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Dokumentenidentifikation DE19952690A1 03.05.2001
Titel System zur Identifizierung von Kartenbesitzern
Anmelder Bally-Wulff Automaten GmbH, 12045 Berlin, DE
Erfinder Albrecht, Lutz Bernhard, 13503 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 02.11.1999
DE-Aktenzeichen 19952690
Offenlegungstag 03.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2001
IPC-Hauptklasse G07C 9/00
IPC-Nebenklasse G07F 7/10   G07F 19/00   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Identifizierung von Kartenbesitzern nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein System zur Identifizierung von Kartenbesitzern, deren Karte zur Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere der bargeldlosen Bezahlung von Dienstleistungen oder Waren, verwendet wird, bei geringem technischen Aufwand automatisiert und mit hohem Maße an Sicherheit durchführbar ist.
Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus, daß die Karte zur Identifizierung des vorlegenden Besitzers mit der Abbildung zumindest eines Fingerabdrucks und/oder gespeicherten Kenndaten von zumindest einem Fingerabdruck des berechtigten Karteninhabers versehen ist. Zur Identifizierung des die Karte vorlegenden Besitzers wird nun diese Karte in eine Datenerfassungseinrichtung eingegeben. Nachfolgend wird über einen Fingerabdrucksensor der Fingerabdruck vom Kartenbesitzer oder die entsprechenden Kenndaten von dem Finger, dessen Informationen auf der Karte gespeichert sind, erfaßt und über eine zugeordnete Vergleichseinheit die erfaßten Daten des Fingerabdrucksensors mit denen von der Karte verglichen. Nur im Falle eines positiven Vergleichsergebnisses werden dann die Leistungen, die unter Vorlage besagter Karte erfolgen sollen, freigegeben.

Beschreibung[de]

Die Vorliegende Erfindung betrifft eine System zur Identifizierung von Kartenbesitzern nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr und/oder die Bargeldbeschaffung an Bankautomaten erfolgt zumeist in Verbindung mit der Benutzung von kartenförmigen Datenträgern. Hierbei handelt es sich beispielsweise um EC- Karten, VISA-Karten, Master-Karten oder Karten anderer Bank- und Kreditinstitute. Diese Karten enthalten aus Sicherheitsgründen zumeist eine PIN- Nummer, welche der berechtigte Benutzer vor der Durchführung der entsprechenden Leistung (Bezahlung, Geldauszahlung usw.) über ein Terminal einzugeben hat. Nachfolgend erfolgt ein Vergleich der eingegebenen und der auf der Karte gespeicherten PIN-Nummer. Erst bei festgestellter Übereinstimmung beider PIN-Nummern wird die gewünschte Transaktion vorgenommen. Diese übliche Verfahrensweise ist zumindest in so weit mit Nachteilen behaftet, als daß auch ein an sich unberechtigter, dem die PIN-Nummer des eigentlichen Karteninhabers bekannt ist, diese Karte und damit die oben erwähnten Leistungen in Anspruch nehmen kann. Umgekehrt kann aber auch der Fall eintreten, daß der berechtigte Inhaber der Karte die Leistungen nicht in Anspruch nehmen kann, wenn ihm seine PIN-Nummer entfallen ist.

Zur Erhöhung der Sicherheit bei der Kartenbenutzung wurde bereits vorgeschlagen, daß Lichtbild des Karteninhabers in die Karte zu integrieren und diese Abbildung vor der Durchführung der gewünschten Transaktion mit dem Kartenbenutzer zu vergleichen. Hierdurch soll die mißbräuchliche Benutzung derartiger Karten weitestgehend ausgeschlossen werden. Nachteilig hierbei ist jedoch, daß ein automatisierter Bildvergleich technisch recht, aufwendig und somit teuer ist und die rein "manuellen" Bildvergleiche oftmals gar nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt werden.

Ausgehend von diesen Nachteilen des Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein System zur Identifizierung von Kartenbesitzern, deren Karte zur Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere der bargeldlosen Bezahlung von Dienstleistungen oder Waren verwendet wird, bei geringem technischen Aufwand automatisiert und mit einem hohem Maße an Sicherheit durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruches in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen aufgezeigt.

Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich gegenüber dem Stand der Technik dadurch aus, daß die Karte zur Identifizierung des vorlegenden Besitzers mit der Abbildung zumindest eines Fingerabdrucks und/oder gespeicherten Kenndaten von zumindest einem Fingerabdruck des berechtigten Karteninhabers versehen ist. Zur Identifizierung des die Karte vorlegenden Besitzers wird nun diese Karte in eine Datenerfassungseinrichtung eingegeben. Nachfolgend wird über einen Fingerabdrucksensor der Fingerabdruck vom Kartenbesitzer oder die entsprechenden Kenndaten von dem Finger, dessen Informationen auf der Karte gespeichert sind, erfaßt und über eine zugeordnete Vergleichseinheit die erfaßten Daten des Fingerabdrucksensors mit denen von der Karte verglichen. Nur im Falle eines positiven Vergleichsergebnisses werden dann die Leistungen, die unter Vorlage besagter Karte erfolgen sollen, freigegeben.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Grundidee zeichnet sich dadurch aus, daß eine Übereinstimmungsrate für den Vergleich der Kennwerte von der Karte und vom Fingerabdrucksensor einstellbar ist.

Nach einer zweiten vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, daß die Kennwerte des Fingerabdrucks in maschinenlesbarer Form auf der Karte auf einem Magnetstreifen oder in einem sonstigen nichtflüchtigen Datenspeicher gespeichert sind.

Nachfolgend soll die erfindungsgemäße Lösung an Hand eines Ausführungsbeispieles und der Abbildung näher beschrieben werden.

Ausgangspunkt für die Beschreibung des erfindungsgemäßen Systems bildet der Umstand, daß zunächst eine Karte 1 zur Inanspruchnahme von Leistungen (z. B. eine EC-Karte) erstellt wird. Hierzu hat der (zukünftige) Inhaber dieser Karte 1 zunächst neben der üblichen Legitimation die Abbildung eines Fingerabdrucks 2 erstellen zu lassen, der dann direkt als Bild oder in Form von maschinenlesbaren Kenndaten auf entsprechenden Datenträgern (z. B. Magnetstreifen) gespeichert wird. Ist dies der Fall, so wird dem Inhaber die so aufbereitete Karte 1 zur weiteren Nutzung übergeben. Mit dieser Karte 1 kann nun der Inhaber selbiger entsprechende Leistungen, insbesondere bargeldlose Bezahlung von Dienstleistungen oder Waren in Anspruch nehmen.

Die Inanspruchnahme derartiger Leistungen geschieht nun in der Art, daß zunächst die Karte 1 in eine Datenerfassungseinrichtung 3 eingegeben wird. Desweiteren hat der Besitzer der Karte 1 zu seiner Identifizierung den Finger, dessen Fingerabdruck 2 auf der Karte gespeichert ist, auf einen Fingerabdrucksensor 4, der sich auf der Datenerfassungseinrichtung 3 befinden kann, aufzulegen. Über diesen Fingerabdrucksensor 4 wird nun der Fingerabdruck 2a (oder entsprechende Kenndaten) aufgenommen, die nachfolgend mit dem auf der Karte 1 gespeicherten Fingerabdruck 2 (oder den Kenndaten) verglichen wird. Im Falle eines positiven Vergleichsergebnisses kann dann die Leistung, die unter Vorlage der Karte 1 erfolgen soll, freigegeben werden.

Dieser Fingerabdrucksensor 4 kann sowohl in ein Kassenterminal, an welchem Waren oder Dienstleistungen mittels Karte 1 bezahlt werden sollen, oder in einen Geldausgabeautomaten einer Bank oder eines Kreditinstituts zur Ausgabe von Bargeld oder in sonstige Einrichtungen die im Zusammenhang mit der Verwendung der Karte 1 stehen integriert sein.


Anspruch[de]
  1. 1. System zur Identifizierung von Kartenbesitzern, deren Karte zur Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere der bargeldlosen Bezahlung von Dienstleistungen oder Waren verwendet wird, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Karte (1) zur Identifizierung des vorlegenden Besitzers mit der Abbildung zumindest eines Fingerabdrucks (2) und/oder gespeicherten Kenndaten von zumindest einem Fingerabdruck (2) versehen ist,

    daß zur Identifizierung des die Karte (1) vorlegenden Besitzers diese Karte (1) in eine Datenerfassungseinrichtung (3) eingegeben wird,

    daß nachfolgend über einen Fingerabdrucksensor (4) der Fingerabdruck (2a) oder die Kenndaten von dem Finger, dessen Informationen auf der Karte gespeichert sind, erfaßt und über eine zugeordnete Vergleichseinheit die erfaßten Daten des Fingerabdrucksensors (4) mit denen von der Karte (1) verglichen werden und

    daß nur im Falle eines positiven Vergleichsergebnisses die Leistungen, die unter Vorlage besagter Karte (1) erfolgen sollen, freigegeben werden.
  2. 2. System zur Identifizierung von Kartenbesitzern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Übereinstimmungsrate für den Vergleich der Kennwerte von der Karte (1) und vom Fingerabdrucksensor (4) einstellbar ist.
  3. 3. System zur Identifizierung von Kartenbesitzern nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennwerte des Fingerabdrucks (2) in maschinenlesbarer Form auf der Karte (1) auf einem Magnetstreifen oder in einem sonstigen nichtflüchtigen Datenspeicher gespeichert sind.






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