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Dokumentenidentifikation DE19943026A1 15.03.2001
Titel Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Anschlußteilen von Wandanschlußprofilen
Anmelder Götz, Jürgen, 91154 Roth, DE
Vertreter Rauh, H., Rechtsanw., 90419 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.09.1999
DE-Aktenzeichen 19943026
Offenlegungstag 15.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2001
IPC-Hauptklasse B41M 1/40
IPC-Nebenklasse B41M 1/30   
Zusammenfassung Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Abschlußteilen von Wandanschlußprofilen von Einbauküchen,
wobei die Verbindungs- und Anschlußteile aus Kunststoff bestehen und die Angleichung an Holz- und Steindekore der Arbeitsplatten und Wandanschlußprofile erfolgt, durch Erfassung der nachzubildenden Dekore durch Fotografie und Digitalisierung der Information,
Übertragung des zweidimensionalen Dekorbildes auf dreidimensionale Strukturen durch Bearbeitung der digitalisierten Information und unter Ausgleich von Verzerrungen,
Herstellung eines Kunststoffklischees unter Verwendung des bearbeiteten Dekorbildes,
Bedrucken der Verbindungs- und Abschlußteile unter Verwendung der Kunststoffklischees im Tampondruckverfahren.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft. Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Abschlußteilen von Wandanschlußprofilen.

Während gerade Wandanschlußprofile beispielsweise durch Überzug mit Folien und dergleichen relativ einfach und gut an Dekore, wie Stein- oder Holzdekore von Arbeitsplatten angeglichen werden konnten, erwies es sich als schwierig, Verbindungs- und Abschlußteile in gleicher Qualität anzupassen. Solche Teile wurden daher häufig einfarbig ausgeführt, oder man versuchte ein Dekor durch feine Profilierungen nachzubilden. Es ist jedoch vielfach erwünscht, daß ein Unterschied zwischen den Profilleisten und den Verbindungs- oder Abschlußteilen nicht oder kaum zu erkennen ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Abschlußteilen von Wandabschlußprofilen zu schaffen, das diesem Wunsch entspricht und Verbindungs- und Abschlußteile schafft, deren Dekor sich von den Profilleisten und Arbeitsplatten nicht oder kaum unterscheidet.

Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 genannten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausführungen und Weiterentwicklungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen umfaßt.

Erfindungsgemäß ist eine Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Abschlußteilen von Wandanschlußprofilen von Einbauküchen, wobei die Verbindungs- und Anschlußteile aus Kunststoff bestehen und die Angleichung an Holz- und Steindekore der Arbeitsplatten und Wandanschlußprofile erfolgt durch die folgenden Schritte gekennzeichnet:

  • 1. Erfassung der nachzubildenden Dekore durch Fotografie und Digitalisierung der Information;
  • 2. Übertragung des zweidimensionalen Dekorbildes auf dreidimensionale Strukturen durch Bearbeitung der digitalisierten Information und unter Ausgleich von Verzerrungen;
  • 3. Herstellung eines Kunststoffklischees unter Verwendung des bearbeiteten Dekorbildes;
  • 4. Bedrucken der Verbindungs- und Abschlußteile unter Verwendung der Kunststoffklischees im Tampondruckverfahren.

Die rechnergestützte Bearbeitung des fotografierten Dekors ermöglicht es, Strukturen und Linien so zu verändern, daß von dem bearbeiteten Foto ein Klischee erstellt (geätzt) werden kann, von dem mit einem Tampon Farbe abgenommen wird und auf eine Druckform aufgebracht wird, die schließlich ein Druckbild erzeugt, das die Linien und Strukturen des Vorbildes, nämlich der Arbeitsplatte oder des Wandanschlußprofils, verzerrungsfrei fortführt. Durch Änderungen der Gradationskurven werden die Filme für das hier verwendete, spezielle Tampondruckverfahren tauglich gemacht. Dabei ist es erforderlich, vor der Filmerstellung in das Druckbild einzugreifen um Dekoreffekte abzuschwächen oder hervorzuheben, die im anderen Fall beispielsweise durch Knicke oder Krümmungen der fertigen Teile verfälschend wirken könnten.

Dieses Verfahren hat sich insbesondere für Endkappen, Inneneckteile 90°, Inneneckteile 135° und Außeneckteile 90° als brauchbar und vorteilhaft erwiesen.

Es hat sich weiter als vorteilhaft erwiesen, wenn die Drucktampons in Weichheit, Härte, Zahl und Kontur an die Form der Druckformen, bzw. zu bedruckenden Teile angepaßt sind, wobei neben handelsüblichen Formen hohle und keilförmige Tampons eingesetzt werden. Hierbei werden die Tampons mit dem errechneten Druckbild abgeglichen und an die spezielle Form angepaßt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß ein Verzug auch durch den Tampon oder die Druckform hervorgerufen werden kann. Auch diese Effekte sind in die vorgelagerten Bearbeitungsschritte einzubeziehen. Um die gewünschten Effekte beispielsweise bei 90° Winkeln, nachgebildeten Dichtlippen oder Kanten zu erzielen, ist es nötig, Tampons einzuschneiden und damit entlang des Schnitts beweglich zu gestalten. Dies erleichtert die Minimierung des Verzugs des Druckbildes und führt zu besserer Lösbarkeit des Tampons von der Druckform, in der er sich beispielsweise nicht verhaken kann.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es außerdem möglich, die Bedruckung mehrfarbig auszuführen.

Im folgenden wird anhand einer Skizze ein Tampon für das erfindungsgemäße Verfahren beispielhaft dargestellt.

Fig. 1 zeigt einen Tampon 1, beispielsweise aus Silikon, der zur Anpassung an die Druckform oder das zu bedruckende Teil mit einem Einschnitt 2 versehen ist. Unterhalb des Tampons 1 ist schematisch ein Klischee 3 dargestellt, in das in an sich bekannter Weise Vertiefungen eingeätzt sind, in die Druckfarbe 4 eingefüllt ist, wobei überstehende Druckfarbe vorher mit einem Rakel abgezogen wurde. Das Klischee ist mit einem Film hergestellt, der mit den oben genannten Schritten gefertigt wurde. Es ist wichtig, zu verstehen, daß erfindungsgemäß die Film- und Klischeeerstellung zusammen mit der Anpassung des Tampons an die Druckform oder das zu bedruckende Teil den gewünschten Effekt ergibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Dekorangleichung von Verbindungs- und Abschlußteilen von Wandanschlußprofilen von Einbauküchen, wobei die Verbindungs- und Anschlußteile aus Kunststoff bestehen und die Angleichung an Holz- und Steindekore der Arbeitsplatten und Wandanschlußprofile erfolgt, gekennzeichnet durch die Schritte:

    Erfassung der nachzubildenden Dekore durch Fotografie und Digitalisierung der Information,

    Übertragung des zweidimensionalen Dekorbildes auf dreidimensionale Strukturen durch Bearbeitung der digitalisierten Information und unter Ausgleich von Verzerrungen,

    Herstellung eines Kunststoffklischees unter Verwendung des bearbeiteten Dekorbildes,

    Bedrucken der Verbindungs- und Abschlußteile unter Verwendung der Kunststoffklischees im Tampondruckverfahren.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungs- und Abschlußteile Endkappen, Inneneckteile 90°, Inneneckteile 135° und Außeneckteile 90° sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktampons in Weichheit, Härte, Zahl und Kontur an die Form der Druckformen, bzw. zu bedruckenden Teile angepaßt sind, wobei neben handelsüblichen Formen hohle und keilförmige Tampons und geschlitzte oder eingekerbte Tampons (1) eingesetzt werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedruckung mehrfarbig erfolgt.






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