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Dokumentenidentifikation DE19951235A1 26.04.2001
Titel Absauganlage für Spinnmaschine
Anmelder Maschinenfabrik Rieter AG, Winterthur, CH
Erfinder Rieche, Andreas, Winterthur, CH;
Cordasco, Clemente, Elgg, CH
Vertreter Dr. Weiss, Weiss & Brecht, 78234 Engen
DE-Anmeldedatum 25.10.1999
DE-Aktenzeichen 19951235
Offenlegungstag 26.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2001
IPC-Hauptklasse D01H 1/02
IPC-Nebenklasse D01H 5/66   D01H 11/00   
Zusammenfassung In einer Absauganlage einer Spinnmaschine wird Luft aus dem Innenraum eines Konusfilters (33) einerseits in einen Saugraum (42) und weiter einer Unterdruckquelle (43) zugeführt, während andererseits eine Teilluftmenge in einen Filterraum (42a) eintritt und von dort über mindestens einen Filter (21) und eine Saugleitung (03) ebenfalls zur Unterdruckquelle gelangt. Periodisch kann ein Filter (21) sowie ein weiterer Filter (41) durch Umsteuerung der Luft infolge Öffnen von Klappen (51) gereinigt werden, wobei auch Abfall aus dem Primärfilter (33) in einen Sammelraum (62) gelangt. Durch Überwachung der Druckverhältnisse mit einem Fühler (22) kann die Entsorgung von Abfall mittels einer Steuerung (63) automatisch gehandhabt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Absauganlage nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs, wobei mit vornehmlich textilem Material befrachtete Luft über einen Primärfilter aus dem Bereich der Spinnmaschine in Richtung auf eine Unterdruckquelle geleitet wird. Die von der Spinnmaschine abgeführte Luft durchströmt dabei zum grössten Teil den Primärfilter, wobei aber ein Teilstrom der gesamten abgeführten Luft, welcher noch mit Textilmaterial beladen ist, auf separatem Weg einer Unterdruckquelle zuzuführen ist. Bei Ausführungen aus der Praxis wird für diesen Teilstrom in der Regel ein Ventilator eingesetzt, mittels dessen der Teilstrom abgezogen und separat gereinigt wird.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Absauganlage mit einem Primärfilter so weiterzuentwickeln, dass der technische Aufwand und der Platzbedarf hierfür verringert wird. Diese Aufgabe wird mit einer Absauganlage mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung im Detail erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 schematisch eine Übersicht über die Absauganlage gemäss der Erfindung,

Fig. 2 einen Seitenriss der Übersicht nach Fig. 1.

Die von der Spinnmaschine stammende Luft wird zunächst in einem primären Filterraum dem Primärfilter 33, vorzugsweise einem Konusfilter, von rechts zugeführt, wobei die Luft nach oben und nach unten durch den Konusfilter in einen Saugraum 42 eintritt. Dabei verbleibt filtriertes Material zunächst in diesem ersten Filter. Etwa 10% der einströmenden Luft verlassen den Primärfilter nach links in einen Filterraum 42a. Von hier aus kann die Teilluftmenge durch einen weiteren Filter 21 in ein Filtergehäuse 11 sowie durch einen dritten Filter 41 und ein zweites Filtergehäuse 31 durch eine Überleitung 02 bzw. eine Saugleitung 03 einer Unterdruckquelle 43 zugeführt werden. Sie ist in Fig. 1 als Ventilatorrad 43 dargestellt, dem einerseits die radial aus dem Konusfilter 33 austretende Luft (90% der gesamten Luftmenge) und die durch die Saugleitung 03 zugeleitete Teilluftmenge zuströmt. Bei der Unterdruckwelle 43 kann es sich auch um eine zentrale Absauganlage in der Spinnerei handeln, welche auch mit einem Schacht unterhalb einer Klappe 51 bzw. einem Sammelraum 62 für Filterkuchen in Verbindung steht.

Im stationären Betrieb der Anlage wird Abgang oder Abfall einerseits im Konusfilter 33 abgeschieden, der kontinuierlich in Richtung des Filterraums 42a weiterbefördert wird und in dessen unterem Bereich zu liegen kommt. Weiter setzt sich Material aus der Teilluftmenge sowohl auf dem weiteren Filter 21 und dem dritten Filter 41 ab. Durch Fühler 22, die im Filterraum 42a oder im Filtergehäuse 11 oder neben der Klappe 51 angebracht sein können, wird die Druckentwicklung im Filterraum 42a oder in dessen Umgebung überwacht. Wenn der Druck ein bestimmtes Mass überschritten hat, deutet dies darauf hin, dass der im Filterraum 42a gesammelte Abgang ein zulässiges Mass überschritten hat und zu entsorgen ist.

Sobald der Messwert im Fühler 22 einen bestimmten Betrag erreicht hat, wird durch eine zentrale Steuerung, von der lediglich Leitungen bzw. Verteiler 63 angedeutet sind, das Öffnen der Klappe 51 über einen Stellantrieb 61 sowie das Umschalten eines Stellantriebs 36 mit einer ersten Klappe 26 und einer zweiten Klappe 16 bewirkt.

Durch das Öffnen der Klappe 51 kann auf ihr liegender Abfall nach unten in einen Sammelraum 62 gelangen. Durch das Öffnen der Klappe 51 wird auch eine Verbindung in dem Schacht unterhalb der Klappe 51 zu einer zentralen Absaugung geschaffen, oder zu der Saugseite der Unterdruckquelle 43, insbesondere zu einem Ventilatorrad.

Andererseits wird durch die gleichzeitige Betätigung des Stellantriebs 36 die Saugleitung 03 durch die Klappe 26 geschlossen und gleichzeitig eine Zuluftleitung 06 gemäss Fig. 2 geöffnet, indem die Klappe 16 durch Wegschwenken nach unten den Durchgang in die Zuluftleitung 06 freigibt. Die beiden Klappen 16 und 26 befinden sich auf einem Schwenkhebel, der in der Mitte gelagert ist, und an welchem einseitig der Stellantrieb 36 angreift. Durch das Umsteuern des Stellantriebs 36 wird auch die Strömungsrichtung durch die Filter 21 und 41 umgekehrt, so dass auf der Seite des Filterraums 42a auf den Filtern 21 und 41 anhaftender Abfall von diesen Filtern weggedrückt wird und nach unten, vorbei an der geöffneten Klappe 51, in den Sammelraum 62 fallen kann bzw. gesaugt wird. Während dieser Entsorgungsphase des Abfalls, die nur während eines kurzen Zeitabschnittes andauert, strömt die von der Spinnmaschine abgesaugten Luft durch den Konusfilter 33 in den Saugraum 42. Eine Gummiklappe 42b verschliesst den Konusfilter 33 gegen den Filterraum 42a. Sobald der Fühler 22 oder ein weiterer Fühler wieder einen grösseren Druckabfall im Filterraum 42a oder einem benachbartem Raum feststellt, werden die Stellantriebe 61 und 36 über die Steuerung 63 im umgekehrten Sinn beaufschlagt, so dass die Klappe 51 wieder geschlossen wird, während die Klappe 26 den Durchgang zur Saugleitung 03 wieder freigibt und die Klappe 16 die Zuluftleitung 06 verschliesst. Damit ist wieder auf den normalen Betriebsmodus umgestellt.

Wenn eine Unterdruckwelle 43 in der Spinnmaschine in Form eines Ventilatorrads vorgesehen ist, wird diese zweckmässigerweise in einem Raum 04 neben einem Saugraum 42 untergebracht.

Mit Hilfe der Steuerung 62 und der sekundären Filter 21 und 41 kann die Absauganlage im wesentlichen automatisch betrieben werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Absauganlage für eine Spinnmaschine mit einem Primärfilter (33), durch welchen ein Grossteil der aus der Spinnmaschine abgesaugten Luft in einen Saugraum (42) und weiter zu einer Unterdruckquelle (43) führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ausgangseitig des Primärfilters mind. ein Sekundärfilter (21, 41) in einem sekundären Filterraum (42a) angeordnet ist, von welchem aus gefilterte Luft über eine Saugleitung (03) der Unterdruckquelle (43) zuführbar ist, wobei die Strömungsrichtung am Sekundärfilter (21, 41) derart umschaltbar ist, dass bei einer Gegenströmung am Sekundärfilter (21, 41) anhaftender Abgang aus dem sekundären Filterraum (42a) abführbar ist.
  2. 2. Absauganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Abgang aus einem primären Filterraum im Primärfilter (33) in den sekundären Filterraum (42a) abführbar ist.
  3. 3. Absauganlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Abgang aus dem Primärfilter (33) und aus dem sekundären Filterraum (42a) bei Öffnung einer Klappe (51) in einen Sammelraum (62) abführbar ist.
  4. 4. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sekundäre Filterraum (42a) an eine Unterdruckquelle (43) sowohl über eine erste Klappe (51) als auch eine weitere Klappe (26) anschliessbar ist, wobei die beiden Klappen wechselweise in Öffnungsstellung bzw. Geschlossenstellung schaltbar sind.
  5. 5. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sekundäre Filterraum (42a) bei Betätigung eines Stellantriebs (36), der an eine Steuerung (63) angeschlossen ist, durch Öffnen einer dritten Klappe (16) an eine Zuluftleitung (06) anschliessbar ist, während gleichzeitig mit der weiteren Klappe (26) eine Saugleitung (03) verschliessbar ist, welche zur Unterdruckquelle (43), insbesondere einer zentralen Absauganlage, vorzugsweise einem Ventilatorrad führt.
  6. 6. Absauganlage nach einem vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben einem Saugraum (42) ein Ventilatorrad (43) in einem Raum (04) für einen Ventilator angeordnet ist.
  7. 7. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Primärfilter (33) als Konusfilter ausgebildet ist.
  8. 8. Absauganlage nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckverhältnisse der Anlage durch mind. einen Fühler (22) überwachbar sind und mittels einer Steuerung (63) Stellantriebe (61, 36) für Klappen (51, 16, 26) betätigbar sind.
  9. 9. Verfahren zum Betrieb einer Absauganlage für eine Spinnmaschine mit einem Primärfilter (33), dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilstrom von Abluft, welche ungefiltert aus dem Primärfilter (33) austritt, in einen Filterraum (42a) mit mind. einem sekundären Filter (21, 42) geleitet wird, und dass bei übermässigem Druckanstieg im sekundären Filterraum (42a) durch Öffnen und Schliessen von Klappen (51, 26) die Strömungsrichtung über den Sekundärfilter (21) umgekehrt wird, so dass Abfall am Sekundärfilter (21) an einer geöffneten Klappe (51) vorbei zusammen mit Abfall vom Primärfilter (33) in einen Sammelraum (62) abgeführt wird.






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