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Dokumentenidentifikation DE10010369A1 17.05.2001
Titel Verfahren zur Herstellung eines Bildes und nach diesem Verfahren hergestelltes Bild
Anmelder Höhne-Müller, Alexandra Evelyne, 61231 Bad Nauheim, DE
Erfinder Höhne-Müller, Alexandra Evelyne, 61231 Bad Nauheim, DE
Vertreter Schlagwein, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 61231 Bad Nauheim
DE-Anmeldedatum 02.03.2000
DE-Aktenzeichen 10010369
Offenlegungstag 17.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.05.2001
IPC-Hauptklasse B41M 1/40
IPC-Nebenklasse B41M 1/26   B41M 1/12   
Zusammenfassung Bei einem Verfahren zur Herstellung eines dem Aussehen eines echten Ölgemäldes nahekommenden Bildes wird im Siebdruckverfahren auf ein Trägermaterial ein Bild gedruckt. Als Trägermaterial wird ein gegenüber dem Leinengewebe von T-Shirts weniger dicht gewebtes Leinengewebe verwendet, welches zum Schließen der aufgrund der Maschenweite vorhandenen Poren vor dem Bedrucken mit Polyvinylacetat getränkt wurde. Als Druckfarbe wird eine Plastisol-Druckfarbe verwendet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines dem Aussehen eines echten Ölgemäldes nahekommenden Bildes, bei dem im Siebdruckverfahren auf ein Trägermaterial ein Bild gedruckt wird. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bildes.

Ölgemälde werden üblicherweise vom Maler auf einem Leinengewebe gemalt, welches oftmals grundiert ist, um ein zu starkes Verlaufen der Farbe aufgrund der Kapillarität der Leinwand zu verhindern. Ein geringes Verlaufen der Farbe ist jedoch für die Wirkung eines Ölbildes vorteilhaft. Bei Original-Ölgemälden ist die Struktur des Leinengewebes noch innerhalb der Farbe zu erkennen, wodurch sich ein solches Bild von einem Druck unterscheidet.

Von den Farben her gut aussehende Bilder kann man im Siebdruckverfahren beispielsweise auf T-Shirts erzeugen. Das Gewebe von T-Shirts ist relativ dicht. Beim Siebdruck bildet die Farbe auf dem T-Shirt eine geschlossene Oberfläche, so dass die Wirkung einer Gummierung entsteht und die Struktur des Gewebes im Bereich des im Siebdruck erzeugten Bildes nicht ähnlich der einer Leinwand eines echten Gemäldes ist. Das Drucken von Bildern im Siebdruckverfahren auf groberen Leinengeweben, die ein höheres Saugvermögen haben, war bisher nicht möglich, weil die Druckfarbe dann in das Gewebe eindringt und deshalb die Bilder blass erscheinen.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines dem Aussehen eines echten Ölgemäldes nahekommenden Bildes zu entwickeln, welches möglichst kostengünstig durchführbar ist. Weiterhin soll ein nach diesem Verfahren hergestelltes Bild geschaffen werden.

Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass als Trägermaterial ein gegenüber dem Leinengewebe von T-Shirts weniger dicht gewebtes Leinengewebe verwendet wird, welches zum Schließen der aufgrund der Maschenweite vorhandenen Poren vor dem Bedrucken mit Polyvinylacetat getränkt wurde.

Solche groben, mit Polyvinylacetat getränkten Leinengewebe wurden bisher in der Kleidungsindustrie beispielsweise als Versteifungsmaterial für Hemden eingesetzt. Überraschenderweise zeigte sich, dass durch die Imprägnierung mit Polyvinylacetat die Saugfähigkeit des Gewebes ausreichend vermindert wird, so dass die Druckfarbe nicht unerwünscht stark in das Gewebe eindringt und Bilder hoher Farbintensität entstehen. Die Saugfähigkeit ist jedoch immer noch ausreichend hoch, um ein geringes Verlaufen der Farbe herbeizuführen, wie das bei echten Ölbildern der Fall ist.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn als Druckfarbe eine Plastisol-Druckfarbe verwendet wird. Drucke mit solchen Plastisol-Druckfarben kann man nach dem Bedrucken erhitzen, wodurch die Druckfarbe aufgeht und die Oberfläche des Druckes ähnlich wie ein durch Pinselstriche erzeugtes Bild reliefartig wird und eine haptische Wirkung eintritt.

Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung eines im Siebdruckverfahren auf ein Trägermaterial gedruckten Bildes, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Trägermaterial ein gegenüber dem Leinengewebe von T-Shirts weniger dicht gewebtes Leinengewebe ist, welches zum Schließen der aufgrund der Maschenweite vorhandenen Poren vor dem Bedrucken mit Polyvinylacetat getränkt wurde. Bei der Druckfarbe handelt es sich vorzugsweise um ein Plastisol. Ein solches Bild kommt im Aussehen einem echten Ölbild sehr nahe, ist jedoch ähnlich kostengünstig herzustellen, wie übliche Drucke.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines dem Aussehen eines echten Ölgemäldes nahekommenden Bildes, bei dem im Siebdruckverfahren auf ein Trägermaterial ein Bild gedruckt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägermaterial ein gegenüber dem Leinengewebe von T-Shirts weniger dicht gewebtes Leinengewebe verwendet wird, welches zum Schließen der aufgrund der Maschenweite vorhandenen Poren vor dem Bedrucken mit Polyvinylacetat getränkt wurde.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfarbe eine Plastisol-Druckfarbe verwendet wird.
  3. 3. Im Siebdruckverfahren auf ein Trägermaterial gedrucktes Bild, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial ein gegenüber dem Leinengewebe von T-Shirts weniger dicht gewebtes Leinengewebe ist, welches zum Schließen der aufgrund der Maschenweite vorhandenen Poren vor dem Bedrucken mit Polyvinylacetat getränkt wurde.






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