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Dokumentenidentifikation DE10046329A1 05.04.2001
Titel Grüne Farbstoff-Mischung für die Herstellung von Farb-Probeabzügen
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Chapman, Derek D., Rochester, N.Y., US;
Kaszczuk, Linda A., Rochester, N.Y., US;
Harris, Mark A., Rochester, N.Y., US
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 19.09.2000
DE-Aktenzeichen 10046329
Offenlegungstag 05.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/30
IPC-Nebenklasse B41M 5/34   C09D 11/16   C09D 5/32   
Zusammenfassung Beschrieben wird ein Verfahren zur Herstellung eines grünen Farb-Probeabzuges eines gedruckten Farbbildes, bei dem an einen Satz von elektrischen Signalen, der repräsentativ ist für die Form und die Ton-Skala eines grünen Originalbildes dazu verwendet, um von einem grünen Farbstoff-Donorelement ein Farbstoff-Bild auf ein Empfangselement zu übertragen, wobei man ein grünes Farbstoff-Donorelement mit einer Mischung aus ganz speziellen gelben und blaugrünen Farbstoffen verwendet.

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft die Verwendung einer Mischung von Farbstoffen für die Bildaufzeichnung durch thermische Farbstoff-Übertragung, die dazu verwendet wird, um einen Farb- Probeabzug zu erhalten, der genau dem Farbton eines gedruckten Farbbildes entspricht, das mittels einer Druckpresse erhalten wird.

Um in etwa dem Aussehen eines fotografischen Bildes mit kontinuierlichem Ton durch Aufdrucken von Tinten auf Papier zu entsprechen, bedient sich die Druck-Industrie eines Verfahrens, das als Halbton-Druck bekannt geworden ist. Beim Halbton-Druck werden Farbdichte-Gradationen erzeugt, durch Drucken von Mustern von Punkten oder Bereichen von verschiedenen Größen, jedoch der gleichen Farbdichte, anstatt die Farbdichte kontinuierlich zu variieren, wie es im Falle des fotografischen Kopierens geschieht.

Es besteht ein wesentliches kommerzielles Bedürfnis zur Herstellung von farbigen Bild-Probeabzügen, bevor die Druckpresse in Betrieb genommen wird. Erwünscht ist, daß der Farb- Probeabzug genau mindestens den Details und der Farbton-Skala der Drucke entspricht, die auf der Druckpresse hergestellt werden. In vielen Fällen ist es ebenfalls erwünscht, daß der Farb- Probeabzug genau der Bild-Qualität und dem Halbton-Muster der Drucke entspricht, die auf der Druckpresse erhalten werden. In der Folge von Verfahrensstufen, die erforderlich sind, um ein mit Tinte gedrucktes, voll-farbiges Bild zu erhalten, ist ein Probeabzug ferner erforderlich, um die Genauigkeit der Farb- Auszugs-Daten zu überprüfen, von denen die endgültigen drei oder mehr Druckplatten oder Druckzylinder hergestellt werden. Traditionell werden derartige Farb-Auszugs-Probeabzüge hergestellt, unter Anwendung von fotografischen Silberhalogenid- Systemen, hoch-kontrastreichen, lithografischen Systemen oder licht-empfindlichen Systemen, die nicht auf Silberhalogenid beruhen, und die viele Exponierungs- und Verfahrens-Stufen erfordern, bevor ein endgültiges, voll-farbiges Bild zusammengestellt wird.

In der Druck-Industrie ist es manchmal erwünscht, daß zusätzlich zu den üblichen Verfahrens-Farben, blaugrün, purpurrot und gelb sowie schwarz, Tinten zur Verfügung stehen, welche Pigmente enthalten, die Farben erzeugen, die außerhalb der normal erzielbaren Farbton-Skala liegen, wie z. B. grün. Wenn diese zusätzlichen Tinten verwendet werden, wäre es wünschenswert, wenn Mittel zur Verfügung stünden, mit denen diese überprüft werden könnten.

Farbstoffe, die in der Druck-Industrie verwendet werden, sind unlösliche Pigmente. Aufgrund ihres Pigment-Charakters sind die spektrofotometrischen Kurven dieser Drucktinten oftmals ungewöhnlich scharf, auf entweder der bathochromen oder der hypsochromen Seite. Dies kann zu Problemen in Farb- Probeabzugs-Systemen führen, in denen Farbstoffe, im Gegensatz zu Pigmenten, verwendet werden. Es ist sehr schwierig, den Farbton einer vorgegebenen Tinte, unter Verwendung eines einzelnen Farbstoffes, zu treffen.

Aus der US-A-Patentschrift 5 126 760 ist ein Verfahren zur Herstellung eines direkten digitalen Halbton-Farb-Probeabzuges eines Original-Bildes auf einem Farbstoff-Empfangselement bekannt. Der Probeabzug kann dann dazu verwendet werden, um ein gedrucktes Farbbild darzustellen, das mittels einer Druckpresse hergestellt wird. Das in der Patentschrift beschriebene Verfahren umfaßt die Stufen:

  • a) die Erzeugung eines Satzes von elektrischen Signalen, welche repräsentativ für die Form und Farb-Skala eines Original-Bildes sind;
  • b) das Kontaktieren eines Farbstoff-Donorelementes mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet sowie ein infrarote Strahlung absorbierendes Material, mit einem ersten Farbstoff-Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine polymere Farbbild-Empfangsschicht befindet;
  • c) die Verwendung der Signale zur bildweisen Erhitzung des Farbstoff-Donorelementes mittels eines Dioden-Lasers, wodurch ein Farbstoff-Bild auf das erste Farbstoff-Empfangselement übertragen wird; und
  • d) die Rück-Übertragung des Farbstoff-Bildes auf ein zweites Farbbild-Empfangselement, das das gleiche Substrat aufweist wie das gedruckte Farbbild.

In diesem Verfahren werden Mehrfach-Farbstoff-Donoren verwendet, um einen kompletten Bereich von Farben in dem Probeabzug zu erhalten. Beispielsweise werden normalerweise für einen voll-farbigen Probeabzug vier Farben verwendet: blaugrün, purpurrot, gelb und schwarz.

Bei Anwendung des obigen Verfahrens wird der Bild- Farbstoff durch Erhitzen des Farbstoff-Donors mit einem infrarote Strahlung absorbierenden Material mittels eines Dioden- Lasers übertragen, durch Verflüchtigung des Farbstoffes, wobei der Dioden-Laserstrahl durch den Satz von Signalen moduliert wird, der repräsentativ für die Form und Farbe des Original-Bildes ist, so daß der Farbstoff unter Verflüchtigung lediglich in den Bereichen erhitzt wird, in denen sein Vorhandensein auf der Farbstoff-Empfangsschicht erforderlich ist, um das Original-Bild darzustellen.

In ähnlicher Weise kann ein Probeabzug durch thermale Übertragung erhalten werden, durch Verwendung eines Thermo- Druckerkopfes anstelle eines Dioden-Lasers, wie es aus der US- A-Patentschrift 4 923 846 bekannt ist. In der Praxis angewandte Thermo-Druckerköpfe sind nicht dazu in der Lage, Halbton-Bilder von adäquater Auflösung herzustellen, doch können sie Probeabzüge von kontinuierlichem Ton von hoher Qualität erzeugen, die in vielen Fällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen. Die US-A-Patentschrift 4 923 846 beschreibt ferner die Auswahl von Mischungen von Farbstoffen für die Verwendung in thermalen Bildaufzeichnungs-Probeabzugs-Systemen. Die Farbstoffe werden dabei auf Basis von Werten von Farbton-Fehlern und Unschärfen ausgewählt. Nähere Angaben zu diesem Verfahren finden sich in der Literaturstelle The Graphic Arts Technical Foundation Research Report Nr. 38, "Color Material" (58-(5)293-301, 1985).

Ein alternatives und genaueres Verfahren der Farb-Messung und Analyse, benutzt das Konzept des gleichförmigen Farb- Raumes, bekannt als CIELAB, wobei eine Probe mathematisch aufgrund ihrer spektrofotometrischen Kurve analysiert wird, der, Natur der Licht-Quelle, unter der sie betrachtet wird, und aufgrund der Farb-Vision eines Standard-Betrachters. Nähere Angaben zu der CIELAB-Methode und zur Farb-Messung finden sich in der Literaturstelle Principles of Color Technology, 2. Ausgabe, F. W. Billmeyer, Seiten 25-110, Wiley Interscience and Optical Radiation Measurements, Band 2, F. Grum, Seiten 33-145, Academic Press.

Bei Anwendung der CIELAB-Methode können Farben in Form von drei Parametern: L*, a* und b* ausgedrückt werden, wobei L* die Helligkeits-Funktion ist und a* und b* einen Punkt in einem Farbraum definieren. Somit kann eine Aufzeichnung von a*-Werten in Abhängigkeit von b*-Werten für eine Farbprobe dazu verwendet werden, um genau darzustellen, wo die Probe in dem Farbraum liegt, d. h. was für einen Farbton sie hat. Dies ermöglicht es, unterschiedliche Proben, bezüglich ihres Farbtones, miteinander zu vergleichen, wenn sie gleiche Dichte- und L*-Werte haben.

Bei der Herstellung von Farb-Probeabzügen ist es in der Druck-Industrie wichtig, daß die Drucktinten getroffen werden. Bezüglich weiterer Informationen der Farb-Messung von Tinten für Offset-Probeabzüge sei verwiesen auf "Advances in Printing Science and Technology", Proceedings of the 19th International Conference of Printing Research Institutes, Eisenstadt, Österreich, Juni 1987, J. T. Ling und R. Warner, Seite 55.

Aus der US-A-Patentschrift 5 177 052 ist ein blaugrünes Farbstoff-Donorelement mit einer Mischung von blaugrünen Farbstoffen und einer geringen Menge eines gelben Farbstoffes für die Herstellung von Farb-Probeabzügen bekannt. In dieser Patentschrift findet sich jedoch kein Hinweis auf die Herstellung eines grünen Farbstoff-Donorelementes.

Aus der US-A-Patentschrift 5 168 094 ist ein Farbfilter- Anordnungs-Element bekannt, mit einer Mischung von gelben und blaugrünen Farbstoffen, zur Herstellung eines grünen Farbtons. In dieser Patentschrift findet sich jedoch kein Hinweis auf die Verwendung dieser Farbstoffe zur Herstellung eines Farb- Probeabzuges.

Aufgabe dieser Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung einen grünen Farb-Probeabzuges, unter Verwendung eines Farbstoff-Donorelementes mit einer Mischung von blaugrünen und gelben Farbstoffen, die einer grünen, pigmentierten Drucktinte entsprechen.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mittels eines Verfahrens zur Herstellung eines grünen Farb-Probeabzuges eines gedruckten Farbbildes mit den Stufen:

  • a) Erzeugung eines Satzes von elektrischen Signalen, welche die Form und Farb-Skala eines grünen Original-Bildes repräsentieren;
  • b) Kontaktieren eines grünen Farbstoff-Donorelementes mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet sowie ein infrarote Strahlung absorbierendes Material, mit einem Zwischen-Farbstoff-Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine polymere Farbbild-Empfangsschicht befindet;
  • c) Verwendung der Signale zur bildweisen Erhitzung des Farbstoff-Donorelementes, wodurch ein Farbstoff-Bild auf das Zwischen-Farbstoff-Empfangselement übertragen wird; und
  • d) Rück-Übertragung des Farbstoff-Bildes auf ein endgültiges Farbbild-Empfangselement, das das gleiche Substrat aufweist wie das gedruckte Farbbild;
wobei das grüne Farbstoff-Donorelement einen Träger aufweist, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, deren Farbstoffe im wesentlichen bestehen aus einer Mischung aus einem gelben Farbstoff und einem blaugrünen Farbstoff, dispergiert in einem polymeren Bindemittel, wobei der gelbe Farbstoff der Formel A entspricht:





worin:

R1 steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe, eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe; oder eine substituierte oder unsubstituierte Hetarylgruppe mit 5 bis 10 Atomen;

R2 steht für eine der für R1 angegebenen Gruppen oder für die Atome, die gemeinsam mit Z einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden;

Z steht für ein Wasserstoffatom oder eine der für R1 angegebenen Gruppen, eine Alkoxygruppe; ein Halogenatom; eine Aryloxygruppe; oder worin Z für die Atome steht, die gemeinsam mit R2 einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden;

Y jeweils unabhängig voneinander für eine der für R angegebenen Gruppen steht, für eine Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen; ein Halogenatom; oder worin zwei benachbarte Gruppen Y die Atome darstellen, die zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen Ringes erforderlich sind, unter Erzeugung einer kondensierten Ring-Systems; und worin

n steht für eine Zahl von 0 bis 2;

worin ferner der blaugrüne Farbstoff entweder die folgende Formel B oder C hat, worin der Farbstoff der Formel B ein Farbstoff der folgenden Struktur ist:





worin:

R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander stehen für ein Wasserstoffatom; eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen; oder eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe;

R4 und R5 gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an dem sie sitzen, einen 5- bis 7-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden können;

R3 steht jeweils unabhängig voneinander für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, Cycloalkylgruppe oder Allylgruppe, wie oben für R4 und R5 beschrieben, eine Alkoxygruppe, eine Aryloxygruppe, ein Halogenatom, eine Thiocyanogruppe, Acylamidogruppe, Ureidogruppe, Alkylsulfonamidogruppe, Arylsulfonamidogruppe, Alkylthiogruppe, Arylthiogruppe oder Trifluoromethylgruppe;

oder worin beliebige zwei von R3 miteinander kombiniert sein können, unter Bildung eines 5- oder 6-gliedrigen, carbocyclischen oder heterocyclischen Ringes;

oder worin einer oder zwei der Reste R3 kombiniert sein kann mit einem oder beiden der Reste R4 und R5, unter Vervollständigung eines 5- bis 7-gliedrigen Ringes;

m steht für eine Zahl von 0 bis 3;

X für ein Wasserstoffatom oder Halogenatom steht oder kombiniert sein kann mit W, unter Darstellung der Atome, die zur Vervollständigung eines 6-gliedrigen, aromatischen Ringes erforderlich sind, unter Erzeugung eines kondensierten, bicyclischen Chinonimins, wie z. B. eines Naphthochinonimins; wobei gilt, daß, wenn X für ein Wasserstoffatom steht, dann J für NHCORF steht, worin RF für eine perfluorierte Alkyl- oder Aryl-Gruppe steht; und wobei weiter gilt, daß, wenn X für ein Halogenatom steht, dann J für NHCOR1, NHCO2R1, NHCONHR1 oder NHSO2R1 steht; und wobei ferner gilt, daß, wenn X mit W kombiniert ist, dann J für CONHR1, SO2NHR1, CN, SO2R1 oder SCN steht;

W steht für ein Wasserstoffatom, R1, eine Acylaminogruppe oder W kann kombiniert sein mit X, wie oben beschrieben; und

J steht für ein Wasserstoffatom oder die oben angegebenen Gruppen mit den Vorbehalten; und

wobei der Farbstoff der Formel C die Struktur aufweist:





worin:

R6 steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Acylgruppe mit 2 bis 9 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Aroylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Heteroaroylgruppe mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen;

R7 und R8 unabhängig voneinander jeweils stehen für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen; eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen;

R7 und R8 ferner für die Atome stehen können, die gemeinsam einen 5- oder 6-gliedrigen, heterocyclischen Ring bilden;

V jeweils unabhängig voneinander steht für ein Wasserstoffatom; eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen; OR1; ein Halogenatom; oder worin zwei benachbarte V-Reste für die Atome stehen können, die gemeinsam einen ankondensierten carbocyclischen, aromatischen Ring bilden;

die Position von V ortho zu dem Stickstoffatom auch kombiniert werden kann mit R7, unter Erzeugung eines 5- oder 6- gliedrigen, nicht-aromatischen, ein oder zwei Stickstoffatome enthaltenden, heterocyclischen Ringes, unter Erzeugung eines kondensierten Ring-Systems; und

n steht für 0 bis 3.

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung steht R2 für C2H5, Z steht für H, R1 steht für C2H4OCONHC6H5, und Y steht für 2-CH3. Im Falle einer weiteren bevorzugten Ausführungsform stehen beide Reste R4 und R5 für C2H5, R3 steht für CH3, W und X bilden gemeinsam einen 6-gliederigen, aromatischen Ring, und J steht für CONHCH3. Im Falle einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bilden R7 und V gemeinsam einen substituierten 6-gliedrigen, heterocyclischen Ring.

Zu geeigneten gelben Farbstoffen, innerhalb des Bereiches der Erfindung, gehören die folgenden:





Die obigen Farbstoffe und synthetische Verfahren zur Herstellung derselben sind bekannt aus der US-A-Patentschrift 3 247 211 beschrieben.

Zu geeigneten blaugrünen Farbstoffen innerhalb des Bereiches der Formel B gehören:





Die obigen Farbstoffe und synthetische Verfahren zur Herstellung derselben sind bekannt aus der US-A-Patentschrift 4 695 287.

Zu geeigneten blaugrünen Farbstoffen der Formel C gehören:





Die obigen Farbstoffe und synthetische Verfahren zur Herstellung derselben sind bekannt aus den US-A-Patentschriften 5 013 710 sowie 4 952 533.

Die Verwendung von Farbstoff-Mischungen in dem Farbstoff- Donor der Erfindung, ermöglicht eine breite Auswahl von Farbtönen und Farben, die eine engere Farbton-Anpassung an eine Vielzahl von Drucktinten ermöglichen, und die Verwendung der Farbstoff-Mischungen ermöglicht ferner eine leichte Übertragung von Bildern auf einen Empfänger, und zwar ein oder, falls erwünscht, mehrere Male. Die Verwendung der Farbstoffe ermöglicht ferner eine leichte Modifizierung der Bilddichte auf einen beliebigen erwünschten Grad. Die Farbstoffe des Farbstoff- Donorelementes der Erfindung können in zweckmäßiger Weise in einer Beschichtungsstärke von 0,02 bis 1 g/m2 verwendet werden.

Die Farbstoffe sind in dem Farbstoff-Donor der Erfindung in einem polymeren Bindemittel dispergiert, wie beispielsweise einem Cellulose-Derivat, z. B. Celluloseacetathydrogenphthalat, Celluloseacetat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosetriacetat, oder in einem der Materialien, die beschrieben werden in der US-A-Patentschrift 4 700 207; einem Polycarbonat; Poly(vinylacetat); Poly(styrol-co-acrylonitril); einem Polysulfon oder einem Poly(phenylenoxid). Das Bindemittel kann in vorteilhafter Weise in einer Beschichtungsstärke von 0,1 bis 5 g/m2 verwendet werden.

Die Farbstoffschicht des Farbstoff-Donorelementes kann auf den Träger aufgeschichtet oder hierauf aufgedruckt werden, z. B. nach einem Druck-Verfahren, wie dem Gravure-Prozeß.

Jedes beliebige Material kann als Träger für das Farbstoff-Donorelement der Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, es ist dimensionsstabil und vermag der Wärme des Lasers oder dem Thermo-Druckerkopf zu widerstehen. Zu solchen Materialien gehören Polyester, wie z. B. Poly(ethylenterephthalat); Polyamide; Polycarbonate; Celluloseester, wie z. B. Celluloseacetat; Fluorpolymere, wie z. B. Poly(vinylidenfluorid) oder Poly(tetrafluoroethylen-co-hexafluoropropylen); Polyether, wie z. B. Polyoxymethylen; Polyacetale; Polyolefine, wie z. B. Polystyrol, Polyethylen, Polypropylen oder Methylpentenpolymere; sowie Polyimide, wie z. B. Polyimidamide und Polyetherimide. Der Träger weist im allgemeinen eine Dicke von 5 bis 200 µm auf. Er kann auch mit einer die Haftung verbessernden Schicht beschichtet sein, falls dies erwünscht ist, z. B. einer Schicht aus einem Material, wie es beschrieben wird in den US-A- Patentschriften 4 695 288 und 4 737 486.

Die Rückseite des Farbstoff-Donorelementes kann mit einer Gleitschicht beschichtet sein, um den Druckerkopf daran zu hindern, an dem Farbstoff-Donorelement haften zu bleiben. Eine solche Gleitschicht kann entweder feste oder flüssige Gleit- Materialien oder Mischungen hiervon enthalten, mit oder ohne polymeres Bindemittel oder mit oder ohne einem oberflächenaktiven Mittel. Zu bevorzugten Gleit-Materialien gehören Öle und semi-kristalline, organische, feste Stoffe, die unterhalb 100°C schmelzen, wie z. B. Poly(vinylstearat) Bienenwachs, perfluorierte Alkylester, Polyether, Polycaprolactone, Siliconöl, Polytetrafluoroethylen, Carbowachs, Poly(ethylenglykole) oder beliebige der Materialien, die aus den US-A-Patentschriften 4 717 711; 4 717 712; 4 737 485 und 4 738 950 bekannt sind. Zu geeigneten polymeren Bindemitteln für die Gleitschicht gehören Poly(vinylalkohol-co-butyral), Poly(vinylalkohol-co-acetal), Polystyrol, Poly(vinylacetat), Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetat oder Ethylcellulose.

Die Menge an Gleitmittel, das in der Gleitschicht verwendet wird, hängt weitestgehend von dem Typ des Gleitmittels ab, liegt jedoch im allgemeinen im Bereich von 0,001 bis 2 g/m2. Wird ein polymeres Bindemittel verwendet, so liegt das Gleitmittel vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 50 Gew.-% vor, in besonders vorteilhafter Weise in einer Menge von 0,5 bis 40%, bezogen auf das verwendete polymere Bindemittel.

Das Farbstoff-Empfangselement, das mit dem Farbstoff- Donorelement der Erfindung verwendet wird, weist in der Regel einen Träger auf, auf dem sich eine Farbbild-Empfangsschicht befindet. Der Träger kann aus einem transparenten Film bestehen, wie z. B. einem Poly(ethersulfon), einem Polyimid, einem Celluloseester, wie z. B. Celluloseacetat, einem Poly(vinylalkohol-co-acetal) oder einem Poly(ethylenterephthalat). Der Träger für das Farbstoff-Empfangselement kann ferner ein reflektierender Träger sein, beispielsweise ein Träger aus Papier mit einer hierauf aufgetragenen Baryth-Schicht, ein Papierträger mit einer hierauf aufgetragenen Polyethylenschicht oder ein Träger aus Elfenbein-Papier, einem Kondensator-Papier oder einem synthetischen Papier, wie z. B. vom Typ DuPont Tyvek®. Auch können pigmentierte Träger, wie z. B. weiße Polyester-Träger (transparenter Polyester mit einem hierin einverleibten Pigment), verwendet werden.

Die Farbbild-Empfangsschicht kann beispielsweise ein Polycarbonat, ein Polyurethan, einen Polyester, Poly(vinylchlorid) Poly(styrol-co-acrylonitril), Polycaprolacton, ein Poly(vinylacetal), wie z. B. Poly(vinylalkohol-co-butyral), Poly(vinylalkohol-co-benzal), Polyvinylalkohol-co-acetal) oder Mischungen hiervon enthalten. Die Farbbild-Empfangsschicht kann in jeder beliebigen Menge vorliegen, die effektiv für den beabsichtigten Zweck ist. Im allgemeinen werden gute Ergebnisse mit einer Konzentration von 1 bis 5 g/m2 erhalten.

Wie im Vorstehenden angegeben, werden die Farbstoff- Donorelemente der Erfindung dazu verwendet, um ein Farbstoff- Übertragungsbild zu erzeugen. Ein solches Verfahren umfaßt die bildweise Erhitzung eines Farbstoff-Donorelementes, wie im Vorstehenden beschrieben, und die Übertragung eines Farbstoff- Bildes auf ein Farbstoff-Empfangselement, unter Erzeugung des Farbstoff-Übertragungsbildes.

Das Farbstoff-Donorelement der Erfindung kann in Blattform oder in Form eines endlosen Bandes oder einer endlosen Rolle verwendet werden. Wird eine endlose Rolle oder wird ein endloses Band verwendet, so können diese lediglich die oben beschriebenen Farbstoffe enthalten, oder sie können alternierende Bereiche von anderen unterschiedlichen Farbstoffen oder Kombinationen der Farbstoffe enthalten, wie sublimierbare blaugrüne und/oder gelbe und/oder schwarze oder andere Farbstoffe. Derartige Farbstoffe werden in der US-A-Patentschrift 4 541 830 beschrieben. Somit können ein-, zwei-, drei- oder vier-farbige Elemente (oder Elemente mit einer noch höheren Farbstoff-Zahl) hergestellt werden.

Zur Übertragung der Farbstoffe von den Farbstoff- Donorelementen der Erfindung können übliche bekannte Thermo- Druckerköpfe verwendet werden, die im Handel erhältlich sind. Beispielsweise lassen sich verwenden die folgenden Thermo- Druckerköpfe: Fujitsu Thermal Head (FTP-040 MCS001), ein TDK Thermal Head F415 HH7-1089 oder ein Rohm Thermal Head KE 2008- F3.

Auch kann ein Laser zur Übertragung von Farbstoff von den Farbstoff-Donorelementen der Erfindung verwendet werden. Wird ein Laser verwendet, so hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, einen Dioden-Laser zu verwenden, da dieser mehrere wesentliche Vorteile bietet, bezüglich seiner geringen Größe, niedrigen Kosten, Stabilität, Zuverlässigkeit, Robustheit und Leichtigkeit der Modulation. In der Praxis muß, bevor ein Laser dazu verwendet wird, um ein Farbstoff-Donorelement aufzuheizen, das Element ein absorbierendes Material enthalten, das bei der emittierenden Wellenlänge des Lasers absorbiert. Wird ein Infrarot-Laser verwendet, dann kann ein infrarote Strahlung absorbierendes Material verwendet werden, wie z. B. Ruß, infrarote Strahlung absorbierende Cyanin-Farbstoffe, wie sie beispielsweise in der US-A-Patentschrift 4 973 572 beschrieben werden, oder andere Materialien, wie sie in den folgenden US-A- Patentschriften beschrieben werden: 4 948 777; 4 950 640; 4 950 639; 4 948 776; 4 948 778; 4 942 141; 4 952 552; 5 036 040 und 4 912 083. Die Laser-Strahlung wird dann in der Farbstoffschicht absorbiert und durch einen molekularen Prozeß, bekannt als interne Konversion, in Wärme umgewandelt. Dies bedeutet, daß der Aufbau einer geeigneten Farbstoffschicht nicht nur von dem Farbton, der Übertragbarkeit und der Intensität der Bild-Farbstoffe abhängt, sondern auch von der Fähigkeit der Farbstoffschicht, die Strahlung zu absorbieren und sie in Wärme umzuwandeln.

Laser, die dazu verwendet werden können, um Farbstoff von Farbstoff-Donoren zu übertragen, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden, sind im Handel erhältlich. So können beispielsweise die folgenden Laser-Modelle verwendet werden: Laser Model SDL-2420-H2 von der Firma Spectra Diode Labs oder Laser Model SLD 304 V/W von der Firma Sony Corp.

Ein Thermo-Drucker, der einen wie oben beschriebenen Laser verwendet, um ein Bild auf einem Thermo-Print-Medium zu erzeugen, wird in der US-A-Patentschrift 5 268 708 beschrieben.

In einer separaten Schicht über der Farbstoffschicht des Farbstoff-Donors, können in dem oben beschriebenen Laser-Prozeß Abstands-Kügelchen verwendet werden, um den Farbstoff-Donor von dem Farbstoff-Empfänger während der Farbstoff-Übertragung zu trennen, um dadurch die Gleichförmigkeit und Dichte des übertragenen Bildes zu erhöhen. Diese Erfindung wird näher beschrieben in der US-A-Patentschrift 4 772 582. Alternativ können Abstands-Kügelchen in der Empfangsschicht des Farbstoff- Empfängers verwendet werden, wie es aus der US-A-Patentschrift 4 876 235 bekannt ist. Die Abstands-Kügelchen können, falls erwünscht, mit einem polymeren Bindemittel beschichtet werden.

Die Verwendung eines Zwischen-Empfängers mit anschließender Rück-Übertragung auf ein zweites Empfangselement kann ebenfalls im Rahmen der Erfindung angewandt werden. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Substraten kann dazu verwendet werden, um den Farb-Probeabzug (den zweiten Empfänger) herzustellen, wobei es sich vorzugsweise um das gleiche Substrat handelt, das auch in dem Druckpressen-Lauf verwendet wird. Dies bedeutet, daß dieser eine Zwischen-Empfänger optimiert werden kann für eine effiziente Farbstoff-Aufnahme, ohne Farbstoff-Verschmierung oder Kristallisation.

Beispiele für Substrate, die für das zweite Empfangselement (den Farb-Probeabzug) verwendet werden können, sind die folgenden: Flo Kote Cover® (S. D. Warren Co.), Champion Textweb® (Champion Paper Co.), Quintessence Gloss® (Potlatch Inc.), Vintage Gloss® (Potlatch Inc.), Khrome Kote® (Champion Paper Co.), Consolith Gloss® (Consolidated Papers Co.), Ad-Proof Paper® (Appleton Papers, Inc.) sowie Mountie Matte® (Potlatch Inc.).

Wie oben erwähnt, kann, nach dem das Farbstoff-Bild auf einem ersten Farbstoff-Empfangselement erhalten worden ist, dieses auf ein zweites Farbbild-Empfangselement rück-übertragen werden. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß die zwei Empfänger zwischen ein Paar aufgeheizter Walzen hindurchgeführt werden. Auch können andere Verfahren der Rück- Übertragung des Farbstoff-Bildes angewandt werden, wie beispielsweise die Anwendung aufgeheizter Druckplatten, die Anwendung von Druck und Wärme oder eine externe Erhitzung.

Wie oben bereits erwähnt, wird bei der Herstellung eines Farb-Probeabzuges ein Satz von elektrischen Signalen erzeugt, die repräsentativ für die Form und Farbe eine Original-Bildes sind. Dies kann beispielsweise geschehen durch Abtasten eines Original-Bildes, durch Filtern des Bildes und der Trennung desselben in die gewünschten additiven, primären Farben, d. h. rot, blau und grün, und die Umwandlung der Licht-Energie in elektrische Energie. Die elektrischen Signale werden dann durch einen Computer modifiziert, um die Farbauszugs-Daten zu erzeugen, die dann zur Herstellung eines Halbton-Farb-Probeabzuges verwendet werden. Anstatt einen Original-Gegenstand abzutasten, um elektrische Signale zu erzeugen, können die Signale auch mittels eines Computers erzeugt werden. Dieses Verfahren ist beispielsweise bekannt aus der Literaturstelle Graphic Arts Manual, Janet Field, Herausgeber, Verlag Arno Press, New York, 1980 (Seite 356 ff).

Eine Zusammenstellung für eine thermische Farbstoff- Übertragung, die erfindungsgemäß hergestellt werden kann, umfaßt:

  • a) ein Farbstoff-Donorelement, wie oben beschrieben, und
  • b) ein Farbstoff-Empfangselement, wie oben beschrieben, wobei das Farbstoff-Empfangselement in eine übergeordnete Beziehung zu dem Farbstoff-Donorelement gebracht wird, so daß die Farbstoffschicht des Donorelementes in Kontakt mit der Farbbild-Empfangsschicht des Empfangselementes gelangt.

Die obige Zusammenstellung mit diesen zwei Elementen kann zu einer integralen Einheit zusammengestellt werden, wenn ein monochromes Bild hergestellt werden soll. Dies kann dadurch geschehen, daß die zwei Elemente temporär an ihren Kanten miteinander befestigt werden. Nach der Übertragung wird das Farbstoff-Empfangselement abgestreift, unter Freilegung des Farbstoff-Übertragungsbildes.

Soll ein dreifarbiges Bild hergestellt werden, so wird die obige Zusammenstellung dreimal hergestellt, unter Verwendung von unterschiedlichen Farbstoff-Donorelementen. Nach dem der erste Farbstoff übertragen worden ist, werden die Elemente voneinander getrennt. Ein zweites Farbstoff-Donorelement (oder ein anderer Bereich des Donorelementes mit einem unterschiedlichen Farbstoff-Bereich) wird dann registerartig mit dem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht, und das Verfahren wird wiederholt. Die dritte Farbe wird in gleicher Weise erhalten.

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.

Beispiel 1 Farbstoff-Donorelement 1

Auf einen 100 µm starken Poly(ethylenterephthalat)-Träger wurde eine Farbstoffschicht aufgetragen, die den gelben Farbstoff 2, wie oben angegeben, enthielt (0,156 g/m2), den blaugrünen Farbstoff E, wie oben angegeben (0,264 g/m2) und den infrarote Strahlung absorbierenden Cyanin-Farbstoff gemäß US-A- Patentschrift 5 024 990 (Spalte 13, Zeilen 1-15), in einer Menge von 0,041 g/m2 in einem Celluloseacetat-Bindemittel (CAP 480-20 der Firma Eastman Chemical Company) (0,41 g/m2) aus einer Lösungsmittel-Mischung aus Methylisobutylketon und Ethylalkohol (Gewichtsverhältnis 70/30).

Farbstoff-Donorelement 2

Dieses Element wurde in gleicher Weise wie das Farbstoff- Donorelement 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß es den gelben Farbstoff 2 in einer Menge von 0,227 g/m2 und den blaugrünen Farbstoff J in einer Menge von 0,183 g/m2, anstelle des Farbstoffes E, enthielt.

Grüne Vergleichs-Tinte

Eine Probe einer grünen Tinte, hergestellt von der Firma Flint Ink Corporation, aufgetragen auf Papier, wurde als Vergleichsmaterial verwendet, wobei ihre Farb-Koordinaten, gemessen bei einem L*-Wert, bei 62,1 lagen. Diese Tinte ist repräsentativ für eine grüne, pigmentierte Tinte, die beim Offset- Druck eingesetzt wird.

Druck-Verfahren

Ein Zwischen-Farbstoff-Empfangselement, Kodak Approval® Intermediate Color Proofing Film, CAT # 831 5582, wurde mit den obigen Farbstoff-Donorelementen zum Druck eines Bildes verwendet. Die der Laser-Anordnung zugeführte Energie wurde moduliert, unter Erzeugung eines Bildes eines kontinuierlichen Tons, bestehend aus gleichförmigen "Stufen" von unterschiedlicher Dichte, wie es beschrieben wird in der US-A-Patentschrift 4 876 235. Nach dem das Abtasten der Bildfläche durch die Laser-Anordnung beendet worden war, wurde das Laser- Exponierungsgerät abgeschaltet, und der Zwischen-Empfänger mit dem übertragenen Bild wurde auf einen endgültigen Empfänger, Quintessence® (Potlatch Corp.)-Papier, auflaminiert, das zuvor mit Kodak Approval® Prelaminate, CAT # 173 9671 zusammenlaminiert worden war.

Farb- und Dichte-Messungen erfolgten unter Anwendung eines transportierbaren Spektrofotometers vom Typ Gretag SPM100, eingestellt auf eine Beleuchtung von D50 und einen Betrachter- Winkel von 2 Grad. Die Ablesungen erfolgten mit einer schwarzen Rückschicht hinter den Proben. Die CIELAB L*a*b*-Koordinaten, die angegeben wurden, wurden auf einen L*-Wert von 62,1 interpoliert.

Wie im Vorstehenden angegeben, können bei Verwendung des CIELAB-Systems Farben in drei Parametern: L*, a* und b* ausgedrückt werden, wobei L* die Lichthelligkeits-Funktion ist, und wobei a* und b* einen Punkt in dem Farbraum definieren. Infolgedessen kann eine Aufzeichnung von a*-Werten in Abhängigkeit von b*-Werten für eine Farbprobe dazu benutzt werden, um genau anzuzeigen, wo die Probe in dem Farbraum liegt, d. h. welchen Farbton sie hat. Dies ermöglicht es, verschiedene Proben auf ihren Farbton miteinander zu vergleichen, wenn sie ähnliche L*- Werte haben.

Die Farb-Differenzen zwischen den Proben können ausgedrückt werden als ΔE, wobei ΔE die Vektor-Differenz in dem CIELAB-Farbraum zwischen dem mittels eines Laser erzeugten Bildes und dem grünen Tinten-Farbziel gemäß der folgenden Formel ist:



ΔE = Quadratwurzel [(L*e - L*s)2 + (a*e - a*s)2 + (b*e - b*s)2],



worin die Fußnote e die Messungen von dem experimentellen Material darstellt, und worin die Fußnote s die Messungen von dem grünen Tinten-Farbziel darstellt.

Die Farb-Differenzen lassen sich ferner ausdrücken in Werten des Tonwinkels und der Sättigung C*, gemäß den folgenden Formeln:



Tonwinkel = 180 + arctan b*/a*



C* = Quadratwurzel (a*2 + b*2)

Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt: Tabelle



Die obigen Ergebnisse zeigen, daß die Farbstoff- Donorelemente, die erfindungsgemäß verwendet werden, näher an der grünen Vergleichs-Drucktinte liegen, da die Werte für ΔE, ΔTonwinkel und ΔC* sämtlich gering sind. Dies bedeutet, daß die Farbstoff-Donorelemente der Erfindung ein akzeptables Gegenstück zu den pigmentierten Tinten darstellen, die beim Offset-Druck eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines grünen Farb-Probeabzuges eines gedruckten Farbbildes mit den Stufen:
    1. a) Erzeugung eines Satzes von elektrischen Signalen, welche die Form und Farb-Skala eines grünen Original-Bildes repräsentieren;
    2. b) Kontaktieren eines grünen Farbstoff-Donorelementes mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet sowie ein infrarote Strahlung absorbierendes Material, mit einem Zwischen-Farbstoff-Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine polymere Farbbild-Empfangsschicht befindet;
    3. c) Verwendung der Signale zur bildweisen Erhitzung des Farbstoff-Donorelementes, unter Übertragung eines Farbstoff- Bildes auf das Zwischen-Farbstoff-Empfangselement; und
    4. d) Rück-Übertragung des Farbstoff-Bildes auf ein endgültiges Farbbild-Empfangselement, das das gleiche Substrat aufweist wie das gedruckte Farbbild;
    dadurch gekennzeichnet, daß das grüne Farbstoff-Donorelement einen Träger aufweist, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet, deren Farbstoffe im wesentlichen bestehen aus einer Mischung aus einem gelben Farbstoff und einem blaugrünen Farbstoff, dispergiert in einem polymeren Bindemittel, wobei der gelbe Farbstoff der Formel A entspricht:





    worin:

    R1 steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe; eine substituierte oder unsubstituierte Arylgruppe; oder eine substituierte oder unsubstituierte Hetarylgruppe mit 5 bis 10 Atomen;

    R2 steht für eine der für R1 angegebenen Gruppen oder für die Atome, die gemeinsam mit Z einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden;

    Z steht für ein Wasserstoffatom; eine der für R1 angegebenen Gruppen, für eine Alkoxygruppe; ein Halogenatom; eine Aryloxygruppe; oder worin Z gemeinsam mit R2 für die Atome steht, die zur Bildung eines 5- oder 6-gliedrigen Ringes erforderlich sind;

    Y jeweils unabhängig voneinander steht für eine der für R1 angegebenen Gruppen, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen; ein Halogenatom; oder worin zwei benachbarte Gruppen Y zusammen die Atome darstellen, die zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen Ringes erforderlich sind, unter Erzeugung einer kondensierten Ring- Systems; und worin

    n steht für eine ganze Zahl von 0 bis 2;

    und worin der blaugrüne Farbstoff eine der folgenden Formeln B oder C hat, wobei die Formel B der Struktur entspricht:





    worin:

    R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander stehen für ein Wasserstoffatom; eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen; oder eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe;

    R4 und R5 gemeinsam, zusammen mit dem Stickstoffatom, an dem sie sitzen, einen 5- bis 7-gliedrigen, heterocyclischen Ring bilden können;

    R3 jeweils unabhängig voneinander steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe, Cycloalkylgruppe oder Allylgruppe, wie oben für R4 und R5 angegeben, eine Alkoxygruppe, eine Aryloxygruppe, ein Halogenatom, eine Thiocyano-, Acylamido-, Ureido-, Alkylsulfonamido-, Arylsulfonamido-, Alkylthio-, Arylthio- oder Trifluoromethyl- Gruppe;

    oder worin zwei der Gruppen R3 gemeinsam einen 5- oder 6- gliedrigen, carbocyclischen oder heterocyclischen Ring bilden können;

    oder worin eine oder zwei Gruppen R3 mit einer oder beiden der Gruppen R4 und R5 kombiniert sein können, unter Bildung eines 5- bis 7-gliedrigen Ringes;

    m steht für eine Zahl von 0 bis 3;

    X steht für ein Wasserstoffatom oder Halogenatom, oder kombiniert sein kann mit W, unter Darstellung der Atome, die zur Vervollständigung eines 6-gliedrigen, aromatischen Ringes erforderlich sind, unter Erzeugung eines kondensierten, bicyclischen Chinonimines; wobei gilt, daß, wenn X für ein Wasserstoffatom steht, J darstellt NHCORF, worin RF steht für eine perfluorierte Alkylgruppe oder Arylgruppe; und wobei weiter gilt, daß, wenn X für ein Halogenatom steht, dann J steht für NHCOR1, NHCO2R1, NHCONHR1 oder NHSO2R1; und wobei ferner gilt, daß, wenn X mit W kombiniert ist, dann J darstellt CONHR1, SO2NHR1, CN, SO2R1 oder S;

    W steht für ein Wasserstoffatom, R1, eine Acylaminogruppe, oder W kann kombiniert sein mit X, wie oben beschrieben; und

    J steht für ein Wasserstoffatom oder die unter den Vorbehalten angegebenen Gruppen; und worin

    die Formel C der Struktur entspricht:





    worin:

    R6 steht für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Allylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Acylgruppe mit 2 bis 9 Kohlenstoffatomen; eine substituierte oder unsubstituierte Aroylgruppe mit 7 bis 18 Kohlenstoffatomen; oder eine substituierte oder unsubstituierte Heteroaroylgruppe mit 5 bis 10 Kohlenstoffatomen;

    R7 und R8 jeweils unabhängig voneinander stehen für eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen; eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen oder eine substituierte oder unsubstituierte Alkenylgruppe mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen; worin R7 und R8 auch für die Atome stehen können, die gemeinsam einen 5- oder 6-gliedrigen, heterocyclischen Ring bilden;

    V jeweils unabhängig voneinander steht für ein Wasserstoffatom; eine substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen; OR1; ein Halogenatom; oder worin zwei benachbarte Gruppen V die Atome darstellen können, die gemeinsam einen kondensierten, carbocyclischen, aromatischen Ring bilden; worin

    die Position von V ortho zu dem Stickstoffatom auch kombiniert sein kann mit R7, unter Erzeugung eines 5- oder 6- gliedrigen, nicht-aromatischen, ein oder zwei Stickstoffatome enthaltenden, heterocyclischen Ringes, unter Bildung eines kondensierten Ring-Systems; und worin

    n für 0 bis 3 steht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbstoff-Donorelement einen infrarote Strahlung absorbierenden Farbstoff in der Farbstoffschicht enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R2 für C2H5 steht, Z steht für H, R1 steht für C2H4OCONHC6H5, und Y steht für 2-CH3.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Gruppen R4 und R5 stehen für C2H5, R3 steht für CH3, W und X gemeinsam einen 6-gliedrigen, aromatischen Ring bilden, und J steht für CONHCH3.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R7 und V miteinander unter Erzeugung eines substituierten 6- gliedrigen, heterocyclischen Ringes kombiniert sind.






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