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Dokumentenidentifikation DE19950412A1 26.04.2001
Titel Verfahren zum Transferdrucken einer Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche
Anmelder Huo-Chu, Lin, Chang Hua, TW
Erfinder Huo-Chu, Lin, Chang Hua, TW
Vertreter May, M., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 90607 Rückersdorf
DE-Anmeldedatum 20.10.1999
DE-Aktenzeichen 19950412
Offenlegungstag 26.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/26
Zusammenfassung Vorgeschlagen wird ein Verfahren zum Aufdrucken einer Farbschicht auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche im Transferdruck, umfassend die folgenden Schritte: Plazieren eines Werkstücks mit unebener Oberfläche auf einem unteren Stempel, Plazieren eines Farbpapiers auf dem Werkstück, wobei das Farbpapier eine Substratschicht und eine lösbar auf der Substratschicht angeordnete Farbschicht einschließt und wobei die Farbschicht auf der Oberfläche des Werkstücks aufliegt, Bewegen eines oberen Stempels zum Andrücken des Farbpapiers, wodurch die Farbschicht fest auf die Oberfläche des Werkstücks gepreßt wird, Erwärmen des oberen Stempels auf eine voreingestellte Temperatur, um so die Farbschicht von der Substratschicht zu lösen, Transferdrucken der Farbschicht auf die Oberfläche des Werkstücks für eine zuvor festgelegte Zeitdauer und Entfernen des oberen Stempels und der Substratschicht von dem Werkstück, um so das endgültige Werkstück mit der auf die unebene Oberfläche desselben aufgedruckten Farbschicht zu entnehmen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Transferdrucken einer Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit einer unebenen Oberfläche.

Ein herkömmliches Verfahren aus dem Stand der Technik wird gewöhnlich zum Transferdrucken einer Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit einer ebenen und glatten Oberfläche verwendet. Das herkömmliche Verfahren kann jedoch nicht zum Erhalt einer hervorragenden Transferdruckwirkung in einem Transferdruckverfahren verwendet werden, bei dem eine Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit einer unebenen Oberfläche zu bedrucken ist, wie eine konvex/konkave Oberfläche und dergl., was ein Problem darstellt.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Transferdrucken einer Farbschicht auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche anzugeben, das zumindest einen Teil der aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile möglichst weitgehend vermeidet.

Die vorliegende Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen dieses Verfahrens Gegenstand der Ansprüche 2 bis 6 sind.

Die Lösung der Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, die Bereitstellung eines Verfahrens zum Transferdrucken einer Farbschicht auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche, umfaßt die folgenden Schritte:

Plazieren eines Werkstücks mit unebener Oberfläche auf einem unteren Stempel, Plazieren eines Farbpapiers auf dem Werkstück, wobei das Farbpapier eine Substratschicht umfaßt und eine lösbar auf der Substratschicht angeordnete Farbschicht und wobei die Farbschicht auf dem Werkstück aufliegt, Bewegen eines oberen Stempels zum Pressen des Farbpapiers, wodurch die Farbschicht fest auf die Oberfläche des Werkstücks gepreßt wird, Erwärmen des oberen Stempels auf eine voreingestellte Temperatur, um so die Farbschicht von der Substratschicht zu lösen, Transferdrucken der Farbschicht auf die Oberfläche des Werkstücks für eine zuvor festgelegte Zeitdauer und Entfernen des oberen Stempels und der Substratschicht von dem Werkstück, um so das endgültige Werkstück mit der auf die unebene Oberfläche desselben gedruckten Farbschicht zu entnehmen.

Beim Schritt des Transferdruckens der Farbschicht auf die Oberfläche des Werkstücks reicht die zuvor festgelegte Zeitdauer von einigen wenigen Sekunden bis zu einigen wenigen Minuten. Beim Schritt des Bewegens des oberen Stempels zum Andrücken des Farbpapiers besitzt der obere Stempel eine zu der Oberfläche des Werkstücks passende Oberfläche (im Sinne eines Negativs bzw. Positivs). Nach dem Schritt des Entfernens des oberen Stempels und der Substratschicht von dem Werkstück ist ferner ein Schritt einer Polierbehandlung zur Fertigstellung der auf die unebene Oberfläche des Werkstücks gedruckten Farbschicht vorgesehen. Bei dem Schritt des Plazierens eines Werkstücks auf dem unteren Stempel ist ferner die Anordnung einer Anzahl durchgehender Poren in dem Werkstück vorgesehen und das Vorsehen einer Anzahl von Luftansaugöffnungen in dem unteren Stempel, wobei jede der Luftansaugöffnungen in Verbindung mit jeder der durchgehenden Poren steht. Beim Schritt des Plazierens eines Werkstücks auf dem unteren Stempel kann das Werkstück eine Kombination einer Anzahl von Teilen sein.

Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nach vollständiger Lektüre der ausführlichen Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Figuren offensichtlich.

Kurzbeschreibung der Figuren

Fig. 1 zeigt einen Frontquerschnitt eines ersten Werkstücks mit einer ebenen Oberfläche, die mit einem herkömmlichen Verfahren aus dem Stand der Technik mit einer Farbschicht bedruckt werden kann;

Fig. 2 ist ein Frontquerschnitt eines zweiten Werkstücks mit einer ebenen Oberfläche, das mit einem herkömmlichen Verfahren zum Stand der Technik mit einer Farbschicht bedruckt werden kann.

Fig. 3 ist ein Flußdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens, das zum Transferdrucken einer Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche angewendet wird;

Fig. 4 ist ein Frontquerschnitt eines Werkstücks mit einer unebenen Oberfläche gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 5 ist eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Farbpapier;

Fig. 6 ist ein Frontquerschnitt, der die Vorrichtung zur Durchführung des in Fig. 3 dargestellten Verfahrens zeigt;

Fig. 7 ist ein Frontquerschnitt eines Werkstücks mit einer unebenen Oberfläche gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 8 ist ein Frontquerschnitt eines Werkstücks mit einer unebenen Oberfläche gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Fig. 9 ist ein Frontquerschnitt, der die Vorrichtung zur Durchführung des in Fig. 3 dargestellten Verfahrens zeigt; und

Fig. 10 ist ein Frontquerschnitt eines Werkstücks mit einer unebenen Oberfläche gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Wie bereits eingangs erwähnt zeigen Fig. 1 und Fig. 2 jeweils ein Werkstück 1; 2 mit ebener Oberfläche 11; 21 die mit bekannten Verfahren aus dem Stand der Technik im Transferdruckverfahren mit einer Farbschicht versehen werden.

Bezugnehmend auf die Fig. 3 bis 6 wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Transferdrucken einer Farbschicht eines Farbpapiers auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche angewendet und umfaßt die folgenden Schritte: Plazieren eines Werkstücks 3 auf einem unteren Stempel 62, wobei das Werkstück 3 eine unebene Oberfläche 31 und eine untere Oberfläche 32 besitzt, Plazieren eines Farbpapiers 5 auf dem Werkstück 3, wobei das Farbpapier 5 eine Substratschicht 51 und eine lösbar auf der Substratschicht 51 angeordnete Farbschicht 52 einschließt und die Farbschicht 51 auf der Oberfläche 31 des Werkstücks 3 aufliegt, Bewegen eines oberen Stempels 61, um das Farbpapier 5 anzudrücken, wodurch die Farbschicht 52 fest auf die Oberfläche 31 des Werkstücks 3 gedrückt wird und wobei der obere Stempel 61 eine Oberfläche 611 mit einer zu der Oberfläche 31 des Werkstücks 3 passenden Form einschließt, Erwärmen des oberen Stempels 61 auf eine voreingestellte Temperatur, um so die Farbschicht 52 von der Substratschicht 51 abzulösen, Transferdrucken der Farbschicht 52 auf die Oberfläche 31 des Werkstücks 3 für eine zuvor festgelegte Zeitdauer im Bereich von einigen wenigen Sekunden bis zu einigen wenigen Minuten, und Entfernen des oberen Stempels 61 und der Substratschicht 51 von dem Werkstück 3, um so das endgültige Werkstück 3 mit der auf die unebene Oberfläche 31 des Werkstücks 3 gedruckten Farbschicht 52 zu entnehmen. Durch ein derartiges Verfahren kann die Farbschicht 52 des Farbpapiers 5 fest und glatt mit dem Transferdruckverfahren auf die unebene Oberfläche 31 des Werkstücks 3 aufgedruckt werden, wodurch eine hervorragende Transferdruckwirkung erzielt wird.

Nach dem Schritt des Entfernens des oberen Stempels und der Substratschicht von dem Werkstück kann weiterhin der Schritt einer Polierbehandlung zur Fertigstellung der auf die unebene Oberfläche 31 des endgültigen Werkstücks 3 gedruckten Farbschicht 52 vorgesehen werden, um so den Glanz der unebenen Oberfläche 31 des endgültigen Werkstücks zu verbessern, nachdem dieses mit der Farbschicht 52 im Transferdruckverfahren bedruckt worden ist. Die nach dem Erwärmen verbleibende Hitze kann zur Aufwärmung eines transparenten Poliermittels verwendet werden, wie einem Harz, Polierölen oder dergl., um die Oberflächenbeschichtungspolierbehandlung zum Schutz der Oberfläche 31 des endgültigen Werkstücks 3 durchzuführen, nachdem diese im Transferdruckverfahren mit der Farbschicht 52 bedruckt wurde.

Das Werkstück kann auch die in Fig. 7 dargestellte Form haben, wobei das Werkstück 4 eine unebene Oberfläche 41 und eine untere Oberfläche 42 besitzt.

Wie in den Fig. 8 und 9 dargestellt, besitzt das Werkstück 7 eine unebene Oberfläche 71 und eine Anzahl von durchgehenden Poren 711, 712 und 713, die darin definiert sind, wobei der untere Stempel 62 eine darin definierte Anzahl Luftansaugöffnungen 621, 622 und 623 besitzt, wobei jedes der Luftansaugöffnungen 621, 622 und 623 mit jeder der durchgehenden Poren 711, 712 und 713 in Verbindung steht. Das Farbpapier 5 kann durch Anlegen einer Ansaugwirkung durch die Luftansaugöffnungen 621, 622 und 623 und durch die durchgehenden Poren 711, 712 und 713 sicher auf der Oberfläche 71 des Werkstücks 7 befestigt werden.

Wie in Fig. 10 dargestellt, ist das Werkstück 8 eine Kombination einer Anzahl von Teilen, wie zwei Teile 91 und 92, wobei die unebene Oberfläche 81 des Werkstücks 8 durch die Oberfläche 911 des Teils 91 und die Oberfläche 921 des Teils 92 gebildet ist. Obwohl die vorliegende Erfindung mit gewisser Bestimmtheit beschrieben wurde, ist zu verstehen, daß die vorliegende Offenbarung nur der Erläuterung dient und daß viele andere Modifikationen und Variationen möglich sind ohne vom Rahmen der vorliegenden Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Transferdrucken einer Farbschicht auf ein Werkstück mit unebener Oberfläche umfassend die folgenden Schritte:

    Plazieren eines Werkstücks mit unebener Oberfläche auf einem unteren Stempel,

    Plazieren eines Farbpapiers auf dem Werkstück, wobei das Farbpapier eine Substratschicht und eine lösbar auf der Substratschicht angeordnete Farbschicht einschließt und wobei die Farbschicht auf der Oberfläche des Werkstücks aufliegt,

    Bewegen eines oberen Stempels zum Andrücken des Farbpapiers, wodurch die Farbschicht fest auf die Oberfläche des Werkstücks gepreßt wird,

    Erwärmen des oberen Stempels auf eine voreingestellte Temperatur, um so die Farbschicht von der Substratschicht zu lösen,

    Transferdrucken der Farbschicht auf die Oberfläche des Werkstücks für eine zuvor festgelegte Zeitdauer und

    Entfernen des oberen Stempels und der Substratschicht von dem Werkstück, um so das endgültige Werkstück mit der auf die unebene Oberfläche desselben aufgedruckten Farbschicht zu entnehmen.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei in dem Schritt des Transferdruckens der Farbschicht auf die Oberfläche des Werkstücks die zuvor festgelegte Zeitdauer von einigen wenigen Sekunden bis zu einigen wenigen Minuten reicht.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei beim Schritt des Bewegens des oberen Stempels zum Andrücken des Farbpapiers der obere Stempel eine Oberfläche mit einer zu der Oberfläche des Werkstücks passenden Form besitzt.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei nach dem Schritt des Entfernens des oberen Stempels und der Substratschicht vom Werkstück ferner der Schritt einer Polierbehandlung zum Fertigstellen der auf die unebene Oberfläche des Werkstücks gedruckten Farbschicht vorgesehen ist.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei in dem Schritt des Plazierens eines Werkstücks auf dem unteren Stempel weiterhin eine Anzahl von durchgehenden Poren in dem Werkstück vorgesehen ist und das Vorsehen einer Anzahl von Luftansaugöffnungen in dem unteren Stempel, wobei jedes der Luftansaugöffnungen in Verbindung mit jedem der durchgehenden Poren steht.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei in dem Schritt des Plazierens eines Werkstücks auf dem unteren Stempel das Werkstück eine Kombination einer Anzahl von Teilen ist.






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