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Dokumentenidentifikation DE69518660T2 19.04.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0793739
Titel LAGERVORRICHTUNG
Anmelder Saco Lowell Inc., Greenville, S.C., US
Erfinder MORELL, Ricardo, E-08690 Barcelona, ES
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 69518660
Vertragsstaaten CH, DE, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.11.1995
EP-Aktenzeichen 959388067
WO-Anmeldetag 07.11.1995
PCT-Aktenzeichen US9513474
WO-Veröffentlichungsnummer 9616208
WO-Veröffentlichungsdatum 30.05.1996
EP-Offenlegungsdatum 10.09.1997
EP date of grant 30.08.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2001
IPC-Hauptklasse D01H 5/56

Beschreibung[de]
Hintergrund zu der Erfindung

Die Erfindung betrifft allgemein eine Walzenlagerungseinrichtung zur Verwendung bei Streckwalzen einer Textilverarbeitungsmaschine.

Walzen werden in einer Vielzahl von mechanischen Vorrichtungen eingesetzt und typischerweise dazu verwendet ein eine Maschine durchlaufendes Material zu transportieren und/oder zu bearbeiten. Walzen finden insbesondere bei der Papierherstellung und in der Druckindustrie Verwendung, wo sie in Papierherstellungsmaschinen, Druckmaschinen, Kopiermaschinen, etc. anzutreffen sind. Außerdem finden Walzen einen weiten Einsatz in der Textilindustrie, wo sie zum Transportieren und Bearbeiten von Fasermaterialien und insbesondere dazu benutzt werden Faserbänder zu längen oder zu "verstrecken", um die Gleichmäßigkeit der Faserbänder zu verbessern und zwar sowohl über die Länge eines speziellen Faserbandes als auch im Verhältnis von einem Faserband zu einem anderen. Diese Gleichmäßigkeit ist deshalb notwendig, weil sie letztendlich zu Garnen höherer Qualität und Festigkeit führt, was wiederum eine bessere Warenqualität ergibt.

Beim Verspinnen von Fasern werden unverdrehte Faserstränge, die auch als "Lunten" bekannt sind oder Faserstränge mit einem geringen Draht, die auch als "Vorgarn (Roving)" bezeichnet werden in eine Spinnmaschine (auch als "Spinnsstelle" bezeichnet) eingeführt, wo der Faserstrang schließlich zu einem Garn versponnen wird. Bei einer üblichen Ringspinnmaschine werden die Faserstränge entweder in Vorgarn - oder Faserbandform in die Spinnmaschine eingeführt. Das Vorgarn oder Faserband durchläuft sodann wenigstens zwei Paare, jeweils miteinander zusammenwirkender Walzen, die als "Streckwalzen" bekannt sind. Der Bereich zwischen den Streckwalzenpaaren ist als "Verzugsfeld" bekannt. Beim Eintritt in das Verzugsfeld werden die Fasern einfach als Faserstrang bezeichnet; sie werden in dem Verzugsfeld einer Verstreckung unterzogen.

Da das Prinzip des Verstreckens auf eine Verbesserung der Gleichmäßigkeit des Faserstranges abzielt, wird der Faserstrang in dem Streckfeld Zugbeanspruchungen unterworfen, um damit zu der Verkleinerung von Dickstellen oder anderen Unregelmäßigkeiten beizutragen, wobei er bei diesem Verfahren in Längsrichtung ausgezogen wird. Die auf den Faserstrang einwirkenden Zugkräfte rühren daher, dass das in Durchlaufrichtung vordere Walzenpaar an dem Verzugsfeld den Faserstrang mit einer höheren Geschwindigkeit transportiert als das in Durchlaufrichtung unmittelbar vorhergehende Walzenpaar, was zur Folge hat, dass der Faserstrang aus dem Verzugsfeld mit einer höheren Geschwindigkeit ausläuft als er in dieses eintritt, womit der Faserstrang in dem Verzugsfeld gelängt wird. Was somit Gestalt eines Faserbandes oder Vorgarns zunächst ein verhältnismäßig dicker Faserstrang ist, tritt aus dem Verzugsfeld als verhältnismäßig dünner Faserstrang aus. Beim Ringspinnen wer den die aus dem letzten Verzugsfeld der Spinnmaschine auslaufenden Fasern normalerweise unter Verdrehung auf eine umlaufende Spule aufgewickelt, womit der Faserstrang dann als "Garn" bezeichnet wird. Ähnliche Streckvorrichtungen können auch bei anderen Spinnverfahren, wie Ringspinnen, Verwendung finden, beispielsweise beim Wagen- oder Selfaktorspinnen, beim Open-Endspinnen und beim Düsenspinnen.

Normalerweise umfasst jedes Streckwalzenpaar einer Spinnmaschine eine angetrieben Walze, normalerweise die untere Walze, während die andere Walze dadurch angetrieben wird, dass sie an ihren beiden Enden mit der angetriebenen Walze physikalisch zusammenwirkt. An jeder Auflagestelle sind flexible Gummi- und/oder Kunststoffhülsen, die auch als "Walzenbezüge" bezeichnet werden oder Riemen, die auch "Riemchen" benannt werden oder bezugartige Riemchen (cot belts) vorgesehen, die tatsächlich mit der angetriebenen Walze zusammenwirken. An der Trennstelle der Bezüge oder Riemchen und der angetriebenen Walze ist ein Klemmstellenbereich ausgebildet, der den Faserstrang ergreift und weiter transportiert. Anzustreben ist es die Bezüge oder Riemchen in einem flexiblen und glatten Zustand und im Übrigen in einer solchen Beschaffenheit zu halten, dass Flachstellen oder Verschleißstellen vermieden sind.

Während des Betriebs der Spinnmaschine werden die Bezüge und Riemchen zunehmend gleichmäßig abgenutzt. Wenn aber die Maschine während einer bestimmten Zeitspanne, beispielsweise über ein Wochenende oder während der Wartungszeit, stillgesetzt wird, ist es zweckmäßig die Walzen der Streckwerkwalzenpaare voneinander zu trennen, damit die Bezüge oder Riemchen während der Zeit während der die Maschine außer Betrieb ist keine Vertiefungen oder Flachstel len an der Auflagestelle in dem Klemmstellenbereich bekommen. Die nicht angetriebene Walze jedes Walzenpaares ist in der Regel die obere Walze und dieser sind normalerweise Mittel zugeordnet, um sie an die untere, angetriebene Walze anzupressen, um damit einen engen Klemmstellenbereich für eine wirksame Mitnahme des Faserstranges zu erzielen. Gebräuchliche Mittel, um die Oberwalze auf die Unterwalze aufzupressen, umfassen Gewichtsbelastung, Federdruck oder die Verwendung von magnetischen Oberwalzen, die von den unteren, angetriebenen Walzen angezogen werden. Eine neuartige magnetische Walzenkonstruktion ist in der US-A- 5,448,803 (veröffentlicht am 12.09.95) geoffenbart.

Wegen der starken Anziehung der magnetischen Walzen an die jeweilige Unterwalze ist es für eine Bedienungsperson unter Umständen schwierig, beim Stillsetzen der Maschine eine magnetische Oberwalze einfach abzunehmen und auch die Oberwalze von der Unterwalze während eines vorübergehenden Maschinenstillstands, etwa über ein Wochenende, so weit abzuheben, dass die Ausbildung von Flachstellen auf den Bezügen oder Riemchen vermieden wird. Wichtig ist dabei auch, die Walzen nicht so weit voneinander zu trennen, dass die Bezüge oder Riemchen von dem gedrehten Garn ganz freikommen. Es wäre höchst unzweckmäßig, wenn der Drall in dem Garn entgegen der Faserlaufrichtung in das Streckfeld hineinläuft, was leicht geschehen kann, wenn die Walzen den Faserstrang vollständig freigeben. Bei Oberwalzen, die an ihren Enden drehbar gelagert sind, kann ein weiteres Problem in der Lagerung der Walzenenden entstehen. Bei in der Vergangenheit verwendeten magnetischen Oberwalzen kann die Orientierung einer Oberwalze gegenüber einer benachbarten Oberwalze deshalb wesentlich sein, weil bei diesen bekannten Konstruktionen die Oberwalzen entmagnetisiert werden können, wenn sie bezüglich der benachbarten Oberwalzen nicht richtig orientiert sind. Es müssen deshalb bestimmte erste magnetische Walzen mit Wellenstummeln vorgesehen werden, bei denen der Wellendurchmesser am einen Walzenende anders ist wie der Wellendurchmesser am anderen Walzenende. Dadurch dass ein Walzenhalter mit verschieden weiten Schlitzen zur Aufnahme der Walzenenden vorgesehen wurde, wurde eine falsche Orientierung der magnetischen Walze praktisch vermieden, indem nämlich die Walze nur dann in den jeweiligen Halter eingesetzt werden konnte, wenn der Durchmesser des jeweiligen Wellenstummels in den richtigen Schlitz des Halters passte. Da jedoch die Walzen damit in einer speziellen Weise eingesetzt werden mussten, konnte ein größerer Zeitaufwand für das Einsetzen entstehen. Bei der in der US-A-5,448,803 beschriebenen neuen magnetischen Walzenkonstruktion ist die Orientierung der neuen magnetischen Oberwalzen bezüglich anderer Oberwalzen nicht kritisch. Bei Verwendung eines oben beschriebenen bekannten Walzenhalters wäre es nun für eine die Walzen einsetzende Person zweckmäßig eine magnetische Walze mit an den beiden Enden jeweils angebrachten Lagerteilen schnell in die beiden zugeordneten Aufnahmen einsetzen zu können, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob die Lagerteile in einer speziellen Konfiguration angeordnet sind. Mit anderen Worten muss eine Bedienungsperson beim Walzeneinsetzen in der Lage sein, eine magnetische Walze einfach auf den Lagerhalter aufzusetzen, wobei die Lagerteile der magnetischen Walze dann von sich aus automatisch ordnungsgemäß in den jeweiligen Lageraufnahmen ihren richtigen Sitz finden.

Bei der vorliegenden Erfindung kann es bei der Lagerung magnetischer Walzen an deren Enden, insbesondere dann wenn die magentischen Walzen so beschaffen sind, dass sie zu ihrer drehbaren Lagerung vorragende Wellenstummel tragen, zweckmäßig sein, jeweils ein reibungsarmes Lagerteil zu haben, dass den jeweilige Wellenstummel aufnimmt und den Wellenstummel drehbar lagert. Die Lagerteile werden dann in Aufnahmen aufgenommen, wobei sie bezüglich der Aufnahmen ortsfest sind, oder sie können mit den Wellenstummeln umlaufen. In jedem Fall ist es zweckmäßig die Trennstelle zwischen den Wellenstummeln und den Lagerteilen reinzuhalten, um einen einwandfreien Lauf der Walzen zu gewährleisten. Diese Trennstellen reinzuhalten kann aber unter den Umgebungsbedingungen eines Textilherstellungsbetriebes besonders schwierig sein, bei denen Staub, Schmutzteile, Fasern und Feststoffteilchen auftreten können. Ohne besondere Mittel um die Trennstelle verschmutzungsfrei zu halten, erfordern die Walzen eine zusätzliche Wartung für Reinigungszwecke.

Darüber hinaus kann bei einer an ihren Enden gelagerten Streckwalze das Anstückeln eines bei laufender Spinnstelle gebrochenen Faserstranges recht schwierig werden. Bedienungspersonen mit dem dazu erforderlichen Geschick sind oft im Stande einen Teil des Garnes von der Spule herzuziehen und mit dem das letzte Verzugsfeld durchlaufenden Faserstrang zu verbinden, womit ein Anstückeln des Garns an den Faserstrang in dem letzten Verzugsfeld möglich ist. Bei Verwendung der bekannten magnetischen Walzenkonstruktionen, bei denen die Wellenstummel der Walzen unmittelbar jeweils in einer Aufnahme aufgenommen sind, war es nicht schwierig das Garn um einen in dem Aufnahmeschlitz gehaltenen Wellenstummel herum und wieder in das letzte Verzugsfeld zurückzuführen, um das Garn darin an einen Faserstrang anzusetzen.

Wenn aber ein Lagerteil und zwar insbesondere ein bezüglich der Aufnahme ortsfestes Lagerteil verwendet wird, kann das Durchziehen eines Garnes durch die Trennstelle zwischen dem Lagerteil und der Aufnahme zu einer so hohen Reibungsbeanspruchung führen, dass das Garn bricht bevor es in das letzte Verzugsfeld gebracht werden konnte. Deshalb sind Mittel zur Erleichterung des Garnanstückelns bei einem Streckwalzensystem wünschenswert, das Lagerhalterungsein- oder -vorrichtungen verwendet.

Es wurden schon Vorrichtungen für Walzen patentiert, zu denen eine in der US-A 3,481,006 - erteilt für Burnham - gehört, die ein magnetisches Streckwerk beschreibt, bei dem die Oberwalzen Endteile verkleinerten Durchmessers aufweisen, welche hülsenartige Elemente und Lagerblockelement mit dazwischen angeordneten, reibungsarmen Lagern tragen. Die Lagerblockelemente der Oberwalzen sind zwischen Schenkeln eines jeweiligen Trägerelements aufgenommen, das auf Schienen sitzt. Die US-A 2,610,353 - erteilt für Robinson et al - beschreibt Oberwalzen zur Verwendung in einem Streckwerk. Eine Welle ist in reibungsarmen Lagereinheiten aufgenommen, wobei jede Lagereitiheit ein Endteil mit endseitigen Flachstellen zur Aufnahme in einem Lagerblock aufweist.

Die US-A 1,286,936 - erteilt für Campbell - zeigt eine Spinnmaschinen-Oberwalze mit einem mittigen Element und konischen Ausnehmungen zur Aufnahme von konischen Zapfen. Die US-A 1,145,516 - erteilt für Schmid-Roos - beschreibt einen Staubschutz für eine Welle, die eine äußere Büchse aufweist gegen die bei umlaufender Welle unter Zentrifugalwirkung Material geschleudert wird.

Die US-A 3,246,372 - erteilt für Morell - offenbart eine Streckwalze, die an ihren Ende eine Gewinde zur Erleichterung des Garnanstückelns aufweist. Die US-A 2,686,940 - erteilt für Burnham - beschreibt eine magnetische Walzenlagerungseinrichtung, bei der Lagerscheiben vorgesehen sind, die auf Absätzen von Schienen aufliegen.

Die US-A 1,685,218 - erteilt für Homans - die US-A 2,198,279 - erteilt für Weinberger - und die US-A 3,409, 944 - erteilt für Hiroshi Kashimura et al - beschreiben jeweils andere patentierte Walzenlagerungssysteme.

Selbst in Anbetracht der bekannten Vorrichtungen besteht ein Bedürfnis für eine Lagerungseinrichtung, die die Aufgaben der vorliegenden Erfindung löst und die Merkmale der im Nachfolgenden im Einzelnen beschriebenen Erfindung aufweist.

Zusammenfassung der Erfindung

Wesentliche Aufgabe der Erfindung ist es eine Lagerungseinrichtung zur Lagerung einer Walze zu schaffen.

Die Walzenlagerungseinrichtung gemäß der Erfindung ist in dem Patentanspruch 1 definiert.

Die vorliegende Erfindung betrifft demgemäß eine Walzenlagerungseinrichtung zur Verwendung in Verbindung mit einer in einer Trägereinrichtung angeordneten Aufnahme, wobei die Walzenlagerungseinrichtung eine drehbare Walze mit einer mittigen Drehachse und mit zwei Enden aufweist, bei der wenigstens eines der beiden Enden einen kegelstumpfförmigen konischen, zu der mittigen Drehachse im Wesentlichen koaxialen, Hohlraum aufweist. Der kegelstumpf förmig gestaltete Hohlraum begrenzt eine erste ringsumlaufende Lagerfläche.

Außerdem ist ein Lagerelement oder -teil vorgesehen, das einen nach außen ragenden, kegelstumpfförmigen (konischen) Teil aufweist, auf dem eine zweite ringsumlaufende Lagerfläche zur im Wesentlichen koaxialen Aufnahme in dem kegelstumpfförmgien Hohlraum ausgebildet ist.

Darüber hinaus hat das Lagerteil ein in die Aufnahme einfügbares Teil, das im Wesentlichen ortsfest in die Aufnahme der Trägereinrichtng einsetzbar ist, derart, dass der kegelstumpfförmige Hohlraum der Walze auf dem nach außen ragenden kegelstumpfförmigen Teil bezüglich des Lagerteils drehbar so aufsetzbar ist, dass bei einer Drehbewegung der Walze die erste Lagerfläche sich relativ zu der zweiten Lagerfläche in deren unmittelbaren Nähe bewegt.

Im Einzelnen kann die Walze eine sich in Längsrichtung erstreckende Welle aufweisen, die im Wesentlichen koaxial bezüglich der mittigen Walzendrehachse sich in den kegelstumpfförmigen Hohlraum hinein erstreckt, während das Lagerteil einen Wellenaufnahmehohlraum zur im Wesentlichen koaxialen Aufnahme der Welle bei auf den kegelstumpfförmigen Teil des Lagerteils aufgesetztem, kegelstumpfförmigen Hohlraum der Walze aufweist.

Das Lagerteil kann eine mittige Lagerteilachse und ein Schulterteil aufweisen, wobei das Schulterteil ein erstes Profilteil und ein zweites Profilteil aufweist. Das erste Profilteil liegt in einem ersten Abstand von der mittigen Lagerteilachse, während das zweite Profilteil in einem zweiten Abstand von der mittigen Lagerteilachse liegt. Sowohl das erste als auch das zweite Profilteil ist bei Verdrehung des Schulterteils in der Aufnahme jeweils wahlweise mit der Aufnahme in Eingriff bringbar.

Außerdem kann die Aufnahme oder das Lagerteil wenigstens einen Vorsprung aufweisen, der zur Erleichterung des Einfügens eines gebrochenen Garnes das Lagerteil im Abstand von einer Wand der Aufnahme hält.

Es kann eine in Längsrichtung sich erstreckende schmutzabweisende Trennfläche vorgesehen sein, die die erste und die zweite, jeweils in Umfangsrichtung sich erstreckende Lagerfläche enthält. Diese schmutzabweisende Trennfläche weist einen ersten Bereich anschließend an das Ende der Walze und einen zweiten Bereich auf, der in einer zu der Walzenmitte hin weisenden Richtung innen angeordnet ist, derart, dass bei auf die zweite ringsum verlaufende Lagerfläche aufgesetzter erster ringsum verlaufender Lagerfläche und bei umlaufender Walze die Relativgeschwindigkeit zwischen dem ersten Bereich der schmutzabweisenden Trennfläche und der zweiten ringsum verlaufenden Lagerfläche größer ist als die Relativgeschwindigkeit zwischen dem zweiten Bereich der schmutzabweisenden Trennfläche und der zweiten ringsum verlaufenden Lagerfläche.

Die Erfindung umfasst außerdem eine Spinnmaschine zum Verspinnen eines Faserstranges, die eine Lagerungseinrichtung aufweist, wie sie in dem Patentanspruch 29 definiert ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Der vorgenannte Zweck, wie auch andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung, werden durch die nachfolgende detaillierte Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, in Zusammenschau mit der beigefügten Beschreibung und der Zeichnung deutlich, in welcher:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Lagerungseinrichtung gemäß der Erfindung ist;

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung zur Veranschaulichung des Einsetzens einer erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung in eine Aufnahme, im auseinandergenommenen Zustand, ist;

Fig. 3 eine Seitenansicht, teilweise im Ausschnitt, einer erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung ist;

Fig. 4 eine Seitenansicht, teilweise im Ausschnitt, einer erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung ist, unter Veranschaulichung der Lage einer Oberwalze eines Streckwerkes bei betriebsbereitem Streckwerk;

Fig. 5 eine Seitenansicht, teilweise im Ausschnitt, einer erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung in einer Stellung ist, in der eine Streckwalze in einer, Stellung für eine zeitweilige Betriebsunterbrechung gehalten ist;

Fig. 6 eine Seitenansicht, teilweise im Ausschnitt, einer erfindungsgemäßen Lagerungseinrichtung in einer Stellung ist, die die Abnahme einer Walze von einem Streckwerk erlaubt;

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung im auseinandergenommenen Zustand einer anderen Ausführungsform einer Lagerungseinrichtung gemäß der Erfindung ist und

Fig. 8 eine Teilseitenansicht einer alternativen Ausführungsform einer Lagerungseinrichtung ist.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die beigefügte Zeichnung und die nachfolgende Beschreibung erläutern die Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform. Es versteht sich jedoch, dass Fachleute auf dem Gebiet des Maschinenbaus die neuen Merkmale der dargestellten und beschriebenen Konstruktionen unter Veränderung gewisser Einzelheiten auch in anderem Zusammenhang einsetzen können. Demgemäß sind die Zeichnung und die Beschreibung nicht als eine Beschränkung des Schutzbereiches der Erfindung, sondern lediglich als weite, allgemeine Lehre zum technischen Handeln zu verstehen.

Im Einzelnen nun auf die Zeichnung bezugnehmend, in der gleiche Bezugzeichen in allen Ansichten gleiche Elemente oder Merkmale bezeichnen, ist die erfindungsgemäße Lagerungseinrichtung in den Figuren allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet.

In Fig. 1 ist eine allgemein mit 12 bezeichnete Spinnmaschine veranschaulicht, die ein allgemein mit 14 bezeich netes Streckwerk aufweist. Die Spinnmaschine weist ein allgemein mit 15 bezeichnetes Trägergestell und drei Streckwalzenpaare auf, die allgemein mit 18, 20, 22 bezeichnet sind und von denen jedes Walzenpaar über eine Oberwalze 24 und eine Unterwalze 28 verfügt. Die Unterwalzen 28 sind bei dieser speziellen Ausführungsform durch einen Antrieb in Drehbewegung versetzt, während die Oberwalzen 24, die vorzugsweise magnetisch sind durch Mitnahme durch die angetriebenen Unterwalzen angetrieben sind. Selbstverständlich könnten bei anderen Ausführungsformen auch die Oberwalzen angetrieben sein oder, falls gewünscht, könnte auch die jeweilige Unterwalze durch eine angetriebene Oberwalze in Umdrehung versetzt sein. Generell gesehen werden eine Anzahl Verzugsfelder 30, 32 über die Länge einer Spinnmaschine nebeneinander liegend angeordnet, so dass jederzeit eine Mehrzahl von Garnkörpern aus Garn 34 auf Spulen 38 (von denen lediglich eine dargestellt ist) gesponnen werden können. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Unterwalzen 28 verlängert sind und sich über mehrere parallel liegende Streckwerke oder "Stationen" 14 erstrecken. Die Oberwalzen 24 erstrecken sich aber typischerweise lediglich über die Breite einer Streckstation, wobei jedoch die Oberwalzen in der Regel an jedem ihrer Enden auf einen Faserstrang 40 einwirken, so dass in jeder Streckstation jeweils zwei Faserstränge gleichzeitig verstreckt werden.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Spinnmaschine werden vorzugsweise magnetische Walzen verwendet, die gemäß der US-A 5,448,803 aufgebaut sind, wenngleich die erfindungsgemäße Lagerungseinrichtung auch mit den üblichen magnetischen Walzen, mit federbelasteten Walzen, gewichtsbelasteten Walzen oder anderen Arten von Walzen eingesetzt werden kann. Die Lagerungseinrichtung 10 ist auch nicht auf den Einsatz bei Anwendungsfällen auf dem Gebiet der Textilstreckwerke beschränkt, sondern sie könnte auch in zahlreichen anderen Maschinen, wie Druckpressen, Papierherstellungsmaschinen, Fotokopiermaschinen, anderen Textilstreckmaschinen, Kalandermaschinen oder anderen Maschinen Verwendung finden, bei denen Walzen zum Transport und/oder zur Bearbeitung von Material eingesetzt sind.

Jede Oberwalze 24 trägt an jedem Ende (wobei lediglich eine Ende veranschaulicht ist) jeweils eine flexible, elastisch nachgiebige Hülse 42 oder einen entsprechenden Riemen 44 auf, wie diese als "Walzenbezüge" bzw. "Riemchen" bekannt sind. Walzenbezüge 42 sind in den Fig. 2 bis 7 dargestellt, während Riemchen 44 in Fig. 1 veranschaulicht sind. Die Riemchen 44 laufen über feststehende Riemchenkäfige 48 um und werden durch die Drehbewegung der Oberwalze und der Unterwalze angetrieben, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.

Die Streckwalzenpaare 18, 22 begrenzen jeweils zwischen sich, in Faserdurchlaufrichtung gesehen, ein oberes, ein mittleres und ein unteres Verzugsfeld 30 bzw. 32. Wenngleich in Fig. 1 eine Streckwerksstation veranschaulicht ist, die zwei Verzugsfelder aufweist, so ist doch darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Erfindung auch bei Streckwerkstationen Verwendung finden kann, die mehr oder weniger als zwei Verzugsfelder aufweisen.

Bei einer typischen Spinnmaschine werden Fasern in Gestalt von Faserbändern oder Lunten 58 von einem Wickel oder einer Spule 60 aus, zwischen die Walzen des oberen Streckwalzenpaars 18 an der zwischen diesen ausgebildeten Klemmstelle 62 eingeführt. Ein Klemmestellenbereich bein haltet das Zusammenwirken zwischen einem auf der Oberwalze 24 vorgesehenen Walzenbezug 42 und der jeweiligen Unterwalze 28. Wie in Fig. 4, die eine Oberwalze und eine Unterwalze in funktionsfähiger gegenseitiger Zuordnung veranschaulicht, dargestellt, ist der flexible Walzenbezug an der Stelle, an der er mit der Unterwalze in Berührung steht tatsächlich engedrückt. Dadurch wird eine stramm wirkende Trennstelle in dem Klemmstellenbereich 62 ausgebildet, um das Vorgarn oder das Faserband 58 zu ergreifen und es in das erste Verzugsfeld hereinzuziehen. Die Riemchen 44 wirken in ähnlicher Weise im Sinne der Ausbildung eines Klemmstellenbereiches bei dem mittleren Streckwalzenpaar 20. In ähnlicher Weise wirken die Walzenbezüge des unteren Walzenpaares 22 vergleichbar mit den in Durchlaufrichtung vorhergehenden Walzenbezügen.

Allgemein gesehen gilt, wenn angenommen wird, dass, jeweils in Durchlaufrichtung gesehen, die hinteren Walzen 18 mit einer bestimmten Drehzahl arbeiten, die mittleren Walzen 22 mit einer höheren Geschwindigkeit als die oberen Walzen arbeiten und die vorderen Walzen 22 mit einer noch höheren Geschwindigkeit zur Wirkung kommen. Dies bewirkt, dass der Faserstrang in dem ersten und in dem zweiten Verzugsfeld 30 bzw. 32 auseinandergezogen oder "verstreckt" wird. Dabei wird der Faserstrang beim Durchlaufen durch die Verzugsfelder 30, 32 gelängt, derart, dass der zwischen den vorderen Walzen austretende Faserstrang einen deutlich geringeren Durchmesser aufweist als beim Einlauf zwischen das hintere Walzenpaar 18.

Wenn man sich nun der Fig. 2 zuwendet, so ist dort die Lagerungseinrichtung deutlich veranschaulicht. Die Lagerungseinrichtung 10 nimmt die Welle 64 einer Oberwalze auf, oder aber alternativ, wie dies in Fig. 7 veranschaulicht ist, kann die Lagerungseinrichtung 10' auch ein allgemein mit 68 bezeichnetes Ende aufnehmen, dass keinen Wellenstummel trägt. Die Lagerungseinrichtung 10, wie sie in den Fig. 2, 3 dargestellt ist, weist ein Lager- oder Gehäuseteil 70 auf, das einen nach außen vorragenden kegelstumpfförmigen Teil 72 trägt. In dem Lagerteil und konzentrisch zu dem kegelstumpfförmigen Teil 72 ist eine Lagerkammer 74 (Lagerhohlraum) ausgebildet, die zur Aufnahme eines von einer Streckwalze nach außen vorragenden Wellenstummels 78 dient. Die Welle 64 kann so ausgebildet sein, dass sie mit der Streckwalze umläuft; sie kann aber auch feststehen, wobei die Walze dann relativ dazu umläuft. Wenn auch lediglich ein Ende der Walze dargestellt ist, so weisen das andere Ende und dessen Lagerungseinrichtung die gleiche oder eine ähnliche Konstruktion auf. Die Lagerungseinrichtung 10 kann aus Metall, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material gegossen oder in anderer Weise hergestellt sein.

Wie in Fig. 3 dargestellt, ragt von dem Lager- oder Gehäuseteil der Lagerungseinrichtung 10 ein Hebelarm 80 vor, der an seinem Ende ein handgriffartiges Teils 82 trägt. Aus Fig. 2 geht hervor, dass auf einem allgemein mit 84 bezeichneten Umfangsprofilteil der Lagerungseinrichtung 10 ein Schulterteil 88 ausgebildet ist, das mehrere allgemein mit 90 bezeichnete Nockenflächen und mehrere allgemein mit 92 bezeichnete ebene Flächen aufweist, deren Funktion im Weiteren im Einzelnen noch beschrieben werden wird. Das Schulterteil 88 der Lagerungseinrichtung 10 kann auch mit einer oder mehreren Rippen, Leisten, Vorsprüngen oder dergleichen versehen sein, wie sie allgemein bei 94 angedeutet sind, um die Umfangsfläche 84 der Lagerungsein richtung 10 etwas von einer oder mehreren, allgemein mit 98 bezeichneten Wänden beabstandet zu halten, die eine allgemein mit 100 bezeichnete Aufnahme in einem Trägerarm 102 begrenzen. Die Wände 98 könnten im Übrigen auch derartige Rippen oder dergleichen zusätzlich oder anstatt der auf dem Schulterteil 88 der Lagerungseinrichtung 10 vorgesehenen entsprechenden Teile aufweisen.

Die allgemein mit 108 bezeichnete Streckwalzenstirnseite begrenzt einen kegelstumpfförmigen Hohlraum 110, der im Betrieb passend von dem kegelstumpfförmigen Teil 72 der Lagerungseinrichtung 10 aufgenommen ist. Die auf dem kegelstumpfförmigen Teil der Lagerungseinrichtung und in dem kegelstumpfförmigen Hohlraum der Walze 114 ausgebildeten Lagerflächen wirken im Betrieb so zusammen, dass sie das Eintreten von Verschmutzungen in dem Bereich zwischen den Lagerflächen verhüten. Dies rührt daher, dass die relative Oberflächengeschwindigkeit zwischen den Lagerflächen 112, 114 an der Eintrittsstelle 118 des allgemein mit 120 bezeichneten Bereiches wesentlich größer ist als die Relativgeschwindigkeit in dem Basis- oder Grundabschnitt 122 des Hohlraumes 110 in dem Endteil 108. Diese Ausbildung führt dazu, dass irgendwelche Schmutzteilchen, die in diesem Bereich eindringen wollen durch Zentrifugalkräfte abgeschleudert werden; sie bewirkt aber von vornherein, was wichtiger ist, das Eindringen von Verschmutzungen in diesem Bereich.

Wenn in den Figuren auch zusammenpassende kegelstumpfförmige Flächen und Lagerflächen dargestellt sind, so versteht sich doch, dass ohne von der Lehre der Erfindung abzuweichen auch Variationen dieser Flächen vorgesehen werden könnten. So könnte zum Beispiel anstelle einer kegelstumpfförmigen Zapfen-/Hohlraumausbildung ein paralleloidförmiger Zapfen und ein entsprechend gestalteter Hohlraum verwendet werden, wobei die Lehre dahingeht, dass die größte Relativgeschwindigkeit zwischen der Lagerungsseinrichtung und dem Ende der Walze an dem am weitest außen liegenden Walzenende liegt, das Schmutzteilchen vom Eintritt in diesen Bereich wegschleudern will.

Allgemein mit 123 bezeichnete Halte- oder Arretierungsmittel können dazu vorgesehen sein, um die Lagerungseinrichtung 10 an der Welle 64 der Walze zu halten. Zur Verbindung der Lagerungseinrichtung 10 mit der Welle 64 können viele Haltemittel verwendet werden, doch kann, wie in Fig. 3 veranschaulicht, die Welle 64 mit einer ringsumlaufenden Nut 126 ausgebildet sein, in die ein Rippenteil 126 eingepasst ist, welches sich ringsum erstreckend, segmentiert oder als einziger Vorsprung ausgebildet sein kann, um über die Lagerungseinrichtung 10 an der Welle 64 zu befestigen.

Die Rippe 127 ist vorzugsweise in dem Maß elastisch nachgiebig, dass die Welle 64 in die Wellenkammer 74 der Lagerungseinrichtung eingeführt werden kann, wobei, wenn die Rippe 127 zu der Nut 126 kommt, die Rippe 127 lagerichtig in die Nut 126 einschnappt. Es ist zweckmäßig, dass die Rippe 127 schmäler ist als die Nut 126, so dass die Rippe in der Nut 126 sich etwas von Seite zu Seite bewegen kann und demgemäß die Lagerungseinrichtung 10 in einem gewissen Maß bezüglich der Welle 64 zur Seite hin schwimmen kann. Alternativ könnte anstatt der Anordnung einer Rippe oder eines Vorsprungs in der Wellenkammer der Lagerungseinrichtung 10 die Kammer mit einer ringsumlaufenden (nicht dargestellten Nut) versehen werden, während die Welle mit einem Vorsprung, einem Ring oder einer anderen in die Nut passenden Einrichtung versehen sein könnte, die dem gleichen Zweck dient, nämlich die Lagerungseinrichtung 10 an der Welle 64 zu halten.

Bezugnehmend auf die Fig. 4 bis 6 wird das Zusammenwirken zwischen den Nockenflächen 90 der Lagerungseinrichtung 10 und der Aufnahme 100 des Trägerarmes 2 erläutert. Fig. 4 veranschaulicht die Zusammenhänge zwischen den Nockenflächen 90 der Lagerungseinrichtung 10, wenn eine obere Streckwalze 24 im Betriebs- oder im "Lauf"-Zustand ist. Wie dargestellt, wirkt der Walzenbezug 42 ordnungsgemäß mit der Unterwalze 28 zusammen, um gemeinsam einen Faserstrang vorzubewegen. Die Lagerungseinrichtung 10 könnte naturgemäß auch im Zusammenhang mit einer Walze eingesetzt werden, die anstelle eines Bezuges ein Riemchen hat. Dieser Aufbau ist zweckentsprechend und ergibt eine im Wesentlichen gleichmäßige Abnutzung des Walzenbezugs oder des Riemchens beim Betrieb der Maschine. Wenn jedoch die Maschine während einer vorbestimmten Zeitspanne stillgesetzt werden muss, kann das Zusammendrücken des Walzenbezugs oder Riemchens zur Ausbildung einer Vertiefung oder Eindrückung in dem Walzenüberzug oder Riemchen führen, so dass beim Wiederingangsetzen der Maschine diese Vertiefung den gleichmäßigen Verzug des Faserstrangs beeinträchtigt.

Fig. 5 veranschaulicht die Funktion der Lagerungseinrichtung 10 beim geringfügigen Abheben des Walzenbezugs 42 von der Unterwalze 24, wenn die Spinnmaschine für eine begrenzte Zeitspanne, etwa über ein Wochenende, während der Betriebsferien oder während der Wartungszeit der Spinnmaschine stillgesetzt wird. Wie in Fig. 5 dargestellt, wird der Walzenbezug gerade ein wenig von der Unterwalze 28 abgehoben, wobei er aber immer noch mit dem dazwischenliegen den Faserstrang in Eingriff bleibt. Dazu ist darauf hinzuweisen, dass wenn hier auch dargestellt ist, dass die Oberwalze 24 verstellt werden kann, die Walzen auch vertauscht sein könnten, derart, dass, falls zweckentsprechend, die Oberwalze ortsfest und die Unterwalze beweglich ist. Die Eingriffnahme auf den Faserstrang ist vorzugsweise derart, dass ein in Laufrichtung hinter dem Klemmstellenbereich 63 vorhandener Drall nicht durch den Klemmstellenbereich in den in Laufrichtung davorliegenden Abschnitt des Faserstranges übertragen wird, was nach dem Wiederingangsetzen der Maschine eine Beeinträchtigung des in Laufrichtung davorliegenden Verzugs des Faserstrangs zur Folge hätte.

Der Unterschied zwischen dem Abstand der Oberwalze von der Unterwalze, wie er in den Fig. 4 und 5 veranschaulicht, ist durch das unterschiedliche Zusammenwirken zwischen den Nockenflächen 90 der Lagerungseinrichtung 10 und den Wänden 98 der Aufnahme bedingt. So berühren zum Beispiel in Fig. 4 die Bereiche 124, 125 der Nockenfläche, die auf der Schulter 88 der Lagerungseinrichtung ausgebildet sind, die Wände 98 der Aufnahme 100, wobei die Welle der Walze in einem vorbestimmten Abstand oberhalb der Bezugsfläche oder des Bodens 128 der Aufnahme 100 liegt. Durch Verdrehung der Lagerungseinrichtung 10 im Gegenuhrzeigersinn, bezogen auf die Fig. 4, S. kommen die Bereiche 130, 132, 133 der Schulter der Lagerungseinrichtung in Anlage an den Wandflächen 134, 136 und 137 sowie der Bezugs-Bodenfläche 128, wobei dabei die Oberwalze von der Unterwalze abgehoben wird, derart, dass ein Faserstrang in dem Klemmstellenbereich zwischen den Walzen weiterhin festgehalten bleibt. Die Oberwalze 24 wird aber so weit von der Unterwalze wegbewegt, dass keine oder lediglich eine mini male Eindrückung des Walzenbezugs 42 an der Druckstelle zwischen den Walzen auftritt. Auf diese Weise wird eine schädliche Deformation des Walzenbezugs während des Maschinenstillstands verhütet. Bei Wiederingangsetzen der Maschine wird der Hebel einfach im Uhrzeigersinn in die Stellung nach Fig. 4 zurückgedreht, in der der Walzenbezug oder gegebenenfalls das Riemchen von der Unterwalze zusammengepresst wird. Bezugnehmend nun auf Fig. 6 ist dort eine dritte Stellung der Lagerungseinrichtung veranschaulicht. In diese Stellung wurde die Lagerungseinrichtung noch weiter im Gegenuhrzeigersinn verdreht als dies in Fig. 5 dargestellt ist, wobei die Bereiche 140, 142, 144 der Schulter nunmehr an den Wandteilen 134, 136, 137 der Aufnahme 100 anliegen. Bei dieser Einstellung ist die Oberwalze nun vollständig von der Unterwalze um einen Betrag abgehoben, der zum Abnehmen der Oberwalze ausreicht. In dieser Stellung besteht nur eine geringe oder gar keine Berührung zwischen dem Walzenbezug und dem durch den Klemmstellenbereich durchlaufenden Faserstrang.

Die Abnahmestellung der Oberwalze ist besonders dann von Bedeutung, wenn eine magnetische Streckwalze verwendet wird, wie sie in der US-A 5,448,803 dargestellt ist, und zwar wegen der ungewöhnlich starken magnetischen Anziehungskraft, die bei dieser Streckwalzenkonstruktion vorhanden ist. Die durch die in Fig. 6 veranschaulichte Konstruktion gegebene Trennung der Walzen erlaubt die Abnahme der Oberwalze in der Weise, dass die Oberwalze einfach ergriffen und herausgezogen wird oder alternativ die Handgriffe 82 der Lagerungseinrichtungen ergriffen und gemeinsam abgezogen werden, wodurch die Oberwalze und die Lagerungseinrichtungen 10 aus einem Verzugsfeld abgenommen werden. Die Verwendung der Handgriffe 82 zum Abziehen der Streckwalze erleichtert die Abnahme der Streckwalze, ohne dass die Bedienungsperson ihre Hand in das Verzugsfeld bringen muss.

Eine Seitenansicht einer alternativen Ausführungsform einer alternativen, erfindungsgemäßen Ausführungsform einer Lagerungseinrichtung 210 ist in Fig. 8 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind kein Hebelarm und keine Nockenflächen dargestellt, doch könnten diese auch vorgesehen sein. Drei Seiten 212, 214, 216 an dem Ende 218 der Lagerungseinrichtung 210 sind derart ausgebildet, dass sie in die Aufnahme 100 eingepasst sind, während eine dritte Seite überdimensioniert ist und vorzugsweise ein gekrümmtes Profil 222 aufweist, derart dass das Querschnittsbild der Lagerungseinrichtung eine etwa D-förmige Profilgestalt aufweist. Mit anderen Worten ist eine Breitendimension D1 des Endes der Lagerungseinrichtung größer als eine andere Breitendimension D2. Durch die Verwendung einer solchen Ausbildung für das Ende dieser Art einer Lagerungseinrichtung 210 kann die Bedienungsperson die Lagerungseinrichtung 210 auf die Enden einer Streckwalze einfach aufschieben und die Enden neben die Aufnahmen 100 des Trägerarmes legen. Wenn die Streckwalze sich zu drehen beginnt, drehen sich auch die Lagereinrichtungen 210, wenn sie nicht schon von vornherein in der jeweiligen Aufnahme sitzen, bis die Abmessung D2 in der Aufnahme zu liegen kommt. Dies rührt daher, dass die Aufnahme 100 so bemessen ist, dass sie den die Abmessung D2 aufweisenden Teil der Lagerungseinrichtung aufnehmen kann, aber zu klein ist, um den Teil mit der Abmessung D1 der Lagerungseinrichtung aufzunehmen. Auf diese Weise fügen sich die Lagerungseinrichtungen 210 in kurzer Zeit von selbst in die Aufnahmen ein, wodurch die Positionierung der Streckwalzen erleichtert wird. Es versteht sich jedoch, dass auch verschiedene andere Profilgestaltungen anstelle der D-förmigen Gestaltung verwendet werden könnten, die dann gleiche Resultate ergäben.

Ein anderes wesentliches Merkmal liegt in der Konstruktion der Trägerarme 102, die so aufgebaut sind, dass sie eine gewisse Biegsamkeit aufweisen und dass sie sich bei der Bewegung der Lagerungseinrichtungen innerhalb der Aufnahmen tatsächlich um ein vorbestimmtes Maß verbiegen. Wie in Fig. 5 veranschaulicht, wird bei der Verdrehung der Lagerungseinrichtung von der in Fig. 4 dargestellten "Lauf"-Stellung in die in Fig. 5 veranschaulichte "Stopp"- Stellung der Trägerarm 102 um ein vorbestimmtes Maß nach unten gedrückt bis er an einem Teil der Spinnmaschine oder, wie dargestellt, an der der gerade nach oben bewegten Oberwalze zugeordneten unteren Streckwalze 28 anliegt. Wenn der Trägerarm an der Unterwalze 28 zur Anlage kommt, bietet die Aufnahme im Wesentlichen ortsfeste Bezugsflächen, an denen die Nockenflächen 90 der Lagerungseinrichtung beim Abheben der magnetischen Walze von der Unterwalze sich abstützen. Die gleiche nach unten zu gerichtete Verbiegung des Trägerarms kann auch auftreten, wenn die Walze aus der "Stopp"-Stellung in die "Abnahme"-Stellung nach Fig. 6 überführt wird. Da der Abstand zwischen der Unterseite des Trägerarmes und der Unterwalze ein bekannter Abstand ist, wirkt der Boden 128 der Aufnahme 100 als eine Art Lehrenfläche. Der Boden 128 hebt in Verbindung mit den Nockenflächen der Lagerungseinrichtung die Oberwalze um ein vorbestimmtes Maß an, das einerseits so groß ist, dass sichergestellt ist, dass der Faserstrang in einem dazwischen ausgebildeten Klemmstellenbereich festgehalten bleibt, das aber andererseits nicht so groß ist, dass ein in dem in Durchlaufrichtung vorderen Abschnitt des Fasserstranges vorhandener Drall sich entgegen der Laufrichtung nach oben fortpflanzen kann. Diese Situation ist in Fig. 5 veranschaulicht. Der Trägerarm ist zwar im Wesentlichen nach Art eines einarmigen Hebels ausgebildet dargestellt, doch versteht sich, dass anstelle dessen auch eine starre Trägerkonstruktion, die sich nicht nach unten zu verbiegt, verwendet werden könnte, um Bezugsstellen für die Nockenflächen zu erhalten. Alternativ könnte der Trägerarm auch in einer anderen Weise, wie dies die dargestellte einarmige Hebelkonstruktion ermöglicht, nach unten bewegbar sein, wobei er auch eine Spiral- oder Blattfeder oder andere geeignete Mittel dazu verwenden könnte um eine verhältnismäßig genaue Bewegung der Walze zu ermöglichen. Wie in Fig. 2 dargestellt, wird durch Rippen oder Vorsprünge 84, die auf dem Schulterprofil 88 der Lagerungseinrichtung 10 und/oder den Wänden der Aufnahme vorgesehen sind, in wirkungsvoller Weise ein Spalt 150 zwischen der Schulter 88 und den Wänden der Aufnahme erzeugt, der die Einführung eines Faserstranges erlaubt.

Falls ein Faserstrang während des Verzugsvorgangs abreißt, kann die Bedienungsperson den abgerissenen Faserstrang wieder an den Faserstrang möglicherweise ansetzen, der durch ein in Durchlaufrichtung weiter hinten liegendes Verzugsfeld der benachbarten Streckwalze läuft. Beim Anstückeln des Faserstranges kann die Bedienungsperson das Garn in den zwischen der Schulter und den Wänden der Aufnahme vorhandenen Spalt 150 ziehen, um das Ende der Lagerungseinrichtung herum und unter dieser durch sowie möglicherweise längs der gegenüberliegenden Seite der Schulterflächen der Lagerungseinrichtung entlang und sodann in das benachbarte Verzugsfeld einführen. Die Bedienungsperson ergreift den in das Verzugsfeld einlaufenden Faserstrang und fügt ihn mit dem (nicht dargestellten) abgerissenen Ende zusammen, um den Faserstrang so wieder durchgehend herzustellen. Durch die Anordnung der Rippen auf den Schulterteilen und/oder auf den Wänden der Aufnahme wird eine großflächige reibschlüssige Berührung zwischen der Lagerungseinrichtung, dem Faserstrang und den Wänden der Aufnahme auf ein Minimum reduziert. Beim Herumführen um und unter den Schulterteilen der Lagerungseinrichtung durch muss der Faserstrang lediglich an den verrippten Teilen 94 vorbeikommen, die die einzigen Stellen sind, an denen die Lagerungseinrichtung tatsächlich an der Auflage liegt. Wenn auch die Kräfte an diesen Stellen konzentriert sind, so ist doch zu erwarten, dass dabei weniger Bruchprobleme auftreten als gegebenenfalls hervorgerufen werden könnten, wenn der Faserstrang auf einem längeren Weg durch eine Trennstelle zwischen einer durchgehenden Fläche der Lagerungseinrichtung und einer Wand der Aufnahme sowie deren Boden durchgezogen würde, womit also die Anstückelungsbedingungen für einen gebrochenen Faserstrang verbessert werden. Mit anderen Worten, die Verwendung der Rippen führt zu einer erheblichen Verringerung des Risikos, dass das Garn beim Einbringen in das Verzugsfeld abgerissen wird.

Wenn auch lediglich drei Oberwalzenstellungen erörtert wurden, nämlich die Lauf-, die Stopp-, und die Abnahme- Stellung, so versteht sich doch, dass die Lagerungseinrichtung 10 im Bedarfsfall mit einer Vielzahl von Nockenflächen versehen werden kann, um gegebenenfalls mehrere verschiedene Abstände zwischen der Oberwalze und der Unterwalze einstellen zu können. Zusätzliche Nockenflächen oder eine durchgehende keulenförmige Nockenfläche oder dergleichen können solche unterschiedliche Einstellungen ermöglichen und können bei der Verwendung von magnetischen Walzen für Faserstränge unterschiedlicher Durchmesser, Zusammensetzungen, Eigenschaften, etc. sowie für unterschiedliche Betriebsbedingungen zweckmäßig sein.


Anspruch[de]

1. Walzenlagerungseinrichtung zur Verwendung in Verbindung mit einer in einer Trägereinrichtung angeordneten Aufnahme (100), wobei die Walzenlagerungseinrichtung aufweist:

- eine drehbare Walze (24) mit einer mittigen Drehachse und zwei Enden;

- ein Lagerelement (70);

dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der beiden Enden einen teilweise konischen, zu der mittigen Drehachse im Wesentlichen koaxialen Hohlraum (110) begrenzt, wobei in dem im Wesentlichen konischen Hohlraum eine erste Lagerfläche (112) ausgebildet ist; und

dass das Lagerteil (70) einen nach außen ragenden, teilweise konischen Teil (72) aufweist, auf dem eine zweite Lagerfläche (114) zur im Wesentlichen koaxialen Aufnahme in dem kegelstumpfförmigen Hohlraum der Walze ausgebildet ist, derart, dass der teilweise konische Hohlraum (110) der Walze (24) auf den nach außen ragenden, teilweise konischen Teil (72) bezüglich des Lagerteiles drehbar derart aufsetzbar ist, dass bei einer Drehbewegung der Walze die erste Lagerfläche (112) sich um die zweite Lagerfläche (114) in deren unmittelbarer Nähe bewegt.

2. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Lagerteil (70) ein in die Aufnahme einfügbares Teil aufweist, das im Wesentlichen ortsfest in die Aufnahme der Trägereinrichtung einsetzbar ist.

3. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch, 2 bei der das in die Aufnahme einfügbare Teil einen ersten Abschnitt mit größerer Breite als die Aufnahme und einen zweiten Abschnitt von im Wesentlichen der gleichen Breite wie die Aufnahme aufweist.

4. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der das in die Aufnahme einfügbare Teil wenigstens einen Fortsatz aufweist, der bei in die Aufnahme eingesetztem in die Aufnahme einfügbarem Teil mit der Aufnahme in Eingriff steht.

5. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die außerdem dem Lagerteil und der Walze zugeordnete Haltemittel aufweist, um das Lagerteil in der Nähe der Walze zu halten.

6. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Walze (24) eine sich in Längsrichtung erstreckende Welle (78) aufweist, die im Wesentlichen koaxial bezüglich der mittigen Walzendrehachse sich in den teilweise konischen Hohlraum hinein erstreckt, und bei der das Lagerteil (70) einen Wellenaufnahmehohlraum (74) zur im Wesentlichen koaxialen Aufnahme der Welle bei auf den teilweise konischen Teil des Lagerteils aufgesetztem teilweise konischem Hohlraum der Walze aufweist.

7. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 6, die außerdem dem Lagerteil und der Welle zugeordnete Arretierungsmittel zum Arretieren des Lagerteils auf der Wel le aufweist.

8. Walzenlagetungseinrichtung nach Anspruch 7, bei der die Arretierungsmittel eine Nut in der Welle und einen Vorsprung auf dem Lagerteil aufweisen, auf den die Nut der Welle aufschiebbar ist.

9. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der das Lagerteil einen einstückigen, massiven Aufbau aufweist.

10. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das Lagerteil (70), eine Lagerteil-Achse und ein Schulterteil (88) aufweist, wobei das Schulterteil wenigstens ein erstes Profilteil (124) und ein zweites Profilteil (125) aufweist, wobei das erste Profilteil in einem ersten Abstand von der Lagerteil-Achse und das zweite Profilteil in einem zweiten Abstand von der Lagerteil-Achse liegt, jedes der beiden Profilteile, bei Verdrehung des Schulterteils in der Aufnahme im Wesentlichen um die Lagerteil-Achse, wahlweise mit der Aufnahme (100) in Eingriff bringbar ist.

11. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die erste Lagerfläche (112) sich im Wesentlichen über den Umfang des teilweise konischen Hohlraumes erstreckt und die zweite Lagerfläche (114) sich im wesentlichen über den Umfang des teilweisen konischen Teils herum erstreckt.

12. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die außerdem einen nach außen ragenden Hebel arm (80) aufweist, der mit dem Lagerteil verbunden ist.

13. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, die außerdem einen Handgriff (82) aufweist, der an dem Lagerteil befestigt ist, um das Herausnehmen des Lagerteils und der Walze aus der Aufnahme zu ermöglichen.

14. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die drehbare Walze wenigstens einen Magnet enthält.

15. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Aufnahme durch einen in Längsrichtung sich erstreckenden Trägerarm (112) begrenzt ist.

16. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 15, bei der ein in Längsrichtung sich erstreckender Trägerarm beweglich ist und um einen vorbestimmten Weg nach unten bewegt werden kann.

17. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei der die Aufnahme im Wesentlichen kastenartig mit wenigstens einem offenen Ende und wenigstens einer offenen Seite ist.

18. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der die Aufnahme wenigstens einen Vorsprung ausbildet, der mit dem in die Aufnahme einfügbaren Teil des Lagerteils zusammenwirkt.

19. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, die außerdem aufweist:

eine die erste und die zweite Lagerfläche umfassende, schmutzabweisende Trennfläche, wobei die schmutzabweisende Trennfläche einen ersten Bereich in der Nähe des wenigstens einen Endes der Walze und einen zweiten Bereich aufweist, der nach innen zu in einer zu dem mittigen Walzenteil weisenden Richtung angeordnet ist, derart, dass bei nahe der zweiten Lagerfläche aufgesetzter erster Lagerfläche und bei umlaufender Walze die Relativgeschwindigkeit zwischen der ersten und der zweiten Lagerfläche in dem ersten Bereich größer ist als die Relativgeschwindigkeit zwischen der ersten und der zweiten Lagerfläche in dem zweiten Bereich.

20. Walzenlagerungseinrichtung allein nach Anspruch 2 oder in Kombination mit einem der Ansprüche 3 bis 19, bei der der in die Aufnahme einfügbare Teil des Lagerteils ein teilweise abgerundetes Schulterteil (88) aufweist, das eine erste und eine zweite, im Wesentlichen ebene Fläche trägt, wobei die erste und die zweite, ebene Fläche einander im Wesentlichen diametral gegenüberliegen.

21. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 20, bei der das Schulterteil des in die Aufnahme einfügbaren Teils eine erste gekrümmte Nockenfläche (124, 140) aufweist, die sich im Wesentlichen zwischen der ersten und der zweiten ebenen Fläche erstreckt.

22. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 21, bei der das Schulterteil des in die Aufnahme einfügbaren Teils eine zweite gekrümmte Nockenfläche (125, 142) aufweist, die zwischen der ersten und der zweiten ebenen Fläche angeordnet ist.

23. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, die außerdem aufweist:

ein Trägergestell; und

eine zweite drehbare Walze (28), die in dem Trägergestell drehbar gelagert ist und mit der erstgenannten Walze eine Streckwerksklemmstelle bildet.

24. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, in einem zum Verstrecken eines Faserstranges verwendeten textilen Streckwerk, bei der das Lagerteil eine erste sich in Längsrichtung erstreckende Oberfläche aufweist; die Aufnahme eine zweite in Längsrichtung sich erstreckende Oberfläche aufweist; und

dem Lagerteil reibungsvermindernde Mittel zugeordnet sind, um die Bewegung des Faserstranges zwischen der ersten in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche des Lagerteils und der zweiten in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche der Aufnahme bei in die Aufnahme eingesetztem Lagerteil zu erleichtern.

25. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 24, bei der die reibungsvermindernden Mittel wenigstens einen an der ersten in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche des Lagerteils vorgesehenen Vorsprung beinhalten, der die erste in Längsrichtung sich erstreckende Oberfläche berühren und von der zweiten in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche im Abstand halten kann.

26. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 24, bei der die reibungsvermindernden Mittel wenigstens einen, auf der zweiten, in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche det Aufnahme vorgesehenen Vorsprung beinhalten, der die erste in Längsrichtung sich erstreckende Oberfläche berühren und von der zweiten in Längsrichtung sich erstreckenden Oberfläche der Aufnahme im Abstand halten kann.

27. Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, bei der die Aufnahme eine Bezugsfläche und einen ersten und zweiten Anlagebereich aufweist, der an dem Lagerteil anliegen kann;

wobei das Lagerteil eine erste Nockenfläche zur Anlage an dem ersten Anlagebereich der Aufnahme und eine zweite Nockenfläche zur Anlage an dem zweiten Anlagebereich der Aufnahme aufweist, derart, dass bei an dem ersten Anlagebereich der Aufnahme anliegender erster Nockenfläche des Lagerteils die Walze in einem ersten vorbestimmten Abstand von der Bezugsfläche der Aufnahme steht und bei Anlage der zweiten Nockenfläche des Lagerteils an dem zweiten Anlagebereich der Aufnahme die Walze in einem zweiten vorbestimmten Abstand von der Bezugsfläche der Aufnahme steht; und

bei der dem Lagerteil Lagerteil-Verdrehmittel zugeordnet sind, um das Lagerteil zwischen einer ersten Stellung, in der die erste Nockenfläche an dem ersten Anlagebereich anliegt und einer zweiten Stellung zu verdrehen, in der die zweite Nockenfläche an dem zweiten Anlagebereich anliegt.

28. Walzenlagerungseinrichtung nach Anspruch 27, bei der die Aufnahme bezüglich des Lagerteils verstellbar ausgebildet ist, derart, dass bei Verdrehung der Lagerteil-Verdrehmittel zwischen der ersten und der zweiten Stellung die Aufnahme um einen vorbestimmten Abstand verstellt wird.

29. Spinnmaschine zum Verspinnen eines Faserstranges, wobei die Spinnmaschine aufweist:

- ein einem Lagergestell zugeordnetes erstes Paar Streckwalzen zur Aufnahme eines Faserstranges;

- Mittel, die dem Lagergestell zugeordnet sind, um einen Faserstrang dem ersten Streckwalzenpaar zuzuführen;

- ein dem Lagergestell zugeordnetes zweites Streckwalzenpaar, wobei das zweite Streckwalzenpaar in Durchlaufrichtung hinter dem ersten Streckwalzenpaar angeordnet ist und zwischen dem ersten und dem zweiten Streckwalzenpaar ein Verzugsfeld ausbildet;

- Mittel, um das erste und das zweite Streckwalzenpaar so anzutreiben, dass sich zwischen ihnen ein Drehzahlunterschied ergibt und dem Lagergestell zugeordnete Faserstrang-Verspinnmittel, um den aus dem zweiten Streckwalzenpaar austretenden Faserstrang zu verspinnen;

wobei das Lagergestell und wenigstens eine Walze des ersten oder zweiten Streckwalzenpaars Teile einer Walzenlagerungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22 bilden.







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