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Dokumentenidentifikation DE19944400C1 10.05.2001
Titel Vorrichtung zum feuchten Abwischen von Wandschreibtafeln
Anmelder Eiselt, Marco, 09122 Chemnitz, DE
Erfinder Eiselt, Marco, 09122 Chemnitz, DE
DE-Anmeldedatum 16.09.1999
DE-Aktenzeichen 19944400
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.05.2001
IPC-Hauptklasse B43L 21/00
IPC additional class // F04B 23/02  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum feuchten Abwischen von Schreibtafeln mit einem waagerecht angeordneten, über die gesamte beschreibbare Tafelbreite erstreckten Schwammträger, an dem ein Schwamm befestigt und der axial verdrehbar ausgebildet ist, so daß der Schwamm mittels eines Handgriffs in eine Arbeits- und eine Ruhestellung gebracht werden kann, wobei der Schwammträger vertikal verschieblich an einem entlang der senkrechten Tafelkanten angeordneten Gleitschienenpaar gelagert ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß jede ungewollte Bewegung des Schwammträgers ausgeschlossen, der für den Wischvorgang erforderliche Kraftaufwand auf ein stets konstantes Minimum reduziert wird und die Vorrichtung auch an Klapp- und Doppeltafeln einsetzbar ist. Die Gleitschienen sind außerhalb der Tafelfläche angeordnet. Im Innern des Schwammträgers ist wenigstens ein Schlauch verlegt, der über seine gesamte Länge mit in den Schwamm führenden Wasseraustrittsöffnungen versehen ist. Der Schwammträger verfügt über eine auf die Tafelrückseite führende Fortsetzung, an der eine senkrecht und parallel zur Tafelebene verlaufende erste Zahnstange befestigt ist, die in ein Getriebe und das Getriebe wiederum in eine zweite Zahnstange eingreift. Die zweite Zahnstange ist starr mit einem Kolben einer Hubkolbenpumpe verbunden, deren Hubraum über ein Saugventil mit einem zur Atmosphäre offenen Wassertank und über ein Druckventil ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Derartige Vorrichtungen bewirken eine Erhöhung der Effektivität bei der Vermittlung von Lernstoff in Bildungseinrichtungen sowie eine Verringerung der Verschmutzungsgefahr sowohl die den Lehrstoff vermittelnden Person als auch die Räumlichkeit betreffend.

Vorrichtungen zum feuchten Abwischen von Wandschreibtafeln sind bekannt. Die deutsche Patentschrift 197 30 566 C1 beschreibt eine solche Vorrichtung zum nassen Abwischen von Wandschreibtafeln mit einem Schwamm und einem Wasserabzieher, wobei sich die Vorrichtung zumindest über die Breite des beschreibbaren Teils der Wandschreibtafel erstreckt. Durch einmaliges Bewegen der Vorrichtung entlang der Tafel kann die gesamte beschriebene Fläche abgewischt werden. Die Vorrichtung umfaßt ein Gehäuse, in dem ein Wasservorrat gespeichert und an dem der an einer verschwenkbaren Schwammaufnahme befestigte Schwamm angeordnet ist. Der Schwamm ist durch einen von außen an der Schwammaufnahme angreifenden Hebel zwischen einer Arbeitsstellung, in der der Schwamm an der Tafel anliegt, und einer Ruhestellung, in der der Schwamm von der Tafel beabstandet ist, verschwenkbar. Beim Verschwenken des Schwammes zwischen der Ruhestellung und der Arbeitsstellung wird der Schwamm an einer Gehäusefläche automatisch ausgedrückt. Im oberen Bereich des Gehäuses befindet sich ein Wasserabzieher. Das Gehäuse ist an Verbindungsarmen befestigt, die links und rechts an der Tafel vorbeiführen und mit je einem Gleit- oder Kugellagerbuchsengehäuse verbunden sind, die an je einer hinter der Tafel befestigten Lagerführungsschiene vertikal beweglich angeordnet sind. Zum Ausgleich des Gewichtes des Gehäuses mit Inhalt und den daran befestigten Verbindungsarmen und Lagern dienen zwei Ausgleichsgewichte, die je links und rechts hinter der Tafel und neben den Lagerführungsschienen vertikal beweglich an Führungsschienen laufend angeordnet und über Seile oder Riemen, die über eine feste Rolle laufen, mit den Gleit- oder Kugellagerbuchsengehäusen fest verbunden sind. Im Ruhezustand ist das Gehäuse an einem über der Tafel angeordneten Magneten aufgehängt.

Die Nachteile dieser bekannten Vorrichtung bestehen zum einen darin, daß der Gewichtsausgleich mittels Ausgleichsgewichten erfolgt, die aber lediglich für einen bestimmten Füllstand des Gehäuses optimal ausgelegt sein können, wodurch nach Wasserverbrauch die Wischvorrichtung leichter als die Ausgleichsgewichte wird und derart beim Wischvorgang, d. h. bei der Abwärtsbewegung des Schwammträgers zunehmende Kräfte aufzuwenden sind. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, daß die Auslegung der Ausgleichsgewichte auf den maximalen Füllstand hin erfolgen muß, um im Ruhezustand, in dem das Gehäuse oberhalb der Tafel an einem Magneten hängt, auch bei vollständig gefülltem Vorratsbehälter eine hinreichende Sicherheit gegen eine ungewollte Abwärtsbewegung der Vorrichtung zu erreichen. Zum anderen weist die bekannte Vorrichtung den Nachteil auf, weder an Klapp- noch an Doppeltafeln anpaßbar zu sein.

Daraus ergibt sich die Aufgabe der Erfindung, eine derartige Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß jede ungewollte Bewegung des Schwammträgers ausgeschlossen, der für den Wischvorgang erforderliche Kraftaufwand auf ein stets konstantes Minimum reduziert wird und die Vorrichtung auch an Klapp- und Doppeltafeln einsetzbar ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum feuchten Abwischen von Schreibtafeln mit einem waagerecht angeordneten, über die gesamte beschreibbare Tafelbreite erstreckten Schwammträger, an dem ein Schwamm befestigt und der axial verdrehbar ausgebildet ist, so daß der Schwamm mittels eines Handgriffs in eine Arbeits- und eine Ruhestellung gebracht werden kann, wobei der Schwammträger vertikal verschieblich an einem entlang der senkrechten Tafelkanten angeordneten Gleitschienenpaar gelagert ist. Die Gleitschienen sind außerhalb der Tafelfläche angeordnet. Im Innern des Schwammträgers ist wenigstens ein Schlauch verlegt, der über seine gesamte Länge mit in den Schwamm führenden Wasseraustrittsöffnungen versehen ist. Der Schwammträger verfügt über eine auf die Tafelrückseite führende Fortsetzung, an der eine senkrecht und parallel zur Tafelebene verlaufende erste Zahnstange befestigt ist, die in ein Getriebe und das Getriebe wiederum in eine zweite Zahnstange eingreift. Die zweite Zahnstange ist starr mit einem Kolben einer Hubkolbenpumpe verbunden, deren Hubraum über ein Saugventil mit einem zur Atmosphäre offenen Wassertank und über ein Druckventil mit dem im Schwammträger verlegten Schlauch verbunden ist. Das Getriebe lenkt die Vertikalbewegung des Schwammträgers in der Weise um, daß beim Aufwärtshub des Schwammträgers der Hubraum der Hubkolbenpumpe entleert und beim Abwärtshub des Schwammträgers der Hubraum der Hubkolbenpumpe mit Wasser gefüllt wird, wobei das Übersetzungsverhältnis des Getriebes dem Verhältnis der Tafelhöhe zum Hub der Hubkolbenpumpe entspricht.

Entlang der unteren waagerechten Tafelkante ist eine Rinne angeordnet, in der nach der Abwärtsbewegung des Schwammträgers der Schwamm ausgedrückt und in dem von der Tafel eventuell ablaufendes Wasser aufgefangen wird. Vorteilhafterweise verfügt die Rinne über einen verschließbaren Ablauf für das Schmutzwasser.

Ausgestaltet wird die Erfindung, indem die Lagerungen des Schwammträgers mit die axiale Verdrehbarkeit auf 90° begrenzenden Anschlägen versehen sind, so daß eine vereinfachte Handhabung erreicht wird.

Die Befestigung des Schwamms am Schwammträger kann auf vielfältige Weise geschehen. Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß die Halterung des Schwamms am Schwammträger mittels Klettstreifen erfolgt.

Um eine Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an Doppeltafeln zu ermöglichen, also wenigstens zwei parallele Tafelebenen abwischen zu können, besteht eine vorteilhafte Ausgestaltung darin, die Lagerungen des Schwammträgers auf waagerechten, aus der Tafelebene rechtwinklig herausragenden Zapfen gleitfähig und in wenigstens einer dem Zapfenursprung nahen ersten und in einer dem freien Zapfenende nahen zweiten Stellung arretierbar anzuordnen, wobei die Zapfen gleitfähig mit der Gleitschiene verbunden und in die tafelrückseitige Fortsetzung des Schwammträgers übergehend ausgebildet sind. Eine alternative Ausgestaltung diesbezüglich besteht darin, die Gleitschienen auf waagerechten, aus der Tafelebene rechtwinklig herausragenden Zapfen gleitfähig und in wenigstens einer dem Zapfenursprung nahen ersten und in einer dem freien Zapfenende nahen zweiten Stellung arretierbar anzuordnen, wobei die Zapfen jeweils nahe der oberen und der unteren Tafelkante außerhalb der Tafelfläche befestigt sind.

Eine Weiterführung der Erfindung besteht darin, daß der Schwammträger aus um eine gemeinsame Achse unabhängig voneinander drehbaren zusammengesteckten Segmenten und der Schwamm aus den Segmenten zugeordneten Teilen besteht. Die Weiterführung der Erfindung ist vorteilhaft ausgestaltet, indem die Verbindungen der Segmente über die axiale Verdrehbarkeit auf 90° begrenzende Anschläge verfügen. Hierdurch besteht neben einer Vereinfachung der Handhabung die Möglichkeit, einzelne Bereiche der Tafelfläche abzuwischen, so daß wiederkehrende Elemente des Lehrstoffs an der Tafel verbleiben können.

Um eine Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an Klapptafeln zu ermöglichen, ist eine der Segmentverbindungen lösbar ausgestaltet und die Lagerungen des Schwammträgers sind mit Schwenkscharnieren versehen, die ein horizontales Verschwenken der Segmente des Schwammträgers aus der Tafelebene heraus ermöglichen. Alternativ hierzu kann eine der Segmentverbindungen lösbar ausgestaltet und die Gleitschienen um ihre Längsachse schwenkbar gelagert sein. Vorteilhafterweise entspricht die Anzahl der im Innern des Schwammträgers verlegten Schläuche der Anzahl der Segmente, wobei in jeweils einem Segment ein Schlauch endet.

In der Ruhestellung befindet sich der Schwammträger an der unteren Tafelkante und der Schwamm weist nach unten. Der Hubraum der Hubkolbenpumpe ist durch die vorausgegangene Abwärtsbewegung des Schwammträgers gefüllt. Wird der Schwammträger aufwärts bewegt, wird das Wasser aus dem Pumpenhubraum über das Druckventil in den Schlauch gedrückt und gelangt über die Wasseraustrittsöffnungen in den Schwamm. Die Dimensionierung der Wasseraustrittsöffnungen sichert hierbei ein gleichmäßiges Befeuchten des Schwamms, wobei das Hubvolumen der Pumpe auf die zur Befeuchtung des Schwamms erforderliche Wassermenge abgestimmt ist. Das geschlossene Saugventil verhindert die Hubraumentleerung in den Wasservorratsbehälter. Aufgrund der im Schlauch vorhandenen Restflüssigkeit setzt die Befeuchtung des Schwamms unmittelbar nach Beginn der Aufwärtsbewegung des Schwammträgers ein, so daß bereits die Aufwärtsbewegung des Schwammträgers zum Abwischen der Tafel genutzt werden kann. Hierzu erfolgt eine Verdrehung des Schwammträgers um seine Längsachse, um den Schwamm an die Tafelfläche anzulegen. Natürlich ist der Schwamm erst dann vollständig durchfeuchtet, wenn der Schwammträger seinen oberen Umkehrpunkt erreicht hat, da in diesem Moment die gesamte Wassermenge aus der Pumpe herausgedrückt ist. Für eine sehr feuchte Tafelreinigung bietet sich also an, den Schwamm während der Aufwärtsbewegung des Schwammträgers nicht an die Tafelfläche anzulegen, sondern die Verdrehung des Schwammträgers erst vor dessen Abwärtsbewegung vorzunehmen. Nach der Abwärtsbewegung kann der Schwamm in der entlang der unteren Tafelkante angeordneten Rinne ausgedrückt werden. Während der Abwärtsbewegung wird Wasser aus dem Vorratsbehälter über das Saugventil in den Pumpenhubraum gesaugt. Da das Druckventil geschlossen ist, gelangt das im Schlauch befindliche Wasser nicht in die Pumpe zurück. Die Übersetzung des die erste und die zweite Zahnstange verbindenden Getriebes ist dabei derart ausgelegt, daß die Bewegungen des Schwammträgers unter Berücksichtigung der zu verrichtenden Pumparbeit ohne größeren Kraftaufwand ausgeführt werden können.

Sind mehrere parallel angeordnete Tafelebenen zu reinigen, wie dies etwa bei Doppeltafeln, die zueinander verschieblich angeordnet sind, der Fall ist, kann der Schwammträger auf den Zapfen senkrecht zu den Tafelebenen und derart in alle Tafelebenen bewegt werden.

Für die Anwendung an Klapptafeln, die eine vordere und eine hintere beschreibbare Fläche aufweisen, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem teilbaren Schwammträger ausgestattet, dessen Bereiche aus der Tafelebene heraus verschwenkbar sind. Dadurch kann die Tafel sowohl in ein- als auch in ausgeklapptem Zustand gereinigt werden, da der Schwammträger während des Ein- und des Ausklappens der Tafel geöffnet wird.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in

Fig. 1 die Vorderansicht einer Tafel mit angebrachter Wischvorrichtung nach der Erfindung und

Fig. 2 die Rückansicht einer Tafel mit angebrachter Wischvorrichtung nach der Erfindung in schematisierter Darstellung.

Fig. 1 zeigt die Vorderseite einer Tafel 1, die an einem Paar senkrechter Tafelträger 2 befestigt ist. Die Tafelträger 2 sind an der Wand oder/und dem Fußboden fest verankert. Außerhalb der Tafelträger 2 sind senkrecht Gleitschienen 5 angeordnet, die einen mittels Schwammträgerlagerungen 6 vertikal verschieblich angeordneten Schwammträger 3 mit daran befestigtem Schwamm 4 führen. Der Schwammträger 3 ist in drei Segmente unterteilt, die jedes für sich um eine gemeinsame Achse ca. 90° verdrehbar sind. Zur einfachen Handhabung ist jedes Segment mit einem Handgriff 7 versehen. Entlang der unteren waagerechten Kante der Tafel 1 ist eine Rinne 8 angeordnet, die zum Ausdrücken des Schwammes 4 und zum Auffangen des dabei entstehenden sowie des von der Tafel eventuell ablaufenden Schmutzwassers dient. Zur Entleerung der Rinne 8 dient ein Schmutzwasserabfluß 8-1. Vorteilhafterweise weist die Rinne 8 ein geringes Gefälle zum Schmutzwasserabfluß 8-1 hin auf. Zum Abwischen der Tafel 1 wird der Schwammträger 3 bzw. eines oder mehrere Segmente verdreht, so daß der Schwamm 4an der Tafel 1 anliegt, und vertikal entlang der Gleitschienen 5 bewegt. Nach dem Wischen wird der Schwammträger 3 wieder um seine Achse verdreht, so daß der Schwamm 4 nicht an der Tafel 1 anliegt. Nachfolgend kann der Schwamm 4 in der Rinne 8 ausgedrückt werden. Da sich der Schwamm 4 in seiner Ruhestellung in der Rinne 8 oder geringfügig oberhalb derselben befindet, ist die Gefahr des unkontrollierten Abtropfens von Schmutzwasser ausgeschlossen.

Die Wasserversorgung des Schwammes 4 wird anhand von Fig. 2 erläutert. In der Ruhestellung befindet sich der Schwammträger 3 in oder geringfügig oberhalb der Rinne 8, die in Fig. 2 der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt ist. Mit einer auf die Rückseite der Tafel 1 führenden Fortsetzung 3-1 des Schwammträgers 3 ist senkrecht und vorteilhafterweise parallel zur Tafelebene eine erste Zahnstange 10 verbunden. Die erste Zahnstange 10 greift in ein Getriebe 12 ein, an dessen Ausgang eine zweite Zahnstange 11 angreift. Die zweite Zahnstange 11 ist starr mit einer Kolbenstange 14-3 einer Hubkolbenpumpe 14 verbunden. Der Hubraum 14-2 der Hubkolbenpumpe 14 ist über ein Saugventil 15-1 und eine Saugleitung 15 mit einem Wasservorratstank 13 sowie über ein Druckventil 9-1 mit einem oder mehreren Schläuchen 9 verbunden. Die Schläuche 9 sind über die hier nicht dargestellten Schwammträgerlagerungen 6 in den Schwammträger 3 geführt, innerhalb dessen die Schläuche 9 über Wasseraustrittsöffnungen verfügen, aus denen das Wasser in den Schwamm 4 gelangt, wenn der Schwammträger 3 entlang der Gleitschienen 5 aufwärts bewegt wird. Durch die Aufwärtsbewegung des Schwammträgers 3 bringt die erste Zahnstange 10 über das Getriebe 12 die zweite Zahnstange 11 und damit über die Kolbenstange 14-3 einen Kolben 14-1 in eine Aufwärtsbewegung, wodurch das im Hubraum 14-2 der Hubkolbenpumpe 14 befindliche Wasser über das Druckventil 9-1 in die Schläuche 9 gedrückt wird, wobei das Saugventil 15-1 geschlossen ist. Die Abwärtsbewegung des Schwammträgers 3 bewirkt eine Abwärtsbewegung des Kolbens 14-1, so daß mittels des wegen des geschlossenen Druckventils 9-1 entstehenden Unterdrucks Wasser aus einem Wassertank 13 über das Saugventil 15-1 und die Saugleitung 15 in den Hubraum 14-2 der Hubkolbenpumpe 14 gelangt. Der Wasservorratstank 13 verfügt der vereinfachten Befüllung wegen über eine Zuleitung 16, die zur Atmosphäre hin offen ist. Die zur Verrichtung der Pumparbeit aufzubringenden Kräfte werden durch eine entsprechende Auslegung der Untersetzung des Getriebes 12 auf ein Minimum reduziert, wodurch gleichzeitig die verschiedenen Längen des Schwammträger- und des Kolbenhubes aufeinander abgestimmt werden. Die Untersetzung des Getriebes 12 bewirkt aufgrund der damit erreichten Selbsthemmung auch, daß der Schwammträger 3 unabhängig von den innerhalb des wasserführenden Systems herrschenden Bedingungen in jeder beliebigen Höhe verharren kann, ohne eine der Schwerkraft geschuldete unkontrollierte Hubbewegung auszuführen. Bezugszeichenliste 1 Tafel

2 Tafelträger

3 Schwammträger

3-1 Schwammträgerfortsetzung

4 Schwamm

5 Gleitschiene

6 Schwammträgerlagerung

7 Handgriff

8 Rinne

8-1 Schmutzwasserabfluß

9 Schlauch

9-1 Druckventil

10 erste Zahnstange

11 zweite Zahnstange

12 Getriebe

13 Wassertank

14 Hubkolbenpumpe

14-1 Kolben

14-2 Hubraum

14-3 Kolbenstange

15 Saugleitung

15-1 Saugventil

16 Zuleitung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum feuchten Abwischen von Schreibtafeln mit einem waagerecht angeordneten, über die gesamte beschreibbare Tafelbreite erstreckten Schwammträger, an dem ein Schwamm befestigt und der axial verdrehbar ausgebildet ist, so daß der Schwamm mittels eines Handgriffs in eine Arbeits- und eine Ruhestellung gebracht werden kann, wobei der Schwammträger vertikal verschieblich an einem entlang der senkrechten Tafelkanten angeordneten Gleitschienenpaar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschienen (5) außerhalb der Tafelfläche angeordnet sind, im Innern des Schwammträgers (3) wenigstens ein Schlauch (9) verlegt ist, der über seine gesamte Länge mit in den Schwamm (4) führenden Wasseraustrittsöffnungen versehen ist, der Schwammträger (3) über eine auf die Tafelrückseite führende Fortsetzung (3-1) verfügt, an der eine senkrecht und parallel zur Tafelebene verlaufende erste Zahnstange (10) befestigt ist, die erste Zahnstange (10) in ein Getriebe (12) und das Getriebe (12) wiederum in eine zweite Zahnstange (11) eingreift, die zweite Zahnstange (11) starr mit einem Kolben (14-1) einer Hubkolbenpumpe (14) verbunden ist, deren Hubraum (14-2) über ein Saugventil (15-1) mit einem zur Atmosphäre offenen Wassertank (13) und über ein Druckventil (9-1) mit dem im Schwammträger (3) verlegten Schlauch (9) verbunden ist, und das Getriebe (12) die Vertikalbewegung des Schwammträgers (3) in der Weise umlenkt, daß beim Aufwärtshub des. Schwammträgers (3) der Hubraum (14-2) der Hubkolbenpumpe (14) entleert und beim Abwärtshub des Schwammträgers (3) der Hubraum (14-2) der Hubkolbenpumpe (14) mit Wasser gefüllt wird, wobei das Übersetzungsverhältnis des Getriebes (12) dem Verhältnis der Tafelhöhe zum Hub der Hubkolbenpumpe (14) entspricht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der unteren waagerechten Tafelkante eine Rinne (8) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerungen (6) des Schwammträgers (3) mit die axiale Verdrehbarkeit auf 90° begrenzenden Anschlägen versehen sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung des Schwamms (4) am Schwammträger (3) mittels Klettstreifen erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerungen (6) des Schwammträgers (3) auf waagerechten, aus der Tafelebene rechtwinklig herausragenden Zapfen gleitfähig und in wenigstens einer dem Zapfenursprung nahen ersten und in einer dem freien Zapfenende nahen zweiten Stellung arretierbar angeordnet sind, wobei die Zapfen gleitfähig mit der Gleitschiene (5) verbunden und in die tafelrückseitige Fortsetzung (3-1) des Schwammträgers (3) übergehend ausgebildet sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitschienen (5) auf waagerechten, aus der Tafelebene rechtwinklig herausragenden Zapfen gleitfähig und in wenigstens einer dem Zapfenursprung nahen ersten und in einer dem freien Zapfenende nahen zweiten Stellung arretierbar angeordnet sind, wobei die Zapfen jeweils nahe der oberen und der unteren Tafelkante außerhalb der Tafelfläche befestigt sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwammträger (3) aus um eine gemeinsame Achse unabhängig voneinander drehbaren zusammengesteckten Segmenten und der Schwamm (4) aus den Segmenten zugeordneten Teilen besteht.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen der Segmente über die axiale Verdrehbarkeit auf 90° begrenzende Anschläge verfügen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Segmentverbindungen lösbar ausgestaltet ist, die Lagerungen (6) des Schwammträgers (3) mit Schwenkscharnieren versehen sind, die ein horizontales Verschwenken der Segmente des Schwammträgers (3) aus der Tafelebene heraus ermöglichen und von jeder Lagerung (6) ausgehend bis zu der lösbaren Segmentverbindung ein Schlauch (9) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß daß eine der Segmentverbindungen lösbar ausgestaltet ist, die Gleitschienen (5) um ihre Längsachse schwenkbar gelagert sind und von jeder Lagerung (6) des Schwammträgers (3) ausgehend bis zu der lösbaren Segmentverbindung ein Schlauch (9) angeordnet ist.






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