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Dokumentenidentifikation DE69702487T2 22.03.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0829376
Titel Blatt für schwarzen thermischen Übertragungsdruck
Anmelder Dai Nippon Printing Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Yoshida, Kazuya, Tokyo-to, JP;
Eguchi, Hiroshi, Tokyo-to, JP
Vertreter Kohler Schmid + Partner, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69702487
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.09.1997
EP-Aktenzeichen 973070436
EP-Offenlegungsdatum 18.03.1998
EP date of grant 12.07.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/38

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG:

Die Erfindung betrifft ein Thermo-Transfer-Flachmaterial, bei dem ein Sublimationsfarbstoff verwendet wird; insbesondere betrifft sie ein schwarzes Thermo-Transfer- Flachmaterial, das die Erzeugung einer Abbildung mit einer hohen Dichte der schwarzen Farbe und der Fähigkeit zur Wiedergabe höchster Farbdichte, sowie eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht ermöglicht.

BESCHREIBUNG DES ZUGRUNDE LIEGENDEN STANDES DER TECHNIK:

Eine Abbildung in Tonwertabstufungen (Gradation) oder eine Abbildung in einem einzigen Tonwert (monoton), wie zum Beispiel mit Buchstaben, Symbolen oder dergleichen, wird in herkömmlicher Weise auf einem das Bild aufnehmenden Flachmaterial erzeugt, und zwar durch ein Druckverfahren mittels Thermo-Transfer. Im Hinblick auf ein derartiges Druckverfahren mittels Thermo-Transfer wurden bislang ein Druckverfahren mittels Thermo-Transfer vom Sublimationstyp sowie ein Druckverfahren mittels Thermo- Transfer vom Wärmeschmelztyp angewendet.

Bei diesen Druckverfahren wird gemäß dem Druckverfahren mittels Thermo- Transfer vom Sublimationstyp eine Abbildung dadurch erzeugt, dass auf einem das Bild aufzeichnendem Flachmaterial ein Thermo-Transfer-Flachmaterial aufgebracht wird, bei dem eine Farbstoffschicht zuvor auf einen Substratfilm aufgetragen wurde, wobei diese Farbstoffschicht durch Auflösung oder Dispergierung eines als Anfärbemittel dienenden Sublimationsfarbstoffes in einem aus Harz gefertigten Bindemittel erhältlich ist; sodann wird entsprechend des Informationsgehalts der Abbildung durch Mittel zum Erhitzen, wie zum Beispiel einen Thermokopf oder einen Laser, Energie beaufschlagt, um den in der Sublimationsfarbstoffschicht enthaltenen Farbstoff auf das Thermo-Transfer-Flachmaterial in das Bild aufzeichnende Flachmaterial zu transferieren, wodurch die Abbildung erzeugt wird.

Entsprechend dem Druckverfahren mittels Thermo-Transfer vom Sublimationstyp wird die Kontrolle einer transferierten Menge an Farbstoff in einer Einheit eines einzelnen Punktes durch das Verändern der Energiemenge ermöglicht, die auf das Thermo-Transfer- Flachmaterial zu beaufschlagen ist, was im Endergebnis bewirkt, dass eine Abbildung mit einer Tonwertabstufung in vollständigen Farben erzeugt werden kann, wobei auf diese Weise eine Abbildung produziert wird, die eine so hohe Qualität aufweist, wie sie sonst nur durch einen mit Silber beschichteten Film erzielt wird. Aus diesem Grunde wurde das öffentliche Interesse durch ein derartiges Druckverfahren mittels Thermo-Transfer vom. Sublimationstyp geweckt, wobei dieses Verfahren bislang als Mittel zur Aufzeichnung von Informationen auf zahlreichen Gebieten des Standes der Technik verwendet wird.

Im Gleichschritt mit der Entwicklung verschiedenartiger Hardware und Software im Zusammenhang mit Multimedia hat sich der Markt für Produkte für das Druckverfahren mittels Thermo-Transfer vom Sublimationstyp im Hinblick auf ein apparatives Kopiersystem mit kompletten Farben vergrößert, wie zum Beispiel in Richtung einer durch eine Computergraphik erhältlichen statischen Abbildung, oder hin zu Informationen, die von Satelliten übertragen werden oder dergleichen, wie auch hin zu einer durch eine beispielhafte CD-ROM erhältliche digitale Abbildung oder dergleichen und einer durch einen Videorekorder erhältlichen analogen Abbildung.

Es gibt zahlreiche aktuelle Anwendungen eines ein Bild aufzeichnenden Flachmaterials unter Einsatz eines Druckverfahrens mittels Thermo-Transfer vom Sublimationstyp. Es lassen sich als beispielhafte Anwendungen die folgenden anführen: (Druck)Ausgabe von Probeabzügen oder Bildern, bestimmt zum Drucken, Ausgabe einer Blaupause und eines Entwurfes unter Verwendung von CAD (computer aided design) und von CAM (computer aided manufacture) oder dergleichen, Ausgabe für vielfache Arten von medizinischen Analysen- oder messtechnischen Ausrüstungen, wie zum Beispiel einem CT-Scanner oder einer Kamera für ein Endoskop oder dergleichen, Ausgabe einer Photographie von Gesichtern (Portraits/Passbildaufnahmen) für Ausweise, beispielsweise für Personalausweise, Kreditkarten oder dergleichen sowie die Ausgabe von Photomontagen oder Erinnerungsphotographien in einem Vergnügungspark, einer Spielhalle, einem Museum, einem Aquarium oder dergleichen.

In einem Thermo-Transfer-Flachmaterial unter Einsatz eines Druckverfahrens mittels Thermo-Transfer vom oben stehend erwähnten Sublimationstyp ist eine Reproduzierbarkeit der Farben, insbesondere eine Reproduzierbarkeit der schwarzen Farbe, in höchster Dichte als ein wichtiges Merkmal erforderlich. In noch speziellerer Weise wird in dem Falle, dass versucht werden soll, eine Reproduktion in vollständigen Farben unter Anwendung der drei Primärfarben Gelb, Magenta und Cyan herzustellen, eine Farbstoffschicht ausschließlich in schwarzer Farbe benötigt; dies ist aus dem Grund erforderlich, weil die Reproduzierbarkeit der Farbe Tintenstrahl-Schwarz aufgrund der Beschränkungen des Subtraktionsverfahrens, der Thermo-Transfer-Technik oder dergleichen dürftig ist.

Im Hinblick auf ein schwarzes Thermo-Transfer-Flachmaterial mit einer Farbstoffschicht ausschließlich für die schwarze Farbe ist es bereits bekannt, die Farben Gelb, Ma genta und Cyan zur Erzielung einer schwarzen Farbstoffschicht miteinander zu vermischen. Dieses Verfahren ist beispielsweise in den vorläufigen japanischen Anmeldungen Nr. S 61-258 791, Nr. H-1 136 787, Nr. H 3-205 188, Nr. H 4-267 197 und Nr. H 7-232 481 offenbart.

Allerdings weist das Absorptionsspektrum der schwarzen Farbe, die sich durch das Mischen der drei Primärfarben Gelb, Magenta und Gelb erzielen lässt, Absorptionsminima ("Tröge") in der Gegend von 490 nm und 580 nm auf, sodass ein Problem dahingehend verursacht wird, dass möglicherweise die schwarze Farbe visuell durch das Licht der Beleuchtung mit einer unterschiedlichen Wellenlänge in einer anderen Farbe wahrgenommen wird. Invallgemeinen wird dieses Phänomen "farbliche Wiedergabe" genannt.

Auf dem Gebiet der Anfärbung von Faserstoffen ist es bekannt, einen Orange- Farbstoff oder einen violetten Farbstoff, die jeweils von den drei Primärfarben verschieden sind, zur Verbesserung der Eigenschaften der farblichen Wiedergabe hinzuzufügen.

Auf dem Gebiet der Aufzeichnung mittels Thermo-Transfer hat aber eine intensive Entwicklung von Farbstoffen von Farbzwischenstufen noch nicht stattgefunden, wobei ein Farbstoff mit Farbzwischenstufen von ausgezeichneter Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht sowie einer ausgezeichneten Stabilität auf einem Flachmaterial zur Aufzeichnung von Bildern nach der vollständigen Beendigung des Thermo-Druckes bislang noch nicht aufgefunden worden ist.

Darüber hinaus wurde dann, wenn ein Farbstoff mit unterschiedlicher Tönung hinzugefügt wurde, häufig das Phänomen festgestellt, dass mittels Licht eine starke Entfärbung stattfindet. Im allgemeinen wird dieses Phänomen als "katalytische Entfärbung durch Licht" bezeichnet. Die schwarze Farbstoffschicht enthält einen darin eingemischten Farbstoff mit unterschiedlicher Tönung, so dass infolgedessen ein Problem dahin gehend gegeben ist, dass die Tendenz einer leichten Entstehung der katalytischen Entfärbung durch Licht besteht.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:

Die erfindungsgemäße Aufgabe besteht deshalb darin, ein schwarzes Thermo- Transfer-Flachmaterial zu schaffen, das es ermöglicht, die oben stehend genannten Probleme zu lösen und eine Abbildung mit höchster Dichte der schwarzen Farbe sowie mit höchster Wiedergabefähigkeit der Farben sowie eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht zu produzieren.

Das erfindungsgemäße schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial zur Lösung der vorstehend erwähnten Aufgabe umfasst einen Substratfilm und eine schwarze Farbstoffschicht, die auf einer Außenseite des genannten Substratfilms gebildet ist, wobei die Farbstoffschicht Farbstoff und ein Bindemittel aufweist, worin

der genannte Farbstoff einen ersten Farbstoff und einen zweiten Farbstoff aufweist, die beide jeweils den folgenden Formeln (1) und (2) entsprechen:

worin "R¹" und "R²" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, wobei "R³" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, R&sup4;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest und "R&sup5;" eine substituierte oder nicht substituierte Aminocarbonylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxycarbonylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Aryloxycarbonylrest bedeutet; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt;

sowie

worin

"R¹", "R²" und "R³" sowie n dieselben Bedeutungen aufweisen, wie sie für die Formel (1) gelten, und "R&sup6;" und "R&sup7;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten.

Farbstoffe gemäß der Formel (I) sind auf dem Gebiet des Thermo-Transfer-Druckes beispielsweise aus der EP-A-672 541 bekannt.

In dem Falle, dass mindestens eine der drei Primärfarben Gelb, Magenta und Cyan in einer schwarzen Farbstoffschicht eines schwarzes Thermo-Transfer-Flachmaterials verwendet wird, findet eine Absorption von Licht in einer bestimmten Region der Wellenlänge statt, die der Tönung des Farbstoffs entspricht, wobei andererseits eine Region einer Wellenlänge besteht, die eine schwache Absorptionsfähigkeit für Licht aufweist. Im Endergebnis lässt sich die schwarze Farbe auf Grund der Beleuchtung durch Licht in der obenstehend genannten Wellenlängenregion mit einer schwachen Absorptionsfähigkeit für Licht visuell wahrnehmen.

Erfindungsgemäß wird dadurch, dass die schwarze Farbstoffschicht so aufgebaut ist, dass sie die ersten und zweiten Farbstoffe enthält, jeweils durch die entsprechenden Formeln (I) und (II) ausgedrückt werden, und eine violette bzw. orange Tönungsfarbe als Farbzwischenstufen haben, die Möglichkeit geschaffen, die Absorption von Licht in der Wellenlängenregion mit einer schwachen Absorptionsfähigkeit von Licht zu ergänzen; dadurch wird eine schwarze Tönung geschaffen, die eine stabile Fähigkeit zur Absorption von Licht in dem breiten Wellenlängenbereich aufweist, so dass eine starke Fähigkeit zur farblichen Wiedergabe und eine hohe Dichte der schwarzen Farbe erzielt wird.

Die ersten und zweiten, jeweils durch die entsprechenden Formeln (1) und (2) zum Ausdruck gebrachten Farbstoffe besitzen eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht, so dass auf diese Weise die Verbesserung der Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht eines unter Verwendung der Schicht mit dem schwarzen Farbstoff gebildeten Abbildung möglich gemacht wird.

Der obenstehend genannte Farbstoff kann ferner noch einen dritten Farbstoff aufweisen, der durch die folgende Formel (3) zum Ausdruck gebracht wird:

worin "R&sup8;" und "R&sup9;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, wobei "R¹&sup0;" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, R¹¹" ein Wasserstoffatom oder Halogenatom bedeutet, "R¹²" ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest bedeutet, "R¹³" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest bedeutet; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt.

Es wurden ausgedehnte Untersuchungen darüber angestellt, einen Befund in der Richtung zu erhalten, dass das obenstehend genannte erfindungsgemäße Thermo- Transfer-Flachmaterial die Möglichkeit bietet, eine Abbildung mit höchster Farbdichte in Schwarz sowie einer Fähigkeit zu höchster Farbwiedergabe sowie einer ausgezeichneten Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht zu produzieren. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage des vorstehend angeführten Befundes gemacht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:

Fig. 1 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar;

Fig. 2 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar; und.

Fig. 3 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der dritten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSGESTALTUNGEN IM EINZELNEN:

Nunmehr soll das schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung im einzelnen im Hinblick auf die Fig. 1 beschrieben werden. Die Fig. 1 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der vorstehend erwähnten ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar.

Wie in der Fig. 1 dargestellt ist, umfasst das schwarze Thermo-Transfer- Flachmaterial gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung einen Substratfilm 2 und eine schwarze Farbstoffschicht 3, die auf einer Oberflächenseite des Substratfilms 2 ausgebildet ist. Die schwarze Farbstoffschicht 3 umfasst den Farbstoff und ein Bindemittel. Das erfindungsgemäße Thermo-Transfer-Flachmaterial 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass der oben stehende Farbstoff einen ersten sowie einen zweiten Farbstoff umfasst, wobei die letzteren jeweils durch die unten stehend wiedergegebenen Formeln (1) bzw. (2) zum Ausdruck gebracht werden. Mit Ausnahme dieses Merkmals kann das erfindungsgemäße schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial 1 die gleiche Struktur aufweisen wie das herkömmliche Thermo-Transfer-Flachmaterial. Der jeweils durch die Formeln (1) und (2) zum Ausdruck gebrachte erste und zweite Farbstoff lässt sich auf der Basis des herkömmlichen Verfahrens zur Herstellung von Farbstoffen darstellen.

Erfindungsgemäß lässt sich der jeweils durch die Formeln (1) und (2) zum Ausdruck gebrachte erste und zweite Farbstoff in Kombination miteinander, und in Kombination mit anderem Farbstoff zur Einstellung der Tönung des schwarzen Farbstoffes zum Einsatz bringen.

Nachstehend sollen der Substratfilm 2 und die Farbstoffschicht 3 beschrieben werden.

[Substratfilm]

Es lässt sich der gleiche Substratfilm, wie er bei dem herkömmlichen Thermo- Transfer-Flachmaterial verwendet wird, bei dem erfindungsgemäßen schwarzen Thermo- Transfer-Flachmaterial in Form des Substratfilms 2 als solcher verwenden. Es besteht jedoch keine spezielle Beschränkung hierauf.

Das bevorzugte Beispiel des Substratfilms kann einen Polyester, ein Polypropylen, Cellophan, Polycarbonat, Celluloseacetat, Polyethylen, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Nylon, Polyimid, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylalkohol, ein fluoriertes Harz, eine chlorierte Gummimasse (Kautschuk), einen Kunststofffilm wie zum Beispiel ein Ionomer, Papier wie zum Beispiel Glassin (Pergamin / gas- und fettdichte durchsichtige Papierfolie), Kondensatorpapier oder dergleichen oder nicht gewebte Textilien mit einschließen. Der Substratfilm 2 lässt sich auch in zusammen gesetzter Form (Kompositform) dieser Materialien ausbilden.

Die Dicke des Substratfilms 2 lässt sich in geeigneter Weise variieren, so dass sich die erforderliche Stärke und Wärmeleitfähigkeit erzielen lassen. Der Substratfilm 2 weist zum Beispiel eine Dicke im Bereich von 3 bis 100 um auf.

Falls der Substratfilm eine geringe Adhäsionskraft (Haftfähigkeit) an der auf dessen Oberfläche gebildeten Farbstoffschicht besitzt, wird die Oberfläche des Substratfilms 2 vorzugsweise einem Verfahren zur Aufbringung eines Primers (einem Verfahren zur Erleichterung der Haftfähigkeit) oder einem Verfahren der Korona-Entladung unterzogen.

[Farbstoffschicht]

Die Farbstoffschicht 3 genügte dem erfindungsgemäßen schwarzen Thermo- Transfer-Flachmaterial. Bei der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung weist die Farbstoffschicht 3 jedoch vier Arten von Schichten in Form von Gelb (3Y), Magenta (3M), Cyan (3C) sowie Schwarz (3K) auf, die auf der Vorderseite des Substratfilms 2 in dieser Reihenfolge Seite an Seite, wie in der Fig. 1 dargestellt ist, ausgebildet werden. Das schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial mag durch die Ausbildung nur der einzelnen schwarzen Schicht auf der Vorderseite des Substratfilms 2 hergestellt werden, wobei in diesem Falle das andere einzelne Thermo-Transfer-Flachmaterial oder mehrere Thermo-Transfer- Flachmaterialien, in denen mehrere Arten von Schichten in Form von Gelb (3Y), Magenta (3M), Cyan (3C) auf einem einzelnen Substratfilm oder den entsprechenden Substratfilmen ausgebildet werden, in Kombination mit dem auf diese Weise hergestellten schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial verwendet werden.

Die Farbstoffschicht 3 weist den ersten und zweiten, jeweils durch die entsprechenden Formeln (1) und (2) zum Ausdruck gebrachten Farbstoff auf:

(worin "R¹" und "R²" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, wobei "R³" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, "R&sup4;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, und "R&sup5;" eine substituierte oder nicht substituierte Aminocarbonylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxycarbonylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Aryloxycarbonylrest bedeuten; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt);

sowie

(worin "R¹", "R²" und "R³" sowie n dieselben Bedeutungen aufweisen, wie sie für die Formel (1) gelten, und "R&sup6;" und "R&sup7;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten.)

Beispielhafte durch die Formel (1) zum Ausdruck gebrachte und erfindungsgemäß verwendete Farbstoffe sind in der unten stehenden Tabelle 1 aufgelistet:

Tabelle 1:

In der Tabelle 1 bedeutet "R&sup4;" eine n-Butylgruppe.

Beispielhafte, durch die Formel (2) zum Ausdruck gebrachte und erfindungsgemäß als der zweite Farbstoff verwendete Farben sind in der unten stehenden Tabelle 2 aufgelistet:

Tabelle 2:

Ferner wird erfindungsgemäß vorzugsweise ein durch die folgende Formel (3) zum Ausdruck gebrachter Cyanfarbstoff zu der schwarzen Farbstoffschicht 3 hinzugefügt, das heißt mit anderen Worten umfasst der erfindungsgemäß verwendete Farbstoff vorzugsweise weiterhin den durch die folgende Formel (3) zum Ausdruck gebrachten dritten Farbstoff

(worin "R&sup8;" und "R&sup9;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, wobei "R¹&sup0;" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, "R¹¹" ein Wasserstoffatom oder Halogenatom bedeutet, "R¹²" ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest bedeutet, "R¹³" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest bedeuten; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt.)

Beispielhafte, durch die Formel (3) zum Ausdruck gebrachte und erfindungsgemäß als dritter Farbstoff verwendete Farben sind in der unten stehenden Tabelle 3 aufgelistet:

Tabelle 3:

In der Tabelle bedeutet "R¹³" in dem Farbstoff Nr. 4 die Isopropylgruppe.

Das Mischungsverhältnis des durch die Formel (1) zum Ausdruck gebrachten ersten Farbstoffes und des durch die Formel (2) zum Ausdruck gebrachten zweiten Farbstoffes liegt vorzugsweise innerhalb des Bereiches von 1 : 0,8 bis 1 : 1,4. Wenn der durch die Formel (3) zum Ausdruck gebrachte dritte Farbstoff verwendet wird, besteht die Möglichkeit, die gewünschte schwarze Tönung durch Aufrechterhaltung des Mischungsverhältnisses des ersten und zweiten Farbstoffes innerhalb eines Bereiches von 1 : 1 bis 1 : 2,7 zu erzielen.

Bei der Herstellung der schwarzen Farbstoffschicht wird ein Bindemittel zusammen mit den oben stehend genannten Farbstoffen hinzugefügt. Als Bindemittel lässt sich ein jegliches herkömmliches Bindemittel aus Harz einsetzen, wobei repräsentative Beispiele für das Bindemittel die folgenden mit einschließen: Celluloseharze wie zum Beispiel Ethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, Celluloseacetat und Cellulosebutyrat; Vinylharze wie zum Beispiel Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylbutylal, Polyvinylacetal, Polyvinylpyrrolidon und Polyacrylamid; sowie Polyesterharze. Vorzugsweise werden von diesen Materialien Celluloseharze, Acetalharze, Butylalharze und Polyesterharze im Hinblick auf die Eigenschaft der Hitzebeständigkeit und der Fähigkeit zum Transfer des Farbstoffes verwendet.

Erfindungsgemäß lässt sich anstelle des oben stehend genannten Bindemittels in Form eines Harzes ein Propfpolymer mit Freigabeverhaltenals ein Freigabemittel oder als Bindemittel verwenden. Das Propfpolymer wird durch die Propf-Verkupplung von mindestens einem Typ eines Segments mit Freigabeverhalten hergestellt, das aus einem Polysiloxan-Segment, einem Kohlenstoff-Fluorid-Segment, einem Kohlenwasserstoff-Fluorid- Segment, und einem langkettigen Alkyl-Segment mit Hauptketten aus Polymer ausgewählt wird. Bevorzugterweise werden Propfcopolymere zum Einsatz gebracht, die durch Propf-Verkupplung eines Polysiloxan-Segments mit den Hauptketten eines Harzes aus Polyvinylacetal hergestellt sind.

Erforderlichenfalls lassen sich bei der Herstellung der schwarzen Farbstoffschicht die zahlreichen herkömmlichen Arten von Zusatzstoffen zusammen mit dem obenstehend genannten Farbstoff und dem Bindemittel hinzufügen. Beispielhafte Zusatzstoffe können organische feinste Teilchen, wie zum Beispiel Polyethylenwachs sowie anorganische feinste Teilchen zur Verbesserung des Freigabeverhaltens des Flachmaterials zur Aufzeichnung der Abbildung und der Fähigkeit zum Aufbringen der Tinte mit einschließen.

Die schwarze Farbstoffschicht 3 wird auf ganz normale Art und Weise durch Hinzufügen der oben stehend beschriebenen Farbstoffe und Bindemittel sowie, falls nötig, der Zusatzstoffe zu einem geeigneten Lösungsmittel hergestellt, wobei diese Bestandteile in dem Lösungsmittel zur Herstellung der die schwarze Farbstoffschicht erzeugende Zusammensetzung aufgelöst oder darin dispergiert werden; danach erfolgt das Aufbringen der auf diese Weise hergestellten, die schwarze Farbstoffschicht bildenden Zusammensetzung auf die Oberfläche des Substratfilms 2, wonach das Ganze getrocknet wird. Die Anwendung der Zusammensetzung, die die schwarze Farbstoffschicht bildet, lässt sich unter dem Einsatz des herkömmlichen Verfahrens zum Gravurdruck, Siebdruck, zu dem Beschichten mittels Umkehrwalzen unter Verwendung von Gravurplatten oder dergleichen realisieren. Die auf diese Weise hergestellte schwarze Farbstoffschicht 3 weist eine Dicke von 0,2 bis 6,0 um, vorzugsweise von 0,4 bis 3,0 um unter Trocknungsbedingungen auf. Die Gesamtmenge an Farbstoffen, die in der schwarzen Farbstoffschicht 3 enthalten sind, und die jeweils die durch die Formeln (1) bis (3) zum Ausdruck gebrachten sowie die übrigen Farbstoffe mit einschließen, liegt in einem Bereich von 5 bis 70 Gew.-%, vorzugsweise im einem Bereich von 10 bis 60 Gew.-%, und zwar in Bezug zu dem Gewicht der schwarzen Farbstoffschicht 3.

In folgenden wird das in Kombination mit dem oben stehend genannten schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial 1 gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung zu verwendende Flachmaterial zur Aufzeichnung von Abbildungen beschrieben.

Es lässt sich jegliche Art von Flachmaterial zur Aufzeichnung von Abbildungen zum Einsatz bringen, das als Flachmaterial dient und worauf eine Abbildung transferiert wird und das zur Darstellung einer Abbildung unter Verwendung von dem oben stehend erfindungsgemäßen schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial 1 einzusetzen ist, und zwar unter der Voraussetzung, dass dessen bildaufzeichnende Oberfläche eine Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffes in Bezug auf die oben stehend beschriebenen Farbstoffe besitzt. In dem Falle, dass ein Flachmaterial aus Papier, Metall, Glas oder einem synthetischen Harz verwendet wird, das keine Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffes besitzt, kann eine den Farbstoff aufnehmende Schicht auf mindestens eine der Außenseiten aufgebracht werden.

Als ein die Abbildung aufzeichnendes Flachmaterial, das selbst den Farbstoff aufzunehmen vermag und keine die Farbstoff aufnehmende Schicht benötigt, lässt sich beispielsweise ein Flachmaterial einsetzen, das aus Fasern, gewebten Textilien, einem Film, einem (anderen) Flachmaterial oder einem durch Schmelzen entstandenen Produkt besteht, wobei die Herstellung erfolgt aus einem Material unter Einschluss von Polyolefinharzen, wie zum Beispiel Polypropylen; einem halogenierten Polymer wie zum Beispiel Polyvinylchlorid oder Polyvinylidenchlorid; einem Vinylpolymer wie zum Beispiel Polyvinylacetat oder einem Polyacrylsäureester; aus Polyesterharzen, wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat oder Polybutylenterephthalat; einem Polystylenharz; einem Polyamidharz; einem Copolymerharz in Kombination mit einem Olefin, wie zum Beispiel Ethylen oder Polyethylen oder einem anderen Vinylmonomer, einem Ionomer, einem Celluloseharz wie zum Beispiel Cellulosediacetat; einem Polycarbonat oder dergleichen.

Insbesondere lässt sich vorzugsweise ein Flachmaterial oder ein Film verwenden, die aus einem Polyvinylchlorid hergestellt sind, wobei diese die Struktur einer einfachen Schicht oder eines vielfach laminierten Schichtenaufbaus aufweisen können.

Sogar in dem Falle, dass ein Flachmaterial aus Papier, Metall, Glas oder dergleichen zum Einsatz gelangt, das keine Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffs besitzt, besteht die Möglichkeit ein derartiges Flachmaterial mit der Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffs zu verwenden, das mit einem Harzfilm mit der Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffs ausge rüstet ist und das durch das Aufbringen einer Lösung oder Dispergierflüssigkeit mit der Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffs auf die Oberfläche des oben stehend erwähnten Flachmaterials und nachfolgendes Trocknen des Ganzen oder durch Laminieren des oben stehend erwähnten Flachmaterials mit dem Harzfilm erzeugt wurde.

Weiter lässt sich sogar in dem Falle, dass ein Flachmaterial mit der Fähigkeit zum Aufnehmen des Farbstoffes verwendet wird, die oben stehend beschriebene, den Farbstoff aufnehmende Schicht, die aus einem Harz gefertigt ist, das eine ausgezeichnetere Fähigkeit zur Aufnahme des Farbstoffes besitzt, auf der Oberfläche des Flachmaterials aufbringen.

Die Aufnahmeschicht wird durch Auflösen oder Dispergierung des oben beschriebenen Harzes und der oben beschriebenen Zusatzstoffe in einem geeigneten Lösungsmittel zur Herstellung einer Zubereitung gefertigt, wobei die auf diese Weise zubereitete Zusammensetzung zur Bildung der aufnehmenden Schicht mittels eines herkömmlichen Verfahrens des Gravurdruckes, Siebdruckes, des Beschichtens mittels Umkehrwalzen unter Verwendung von Gravurplatten oder dergleichen und nachfolgenden Trocknens des Ganzen aufgebracht wird.

Es können jegliche herkömmliche Mittel zur Beaufschlagung mit Energie im Falle des Einsatzes von Thermo-Transfer-Druck unter Verwendung des oben stehend beschriebenen erfindungsgemäßen Thermo-Transfer-Flachmaterials 1 und dem Flachmaterial zur Aufzeichnung der Abbildungen angewendet werden. Ein vorgegebenes Objekt lässt sich zum Beispiel dadurch realisieren, dass eine Hitzeenergie von etwa 5 bis 100 mJ/mm² beaufschlagt wird, während die Zeit der Aufzeichnung unter Verwendung eines Aufnahmegerätes, wie zum Beispiel eines Thermo-Transfer-Druckers (beispielsweise eines Video- Druckers VY-100, hergestellt von HITACHI CO, Ltd.) gesteuert wird.

Anschließend soll die Beschreibung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung im einzelnen unter Bezugnahme auf die Fig. 2 erfolgen. Die Fig. 2 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der vorstehend genannten zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar.

Gemäß der Darstellung in der Fig. 2 umfasst das Thermo-Transfer-Flachmaterial 4 gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung einen Substratfilm 2, eine schwarze Farbstoffschicht 3, die auf der einen Außenseite des Substratfilms 2 erzeugt ist, eine Freigabeschicht 5, die auf der schwarzen Farbstoffschicht 3 erzeugt ist, sowie eine hitzebeständige Schicht 6, die auf der anderen Außenseite des Substratfilms 2 ausgebildet ist.

Insbesondere ist das Thermo-Transfer-Flachmaterial 4 gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung mit dem schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial 1 gemäß der ersten erfindungsgemäßen Ausgestaltung unter Berücksichtigung der Ausnahme identisch, dass die erstere die Freigabeschicht 5 und die hitzebeständige Schicht 6 aufweist.

Es sind aus diesem Grunde die gleichen Bezugsnummern wie jene bei der ersten Ausgestaltung im Hinblick auf die gleichen Komponenten in der zweiten Ausgestaltung vergeben, wobei die Beschreibung dieser gleichen Komponenten weg gelassen wurde.

Im folgenden soll die Freigabeschicht 5 und die hitzebeständige Schicht 6 beschrieben werden.

[Freigabeschicht]

Die Freigabeschicht 5 wird auf der schwarzen Farbstoffschicht 3 erzeugt, um zu verhindern, dass die schwarze Farbstoffschicht 3 auf der Schicht zum Aufzeichnen der Abbildung festklebt. Es lässt sich eine Schicht, woran anorganisches pulveriges Material festhaftet oder eine aus Harz mit einem ausgezeichneten Freigabeverhalten, wie zum Beispiel aus einem Silikoncopolymer, einem Acrylpolymer oder einem fluorierten Polymer oder dergleichen gebildete Schicht, als Freigabeschicht 5 zum Einsatz bringen. Die Freigabeschicht 5 weist unter Trocknungsbedingungen eine Dicke von 0,01 bis 5 um, vorzugsweise von 0,05 bis 2 um auf.

Ein ähnlicher Effekt, wie er durch die Freigabeschicht 5 erzeugt wird, lässt sich dadurch bewerkstelligen, dass ein derartiges Material mit einem ausgezeichneten Freigabeverhalten in der schwarzen Farbstoffschicht 3 ohne die Ausbildung der oben stehend beschriebenen Freigabeschicht 5 mit eingeschlossen wird.

[Hitzebeständige Schicht]

Die hitzebeständige Schicht 6 wird auf der anderen Außenseite des Substratfilms 2 ausgebildet, um das Auftreten nachteiliger Effekte, wie zum Beispiel das Festkleben, ein verknittertes Druckbild oder dergleichen aufgrund der Hitze des Thermokopfes zu verhindern. Eine Primerschicht lässt sich zwischen dem Substrat 2 und der hitzebeständigen Schicht 6 je nach den auftretenden Erfordernissen ausbilden.

Die hitzebeständige Schicht 6 kann in der herkömmlichen Art und Weise ausgebildet werden, wie zum Beispiel durch den Zusatz eines Tensids, eines Schmiermittels, bei spielsweise eines Öles, eines organischen Metallsalzes oder Wachses, sowie eines Zusatzstoffes, wie zum Beispiel Talkum, zu einem modifizierten Wachs, beispielsweise einem in der Wärme aushärtbarem Harz oder Silikonharz oder der Kombination eines derartigen modifizierten Harzes mit einem Mittel zum Quervernetzen, und anschließend durch Auflösen oder Dispergieren dieser Materialien in einem geeigneten Lösungsmittel zur Gewinnung einer die hitzebeständige Schicht bildenden Zusammensetzung auf der anderen Außenseite des Substratfilms 2 mittels des herkömmlichen Verfahrens des Gravurdruckes, des Siebdruckes, des Beschichtens mittels Umkehrwalzen unter Verwendung von Gravurplatten oder dergleichen sowie nachfolgenden Trocknens des Ganzen.

Im Anschluss daran soll das schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial gemäß der dritten erfindungsgemäßen Ausgestaltung im einzelnen unter Bezugnahme auf die Fig. 3 beschrieben werden. Die Fig. 3 stellt eine schematische Ansicht des Querschnitts zur Erläuterung des schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterials gemäß der dritten erfindungsgemäßen Ausgestaltung dar.

Gemäß der Darstellung in der Fig. 3 umfasst das schwarze Thermo-Transfer- Flachmaterial 4 gemäß der dritten erfindungsgemäßen Ausgestaltung einen Substratfilm 2, eine schwarze Farbstoffschicht 3, die auf der einen Außenseite des Substratfilms 2 gebildet ist sowie eine hitzebeständige Schicht 6, die auf der anderen Außenseite des Substratfilms 2 gebildet ist.

Insbesondere ist das schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial 7 gemäß der dritten erfindungsgemäßen Ausgestaltung mit dem schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial 4 gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausgestaltung unter Berücksichtigung der Ausnahme identisch, dass die erstere nicht mit der Freigabeschicht 5 ausgestattet ist.

Es sind aus diesem Grunde die gleichen Bezugsnummern wie jene bei der zweiten Ausgestaltung im Hinblick auf die gleichen Komponenten in der dritten Ausgestaltung vergeben, wobei die Beschreibung dieser gleichen Komponenten weggelassen wurde.

BEISPIELE:

Die Erfindung soll nunmehr unten stehend in näheren Einzelheiten unter Bezugnahme auf die Versuchsbeispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben werden. Die in der Beschreibung erscheinenden Angaben zu Teil(en) und dem jeweiligen Prozentgehalt (%) bedeuten jeweils Teil(e) pro Gewicht und Gewichtprozente, sofern in spezieller Weise nichts anderes angegeben ist.

Die schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterialien gemäß den Versuchsbeispielen Nr. 1 bis 3 und die Vergleichsbeispiele Nr. 1 und 2 wurden wie folgt hergestellt:

[Versuchsbeispiel Nr. 1]

Als Substratfilm wurde ein Polyethylen-Terephthalat-Film mit einer Dicke von 6 um verwendet. Auf der einen Außenseite des Substratfilms wurde eine, die schwarze Farbstoffschicht bildende Zubereitung Nr. 1 mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung mittels des Gerätes zum Gravurauftrag zum Einsatz gebracht. Die auf diese Weise aufgebrachte Zubereitung wurde zur Bildung einer schwarzen Farbstoffschicht mit einer Dicke von 1 um unter Trocknungsbedingungen auf der einen Außenseite des Substratfilms getrocknet.

< Die Zubereitung Nr. 1 zur Bildung der schwarzen Farbstoffschicht >

(a) Farbstoff Nr. 4 (violett) gemäß Tabelle 1 : 1,15 Teile

(b) Farbstoff Nr. 2 (orange) gemäß Tabelle 2 : 1,15 Teile

(c) Farbstoff Cyan, der durch die folgende Formel (4) zum Ausdruck gebracht wird: 3,80 Teile

(d) Farbstoff Gelb, der durch die folgende Formel (5) zum Ausdruck gebracht wird: 0,90 Teile

(e) Polyvinylacetoacetal-Harz: 3,50 Teile

(f) Toluol: 44,75 Teile

(g) Methylethylketon: 44,75 Teile

Im Anschluss daran wurde auf der anderen Außenseite des Substratfilms eine die hitzebeständige Schicht bildende Zubereitung mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung mittels des Gerätes zum Gravurauftrag zum Einsatz gebracht. Die auf diese Weise aufgebrachte Zubereitung wurde zur Bildung der hitzebeständigen Schicht mit einer Dicke von 1 um unter Trocknungsbedingungen auf der anderen Außenseite des Substratfilms getrocknet. Die auf diese Weise ausgebildete hitzebeständige Schicht wurde einer Behandlung zum Aushärten durch Erhitzen der hitzebeständigen Schicht bei einer Temperatur von 60º in einem Ofen für einen Zeitraum von 5 Tagen zur Härtung unterzogen.

< Die Zubereitung zur Bildung der hitzebeständigen Schicht >

(a) Polyvinylbutylal-Harz (mit dem Produktnamen "ESLECK BX-1", hergestellt von SEKISUI KAGAKU KOGYO KABUSHIKI KAISHA) 3,6 Teile

(b) Polyisocyanat (mit dem Produktnamen "BARNOCK D750", hergestellt von DAINIPPON INK KABUSHIKI KAISHA" 8,6 Teile

(c) Oberflächenaktives Mittel in Form eines Phosphatesters (mit dem Produktnamen "PLYSURF A208S", hergestellt von DAIICHI KOGYO SEIYAKU KABUSHIKI KAISHA 2,8 Teile

(d) Talkum (mit dem Produktnamen "MICROACE P-3", hergestellt von NIPPON TALC KABUSHIKI KAISHA 0,7 Teile

(e) Methylethylketon: 32,0 Teile

(f) Toluol: 32,0 Teile

So wurde auf diese Weise ein erfindungsgemäßes schwarzes Thermo-Transfer- Flachmaterial gemäß dem Versuchsbeispiel Nr. 1 gefertigt, das die schwarze Farbstoffschicht sowie eine hitzebeständige Schicht aufwies.

[Versuchsbeispiel Nr. 2]

Es wurde ein erfindungsgemäßes schwarzes Thermo-Transfer-Flachmaterial gemäß dem Versuchsbeispiel Nr. 2 in der selben Art und Weise gefertigt wie in dem Versuchsbei spiel Nr. 1, jedoch mit der Ausnahme, dass die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 1 durch die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 2 mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung ersetzt wurde.

< Die Zubereitung Nr. 2 zur Bildung der schwarzen Farbstoffschicht >

(a) Farbstoff Nr. 4 (violett) gemäß Tabelle 1: 1,25 Teile

(b) Farbstoff Nr. 2 (orange) gemäß Tabelle 2: 1,35 Teile

(c) Farbstoff Nr. 1 (cyan) gemäß Tabelle 3: 2,30 Teile

(d) Farbstoff. Cyan, der durch die obenangeführte Formel (4) zum Ausdruck gebracht wird: 1,00 Teil

(e) Farbstoff Gelb, der durch die oben erwähnte Formel (5) zum Ausdruck gebracht wird: 1,10 Teile

(f) Polyvinylacetoacetal-Harz: 3,50 Teile

(f) Toluol: 44,75 Teile

(g) Methylethylketon: 44,75 Teile

[Versuchsbeispiel Nr. 3]

Es wurde ein erfindungsgemäßes schwarzes Thermo-Transfer-Flachmaterial gemäß dem Versuchsbeispiel Nr. 3 in der selben Art und Weise gefertigt wie in dem Versuchsbeispiel Nr. 1, jedoch mit der Ausnahme, dass die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 1 durch die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 3 mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung ersetzt wurde.

< Die Zubereitung Nr. 3 zur Bildung der schwarzen Farbstoffschicht >

(a) Farbstoff Nr. 4 (violett) gemäß Tabelle 1: 1,30 Teile

(b) Farbstoff Nr. 1 (orange) gemäß Tabelle 2: 1,50 Teile

(c) Farbstoff Nr. 1 (cyan) gemäß Tabelle 3: 3,00 Teile

(d) Farbstoff Gelb, der durch die oben angeführte Formel (5) zum Ausdruck gebracht wird: 1,20 Teile

(e) Polyvinylacetoacetal-Harz: 3,50 Teile

(f) Toluol: 44,75 Teile

(g) Methylethylketon: 44,75 Teile

[Vergleichsbeispiel Nr. 1]

Es wurde ein außerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung fallendes schwarzes Thermo-Transfer-Flachmaterial gemäß dem Vergleichsbeispiel Nr. 1 in der selben Art und Weise gefertigt wie in dem Versuchsbeispiel Nr. 1, jedoch mit der Ausnahme, dass die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 1 durch die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 4 mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung ersetzt wurde.

< Die Zubereitung Nr. 4 zur Bildung der schwarzen Farbstoffschicht >

(a) Farbstoff Cyan, der durch die oben angeführte Formel (4) zum Ausdruck gebracht wird: 4,76 Teile

(b) Farbstoff Gelb, der durch die oben angeführte Formel (5) zum Ausdruck gebracht wird: 1,47 Teile

(c) Farbstoff Magenta, der durch die folgende Formel (6) zum Ausdruck gebracht wird: 1,47 Teile

(d) Polyvinylacetoacetal-Harz: 3,50 Teile

(e) Toluol: 44,40 Teile

(f) Methylethylketon: 44,40 Teile

[Vergleichsbeispiel Nr. 2]

Es wurde ein außerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden Erfindung fallendes schwarzes Thermo-Transfer Flachmaterial gemäß dem Vergleichsbeispiel Nr. 2 in der selben Art und Weise gefertigt wie in dem Versuchsbeispiel Nr. 1, jedoch mit der Ausnahme, dass die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 1 durch die, die schwarze Farbstoffschicht ausbildende Zubereitung Nr. 5 mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung ersetzt wurde.

< Die Zubereitung Nr. 5 zur Bildung der schwarzen Farbstoffschicht >

(a) Farbstoff Cyan, der durch die oben angeführte Formel (4) zum Ausdruck gebracht wird: 4,75 Teile

(b) Farbstoff Gelb, der durch die folgende Formel (7) zum Ausdruck gebracht wird: 2,10 Teile

(c) Farbstoff Magenta, der durch die oben angeführte Formel (6) zum Ausdruck gebracht wird: 1,45 Teile

(d) Polyvinylacetoacetal-Harz: 3,50 Teile

(e) Toluol: 44,10 Teile

(f) Methylethylketon: 44,10 Teile

Sodann wurde, wie folgt, eine Vielzahl von Flachmaterialien zur Aufzeichnung von Abbildungen hergestellt, um die schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterialien gemäß den Versuchsbeispielen Nrn. 1 bis 3 und den Vergleichsbeispielen Nrn. 1 und 2 zu beurteilen.

Es wurde ein Flachmaterial aus synthetischem Papier (mit der Produktbezeichnung "YUPO FPC # 150", hergestellt von der OHJI YUKA C0. Ltd.) als ein Substratfilm für das Bild aufzeichnende Flachmaterial verwendet. Eine Zubereitung mit der unten stehend beschriebenen chemischen Zusammensetzung zur Ausbildung der Bild aufzeichnenden Schicht wurde so auf die eine Außenseite des Substratfilms aufgebracht, dass eine aufgebrachte Menge davon unter den Bedingungen der Trocknung 10,0 g / m² betrug. Die auf diese Weise aufgebrachte Zubereitung wurde bei einer Temperatur von 100º 30 Minuten lang zur Fertigung des Bild aufzeichnenden Flachmaterials, auf das eine Abbildung transferiert werden soll, getrocknet.

< Zubereitung zur Ausbildung der aufzeichnenden Schicht >

(a) Polyesterharz (mit dem Produktnamen "VYLON 200", hergestellt von TOYOBO C0., Ltd.): 11,5 Teile

(b) Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer (mit dem Produktnamen "VYHH", hergestellt von der UNION CARBIDE C0., Ltd.): 5,0 Teile

(c) mit Amino modifiziertes Silikon (mit dem Produktnamen "KF-393", hergestellt von der SHINETSU KAGAKU KOGYO K. K.): 1,2 Teile

(d) mit Epoxy modifiziertes Silikon (mit dem Produktnamen "X-22-343", hergestellt von der SHINETSU KAGAKU KOGYO K. K.): 1,2 Teile

(e) Methylethylketon: 46 Teile

(f) Toluol: 46 Teile

Ein jedes der schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterialien gemäß den Versuchsbeispielen Nrn. 1 bis 3 und den Vergleichsbeispielen Nrn. 1 und 2 wurde auf die oben stehend beschriebene Schicht zum Aufzeichnen verbracht, so dass die schwarze Farbstoffschicht des ersteren in Kontakt mit der Schicht zum Aufzeichnen des letzteren gebracht wurde. Bei sämtlichen Kombinationen davon wurden Thermo-Transfer-Aufzeichnungen unter Einsatz eines Thermo-Kopfes, der an der rückwärtigen Außenseite (das heißt, an der anderen Außenseite) des Thermo-Transfer-Flachmaterials angeordnet war vorgenommen, und zwar unter solchen Bedingungen, dass am Thermo-Kopf eine Spannung von 15,1 Volt angelegt war und die Druckgeschwindigkeit 8 m pro Sekunde betrug, um einen aufgezeichneten Abschnitt auf dem Flachmaterial zur Aufzeichnung zu erzeugen. Der auf diese Weise darauf aufgezeichnete Abschnitt wurde im Hinblick auf die Dichte der Durchlässig keit, Lichtbeständigkeit und das Verhalten bei der Farbwiedergabe in Übereinstimmung mit den folgenden Verfahren bewertet:

< Bewertung der Dichte der Durchlässigkeit >

Die Dichte der Durchlässigkeit auf dem aufgezeichneten Abschnitt eines jeden Flachmaterials zum Aufzeichnung der Abbildungen wurde mittels des Durchlässigkeit-Reflexionsdensitometers RD-918 gemessen.

< Bewertung der Lichtbeständigkeit >

Unter Verwendung des Xenon-Abblend-Messgerätes C 135 A von ATLAS wurde der aufgezeichnete Abschnitt des Flachmaterials zum Aufzeichnung der Abbildungen mit Licht unter den folgenden Bedingungen beleuchtet:

(a) Temperatur der Schwarztafel: 50ºC

(b) Beleuchtungsstärke: 50 KLux

(c) Beleuchtungsdauer: 50 Std.

wobei die Geschwindigkeit der Entfärbung durch Licht ermittelt wurde.

< Bewertung des Verhaltens bei der Wiedergabe der Farben >

Die Werte der Farbqualität (Chromatizität) "L*", "a*" und "b*" wurden mittels des Spektral-Kolorimeters CM-1000 von Minolta unter den Lichtquellen D65 und F6 gemessen, wobei der farbliche Unterschied zwischen den beiden vorstehend genannten Lichtquellen in Übereinstimmung mit den folgenden Formeln berechnet wurde:

Farblicher Unterschied = = [{a* (D65) - a* (F6)}² + {b*(D65) - b* (F6)}²]1/2

worin a* (D65) und b* (D65) die Werte der Chromatizität unter der Lichtquelle D65, und a* (F6) sowie b* (F6) die Werte der Chromatizität unter der Lichtquelle F6 bedeuten.

Die Ergebnisse der Bewertung sind unten stehend in der Tabelle 4 dargestellt:

TABELLE 4

Wie aus der Tabelle 4 klar ersichtlich ist, wies ein jedes der schwarzen Thermo- Transfer-Flachmaterialien gemäß den Versuchsbeispielen Nrn. 1 bis 3 eine Dichte der Durchlässigkeit von mindestens 1,98, eine Beständigkeit gegenüber Licht von mindestens 22 und einen farblichen Unterschied von bis zu 1,61 auf, wobei ein jedes von ihnen ausgezeichnete Werte der Dichte der Durchlässigkeit, der Beständigkeit gegenüber Licht und des Verhaltens der farblichen Wiedergabe zeigte.

Andererseits waren die schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterialien gemäß den Vergleichsbeispielen Nrn. 1 und 2 minderwertiger im Vergleich zu jenen gemäß den Versuchsbeispielen Nrn. 1 bis 3 im Hinblick auf die Dichte der Durchlässigkeit und das Verhalten der farblichen Wiedergabe. Obschon das schwarze Thermo-Transfer-Flachmaterial eine gute Beständigkeit gegenüber Licht zeigte, war das Vergleichsbeispiel Nr. 2 minderwertiger im Hinblick auf die Beständigkeit gegenüber Licht und dem Verhalten der farblichen Wiedergabe.

Gemäß der im einzelnen beschriebenen Erfindung umfasst der oben stehend genannte Farbstoff in einem schwarzen Thermo-Transfer-Flachmaterial, der einen Substratfilm sowie eine, auf der einen Außenseite des Substratfilms ausgebildete schwarze Farbstoffschicht aufweist, - wobei diese Farbstoffschicht den Farbstoff und ein Bindemittel umfasst -, einen ersten Farbstoff und einen zweiten Farbstoff, die jeweils durch die For meln (1) und (2) zum Ausdruck gebracht werden, und umfasst ferner noch, je nach den auftretenden Erfordernissen, eine dritte Farbstoffschicht, die durch die Formel (3) zum Ausdruck gebracht wird; aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit, eine Abbildung zu schaffen, die eine hohe Dichte der schwarzen Farbe sowie eine Fähigkeit zu einer hohen Wiedergabe der Farben aufweist (das heißt, ein Verhalten, bei dem der Unterschied in der Farbe aufgrund der unterschiedlichen Lichtquellen gering ist) sowie eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Hitze und Licht (das heißt, ein geringes Ausmaß der Entfärbung unter Einfluß des Lichtes) zeigt.

Der Ausdruck "substitutiv" in der gesamten Patentschrift hat die selbe Bedeutung wie (der Ausdruck) "substituiert" und in entsprechender Weise entspricht (der Ausdruck) "nicht substitutiv" (dem Ausdruck) "nicht substituiert".


Anspruch[de]

1. Schwarzes Thermotransfer-Flachmaterial mit einem Substratfilm und einer auf einer Oberfläche des genannten Substratfilms gebildeten Schicht mit schwarzem Farbstoff, wobei die Farbstoffschicht neben dem Farbstoff ein Bindemittel aufweist, wobei:

der genannte Farbstoff einen ersten Farbstoff und einen zweiten Farbstoff enthält, die beide jeweils den folgenden Formeln (1) und (2) entsprechen:

worin

"R¹" und "R²" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, "R³" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, "R&sup4;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, und "R&sup5;" eine substituierte oder nicht substituierte Aminocarbonylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxycarbonyl rest oder einen substituierten oder nicht substituierten Aryloxycarbonylrest bedeuten; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt sowie

worin

"R¹", "R²" und "R³" sowie n dieselben Bedeutungen aufweisen, wie sie in Verbindung mit der Formel (1) gelten, und "R&sup6;" und "R&sup7;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten.

2. Schwarzes Thermotransfer-Flachmaterial nach Anspruch 1, worin:

der genannte Farbstoff ferner einen dritten Farbstoff umfaßt, welcher der folgenden Formel (3) entspricht:

worin

"R&sup8;" und "R&sup9;" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, oder einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest bedeuten, "R¹&sup0;" ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Cyanogruppe, eine Hydroxylgruppe, einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Acylaminorest oder eine substituierte oder nicht substituierte Sulfonylaminogruppe bedeutet, "R¹¹" ein Wasserstoffatom oder Halogenatom bedeutet; "R¹²" ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest bedeutet, "R¹³" einen substituierten oder nicht substituierten Alkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Aralkylrest, einen substituierten oder nicht substituierten Arylrest oder einen substituierten oder nicht substituierten Alkoxyrest bedeutet; und "n" eine ganze Zahl in Form von 1 oder 2 darstellt.







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