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Dokumentenidentifikation DE69132508T2 03.05.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0552251
Titel BILDERZEUGUNG/AUFZEICHNUNG DURCH VERBESSERTE ABTRAGUNGS-ÜBERTRAGUNG
Anmelder PGI Graphics Imaging LLC, Waltham, Mass., US
Erfinder ELLIS, W., Ernest, Leverett, US;
FOLEY, M., Diane, Northampton, US;
ARNOLD, R., Dana, Northampton, US
Vertreter Patent-und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 69132508
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.09.1991
EP-Aktenzeichen 919187021
WO-Anmeldetag 25.09.1991
PCT-Aktenzeichen US9106813
WO-Veröffentlichungsnummer 9206410
WO-Veröffentlichungsdatum 16.04.1992
EP-Offenlegungsdatum 28.07.1993
EP date of grant 10.01.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/24
IPC-Nebenklasse B41M 5/38   B41M 5/40   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen eines kontrastierenden Musters von Information von einem Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium zu einem Rezeptor- bzw. Empfängerelement in aneinandergrenzender Lagegenauigkeit damit, und ein Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium zur Verwendung in diesem Verfahren.

Das Phänomen der zum Beispiel laserinduzierten Ablationsübertragungabbildung ist in dieser Technik allgemein bekannt, und es wird angenommen, daß es sowohl komplizierte physikalische als auch chemische Nichtgleichgewichtsmechanismen erfordert. Tatsächlich wird angenommen, daß eine solche laserinduzierte Ablationsübertragung durch die schnelle und plötzliche Ansammlung von Druck unterhalb und/oder innerhalb der Massenübertragungsschicht bewirkt wird, die durch bildweise Bestrahlung initiiert wird. Die plötzliche Druckansammlung kann einem oder mehreren der folgenden Faktoren zugeschrieben werden: schnelle Gasbildung durch chemische Zersetzung und/oder schnelle Erhitzung von eingefangenen Gasen, Verdampfung, Photoexpansion und thermische Expansion, Ionisierung und/oder durch Fortpflanzung einer Stoßwelle. Die durch das Freisetzen eines solchen Drucks erzeugte Kraft ist genügend, um eine Übertragung der Abbildungsschicht auf ein benachbartes Empfängerelement zu bewirken. Die Kraft ist vorzugsweise genügend, um die vollständige Übertragung des exponierten bzw. belichteten Bereichs einer gesamten Schicht anstehe die teilweise oder selektive Übertragung von Komponenten derselben zu bewirken.

Andere Materialübertragungsabbildungs-/-aufzeichnungstechniken, die auf physikalischen Gleichgewichtsänderungen in dem Material beruhen, sind auf diesem Fachgebiet ebenfalls bekannt, aber sie sind sowohl hinsichtlich der Gesamtgeschwindigkeit des Prozesses als auch hinsichtlich der Materialien, die hierfür verwendet werden können, streng beschränkt. Insbesondere unterscheidet sich die Ablationsübertragung von den bekannten Materialübertragungstechniken, wie z. B. der thermischen Schmelzübertragung und der Farbstoffsublimations-/Farbstoffdiffunsionsthermoübertragung (D2T2). In jeder dieser Techniken des Standes der Technik werden typischerweise thermische Druckköpfe als die Quelle der Abbildungsenergie verwendet.

Alternativ ist es bekannt, Lasererhitzung anstelle des thermischen Druckkopfs anzuwenden. In diesen Systemen enthält das Geber- bzw. Donorblatt ein Material, welches bei der Wellenlänge der Laseremission stark absorbiert. In dem thermischen Schmelzübertragungsprozess wandelt dieses absorbierende Material, wenn das Donor- bzw. Geberblatt bestrahlt wird, das Laserlicht in thermische Energie um und überträgt die Wärme auf eine Färbungsmittelübertragungsschicht, welche außerdem ein Bindemittel, eine schmelzbare Verbindung etc. enthält, so daß dadurch dessen Temperatur über dessen Schmelzpunkt erhöht wird, um dessen Übertragung auf ein benachbartes Empfängerblatt zu bewirken. In dem D2T2-Prozeß wird nur das Färbungsmittel auf ein speziell behandeltes Empfängerblatt oder ein Spezialempfänderblatt (z. B. beschichtet oder porös) durch Sublimation oder thermische Diffusion übertragen. Siehe z. B. JP- A-62-140 884, GB-A-2 083 726, US-A-4 804 975, US-A-4 804 977, US-A-4 876 235, US-A- 4 753 923 und US-A-4 912 083.

Vergleiche auch US-A-3 745 586, die sich auf die Verwendung von Laserenergie zum selektiven Bestrahlen der unbeschichteten Oberfläche eines dünnen Films, der auf einer Seite mit einem Kontrastabbildungsabsorptionsmittel beschichtet ist, um die Asorptionsmittelbeschichtung zu verdampfen und die selektive Übertragung der Absorptionsmittelbeschichtung auf einen benachbart beabstandeten Empfänger zu bewirken, bezieht, und US-A-3 978 247, die sich auf Sublimationsübertragungsaufzeichnung durch Laserenergie (laseradressiertes D2T2) bezieht, worin das Kontrastabbildungsmaterial auch das Absorptionsmittel ist.

Die vorerwähnte IP-A-62 140 884 beschreibt eine Laseraufzeichnungseinrichtung, deren Mittelpunkt ein Verbundtransferblatt ist, das eine Basisschicht aus Plastik- bzw. Kunststoffilm, eine Mittelschicht, die Substanzen enthält, welche Laserlicht absorbieren und es in Wärme umwandeln, und einen Übertragungsschichtüberzug enthält, wobei die primäre Komponente desselben ein Färbungsmittel ist, wie auch ein Empfängerblatt, auf welches Bilder unter dem Einfluss des Lasers übertragen werden. Die Färbungsmittelübertragungsschicht und/oder die obere Empfängerblattschicht enthält notwendigerweise eine wärmeschmelzbare phenolische, naphtholische, aromatische Carboxylsäure- oder Fettsäureamidverbindung. Die Plastik- bzw. Kunststofffilmbasisschicht ist demgemäß mit einer Substanz beschichtet, welche Laserlicht absorbiert und es in Wärme umwandelt und nicht übertragen wird. Diese Wärme schmilzt und überträgt das Bild von der Transferschicht zu dem Empfängerblatt, und es wird gesagt, um eine hohe Auflösung und ein Bild hoher Dichte darauf vorzusehen.

Andere Übertragungsabbildungssysteme sind in US-A-4 123 578, US-A-4 157 412, US- A-4 554 238, US-A-4 847 237 und US-A-4 897 310 beschrieben.

Nichtsdestoweniger sind diese Prozesse in einer Vielfalt von signifikanten Hinsichten beschränkt. Z. B. muß die Verbindung in der Schmelzübertragung niedrigschmelzende Materialien enthalten, um ein Pigment oder einen Farbstoff zu übertragen, und Empfängerblätter, die für das Saugen angemessen texturiert sind oder spezielle Beschichtungen haben, sind für beste Ergebnisse erforderlich. In D2T2 wird nur der Abbildungsfarbstoff selbst übertragen; demgemäß wird es notwendig, spezielle Empfängerblätter zu verwenden, um den Farbstoff wirksam zu binden und zu stabilisieren ("einzufangen"). Vergleiche z. B. US-A-4 914 078. Weiterhin wird durch zusätzliche Nacherhitzungsbehandlungsschritte, wie das "Härten" bzw. "Fixieren" der Farbstoffe in dem Bindemittel, welches auf dem Empfängerblatt vorhanden ist, sowohl die Komplizierheit als auch die dem Prozeß zugeordnete Zeit erhöht. Ein solcher Prozeß ist außerdem auf jene Farbstoffe und Pigmente beschränkt, welche eine Sublimation oder Diffusion in Ansprechung auf den speziellen Abbildungsstimulus erfahren.

Diese Prozesse sind weiter insofern beschränkt, als die relativ langsamen Prozesse der Wärmediffusion und des thermischen Gleichgewichts beteiligt sind.

Demgemäß besteht ein Bedürfnis nach einem Übertragungsverfahren auf diesem Fachgebiet, welches bei weitem schneller als die gegenwärtigen Übertragungstechniken ist, bei welchem effektiv eine weite Vielfalt von funktionellen Materialien verwendet werden kann, und welches nicht auf speziell behandelte Empfängerelemente oder Spezialempfängerelemente beschränkt ist.

Auf dem Aufzeichnungsfachgebiet ist außerdem ein laserinduziertes Aufzeichnen bekannt, das auf der Entfernung oder Ersetzung von Material von dem belichteten Bereich beruht. Jedoch erfordern diese Anwendungen keine Übertragung des Materials von einem Substrat zum anderen. Historisch ist laserinduziertes Aufzeichnen z. B. beim Beschreiben von optischen Platten benutzt worden, wobei Laser im nahen Infrarot (IR) als die Schreibquelle verwendet wurden, welche typischerweise bei Wellenlängen emittieren, die im Bereich von 760 nm bis 850 nm liegen. Da Polymerbindemittel typischerweise nichtabsorbierend im nahen Infrarotbereich (760 nm bis 2500 nm) sind, werden Infrarotabsorber, d. h. Sensibilisierer zum Absorbieren der Laserstrahlung zu dem Substrat hinzugefügt. Diese Anordnung ermöglicht es, die von dem Sensibilisierer absorbierte Laserstrahlung in Wärme umzusetzen, was die Loch- bzw. Einbrenngrubenbildung bewirkt. Siehe z. B. US-A-4 415 621, US-A-4 446 233, US-A-4 582 776, US-A-4 809 022 und N. Shimadzu et al., The Journal of Imaging Technology, Bd. 15, Nr. 1. S. 19 (1989). Da jedoch diese Technologie nicht die bildweise Übertragung von Materialien von einem Substrat zum anderen erfordert, werden diese Systeme nicht weiter diskutiert.

Die laserinduzierten Ablationsübertragungs-Abbildungsprozesse des Standes der Technik sind auf die Verwendung von großen Mengen eines Schwarzkörperabsorbers, wie Graphit oder Kohleschwarz, zum Übertragen eines schwarzen Bilds beschränkt. Siehe z. B. US-A- 4 245 003, US-A-4 702 958 und US-A-4 711 834 (Graphitsensibilisierer/Absorber), US-A-4 588 674 (Kohleschwarzsensibilisierer/-absorber) und GB-A-2 176 018 (kleine Mengen von Cyasorb IR 165, 126 oder 99 Infrarotabsorber in Verbindung mit Graphit als dem Sensibilisierer/Absorber). Da die verwendeten Schwarzkörperabsorber in hohem Maße im sichtbaren und ultravioletten (UV) sowie auch im infraroten Bereich absorbierend sind, ist das resultierende übertragene Bild aufgrund des Vorhandenseins des Absorbers immer schwarz. Eine solche Ablationsübertragungsabbildung, die auf Schwarzkörperabsorbern basiert, ist daher vollständig unwirksam und ganz ungeeignet für viele Anwendungen, z. B. Farbübertragungsabbildung, Farbproofing, Sicherheitsdrucken, etc.

US-A-3 962 513 beschreibt ein laserablatives Übertragungsmedium, das für die Verwendung bei der Herstellung einer planographischen Druckplatte gedacht ist. Dieses Medium hat eine Laserenergieabsorptionsschicht, welche Teile von Kohleschwarz (Ruß) und ein selbstoxidierendes Bindemittel enthält, und welche separat von einem Überzug ist, der ein tintenaufnehmendes Harz enthält. Bei der Absorption von Laserstrahlung durch die Energieabsorptionsschicht wird der Überzug ablativ auf eine lithographische Oberfläche übertragen. Unvermeidbarerweise wird wenigstens ein Teil der Energieabsorptionsschicht mit dem Überzug übertragen; das Patent stellt fest:

Es wird angenommen, daß die Verbrennungs- oder Ausstoßprodukte von dem bestrahlten Bereich der Laseransprechschicht in dem Teil der Tintenaufnahmeschicht absorbiert werden, welcher auf die lithographische Oberfläche übertragen worden ist, so daß dadurch eine Zerstäubung oder Zerstreuung derartiger Produkte beschränkt wird, was ein diffuses Bild bewirken würde.

Demgemäß wird ein schwarzes Bild durch das Kohleschwarz erzeugt, welches von der Energieabsorptionsschicht her übertragen wird. Ein solches schwarzes Bild ist natürlich nicht in einer Druckplatte zu beanstanden, da nur die Tinte, die von dem tintenaufnehmenden Harz absorbiert wird, schließlich auf das gedruckte Material übertragen wird.

Demgemäß besteht weiter ein ernsthaftes Bedürfnis fort nach einem kosteneffektiven ablativen Übertragungsabbildungsmedium, das unabhängig von dem/den Konstratabbildungsmaterial(ien), z. B. Färbungsmitteln, sensibilisiert wird, und welches daher nicht auf Kontrastmaterialien beschränkt ist, die die Abbildungsstrahlung absorbieren müssen.

Diese Erfindung stellt ein Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium und ein Verfahren für dessen Verwendung zur Verfügung, welches insofern ähnlich jenem ist, das in der vorerwähnten US-A-3 962 513 beschrieben ist, als es eine strahlungsabsorbierende "dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht" enthält, welche separat von einem ein Färbungsmittel enthaltenden Überzug ist. Jedoch wird in dem vorliegenden Medium und Verfahren, in der dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschicht ein nicht-schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber verwendet, und der Überzug enthält ein nicht-schwarzer-Körper-Kontrastabbildungsmaterial, so daß gefärbte Bilder, die frei von Schwarzkörperabsorbern sind, erzeugt werden können.

Gemäß dieser Erfindung wird ein Verfahren zum Übertragen eines kontrastierenden Musters von Information von einem Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium zu einem Rezeptor- bzw. Empfängerelement in aneinandergrenzender Lagegenauigkeit damit zur Verfügung gestellt, wobei das Medium folgendes umfaßt:

(i) ein Trägersubstrat;

(ii) wenigstens eine zwischenliegende dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht, die im wesentlichen coextensiv mit dem Substrat ist bzw. sich im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat erstreckt; und

(iii) eine strahlungablative obere Beschichtung bzw. einen strahlungsablativen Überzug, die bzw. der auch im wesentlichen coextensiv mit dem Substrat ist bzw. sich auch im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat erstreckt,

wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht und/oder die obere Beschichtung bzw. der Überzug wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel enthält bzw. enthalten, wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht fähig ist, Strahlung mit einer Rate zu absorbieren, die genügend ist, um die bildweise Ablationsmassenübertragung der oberen Beschichtung bzw. des Überzugs auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement zu bewirken, welches Verfahren das bildweise Bestrahlen des Mediums entsprechend einem solchen Muster von Information mit einer Intensität umfaßt, welche ausreicht, die bildweise Ablationsmassenübertragung des Volumens des bildweise exponierten bzw. belichteten Bereichs von wenigstens der oberen Beschichtung bzw. des Überzugs des Mediums sicher auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement zu bewirken. Das Verfahren dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht einen nicht-schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber enthält, aber frei von schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber ist, und daß die obere Beschichtung bzw. der Überzug eine Abbildungsmenge von einem nicht-schwarzer-Körper-Kontrastabbildungsmaterial enthält, wobei dieses Kontrastabbildungsmaterial zu dem Rezeptor- bzw. Empfängerelement übertragen wird, um das Muster an Information darauf darzustellen bzw. aufzuzeichnen.

Diese Erfindung stellt außerdem ein Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium zur Verfügung, umfassend:

(i) ein Trägersubstrat;

(ii) wenigstens eine zwischenliegende dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht, die im wesentlichen coextensiv mit dem Substrat ist bzw. sich im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat erstreckt; und

(iii) eine strahlungsablative obere Beschichtung bzw. einen strahlungsablativen Überzug, die bzw. der auch im wesentlichen coextensiv mit dem Substrat ist bzw. sich auch im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat erstreckt,

wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht und/oder die obere Beschichtung bzw. der Überzug wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel enthält bzw. enthalten, wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht fähig ist, Strahlung mit einer Rate zu absorbieren, die genügend ist, die bildweise Ablationsmassenübertragung der oberen Beschichtung bzw. des Überzugs auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement zu bewirken. Das Medium dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht einen nicht-schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber umfaßt bzw. enthält, aber frei von schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber ist, und daß die obere Beschichtung bzw. der Überzug eine Abbildungsmenge eines nicht-schwarzer-Körper-Sensibilisierungs-Kontrastabbildungsmaterials umfaßt bzw. enthält.

Fig. 1A ist eine Seitenansichtsphotomikrographie eines Verbundabbildungsmediums gemäß der vorliegenden Erfindung und des beleuchteten Raums oberhalb desselben, vor der Laserbelichtung;

Fig. 1B ist eine gleichartige bzw. ähnliche Photomikrographie, die unter identischen Bedingungen aufgenommen worden ist, jedoch 100 Nanosekunden nach dem Beginn eines 260- Nanosekunden-Laserimpulses, der durch das Trägersubstrat des genannten Verbundabbildungsmediums und in die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht sowie die ablative dünne Oberschicht bzw. den ablativen Überzug hiervon gerichtet worden ist;

Fig. 2 ist eine schematische/diagrammatische Veranschaulichung des Verfahrens/Systems gemäß der vorliegenden Erfindung, umfassend eine Ausführungsform des Verbundabbildungsmediums, worin das Trägersubstrat desselben transparent für die Abbildungsstrahlung ist;

Fig. 3 ist eine schematische/diagrammatische Veranschaulichung von einem anderen Verfahren/System dieser Erfindung, umfassend eine zweite Ausführungsform des Verbundabbildungsmediums, worin das Trägersubstrat desselben nicht transparent für die Abbildungsstrahlung ist; und

Fig. 4 ist eine Kurvendarstellung, in welcher die übertragene Bilddichte gegen die Laserleistung aufgetragen ist und welche die größere Abbildungsempfindlichkeit veranschaulicht, die unter Verwendung eines Verbundabbildungsmediums der Erfindung erreicht wird.

Wie bereits erwähnt, enthält das vorliegende Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium notwendigerweise wenigstens eine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (ii), die zwischen dem Trägersubstrat (i) und dem abbildenden strahlungsablativen Trägerüberzug (iii) liegt.

Mit "dynamischer Freisetzungs- bzw. Trennschicht" ist eine zwischenliegende Schicht gemeint, die mit der Abbildungsstrahlung in Wechselwirkung treten muß, um eine bildweise ablative Übertragung von wenigstens der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs auf ein Empfängerelement bei einer Energie/Fluenz bzw. Teilchenfluenz, die geringer ist als in Abwesenheit derselben erforderlich wäre, zu bewirken. Es wird angenommen, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht die dünne Trägeroberschicht bzw. den Trägerüberzug durch wirksames Eliminieren der Adhäsiv- bzw. Haftungskräfte, welche die dünne Trägeroberschicht bzw. den Trägerüberzug an das Trägersubstrat binden oder mit dem Trägersubstrat vereinigen, freisetzt. Vorzugsweise unter den gleichen Bedingungen wird gleichzeitig ein zusätzlicher Antrieb durch die Wechselwirkung der Abbildungsstrahlung damit geliefert, z. B. durch Ablation der dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschicht selbst, so daß auf diese Weise weiter die bildweise ablative Übertragung der gesamten dünnen Trägeroberschicht bzw. des gesamten Trägerüberzugs auf ein Empfängerelement erleichtert wird.

Die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (DRL) ist wenigstens eine Schicht aus irgendeinem organischen oder anorganischen Material, oder eine Kombination hiervon, welche wenigstens einen Bruchteil der Abbildungsstrahlung absorbiert, der ausreichend ist, die Adhäsion (in den bildweise belichteten Bereichen) zwischen der genannten wenigstens einen DRL und dem Trägersubstrat, den DRL(en) und der dünnen Trägeroberschicht bzw. dem Trägerüberzug, oder beiden zu verringern. Ein solches Material kann intrinsich bzw. an sich absorbierend oder sensibilisiert sein, um Wellenlängen der Abbildungsstrahlung zu absorbieren. Vorzugsweise sind die DRL(en) intrinsisch oder inhärent absorbierend für die Abbildungsstrahlung, in hohem Maße absorbierend für die Abbildungsstrahlung derart, daß sehr dünne Schichten hiervon angewandt werden können, z. B. wenigstens ein niedrigschmelzender dünner Metallfilm. Weiter sprechen dieses Materialien wirksam auf die Abbildungsstrahlung in der Nanosekunden-Zeitskala oder sogar schneller an.

Exemplarisch für solche absorbierende Materialien, die für die DRL geeignet sind, umfassen dünne Filme von Metallen, Metalloxiden und Metallsulfiden, welche wirksam schmelzen, verdampfen oder in anderer Weise den physikalischen Zustand ändern, wenn sie der Abbildungsstrahlung ausgesetzt sind, und vorzugsweise wenig oder keine Toxizität haben, sowie niedrige Energieerfordernisse zum Freisetzen und Reflektieren von sowenig wie möglich von der Abbildungsstrahlung haben. Repräsentative derartige Metalle sind jene metallischen Elemente der Gruppen Ib, IIb, IIIa, IVa, IVb, Va, Vb, VIa, VIb, VIIb und VIII des periodischen Systems, wie auch Legierungen hiervon oder Legierungen hiervon mit Elementen der Gruppen Ia, IIa und IIIb, oder Mischungen derselben. Besonders bevorzugte Metalle umfassen Al, Bi, Sn, In oder Zn, sowie Legierungen hiervon oder Legierungen hiervon mit Elementen der Gruppen Ia, IIa und IIIb des periodischen Systems, oder ihre Mischungen. Geeignete derartige Metalloxide und -sulfide sind jene von Al, Bi, Sn, In, 2n, Ti, Cr, Mo, W, Co, Ir, Ni, Pd, Pt, Cu, Ag, Au, Zr oder Te, oder Mischungen hiervon.

Andere exemplarische DRL-Materialien umfassen jene, die eine Änderung in der Kristallstruktur bei Belichtung mit der Abbildungsstrahlung erfahren, wie Germanium oder sensibilisierte Flüssigkristallmaterialien. Außerdem sind jene Materialien exemplarisch, die in US-A- 4 756 633 und USk-A-4 897 310 beschrieben sind.

Exemplarische organische DRL-Materialien umfassen sublimierbare Materialien und monomerische sowie polymerische Verbindungen, welche intrinsich fähig sind, Abbildungsstrahlung zu absorbieren, und/oder monomerische und polymerische Verbindungen, welche mit nichtschwarzer-Körper-Absorbern absorbiert worden sind, um das notwendige Absorptionsvermögen aufzuprägen. Repräsentative monomerische Verbindungen umfassen Metallphthalocyanine, Metalldithiolene, Anthrachinone, etc., welche z. B. in der Form einer dünnen Schicht vakuumabgelagert sein können. Repräsentative polymerische Verbindungen umfassen die Polythiophene, Polyaniline, Polyacetylene, Polyphenylene, Polyphenylensulfide, Polypyrrole und Abkömmlinge oder Mischungen hiervon.

Noch andere exemplarische DRL-Materialien umfassen die Kombination von irgendeinem Ablationssensibilisierer/-absorber, z. B. irgendeinen Sensibilisierer im Nahinfrarot oder sichtbaren Licht, in wenigstens einem Bindemittel, welches nicht absorbierend bei der Abbildungswellenlänge ist aber sein kann, oder ein sensibilisiertes/absorbierendes Bindemittel allein. Vorteilhafterweise ist ein solches Bindemittelmaterial polymerisch und vorzugsweise umfaßt es jene ablativen Polymere, welche eine schnelle säurekatalysierte teilweise Zersetzung erfahren.

In Abhängigkeit von den ausgewählten speziellen dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennmaterial(ien) und den angewandten Abbildungsbedingungen kann wenigstens ein Teil der DRL selbst zusammen mit der dünnen Trägeroberschicht bzw. dem Trägerüberzug während des Ablationsprozesses auf das Empfängerelement übertragen werden. Da sie einen nicht-schwarzer- Körper-Absorber enthält, überträgt jedoch die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht selbst im wesentlichen kein kontrastierendes Material bzw. Kontrastmaterial auf das endgültige Produkt. Dieses ist besonders wichtig, wenn die Ablationsübertragungs-Abbildungsmedien der vorliegenden Erfindung für Anwendungen benutzt werden, wo eine Farbwiedergabetreue wichtig ist, z. B. für Farbdrucke und -proofing.

Die Dicke der wenigstens einen dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschicht hängt von dem (den) Material(ien) ab, das (die) hierfür gewählt wurden. Z. B. wird dort, wo ein Metall, wie jene, die oben erörtert sind, als die DRL angewandt wird, eine Dicke von etwa einer Monoschicht des Metalls bis zu 50 nm (500 Angström) bevorzugt.

Die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht besitzt vorzugsweise eine synergistische Wechselwirkung mit der ablativen dünnen Trägeroberschicht bzw. dem ablativen Trägerüberzug, so daß die Schwellwertenergie, die für die Übertragung erforderlich ist, vermindert ist. Dieses ermöglicht eine vollständige Übertragung der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs bei niedrigen Energieeingaben, so daß dadurch nur kleine Mengen eines Ablationssensibilisierers in der dünnen Trägeroberschicht bzw. in dem Trägerüberzug erforderlich sind oder sogar überhaupt keine, wie unten vollständiger beschrieben ist, und außerdem ermöglicht es die wirksamere Ausnutzung von anderen funktionellen Zusätzen, wie auch unten beschrieben ist.

Die Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmedien der vorliegenden Erfindung umfassen außerdem notwendigerweise eine abbildungsstrahlungsablative dünne Trägeroberschicht bzw. einen abbildungsstrahlungsablativen Trägerüberzug (iii), die bzw. der im wesentlichen coextensiv mit dem Trägersubstrat (i) und der wenigstens einen DRL (ii) ist.

Eine solche ablative dünne Trägeroberschicht bzw. ein solcher ablativer Trägerüberzug selbst enthält einen Abbildungsbetrag von einem Kontrastabbildungsmaterial.

Mit "Kontrastabbildungsmaterial" ist jenes Material gemeint, das zum Unterscheiden des resultierenden Informationsmusters, welches auf das Empfängerelement übertragen wird, verwendet wird.

Ein solches Kontrastabbildungsmaterial kann darüber hinaus entweder selbst oder kann nicht selbst ein Ablationsensibilisierer sein, der fähig ist, die Ablationsübertragung unter den beabsichtigten Abbildungsbedingungen, die zu einer Ablation führen, zu fördern. Ein Ausfall des Kontrastabbildungsmaterials, selbst die Ablation zu initiieren oder zu fördern (d. h. ein "nichtablationssensibilisierendes Kontrastabbildungsmaterial") kann das Ergebnis eines Fehlens des Absorptionsvermögen bei der (den) Ablationswellenlänge(n), eines Fehlens von genügendem Absorptionsvermögen hiervon oder eines Defekts des Absorptionsvermögens, zu einem Druckaufdauphänomen zu führen, z. B. liefert das Absorptionsvermögen ein nichtablationsförderndes Ereignis wie Photobleichung, stabiles Triplett, Fluoreszenz oder Phosphoreszenz. Demgemäß muß das Kontrastabbildungsmaterial für den Detektor/die Technik sichtbar oder erkennbar sein, die zum Unterscheiden bzw. Erkennen des resultierenden Informationsmusters benutzt wird, das auf das Empfängerelement übertragen wird und/oder auf dem Abbildungsmedium bleibt, und zwar per se.

Exemplarische derartige Kontrastabbildungsmaterialien, die ablativ auf ein Empfängerelement in einem vorbestimmten kontrastierenden Informationsmuster übertragen werden, um sichtbar oder symbolisch ein Objekt oder Daten zu repräsentieren oder zu beschreiben, umfassen Färbungsmittel (Farbstoffe oder Pigmente), ultraviolett- und infrarotabsorbierende Materialien, Polymermaterialien, magnetische Materialien, fluoreszente Materialien, elektrisch leitende Materialien, etc.

Noch andere Zusätze können enthalten sein, um die Filmeigenschaften und die Übertragungscharakteristika zu erhöhen. Diese Zusätze brauchen nicht als ein Kontrastabbildungsmaterial zu funktionieren und umfassen z. B. Plastifizierer, Fließzusätze, Gleitmittel, Lichtstabilisierer, Antistatikmittel, grenz- bzw. oberflächenaktive Stoffe, Aufhellungsmittel, Antioxidantien und andere, die in der Technik der Formulierung bekannt sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die vorliegende Ablationsübertragungs-Abbildungs/-aufzeichnungstechnik vorteilhafterweise photo- und mehr bevorzugt laserinduziert, obwohl sie es nicht zu sein braucht (z. B. ist irgendeine Lichtquelle von genügender Intensität in dem nahen infraroten oder sichtbaren Spektralbereich geeignet).

Die photo- oder laserinduzierte Ablationsübertragung umfaßt eine Schwellenergie, unterhalb derer keine wirksame Materialübertragung auftritt, sowie ein Erfordernis, daß die Energie mit einer Rate eingegeben werden muß, die größer als die Fähigkeit des Materials ist, die Faktoren umzukehren, welche zu der vorher bemerkten Druckansammlung führen, z. B. durch übermäßige thermische Diffusion außerhalb des bestrahlten Bereichs. Demgemäß ist Abbildungsstrahlung, die fähig ist, die Schwellenergie (Fluenz, Joule/cm²) und Leistungsdichte (Watt/cm²) zu übersteigen, für wirksame Bildübertragung erforderlich. Durch angemessene Auswahl von Materialien und Abbildungsparametern kann dieses letztere Erfordernis zu Belichtungszeiten auf einer Nanosekunden-Zeitskala führen, was wengistens zehnmal schneller als Belichtungszeiten ist, die für konventionelle Übertragungsabbildungsprozesse notwendig sind. Die aktuellen Werte der Fluenz und der Leistungsdichte, die für photo- und laserinduzierte ablative Übertragungsabbildung geeignet sind, sind von den spezifischen Materialien, welche in dem Abbildungsmedium verwendet sind, und dem ausgewählten spezifischen Empfänger abhängig. Außerdem ist die Fluenz leistungsdichteabhängig, im besonderen in dem Fall, daß dünne Metall-DRLen angewandt werden.

In der vorliegenden Erfindung enthält die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht und/oder die dünne Oberschicht bzw. der Überzug wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel (das hier auch als ein "ablatives Bindemittel" bezeichnet wird). Das ablative Bindemittel braucht nicht bei der Abbildungswellenlänge zu absorbieren, aber es wird im wesentlichen vollständig bildweise auf das Empfängerelement massenübertragen. Geeignete Bindemittel umfassen jene Materialien, z. B. Polymermaterialien, die wirksam für das Anhaften der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs an der DRL vor der Übertragung sind, wie für das Anhaften des übertragenen Materials an dem Empfängerelement nach der Belichtung mit Abbildungsstrahlung.

Vorteilhafterweise umfaßt das oben angegebene ablative Bindemittelmaterial ein konventionelles filmbildendes Polymer, das eine hohe sichtbare Transparenz liefert. Beispiele solcher filmbildenden Polymere umfassen, sind jedoch nicht darauf beschränkt, Polycarbonate, Polysulfone, Styrol/Acrylnitrilpolymer, Polystyrole, Celluloseether und -ester, Polyacetale, Polymethylmethacrylat, Polyvinylidenchlorid, α-Chloracrylnitril, Maleinsäureharze und Copolymere, etc.

Insbesondere sind derartige ablative Bindemittel gemäß dieser Erfindung jene Bindemittel, welche sich schnell zersetzen, um wirksame Mengen von Gasen und flüchtigen Fragmenten bei Temperaturen von weniger als 200ºC, gemessen unter Gleichgewichtsbedingungen, zu erzeugen, und deren Zersetzungstemperaturen in der Gegenwart von kleinen Mengen von erzeugten Säuren signifikant vermindert sind. Am bevorzugtesten werden die Zersetzungstemperaturen derselben auf weniger als etwa 100ºC herabgesetzt.

Beispiele solcher Polymere umfassen Nitrocellulose, Polycarbonate und andere Polymere der Art, die beschrieben sind in J.M.J. Frechet, F. Bouchard, F.M. Houlihan, B. Kryczke und E. Eichler, J. Imaging Science, 30(2), Seiten 59-64 (1986) und solche anderen Polymere, wie Polyurethane, Polyester, Polyorthoester und Polyacetale, sowie Copolymere hiervon.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug auch zusätzlich zu dem ablativen Bindemittel, einen Ablationssensibilisierer (Absorber). Mit "Ablationssensibilisierer" ist irgendein Initiator gemeint, der fähig ist, den Ablationsprozess einzuleiten und zu fördern. Er tut dieses durch Absorbieren der Abbildungsstrahlung und Übertragen der absorbierten Energie in eine explosive ablative Kraft. Solche Arten von Sensibilisierern/Initiatoren sind auf dem Gebiet der Aufzeichnung gut bekannt, wie früher im Kontext des Beschreibens von optischen Platten erörtert wurde. Die Lichtsensibilisierung für Abbildungsmaterialien ist natürlich auch auf dem Fachgebiet der Aufzeichnung gut bekannt.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die abbildungsstrahlungsablative dünne Trägeroberschicht bzw. der abbildungsstrahlungsablative Trägerüberzug wenigstens einen Ablationssensibilisierer, welcher bei der Wellenlänge des gewünschten Laserausgangs, z. B. im nahen Infrarotspektralbereich von 760 nm bis 3000 nm, absorbiert, sowie wenigstens ein ablatives Bindemittel, wobei der wenigstens eine Sensibilisierer in einer Menge vorhanden ist, die ausreicht, die schnelle teilweise Zersetzung des wenigstens einen Bindemittels zu bewirken, wenn der wenigstens eine Sensibilisierer mit Laserlicht in Wechselwirkung tritt bzw. ist. Das ablative Bindemittel enthält vorteilhafterweise jene Polymermaterialien, die eine schnelle säurekatalysierte partielle Zersetzung erfahren, und zwar vorzugsweise bei Temperaturen von weniger als 200ºC, gemessen und Gleichgewichtsbedingungen. Die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug kann auch optionell Materialien enthalten, die bei der Wellenlänge des gewünschten Laserausgangs nichtabsorbierend und/oder nichtzersetzend sind.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind die ablativen Bindemittel vorteilhafterweise jene Polymermaterialien, welche unter den Abbildungsbedingungen übertragen, und sind bevorzugt (speziell dann, wenn die DRL einen organischen Absorber enthält) jene, welche eine schnelle säurekatalysierte partielle Zersetzung bei Temperaturen von weniger als 200ºC, gemessen unter Gleichgewichtsbedingungen, erfahren, und am meisten bevorzugt bei Temperaturen von weniger als etwa 100ºC, gemessen unter Gleichgewichtsbedingungen.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung enthält die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug wenigstens einen Nahinfrarotsensibilisierer, wenigstens ein ablatives Bindemittel und wenigstens ein wasserstoffatomspendendes Material (H) für die säurekatalysierte Zersetzung des ablativen Bindemittels (welches in dem Bindemittel selbst vorhanden sein kann). Diese letzteren Materialien umfassen Alkohole, Thiole, Phenole, Amine und Kohlenwasserstoffe.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Nahinfrarot-Laserablationsübertragungs-Abbildungsmedium vorgesehen. Ein solches Medium umfasst vorteilhafterweise einen Nahinfrarottransparentträgerfilm, der wenigstens eine DRL und eine dünne Trägeroberschicht bzw. einen Trägerüberzug von Nahinfrarot-Ablativbeschichtung, enthaltend einen im wesentlichen farblosen Nahinfrarotsensibilisierer, enthält. Dieses Medium kann wirksam und vorteilhaft für die Farbabbildung verwendet werden, wenn ein Färbungsmittel hinzugefügt wird.

Bei Belichtung mit Laserlicht treten die DRL und der absorbierende Sensibilisierer mit dem Laserlicht in Wechselwirkung, um eine schnelle Freisetzung von wenigstens der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs zu bewirken, und können eine teilweise Zersetzung der DRL und/oder der Bindemittel der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs in gasförmige und nichtgasförmige Produkte nach sich ziehen. Die schnelle Expansion der erhitzten Gase unterstützt die Ablation der belichteten dünnen Trägeroberschicht bzw. des belichteten Trägerüberzugs auf ein benachbartes Empfängerblatt, das eine Umkehrung des abgebildeten Farbfilms (d. h. einen Farbdruck oder ein Farbproof) liefert.

Geeignete absorbierende Sensibilisierer gemäß der vorliegenden Erfindung umfassen irgendein Material, welches bei einer gewünschten Wellenlänge für eine spezielle Abbildungswellenlänge im Nahinfrarot oder im Sichtbaren absorbieren kann. Im besonderen sind, wo sichtbare transparente Beschichtungen erforderlich sind, z. B. substituierte aromatische Diamin-Dikation- Diradikal-Typ-Sensibilisierer oder Kationradikalsensibilisierer mit Gegenionen, die von starken Säuren abgeleitet sind und in dem nahen IR absorbieren, bevorzugt.

Beispiele dieser Sensibilisierer umfassen die Reihe der Nahinfrarotabsorbierer, welche unter den Warenzeichen Cyasorb IR 165, 126 und 99 von American Cyanamid vermarktet werden, wie auch jene IR-Absorber, die in US-A-4 656 121 beschrieben sind.

Strahlungsquellen, welche Nahinfrarotwellenlängen emittieren in Kombination mit sichtbaren farblosen Sensibilisierern sind für Farbabbildungsanwendungen hoher Wiedergabetreue bevorzugt. In anderen Anwendungen kann irgendeine Strahlungsquelle von genügenger Intensität, typischerweise nicht weniger als 104 Watt/cm², die im sichtbaren und/oder nahen Infrarot emittiert, für Photoablation verwendet werden, ohne Beschränkung auf schwarzer-Körper- Sensibilisierer, wie essentiell durch den Stand der Technik erforderlich ist. Die Sensibilisierer der vorliegenden Erfindung sind am bevorzugtesten in hohem Maße bei Wellenlängen der Abbildungsstrahlung absorbierend und in den angewandten Bindemitteln löslich. Beispiele von geeigneten nicht-schwarzer-Körper-Sensibilisierern, welche wirksam in der ablativen dünnen Oberschicht bzw. im ablativen Überzug verwendet werden können, sind Cyaninfarbstoffe, Phthalocyaninfarbstoffe, Metalldithiolene, Methylenblausalze, Di- und Triarylmethankationsalze, Wurster-Blausalze, und andere im sichtbaren oder in nahen Infrarot absorbierende Oniumsalze, die von starken Säuren abgeleitet sind, etc. Verschiedene derselben sind beschrieben in US-A- 4 315 983, US-A-4 508 811, US-A-4 948 776, US-A-4 948 777, US-A-4 948 778 und US-A- 4 950 640.

Die verwendeten Trägersubstrate (i) können entweder Trägerfilme sein, welche für die Abbildungsstrahlung transparent sind, oder nichttransparente derartige Trägerfilme. Transparente Trägerfilme, welche verwendet werden können, umfassen Glas, Polyester (wegen ihrer hohen optischen Klarheit und dimensionellen Stabilität), Polycarbonate, Polyurethane, Polyolefine, Polyamide, Polysulfone, Polystyrole, Cellulosen und irgendein Trägersubstrat, das sich nicht in den verwendeten Beschichtungslösungsmitteln auflöst, wobei Polyester bevorzugt sind. Beispiele von nichttransparenten Trägern umfassen irgendein nichttransparentes Trägersubstrat, das sich nicht in den verwendeten Beschichtungslösungsmitteln auflöst. Diese Träger können gefüllte und/oder beschichtete opake Polyester, Aluminiumträger, wie sie in Druckplatten verwendet werden, und Siliciumchips umfassen. Die Dicke derartiger Trägersubstrate ist nicht kritisch und kann in weitem Umfang variieren, wobei dieselbe z. B. von der speziell beabsichtigten Anwendung sowie davon abhängt, ob sie von der vorderen oder rückwärtigen Oberfläche derselben bestrahlt werden.

Eine Antireflexionssschicht (gegenüber der Abbildungsstrahlung) kann optionell auf der Seitenoberfläche des Trägers vorgesehen sein, die entgegengesetzt der ablativen dünnen Trägeroberschicht bzw. dem ablativen Trägerüberzug vorgesehen ist, und/oder auf dem Empfängerelement, um die Effizienz der ablativen Übertragung zu erhöhen, indem es ermöglicht wird, mehr von der Abbildungsstrahlung effektiv zu nutzen.

Eine solche Antireflexionsschicht umfasst vorteilhafterweise eines oder mehrere Materialien, die für diesen Zweck auf dem Fachgebiet der Aufzeichnung anerkannt sind, z. B. jene, die in US-A-3 793 022 und US-A-4 769 306 beschrieben sind, und sie werden auch in bekannter Art und Weise angewandt. Geeignete Materialien, z. B. für ein Polyesterträgersubstrat, das einen Brechungsindex von etwa 1,6 hat, sind auftragbare Materialien, die Brechungsindices von etwa 1,3 bis 1,4 haben. Beispiele solcher Materialien umfassen Fluorad (eingetragenes Warenzeichen) FC-721 von 3M Co., CaF&sub2;, MgF&sub2;, Fluorpolymer, etc. Die Dicke der Antireflexionsschicht(en) wird so gewählt, daß die gewünschten Brechungseigenschaften für die Schicht(en) mit Bezug auf die Wellenlängen der Abbildungsstrahlung vorgesehen werden. Z. B. ist, wo Fluorad FC-721 als die Antireflexionsschicht und 1064 nm Abbildungsstrahlung verwendet wird, eine Dicke von 0,2 bis 0,25 Mikron effektiv.

Um die Ablationsübertragungs-Abbildungsmedien dieser Erfindung herzustellen, wird die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht auf einem geeigneten Trägersubstrat durch irgendwelche Mittel, die auf diesem Fachgebiet bekannt sind, z. B. Dampfablagerung, Sputtern, Naßablagerung, etc., abgelagert.

Die DRL-Seite des resultierenden Zwischenartikels wird dann mit einer Lösung oder Dispersion der Bestandteile der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs durch Beschichtungstechniken überschichtet, die auf diesem Fachgebiet auch gut bekannt sind, wie Meyer-Stabbeschichtung, Gravurbeschichtung, Umkehrwalzbeschichtung, modifizierte Bettbeschichtung, Extrusionsbeschichtung etc., und der beschichtete Artikel wird getrocknet. Die Beschichtungslösung oder -dispersion enthält ein (mehrere) Lösungsmittel, das Kontrastabbildungsmaterial, irgendein (irgendwelche) Bindemittel, und einen (mehrere) Sensibilisierer, Zusätze, etc., und zwar in Abhängigkeit von der beabsichtigten Endanwendung.

Die in der vorliegenden Erfindung angewandten Lösungsmittel sind vorzugsweise jene, welche sowohl die Bindemittel als auch die optionalen Sensibilisierer auflösen. Beispiele solcher Lösungsmittel umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt, Wasser, Alkohole, Ester, Ketone, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, chlorierte aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische und aromatische Nitrokohlenwasserstoffe, Amide und andere, die in der Technik der Formulierung bekannt sind.

Die Dicke der dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschicht(en) wird optimiert, um für die Gesamtübertragung der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs auf das Empfängerelement mit einem minimalen Energieerfordernis (Joule/cm²) zu sorgen. Die Dicke der Trägerschicht wird optimiert, um die Mengen des für eine spezielle Anwendung erforderlichen Materials vorzusehen; z. B. eine Menge an Farbstoff oder Pigment, die notwendig ist, ein Dichteerfordernis auf dem Empfängerelement zu erfüllen, oder eine Menge von UV-Absorber, die erforderlich ist, um eine UV-Blockierungs-Spezifikation des Gebermediums oder der Gebermaske bzw. Maske zu erfüllen.

Die Verbundabbildungsmedien der vorliegenden Erfindung sind für eine breite Vielfalt von Anwendungen brauchbar, einschließlich des Farbdruckens und des Farbproofungs. Andere als diese, und in Abhängigkeit von der Art des Kontrastabbildungsmaterials, das in der ablativen dünnen Trägeroberschicht bzw. dem ablativen Trägerüberzug enthalten ist (ob sie bzw. er einen Ablationssensibilisierer oder auch nicht enthält), können die vorliegenden Verbundabbildungsmedien einen UV-Absorber enthalten und demgemäß für die Herstellung von Belichtungsmasken gewählt werden, und Infrarotfarbstoff zum Erzeugen von maschinenlesbaren Bildern, z. B. Strichcodes, sowie magnetische Teilchen zum Herstellen von maschinenlesbaren Dokumenten, fluoreszente Materialien zum Codieren von Sicherheitsdokumenten, oder elektrisch leitfähige Materialien für die Herstellung von elektronischen Komponenten, z. B. gedruckten Schaltungsplatten und anderen Direkt-zur-Platte- und Direkt-zur-Tafel-Anwendungen, etc.

In einer Ausführungsform dieser Erfindung, mit der ein Abbildungsmedium zur Verfügung gestellt ist, welches z. B. für das Farbproofing gut geeignet ist, enthält die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug einen Sensibilisierer, der so gewählt ist, daß er im wesentlichen nichtabsorbierend in dem sichtbaren Spektralbereich (380 bis 760 nm) ist, und eine Pigmentdispersion eines Färbungsmittels, das als eine auf Nitrocellulose basierende Drucktinte zugeführt wird. Der Sensibilisierer ist in einer Menge von etwa 0,05 Gew.-% bis etwa 50 Gew.-% von trockenen Festkörpern vorhanden. Vorzugsweise ist der Sensibilisierer in einer Menge von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-% von trockenen Festkörpern vorhanden. Die Gesamtmenge der trockenen Festkörper (Gramm/Meter²) wird so eingestellt, daß die American Newspaper Publishers Association (A.N.P.A.) oder Spezifikationen für Bahn-Offset-Veröffentlichungen (S.W.O.P.) Dichtespezifikationen für Feststoff-Farbdichten, die auf das Empfängerelement übertragen werden, z. B. ein bekanntes kommerzielles Zeitungspapier, erfüllt werden. Die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht ist vorteilhafterweise ein dünner Metallfilm, der auf ein Trägersubstrat, z. B. einen Polyesterfilm, aufgebracht wird. Vorzugsweise ist der dünne Metallfilm ein niedrigschmelzendes, niedrige Toxizität besitzendes Metall oder eine solche Metallegierung von Al, Bi, Sn, In und/oder Zn. Die Dicke des Metallfilms liegt vorteilhafterweise im Bereich von einer Monoschicht bis 50 nm (500 Angström), wobei die optimale Dicke von dem speziellen Metall abhängt. Mit "Farbproofing" ist natürlich jene auf dem Fachgebiet der Aufzeichnung sehr gut bekannte Technik des Vorhersagens oder sich Vergewisserns von einem oder mehreren Aspekten des Farbdrucks vor dem Pressen, z. B. Farbwiedergabe, Tonwiedergabe, Übereinstimmung, Zusammensetzung und dergleichen, gemeint.

In einer anderen Ausführungsform des Verbundabbildungsmediens der Erfindung, das auch für das Farbproofung und Druckanwendungen gut geeignet ist, wird die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug auch auf der DRL abgelagert (und dann getrocknet), und zwar als eine Pigmentdispersion eines Färbungsmittels, d. h. einer auf Nitrocellulose basierenden Drucktinte, aber sie enthält keinen Sensibilisierer. Die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennmatrix ist wieder ein dünner Metallfilm, der auf ein Polyesterfilmträgersubstrat aufgebracht ist. Vorzugsweise ist der dünne Metallfilm ein niedrigschmelzendes, geringe Toxizität besitzendes Metall oder eine solche Metallegierung von Al, Bi, Sn, In und/oder Zn. Die Dicke des Metallfilms kann wieder im Bereich von einer Monoschicht bis zu 50 nm (500 Angström) liegen, wobei die optimale Dicke von dem verwendeten speziellen Metall abhängt. In dieser Ausführungsform ist das Empfängerelement, auf welches das Proof/der Druck übertragen wird, wegen der Abwesenheit des ablationsfördernden Sensibilisierers vorteilhafterweise passiv haftend aufgetragen, z. B. mit einem Heißschmelzklebemittel, um die Befestigung des ablatierten Bilds darauf zu sichern.

In einer anderen Ausführungsform, d. h. einer Maske, worin das Abbildungsmedium wirksam als eine Belichtungsmaske für die Verwendung auf graphischem Fachgebiet oder der Vorproduktion von gedruckten Schaltungen effektiv verwendet werden kann, ist das Kontrastabbildungsmaterial ein Absorber, welcher zum Blockieren des Lichtausgangs von gemeinsamen Belichtungseinrichtungen wirksam ist. Beispiele solcher Materialien sind Azoderivate, Oxediazolderivate, Dicinnamalacetonderivate, Benzophenonderivate, etc. Mit "Maskierung" ist jener auch auf dem Aufzeichnungsfachgebiet sehr gut bekannte Vorgang gemeint, welcher die Drucktuchbelichtung eines typischen lichtempfindlichen Materials, z. B. Druckplatte, Resist, Diazo, etc., durch ein vorher existierendes Informationsmuster, z. B. eine "Maske", welche selektiv die Belichtungsstrahlung gemäß dem Informationsmuster blockiert, z. B. eine gedruckte Schaltung, eine Zeitungsseite, etc., umfaßt. Ein spezielles Beispiel eines Abbildungsmediums, das für solche Anwendungen gut geeignet ist, umfaßt ein Polyesterfilmträgersubstrat, eine dynamische Metalldünnfilm-Freisetzungs- bzw. -Trennschicht, z. B. einen Al, Bi, Sn, In und/oder Zn-Dünnfilm, oder einen Dünnfilm einer Legierung hiervon, in einem Bindemittelpolymer, sowie eine ablative dünne Trägeroberschicht bzw. einen ablativen Trägerüberzug, die bzw. der ein auf Nitrocellulose basiertes Drucktintenvehikel, Curcumin und optional einen Sensibilisierer, z. B. einen Kationradikal- oder einen Dikationdiradikalabkömmling einer Triarylaminverbindung umfaßt.

In einer noch anderen Ausführungsform, in welcher das Abbildungsmedium wirksam in einer Sicherheitsdruckanwendung angewandt werden kann, sind die Kontrastabbildungsmaterialien im wesentlichen farblos, aber mit Fluoreszenz im sichtbaren Bereich, wenn sie mit Ultraviolettlicht belichtet werden. Repräsentative derartige Materialien umfassen Oxazolderivate, Oxadiazolderivate, Coumarinderivate, Carbostyrylderivate, etc.

Ein spezifisches Beispiel eines Abbildungsmediums, das für solche Anwendungen gut geeignet ist, umfaßt ein Polyesterfilmträgersubstrat, eine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht als dünnen Metallfilm, z. B. einen Al-, Bi-, Sn-, In- und/oder Zn-Dünnfilm, oder einen Dünnfilm von einer Legierung hiervon, und eine ablative dünne Trägeroberschicht bzw. einen ablativen Trägerüberzug, die bzw. der ein auf Nitrocellulose basierendes Drucktintenvehikel, Bis(4-diethylaminophenyl)oxadiazol, und optional, einen Sensibilisierer, z. B. ein Kationradikal oder ein Dikationdiradikal einer Triarylaminverbindung, umfaßt.

In einer anderen Ausführungsform ist das Kontrastabbildungsmaterial mittels eines Scanners im nahen Infrarot lesbar, z. B. ein Strichcode. Beispiele solcher Materialien für diese spezielle Ausführungsform umfassen Metalldithiolenderivate, Phthalocyaninderivate, Triarylaminderivate, Graphit, Kohleschwarz, Chromdioxid und Mischungen hiervon. Ein spezifisches Beispiel eines Abbildungsmediums, das für diese Anwendungen gut geeignet ist, umfaßt ein Polyesterfilmträgersubstrat, eine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht als dünnen Metallfilm, z. B. einen Al-, Bi-, Sn-, In- und/oder Zn-Dünnfilm, oder einen Dünnfilm einer Legierung hiervon, und eine ablative dünne Trägeroberschicht bzw. einen ablativen Trägerüberzug, die bzw. der ein auf Nitrocellulose basierendes Tintenvehikel, ein Phthalocyaninderivat, und optional einen Sensibilisierer, z. B. ein Kationradikal oder ein Dikationdiradikal einer Triarylaminverbindung umfaßt.

In einer noch anderen Ausführungsform ist das Kontrastabbildungsmaterial magnetisch, und zwar für die Herstellung von solchen maschinenlesbaren Gegenständen, wie Informationsstreifen, Schecks, Kreditkarten, etc. Beispiele hiervon sind Eisen, Eisenoxid, Kobalt-Eisen-Oxid, Bariumferrit, Mischungen der vorstehenden, und dergleichen.

In einer noch anderen Ausführungsform enthält das Kontrastabbildungsmaterial wenigstens einen Zusatz, welcher ein hydrophobe Tinte aufnehmendes Harz für die Übertragung auf eine körnige Aluminiumoberfläche umfaßt, die z. B. in der Herstellung von Offset- Lithographieplatten verwendet wird. Geeignete Zusätze für diese Anwendung umfassen Phenolformaldehydharze, quervernetzte Polyvinylalkoholharze, quervernetzte Epoxyharze, etc.

In einer weiteren Ausführungsform enthält das Kontrastabbildungsmaterial wenigstens einen Zusatz, welcher ein elektrisch leitfähiges Material für die Übertragung auf eine isolierende Oberfläche enthält, die z. B. bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen verwendet wird. Geeignete Zusätze für diese Anwendung umfassen leitfähige Dispersionen von Silber, Aluminium, Kupfer, etc.

In jeder der obigen Ausführungsformen enthält das Abbildungsmedium vorzugsweise eine Antireflexionsschicht, wie oben beschrieben, auf der Seiten- bzw. Stirnoberfläche des Trägersubstrats gegenüber bzw. entgegengesetzt der DRL, und z. B. enthaltend ein Fluorpolymer, Magnesiumfluorid oder Calciumfluorid.

Das Materialübertragungsphänomen des laserinduzierten Ablationsverfahrens der vorliegenden Erfindung wird durch die Mikrophotographien veranschaulicht, welche mittels zeitaufgelöster streifender Auflichtmikroskopie, TRGIM, gemäß den Fig. 1A und 1B erhalten worden ist.

Fig. 1A ist eine Seitenansichtsmikrophotographie eines Verbundabbildungsmediums der Erfindung und des beleuchteten Raums darüber (anstelle eines Empfängerelements) vor einer Laserbelichtung.

Fig. 1B ist eine entsprechende Mikrophotographie, aufgenommen 100 Nanosekunden nach dem Beginn eines 260 Nanosekunden Impulses von einem Nd : YAG-Laser 5, gerichtet durch den Polyesterträger 4, etwa 6 mm (1/4 Zoll) von dem Rand desselben aus und in die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht 3, sowie die absorbierende ablative dünne Oberschicht bzw. den absorbierenden ablativen Überzug 2 (das Abbildungsmedium per se wird vollständiger in dem Beispiel 1, welches folgt, beschrieben), zum Erzeugen einer großen Feder 6 der ablatierten Materialien. Die Horizontallinien 1 in dem Raum über dem Medium sind Interferenzlinien, die von der Verwendung einer cohärenten Sondenbeleuchtung herrühren. Der Nd : YAG- Laser (1064 nm Ausgang von einem Quantronics 116FL-O-Laser, gesteuert durch einen Anderson-Laboratorien-DLM-40-IR2.7-akusto-optischen Modulator und einen 40 MHz- Signalprozessor) gab 0,6 J/cm² in einem Strahl von 25 Mikron Durchmesser (1/e²) ab.

Fig. 2 veranschaulicht die Verwendung eines für Abbildungsstrahlung transparenten Trägersubstrats in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform triff die Abbildungsstrahlung 6 auf das Abbildungsmaterial auf, welches eine erste, Antireflexionsschicht 5 enthält, ein für Abbildungsstrahlung transparentes Trägersubstrat 1, eine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht 2, und eine ablative dünne Trägeroberschicht 3 bzw. einen ablativen Trägerüberzug 3. Außerdem ist ein Empfängerelement 4 in aneinandergrenzender Paßgenauigkeit damit gezeigt.

Fig. 3 veranschaulicht eine alternative Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, worin das Abbildungsmaterial ein nichttransparentes Trägersubstrat 7 umfaßt. In dieser Ausführungsform ist das Empfängerelement 4 aus für Abbildungsstrahlung transparentem Material hergestellt und mit einer Antireflexions-Rückschicht 5 versehen. Die Abbildungsstrahlung 6 triff auf das Abbildungsmaterial von der Vorderseite oder durch das Empfängerelement in die ablative dünne Trägeroberschicht 3 bzw. in den ablativen Trägerüberzug 3, sowie die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht 2 auf.

In jeder Ausführungsform wird ein Muster aus Abbildungsstrahlung mit der (den) gewünschten Wellenlänge(n) in die absorbierende(n) Schicht(en) gerichtet. Dieses bewirkt eine Ablation von wenigstens der dünnen Trägeroberschicht bzw. des dünnen Trägerüberzugs und deren bzw. dessen Übertragung auf das Empfängerelement, so daß dadurch ein abgebildeter Geberfilm 8 und ein entsprechendes Bild von entgegengesetztem Vorzeichen 9 auf dem Empfängerelement erzeugt werden.

Die in dieser Erfindung angewandte Abbildungsstrahlung umfaßt Wellenlängen in dem sichtbaren und dem nahen infraroten Spektralbereich. Nahe infrarote Strahlung wird für Farbproofing und Druckanwendungen wegen der Sensibilisierer bevorzugt, wenn sie tatsächlich für eine spezielle Anwendung verwendet werden, kann im wesentlichen farblos im sichtbaren Bereich sein und wird demgemäß nicht nachteilig die Farbwiedergabetreue des auf das Empfängerelement übertragenen Bildes beeinflussen.

Beispielhafte strahlungsemittierende Einrichtungen für das bildweise Belichten der Verbundabbildungsmedien der Erfindung umfassen Festkörperlaser, Halbleiterdiodenlaser, Gaslaser, Farbstofflaser, Xenonlampen, Quecksilberbogenlampen und andere Strahlungsquellen im sichtbaren und nahen Infrarot, welche fähig sind, genügend Energie zu liefern, die gleich der Schwellenergie für die Ablationsübertragung ist oder diese übersteigt, und zum Liefern dieser Energie mit einer solchen Rate, daß sie jenes Phänomen der flüchtigen Druckansammlung, das früher erörtert wurde, und von dem angenommen wird, daß es für den ablativen Übertragungsprozeß verantwortlich ist, einsetzen.

Der aktuelle Wert der Schwellenergie ist intensitätsabhängig wie auch materialabhängig. Typischerweise sind, wenn Abbildungsmedienkonstruktionen angewandt werden, die eine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht umfassen, welche aus dünnen Metallfilmen hoher Wärmeleitfähigkeit, wie Aluminium, zusammengesetzt ist, ist wenigstens 50 mJ/cm² bei 106 Watt/cm² erforderlich, während wenigstens 100 mJ/cm² bei 104 Watt/cm² typischer für organische Konstruktionen ist. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, können unerwünschte Prozesse anstatt oder zusätzlich zu der Ablationsübertragung auftreten, z. B. Schmelzen, Sublimation, Laden, etc. Unvollständige Übertragung und/oder Bildqualitätverschlechterung kann resultieren. Andere Beschränkungen hinsichtlich der Belichtungseinrichtung umfassen die Fähigkeit, die Abbildungsstrahlung auf eine gewünschte Fleckgröße und -tiefe zu fokussieren und die Strahlung mit Haltezeiten zu modulieren, die für die gewünschte Abbildungsanwendung geeignet sind.

Im besonderen umfassen repräsentative Einrichtungen für das Liefern der Abbildungsstrahlung Laser, wie Nd : YAG-Laser, die bei 1064 nm emittieren, z. B. jene, die in der Abbildungshardware des Crosfield Datrax 765 Laser-Facsimileschreibers eingebaut sind, Laserdiodensysteme, die bei 780 bis 840 nm emittieren, oder andere Strahlungsquellen, die so ausgelegt sind, daß sie eine Leistungsdichte von 104 Watt/cm² oder größer liefern.

Die Strahlungsquelle wird vorzugsweise fokussiert, um die effizienteste Ausnutzung der Energie vorzusehen, wenn sie auf das Abbildungsmedium zum Auftreffen gebracht wird.

Das Empfängerelement braucht nicht speziell behandelt oder ausgewählt zu sein, um effizient Materialien von dem Donor- bzw. Gebermedium zu empfangen, und kann z. B. jene umfassen, welche auf dem Fachgebiet des Proofings und Druckens gut bekannt sind, wie Zeitungspapier, beschichtete oder unbeschichtete Papiere in allen Tönungen und Farben, opak gefüllte und opak beschichtete Kunststoffblätter, wobei das zu verwendende Druckmaterial in der speziellen Farbproofinganwendung bevorzugt wird. Andere geeignete Empfänger umfassen Textilerzeugnisse, Holz, Pappe, Glas, Keramik, Leder, Metalle, wie Aluminium und Kupfer, Gummi bzw. Kautschuk, Papiere und Kunststoffe generell, etc. Obwohl das Empfängerelement nicht speziell behandelt oder ausgewählt zu sein braucht, um in dem Ablationsübertragungsverfahren unterstützend zu sein, wie oben angegeben, ist es nichtsdestoweniger auch innerhalb des Bereichs dieser Erfindung, einen behandelten oder beschichteten Empfänger anzuwenden, z. B. ein Empfängerblatt, das mit einer wirksamen Menge von Klebstoff oder Leimung beschichtet ist, um die Adhäsion der ablatierten dünnen Trägeroberschicht bzw. des ablatieren Trägerüberzugs daran bei niedrigerer Energie als andernfalls erforderlich wäre, zu unterstützen.

Das Abbildungsmedium wird am vorteilhaftesten in übereinstimmendem direkten Flächezu-Fläche-Kontakt mit dem speziellen Empfängerelement positioniert und festgehalten, wobei das Empfängerelement so ausgewählt ist, daß es leicht die ablatierte dünne Trägeroberschicht bzw. den ablatieren Trägerüberzug darauf überträgt, und zwar durch irgendwelche Mittel, die für einen solchen Zweck geeignet sind, z. B. Überdruck, ein Vakuum, oder sogar durch die Hafteigenschaften des Empfängerelements selbst.

Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung zahlreiche Vorteile und eine auf diesem Fachgebiet bisher fremde Vielseitigkeit zur Verfügung stellt. Primär wegen der DRL-Zwischenschicht sind die vorliegenden Verbundabbildungsmedien signifikant empfindlicher für Abbildungsstrahlung, wobei gewisse Konstruktionen wenigstens zweifach so empfindlich sind, und zwar unter Verwendung von viel weniger Sensibilisierer, z. B. wenigstens 75% weniger, bei etwa der Hälfte der Dicke der ablativen dünnen Oberschicht bzw. des ablativen Überzugs, um eine vergleichbare Bilddichte auf dem Empfängerelement zu erreichen. Entsprechend sind die Energie/Leistungs-Erfordernisse für eine saubere Übertragung signifikant herabgesetzt. Darüberhinaus braucht die ablative dünne Trägeroberschicht bzw. der ablative Trägerüberzug nicht selbst sensibilisiert zu sein, obwohl dieses optional ist; vielmehr ist es nur erforderlich, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht für die Abbildungsstrahlung empfindlich ist.

In entsprechender Art ist die Auswahl des Bindemittels ausgedehnt und irgendeine erforderliche Menge hiervon durch die vorliegende Erfindung verringert, da zersetzbare bzw. abbaubare Bindemittel nicht erforderlich sind, wie es auch die Auswahl von angemessenen Sensibilisierern ist.

Weiter ist die Verteilung der Energieabsorption in der DRL und der ablativen dünnen Oberschicht bzw. dem ablativen Überzug durch die vorliegende Erfindung optimiert, und der ablative Prozess ist kinetisch viel schneller, ein nicht unwesentliches Attribut, zieht man in Betracht, daß dieses einen viel schnelleren Zugang zu dem gewünschten Endprodukt gestattet.

Es ist auch erkennbar, daß ein sehr primärer Vorteil der Erfindung ihre Flexibilität im Ermöglichen, daß virtuell jede Art von dünnem Oberschichtmaterial bzw. Überzugsmaterial/Informationsmuster auf virtuell jedes Empfängerelement übertragen werden kann.

Um die vorliegende Erfindung und die damit verbundenen Vorteile weiter zu erläutern, werden die folgenden speziellen Beispiele gegeben, wobei es sich jedoch versteht, daß dieselben nur als erläuternd und in keiner Weise als beschränkend gedacht sind.

In den genannten folgenden Beispielen sind alle Teile und Prozentsätze als Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozentsätze angegeben, sofern nichts anderes angegeben ist.

BEISPIEL 1

Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von verschiedenen Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmedien der vorliegenden Erfindung und auch die Verwendung derselben zum Herstellen eines Zeitungs-Mehrfarbproofs.

Im nahen Infrarot sensibilisierte Formulierungen von Cyan-, Magenta- und Gelbtiefdruck(Flexo)farbendispersionen (vermarktet durch American Inks and Coatings Corporation) wie auch eine Schwarz-Graphitkolloidalsuspension (speziell angefertigt von Colloids Co. und beschrieben in US-A-4 245 003) wurden separat maschinenaufgetragen durch eine modifizierte Bettbeschichtungstechnik, und zwar bis zu einer Trockendicke von etwa 0,5 um, die drei Färbemitteltinten auf metallisierten Stirnflächen von drei 644 mm (25 Zoll) breiten Bahnen von 50% übertragungs- bzw. durchlaßaluminisiertem 117 um (4,6 mil)-ICI-Melinex-505-Polyesterfilm, um drei Abbildungsmedien zu erzeugen, und die Schwarzsuspension auf eine 644 mm (25 Zoll)- Bahn von 117 um (4,6 mil) ICI Melinex-516-Polyesterfilm, um ein viertes Abbildungsmedium zu erzeugen.

Trägeroberschicht- bzw. Trägerüberzugs-Beschichtungsformulierungen

Nahinfrarotsensibilisierer (1064 nm): Cyasorb (eingetragenes Warenzeichen) IR 165 (American Cyanamid Corporation, Glendale Protective Technologies Division).

Cyandispersion:

2,44 Gew.-Teile Tinte (93-405, vermarktet durch American Inks & Coatings),

0,08 Gew.-Teile IR 165,

19,4 Gew.-Teile Lösungsmittel (50% Methylethylketon (MEK), 20% Methylpropylketon (MPK), 15% n-Butylacetat (n-BuAc) und 15% Cyclohexanon).

Magentadispersion:

2,88 Gew.-Teile Tinte (93-418, vermarktet durch American Inks & Coatings),

0,08 Gew.-Teile IR 165,

23,2 Gew.-Teile Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc und 15% Cyclohexanon).

Gelbdispersion:

2,62 Gew.-Teile Tinte (93-4149, vermarktet durch American Inks & Coatings),

0,08 Gew.-Teile IR 165

21,9 Gew.-Teile Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc und 15% Cyclohexanon).

Schwarzsuspension: (nicht Teil der vorliegenden Erfindung)

7,5 Gew.-Teile Graphitsuspension, erhalten von Acheson Colloids, Co.,

20,5 Gew.-Teile Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc und 15% Cyclohexanon).

Die trockenenoptischen Durchlass- bzw. Übertragungsdichten der auf diese Weise erzeugten Abbildungsmedien, bestimmt mit einem Macbeth Densitometer (TD-9041) waren: CYAN = 0,72 Dichteeinheiten (d.u.); MAGENTA = 0,63 d.u.; GELB = 0,73 d.u.; SCHWARZ = 1,39 d.u.

Es wurde ein Vierfarbproofauf einem Crosfield Datrax 765 Leser/Schreiber von dem Farbtestnegativ erzeugt, wobei die Farbseparationen durch die American Newspaper Publishers Association (A.N.P.A.) vorgesehen worden sind. Die jeweiligen farbseparierten Bilder wurden durch den Leser gescannt und in registrierte digitale elektronische Signale umgewandelt sowie aufeinanderfolgend zu dem Laserschreiber übertragen, nämlich einem YAG-Laser, der eingestellt war, um 47,3 Linien/mm&supmin;¹ (1200 Linien pro Zoll) bei 7,5 Watt (Fluenz 160 mJ/cm², Leistungsdichte 106 Watt/cm², Bündeldurchmesser 25 Mikron (1/e²), Haltezeit etwa 104 Nanosekunden) zu schreiben. Ein Proof oder Druck wurde durch serielles und aufeinanderfolgendes Plazieren der vorerwähnten vier Abbildungsmedien in direktem Flächezu-Fläche-Kontakt mit einem üblichen Zeitungspapiermaterialempfängerblatt, das durch Vakuum in dem Laserschreiber sicher an Ort und Stelle gehalten wurde, und jeweiliges Abbilden/Belichten desselben, erzeugt.

Die dünnen Trägeroberschichten bzw. Trägerüberzüge der vier Abbildungsmedien wurden bildweise zu dem Zeitungspapierempfängerblatt in primären Farbbereichen bei den folgenden optischen Reflexionsdichten (gemessen unter Verwendung eines X-Rite 428 Densitometers) ablatiert:

CYAN: 0,96 d.u. gegen 0,90 d.u. A.N.P.A Spezifikation

MAGENTA: 0,89 d.u. gegen 0,90 d.u. AN.P.A. Spezifikation

GELB: 0,87 d.u. gegen gegen 0,85 d.u. A.N.P.A, Spezifikation

SCHWARZ: 1,12 d.u. gegen 1,05 d.u. A.N.P.A. Spezifikation

Das 406 · 609 mm (16 · 24 Zoll)-Mehrfarbproof, das auf diese Weise in etwa 10 Minuten erzeugt worden war, entsprach vorteilhafterweise einem Zeitungspapierpressendruck, der von Drucktinten erzeugt war, welche die gleichen Pigmente enthielten, und von Druckplatten, die von den gleichen Farbseparationsnegativen erzeugt worden waren.

BEISPIEL 2:

Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von verschiedenen Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmedien der vorliegenden Erfindung und außerdem die Verwendung derselben zum Herstellen eines Magazinmehrfarbproofs.

Die Disperionen/Suspension, welche wie in Beispiel 1 hergestellt wurden, wurden auf die metallisierten Stirnoberflächen von aluminisierten Polyesterfilmen von 50% Übertragung bzw. Durchlass mittels Handabziehen unter Verwendung eines #7 Meyer-Stabs (Cyan), eines #5 Meyer-Stabs (Magenta) und #3 Meyer-Stabs (Gelb) aufgetragen. Die Schwarzsuspension wurde von Hand auf ICI-Melinex-516-Polyesterfilm unter Verwendung eines #9 Meyer-Stabs aufgetragen. Die vier Abbildungsmedien wurden aufeinanderfolgend ablatiert (Datrax-Schreiber, eingestellt auf 47,3 Linien mm&supmin;¹ (1200 Linien pro Zoll) Auflösung und 8,5 Watt, Fluenz 180 mJ/cm²), und zwar auf ein #5-Schleifholz-Empfängerblatt (Ad-Proof Enamel (Warenzeichen) von Appleton Paper Inc.) von etwa 70% Weißgrad und etwa 27,2 kg (60 lb) Basisgewicht durch die Technik des Beispiels 1, um die folgenden optischen Reflexionsdichten vorzusehen:

CYAN: 1,50 d.u. gegen 1,50 d.u. A.N.P.A. Spezifikation

MAGENTA: 1,43 d.u. gegen 1,45 d.u. A.N.P.A. Spezifikation

GELB: 1,05 d.u. gegen 1,05 d.u. A.N.P.A Spezifikation

SCHWARZ: 1,30 d.u. gegen 1,60 d.u. A.N.P.A. Spezifikation

BEISPIEL 3:

Dieses Beispiel bezieht sich auf das Vorsehen einer Antireflexions(AR)-Schicht oder Beschichtung auf der ruckwartigen Oberfläche eines Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmediums der Erfindung und berichtet über gewisse Vergleichsdaten, die durch Ablatieren der AR-beschichteten und unbeschichteten Abbildungsmedien auf zwei unterschiedliche Substrate erhalten wurden.

Die unbeschichtete, rohe Polyesterseite eines maschinenbeschichteten 203 · 254 mm (8 · 10 Zoll) Magenta-Verbundabbildungsmediums, das wie in Beispiel 1 hergestellt worden war, wurde mit Fluorad FC-721, einer 3M-fluorchemischen Beschichtungslösung, die einen Brechungsindex von etwa 1,36 hatte, bis zu einer Dicke von etwa 0,2 um bis 0,25 um (Querschnitte wurden gemessen mit einem Rasterelektronenmikroskop) unter Verwendung eines #4 Meyer- Stabs beschichtet. Das AR-beschichtete Abbildungsmedium und ein unbeschichtetes Kontrollabbildungsmedium der gleichen Probe wurden ablativ auf einfaches, unbehandeltes weißes Papier und auf Zeitungspapiermaterial unter Verwendung eines Crosfield Datrax 765 Nd : YAG- Laserschreibers abgebildet. Die erhaltenen Vergleichsergebnisse sind in Tabelle I unten berichtet:

TABELLE 1

BEISPIEL 4:

Dieses Beispiel vergleicht die Abbildungseigenschaften einer Vielfalt von Bindemittelpolymeren, welche die ablative dünne Trägeroberschicht bzw. den ablativen Trägerüberzug der Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmedien gemäß der Erfindung bilden.

Die Abbildungseigenschaften einer Vielfalt von im Lösungsmittel lösbaren Polymeren wurden verglichen. Jedes Harz (0,2 Gramm) wurde zu 9,8 Gramm einer Mischung hinzugefügt, die 0,3 Gew.-% von 2,5-Dimethyl-3-hexyn-2,5-diol, 0,7 Gew.-% Cyasorb IR 165 und 5 Gew.-% von Morfast-Gelb 101 enthielt. Die gewählten Lösungsmittel waren eine 50 : 50-Mischung von Methylenchlorid und 1,1,1-Trichlorethan oder eine 50 : 20 : 15 : 15-Mischung von Methylethylketon, Methylpropylketon, n-Butylacetat und Cyclohexanon. Angemessene Korrekturen wurden für die Dichtedifferenzen zwischen den beiden Lösungsmittelmischungen gemacht.

Es wurden Filme, hergestellt durch Auftragen der obigen Lösungen auf 50% Übertragungs- bzw. Durchlass-aluminisiertes Polyester mit einem #3 Meyer-Stab bis zu einer Übertragungs- bzw. Durchlassdichte (Blaufilter) von 0,60. Die Filme wurden dann bei drei Leistungseinstellungen auf einem Crosfield Datrax 765 Schreiber mit einem Nd : YAG-Laser auf ein unbeschichtetes weißes Papier ablatiert, um eine maximale Reflexionsvermögensdichte von 0,75 vorzusehen.

Die folgende Tabelle II berichtet die Ergebnisse dieses Experiments, wobei der übertragene Betrag bei den drei Leistungseinstellungen als ein Prozentsatz ausgedrückt ist, der berechnet wurde durch:

gemessene Dichte/maximale Dichte · 100%.

TABELLE II

BEISPIEL 5:

Abbildungsempfindlichkeitskurven (Laserleistung gegen auf das Empfängerblatt übertragene Cyandichte), abgeleitet von dem Cyanabbildungsmediun und den Empfängerblättern A, wie in Beispiel 1 beschrieben, und eine gleichartige Cyanabbildungsmedium/Empfänger-B- Organisation, wobei aber das letztere Abbildungsmedium keine dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht hatte, wurden verglichen. Ein Datrax-Schreiber wurde so eingestellt, daß er massive Flecken von Cyanfärbungsmittel, d. h. maximale Dichte, mit 47,3 Linien mm&supmin;¹ (1200 Linien/Zoll) für 3 Watt, 4 Watt, 5 Watt, 6 Watt, 7 Watt und 8 Watt Leistung druckte. Die mittleren Cyandichten, plus Papier, wurden auf jedem Empfänger bei jeder Leistungseinstellung gemessen und, wie in der Kurvendarstellung der Fig. 4 gezeigt, als Kurve aufgetragen.

BEISPIEL 6:

Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von verschiedenen Verbundablationsübertragungs-Abbildungsmedien der vorliegenden Erfindung, wobei die dünne Trägeroberschicht bzw. der Trägerüberzug hiervon keinerlei Sensibilisierer hatte, sowie außerdem die Verwendung derselben zur Herstellung eines Mehrfarbproofs auf einem haftend beschichteten Empfängerelement.

Die Cyan (C)-, Magenta (M)- und Gelb (Y)-Formulierungen der dünnen Trägeroberschicht bzw. des Trägerüberzugs des Beispiels 1, aber ohne irgendwelchen dazu hinzugefügten IR-165-Sensibilisierer, wurden mittels des beschriebenen Verfahrens auf die metallisierte Stirnoberfläche von 50%-übertragungs- bzw. durchlassaluminisiertem 117 um (4,6 mil) ICI Melinex 505 Polyesterfilm aufgetragen. Diese Abbildungsmedien plus dem schwarzen (K) Abbildungsmedium des Beispiels 1 wurden dazu benutzt, einen Vierfarbendruck auf ein speziell beschichtetes Empfängerblatt unter Verwendung der gleichen Abbildungs/Belichtungs-Einrichtung und unter den gleichen Schreibbedingungen wie des Beispiels 1 zu ablatieren. Das Empfängerblatt wurde durch sequentielles eines einfachen weißen Papiers mit 3M Spray Mount (eingetragenes Warenzeichen)-Klebstoff vor der sukkzessiven ablativen Übertragung von Bildern von den jeweiligen Abbildungsmedien in der Reihenfolge Y,M,C,K hergestellt. Schließlich wurde ein schützendes klares Polyesterblatt auf den fertiggestellten Druck laminiert.

BEISPIEL 7:

Magentaformulierungen gemäß dem Beispiel 1 wurden hergestellt, sowohl mit als auch ohne Hinzufügung des IR 165. Beide Formulierungen wurden, wie in Beispiel 1 aufgetragen, um eine Übertragungs- bzw. Durchlassdichte von 0,60 ± 0,05 Einheiten (Grünfilter) vorzusehen. Die folgenden Empfängerblätter wurden benutzt:

1. Kimdura Synthetikpapier (Kimberly-Clark), wie erhalten.

2. Kimdura Synthetikpapier, überschichtet mit einem Heißschmelzklebemittel. Die Überschichtungszusammensetzung enthielt das Heißschmelzklebemittel, d. h. Elvax 40 W (Dupont, Ethylen/Vinylacetatcopolymer), 1 Gramm, und den Klebrigmacher, Foral 105 (Hercules, modifizierter Rosinester), 1 Gramm, wie auch eine Lösungsmittelmischung (Toluol/Isopropanol, 90 : 10), 8 Gramm, und wurde durch Handabziehen unter Verwendung eines #10 Meyer-Stabs aufgebracht und luftgetrocknet.

Magentaabbildungsmedien mit und ohne Sensibilisierer wurden bildweise ablatiert, wie im Beispiel 1 beschrieben, und zwar unter Verwendung der Magentafilmseparation von dem Farbtestnegativ, die durch die American Newspaper Publishers Association bereitgestellt worden ist. Die Ergebnisse und Reflexionsdichten, die in der folgenden Tabelle III berichtet sind, wurden erhalten:

TABELLE III:

BEISPIEL 8:

Es wurde eine Maske durch Auftragen der folgenden Formulierung hergestellt:

(i) 2,70 Gramm Hiltamin Arctic White Sol. (T1413) (Mobay Chemical Corp.), ein Ultraviolettabsorber;

(ii) 6,00 Gramm Oberschicht- bzw Überzugslack (American Inks and Coatings Corporation, Produkt #93-483):

(iii) 20,0 Gramm Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc, 15% Cyclohexanon); und

(iv) 0,21 Gramm Cyasorb IR 165 (American Cyanamid), auf die metallisierte Stirnflächenoberfläche eines 50% übertragungs- bzw. durchlass-aluminisierten Polyesterfilms, wie im Beispiel 1 beschrieben, unter Verwendung eines #5 Meyer-Stabs.

Nach dem Lufttrocknen wurde der aufgetragene Film bildweise auf ein poröses Papierempfängerblatt unter Verwendung eines Datrax YAG-Laserschreibers ablatiert, der bei 8 Watt mit 47,3 Linien mm&supmin;¹ (1200 Linien/Zoll) Auflösung arbeitete. Die resultierende Maske hatte ein Dmin = 0,15 und ein Dmax = 3,40 (18A-Filter).

BEISPIEL 9:

Eine andere Art von Maske wurde durch Auftragen der folgenden Formulierung hergestellt:

(i) 4,00 Gramm Oberschicht- bzw. Überzugslack (American Inks and Coatings Corporation, Produkt #93-483);

(ii) 2,10 Gramm Curcumin (Aldrich, CAS #458-37-7), ein Ultraviolettabsorber;

(iii) 0,20 Gramm Cyasorb IR 165 (American Cyanamid); und

(iv) 15,0 Gramm Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc, 15% Cyclohexanon),

auf einen 50%-übertragungs- bzw. -durchlass-aluminisierten Polyesterfilm, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit einem #5 Meyer-Stab.

Nach dem Lufttrocknen wurde der aufgetragene Film bildweise auf ein poröses Papierempfängerblatt unter Verwendung eines Datrax 765 YAG-Laserschreibers ablatiert, der bei 8 Watt mit 47,3 Linien mm&supmin;¹ (1200 Linien/Zoll) Auflösung arbeitete. Die resultierende Maske hatte ein Dmin = 0,12 und Dmax = 3,05 (18A-Filter).

BEISPIEL 10:

Die folgende Formulierung:

(i) 0,50 Gramm 2,5-Bis(4-diethylaminophenyl)-1,3,4-oxadiazol (Aldrich Chemical Co.), welches ein fluoreszenter Farbstoff ist;

(ii) 0,05 Gramm Cyasorb IR 165 (American Cyanamid);

(iii) 6,00 Gram Oberschicht- bzw. Überzugslack (American Inks and Coatings Corporation, Produkt #93-483); und

(iv) 20,0 Gramm Lösungsmittel (50% MEK, 20% MPK, 15% n-BuAc, 15% Cyclohexanon),

wurde auf einen 50%-übertragungs- bzw. -durchlass-aluminisierten-Polyesterfilm, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit einem #2 Meyer-Stab aufgetragen und bildweise auf ein unbeschichtetes weißes Banknotenpapier unter Verwendung eines Datrax 765 YAG-Laserschreibers ablatiert, der bei 7,5 Watt mit 47,3 Linien mm&supmin;¹ (1200 Linien/Zoll) Auflösung arbeitete. Das resultierende Bild, das auf das Empfängerblatt übertragen worden war, war im weißen Licht kaum sichtbar, aber wenn es unter Ultraviolettlicht betrachtet wurde, war das Bild in hohem Maße sichtbar. Das abgebildete Empfängerblatt war nicht auf einem Minolta-7E7P5401-Kopierer reproduzierbar.

BEISPIEL 11:

Die folgenden Proben von sputternaufgetragenen Metallfilmen wurden mit der in Beispiel 1 beschriebenen Cyanformulierung unter Verwendung eines #3 Meyer-Stabs durch Handabziehen überschichtet. Die aktuelle Dicke der Metallschicht war unbekannt; demgemäß wurden die Filme durch ihre sichtbaren Durchlassdichten (VTD) der unbeschichteten Filme charakterisiert. Die Filme wurden unter Verwendung eines Nd : YAG-Lasers mit 1065 nm Ausgang unter Abgabe von 0,10 J/cm², 0,16 J/cm² oder 0,22 J/cm² in 104 Nanosekunden unter Verwendung eines unbeschichteten Zeitungspapierempfängers abgebildet. Der Prozentsatz des übertragenen Materials wurde wie im Beispiel 4 berechnet.

Die in der folgenden Tabelle IV berichteten Ergebnisse wurden erhalten:

TABELLE IV

In einem separaten Experiment wurden die folgenden dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschichten bei 0,16 J/cm² verglichen:


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Übertragen eines konstrastierenden Musters von Information von einem Ablationsübertragungs-Abbildungsmedium (1, 2, 3; 2, 3, 7) zu einem Rezeptor- bzw. Empfängerelement (4) in aneinandergrenzender Lagenauigkeit damit, wobei das Medium folgendes umfaßt:

(i) ein Trägersubstrat (1; 7)

(ii) wenigstens eine zwischenliegende dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2), die im wesentlichen koextensiv mit dem Substrat (1; 7) ist bzw. sich im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat (1; 7) erstreckt; und

(iii) eine strahlungsablative obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3), die auch im wesentlichen koextensiv mit dem Substrat (1; 7) ist bzw. sich auch im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat (1; 7) erstreckt,

wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht und/oder die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel enthält bzw. enthalten,

wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) fähig ist, Strahlung (6) mit einer Rate zu absorbieren, die genügend ist, um die bildweise Ablationsmassenübertragung der oberen Beschichtung bzw. dünnen Oberschicht (3) auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement (4) zu bewirken,

welches Verfahren das bildweise Bestrahlen des Mediums (1, 2, 3; 2, 3, 7) entsprechend einem solchen Muster von Information mit einer Intensität umfaßt, welche ausreicht, die bildweise Ablationsmassenübertragung des Volumens des bildweise exponierten Bereichs von wenigstens der oberen Beschichtung bzw. dünnen Oberschicht (3) des Mediums (1, 2, 3; 2, 3, 7) sicher auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement (4) zu bewirken,

dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) einen Nicht-Schwarzer- Körper-Strahlungsabsorber enthält, aber frei von Schwarzer- Körper-Strahlungsabsorber ist und daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) eine Abbildungsmenge von einem Nicht-Schwarzer-Körper-Kontrastabbildungsmaterial enthält, wobei dieses Kontrastabbildungsmaterial zu dem Rezeptor- bzw. Empfängerelement (4) übertragen wird, um das Muster an Information darauf darzustellen bzw. aufzuzeichnen.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) einen dünnen Film aus einem Metall, Metalloxid oder Metallsulfid umfaßt bzw. enthält.

3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) folgendes umfaßt bzw. enthält:

a) ein Metall der Gruppe Ib, IIb, IIIa, IVa, IVb, Va, Vb, VIa, VIb, VIIb oder VIII des periodischen Systems;

b) eine Legierung der oben im Absatz a) erwähnten Metalle;

c) eine Legierung von wenigstens einem der im Absatz a) oben erwähnten Metalle mit einem Element der Gruppe Ia, IIa oder IIIb des periodischen Systems;

d) Al, Bi, Sn, In oder Zn, oder eine Legierung hiervon;

e) ein Metalloxid oder -sulfid von Al, Bi, Sn, In, Zn, Ti, Cr, Mo, W, Co, Ir, Ni, Pd, Pt, Cu, Ag, Au, Zr oder Te;

f) Ge.

4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein sensibilisiertes Flüssigkristallmaterial umfaßt bzw. enthält.

5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein organisches Material umfaßt bzw. enthält.

6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Material folgendes ist:

a) eine Metallphthalocyanin-, Dithiolen- oder Anthrachinonverbindung; oder

b) ein Polythiophen, Polyanilin, Polyacetylen, Polyphenylen, Polyphenylensulfid, Polypyrrol, oder ein Abkömmling oder eine Mischung hiervon.

7. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der dynamischen Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) gemeinsam bildweise auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement ablatiert wird.

8. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzurigs- bzw. Trennschicht (2) eine Dicke von bis zu 50 nm (500 Å) hat.

9. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel und wenigstens einen Nicht- Schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber/Sensibilisierer umfaßt bzw. enthält.

10. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Konstrastabbildungsmaterial einen Nichtablations-Sensibilisierungs-Sichtbar-Farbstoff oder ein Nichtablations-Sensibilisierungs-Sichtbar-Pigment, ein ultraviolett- oder infrarotabsorbierendes Material, ein magnetisches Material, ein Polymermaterial, ein fluoreszentes Material, ein elektrisch leitendes Material oder eine Mischung hiervon umfaßt bzw. enthält.

11. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastabbildungsmaterial nichtablations-sensibilisierend und in hohem Maße absorbierend in dem Spektralbereich von 350 nm bis 450 nm ist.

12. Verfahren gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastabbildungsmaterial Curcumin, ein Azo-Derivat, ein Oxadiazolderivat, ein Dicinnamalacetonderivat, ein Benzophenonderivat, ein fluoreszierendes Oxazol, Oxadiazol, Coumann oder ein Carbostyrylderivat umfaßt bzw. enthält.

13. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1; 7)) Glas, ein Polyester, ein Polycarbonat, ein Polyurethan, ein Polyolefin, ein Polyamid, ein Polysulfon, ein Polystyrol, ein Cellulosematerial, Aluminium oder Silizium umfaßt bzw. enthält.

14. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium weiter eine Antireflexionsschicht (5) auf der Oberfläche des Substrats (1; 7) gegenüber bzw. entgegengesetzt der oberen Beschichtung bzw. dünnen Oberschicht (3) umfaßt bzw. enthält.

15. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bildweise Bestrahlung des Mediums (1, 2, 3; 2, 3, 7) mit einem Nd : YAG-Laser, einer Laserdiode oder einer Anordnung bzw. Gruppierung von Laserdioden bewirkt wird.

16. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bildweise Bestrahlung des Mediums (1, 2, 3; 2, 3, 7) mit einer Leistungsdichte von wenigstens 104 Watt/cm² bewirkt wird.

17. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es ausgeführt wird, indem aufeinanderfolgend ein gemeinsames Rezeptor- bzw. Empfängerelement, jedoch eine Mehrzahl von Ablationsübertragungsabbildungsmedien angewandt wird bzw. werden, wobei die jeweiligen ablativen oberen Beschichtungen bzw. dünnen Oberschichten hiervon unterschiedliche Kontrastabbildungsfärbemittel enthalten, und umfassend das Übertragen eines Multifarbproofs bzw. eines Multifarbprobedrucks auf das gemeinsame Rezeptor- bzw. Empfängerelement.

18. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein Laserstrahlung absorbierendes polymeres Bindemittel umfaßt bzw. enthält.

19. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel durch Säurekatalyse zersetzbar ist.

20. Verfahren gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel für eine säurekatalysierte Zersetzung bei einer Temperatur von weniger als 200ºC, gemessen unter Gleichgewichtsbedingungen, geeignet ist.

21. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel Nitrocellulose, Polycarbonat, Polyurethan, Polyester, Polyorthoester oder Polyacetal umfaßt bzw. enthält.

22. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel ein Polysulfon, Styrol/Acrylnitril-Polymer, Celluloseether oder -ester, Polymethacrylat, Polyvinylidenchlorid, α-Chloroacrylnitril, Maleinsäurepolymer, ein Copolymer oder einen Abkömmling hiervon umfaßt bzw. enthält.

23. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlungsabsorber/Sensibilisierer folgendes umfaßt bzw. enthält:

a) ein aromatisches Aminradikalkation;

b) ein Kationradikal und ein Anion einer starken Säure; oder

c) einen Zyanin- oder Phthalocyaninfarbstoff, ein Metalldithiolen, ein Methylenblausalz, ein Di- oder Triarylmethankationsalz, ein Wursters Blausalz oder ein Oniumsalz.

24. Verfahren gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) weiter wenigstens einen Wasserstoffatomdonor zum Fördern der Säurebildung für die Zersetzung des Bindemittels umfaßt bzw. enthält.

25. Verfahren gemäß Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoffatomdonor einen Alkohol, Thiol, Phenol, Amin oder Kohlenwasserstoff umfaßt bzw. enthält.

26. Ablationsübertragungsabbildungsmedium (1, 2, 3; 2, 3, 7), umfassend:

(i) ein Trägersubstrat (1; 7)

(ii) wenigstens eine zwischenliegende dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2), die im wesentlichen koextensiv mit dem Substrat (1; 7) ist bzw. sich im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat (1; 7) erstreckt; und

(iii) eine strahlungsablative obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3), die auch im wesentlichen koextensiv mit dem Substrat (1; 7) ist bzw. sich auch im wesentlichen gemeinsam mit dem Substrat (1; 7) erstreckt,

wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht und/oder die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel enthält bzw. enthalten, wobei die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) fähig ist, Strahlung (6) mit einer Rate zu absorbieren, die genügend ist, um die bildweise Ablationsmassenübertragung der oberen Beschichtung bzw. dünnen Oberschicht (3) auf das Rezeptor- bzw. Empfängerelement (4) zu bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) einen Nicht-Schwarzer-Körper- Strahlungsabsorber umfaßt bzw. enthält, aber frei von Schwarzer-Körper-Strahlungsabsorber ist, und daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) eine Abbildungsmenge eines Nicht-Schwarzer-Körper-Sensibilisierungs-Kontrastabbildungsmaterial umfaßt bzw. enthält.

27. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) einen dünnen Film aus einem Metall, Metalloxid oder Metallsulfid umfaßt bzw. enthält.

28. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) folgendes umfaßt bzw. enthält:

a) ein Metall der Gruppe Ib, IIb, IIIa, IVa, IVb, Va, Vb, VIa, VIb, VIIb oder VIII des periodischen Systems;

b) eine Legierung der oben im Absatz a) erwähnten Metalle;

c) eine Legierung von wenigstens einem der oben im Absatz a) erwähnten Metalle mit einem Element der Gruppe Ia, IIa oder IIIb des periodischen Systems;

d) Al, Bi, Sn, In oder Zn, oder eine Legierung hiervon;

e) ein Metalloxid oder -sulfid von Al, Bi, Sn, In, Zn, Ti, Cr, Mo, W, Co, Ir, Ni, Pd, Pt, Cu, Ag, Au, Zr oder Te;

f) Ge.

29. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein sensibilisiertes Flüssigkristallmaterial umfaßt bzw. enthält.

30. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein organisches Material umfaßt bzw. enthält.

31. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Material folgendes ist:

a) eine Metallphthalocyanin-, Dithiolen- oder Anthrachinonverbindung; oder

b) ein Polythiophen, Polyanilin, Polyacetylen, Polyphenylen, Polyphenylensulfid, Polypyrrol oder einen Abkömmling oder eine Mischung hiervon.

32. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) eine Dicke von bis zu 50 nm (500 Å) hat.

33. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) wenigstens ein strahlungsablatives Bindemittel und wenigstens einen Strahlungsabsorber/Sensibilisierer umfaßt bzw. enthält.

34. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß das Konstrastabbildungsmaterial einen Nichtablations-Sensibilisierungs-Sichtbar-Farbstoff oder ein Nichtablations-Sensibilisierungs-Sichtbar-Pigment, ultraviolett- oder infrarotabsorbierendes Material, magnetisches Material, Polymermaterial, fluoreszentes Material, elektrisch leitendes Material oder eine Mischung hiervon umfaßt bzw. enthält.

35. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastabbildungsmaterial nicht-ablationssensibilisierend und in hohem Maße absorbierend in dem Spektralbereich von 350 nm bis 450 nm ist.

36. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrastabbildungsmaterial Curcumin, ein Azo-Derivat, ein Oxadiazolderivat, ein Dicinnamalacetonderivat, ein Benzophenonderivat, ein fluoreszierendes Oxazol, Oxadiazol, Coumann oder ein Carbostyrylderivat umfaßt bzw. enthält.

37. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat (1; 7) Glas, ein Polyester, ein Polycarbonat, ein Polyurethan, ein Polyolefin, ein Polyamid, ein Polysulfon, ein Polystyrol, ein Cellulosematerial, Aluminium oder Silizium umfaßt bzw. enthält.

38. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium weiter eine Antireflexionsschicht (5) auf der Oberfläche des Substrats (1; 7) gegenüber bzw. entgegengesetzt der oberen Beschichtung bzw. dünnen Oberschicht (3) umfaßt bzw. enthält.

39. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß irgendeinem der Ansprüche 26 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß die dynamische Freisetzungs- bzw. Trennschicht (2) ein Laserstrahlung absorbierendes Polymerbindemittel umfaßt bzw. enthält.

40. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel durch Säurekatalyse zersetzbar ist.

41. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel für eine säurekatalysierte Zersetzung bei einer Temperatur von weniger als 200ºC, gemessen unter Gleichgewichtsbedingungen, geeignet ist.

42. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel Nitrocellulose, Polycarbonat, Polyurethan, Polyester, Polyorthoester oder Polyacetal umfaßt bzw. enthält.

43. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das strahlungsablative Bindemittel ein Polysulfon, Styrol/Acrylnitril- Polymer, Celluloseether oder -ester, Polymethacrylat, Polyvinylidenchlorid, α-Chloroacrylnitril, Maleinsäurepolymer, ein Copolymer oder einen Abkömmling hiervon umfaßt bzw. enthält.

44. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlungsabsorber/Sensibilisierer folgendes umfaßt bzw. enthält:

a) ein aromatisches Aminradikalkation;

b) ein Kationradikal und ein Anion einer starken Säure; oder

c) einen Cyanin- oder Phthalocyaninfarbstoff, ein Metalldithiolen, ein Methylenblausalz, ein Di- oder Triarylmethankationsalz, ein Wursters Blausalz oder ein Oniumsalz.

45. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Beschichtung bzw. dünne Oberschicht (3) weiter wenigstens einen Wasserstoffatomdonor zum Fördern der Säurebildung für die Zersetzung des Bindemittels umfaßt bzw. enthält.

46. Ablationsübertragungsabbildungsmedium gemäß Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserstoffatomdonor einen Alkohol, Thiol, Phenol, Amin oder Kohlenwasserstoff umfaßt bzw. enthält.







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