber laminiert, der auf einem möglicherweise transparenten Schutzträger sitzen kann. Auf die bedruckte metallisierte Oberfläche wird Kleber aufgebracht. Das Laminat kann dann in Ausrichtung mit den einzelnen Gegenständen zerschnitten werden.

Die Steuerbescheinigung kann dann an der Windschutzscheibe angebracht werden durch Entfernen der Schutzschicht und glattes Andrücken der Oberfläche an die Windschutzscheibe. Sollte ein Versuch unternommen werden, diesen Gegenstand zu entfernen, wird sich das Polypropylen von dem Metall ablösen, was den holographischen Effekt irreversibel zerstört. Das Gebilde Metall/Farben/Kleber kann nicht intakt entfernt werden. Ein weiterer Vorteil dieses Aufbaus ist, dass das Polypropylen relativ weich ist und beim Abziehen eine Verzerrung erfährt. Ein weiterer beträchtlicher Vorteil dieses Aufbaus ist, dass das Metall direkte Sonnenbestrahlung aussperrt, bevor sie das Polypropylen erreicht, und dadurch die Lebensdauer des Gegenstandes verbessert.

Um die Steuerbescheinigungen zu individualisieren, kann das Laminat in Ausrichtung mit den darauf befindlichen Druckzeichen gelocht werden, um beispielsweise das Ablaufdatum zu bestimmen.

Falls Einzelheiten des Fahrzeuges durch die Ausgabebehörde hinzugefügt werden müssen, können Steuerbescheinigungen ohne Kleber kontinuierlich in der vorher beschriebenen Weise zugeführt werden.

Entsprechend dem Beispiel stellt Fig. 7 eine Steuerbescheinigung 43 dar, wie sie durch eine Windschutzscheibe und den transparenten Befestigungskleber zu sehen ist. Der sichtbare holographische Bereich 44 zeigt einen generischen holographischen Effekt, der auch unter der Indizien aufnehmenden Beschichtung liegt und sich bis in die Kanten des Kunststoff- Films erstreckt, da die gesamte Oberfläche geprägt wurde. Die Indizien aufnehmende Beschichtung 45 verdeckt den gesamten Rest des Gegenstandes bis auf die mit Fenster versehenen Textbereiche 46 und die Feinlinien-Einrichtung 47, durch welche der holographische Effekt sichtbar ist. Der sichtbare Text und die Zeilen zeigen holographische Effekte. Ein Sicherheitsmuster 48 wurde auf die Oberseite des am Hintergrund bedruckten Gegenstandes gedruckt. Dieser Aufdruck erstreckt sich ebenfalls kontinuierlich über die holographischen Bereiche. Die (nicht gezeigte) Rückseite des Gegenstandes zeigt einen gesamtgenerischen Hologrammeffekt, der sich über die ganze Oberfläche erstreckt einschließlich der unter den Aufdrucken liegenden Bereiche.

Fälschungssichere Aufkleber nach der vorliegenden Erfindung können benutzt werden zum Verschließen und/oder zur Unverletztheitsbestätigung von Behältern für beispielsweise Videokassetten und Computersoftware-Disketten.

Bei einem Gegenstand, der nur von einer Seite anzuschauen ist, sind eine Anzahl von Veränderungen für den optisch variablen Effekt, die Indizien aufnehmende Beschichtung und die Aufdrucke möglich. Der optisch variable Effekt kann als ein rechtwinkliger oder anders geometrisch geformter Bereich durch mehrere Fenster, als Negativzeichen, Striche oder als ein Faden sichtbar sein. Das wird erreicht durch Aufdrucken der Indizien aufnehmenden Beschichtung auf das Substrat in entsprechender Weise, z. B. durch Maskierung zur Ausbildung von Fenstern.

Die Indizien aufnehmende Beschichtung kann eine monochrome (schwarze oder weiße) Beschichtung sein, sie kann eine Einzelfarbe oder ein Regenbogeneffekt enthalten. Entweder definiert sie ein negatives Zeichen, das den geformten holographischen Bereich sichtbar sein lässt, oder es kann ein undurchlässiger Bereich überdruckt werden, z. B. mit Farben an einer Presse für Sicherheitsindizien oder es kann ein anderer vergleichbarer Aufdruck vorgesehen sein, z. B. Xerox, Laserdruck, thermische Übertragung, Tintenstrahl- oder Ionenabscheidung.

Fig. 8 stellt eine Anzahl von Beispielen von geprägten Substraten dar, die mit Indizien aufnehmenden Beschichtungen überdruckt wurden. Die Beschichtung 51 in Fig. 8a ist so ge druckt, dass eine darunterliegende, einen optisch variablen Effekt erzeugende Struktur, z. B. zur Erzeugung eines Hologramms, als ein einzelner geometrischer Bereich 52 sichtbar bleibt. Die Beschichtung 51 ist wiederum mit Sicherheitsindizien überdruckt, die schematisch durch Linien 53 dargestellt sind. In Fig. 8b ist zusätzlich zu dem geometrischen Bereich 52 ein Band 54 vorgesehen, durch welche beide jeweils das darunter liegende Hologramm sichtbar ist. Das Band 54 kann gebildet werden, indem dieser Bereich des polymeren Films transparent gelassen wird. Er kann als ein transparentes Band belassen oder mit spiegelnden Farben bedeckt oder geprägt und metallisiert werden, um einen unterschiedlichen holographischen Effekt zu erzeugen.

Fig. 8c besitzt eine Anzahl geometrischer Bereiche 52, in denen holographische Effekte zusammen mit Sicherheitsindizien 53 sichtbar sind. Diese Bereiche 52 können holographische Effekte zeigen, die in unterschiedlichen Farben erscheinen. Fig. 8d und 8e zeigen einen Gegenstand, der zum Erzeugen eines holographischen Effekts geprägt und dann mit einer Indizien aufnehmenden Beschichtung überdruckt wurde, bis auf zeichenförmige Bereiche oder Fenster 55, so dass der sichtbare Teil des optischen holographischen Effekts die Form von Zahlen oder Zeichen besitzt. Aufgedruckte Sicherheitsindizien 53 sind ebenfalls an dem Gegenstand (Fig. 8e) vorgesehen.

Fig. 8f stellt einen Gegenstand dar, der bis auf einen holographischen Bereich 52 mit einer Indizien aufnehmenden Beschichtung 51 überdruckt wurde. Die gedruckten Sicherheitsindizien 53 sind über der Beschichtung 51 und dem Fenster 52 vorgesehen. Fig. 8g (Vergleichsbeispiel) und 8h zeigen Gegenstände, die mehrere geometrische Bereiche 52 besitzen, an denen holographische Effekte sichtbar sind, und andere definierte Bereiche, wie eine Unterschriftstreifen-Schicht 56, die mit einer Tinte aufnehmenden Beschichtung versehen sein können, um die Unterschrift des Inhabers aufzunehmen.

Fig. 9 zeigt ein Vergleichsbeispiel eines Gegenstandes, der mit vier einzelnen holographischen Bereichen 52 versehen ist, die eine leicht erkennbare Kombination als Echtheitsbeweis zeigen können, z. B. rote, orange, grüne und blaue Farbe, in dieser Reihenfolge. Der unmittelbar umgebende Bereich 57 besitzt einen generischen holographischen Effekt und der Rest des Gegenstandes 58 eine metallische Beschichtung.


Anspruch[de]

1. Gegenstand mit einem Substrat, das als einen integralen Teil desselben eine Struktur zum Erzeugen eines sichtbaren, optisch variablen Effektes umfasst, welches Substrat teilweise mit einer kontinuierlichen, für Licht undurchlässigen, Indizien aufnehmenden Beschichtung mit einer Fläche von mindestens 2 cm² versehen ist, wobei die Beschichtung als eine Maske wirkt, die die Struktur zum Erzeugen eines sichtbaren, optisch variablen Effektes mindestens zum Teil überdeckt und ein oder mehrere Fenster enthält, durch die der optisch variable Effekt beobachtet werden kann, und wobei die Beschichtung Sicherheits- Indizien trägt.

2. Gegenstand nach Anspruch 1, bei dem Indizien an der Oberfläche des Substrates vorgesehen sind, die keine kontinuierliche Beschichtung trägt.

3. Gegenstand nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem eines oder mehrere der Fenster Indizien definieren.

4. Gegenstand nach Anspruch 3, bei dem die Indizien alfanumerische Zeichen umfassen.

5. Gegenstand nach Anspruch 3, bei dem die Indiziengeformten Fenster Sicherheits-Indizien definieren.

6. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem das Substrat einen sich durch den gesamten Gegenstand erstreckenden polymeren Film umfasst.

7. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der oder jeder Bereich, in dem ein optisch variabler Effekt sichtbar ist, entweder ein individuelles, diskretes optisch variables Effekt-Abbild oder ein sich wiederholendes Muster zeigt.

8. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Beschichtung einen wesentlichen Flächenanteil des Gegenstandes bedeckt.

9. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem eine metallische Be schichtung an dem Substrat vorgesehen ist, welche metallische Beschichtung zum Bestimmen von Sicherheits-Indizien selektiv entfernt wird.

10. Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, der weiter eine Klebeschicht enthält, um ein Anhaften des Gegenstandes an einer Fläche zu ermöglichen.

11. Sicherheits-Gegenstand nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem der Gegen stand aus der Gruppe ausgewählt ist, die Pässe, Visa, Kraftfahrzeugscheine, Kraftfahrzeugsteuer-Bescheinigungen, Kennkarten, Bankkarten, Zugangskarten, Scheckformulare, Schuldscheine, Fahrkarten, Durchlaßscheine, Warenzeichen-Schutzscheine, Berechtigungs-Zertifikate, Quittungen, Banknoten, Banknoten-Sicherheitsfäden, Kreditkarten, Finanz-Unterlagen, Beglaubigungsmarken, Passierscheine, Zulassungsbescheinigungen wie z. B. Führerscheine, Lotterielose und Spiel-Teilnahmekarten, Maschinen lesbare Holografie-Gegenstände u. ä. umfasst.

12. Verfahren zur Herstellung von Sicherheits-Gegenständen, welches Verfahren das Schaffen eines Substrats umfasst, das als einen integralen Teil desselben eine Struktur zum Erzeugen eines optisch variablen Effektes enthält; und das Schaffen einer teilweise kontinuierlichen, für Licht undurchlässigen, Indizien aufnehmenden Beschichtung mit einer Fläche von mindestens 2 cm², wobei die Beschichtung als eine Maske wirkt, die die Struktur zum Erzeugen eines sichtbaren, optisch variablen Effektes mindestens zum Teil überdeckt und ein oder mehrere Fenster enthält, durch die der optisch variable Effekt beobachtet werden kann; und das Schaffen von Sicherheits-Indizien an der Indizien aufnehmenden Beschichtung.

13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Fenster Sicherheits-Indizien definieren.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, welches weiter das Definieren einer Anzahl von Gegenständen an dem Substrat umfasst, die jeweils einen ersten Bereich mit sichtbaren optisch variablen Effekten und einen separaten, zweiten Indizien schaffenden sichtbaren Bereich verkörpern; wobei der separate Bereich des Substrats Aufdrucke zeigt; und das Unterteilen des Substrates in einzelne Gegenstände.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei dem die Indizien aufnehmende Be schichtung einen Regenbogen-Effekt definiert.

16. Gegenstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Indizien aufnehmende Beschichtung einen Regenbogen-Effekt definiert.







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