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Backenansteuermechanismus für Trommelbremse - Dokument DE10043190A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10043190A1 19.04.2001
Titel Backenansteuermechanismus für Trommelbremse
Anmelder Akebono Brake Industry Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Maehara, Toshifumi, Tokyo, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 01.09.2000
DE-Aktenzeichen 10043190
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2001
IPC-Hauptklasse F16D 51/22
Zusammenfassung Ein Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse, der Bremsbacken gegen eine Trommel preßt, ist als Einheit ausgebildet, in der folgendes mit Grundplatten, die an einem Ankerstift für eine Primärbacke drehbar angebracht sind, zusammengefügt ist: ein Ankerstift für die Sekundärbacke; ein erster und ein zweiter Hebelstützstift; ein Ausgleichshebel, der durch den ersten und den zweiten Hebelstützstift schwenkbar gelagert ist, deren äußere Begrenzungsfläche am distalen Ende mit einem Ende der Primärbacke in Kontakt gebracht wird; und ein Eingangshebel zur Übertragung einer von einem Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus aufgebrachten Backenbetätigungskraft auf den Ausgleichshebel und die Sekundärbacke.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse, der durch Steuerung der Anpreßkraft der Bremsbacken gegen eine Trommel eine hohe Bremsleistung und -stabilität gewährleisten kann, für den Einbau eines elektrisch gespeisten Systems für einen Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus geeignet ist und eine Verbesserung der Effizienz des Zusammenbaus ermöglicht.

2. Beschreibung der verwandten Technik

Herkömmlich werden Trommelbremsen verschiedener Art zum Abbremsen der Fahrt von Fahrzeugen verwendet. Diese Trommelbremsen werden in Abhängigkeit von der Anordnung der Bremsbacken, die gegen eine innere Begrenzungsfläche einer im wesentlichen hohlen zylindrischen Trommel gedrückt werden, in einen Ablauf-Auflauf-Typ, einen Typ mit zwei Auflaufbacken, einen Duo-Servo-Typ usw. klassifiziert.

Im allgemeinen besitzt die Duo-Servo-Trommelbremse ein aus einer Primärbacke und einer Sekundärbacke bestehendes Paar von Bremsbacken, die in einer Fläche-gegen-Fläche Beziehung in einer hohlen zylindrischen Trommel angeordnet sind.

Die Primärbacke ist so angeordnet, daß ihre Einlaßseite in der Vorwärtsdrehrichtung der Trommel als Eingangsabschnitt dient und ihre Auslaßseite in der Vorwärtsdrehrichtung der Trommel, beispielsweise über eine Stelleinrichtung, an eine Einlaßseite der Sekundärbacke anschließt. Unterdessen stößt eine Auslaßseite der Primärbacke gegen einen Ankerabschnitt, der an einer Grundplatte angebracht ist, wobei eine Ankerreaktionskraft, die in der Primärbacke und in der Sekundärbacke wirkt, vom Ankerabschnitt aufgenommen wird.

Folglich setzt die in der Primärbacke wirkende Ankerreaktionskraft, sobald die Primärbacke und die Sekundärbacke auseinander und gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt werden, an der Einlaßseite der Sekundärbacke an, so daß sie in der Weise wirkt, daß die Sekundärbacke gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird. Folglich wirken sowohl die Primärbacke als auch die Sekundärbacke als Auflaufbacken, so daß eine Bremskraft mit einer extrem hohen Verstärkung erhalten werden kann.

Im Vergleich zu den Trommelbremsen des Ablauf-Auflauf- Typs und des Typs mit zwei Auflaufbacken besitzt die Trommelbremse des Duo-Servo-Typs zahlreiche Vorteile, da die Anlage nicht nur zur Erzielung einer äußerst hohen Bremskraft geeignet ist, sondern ohne weiteres auch kleiner dimensioniert werden kann und auf einfache Weise eine Feststellbremse eingebaut werden kann.

Da jedoch die obenbeschriebene Trommelbremse des Duo- Servo-Typs auf eine Änderung des Reibkoeffizienten des Bremsbackenbelags empfindlich reagiert, besitzt die Anlage die Tendenz, daß die Bremskraft schwer zu stabilisieren ist. Folglich bestand ein Bedarf an der Schaffung einer Maßnahme zur Stabilisierung der Bremskraft.

Angesichts des obigen Hintergrunds hat der Anmelder dieser Erfindung bereits einen Backenansteuermechanismus vorgeschlagen, bei dem ein Fluiddruck-Steuerventil in einen Fluiddruck-Radzylinder zum Auseinanderdrücken des Bremsbackenpaars eingebaut ist, wobei die Beaufschlagung des Radzylinders mit Fluiddruck in Entsprechung mit der Ankerreaktionskraft gesteuert wird, wodurch die Bremskraft stabilisiert wird.

Jedoch sind in den letzten Jahren bei Bremsanlagen für Fahrzeuge aktiv Versuche unternommen worden, Bremsfunktionen beispielsweise durch die Einführung eines Antiblockierbremssystems und durch die Einführung eines Traktionsregelsystems intelligent zu machen. Zusätzlich wird im Hinblick auf die Verringerung der Umweltverschmutzung usw. auch die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge (electric vehicles = EV) und von Hybridfahrzeugen vorangetrieben. Um den Tendenzen in Richtung intelligenter Bremsfunktionen, elektrischer Fahrzeuge und dergleichen gerecht zu werden, war der Einbau eines elektrisch gespeisten Systems für die Bremsanlage ein wichtiger Punkt.

Bei Verwendung des elektrisch gespeisten Systems statt des herkömmlichen Fluiddruck-Radzylinders für die Bremsanlage wird beispielsweise ein Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus des elektrisch gespeisten Typs, der einen Elektromotor oder dergleichen verwendet, verwendet. In diesem Fall kann vom obenerwähnten Backenansteuermechanismus zur Steuerung der Beaufschlagung des Fluiddruck-Radzylinders mit Fluiddruck auf einen der Ankerreaktionskraft entsprechenden Wert mit Hilfe eines Fluiddruck-Steuerventils kein Gebrauch gemacht werden, weshalb wiederum die Entwicklung eines an den elektrisch gespeisten Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus angepaßten Backenansteuermechanismus erforderlich ist, was bei Verwendung des elektrisch gespeisten Systems für die Duo- Servo-Trommelbremse eine neue Aufgabe gewesen ist.

Aus diesem Grund wurde als für den elektrisch gespeisten Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus geeigneter Backenansteuermechanismus ein Verbindungsmechanismus zur Übertragung der Ausgabe des Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus an ein Bremsbackenpaar vorgeschlagen. Jedoch besitzt der auf dem herkömmlichen Verbindungsmechanismus basierende Backenansteuermechanismus zahlreiche Komponenten, und da die Komponenten zwischen dem Bremsbackenpaar einzeln zusammengesetzt werden müssen, besteht insofern ein Problem, daß die Arbeitseffizienz beim Zusammenbau gering ist.

Die vorliegende Erfindung wurde in Anbetracht der obenbeschriebenen Umstände entwickelt, wobei ihre Aufgabe darin besteht, einen Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse zu schaffen, der durch Steuerung der Anpreßkraft der Bremsbacken gegen eine Trommel eine hohe Bremsleistung und -stabilität gewährleisten kann, die Verwendung entweder eines Betätigungselementes des elektrisch gespeisten Typs oder des Fluiddrucktyps sowie einen manuellen Verbindungsmechanismus ermöglicht und somit vielseitig ist, wobei er eine relativ geringe Anzahl von Komponenten besitzt und dadurch, daß die Komponenten im voraus zu einer Einheit zusammengebaut werden und die Einheit anschließend zwischen das Bremsbackenpaar eingesetzt wird, eine Verbesserung der Arbeitseffizienz beim Zusammenbau ermöglicht.

Um das obige Ziel zu erreichen, wurde gemäß der vorliegenden Erfindung ein Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse geschaffen, bei dem eine von einem Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus erzeugte Backenbetätigungskraft auf eine Primärbacke und eine Sekundärbacke, die in einem Innenraum einer Trommel in einer Fläche- gegen-Fläche-Beziehung angeordnet sind, übertragen wird, um die Bremsbacken gegen die Trommel zu drücken, wobei eine Anpreßkraft der Bremsbacken gegen die Trommel entsprechend einer auf einen Ankerstift ausgeübten Ankerreaktionskraft gesteuert wird, wobei der Backenansteuermechanismus gekennzeichnet ist durch: eine Grundplatte, die am Ankerstift für die Primärbacke drehbar angebracht ist; einen Ankerstift für die Sekundärbacke, der an einer Stelle, die in Umfangsrichtung der Trommel von einer Einführungsstelle des Ankerstifts für die Primärbacke auf der ersten Grundplatte um einen vorgegebenen Abstand beabstandet ist, senkrecht angeordnet ist; einen ersten Hebelstützstift, der an einer Stelle, die auf der radial nach innen gerichteten Seite der Trommel von der Einführungsstelle des Ankerstifts für die Primärbacke auf der ersten Grundplatte beabstandet ist, senkrecht angeordnet ist; einen zweiten Hebelstützstift, der an einer Zwischenstelle zwischen dem ersten Hebelstützstift und der Einführungsstelle des Ankerstifts für die Primärbacke auf der ersten Grundplatte senkrecht angeordnet ist; einen Ausgleichshebel, dessen proximales Ende am ersten Hebelstützstift drehbar angebracht ist und von diesem gestützt wird und in dessen distalem Endabschnitt eine Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung, durch die der zweite Hebelstützstift geführt ist, durchgängig ausgebildet ist und einen Bereich der Schwenkbewegung des letzteren um den ersten Hebelstützstift eingrenzt, wobei eine äußere Begrenzungsfläche des distalen Endes gegen ein Ende der Primärbacke stößt; und einen Eingangshebel, der mit dem Ausgleichshebel und der Sekundärbacke in Kontakt gebracht wird und zur Übertragung der vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus aufgebrachten Backenbetätigungskraft auf den Ausgleichshebel und die Sekundärbacke geeignet ist, wobei die auf die Bremsbacken ausgeübte Anpreßkraft durch das Verhalten der Grundplatte und der jeweiligen Hebel, der durch den Ankerstift für die Sekundärbacke und den Eingangshebel während des Bremsens ausgeübten Ankerreaktionskraft entsprechend, begrenzt wird.

Der Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Zusammenbau des Ankerstifts für die Sekundärbacke, des ersten Hebelstützstifts, des zweiten Hebelstützstifts, des Ausgleichshebels und des Eingangshebels mit der ersten Grundplatte zu einer Einheit die erste Grundplatte am Ankerstift für die Primärbacke angebracht wird, um den Backenansteuermechanismus mit einer Grundplatte der Trommelbremse zusammenzusetzen.

Dann schwenkt der Eingangshebel gemäß der obenbeschriebenen Anordnung, so daß er über den eine Eingabe übertragenden Abschnitt auf den Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels drückt und über den gegen die Backe stoßenden Abschnitt die Sekundärbacke gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel drückt, sobald vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus die Backenbetätigungskraft auf den Eingangshebel des Backenansteuermechanismus aufgebracht wird. Die vom Eingangshebel infolge seines Schwenkverhaltens auf den Ausgleichshebel aufgebrachte Anpreßkraft bewirkt, daß der Ausgleichshebel in Richtung der Primärbacke schwenkt, wobei der erste Hebelstützstift als Hebeldrehpunkt dient, wodurch die Primärbacke gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird. Dann endet die Schwenkbewegung des Ausgleichshebels in Richtung der Primärbacke, wobei der erste Hebelstützstift als Hebeldrehpunkt dient, sobald der zweite Hebelstützstift mit einem Ende der Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung in Kontakt gebracht wird. Anschließend schwenken der Ausgleichshebel und die Grundplatte als Einheit um den Ankerstift für die Primärbacke, wodurch die Primärbacke gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird.

Die vom Eingangshebel infolge seines Schwenkverhaltens auf die Sekundärbacke aufgebrachte Anpreßkraft versetzt diese in Richtung der inneren Begrenzungsfläche der Trommel, wodurch die Sekundärbacke gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird.

Wie oben beschrieben wurde, wird eine Bremskraft erzeugt, wenn vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus eine Betätigungskraft auf den Eingangshebel des Backenansteuermechanismus aufgebracht wird, wobei die Schwenkbewegung des Eingangshebels die jeweiligen Bremsbacken gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel drückt.

In einem Zustand, in dem die Bremskraft erzeugt wird, wird die Ankerreaktionskraft der Sekundärbacke auf den Ankerstift für die Sekundärbacke aufgebracht, der auf der Grundplatte senkrecht angeordnet ist, wobei die Ankerreaktionskraft, die auf den Ankerstift für die Sekundärbacke ausgeübt wird, ein Moment bewirkt, das auf die Grundplatte in einer Richtung ausgeübt wird, die jener des durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatte ausgeübten Moments entgegengesetzt ist.

Deshalb nimmt das Moment, das durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatte ausgeübt wird, dann, wenn die Ankerreaktionskraft eine vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft erreicht, einen Zustand des Gleichgewichts mit dem Moment, das durch die Ankerreaktionskraft auf die Grundplatte ausgeübt wird, ein. Dann übertrifft das durch die Ankerreaktionskraft auf die Grundplatte ausgeübte Moment das durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatte ausgeübte Moment, sobald die Ankerreaktionskraft die vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft überschreitet. Folglich schwenkt die Grundplatte in Richtung der Sekundärbacke, wobei der Ankerstift für die Primärbacke als Hebeldrehpunkt dient. Diese Schwenkbewegung der Grundplatte in Richtung der Sekundärbacke stößt den Eingangshebel durch den Ausgleichshebel, der von den ersten und zweiten Hebelstützstiften zurückgehalten wird, zurück und übt auf den Eingangshebel eine Bremsbegrenzungskraft im Hinblick auf eine Abnahme der Wirkung der Backenbetätigungskraft aus.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Trommelbremse, die einen Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet;

Fig. 2 ist ein Aufriß der in Fig. 1 gezeigten Trommelbremse;

Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Backenansteuermechanismus bei entfernter oberer Grundplatte;

die Fig. 4(a) bis 4(c) sind Außenansichten des Backenansteuermechanismus im zusammengebauten Zustand, wobei Fig. 4(a) ein Aufriß ist, Fig. 4(b) ein Seitenriß ist und Fig. 4(c) eine Rückansicht ist;

Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Trommelbremse, die den Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet,

Fig. 6 ist ein Aufriß der in Fig. 5 gezeigten Trommelbremse;

Fig. 7 ist eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 6 gezeigten Backenansteuermechanismus bei entfernter oberer Grundplatte;

Fig. 8 ist eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsform der Trommelbremse, die den Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet; und

Fig. 9 ist eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 8 gezeigten Backenansteuermechanismus bei entfernter oberer Grundplatte.

Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Mit Bezug auf die Zeichnung wird nun eine Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen eines Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse gemäß der vorliegenden Erfindung gegeben.

Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine erste Ausführungsform des Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Trommelbremse, die den Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet, ist, Fig. 2 ein Aufriß der Trommelbremse ist, Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht des Backenansteuermechanismus mit entfernter oberer Grundplatte ist und die Fig. 4(a) bis 4(c) äußere Ansichten des Backenansteuermechanismus im zusammengebauten Zustand sind, wobei Fig. 4(a) ein Aufriß ist, Fig. 4(b) ein Seitenriß ist und Fig. 4(c) eine Rückansicht ist.

Die Trommelbremse ist in dieser Ausführungsform eine Trommelbremse des sogenannten Duo-Servo-Typs und umfaßt: ein Paar Bremsbacken 3 und 4, die eine Primärbacke 3 und eine Sekundärbacke 4 umfassen, die in einer direkten Beziehung (Fläche gegen Fläche) in einem Innenraum einer nicht gezeigten Trommel mit einer im wesentlichen hohlen zylindrischen Form angeordnet sind; einen Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6, der auf einer Seite der sich gegenüberliegenden Enden der Bremsbacken 3 und 4 angeordnet ist und geeignet ist, eine Backenbetätigungskraft zu erzeugen, um die Bremsbacken 3 und 4 gegen die Trommel zu pressen; einen Backenansteuermechanismus 7 zur Übertragung der vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 erzeugten Betätigungskraft auf die Bremsbacken 3 bzw. 4; eine Stelleinrichtung 8, die zwischen den anderen sich gegenüberliegenden Enden der Bremsbacken 3 und 4 angeordnet sind und außerdem als Verbindungsmechanismus zur Übertragung der Ausgangskraft der Primärbacke 3 an die Sekundärbacke 4 dient; eine Grundplatte 9 zur Lagerung dieser beteiligten Elemente; und Ankerstifte 11 und 12, die auf der Grundplatte 9 senkrecht angeordnet sind, um von den Bremsbacken 3 und 4 eine Ankerreaktionskraft aufzunehmen.

Es sei angemerkt, daß die nicht gezeigte Trommel mit der Grundplatte 9 konzentrisch ist und sich während der Vorwärtsfahrt des Fahrzeugs in Richtung des Pfeils R in Fig. 1 dreht.

Die Bremsbacken 3 und 4 sind durch Backenstützschäfte 14 so an der Grundplatte 9 befestigt, daß sie in Richtung der inneren Begrenzungsfläche der Trommel beweglich sind.

Die Endabschnitte der Bremsbacken 3 und 4 auf seiten des Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 sind durch die Backenfedern 15 und 16 mit dem Ankerstift 11 verbunden, so daß die Endabschnitte der jeweiligen Backen in Richtungen gezwungen werden, in denen sie sich annähern (d. h. in Richtungen, in denen sie sich von der Trommel weg bewegen).

Zusätzlich werden die Bremsbacken 3 und 4 durch die Zwangskraft einer Stellfeder 13 so belastet, daß der Zustand, in dem ihre jeweiligen Endabschnitte auf seiten der Stelleinrichtung 8 gegen die Endabschnitte der Stelleinrichtung 8 stoßen, aufrechterhalten bleibt.

Im Fall dieser Ausführungsform ist der Betätigungskraft- Erzeugungsmechanismus 6 ein Schwenkhebel, dessen distales Ende infolge der sich ergebenden Schwenkbewegung in Richtung des Pfeils (B) versetzt wird, wenn sein proximales Ende in Entsprechung mit einer Bremsbetätigung in Richtung des Pfeils (A) in Fig. 1 gezogen wird.

Die Stelleinrichtung 8 stellt hauptsächlich in Entsprechung mit der fortschreitenden Abnützung der Beläge 3c und 4c der Bremsbacken 3 bzw. 4 den Abstand zwischen den Endabschnitten der Bremsbacken 3 und 4 ein und ist so beschaffen, daß der Abstand zwischen den Endabschnitten der Bremsbacken 3 und 4 durch die Drehbewegung eines Stellhebels 17, dessen distales Ende durch die Zwangskraft der Stellfeder 13 mit einem Stellgetriebe 8a auf der Stelleinrichtung 8 in Kontakt gebracht wird, automatisch eingestellt wird.

Ein Endabschnitt eines Stellkabels 19 vom Ankerstift 11 für die Primärbacke, das später beschrieben wird und durch eine Kabelführung 18, die an der Sekundärbacke 4 angebracht ist, führt, ist mit dem Stellhebel 17 verbunden. Dieses Stellkabel 19 bewirkt eine Drehkraft, die in Entsprechung mit der Stärke der Bewegung der Sekundärbacke 4 zum Zeitpunkt, in dem sie auseinandergedrückt wird, auf den Stellhebel 17 ausgeübt wird, wodurch bewirkt wird, daß der Stellhebel 17 eine vorgegebene Drehbewegung ausführt.

Wie in der Zeichnung gezeigt ist, ist das Paar Ankerstifte 11 und 12 an Stellen in der Nähe einer radialen äußeren Begrenzungsfläche der Trommel in der Weise angeordnet, daß sie in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Ein Ankerstift 11 gehört zur Primärbacke während der andere Ankerstift 12 zur Sekundärbacke gehört.

Wie in Fig. 4 gezeigt ist, besteht der Backenansteuermechanismus 7 in dieser ersten Ausführungsform aus einem Paar oberer und unterer Grundplatten 25 und 26, die am Ankerstift 11 für die Primärbacke drehbar angebracht sind, dem Ankerstift 12 für die Sekundärbacke, der an einer Stelle, die in Umfangsrichtung der Trommel von einer Einführungsstelle des Ankerstifts 11 für die Primärbacke auf den Grundplatten 25 und 26 in ausreichendem Abstand entfernt ist, senkrecht angeordnet ist, einem ersten Hebelstützstift 28, der auf der radial nach innen gerichteten Seite der Trommel von der Einführungsstelle des Ankerstifts 11 für die Primärbacke auf den Grundplatten 25 und 26 senkrecht angeordnet ist, einem zweiten Hebelstützstift 30, der an einer Zwischenstelle zwischen dem ersten Hebelstützstift 28 auf den Grundplatten 25 und 26 und der Einführungsstelle des Ankerstifts 11 für die Primärbacke senkrecht angeordnet ist, und einem Ausgleichshebel 32 und einem Eingangshebel 34, die zwischen dem Grundplattenpaar 25 und 26 eingebaut sind.

Das Grundplattenpaar 25 und 26 ist in einem Zustand, in dem sie einander gegenüberliegen, durch den Ankerstift 12 und die ersten und zweiten Hebelstützstifte 28 und 30 verbunden, wobei der Ausgleichshebel 32 und der Eingangshebel 34 zwischen ihnen liegen. Die Paßbohrungen 25a und 26a zur drehbaren Anbringung des Ankerstifts 11 für die Primärbacke sind in den jeweiligen Grundplatten 25 und 26 durchgängig ausgebildet.

Der Ankerstift 12 für die Sekundärbacke und die ersten und zweiten Hebelstützstifte 28 und 30 besitzen jeweils Köpfe 12a, 28a und 30a mit vergrößerten Durchmesser zum Anstoßen gegen die obere Grundplatte 25 sowie Schäfte 12b, 28b und 30b, die durch die obere und untere Grundplatten 25 und 26 verlaufen. Mit den Schäften 12b, 28b und 30b sind Anschlagringe 36 angebracht, um zu verhindern, daß sich die Schäfte aus der unteren Grundplatte 26 lösen und diese Stifte in einen Zustand der Vereinigung versetzen.

Den Ausgleichshebel 32 betreffend ist sein proximales Ende am ersten Hebelstützstift 28 drehbar angebracht und wird von diesem gestützt, während in seinem distalen Ende eine Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a durchgängig ausgebildet ist, durch die der zweite Hebelstützstift 30 geführt ist und die den Bereich seiner Schwenkbewegung um den ersten Hebelstützstift 28 begrenzt. Ferner stößt eine äußere Begrenzungsfläche des distalen Endes gegen ein Ende der Primärbacke 3.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, ist die Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a ein Schlitzloch, das in Umfangsrichtung der Trommel verlängert ist, um dem Ausgleichshebel 32 eine Drehung um den ersten Hebelstützstift 28 zu ermöglichen.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, umfaßt der Eingangshebel 34 einen eine Eingabe übertragenden Abschnitt 34a, der gegen einen Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels 32 stößt, einen eine Eingabe aufnehmenden Abschnitt 34b zur Aufnahme einer Backenbetätigungskraft vom Betätigungskraft- Erzeugnismechanismus 6 und einen gegen die Backe stoßenden Abschnitt 34c, um gegen ein Ende der Sekundärbacke 4 zu stoßen, wobei der Eingangshebel 34 so beschaffen ist, daß er die Backenbetätigungskraft, die vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 auf ihn ausgeübt wird, auf den Ausgleichshebel 32 und die Sekundärbacke 4 überträgt.

Der Eingabeübertragungsabschnitt 34a mit einer leicht gekrümmten Oberfläche ist am Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels 32 in einer Nase-Tasche-Einpassung angebracht, so daß er die Betätigungskraft sanft auf den Ausgleichshebel 32 übertragen kann, wenn der Eingangshebel 34 geschwenkt wird.

Der Eingabeaufnahmeabschnitt 34b ist ein zurückgesetzter Abschnitt, in den ein Endabschnitt des Betätigungskraft- Erzeugungsmechanismus 6 greift. Ferner ist der Backenanstoßabschnitt 34c als vorstehende leicht gekrümmte Oberfläche ausgebildet, so daß er die Betätigungskraft sanft auf die Sekundärbacke 4 übertragen kann, wenn der Eingangshebel 34 geschwenkt wird.

Den obenbeschriebenen Backenansteuermechanismus 7 betreffend sind der Ankerstift 12 für die Sekundärbacke und die ersten und zweiten Hebelstützstifte 28 und 30 in einem Zustand, in dem der Ausgleichshebel 32 und der Eingangshebel 34 zwischen den Grundplatten 25 und 26 angeordnet sind, mit den Grundplatten 25 und 26 zusammengebaut, wobei die jeweiligen Stifte durch die Anschlagringe 36 an einem Herauslösen gehindert werden, so daß eine Einheit gebildet wird. Anschließend werden die Grundplatten 25 und 26 am Ankerstift 11 für die Primärbacke angebracht, wodurch der Backenansteuermechanismus 7 mit der Grundplatte 9 der Trommelbremse zusammengesetzt wird.

Beim obenbeschriebenen Backenansteuermechanismus 7 ist der Ausgleichshebel 32 während des Nichtbremsens in Richtung der Primärbacke 3 schwenkbar, wobei der erste Hebelstützstift 28, in einem Zustand, in dem auf seiten des Eingangshebels 34 hinsichtlich der positionellen Beziehung zwischen der Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a und dem zweiten Hebelstützstift 30eine Lücke geschaffen ist, wie in Fig. 3 gezeigt ist, als Hebeldrehpunkt dient.

Dann drückt der Eingangshebel 34 über den Eingabeübertragungsabschnitt 34a auf den Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels 32 und über den Backenanstoßabschnitt 34c die Sekundärbacke 4 gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel, sobald vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 die Backenbetätigungskraft auf den Eingangshebel 34 des Backenansteuermechanismus 7 aufgebracht wird, um die Schwenkbewegung auszulösen, wobei der Backenanstoßabschnitt 34c oder der Eingabeübertragungsabschnitt 34a als Hebeldrehpunkt dient.

Die vom Eingangshebel 34 infolge seines Schwenkverhaltens auf den Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels 32 aufgebrachte Anpreßkraft bewirkt, daß der Ausgleichshebel 32 in Richtung der Primärbacke 3 schwenkt, wobei der erste Hebelstützstift 28 als Hebeldrehpunkt dient, wodurch die Primärbacke 3 gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird.

Dann endet die Schwenkbewegung des Ausgleichshebels 32 in Richtung der Primärbacke 3, wobei der erste Hebelstützstift 28 als Hebeldrehpunkt dient, sobald der zweite Hebelstützstift 30 mit einem Ende der Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a in Kontakt gebracht wird (die ursprüngliche Lücke besteht nicht mehr). Anschließend schwenken der Ausgleichshebel 32 und die Grundplatten 25 und 26 als Einheit um den Ankerstift 11 für die Primärbacke, wodurch die Primärbacke 3 gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird.

Die vom Eingangshebel 34 infolge seines Schwenkverhaltens auf die Sekundärbacke 4 aufgebrachte Anpreßkraft versetzt diese in Richtung der inneren Begrenzungsfläche der Trommel, wodurch die Sekundärbacke 4 gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt wird.

Wie oben beschrieben wurde, wird eine Bremskraft erzeugt, wenn vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 eine Betätigungskraft auf den Eingangshebel 34 des Backenansteuermechanismus 7 aufgebracht wird, wobei die Schwenkbewegung des Eingangshebels 34 die Bremsbacken 3 bzw. 4 gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel drückt.

In einem Zustand, in dem die Bremskraft erzeugt wird, wird die Ankerreaktionskraft der Sekundärbacke 3 auf den Ankerstift 12 für die Sekundärbacke aufgebracht, der auf den Grundplatten 25 und 26 senkrecht angeordnet ist, wobei die Ankerreaktionskraft, die auf den Ankerstift 12 ausgeübt wird, ein Moment M2 bewirkt, das auf die Grundplatten 25 und 26 in einer Richtung ausgeübt wird, die jener des durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten 25 und 26 ausgeübten Moments M1 entgegengesetzt ist.

Deshalb nimmt das Moment M1, das durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten 25 und 26 ausgeübt wird, dann, wenn die Ankerreaktionskraft eine vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft erreicht, einen Zustand des Gleichgewichts mit dem Moment M2, das durch die Ankerreaktionskraft auf die Grundplatten 25 und 26 ausgeübt wird, ein.

Dann übertrifft das durch die Ankerreaktionskraft auf die Grundplatten 25 und 26 ausgeübte Moment M2 das durch die Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten 25 und 26 ausgeübte Moment M1, sobald die Ankerreaktionskraft die vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft überschreitet. Folglich drehen sich die Grundplatten 25 und 26 gegen den Uhrzeigersinn, wobei der Ankerstift 11 für die Primärbacke als Hebeldrehpunkt dient, und schwenken in Richtung der Sekundärbacke 4.

Diese Schwenkbewegung der Grundplatten 25 und 26 in Richtung der Sekundärbacke 4 stößt den Eingangshebel 34 durch den Ausgleichshebel 32, der von den ersten und zweiten Hebelstützstiften 28 und 30 zurückgehalten wird, zurück und übt auf den Eingangshebel 34 eine Bremsbegrenzungskraft im Hinblick auf eine Abnahme der Wirkung der Backenbetätigungskraft aus. Deshalb ist es möglich, durch Steuerung der Anpreßkraft der Bremsbacken 3 und 4 gegen die Trommel in Entsprechung mit der Ankerreaktionskraft sowohl hinsichtlich der Bremskraft als auch hinsichtlich der Bremsstabilität eine hohe Leistungsfähigkeit zu garantieren.

Zusätzlich kann die Gleichgewichtslage zwischen der Backenbetätigungskraft und der Ankerreaktionskraft durch geeignetes Verändern eines Abstands L1 zwischen den Ankerstiften 11 und 12, eines Abstands L2 zwischen dem Ankerstift 11 und dem ersten Hebelstützstift 28, eines Abstands L3 von einer Eingabeausübungsstelle auf dem Ausgleichshebel 32 (der Stelle, an der der Eingabeübertragungsabschnitt 34a anstößt) zum Hebeldrehpunkt, eines Abstands L4 zwischen dem Eingabeübertragungsabschnitt 34a auf dem Eingangshebel 34 und dem Backenanstoßabschnitt 34c usw. frei eingestellt und auf den gewünschten Wert verändert werden, so daß die Steuerung der Ankerreaktionskraft erleichtert werden kann.

Da der Backenansteuermechanismus 7 der vorliegenden Erfindung zwischen dem Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 und den Bremsbacken 3 und 4 angeordnet ist und die Steuerung der Bremskraft mechanisch bewirkt wird, kann nicht nur der herkömmliche Fluiddruck-Steller wie etwa ein hydraulischer Radzylinder verwendet werden, sondern auch ein elektrisch gespeister Steller, etwa unter Verwendung eines Elektromotors, sowie ein manueller Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus, wie er in einer Parkbremse oder dergleichen verwendet wird, geeigneterweise als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 verwendet werden, weshalb der Backenansteuermechanismus sehr vielseitig ist. Folglich ist der Backenansteuermechanismus 7 der vorliegenden Erfindung zum Einbau des elektrisch gespeisten Systems geeignet, um intelligenten Bremsfunktionen, hybriden Fahrzeugen und dergleichen gerecht zu werden.

Ferner besteht der Backenansteuermechanismus 7 aus den Grundplatten 25 und 26, dem Ankerstift 12 für die Sekundärbacke 4, den ersten und zweiten Hebelstützstiften 28 und 30, dem Ausgleichshebel 32 und dem Eingangshebel 34, so daß eine relativ kleine Anzahl von Komponenten verwendet wird. Da die geschaffene Anordnung gleichzeitig dergestalt ist, daß nach dem Zusammenbau der Komponenten im voraus als Einheit, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist, diese zwischen das Bremsbackenpaar eingesetzt wird, ist es möglich, die Arbeitseffizienz beim Zusammenbau im Vergleich zur herkömmlichen Anordnung, bei der die Komponenten nacheinander zwischen dem Bremsbackenpaar einzeln zusammengesetzt werden, zu verbessern.

Dementsprechend ermöglicht der Backenansteuermechanismus 7 der vorliegenden Erfindung, wenn dieser auf die Trommelbremse des Duo-Servo-Typs oder dergleichen angewandt wird, das Sicherstellen einer hohen Bremsleistung und der Bremsstabilität, erleichtert aufgrund seiner hervorragenden Vielseitigkeit den Einbau eines elektrisch gespeisten Systems und ermöglicht eine Verringerung der Herstellungskosten der Bremsanlage durch Verbesserung der Arbeitseffizienz beim Zusammenbau.

Die Fig. 5 bis 7 zeigen eine zweite Ausführungsform des Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Trommelbremse, die den Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet, ist, Fig. 6 ein Aufriß der Trommelbremse ist und Fig. 7 eine vergrößerte Ansicht des Backenansteuermechanismus bei entfernter oberer Grundplatte ist.

In der Trommelbremse dieser zweiten Ausführungsform wird als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus zur Erzeugung der Backenbetätigungskraft ein Fluiddruck-Steller 41 verwendet, wobei ein Backenansteuermechanismus 43 zur Übertragung der Ausgaben des Fluiddruck-Stellers 41 auf die Bremsbacken 3 und 4 entsprechend Verbesserungen unterzogen wurde. Die Anordnungen entsprechen mit Ausnahme der obigen Punkte jenen, die bei der ersten Ausführungsform gezeigt wurden. Gleiche Anordnungen sind mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei deren Beschreibung entfällt.

Wenn eine Fluidkammer 41b innerhalb eines Zylinders 41a in Entsprechung mit einer Bremsbetätigung mit Fluiddruck beaufschlagt wird, gibt der Fluiddruck-Steller 41 über seinen Kolben 41c, der durch den Fluiddruck verschoben wird, und einen Stab 41d eine Backenbetätigungskraft an den Eingangshebel 34 des Backenansteuermechanismus 43 ab.

Den Backenansteuermechanismus 43 dieser Ausführungsform betreffend ist der Eingabeaufnahmeabschnitt 34b des Eingangshebels 34 als Tasche ausgebildet, in die ein Endabschnitt des Stabs 41d des Fluiddruck-Stellers 41 greift. Zusätzlich wird beim Backenansteuermechanismus 43 dieser Ausführungsform der Ausgleichshebel 32 zur Übertragung der vom Eingabeübertragungsabschnitt 34a des Eingangshebels 34 auf die Primärbacke 3 ausgeübten Bakkenbetätigungskraft von den ersten und zweiten Hebelstützstiften 28 und 30 gestützt, die in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform senkrecht auf den Grundplatten 25 und 26 angeordnet sind. Jedoch ist die Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a zum Eingriff mit dem zweiten Hebelstützstift 30 als Tasche ausgebildet, um den Zusammenbau des Ausgleichshebels 32 zu erleichtern.

Die Anordnung des Backenansteuermechanismus 43 entspricht mit Ausnahme der Form des Eingabeübertragungsabschnitts 34a und der Form der Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung 32a, die oben beschrieben wurden, dem in der ersten Ausführungsform gezeigten Backenansteuermechanismus 7. Die gemeinsamen Punkte sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei deren Beschreibung entfällt.

Es sei angemerkt, daß im Fall dieser Ausführungsform die Lückenabmessungen L1, L2, L3, L4 usw., die die Ankerstifte 11 und 12 betreffen und zur Steuerung der Ankerreaktionskraft eingestellt werden, in etwa jenen der ersten Ausführungsform entsprechen.

Somit erfordert die Konstruktion des Backenansteuermechanismus 43 bei der Anordnung, in der der Fluiddruck-Steller 41 als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus verwendet wird, grundlegend keine Änderung, wobei Wirkungen und Vorteile erzielt werden können, die jenen der ersten Ausführungsform gleichen.

Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen eine dritte Ausführungsform des Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 8 ein Aufriß der Trommelbremse, die den Backenansteuermechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet, ist und Fig. 9 eine vergrößerte Ansicht des Backenansteuermechanismus bei entfernter oberer Grundplatte ist.

In der Trommelbremse dieser dritten Ausführungsform wird wie im Fall der zweiten Ausführungsform ebenso ein Fluiddruck-Steller 45 als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus zur Erzeugung der Backenbetätigungskraft verwendet.

Wenn eine Fluidkammer 45b innerhalb eines Zylinders 45a in Entsprechung mit einer Bremsbetätigung mit Fluiddruck beaufschlagt wird, gibt der Fluiddruck-Steller 45 über seinen Kolben 45c, der durch den Fluiddruck versetzt wird, und einen Stab 45d an den Eingangshebel 34 eines Backenansteuermechanismus 47 eine Backenbetätigungskraft ab. Wenn ein Vergleich zum Fluiddruck-Steller 41 der zweiten Ausführungsform gezogen wird, so wurde eine Verbesserung der Form des Endabschnittes des Stabs 45d vorgenommen.

Im Vergleich zum Fall der zweiten Ausführungsform ist die Form des Endabschnitts des Stabs 45d auf eine groß bemessene ebene Oberfläche festgelegt.

Verglichen mit dem Eingangshebel 34 der zweiten Ausführungsform zum besitzt der Eingangshebel 34 des Backenansteuermechanismus 47, mit dem der Stab 45d in Kontakt gebracht wird, im Fall dieser dritten Ausführungsform eine Struktur, bei der auf dem Eingabeaufnahmeabschnitt 34b eine konvex gekrümmte Oberfläche ausgebildet ist, die sanft mit dem Endabschnitt des Stabs 45d in Kontakt kommt.

Mit Ausnahme der Tatsache, daß die konvex gekrümmte Oberfläche auf dem Eingabeaufnahmeabschnitt 34b ausgebildet ist, um den Kontakt mit dem Stab 45d zu verbessern, besitzt der Backenansteuermechanismus 47 dieser dritten Ausführungsform eine mit der Konstruktion des Backenansteuermechanismus 7 bei der ersten Ausführungsform im wesentlichen identische Konstruktion.

In der Anordnung dieser dritten Ausführungsform ist es ebenfalls möglich, Wirkungen und Vorteile zu erzielen, die jenen der ersten und zweiten Ausführungsformen gleichen.

Es sei angemerkt, daß, obwohl der Backenansteuermechanismus bei den vorhergehenden Ausführungsformen so angeordnet ist, daß der Ausgleichshebel 32 und der Eingangshebel 34 zwischen dem Paar oberer und unterer Grundplatten 25 und 26 untergebracht sind, gegebenenfalls eine der beiden Grundplatten verwendet werden kann, um die erforderliche mechanische Festigkeit wie etwa die Verbindungsfestigkeit zwischen den ersten und zweiten Hebelstützstiften 28 und 30 und der Grundplatte 25 zu erzielen.

Zusätzlich ist es möglich, das in der ersten Ausführungsform gezeigte mechanische Hebelelement oder den in der zweiten und dritten Ausführungsform gezeigten Fluiddruck- Steller als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus 6 zu verwenden, wobei es außerdem möglich ist, einen elektrisch gespeisten Steller unter Verwendung eines Elektromotors oder dergleichen zu verwenden.

Gemäß dem Backenansteuermechanismus für die Trommelbremse drückt der Eingangshebel über den Eingabeübertragungsabschnitt auf den Zwischenabschnitt des Ausgleichshebels und über den Backenanstoßabschnitt die Sekundärbacke in Richtung der inneren Begrenzungsfläche der Trommel, sobald vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus die Backenbetätigungskraft auf den Eingangshebel des Backenansteuermechanismus ausgeübt wird, um die Schwenkbewegung auszulösen, wobei der Backenanstoßabschnitt oder der Eingabeübertragungsabschnitt als Hebeldrehpunkt dient. Dann bewirkt die Schwenkbewegung des Eingangshebels infolge der Backenbetätigungskraft, daß die Bremsbacken gegen die innere Begrenzungsfläche der Trommel gedrückt werden, wodurch eine Bremskraft erzeugt wird.

Dann wird in dem Zustand, in dem die Bremskraft erzeugt wird, die Ankerreaktionskraft der Sekundärbacke auf den senkrecht auf den Grundplatten angeordneten Ankerstift für die Sekundärbacke ausgeübt, wobei die auf diesen ausgeübte Ankerreaktionskraft bewirkt, daß in einer Richtung, die jener des von der Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten ausgeübten Moments entgegengesetzt ist, ein Moment auf die Grundplatten ausgeübt wird.

Deshalb nimmt das von der Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten ausgeübte Moment dann, wenn die Ankerreaktionskraft eine vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft erreicht, einen Zustand des Gleichgewichts mit dem von der Ankerreaktionskraft auf die Grundplatten ausgeübten Moment ein. Dann übertrifft das von der Ankerreaktionskraft auf die Grundplatten ausgeübte Moment das von der Backenbetätigungskraft auf die Grundplatten ausgeübte Moment, sobald die Ankerreaktionskraft die vorgegebene Verstärkung in bezug auf die Backenbetätigungskraft überschreitet. Folglich schwenken die Grundplatten in Richtung der Sekundärbacke, wobei der Ankerstift für die Primärbacke als Hebeldrehpunkt dient. Diese Schwenkbewegung der Grundplatten in Richtung der Sekundärbacke stößt den Eingangshebel durch den Ausgleichshebel, der von den ersten und zweiten Hebelstützstiften zurückgehalten wird, zurück und übt auf den Eingangshebel eine Bremsbegrenzungskraft im Hinblick auf eine Abnahme der Wirkung der Backenbetätigungskraft aus. Deshalb ist es möglich, durch Steuerung der Anpreßkraft der Bremsbacken gegen die Trommel in Entsprechung mit der Ankerreaktionskraft sowohl hinsichtlich der Bremskraft als auch hinsichtlich der Bremsstabilität eine hohe Leistungsfähigkeit zu garantieren.

Da der Backenansteuermechanismus der vorliegenden Erfindung zwischen dem Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus und den Bremsbacken angeordnet ist und die Steuerung der Bremskraft mechanisch bewirkt wird, kann nicht nur der herkömmliche Fluiddruck-Steller wie etwa ein hydraulischer Radzylinder verwendet werden, sondern auch ein elektrisch gespeister Steller, etwa unter Verwendung eines Elektromotors, sowie ein manueller Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus, wie er in einer Parkbremse oder dergleichen verwendet wird, geeigneterweise als Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus verwendet werden, weshalb der Backenansteuermechanismus sehr vielseitig ist. Folglich ist der Backenansteuermechanismus der vorliegenden Erfindung zum Einbau des elektrisch gespeisten Systems geeignet, um intelligenten Bremsfunktionen, hybriden Fahrzeugen und dergleichen gerecht zu werden.

Ferner besteht der Backenansteuermechanismus aus den Grundplatten, dem Ankerstift für die Sekundärbacke, den ersten und zweiten Hebelstützstiften, dem Ausgleichshebel und dem Eingangshebel, so daß eine relativ kleine Anzahl von Komponenten verwendet wird. Da die geschaffene Anordnung gleichzeitig dergestalt ist, daß nach dem Zusammenbau der Komponenten im voraus als Einheit diese zwischen das Bremsbackenpaar eingesetzt wird, ist es möglich, die Arbeitseffizienz beim Zusammenbau im Vergleich zur herkömmlichen Anordnung, bei der die Komponenten nacheinander zwischen dem Bremsbackenpaar einzeln zusammengesetzt werden, zu verbessern.

Dementsprechend ermöglicht der Backenansteuermechanismus der vorliegenden Erfindung, wenn dieser auf die Trommelbremse des Duo-Servo-Typs oder dergleichen angewandt wird, das Sicherstellen einer hohen Bremsleistung und der Bremsstabilität, erleichtert aufgrund seiner hervorragenden Vielseitigkeit den Einbau eines elektrisch gespeisten Systems und ermöglicht eine Verringerung der Herstellungskosten der Bremsanlage durch Verbesserung der Arbeitseffizienz beim Zusammenbau.


Anspruch[de]
  1. 1. Backenansteuermechanismus für eine Trommelbremse, bei dem eine von einem Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus erzeugte Backenbetätigungskraft auf eine Primärbacke und eine Sekundärbacke, die in einem Innenraum einer Trommel in einer Fläche-gegen-Fläche-Beziehung angeordnet sind, übertragen wird, um die Primärbacke und die Sekundärbacke gegen die Trommel zu drücken, und eine Anpreßkraft der Primärbacke und der Sekundärbacke gegen die Trommel entsprechend einer auf Ankerstifte für die Primärbacke und die Sekundärbacke ausgeübten Ankerreaktionskraft gesteuert wird, wobei der Backenansteuermechanismus umfaßt:

    eine am Ankerstift für die Primärbacke drehbar angebrachte erste Grundplatte, die einen Einführungsabschnitt für den Ankerstift für die Primärbacke aufweist;

    einen Ankerstift für die Sekundärbacke, der an einer Stelle, die in Umfangsrichtung der Trommel vom Einführungsabschnitt der ersten Grundplatte beabstandet ist, senkrecht angeordnet ist;

    einen ersten Hebelstützstift, der an einer Stelle, die auf der radial nach innen gerichteten Seite der Trommel vom Einführungsabschnitt der ersten Grundplatte beabstandet ist, senkrecht angeordnet ist;

    einen zweiten Hebelstützstift, der an einer Zwischenstelle zwischen dem ersten Hebelstützstift und dem Einführungsabschnitt der ersten Grundplatte senkrecht angeordnet ist;

    einen am ersten Hebelstützstift drehbar angebrachten und von diesem in seinem proximalen Endabschnitt gestützten Ausgleichshebel, der eine in seinem distalen Endabschnitt durchgängig ausgebildete Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung aufweist, wobei der zweite Hebelstützstift durch die Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung geführt ist, die letztere einen Bereich der Schwenkbewegung des Ausgleichshebels um den ersten Hebelstützstift begrenzt und eine äußere Begrenzungsfläche des distalen Endabschnitts gegen ein Ende der Primärbacke stößt; und

    einen Eingangshebel, der mit dem Ausgleichshebel und der Sekundärbacke in Kontakt gebracht wird und zur Übertragung der vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus auf diese ausgeübten Backenbetätigungskraft geeignet ist,

    wobei die auf die Primärbacke und die Sekundärbacke ausgeübte Anpreßkraft durch das Verhalten der ersten Grundplatte, des Ausgleichshebels und des Eingangshebels der durch den Ankerstift für die Sekundärbacke und den Eingangshebel während des Bremsens aufgebrachten Ankerreaktionskraft entsprechend begrenzt wird.
  2. 2. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, bei dem der Ankerstift für die Sekundärbacke, der erste Hebelstützstift, der zweite Hebelstützstift, der Ausgleichshebel und der Eingangshebel mit der ersten Grundplatte zusammengebaut sind.
  3. 3. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, bei dem nach dem Zusammenbau des Ankerstifts für die Sekundärbacke, des ersten Hebelstützstifts, des zweiten Hebelstützstifts, des Ausgleichshebels und des Eingangshebels mit der ersten Grundplatte zu einer Einheit die erste Grundplatte am Ankerstift für die Primärbacke angebracht wird, um den Backenansteuermechanismus mit einer Grundplatte der Trommelbremse zusammenzusetzen.
  4. 4. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, der ferner eine zweite Grundplatte umfaßt, wobei der Ausgleichshebel und der Eingangshebel zwischen der ersten Grundplatte und der zweiten Grundplatte sandwichartig angebracht sind.
  5. 5. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, bei dem die Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Ausgleichshebel ein in Umfangsrichtung der Trommel verlängertes Schlitzloch ist.
  6. 6. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, bei der die Bohrung zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Ausgleichshebel als Tasche ausgebildet ist.
  7. 7. Backenansteuermechanismus nach Anspruch 1, bei der der Eingangshebel einen Eingabeaufnahmeabschnitt zur Aufnahme der vom Betätigungskraft-Erzeugungsmechanismus erzeugten Backenbetätigungskraft aufweist, wobei der Eingabeaufnahmeabschnitt eine konvex gekrümmte Oberfläche besitzt.






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