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Dokumentenidentifikation DE19944443A1 22.03.2001
Titel Spinnring für Ringspinnmaschine
Anmelder Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, CH
Erfinder Stalder, Herbert, Dr., Kollbrunn, CH;
Weber, Peter, Gräslikon, CH
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80538 München
DE-Anmeldedatum 16.09.1999
DE-Aktenzeichen 19944443
Offenlegungstag 22.03.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.2001
IPC-Hauptklasse D01H 7/52
Zusammenfassung Ein Stützring (20) innerhalb eines Spinnrings (10) ist mittels einer Schnappverbindung mit diesem verbunden. Der Stützring besteht aus Kunststoff, insbesondere PBPT, während der Spinnring aus Stahl gefertigt ist. Dies ermöglicht eine einfache Montage und Wartung der Spinnstellen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spinnring mit innenliegendem Stützring nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.

Ein Spinnring dieser Gattung ist in der Europäischen Patentanmeldung 0 020 365 beschrieben, wobei mehrere Ausführungen von Stützringen behandelt werden. Ein Stützring innerhalb eines Spinnringes dient einerseits dazu, den Läufer bei Stillstand der Spinnmaschine auf einer Mindesthöhe zu halten, andererseits soll er das Ausfädeln des Fadens aus dem Läufer zu verhindern helfen.

Bei Stützringen an Spinnringen nach dem Stand der Technik werden erstere zusammen mit dem Spinnring auf einem Ringrahmen der Spinnmaschine angeschraubt, wobei der Stützring als Auflage für den Spinnring dient. Unter ungünstigen Bedingungen kann es bei unsachgemässer Handhabung der Verschraubung dazu kommen, dass der Spinnring unzulässig deformiert wird.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Spinnring mit Stützring zu schaffen, bei dem dieser Nachteil vermieden wird.

Diese Aufgabe wird durch einen Ring nach den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterentwicklungen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur im Detail beschrieben.

Vom Spinnring 10 ist lediglich der Fussteil 12 dargestellt, über welchem ein Läuferteil vertikal oder schräg nach rechts oben gerichtet liegt. Der Spinnring liegt seinerseits mittels einer Ringrahmen-Auflagefläche 12c auf dem nicht gezeichneten Ringrahmen oder auf einem Ringhalter auf. Der Stützring 20, hat auf der Innenseite unten ebenfalls eine Auflagefläche 20c entsprechend der Ringrahmen-Auflagefläche 12c. Die Stützring- Auflagefläche 20c ragt nach unten über den übrigen Bereich des Stützrings 20, der radial ausserhalb gelegen ist, um ca. 0.1-0.4 mm vor. Die Abmessungen am Stützring 20 zwischen der Stützring-Auflagefläche 20c und der Stützring-Haltefläche 22a bzw. der Ring-Haltefläche 12a sind so gewählt, dass der Stützring 20 nach dem Einfügen in den Spinnring 10 um 5/100 bis 1/10 mm gegenüber der Ring-Auflagefläche 12c nach unten vorsteht, so dass die Kombination Spinnring/Stützring 10, 20 beim Auflegen auf das Befestigungsteil in der Ringspinnmaschine zunächst nur im Bereich der Stützring- Auflagefläche 20c Kontakt mit der Unterlage hat. Die Spinnring-Auflagefläche bzw. Ringrahmen-Auflagefläche 12c hat dabei aufgrund des Übermasses des Stützrings 20 5/100 bis 1/10 mm Spiel zur Auflagefläche. Nach dem Festziehen einer Verschraubung, welche den Spinnring auf der Unterlage hält, liegt dieser im Bereich 12c auf, so dass sich der Stützring 20 verformen muss, wodurch eine kontrollierte Anpressung der Stützring-Auflagefläche 20c auf der Unterlage ergibt. Dadurch ergibt sich eine gute Abdichtung gegenüber Flug, der sich sonst, falls ein Spalt vorhanden wäre, in diesen Bereich ansetzen könnte.

Auf der Innenseite des Fussteils 12 des Spinnrings 10 ist eine Ring-Zentrierfläche 12b, welche vorzugsweise konisch, sich nach unten öffnend, ausgeführt ist. Ebenfalls auf dieser Innenseite befindet sich eine Ring-Haltefläche 12a, im Ausführungsbeispiel als konkave Fläche, vorzugsweise Ringtorusfläche, ausgeführt. Entsprechend ist der Stützring 20 auf seiner Aussenseite gestaltet. Er sitzt mittels einer Haltefläche 22a in der Haltefläche 12a des Spinnrings und wird durch die Zentrierfläche 22b, ebenfalls vorzugsweise konisch ausgeführt, innerhalb des Spinnrings 10 zentriert. Entsprechend der konkaven Haltefläche 12a des Rings ist auch die Haltefläche 22a des Stützrings 20 ausgeführt, in dem in der Figur gezeigten Beispiel als Kreistorusfläche.

Allgemein ausgedrückt wird der Stützring 20 mit dem Spinnring 10 durch eine Zentrierung in eine definierte Lage gebracht wird und durch eine Schnappverbindung fest zusammengefügt, wobei sich eine Auflagefläche 14 am Spinnring 10 und eine Auflagefläche 24 am Stützring 20 ergibt. Der Stützring 20 wird also zwischen einer Auflagefläche 24 und einer Haltefläche 22a im Spinnring 10 gehalten. Der Stützring 20 wird aus Kunststoff, vorzugsweise Polybutylenterephtalat hergestellt, während der Spinnring 10 aus Spezialstahl besteht. Dies ermöglicht, dass der Stützring 20 ohne bleibende Deformation in den Spinnring 10 eingepresst werden kann, wo er verbleibt, bis ein Austausch infolge Abnutzung entweder des Stützrings 20 oder des Spinnrings 10 nötig wird. Spinnring 10 und Stützring 20 werden in grösserer Anzahl als vormontierte Baueinheit an die Spinnmaschine bzw. Teile davon angeschraubt.

Gegenüber einer herkömmlichen Ausführung einer Spinnring-Stützring-Kombination besitzt die vorgeschlagene Ausführung Vorteile wie genauere Positionierung, einfachere Montage, geringere Verschmutzungsneigung und niedrigere Herstellkosten.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnring (10) für eine Ringspinnmaschine mit einem innen liegenden Stützring (20), dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnring (10) auf seiner Innenseite eine Ring- Haltefläche (12a) sowie eine Ring-Zentrierfläche (12b) aufweist, über welche Flächen der Stützring mittels einer Haltefläche (22a) bzw. einer Zentrierfläche (22b) aufliegt.
  2. 2. Spinnring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (20) zwischen einer Ring-Haltefläche (12a) und einer Ring-Auflagefläche (14) gehalten ist.
  3. 3. Spinnring nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring-Haltefläche (12a) konkav ausgeführt ist.
  4. 4. Spinnring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring-Zentrierfläche (12b) konisch ausgeführt ist.
  5. 5. Spinnring nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring aus PBPT besteht.
  6. 6. Spinnring nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring-Haltefläche (12a) bzw. die Haltefläche (22a) am Stützring (20) als Ring- Torus-Teilfläche ausgeführt sind.
  7. 7. Spinnring nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (20), mit dem Spinnring (10) zusammengefügt als vormontierte Baueinheit, auf der Unterseite im Bereich der Stützring-Auflagefläche (20c) ein Übermass zwischen 5/100 bis 1/10 mm gegenüber der Ringrahmen-Auflagefläche (12c) des Spinnrings (10) aufweist.
  8. 8. Spinnring nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (20) im Bereich zwischen einer Ringrahmen-Auflagefläche (12c) und einer Stützring-Auflagefläche (20c) ein Freimass zwischen 0.1 bis 0.4 mm aufweist.






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