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Dokumentenidentifikation DE69800297T2 05.04.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0861736
Titel Plastifizierungsmittel für ein Farbstoff-Donorelement, das bei der thermischen Farbstoff-Übertragung verwendet wird
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Lum, Kin Kwong, Rochester, New York 14650-2201, US;
Landry-Coltrain, Christine Joanne Theresa, 343 State Street, Rochester, NY 14650, US;
Harrison, Daniel Jude, Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter Lewandowsky, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 73033 Göppingen
DE-Aktenzeichen 69800297
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.02.1998
EP-Aktenzeichen 982005357
EP-Offenlegungsdatum 02.09.1998
EP date of grant 13.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/38

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten Plastifizierungsmitteln in Farbstoff-Donorelementen für thermische Farbstoff-Übertragungs-Systeme.

In den vergangen Jahren sind thermische Übertragungs-Systeme entwickelt worden, um Drucke von Bildern herzustellen, die auf elektronischem Wege von einer Farb-Videokamera erzeugt wurden. Nach einem Verfahren zur Herstellung derartiger Drucke wird ein elektronisches Bild zunächst einer Farb-Trennung durch Farbfilter unterworfen. Die entsprechenden farb-getrennten Bilder werden dann in elektrische Signale überführt. Diese Signale werden dann dazu verwendet, um blaugrüne, purpurrote und gelbe elektrische Signale zu erzeugen. Diese Signale werden dann einem Thermodrucker zugeführt. Um den Druck zu erhalten, wird eine blaugrünes, purpurrotes oder gelbes Farbstoff-Donorelement gesichtsseitig mit einem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht. Die zwei werden dann zwischen einen Thermo-Druckerkopf und eine Druckwalze eingeführt. Ein Thermo-Druckerkopf vom Strich-Typ wird dazu verwendet, um Wärme von der Rückseite des Farbstoff-Donorblattes zuzuführen. Der Thermo-Druckerkopf hat viele Heizelement und wird in Folge entsprechend einem der blaugrünen, purpurroten oder gelben Signale aufgeheizt. Das Verfahren wird dann für die zwei anderen Farben wiederholt. Auf diese Weise wird eine harte Farbkopie erhalten, die dem Original-Bild entspricht, das auf einem Schirm betrachtet wird. Weitere Details dieses Verfahrens sowie einer Vorrichtung zur Durchführung desselben sind in der US-A-4 621 271 enthalten.

Ein wesentliches Erfordernis für ein thermisches Farbstoff-Donorelement ist, daß es seine Leistungsfähigkeit über seine Lebensdauer beibehält, ohne Verminderung der Qualität des Bildes. Die Farbstoffschicht eines Farbstoff-Donorelementes für die thermische Farbstoff- Übertragung mit einem Widerstands-Kopf, umfaßt im allgemeinen ein polymeres Bindemittel und diffundierbare Farbstoffe. Der Prozentsatz an Farbstoff in der Schicht ist in typischer Weise sehr hoch und liegt im Bereich von 20 bis 80%. Der Farbstoff wird gewöhnlich in dem Bindemittel gelöst oder in kleine Bereiche phasen-getrennt. Während der Aufbewahrung des Farbstoff-Donors können Temperatur und Feuchtigkeit erhöht werden. Die Farbstoffe in der Farbstoffschicht, die sich in Kontakt mit einer Gleitschicht befindet, die auf die Rückseite des Farbstoff-Donorelementes aufgetragen ist, wenn dieses zu einer Spule aufgespult wird, kristallisieren gelegentlich. Im Stande der Technik wurden einige Plastifizierungsmittel vorgeschlagen, um sie Farbstoff-Donorelementen zuzusetzen, wie z. B. Phenol-Formaldehyd-Kondensate oder Phenolharze, wie z. B. Novolake und Resole. Während diese Materialien nicht bewirken, daß die Farbstoffe in dem Farbstoff-Donorelement kristallisieren, erhöhen sie nicht die Farbstoff- Übertragungs-Effizienz, und werden sie in größeren Mengen eingesetzt, können sie zu einer Verminderung der Farbstoff-Übertragungs-Effizienz führen.

Die US-A-4 876 236 betrifft die Verwendung von nicht-polymeren Materialien oder Verbindungen als Plastifizierungsmittel für ein Farbstoff-Donorelement. Die JP 2/151485 betrifft ebenfalls die Verwendung von Plastifizierungsmitteln in einem Farbstoff-Donorelement, wozu einige polymere Verbindungen, wie Poly(ethylenglykol)ester und Polyesteradipat, gehören. Im Falle dieser Plastiflzierungsmittel des Standes der Technik besteht jedoch ein Problem darin, daß sie dazu neigen, zu bewirken, daß die Farbstoffe kristallisieren, oder daß bei der Aufbewahrung des Farbstoff-Donorelementes eine Phasen-Trennung auftritt, mit einem sich daraus ergebenden Verlust an Farbstoff-Dichte. Ferner besteht ein Problem im Falle dieser Plastifizierungsmittel des Standes der Technik deshalb, weil Veränderungen in der Druck-Dichte auftreten, wenn die Farbstoff-Donoren bei erhöhten Temperaturen altern.

Es ist ein Ziel dieser Erfindung, ein Plastiflzierungsmittel für ein Farbstoff- Donorelement bereitzustellen, in dem sensitometrische Veränderungen bei der Aufbewahrung und Lagerung auf ein Minimum reduziert werden, und bei dem die Farbstoff-Effizienz während des Druckes beibehalten oder verbessert wird. Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, ein Plastifizierungsmittel für ein Farbstoff-Donorelement bereitzustellen, das die Tendenz des Farbstoffes, zu kristallisieren, vermindert.

Diese und andere Ziele werden gemäß dieser Erfindung erreicht, die ein Farbstoff- Donorelement für die thermische Farbstoff-Übertragung betrifft, mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht mit einem Bild-Farbstoff in einem polymeren Bindemittel befindet, und in dem die Farbstoffschicht ferner ein Plastiflzierungsmittel enthält, das ein chloriertes Paraffin umfaßt.

Die Verwendung von chlorierten Paraffinen in Donorelementen für den thermischen Massen-Übertragungs-Druck wird beispielsweise beschrieben in der EP-A-333 336.

Bei Verwendung der Plastiflzierungsmittel der vorliegenden Erfindung in Farbstoff- Donorelementen, erfolgt eine Verminderung der sensitometrischen Veränderungen bei der Aufbewahrung, zusammen mit einer Minimierung der Farbstoff-Kristallisation.

Chlorierte Paraffine, die für die Erfindung geeignet sind, sind lang-kettige Kohlenwasserstoffe, bestehend aus Methylen-, Methyl-, Methin- und Alken-Gruppen, die eine Chlor- Substitution aufweisen. Die Länge der lang-kettigen Kohlenwasserstoffe liegt zwischen 8 und 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise zwischen 12 und 24. Die Ketten können ebenfalls ver zweigt sein. Die Menge an Chlor in dem Paraffin kann zwischen 25 und 75%, vorzugsweise zwischen 40 und 70%, liegen.

Obgleich das chlorierte Paraffin primär aus Ketten einer einzigen Länge und chemischen Struktur bestehen kann, können doch geringere Komponenten von geringfügig veränderter Kettenlänge oder chemischer Struktur im Paraffin vorliegen. Weiterhin können auch Mischungen von chlorierten Paraffinen verwendet werden.

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die chlorierten Parafline, die verwendet werden können, die folgende Formel:

CxHyClz,

worin x zwischen 11 und 24 liegt,

y zwischen 14 und 43 liegt, und

z zwischen 3 und 10 liegt.

Zu Beispielen von chlorierten Paraffinen, die im Rahmen der Erfindung verwendet werden können, gehören die folgenden:

C&sub2;&sub4;H&sub4;&sub3;Cl&sub7;, Chlorowax 40®, (Occidental Chemical Corp.), Tg = -50ºC, (Tg ist der Glas- Übergangstemperatur-Mittelpunkt, bestimmt durch Differential-Abtast-Kalorimetrie), %Chlor = 41-45

C&sub2;&sub0;H&sub3;&sub4;Cl&sub8;, Chlorowax 51-225®, (Occidental Chemical Corp.), Tg = -30ºC, %Chlor = 51

Paroil 170HV®, (Dover Chemical, Inc.), Tg = -4ºC, % Chlor = 70

C&sub1;&sub2;H&sub2;&sub3;Cl&sub3;, Chlorowax 45LV® (Occidental Chemical Corp.), Tg = -92ºC, % Chlor = 40-45

C&sub1;&sub2;H&sub1;&sub7;Cl&sub9;, Chlorowax 65®, (Occidental Chemical Corp.), Tg = -45ºC, % Chlor = 64-65

C&sub1;&sub1;H&sub1;&sub4;Cl&sub1;&sub0;, Chlorowax 70-200®, (Occidental Chemical Corp.), Tg = -17ºC, % Chlor = 63-66

Paroil 140HV®, (Dover Chemical, Inc.), Tg = -46ºC, %Chlor = 43 und

Paroil 1650HV®, (Dover Chemical, Inc.), Tg = -28ºC, %Chlor = 63.

Die Plastiflzierungsmittel können im Rahmen der Erfindung in jeder beliebigen Menge verwendet werden, die für den beabsichtigten Zweck effektiv ist. Im allgemeinen sind gute Ergebnisse erzielt worden, wenn das Plastiflzierungsmittel in einer Konzentration von 2 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Farbstoffschicht, vorlag. Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform hat das chlorierte Paraffin einen Mittelpunkt-Tg-Wert von 0 bis 92ºC.

Jeder beliebige Farbstoff kann in dem Farbstoff-Donor verwendet werden, der im Rahmen der Erfindung eingesetzt wird, vorausgesetzt, er ist auf die Farbstoff-Empfangsschicht durch Einwirkung von Wärme übertragbar. Besonders gute Ergebnisse sind mit sublimierbaren Farbstoffen erzielt worden, wie:

Purpurroter Farbstoff M-1
Purpurroter Farbstoff M-2
Purpurroter Farbstoff M-3
Gelber Farbstoff Y-1
Gelber Farbstoff Y-2
Blaugrüner Farbstoff C-1
Blaugrüner Farbstoff C-2
Blaugrüner Farbstoff C-3

oder mit beliebigen der Farbstoffe, die beschrieben werden in den US-A-4 541 830; 4698 651; 4 695 287; 4 701 439; 4 757 046; 4 743 582; 4 769 360 und 4 753 922. Die obigen Farbstoffe können einzeln oder in Kombination miteinander verwendet werden. Die Farbstoffe können in einer Beschichtungsstärke von 0,05 bis 1 g/m² verwendet werden und sind vorzugsweise hydrophob.

In den Farbstoff-Donorelementen der Erfindung kann eine Farbstoff-Trennschicht angeordnet werden, um die Dichte des übertragenen Farbstoffes zu verbessern. Zu Materialien für derartige Farbstoff-Trennschichten gehören hydrophile Materialien, wie z. B. jene, die in der US-AA 716 144 beschrieben und beansprucht werden.

Die Farbstoffschicht des Farbstoff-Donorelementes kann auf den Träger aufgeschichtet oder hierauf aufgedruckt werden, nach einer Druck-Technik, wie z. B. einem Gravure-Prozeß.

Jedes beliebige Material kann als Träger für das Farbstoff-Donorelement der Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, es ist dimensionsstabil und vermag der Wärme des Thermokopfes zu widerstehen. Zu derartigen Materialien gehören Polyester, wie z. B. Poly(ethylenterephthalat); Polyamide; Polycarbonate; Celluloseester; Fluorpolymere; Polyether; Polyacetale; Polyolefine; und Polyimide. Der Träger hat im allgemeinen eine Dicke von 5 bis 200 um. Er kann auch mit einer die Haftung verbessernden Schicht beschichtet werden, falls dies erwünscht ist, z. B. mit solchen Materialien, die in den US-A-4 695 288 oder 4 737 486 beschrieben werden.

Der Farbstoff in dem Farbstoff-Donorelement der Erfindung ist in einem polymeren Bindemittel dispergiert, z. B. einem Cellulose-Derivat, wie beispielsweise Celluloseacetathydrogenphthalat, Celluloseacetat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Cellulosetriacetat, oder einem beliebigen der Materialien, die beschrieben werden in der US-A- 4 700 207; einem Polycarbonat; Poly(vinylacetat); Poly(vinylacetal), Poly(vinylbutyral), Poly(styrol-co-acrylonitril), einem Polysulfon oder einem Poly(phenylenoxid). Das Bindemittel kann in einer Beschichtungsstärke von 0,1 bis 5 g/m² verwendet werden.

Die Rückseite des Farbstoff-Donorelementes kann mit einer Gleitschicht beschichtet werden, um zu verhindern, daß der Druckerkopf an dem Farbstoff-Donorelement haften bleibt. Eine derartige Gleitschicht würde entweder ein festes oder flüssiges Gleitmittel-Material oder Mischungen hiervon enthalten, mit oder ohne ein polymeres Bindemittel oder ein oberflächenaktives Mittel. Zu bevorzugten Gleitmittel-Materialien gehören Öle oder halb-kristalline, organische, feste Stoffe, die unterhalb 100ºC schmelzen, wie z. B. Poly(vinylstearat), Bienenwachs, perfluorierte Alkylesterpolyether, Polycaprolacton, Siliconöl, Polytetrafluoroethylen, Carbowax, Poly(ethylenglykole), oder beliebige jener Materialien, die beschrieben werden in den US-A-4 717 711; 4 717 712; 4 737 485 und 4 738 950. Zu geeigneten polymeren Bindemitteln fcir die Gleitschicht gehören Poly(vinylalkohol-co-butyral), Poly(vinylalkohol-co-acetal), Polystyrol, Poly(vinylacetat), Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetat oder Ethylcellulose.

Die Menge an dem Gleitmittel-Material, das in der Gleitschicht verwendet wird, hängt stark von dem Typ des Gleitmittel-Materials ab, liegt jedoch im allgemeinen im Bereich von 0,001 bis 2 g/m². Wird ein polymeres Bindemittel verwendet, so liegt das Gleitmittel-Material im Bereich von 0,05 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das verwendete polymere Bindemittel, vor.

Das Farbstoff-Empfangselement, das mit dem Farbstoff-Donorelement der Erfindung verwendet wird, weist im allgemeinen einen Träger auf, auf dem sich eine Farbbild- Empfangsschicht befindet. Der Träger kann ein transparenter Film sein, wie z. B. aus einem Poly(ethersulfon), einem Polyimid, einem Celluloseester, wie z. B. Celluloseacetat, einem Poly(vinylalkohol-co-acetal) oder einem Poly(ethylenterephthalat). Der Träger für das Farbstoff- Empfangselement kann ferner reflektierend sein, wie z. B. im Falle eines mit einer Baryth- Schicht beschichteten Papiers, eines mit Polyethylen beschichteten Papiers oder eines Elfenbein-Papiers, eines Kondensor-Papiers oder eines synthetischen Papiers, wie z. B. DuPont Tyvek®. Auch können pigmentierte Träger, wie z. B. weiße Polyester (transparenter Polyester mit einem hierin eingearbeiteten weißen Pigment), verwendet werden.

Die Farbbild-Empfangsschicht kann beispielsweise aufweisen ein Polycarbonat, ein Polyurethan, einen Polyester, ein Polyacrylat, Poly(vinylchlorid), Poly(styrol-co-acrylonitril), Po lycaprolacton, ein Poly(vinylacetal), wie z. B. Poly(vinylalkohol-co-butyral), Poly(vinylalkoholco-benzal), Poly(vinylalkohol-co-acetal) oder Mischungen hiervon. Die Farbbild-Empfangsschicht kann in jeder beliebigen Menge vorliegen, die für den beabsichtigten Zweck effektiv ist. Im allgemeinen wurden gute Ergebnisse mit einer Konzentration von 1 bis 5 g/m² erzielt.

Wie oben angegeben, werden die Farbstoff-Donorelemente der Erfindung zur Herstellung eines Farbstoff-Übertragungsbildes verwendet. Ein solches Verfahren umfaßt die bildweise Erhitzung eines Farbstoff-Donorelementes, wie oben beschrieben, und die Übertragung eines Farbstoff-Bildes auf ein Farbstoff-Empfangselement, unter Erzeugung eines Farbstoff- Übertragungsbildes.

Das Farbstoff-Donorelement der Erfindung kann in Blattform oder in Form einer endlosen Rolle oder eines endlosen Bandes verwendet werden. Wird eine endlose Rolle oder wird ein endloses Band verwendet, so kann die Rolle bzw. das Band alternierende Bereiche von Farbstoffen aufweisen, wie sublimierbaren blaugrünen und/oder purpurroten und/oder gelben und/oder schwarzen oder anderen Farbstoffen. Infolgedessen fallen ein-, zwei-, drei- oder vierfarbige Elemente (oder Elemente mit einer noch höheren Anzahl) in den Schutzbereich der Erfindung.

Im Falle einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt das Farbstoff- Donorelement einen Poly(ethylenterephthalat)-Träger, der beschichtet ist mit aufeinander folgenden, wiederkehrenden Bereichen von blaugrünem, gelbem und purpurrotem Farbstoff, und die obigen Verfahrensstufen werden infolge für jede Farbe durchgeführt, um ein drei-farbiges Farbstoff-Übertragungsbild zu erhalten. Wird das Verfahren lediglich für eine einzelne Farbe durchgeführt, so wird natürlich ein monochromes Farbstoff-Übertragungsbild erhalten.

Thermo-Druckerköpfe, die dazu verwendet werden können, um Farbstoff von den Farbstoff-Donorelementen der Erfindung zu übertragen, sind im Handel erhältlich.

Eine Zusammenstellung für die thermische Farbstoff-Übertragung der Erfindung umfaßt:

a) ein Farbstoff-Donorelement, wie oben beschrieben, und

b) ein Farbstoff-Empfangselement, wie oben beschrieben,

wobei sich das Farbstoff-Empfangselement in übergeordneter Beziehung zu dem Farbstoff- Donorelement befindet, derart, daß die Farbstoffschicht des Donorelementes in Kontakt mit der Farbbild-Empfangsschicht des Empfangselementes gelangt.

Die obige Zusammenstellung mit diesen zwei Elementen kann zu einer integralen Einheit zusammengefügt sein, wenn ein monochromes Bild erhalten werden soll. Dies kann dadurch geschehen, daß die beiden Elemente an ihren Kanten temporär zur Haftung miteinander gebracht werden. Nach der Übertragung wird das Farbstoff-Empfangselement abgestreift, unter Freisetzung des Farbstoff-Übertragungsbildes.

Soll ein drei-farbiges Bild hergestellt werden, so wird die obige Zusammenstellung dreimal erzeugt, unter Verwendung von unterschiedlichen Farbstoff-Donorelementen. Nach dem der erste Farbstoff übertragen worden ist, werden die Elemente voneinander abgetrennt. Ein zweites Farbstoff-Donorelement (oder ein anderer Bereich des Donorelementes mit einem unterschiedlichen Farbstoff-Bereich) wird dann registerartig mit dem Farbstoff-Empfangselement in Kontakt gebracht, und das Verfahren wird wiederholt. Die dritte Farbe wird in gleicher Weise erhalten.

Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung veranschaulichen:

Beispiel 1

Ein Farbstoff-Donorelement der Erfindung wurde hergestellt, durch Gravure- Beschichtung einer Haftschicht von 0,14 g/m² Titantetrabutoxid, Tyzor TBT® (DuPont Co.) in einer Propylacetat/Butanol (85 : 15)-Lösungsmittel-Mischung auf beide Seiten eines 6 um starken Poly(ethylenterephthalat)-Trägers (DuPont Co.). Auf eine Seite dieses Trägers wurde die folgende Farbstoffschicht aufgetragen (die Farbstoffe wurden im Vorstehenden angegeben):

0,26 g/m² CAP 482-20 (Celluloseacetatpropionat, Eastman Chemical Co., Viskosität 20 s)

0,09 g/m² CAP 482-0,5 (Celluloseacetatpropionat, Eastman Chemical Co., Viskosität 20 s)

0,08 g/m² M-1

0,17 g/m² M-2

0,08 g/m² M-3

0,07 g/m² 2,4,6-Trimethylanilid der Phenylindandisäure (TMA)

0,001 g/m² Fluorad FC-430® (ein Fluor-aufweisendes, oberflächenaktives Mittel der Firma 3M Corp.)

0,006 g/m² 2 um Divinylbenzol-Kügelchen

0,07 g/m² Chlorowax 40® chloriertes Paraffin

Auf die andere Seite des obigen Trägers wurde die folgende Gleitschicht aufgetragen:

0,39 g/m² Poly(vinylacetal) (KS-1 von Sekisui America Corp.)

0,02 g/m² Candelilla-Wachs

0,01 g/m² PS-513 (ein Polydimethylsiloxan mit endständigen Aminopropyldimethyl-Gruppen der Firma Petrarch Systems, Inc.)

0,0003 g/m² p-Toluolsulfonsäure

Zu Vergleichs-Zwecken wurde ein anderes Farbstoff-Donorelement in gleicher Weise hergestellt, mit der Ausnahme, daß das Chlorowax 40® fortgelassen wurde.

Herstellung des Empfangselementes

Ein Farbstoff-Empfangselement-Träger wurde hergestellt, unter Verwendung eines Trägers, der auf einen Verpackungs-Film auflaminiert war. Der Träger bestand aus einem Papier-Grundmaterial aus einer Mischung aus Pontiac Ahorn 51 (einem gebleichten Ahorn- Hartholz-Krafl-Material einer gewichts-gemittelten Faserlänge von 0,5 um), erhältlich von Consolidated Pontiac, Inc., und Alpha-Hartholz-Sulfit (einer gebleichten Hartholz-Sulfit-Pulpe von roter Erle einer mittleren Faserlänge von 0,69 um), erhältlich von Weyerhaeuser Paper Co. Dieser Träger wies einen Mikroporen-aufweisenden Packungs-Film aus OPPalyte® 350 TWK auf, ein mit Polypropylen laminierter Papierträger mit einer schwach TiO&sub2;-pigmentierten Polypropylen-Haut (Mobil Chemical Co.) in einer Trocken-Beschichtungsstärke von 0,11 g/m², mit einer Dicke von 36 um, laminiert auf die Bildaufzeichnungs-Seite. Vor der Beschichtung wurde der Träger einer Corona-Entladungs-Behandlung bei ungefähr 450 Joule/m² unterworfen.

Ein Empfangselement für die thermische Farbstoff-Übertragung wurde hergestellt aus dem obigen Empfänger-Träger, durch Auftragen der folgenden Schichten auf die Oberfläche des Mikroporen-aufweisenden Packungs-Films in der angegebenen Reihenfolge:

a) eine Haftschicht aus Prosil® 221 und Prosil® 2210 (PCR, Inc.) (Gewichtsverhältnis 1 : 1); beides sind Organo-Oxysilane in einer Ethanol-Methanol- Wasser-Lösungsmittel-Mischung. Die erhaltene Lösung (0,10 g/m²) enthielt annähernd 1% der Silan-Komponente, 1% Wasser und 98% 3A-Alkohol;

b) eine Farbstoff-Empfangsschicht, enthaltend Makrolon® KL3-1013 (ein mit einem Polyether modifiziertes Bisphenol-A-Polycarbonat-Blockcopolymer) (Bayer AG) (1,78 g/m²), GE Lexan® 141-112 (ein Bisphenol-A-Polycarbonat) (General Electric Co.) (1,46 g/m²), Fluorad® FC-431 (ein oberflächenaktives Mittel aus einem perfluorierten Alkylsulfonamidoalkylester) (3M Co.) (0,01 g/m²), Di-n-butylphthalat (0,32 g/m²) und Diphenylphthalat (0,32 g/m²), und aufgetragen aus einer Lösungsmittel-Mischung aus Methylenchlorid und Trichloroethylen (Gewichtsverhältnis 4 : 1) (4,1% Feststoffe); und

c) eine Farbstoff-Empfangs-Deckschicht, enthaltend eine Lösungsmittel-Mischung aus Methylenchlorid und Trichloroethylen, ein Terpolymer aus Bisphenol-A- Polycarbonat, Diethylenglykol und Polydimethylsiloxan (0,65 g/m²), und die oberflächenaktiven Mittel DC-510 Silicone Fluid (Dow-Corning Corp.) (0,008 g/m²) und Fluorad® FC-431 (3M Co.) (0,02 g/m²) aus Dichloromethan.

Druck-Bedingungen

Zusammenstellungen aus dem Farbstoff-Donor und den Farbstoff-Empfangs-Test- Elementen, wie oben beschrieben hergestellt, wurden einem thermischen Druck in einem Drucker unterworfen, der ausgerüstet war mit einem TDK-Thermo-Druckerkopf Model No. LV5416, mit einer Auflösung von 118 Punkten/cm und einem mittleren Widerstand von 3281 Ω. Die Druck-Geschwindigkeit betrug 5 ms pro Linie. Die Druckerkopf-Spannung wurde eingestellt auf 13,75 V, unter Erzeugung einer maximalen Druck-Energie von annähernd 5 Joule/cm² bei 36,4ºC. Ein Stufen-Tablett wurde dazu verwendet, um Test-Streifen mit Status-A-Reflexions-Dichten zu erzeugen (gemessen mit einem X-Rite-Densitometer der Firma X-Rite Corp., Grandville, MI), wie folgt:

TABELLE 1

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß ein Anstieg in der Reflexions-Dichte erfolgt, wenn ein Plastifizierungsmittel gemäß der Erfindung in dem Farbstoff-Donorelement verwendet wird.

Beispiel 2

Beispiel 1 wurde wiederholt, unter Verwendung verschiedener anderer Plastifizierungsmittel, einschließlich zweier Vergleichs-Plastifizierungsmittel (ST106P und DPP) und zweier zusätzlicher, chlorierter Paraffine. Die densitometrischen Ansprechvermögen dieser Toner-Elemente sind in der folgenden Tabelle 2 zusammengestellt:

TABELLE 2

1) ST 106P = ein Plastifizierungsmittel, erhältlich von Eastman Kodak Co.

2) DPP = Diphenylphthalat

3) Chlorowax 51-225® = ein Chloroparaffin, erhältlich von Occidental Chemical Corp.

4) Paroil 170HV® ein Chloroparaffin, erhältlich von Dover Chemical, Inc.

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß die chlorierten Paraffine einen ähnlichen Effekt auf die Erhöhung der Farbstoff-Übertragungs-Effizienz hatten, wie die Vergleichs-Plastifizierungsmittel. Die Vergleichs-Plastifizierungsmittel führten jedoch zu anderen Problemen, wie es in dem folgenden Beispiel gezeigt wird.

Beispiel 3

Um die Aufbewahrungs-Stabilität der Farbstoff-Donorelement, bezüglich der Farbstoff- Kristallisation und des densitometrischen Ansprechvermögens, zu ermitteln, wurden die Farbstoff-Donorelemente um eine Spule aus plastischem Material gewickelt, worauf diese dann in eine mit Aluminium ausgekleidete Tasche gebracht wurde, die dann versiegelt wurde. Die versiegelte Tasche wurde in einen Ofen gebracht, der bei 38ºC gehalten wurde, und zwar 28 Tage lang, um eine Langzeit-Aufbewahrung unter Umgebungs-Bedingungen oder rauhe Bedingun gen beim Transport zu simulieren. Das Erscheinungs-Bild der Farbstoff-Kristallisation wurde notiert, wie in der folgenden Tabelle 3 angegeben:

TABELLE 3

Plastifizierungsmittel Kristallisation

ST106P (Vergleich) Ja

DDP (Vergleich) Ja

Chlorowax 40® Nein

Chlorowax 51-225® Nein

Paroil 170HV® Nein

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß die Vergleichs-Plastifizierungsmittel zu einer Erhöhung der Farbstoff-Kristallisation führten, während die chlorierten Paraffine, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden, dies nicht taten.

Beispiel 4

Ein Vergleichs-Gelb-Farbstoff-Donorelement wurde hergestellt, unter Verwendung des eine Haftschicht aufweisenden Substrates von Beispiel 1, durch Auftragen der folgenden Farbstoffschicht auf eine Seite.

0,26 g/m² CAP 482-20

0,13 g/m² CAP 482-0,5

0,11 g/m² Y-1

0,13 g/m² Y-2

0,001 g/m² FC-430®

0,006 g/m² 2 um Divinylbertzol-Kügelchen

Die gleiche Gleitschicht, wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde auf die gegenüberliegende Seite des eine Haftschicht aufweisenden Trägers aufgebracht.

Ein Gelb-Farbstoff-Donor gemäß der Erfindung wurde in ähnlicher Weise wie das Vergleichs-Material hergestellt, jedoch mit einem Zusatz von 0,07 g/m² Chlorowax 40® in der gelben Farbstoffschicht.

Blaugrüne Farbstoff-Donorelemente, sowohl Vergleichs-Donoren als auch Donoren gemäß der Erfindung, wurden in gleicher Weise, wie oben beschrieben, hergestellt, unter Verwendung der folgenden Farbstoffschichten:

1) Vergleichs-Blaugrün-Farbstoff-Donor

0,29 g/m² CAP 482-20

0,12 g/m² C-1

0,11 g/m² C-2

0,28 g/m² C-3

0,04 g/m² TMA

0,0005 g/m² EC-430®

0,01 g/m² 2 um Divinylbenzol-Kügelchen

2) Blaugrün-Farbstoff-Donor gemäß der Erfindung

0,29 g/m² CAP 482-20

0,12 g/m² C-1

0,11 g/m² C-2

0,28 g/m² C1

0,04 g/m² TMA

0,0005 g/m² FC-430®

0,01 g/m² 2 um Divinylbenzol-Kügelchen

0,03 g/m² Chlorowax 40®

Die Status-A-Reflexions-Dichten wurden gemessen, wie in Beispiel 1 beschrieben, wie folgt:

TABELLE 4

Die obigen Ergebnisse zeigen, daß ein Anstieg der Reflexions-Dichte im Falle der Elemente erfolgte, in denen Plastifizierungsmittel gemäß der Erfindung verwendet wurden.

Zusätzlich wurde keine Farbstoff-Kristallisation im Falle der erfindungsgemäßen Farbstoff-Donorelemente des obigen Beispiels nach einer 28 Tage langen Aufbewahrung bei 38ºC beobachtet.


Anspruch[de]

1. Farbstoff-Donorelement für die thermische Farbstoff- Übertragung mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht mit einem Bild-Farbstoff in einem polymeren Bindemittel befindet, wobei die Farbstoffschicht ferner ein Plastifizierungsmittel mit einem chlorierten Paraffin enthält.

2. Element nach Anspruch 1, in dem das chlorierte Paraffin die Formel hat:

CxHyClz

worin x zwischen 11 und 24,

y zwischen 14 und 43 und

z zwischen 3 und 10

liegt.

3. Element nach Anspruch 1, in dem das Plastifizierungsmittel in einer Konzentration von 2 bis 12 Gew.-% der Farbstoffschicht vorliegt.

4. Element nach Anspruch 1, in dem das chlorierte Paraffin einen Tg-Mittelpunkt von 0 bis -92ºC aufweist.

5. Element nach Anspruch 1, in dem die gegenüberliegende Seite des Trägers mit der Farbstoffschicht eine Gleitschicht aufweist.

6. Element nach Anspruch 1, in dem das chlorierte Paraffin die Formel C&sub2;&sub4;H&sub4;&sub3;Cl&sub7; aufweist.

7. Verfahren zur Herstellung eines Farbstoff-Übertragungsbildes, bei dem man:

a) ein Farbstoff-Donorelement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht mit einem Farbstoff, dispergiert in einem Bindemittel, befindet, bildweise erhitzt und

b) ein Farbstoff Bild auf ein Farbstoff-Empfangselement unter Erzeugung des Farbstoff-Übertragungsbildes überträgt,

bei dem die Farbstoffschicht ferner ein Plastifizierungsmittel mit einem chlorierten Paraffin enthält.

8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem das chlorierte Paraffin die Formel aufweist:

CxHyClz

worin x zwischen 11 und 24,

y zwischen 14 und 43 und

z zwischen 3 und 10

liegt.

9. Zusammenstellung für die thermische Farbstoff-Übertragung mit:

a) einem Farbstoff-Donorelement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbstoffschicht befindet mit einem Farbstoff, der in einem polymeren Bindemittel dispergiert ist, und

b) einem Farbstoff-Empfangselement mit einem Träger, auf dem sich eine Farbbild-Empfangsschicht befindet, wobei sich das Farbstoff-Empfangselement in übergeordneter Beziehung zu dem Farbstoff-Donorelement befindet, so daß die Farbstoffschicht in Kontakt mit der Farbbild- Empfangsschicht gelangt,

wobei die Farbstoffschicht ferner ein Plastifizierungsmittel mit einem chlorierten Paraffin enthält.

10. Zusammenstellung nach Anspruch 9, in der das chlorierte Paraffin die Formel hat:

CxHyClz

worin x zwischen 11 und 24,

y zwischen 14 und 43 und

z zwischen 3 und 10

liegt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

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