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Dokumentenidentifikation DE10020775A1 19.04.2001
Titel Verbesserte Sendespule, verbesserte Zündereinsteller-Schaltungsanordnung zum adaptiven Abstimmen der Zündereinsteller-Schaltung auf Resonanz und Stromdifferenz-Schaltungsanordnung zum Interpretieren einer Zünder-Rückmeldungsnachricht
Anmelder Alliant Techsystems Inc., Hopkins, Minn., US
Erfinder Keil, Robert K., Plymouth, Minn., US;
Humbert, Randy E., Becker, Minn., US
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck, 81679 München
DE-Anmeldedatum 28.04.2000
DE-Aktenzeichen 10020775
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2001
IPC-Hauptklasse F42C 17/04
Zusammenfassung Verbesserte Sendespule, verbesserte Zündereinsteller-Schaltungsanordnung zum adaptiven Abstimmen der Zündereinsteller-Schaltung auf Resonanz und der Stromdifferenz-Schaltungsanordnung zum Interpretieren einer Zünder-Rückmeldungsnachricht.
Die Sendespule verwendet einen "L"-förmigen Spulenquerschnitt, wobei der gewickelte Spulenabschnitt sich bei rechten Winkeln zum Rück-Spulenabschnitt befindet, um die Kopplungseffizienz zwischen der Zündereinsteller-Spule und der Zünderempfänger-Spule zu erhöhen, im Vergleich zur "C"-Spule des Stands der Technik. Der erfinderische "L"-förmige Querschnitt eliminiert auch ein Gegenmagnetfeld, da der Rück-Spulenabschnitt bei rechten Winkeln zum gewickelten Spulenabschnitt ist.
Der Zündereinsteller beinhaltet eine Schaltungsanordnung für ein adaptives Abstimmen der LC-Resonanzschaltung auf Resonanz, durch Anpassen der Kapazität in der LC-Schaltung, um den Strom in der LC-Schaltung zu maximieren. Der Zündereinsteller verwendet eine Schalt-Kondensator-Netzwerkschaltung, um die LC-Schaltung auf Resonanz abzustimmen. Die Zünderschaltungsanordnung moduliert ihre Impedanz, was in Veränderungen im Strom und in der LC-Resonanzschaltung des Zündereinstellers resultiert, die durch die Zündereinsteller-Schaltung detektiert und interpretiert werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Sendespule eines Zündereinstellers und eine verbesserte Zündereinsteller-Schaltungsanordnung zum adaptiven Abstimmen der Schaltung auf Resonanz und eine Stromdifferenz- Schaltungsanordnung zum Interpretieren einer Zünder-Rückmeldungsnachricht.

Induktive Zündereinsteller sind im Stand der Technik gut bekannt. US 5343795, mit dem Titel "Settable Electronic Fuzing System For Cannon Ammunition", veröffentlicht am 6. September 1994, von General Electric Co. ist auf ein derartiges System gerichtet. Der gesamte Inhalt von US 5343795 wird hiermit durch Bezugnahme einbezogen. Induktive Zündereinsteller werden verwendet, um Detonationsdaten an einen Projektil-Sprengkopf zu übertragen, wie z. B. Flugzeit- oder Drehungen-bis-zum-Explodieren-Daten, wie es im Stand der Technik wohl bekannt ist. Schnellfeuerkanonen können eine Feuerrate aufweisen, die sich im Bereich von 10 Schußeinheiten pro Minute bis zu 10 Schußeinheiten pro Sekunde oder höher bewegt und daher ist es sehr wichtig, in der Lage zu sein, Daten an ein Projektil schnell zu übertragen, wenn es sich von einem Magazin zur Kanone bewegt. Darüber hinaus ist es äußerst wichtig zu verifizieren, daß das Projektil die übertragenen Daten korrekt empfangen hat.

Die NATO besitzt einen Standard STANAG 4369 und die Vereinigten Staaten besitzen einen Standard AOP-22, welche die Kommunikationen zwischen einem Zündereinsteller und einem Zünder lenken. Dies spezifiziert ein 100 KHz- Trägersignal, das Pulsbreiten-moduliert (PWM) ist, für die vorwärts gerichtete Nachricht, welche die Detonationsdaten an das Projektil überträgt, und das Puls- Code-moduliert (PCM) ist, für die rückwärts gerichtete oder Rückmeldungsnachricht, in welcher der Zünder die übertragenen Daten bestätigt.

Wie im Stand der Technik wohl bekannt, muß die magnetische Schnittstelle zwischen dem Zündereinsteller und dem Zünder einen Energietransfer zulassen, um die Zünderschaltung zu "laden" sowie auch um empfindlich genug zu sein das zurückgemeldete Signal, das durch die Zünderschaltung übertragen wird mit der Leistung, die von dem "Lade"-Teil der Kommunikation von dem Zündereinsteller zur Verfügung steht, zu detektieren und zu interpretieren.

Im Stand der Technik wurde die Rückmeldungsnachricht durch Detektieren der Phasenveränderung, die zwischen der Spannung und dem Strom der Zündereinsteller-Schaltung während einer Rückmeldung auftritt, detektiert, da der Zünder die Zünderspulen-Impedanz moduliert. Jedoch leidet dieses Verfahren unter dem Problem eines Signalverlustes, wenn die LC-Schaltung des Zündereinstellers aufgrund einer Null in der Phasenantwort in Resonanz ist. Um richtig zu arbeiten, muß das System ein wenig von der Resonanz weggezogen werden, um in der Nähe des maximalen Leistungstranfers einer Resonanz zu sein, aber auch um von dem Nullpunkt entfernt zu sein. Eine kleine Veränderung bei den Parametern des induktiven Zündereinstellers, wie z. B. eine Drift bei Kapazitätswerten oder Induktionswerten, bewirkt durch Temperaturänderungen, kann den Betriebspunkt zurück zur Resonanz verschieben, woraus aus Nulldurchgang und Verlust an Phasenantwort resultiert, so daß keine Rückmeldungsnachricht interpretiert werden kann.

Die erfinderische Sendespule verwendet einen "L"-förmigen Spulenquerschnitt, wobei der gewickelte Spulenabschnitt bei rechten Winkeln zu dem Rück- Spulenabschnitt ist, um die Kopplungseffizienz zwischen der Zündereinsteller- Spule und der Zünderempfänger-Spule im Vergleich zur "C"-Spule des Stands der Technik zu erhöhen. Der erfinderische "L"-förmige Querschnitt eliminiert darüber hinaus ein Gegenmagnetfeld, aufgrund der Tatsache, daß sich der Rück- Spulenabschnitt bei rechten Winkeln zu dem gewickelten Spulenabschnitt befindet.

Der erfinderische Zündereinsteller beinhaltet eine Steuereinrichtung, die leitend mit einem Sender und einem Empfänger verbunden ist, wobei sowohl der Sender als auch der Empfänger leitend mit einer ersten induktiven Spule verbunden sind, wobei die erste induktive Spule Teil einer LC-Resonanzschaltung ist. Der elektronische Zünder ist in ein Projektil integriert und beinhaltet eine zweite induktive Spule in einer induktiv gekoppelten Beziehung zur ersten induktiven Spule, wobei der Zünder eine Schaltungsanordnung zum Senden einer Rückmeldungsnachricht zurück zu der Steuereinrichtung unter Verwendung der zweiten induktiven Spule beinhaltet, wobei die Rückmeldungsnachricht durch den Sender zum elektronischen Zünder unter Verwendung der ersten induktiven Spule gesandte Daten bestätigt. Der Zündereinsteller beinhaltet des weiteren eine Schaltungsanordnung zum adaptiven Abstimmen der LC-Resonanzschaltung auf Resonanz durch Anpassen der Kapazität in der LC-Schaltung, um den Strom in der LC-Schaltung zu maximieren. Der erfinderische Zündereinsteller verwendet ein geschaltetes Kondensator-Netzwerk, um die LC-Schaltung für Resonanz abzustimmen. Die vorwärts gerichtete Nachricht wird durch Pulsbreiten-Modulation eines 100 KHz Trägersignals übertragen und die rückwärts gerichtete Nachricht wird durch Puls- Code-modulieren des 100 KHz Trägersignals übertragen.

Der Zünderpuls-Code moduliert das 100 KHz Trägersignal durch Modulieren der Impedanz desselben, durch "Kurzschließen" seiner Induktivität, welche die Schaltung durch Benutzen eines Sende-Schalters erreicht. Die modulierte Impedanz der Zünderschaltung resultiert in Veränderungen im Strom in der LC- Resonanzschaltung des Zündereinstellers, die durch die Zündereinsteller- Schaltung detektiert und interpretiert werden.

Die Stromdifferenz in der Zündereinsteller-Schaltung befindet sich bei Resonanz in einem Maximum, im Gegensatz zur Phasenveränderung des Stands der Technik. Dies eliminiert die Probleme des Verlustes des Rückmeldungs-Signals aufgrund eines Nullpunkts. Ein adaptives Abstimmen der Zündereinsteller-Schaltung für jedes Projektil eliminiert in jedem Fall jegliche Probleme aufgrund einer Alterung der Schaltungsanordnung oder aufgrund von Temperaturveränderungen, durch Sicherstellen der maximalen Signaldetektion zum Detektieren und Interpretieren der Rückmeldungsnachricht.

Das erfinderische System verwendet darüber hinaus einen Positioniermechanismus, der durch zwei Abstandssensoren und einen linearen Zylinder, der durch einen Vertikal-Steppermotor angetrieben ist, für eine vertikale Bewegung, und einen Magneten mit Führungsstäben für eine horizontale Bewegung gebildet wird. Der Positioniermechanismus positioniert den Zündereinsteller so, daß jedes Projektil induktiv mit dem Zündereinsteller gekoppelt ist, wenn sich das Projektil aus dem Magazin zur Kanone bewegt. Der Positioniermechanismus ermöglicht es dem Zündereinsteller eine Feuerrate von zumindest 10 Schußeinheiten pro Minute beizubehalten und Projektile bis zu 1000 mm zu behandeln.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die Zeichnung, in welcher:

Fig. 1 ein schematisches Diagramm ist, das die erfinderische Sendespule und ein Blockdiagramm des Zündereinstellers zeigt;

Fig. 2 die "L"-förmige Spule in weiteren Einzelheiten zeigt;

Fig. 3 eine "C"-förmige Spule des Stands der Technik zeigt;

Fig. 4 ein schematisches Diagramm ist, welches eine Realisierung des Systems von Fig. 1 für Schußeinheiten zeigt, die sich längs eines Zuführpfades von einem Magazin zu einer Schnellfeuerkanone bewegen;

Fig. 5 den Spulenpositionier-Mechanismus zeigt;

Fig. 6 die Spule angefügt an den Spulenpositionier-Mechanismus zeigt;

Fig. 7 ein Ablaufdiagramm zeigt, das die Kommunikationen zwischen dem Zündereinsteller und einem typischen Zünder (XM 782) zeigt;

Fig. 8 ein Ablaufdiagramm für eine vorwärts gerichtete Nachricht "1" zeigt;

Fig. 9 ein Ablaufdiagramm für eine vorwärts gerichtete Nachricht "0" zeigt;

Fig. 10 ein Ablaufdiagramm für eine rückwärts gerichtete oder Rückmeldungsnachricht "0" zeigt;

Fig. 11 ein Ablaufdiagramm für eine rückwärts gerichtete oder Rückmeldungsnachricht "1" zeigt;

Fig. 12 ein Schaltungsblockdiagramm für die Zündereinsteller- Schaltungsanordnung zeigt;

Fig. 13 ein Schaltungsdiagramm der Schaltungsanordnung des Zündereinstellers und des Zünders in weiteren Einzelheiten zeigt;

Fig. 14 einen Graph der Stromdifferenz zeigt, wobei Phasendifferenz und Strom eine Funktion der Abstimm-Kondensatoren sind;

Fig. 15 ein Graph tatsächlicher Daten der Spannungsdifferenz und der Zünderausgangsspannung für verschiedene Werte eines Kondensators in dem Zünder sind;

Fig. 16 ein detailliertes Schaltungsdiagramm der Zündereinsteller- Schaltungsanordnung ist, und

Fig. 17 ein detailliertes Schaltungsdiagramm der geschalteten Kondensator- Schaltung ist, die zum Abstimmen der Kapazität der LC-Schaltung auf Resonanz verwendet wird.

Während diese Erfindung in vielen verschiedenen Formen ausgeführt werden kann, werden hierin spezielle bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung in Einzelheiten beschrieben. Diese Beschreibung ist eine Exemplifizierung der Grundlagen der Erfindung und es wird nicht beabsichtigt die Erfindung durch die besonderen veranschaulichten Ausführungsformen zu beschränken.

Das elektronische Zündersystem der vorliegenden Erfindung beinhaltet, wie in Fig. 1 zu sehen, einen Zündereinsteller, der allgemein bei 10 gezeigt ist und einen elektronischen Zünder, die allgemein bei 12 gezeigt ist. Der elektronische Zünder 12 beinhaltet eine Empfängerspule 14 und der Zünder 12 ist in einem Projektil 16 integriert. Elektronische Zünder, Empfängerspulen und Projektile sind im Stand der Technik gut bekannt.

Der Zündereinsteller 10 von Fig. 1 beinhaltet eine Steuereinrichtung 20, die induktiv mit einem Sender 22 verbunden ist. Die erfinderische Sendespule ist allgemein bei 24 gezeigt und ist leitend sowohl mit dem Sender 22 als auch einem Empfänger 26 verbunden. Der Zündereinsteller 10 ist relativ zum Projektil 16 durch eine Spulenpositions-Steuereinrichtung 28 positioniert, die einen Spulenpositionierer 30 steuert. Wie in Fig. 5 gezeigt, besteht der Spulenpositionierer 30 aus 2 Abstandssensoren 27 und 29 und einem linearen Zylinder 31, angetrieben durch einen Vertikal-Steppermotor, für eine vertikale Bewegung und aus einem Magneten mit Führungsstäben für eine horizontale Bewegung. Die Abstandssensoren 27 und 29 detektieren Ausfahr- und Einfahrpositionen des Magneten. Fig. 6 zeigt die Spule 24 angefügt an den Spulenpositionier-Mechanismus 30 in weiteren Einzelheiten.

Die erfinderische Sendespule 24 weist einen gewickelten Spulenabschnitt 40 und einen Rück-Spulenabschnitt 42 auf. Der gewickelte Spulenabschnitt 40 umwickelt 180° des Umfangs des Projektils in der Nähe der Empfängerspule 14, derart, daß der gewickelte Spulenabschnitt 40 und die Empfängerspule 14 im wesentlichen co-planar sind. Der Rück-Spulenabschnitt 42 befindet sich bei 90° zum gewickelten Spulenabschitt 40, wobei er der Spule 24 einen "L"-förmigen Querschnitt verleiht. Vom Anmelder ausgeführte Tests haben gezeigt, daß die "L"-förmige Spule 24 mit dem gewickelten Abschnitt, der sich um 180° des Umfangs erstreckt einen besseren Kopplungs-Koeffizienten liefert, als die "C"-Spule des Stands der Technik. Beim Testen war der "C"-Spulenkopplungs-Koeffizient 0.070, während die "L"-förmige Spule einen Kopplungs-Koeffizientenbereich von 0.091 bis 0.110 hatte. Dieser Kopplungs-Koeffizient ist besser als es sich irgendein Anmelder von Spulendesigns vorstellen könnte, mit Ausnahme der Donut-Spule, die in Handgehaltenen Zündereinstellern verwendet wird, die in Verbindung mit Zündereinstellern für Schnellfeuerkanonen aufgrund von Raumbeschränkungen nicht verwendet werden kann.

Die "L"-förmige Spule ist in weiteren Einzelheiten in Fig. 2 gezeigt und eine "C"- förmige Spule des Stands der Technik ist in Fig. 3 gezeigt.

Ein Zündereinstellungs-System für eine Schnellfeuerkanone ist in Fig. 4 gezeigt, in welcher ein Magazin bei 50 gezeigt ist und ein Zufuhrmechanismus, der bei 52 gezeigt ist, die Projektile 16 bewegt und sie in die Kanone 54 lädt. Der Zündereinsteller 10 ist Teil des Laders und bewegt sich mit dem Lader zu dem Projektil in dem Magazin, so daß der Zündereinsteller 10 in eine induktiv gekoppelte Beziehung gesetzt wird. Dies wird ausführlicher in Verbindung mit Fig. 5 erörtert. Der Zündereinsteller 10 überträgt die Detonationsdaten zum Zünder 12 in dem Projektil 16 unter Verwendung einer Sendespule 24, wobei der Zünder 12 seine Detonationsdaten mit einem Rückmeldungssignal bestätigt und das Projektil zur Kanone 54 zugeführt wird. Die Kanone 54 weist eine Feuerrate von bis zu 10 Schußeinheiten pro Minute auf.

Fig. 7 bis 9 zeigen die Kommunikationen, die durch STANAG 4369 und AOP-22 gesteuert werden in weiteren Einzelheiten. Die gesamte Kommunikation ist in Fig. 7 gezeigt, in welcher die Einschaltphase bei 60 gezeigt ist, welche Leistung zur Zünderschaltung 12 liefert und dieselbe auflädt, wie im Stand der Technik wohl bekannt ist. Die vorwärts gerichtete Nachricht, welche Detonationsdaten enthält, ist bei 62 gezeigt, eine Verzögerung ist bei 64 gezeigt und die rückwärts gerichtete oder Rückmeldungsnachricht ist bei 66 gezeigt. Das Kommunikationsschema, das in Fig. 7 gezeigt ist, ist im Stand der Technik wohl bekannt. Die vorwärts gerichtete Nachricht "1" ist ein Pulsbreiten-Modulation-(PWM)-Schema, das den 100 KHz Träger bei präzisen Intervallen an und ausschaltet. Eine logische "1" ist durch einen 50%-Einschaltverhältnis-Puls gekennzeichnet und eine logische "0" ist durch einen 75%-Einschaltverhältnis-Puls gekennzeichnet, die jeweils entsprechend in Fig. 8 und Fig. 9 gezeigt sind. Die rückwärts gerichtete oder Rückmeldungsnachricht, die durch den Zünder 12 erzeugt wird, ist ein Puls-Code- moduliertes-(PCM)-Signal, das durch den Zünder hergestellt wird, der seine induktive Einstellschaltungs-Anordnung bei präzisen Intervallen kurz schließt. Die individuellen Pulse haben ein 50%-Einschaltverhältnis, wie in Fig. 10 und Fig. 11 gezeigt ist. Jedes logische "Bit" an Information besteht aus 8 oder 16 Pulsen innerhalb eines Zeitfensters, das gleich 32 mal der Periode eines einzelnen Pulses ist. 8 Pulse stellen eine logische "0" dar, wie in Fig. 10 gezeigt und 16 Pulse stellen eine logische "1" dar, wie in Fig. 11 gezeigt ist.

Fig. 12 zeigt ein Hochniveau-Blockdiagramm der Schaltungsanordnung des Zündereinstellers 10. Ein Oszillator 70 erzeugt das 100 KHz Trägersignal, das bei 72 gefiltert wird, bei 74 von digital zu analog konvertiert wird und bei 76 verstärkt wird. Die Sendespule ist bei 78 gezeigt, welche eine LC-Resonanzschaltung in Verbindung mit der Kapazitätsabstimm-Schaltungsanordnung 80 bildet. Die Schaltungsanordnung wird in Verbindung mit jedem Projektil auf Resonanz abgestimmt, unter Benutzung eines Scheiteldetektors 82, um den maximalen Strom in Verbindung mit verschiedenen Kondensatorwerten für 80 zu detektieren. Die Schaltung wird durch einen Mikro-Controller 84 gesteuert, der mit dem Scheiteldetektor 82 über einen Analog-zu-Digital-Konverter 86 verbunden ist. Zusätzlich zum Leiten der gepufferten Spannung 88 zum Scheiteldetektor 82, wird die gepufferte Spannung 88 ebenso zum AM-Demodulator 90 geleitet, der mit einem Differenzierglied 92 verbunden ist, das mit einem Komparator 94 verbunden ist, welches wiederum mit einem Controller 84 verbunden ist.

Fig. 13 zeigt ein Schaltungsdiagramm des Zündereinstellers und der Zünderschaltungs-Anordnung, mit an verschiedenen Punkten gezeigten Wellenformen. Die Sendespule 24 ist induktiv mit der Empfängerspule 14 gekoppelt gezeigt. Der Demodulator 90 wird gebildet aus einer Diode D1, die bei 100 gezeigt ist und einem aktiven Filter OP AMP X2, der bei 102 gezeigt ist, zusammen mit ihren zugeordneten Widerständen und Kondensatoren. Das Differenzierglied 92 besteht aus einem OP AMP X, bei 104 gezeigt, das mit dem Komparator X3 verbunden ist, gezeigt bei 106, zusammen mit deren zugeordneten Widerständen und Kondensatoren. Die Stromwellenform, welche die Ergebnisse einer Rückmeldungsmodulation zeigt, ist bei 108 gezeigt. Die Ausgabe des AM-Demodulators 90 und des Differenziergliedes 92 ist bei 110 gezeigt und die endgültige digitalisierte Ausgabe ist bei 112 gezeigt. Die "Kurzschluß"-Schaltungsanordnung, die durch den Zünder 12 benutzt wird, um die Rückmeldungsnachricht zu erzeugen, besteht aus der Schaltungsanordnung, die in den gepunkteten Linien bei 114 gezeigt ist. Fig. 14 zeigt einen Graph der Stromdifferenz, wobei Phasendifferenz und Strom als eine Funktion der Abstimm-Kondensatoren gezeigt sind. Wie zu erkennen ist, geht die Phasendifferenz durch einen Nullpunkt am Resonanzpunkt, der durch den Scheitelwert des Stroms Ip1 definiert ist. Ebenso ist zu erkennen, daß die Stromdifferenz bei Resonanz den Scheitelwert erreicht.

Fig. 15 ist ein Graph tatsächlicher Daten der Spannungsdifferenz und der Zünder- Ausgangsspannung für verschiedene Werte eines Kondensators im Zünder. Die Stromdifferenz, Zünderspannung, Umgebungs-Rauschspannung und der Zündereinstellerstrom sind aufgetragen. Die Bandbreite über die Abszisse des Plots ist die Resonanzfrequenz der Zünderschaltungs-Anordnung für jeden Wert des Zünderkondensators.

Fig. 16 ist ein detailliertes Schaltungsdiagramm der Zündereinsteller-Schaltungs- Anordnung. Der Strom wird durch Detektieren der Spannung über den 1 Ohm Widerstand gemessen, gezeigt bei 120, zwischen dem 2000 pF-Kondensator, der bei 122 gezeigt ist, und der Masse. Diese Spannung wird bei 124 gepuffert und dann zu einem Scheiteldetektor-Abschnitt der Schaltungsanordnung, gezeigt bei 126, geleitet, nach welchem sie in den Mikro-Controller 84 eingegeben wird. Ein D-Latch 128 wird verwendet, um eine Reihe von Kondensatoren (gezeigt in Fig. 17) zu schalten, die verwendet werden, um die adaptive Abstimmung zu schaffen.

Es ist beabsichtigt, daß die obigen Beispiele und die Offenbarung veranschaulichend und nicht erschöpfend sind. Diese Beispiele und die Beschreibung werden Fachleute zu vielen Variationen und Alternativen anregen. Es ist beabsichtigt, daß alle diese Alternativen und Variationen im Umfang der angefügten Ansprüche enthalten sind. Fachleute werden weitere Äquivalente zu den hierin beschriebenen speziellen Ausführungsformen erkennen, wobei beabsichtigt ist, daß auch diese Äquivalente durch die hieran angefügten Ansprüche umfaßt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Eine verbesserte Sendespule für einen programmierbaren Projektil-Zünder, aufweisend:

    einen Spulenkern, gebildet aus einer Wicklung, die einen gewickelten Spulenabschnitt und einen Rück-Spulenabschnitt beinhaltet; wobei

    der sich der gewickelte Spulenabschnitt um einen Abschnitt des Umfangs eines Projektils in der Nähe einer Empfängerspule, beinhaltet im Innern des Projektils, wickelt, wobei der gewickelte Spulenabschnitt erste und zweite Enden aufweist, und

    der Rück-Spulenabschnitt sich vom ersten Ende zum zweiten Ende erstreckt, wobei der Rück-Spulenabschnitt bei 90° zum gewickelten Spulenabschnitt gebildet ist, wobei die Sendespule einen "L"-förmigen Querschnitt bildet, der ein Gegenmagnetfeld aufgrund des Rück- Spulenabschnitt, der sich bei rechten Winkeln zu dem gewickelten Spulenabschnitt befindet, eliminiert.
  2. 2. Verbesserte Sendespule nach Anspruch 1, wobei die ersten und zweiten Enden ungefähr 180° auf dem Umfang des Projektils auseinander sind.
  3. 3. Ein System zum Einstellen eines Projektil-Zünders, aufweisend:

    einen Zündereinsteller, welcher eine Steuereinrichtung beinhaltet, wobei die Steuereinrichtung leitend mit einem Sender und einem Empfänger verbunden ist, wobei der Sender und der Empfänger jeder mit einer ersten induktiven Spule konduktiv verbunden sind, wobei die erste induktive Spule Teil einer LC-Resonanzschaltung ist;

    ein elektronischer Zünder, der in einem Projektil integriert ist, und welcher eine zweite induktive Spule in einer induktiv gekoppelten Beziehung mit der ersten induktiven Spule aufweist, wobei der Zünder eine Schaltungsanordnung zum Senden einer Rückmeldungsnachricht zurück zur Steuereinrichtung unter Verwendung der zweiten induktiven Spule aufweist, wobei die Rückmeldungsnachricht durch den Sender zum elektronischen Zünder unter Verwendung der ersten induktiven Spule gesandte Daten bestätigt; wobei

    der Zündereinsteller des weiteren eine Schaltungsanordnung für ein adaptives Abstimmen der LC-Resonanzschaltung auf Resonanz beinhaltet, durch Einstellen der Kapazität in der LC-Schaltung, um den Strom in der LC-Schaltung zu maximieren.
  4. 4. System zum Einstellen eines Projektil-Zünders nach Anspruch 3, wobei die Kapazität in der LC-Schaltung unter Verwendung einer geschalteten Kondensator-Schaltung eingestellt ist.
  5. 5. System zum Einstellen eines Projektil-Zünders nach Anspruch 3, wobei die Daten zum elektronischen Zünder durch Pulsbreiten-Modulieren (PWM) eines Trägersignals übertragen werden.
  6. 6. System zum Einstellen eines Projektil-Zünders nach Anspruch 3, wobei der elektronische Zünder ein Rückmeldungs-Signal durch Puls-Code- Modulieren (PCM) eines Trägersignals erzeugt.
  7. 7. System zum Einstellen eines Projektil-Zünders nach Anspruch 5, wobei das Trägersignal eine Frequenz von 100 MHz aufweist.
  8. 8. System zum Einstellen eines Projektil-Zünder nach Anspruch 6, wobei der elektronische Zünder das Trägersignal durch Modulieren der Impedanz der elektronischen Zünderschaltungs-Anordnung Puls-Code-moduliert, um die Rückmeldungsnachricht zurück zur Steuereinrichtung zu senden, wobei die modulierte Impedanz in Veränderungen im Strom in der LC- Resonanzschaltung des Zündereinstellers resultiert, die durch einen Demodulator detektiert werden und in die Steuereinrichtung eingegeben werden.
  9. 9. System zum Einstellen eines Projektil-Zünders nach Anspruch 8, wobei die Impedanz durch Schalten eines Widerstands in und aus der elektronischen Zünderschaltung bei vorbestimmten Intervallen moduliert wird.
  10. 10. System nach Anspruch 3 zum Einstellen eines Projektil-Zünders einer Aufeinanderfolge von Projektilen, die zu einer Projektil- Abschußvorrichtung zugeführt werden.
  11. 11. System nach Anspruch 10, welches des weiteren einen Positioniermechanismus beinhaltet, um den Zündereinsteller in eine induktive Beziehung mit dem elektronischen Zünder eines Projektils zu bewegen, welches sich in Richtung einer Projektil-Abschußvorrichtung bewegt.
  12. 12. System nach Anspruch 11, wobei der Positioniermechanismus den Zündereinsteller in eine induktive Beziehung mit dem elektronischen Zünder für Projektile bis zu 1000 mm bewegen kann.
  13. 13. System nach Anspruch 12, wobei der Positioniermechanismus und der Zündereinsteller in der Lage sind, eine Feuerrate von 10 Projektilen pro Minute zu behandeln.
  14. 14. System nach Anspruch 12, wobei der Positioniermechnismus den Zündereinsteller sowohl vertikal als auch horizontal bewegen kann, um den Zündereinsteller richtig für die Projektile unterschiedlicher Größe zu positionieren.
  15. 15. System nach Anspruch 3, wobei die erste induktive Spule aufweist:

    einen Spulenkern, der aus einer Wicklung gebildet ist, die einen gewickelten Spulenabschnitt und einen Rück-Spulenabschnitt beinhaltet, wobei der gewickelte Spulenabschnitt sich um einen Abschnitt des Umfangs des Projektils in der Nähe einer Empfängerspule wickelt, die im Innern des Projektils beinhaltet ist, wobei der gewickelte Spulenabschnitt erste und zweite Enden aufweist, und

    der Rück-Spulenabschnitt sich vom ersten Ende zum zweiten Ende erstreckt, der Rück-Spulenabschnitt unter 90° zum gewickelten Spulenabschnitt gebildet ist, wobei die erste induktive Spule einen "L"-förmigen Querschnitt bildet, der ein Gegenmagnetfeld aufgrund des Rück- Spulenabschnitts, der bei rechten Winkeln zu dem gewickelten Spulenabschnitt ist, eliminiert.






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