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Dokumentenidentifikation DE19948510A1 19.04.2001
Titel Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere von Fräsern und Reibahlen
Anmelder Metall Kofler KG, Fulpmes, AT
Erfinder Kofler, Michael, Fulpmes, AT
Vertreter Grape & Schwarzensteiner, 80331 München
DE-Anmeldedatum 10.10.1999
DE-Aktenzeichen 19948510
Offenlegungstag 19.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2001
IPC-Hauptklasse B23B 31/20
IPC-Nebenklasse B23B 31/08   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen (12) zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken (14), insbesondere von Fräsern und Reibahlen, mit einer Spanneinrichtung (16) zur drehgesicherten Aufnahme des Werkzeuges (12), wobei die Spanneinrichtung (16) von der Vorrichtung (10) über ein die Spanneinrichtung (16) im wesentlichen drehfest abstützendes, elastisches Element (40) aufgenommen ist, sowie dessen Verwendung zum Entgraten von insbesondere Gußwerkstücken und/oder Stanzwerkstücken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere von Fräsern und Reibahlen.

Derartige Vorrichtungen, die unter anderem zum Entgraten von Gußteilen bzw. Stanzteilen Verwendung finden, sind allgemein bekannt. Das Entgraten von Gußteilen stellt allerdings besonders bei Werkstücken mit komplexer Formgebung einen erheblichen Aufwand dar. Ein der jeweiligen Form des Werkstückes folgendes Entgraten ist dabei mit den bisher bekannten Werkzeugen aufgrund der komplexen Bahnen nicht möglich. Es werden insoweit vorrangig manuelle Bearbeitungsverfahren, wie zum Beispiel Schleifen oder Meißeln, zum Entgraten von Gußteilen angewandt. Diese sind jedoch ausgesprochen zeitaufwendig und verursachen damit einhergehend nicht unerhebliche Kosten. Auch lassen sich diese Vorrichtungen bisher nicht in weiter oder gänzlich automatisierten Verfahren verwenden. Zwar ermöglichen Stanzverfahren zwischenzeitlich eine Verbesserung der Automatisierung. Solche Stanzverfahren aber wiederum verursachen ebenfalls eine Gratbildung, so daß zusätzliche Nacharbeiten erforderlich werden.

Darüber hinaus sind eine Profilschleifscheibe aus der DE 30 02 070 A1 bzw. eine Vorrichtung zum Entfernen von überschüssigem Material aus der DE 37 34 318 A1 bekannt, bei welchen die Werkzeuge an sich mit einer Schicht aus elastischem Werkstoff unterlegt sind. Diese Werkzeuge sind allerdings nicht nur ausgesprochen teuer, sondern auch nur ganz begrenzt zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken geeignet, da das jeweilige Werkzeug immer speziell auf die Kontour des gerade zu bearbeitenden Werkstücks angepaßt sein muß.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere von Fräsern und Reibahlen, zur Verfügung zu stellen, mit welcher sich die obigen Nachteile verhindern lassen, welche mithin konstruktiv besonders einfach ist und eine verbesserte Automatisierung bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung, Verringerung des Arbeitsaufwandes und damit einhergehend eine erhebliche Kosteneinsparung erhalten läßt.

Diese Aufgabe wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Demnach ist durch die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere von Fräsern und Reibahlen, mit einer Spanneinrichtung zur drehgesicherten Aufnahme des Werkzeuges, wobei die Spanneinrichtung von der Vorrichtung über ein die Spanneinrichtung im wesentlichen drehfest abstützendes, elastisches Element aufgenommen ist, eine besonders einfache Bauweise der Vorrichtung insgesamt erreicht. Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung einen höheren Automatisierungsgrad. Gleichzeitig lassen sich die bearbeiteten bzw. verarbeiteten Werkstücke in deren Qualität verbessern, kann die jeweilige Durchlaufzeit erhöht werden und läßt sich der Arbeitsaufwand insgesamt merklich verringern. Durch das elastische bzw. flexible Element nämlich ist eine Bahnkorrektur des Werkzeuges in Abhängigkeit von der jeweiligen Schnittkraft möglich. Die maximale Auslenkung wie das Auslenkverhalten des Werkzeuges kann durch Auslegung des elastischen bzw. flexiblen Elementes bestimmt und an die jeweiligen Vorgaben individuell angepaßt werden. Insbesondere wird bei jeder Konturänderung durch das Werkstück eine Vergrößerung bzw. eine Verringerung der Schnittkraft an den Schneiden des Werkzeuges hervorgerufen. Eine solche Änderung der Schnittkraft verursacht nun eine Bahnänderung des Werkzeuges, die ihrerseits durch das elastisch bzw. flexible Element und damit die Vorrichtung insgesamt ermöglicht wird. Eine solche Bahnanpassung wiederum ermöglicht dem Werkzeug, der Kontur des Werkstücks genau zu folgen. Damit einhergehend lassen sich erhebliche Kosteneinsparungen bei der Bearbeitung bzw. Verarbeitung von Werkstücken erreichen. Zudem ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung die Verwendung jeglicher Spannzangenaufnahmen bzw. Spannfutter, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind.

Weitere vorteilhafte Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 18 beschrieben.

Von besonderer Bedeutung für eine einfache Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Maßnahmen des Anspruchs 2, wonach das elastische Element aus elastomerem Material gebildet ist.

Das elastische Element aus elastomerem Material kann in diesem Zusammenhang in vorteilhafter Weise entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 3 durch Einlagen, insbesondere aus Metall oder dergleichen, versteift werden.

In alternativer Ausgestaltung dazu läßt sich eine besonders einfache Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ebenso mit den Merkmalen des Anspruchs 4 erhalten, wonach das elastische Element als Feder, beispielsweise in Form einer Schraubenfeder, eines Federstabes oder dergleichen, ausgebildet ist.

Entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 5 und 6 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine, insbesondere im wesentlichen becher- oder dergleichen -förmig ausgebildete, Aufnahmeeinrichtung auf, in welcher das elastische Element angeordnet ist. Auf diese Weise läßt sich eine ausgesprochen vielseitige Verwendung der Vorrichtung erhalten, da sämtliche herkömmlichen Werkzeuge, d. h. zum Beispiel sämtliche derzeit auf dem Markt erhältlichen Fräser und Reibahlen, unverändert zum Einsatz kommen können, gleichzeitig aber eine Auslenkung bzw. Bahnänderung des Werkzeuges in Abhängigkeit der auftretenden Schnittkraft ermöglicht ist.

Zur Vereinfachung der Montage bzw. Demontage der erfindungsgemäßen Vorrichtung dienen darüber hinaus die Maßnahmen des Anspruchs 7. Demnach ist die Spanneinrichtung über ein Befestigungselement, insbesondere eine Schraube, welches bzw. welche das elastische Element durchgreift, an der Vorrichtung befestigbar. Auf diese Weise ist es möglich, zum Beispiel mit wenigen Handgriffen das elastische Element durch ein anderes elastisches Element mit anderen Materialeigenschaften, zum Beispiel mit Shore-Härten von 20 bis 100, vorzugsweise 40 bis 60 etc., zu ersetzen. Die Vorrichtung nach der Erfindung kann mithin ausgesprochen einfach und schnell umgerüstet werden und an spezielle Verfahrensbedingungen, wie Vorschubgeschwindigkeit, Schnitttiefe, Schnittbreite, Materialeigenschaften des zu bearbeitenden Werkstückes etc., individuell und beliebig angepaßt werden.

Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung entsprechend den Ansprüchen 8 und 9, das Befestigungselement, insbesondere die Schraube, an der Vorrichtung über ein Lager, welches zweckmäßigerweise eine Kugelpfanne und eine damit zusammenwirkende Kugelscheibe umfaßt, abzustützen. Hierdurch ist sichergestellt, daß selbst geringfügige Auslenkungen des Werkzeuges von dem Befestigungselement und damit der gesamten erfindungsgemäßen Vorrichtung zugelassen werden.

Von besonderer Bedeutung für eine weiterhin vereinfachte konstruktive Ausgestaltung sind die Merkmale des Anspruchs 10, daß nämlich die Vorrichtung einen im wesentlichen hohlprofilierten Schaft oder dergleichen aufweist, der mit der Aufnahmeeinrichtung insbesondere integral ausgebildet ist. Alternativ dazu kann vorgesehen sein, den hohlprofilierten Schaft mit der Aufnahmeeinrichtung gegebenenfalls über Schrauben oder dergleichen miteinander lösbar zu verbinden.

In diesem Zusammenhang ist die konstruktive Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 11 ausgesprochen vorteilhaft. Danach kommt das Befestigungselement, insbesondere die Schraube, mit einem Ende in dem Schaft oder dergleichen der Vorrichtung an einem der Aufnahmeeinrichtung abgewandten flanschartigen Vorsprung zur Anlage. Mit dem anderen Ende ist das Befestigungselement in der Spanneinrichtung selbst konterbar.

Entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 12 umfaßt die Spanneinrichtung eine Spannzangenaufnahme, die in axialer und radialer Richtung mit dem elastischen Element zusammenwirkt.

Alternativ zu einer Spannzangenaufnahme kann die Spanneinrichtung gemäß den Ansprüchen 13 bis 15 jedoch ebenso andere Aufnahmen, wie zum Beispiel eine Weldon-Aufnahme insbesondere nach DIN 1835 B, eine Aufnahme für einen Aufsteckfräsdorn insbesondere nach DIN 6370 oder auch eine Aufnahme für einen Morsekegel insbesondere nach DIN 228 T1, T2, umfassen.

Ein solches axiales und/oder radiales Zusammenwirken läßt sich in vorteilhafter Weise durch die Merkmale der Ansprüche 16 und 17 realisieren. Einerseits weist die Spannzangenaufnahme oder dergleichen Aufnahme einen im wesentlichen axial in der Aufnahmeeinrichtung angeordneten, mit dem Befestigungselement zusammenwirkenden Befestigungsabschnitt auf, der mit seiner Außenfläche wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element anliegt. Andererseits weist die Spannzangenaufnahme oder dergleichen Aufnahme einen im wesentlichen radialen, die Aufnahmeeinrichtung weitgehend abschließenden flanschartigen Abschnitt auf, der mit seiner der Aufnahmeeinrichtung zugewandten Fläche wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element anliegt. Nicht zuletzt aufgrund des unmittelbaren Kontaktes zwischen der Aufnahmeeinrichtung und dem elastischen Element ist es möglich, auf jegliche Veränderung der Kontur eines Werkstücks umgehend zu reagieren. Das Werkzeug kann dabei gleichermaßen axial und/oder radial bewegt werden.

Schließlich liegt es noch im Rahmen der Erfindung, den flanschartigen Abschnitt und das elastische Element nach Anspruch 18 miteinander über eine Schraubverbindung zu verbinden. Alternativ kann ebenso eine Klebverbindung vorgesehen sein.

Diese Aufgabe wird darüber hinaus auf überraschend einfache Weise in Hinsicht auf die Verwendung der Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere Fräsern und Reibahlen, beim Entgraten von Gußwerkstücken und/oder Stanzwerkstücken nach Anspruch 19 gelöst.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnungen. Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere von Fräsern und Reibahlen,

Fig. 2 eine perspektivische auseinandergezogene Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach der Fig. 1,

Fig. 3 einen mittleren Längsschnitt durch die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2, in vergrößerter Darstellung, und

Fig. 4 eine schematische perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 zusammen mit einem Werkzeug zur spanenden Bearbeitung, insbesondere zum Entgraten eines teilweise abgeschnittenen Guß- bzw. Stanzwerkzeuges, in vergrößerter Darstellung.

Bei der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen 12 zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken 14, insbesondere von Fräsern und Reibahlen, sind einander entsprechende, gleiche Bauteile jeweils mit identischen Bezugsziffern versehen.

In den Fig. 1 bis 3 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen 12 zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken 14, insbesondere von Fräsern und Reibahlen, gezeigt. Die Vorrichtung 10 umfaßt eine Spanneinrichtung 16 zur drehgesicherten Aufnahme des Werkzeuges 12.

Die Spanneinrichtung 16 umfaßt bei der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform eine Spannzangenaufnahme 18, eine Spannzange 20 zum Einspannen eines Schaftes 22 des Werkzeuges 12 (vgl. Fig. 4) und eine Spannmutter 24.

Die Spannzange 20 kann von üblicher Art sein. So besitzt beispielsweise eine Standardspannzange von beiden stirnseitigen Enden ausgehende axiale Schlitze 26 und zumindest eine Kegelstumpffläche 28 zur Abstützung an mindestens einer entsprechend ausgeformten kegelstumpfförmigen Sitzfläche 30 der Spannzangenaufnahme 18.

Mit der Spannzange 20 wirkt die Spannmutter 24 zur drehgesicherten Festlegung des Werkzeuges 12 in der Spannzangenaufnahme 18 zusammen. Zu diesem Zwecke ist am Innenumfang der Spannmutter 24 ein Gegenkonus 32 und ein Innengewinde 34 vorgesehen. Der Gegenkonus 32 drückt gegen eine vordere Kegelstumpffläche 36 der Spannzange 20, wenn das Innengewinde 34 mit einem an der Spannzangenaufnahme 18 vorgesehenen Außengewinde 38 zusammenwirkt. Durch Anziehen der Spannmutter 24 wird die Spannzange 20 daher mit ihrer Kegelstumpffläche 28 einwärts in die Spannzangenaufnahme 18 gedrückt. Damit einhergehend werden die Spannzange 20 radial eingezogen und der Schaft 22 des Werkzeuges 12 fest eingespannt.

Wie insbesondere die Fig. 2 und 3 zeigen, ist die Spanneinrichtung 16 bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform von der Vorrichtung 10 über ein elastisches Element 40, das die Spanneinrichtung 16 im wesentlichen drehfest abstützt, aufgenommen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das elastische Element 40 aus elastomerem Material gebildet. Ein solches elastisches bzw. flexibles Element 40, das zwischen der als Werkzeugaufnahme dienenden Vorrichtung 10 und der Spanneinrichtung 16 angeordnet ist, ermöglicht eine Bahnkorrektur des Werkzeuges 12 in Abhängigkeit von der Schnittkraft. Die maximale Auslenkung wie auch das Auslenkverhalten an sich können durch eine spezifische Ausbildung des elastischen bzw. flexiblen Elementes 40 beliebig bestimmt und an die jeweiligen Vorgaben, wie Vorschubgeschwindigkeit, Schnitttiefe, Schnittbreite, Materialeigenschaften des zu bearbeitenden Werkstückes etc., individuell angepaßt werden.

Dementsprechend ist es ebenso denkbar, das elastische Element 40 aus elastomerem Material durch Einlagen, vorzugsweise aus Metall oder dergleichen, zu versteifen (nicht dargestellt). Darüber hinaus ist es alternativ denkbar, das elastische Element 40 auch als Feder, zum Beispiel in Form einer Schraubenfeder, eines Federstabes etc., auszubilden (ebenfalls nicht dargestellt).

Die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist entsprechend den Fig. 1 bis 4 eine Aufnahmeeinrichtung 42 auf, in welcher das elastische Element 40 angeordnet ist. Die Aufnahmeeinrichtung 42 ist dabei im wesentlichen becher- oder dergleichen -förmig ausgebildet.

Entsprechend der Fig. 3 ist die Spanneinrichtung 16 über ein Befestigungselement 44 an der Vorrichtung 10 befestigbar. Das Befestigungselement 44, welches das elastische Element 40 durchgreift, ist vorzugsweise als Schraube ausgebildet. Die Vorrichtung 10 umfaßt weiterhin einen im wesentlichen hohlprofilierten Schaft 46 oder dergleichen, der in eine nicht dargestellte Werkzeugaufnahmevorrichtung eingesetzt und von dieser drehsicher gehalten ist. Der hohlprofilierte Schaft 46 ist bei der dargestellten Ausführungsform der Vorrichtung 10 nach den Fig. 1 bis 4 mit der Aufnahmeeinrichtung 42 integral ausgebildet und im wesentlichen auf die Längsachse 48 der Aufnahmeeinrichtung 42 ausgerichtet. Ebenso ist es jedoch denkbar, hohlprofilierten Schaft 46 und Aufnahmeeinrichtung 42 miteinander, zum Beispiel über eine Schraubenverbindung, lösbar zu verbinden.

Das vorzugsweise als Schraube ausgebildete Befestigungselement 44, das in der Fig. 3 gezeigt ist, erstreckt sich durch den hohlprofilierten Schaft 46 über eine Durchgangsbohrung 50 oder dergleichen zwischen hohlprofiliertem Schaft 46 und Aufnahmeeinrichtung 42 in die Aufnahmeeinrichtung 42 hinein. Das Befestigungselement 44 wird insoweit zumindest teilweise von der Aufnahmeeinrichtung 42 und des darin eingebrachten elastischen Elementes 40 umgeben.

Mit einem Ende 52, beispielsweise in Form des Kopfes einer Schraube, kommt das Befestigungselement 44 in dem hohlprofilierten Schaft 46 der Vorrichtung 10 an einem flanschartigen Vorsprung 54, welcher der Aufnahmeeinrichtung 42 abgewandt ist, zur Anlage. Mit dem anderen Ende 56 ist das Befestigungselement 44 in der Spannzangenaufnahme 18 der Spanneinrichtung 16 konterbar.

Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, ist das Befestigungselement 44, insbesondere der Kopf einer Schraube, bei diesem Ausführungsbeispiel an der Vorrichtung 10, nämlich an dem flanschartigen Vorsprung 54 in dem hohlprofilierten Schaft 46 über ein Lager 58 abgestützt. Das Lager 58 umfaßt eine Kugelpfanne 60 und eine damit zusammenwirkende Kugelscheibe 62. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß das Werkzeug bereits kleinste Auslenkungen vornehmen kann, denen das Befestigungselement 44 aufgrund der schwenkbaren Lagerung an der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10bzw. an dem flanschartigen Vorsprung 54 auf der abgewandten Seite der Aufnahmeeinrichtung 42 in beliebiger Richtung nachfolgen kann.

Die Spanneinrichtung 16 gemäß der Fig. 3 umfaßt eine Spannzangenaufnahme 18, die in sowohl axialer als auch radialer Richtung mit dem elastischen Element 40 zusammenwirkt.

Einerseits weist die Spannzangenaufnahme 18 einen Befestigungsabschnitt 64 auf, der im wesentlichen axial in der Aufnahmeeinrichtung 42, also parallel zu der Längsachse 48 der Aufnahmeeinrichtung 42, angeordnet ist und mit dem Befestigungselement 44 zusammenwirkt. Insbesondere nimmt der Befestigungsabschnitt 64 der Aufnahmeeinrichtung 42 das andere Ende 56 des Befestigungselementes 44 auf und hält dieses. Der Befestigungsabschnitt 64 liegt dabei mit seiner Außenfläche 66 wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element 40 an.

Andererseits weist die Spannzangenaufnahme 18 einen flanschartigen Abschnitt 68 auf, der im wesentlichen radial verläuft und die Aufnahmeeinrichtung 42 weitgehend abschließt. Insoweit reicht der randseitige Bereich 70 des flanschartigen Abschnitts 68 bis nahe an die Innenfläche 72 der Aufnahmeeinrichtung 42 heran. Ein Zwischenraum 74 zwischen dem randseitigen Bereich 70 des flanschartigen Abschnittes 68 und der Innenfläche 72 der Aufnahmeeinrichtung 42 muß dabei allerdings erhalten bleiben, um eine Verschwenkung des Werkzeuges 12 gegenüber der Vorrichtung 10 zu ermöglichen. Die Größe des Zwischenraumes 74 bzw. des Spiels hängt dabei im wesentlichen von den Materialeigenschaften und Abmessungen des elastischen Elementes 40, dem durch das Lager 58 maximal zugelassenen Verschwenkwinkel des Befestigungselementes 44 etc., ab. Der flanschartige Abschnitt 68 liegt daher mit seiner der Aufnahmeeinrichtung 42 zugewandten Fläche 76 wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element 40 an.

Gegebenenfalls ist es möglich, den flanschartigen Abschnitt 68 und das elastische Element 40 miteinander zu verbinden, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung (nur durch strichpunktierte Linien angedeutet), einer Klebverbindung oder dergleichen.

Die Vorrichtung 10 nach der Erfindung eignet sich besonders gut für das Entgraten von Gußwerkstücken und/oder Stanzwerkstücken oder dergleichen Werkstücken mit Graten. Insbesondere zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 dadurch aus, als ein höherer Automatisierungsgrad ermöglicht wird und damit einhergehend die Qualität verbessert, die Durchlaufzeit erhöht, der Arbeitsaufwand verringert und letztendlich Kosten erheblich eingespart werden können.

In der Fig. 4 ist schematisch die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 dargestellt. Die Vorrichtung 10, die in einer nicht näher dargestellten Werkzeugaufnahmevorrichtung drehfest gehalten ist, wird in Pfeilrichtung 78 entlang einer noch nicht bearbeiteten Kontur 80 eines Grates an einem Werkstück 14, zum Beispiel einem Gußwerkstück und/oder Stanzwerkzeug, vorbeigeführt. Das Werkzeug 12 ist mit seinem Schaft 22 drehgesichert in der Spanneinrichtung 16 aufgenommen, die in die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 eingesetzt und von dieser drehgesichert gehalten ist. Das elastische Element 40 ist dabei von der etwa becher- oder dergleichen -förmig ausgestalteten Aufnahmeeinrichtung 42 abgedeckt.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt. So ist es durchaus möglich, in alternativer Ausgestaltung zu einer Spannzangenaufnahme jede andere dem Fachmann bekannte Aufnahme vorzusehen. Beispielsweise kann die Spanneinrichtung eine Weldon-Aufnahme insbesondere nach DIN 1835 B, eine Aufnahme für einen Aufsteckfräsdorn insbesondere nach DIN 6370 oder auch eine Aufnahme für einen Morsekegel insbesondere nach DIN 228 T1, T2 (jeweils nicht dargestellt) umfassen. Der Abschnitt bzw. Teil dieser Aufnahmen, welcher der Aufnahmeeinrichtung 42 zugewandt ist, kann dabei jeweils im wesentlichen identisch zu demjenigen der gezeigten Spannzangenaufnahme 18 ausgebildet sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen (12) zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken (14), insbesondere von Fräsern und Reibahlen, mit einer Spanneinrichtung (16) zur drehgesicherten Aufnahme des Werkzeuges (12), wobei die Spanneinrichtung (16) von der Vorrichtung (10) über ein die Spanneinrichtung (16) im wesentlichen drehfest abstützendes, elastisches Element (40) aufgenommen ist, sowie dessen Verwendung zum Entgraten von insbesondere Gußwerkstücken und/oder Stanzwerkstücken.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (40) aus elastomerem Material gebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Elemente (40) aus elastomerem Material durch Einlagen, insbesondere aus Metall oder dergleichen, versteifbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (40) als Feder ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) eine Aufnahmeeinrichtung (42) aufweist, in welcher das elastische Element (40) angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtung (42) im wesentlichen becher- oder dergleichen -förmig ausgebildet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (16) über ein das elastische Element (40) durchgreifendes Befestigungselement (44), insbesondere eine Schraube, an der Vorrichtung (10) befestigbar ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (44), insbesondere die Schraube, an der Vorrichtung (10) über ein Lager (58) abgestützt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (58) eine Kugelpfanne (60) und eine damit zusammenwirkende Kugelscheibe (62) umfaßt.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) einen im wesentlichen hohlprofilierten Schaft (46) oder dergleichen aufweist, der mit der Aufnahmeeinrichtung (42) lösbar verbunden, insbesondere integral ausgebildet, ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement (44), insbesondere die Schraube, mit einem Ende (52) in dem Schaft (46) oder dergleichen der Vorrichtung (10) an einem der Aufnahmeeinrichtung (42) abgewandten flanschartigen Vorsprung (54) zur Anlage kommt und mit dem anderen Ende (56) in der Spanneinrichtung (16) konterbar ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (16) eine Spannzangenaufnahme (18) umfaßt, die in axialer und radialer Richtung mit dem elastischen Element (40) zusammenwirkt.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (16) eine Weldon- Aufnahme umfaßt.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (16) eine Aufnahme für einen Aufsteckfräsdorn oder dergleichen umfaßt.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (16) eine Aufnahme für einen Morsekegel oder dergleichen umfaßt.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzangenaufnahme (18) oder dergleichen Aufnahme einen im wesentlichen axial in der Aufnahmeeinrichtung (42) angeordneten mit dem Befestigungselement (44) zusammenwirkenden Befestigungsabschnitt (64) aufweist, der mit seiner Außenfläche (66) wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element (40) anliegt.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannzangenaufnahme (18) oder dergleichen Aufnahme einen im wesentlichen radialen, die Aufnahmeeinrichtung (42) weitgehend abschließenden flanschartigen Abschnitt (68) aufweist, der mit seiner der Aufnahmeeinrichtung (42) zugewandten Fläche (76) wenigstens teilweise, und insbesondere spielfrei, an dem elastischen Element (40) anliegt.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der flanschartige Abschnitt (68) und das elastische Element (40) miteinander, insbesondere über eine Schraubverbindung oder Klebverbindung, verbindbar sind.
  19. 19. Verwendung der Vorrichtung zur Aufnahme und zum Halten von Werkzeugen zur spanenden Bearbeitung von Werkstücken (14), insbesondere Fräsern und Reibahlen, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zum Entgraten von Gußwerkstücken und/oder Stanzwerkstücken.






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