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Dokumentenidentifikation DE19954200A1 17.05.2001
Titel Gummielastische Profilleiste, insbesondere für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE;
Saar-Gummiwerk GmbH, 66687 Wadern, DE
Erfinder Veckman, Claude, 81373 München, DE;
Bickel, Ralf, 66701 Beckingen, DE
DE-Anmeldedatum 11.11.1999
DE-Aktenzeichen 19954200
Offenlegungstag 17.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.05.2001
IPC-Hauptklasse B60R 13/06
IPC-Nebenklasse B60J 10/00   F16B 5/12   
Zusammenfassung Eine gummielastische Profilleiste (1) ist über ein Befestigungsprofil (2) mit U-förmigem Querschnitt auf einem Tragflansch (10) festlegbar. Dabei ist in das Befestigungsprofil (2) eine ebenfalls U-förmige Armierung (3) eingesetzt. Damit das Befestigungsprofil (2) beim Festlegen auf dem Tragflansch (10) durch ein Rollgerät nicht verkantet werden kann, ist am ersten Schenkel (2') des Befestigungsprofils (2) innenliegend im Bereich des Steges (2''') eine Anlagefläche (6) vorgesehen, an die sich drei, im Abstand voneinander liegende Anlagefortsätze (7) anschließen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine gummielastische Profilleiste, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten und beispielsweise aus der DE 44 43 911 A1 hervorgehenden Art.

Die aus dieser Druckschrift bekannte Profilleiste hat ein U-förmiges Befestigungsprofil mit einer ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt aufweisenden Armierung. Zum Festlegen der Profilleiste auf dem Tragflansch werden die beiden Schenkel der Armierung durch ein längs der Profilleiste verlagerbares Rollgerät gegen den Tragflansch gepreßt. Da bei diesem Befestigungsverfahren zuerst nur die von den beiden Schenkeln des Befestigungsprofils innenseitig abstehenden Haltefortsätze am Tragflansch anliegen, kann das Befestigungsprofil sehr leicht verkantet werden, wodurch die Profilleiste unter Umständen nicht flüssigkeitsdicht mit dem Tragflansch in Verbindung steht.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine gummielastische Profilleiste der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art derart auszubilden, dass das Befestigungsprofil bei maschineller Festlegung am Tragflansch in Bezug auf diesen nicht verkantet wird.

Zur Lösung der Aufgabe sind die im Patentanspruch 1 dargelegten Merkmale vorgesehen.

Da die gummielastische Profilleiste am Befestigungsprofil erfindungsgemäß wenigstens eine seitlich liegende Anlagefläche hat und ferner gegenüberliegend dieser am Befestigungsprofil mindestens ein in Bezug auf den Tragflansch federndes Druckteil vorgesehen ist, kann das Befestigungsprofil beim Anpressen durch ein Rollgerät an den Tragflansch nicht verkantet werden, so dass die Profilleiste stets exakt und flüssigkeitsdicht am Tragflansch festgelegt ist. Dabei kann die Anlagefläche in sehr einfacher und kostengünstiger Weise, nämlich lediglich durch ein entsprechend gestaltetes Werkzeug, vorgesehen werden.

Die an einem ersten Schenkel des U-förmigen Befestigungsteils vorgesehene Anlagefläche befindet sich zweckmäßigerweise im Bereich des Steges des U-förmigen Querschnitts, während vom zweiten Schenkel mindestens zwei, im Abstand voneinander liegende Haltefortsätze abstehen, die mit hohem Reibschluß am Tragflansch anliegen und damit in Bezug auf diesen optimal federn. An die Anlagefläche schließen sich hierbei mehrere, im Abstand voneinander liegende Anlagefortsätze an, die geringfügig über die Ebene der Anlagefläche hinausragen. Hierdurch ist gewährleistet, dass das Befestigungsprofil durch bloßes Aufstecken auf den Tragflansch lagegenau positioniert ist. Dabei bleibt die exakte Lage des Befestigungsprofils auch dann erhalten, wenn die U-förmige Armierung des Befestigungsprofils durch ein längs der Profilleiste verlagertes Rollgerät gegen den Tragflansch gepreßt wird (Merkmale der Patentansprüche 2 und 3).

Gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 4 kann das Befestigungsprofil auch auf der Innenseite des Steges des U-förmigen Querschnitts eine längsverlaufende Aufnahmenut aufweisen, wobei eine von deren Seitenwänden die Anlagefläche bildet. Dabei stehen von den beiden Schenkeln des Befestigungsprofils jeweils mehrere, im Abstand voneinander liegende Anlagefortsätze ab, die mit hohem Reibschluß am Tragflansch anliegen und dabei diesen an die Anlagefläche drücken.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine gummielastische Profilleiste, deren Befestigungsprofil eine seitliche Anlagefläche aufweist,

Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform von Fig. 1.

Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte, aus gummielastischem Material bestehende Profilleiste 1 dient zum Abdichten eines schwenkbaren Karosserieteils eines Personenkraftwagens. Dabei weist die Profilleiste 1 ein Befestigungsprofil 2 mit U-förmigem Querschnitt auf, in das eine aus Metall oder aus speziellem Kunststoff bestehende Armierung 3 eingesetzt ist, die ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt hat. Ferner sind an der Profilleiste 1 zwei schlauchförmige Dichtungselemente 4 einstückig ausgebildet.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Profilleiste 1 hat das U-förmige Befestigungsprofil 2 einen ersten Schenkel 2' und einen zweiten Schenkel 2" sowie einen die beiden Schenkel 2' und 2" verbindenden Steg 2'''. Dabei ist an der Innenseite des ersten Schenkels 2' eine im Bereich des Steges 2''' liegende Anlagefläche 6 ausgebildet, an die sich drei, im Abstand voneinander liegende Anlagefortsätze 7 anschließen, die geringfügig über die Ebene der Anlagefläche 6 hinausragen. Ferner stehen vom zweiten Schenkel 2" zwei, im Abstand voneinander liegende Haltefortsätze 8 ab. Deren Längserstreckung ist derart bemessen, dass sie im Herstellzustand des Befestigungsprofils 2 mit ihrem freien Ende reibschlüssig an einem Tragflansch 10 anliegen. Hierdurch ist gewährleistet, dass für das Festlegen der Profilleiste 1 am Tragflansch 10 beim Aufstecken des Befestigungsprofils 2 auf diesen eine hohe Haftreibung und damit eine exakte Vorpositionierung erfolgt. Beim anschließenden Verlagern des ersten und zweiten Schenkels 2' und 2" mittels eines nicht dargestellten, längs der Profilleiste 1 verlagerbaren Rollgeräts zueinander hin, liegt das Befestigungsprofil 2 zuverlässig über die Anlagefläche 6 am Tragflansch 10 an, so dass das Befestigungsprofil 2 nicht verkantet und damit exakt sowie flüssigkeitsdicht auf dem Tragflansch 10 festgelegt wird.

Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 hat das Befestigungsprofil 2 auf der Innenseite des Steges 2''' des U-förmigen Querschnitts eine längsverlaufende Aufnahmenut 11, von deren beiden Seitenwänden die dem ersten Schenkel 2' zugewandte Seitenwand die Anlagefläche 6 bildet. Ferner stehen vom ersten und zweiten Schenkel 2' und 2" jeweils zwei, im Abstand voneinander liegende Haltefortsätze 12 ab, die reibschlüssig am Tragflansch ' 10 anliegen. Damit gewährleistet ist, dass die Anlagefläche 6 zuverlässig am Tragflansch 10 anliegt, haben die vom zweiten Schenkel 2" abstehenden Haltefortsätze 12 eine etwas größere Längserstreckung und liegen mit höherem Reibschluß am Tragflansch 10 an, als die vom ersten Schenkel 2' abstehenden Haltefortsätze 12, so dass auch hierbei das Befestigungsprofil 2 beim Längsverlagern des Rollgerätes nicht verkantet wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Gummielastische Profilleiste, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, im wesentlichen bestehend aus einem einen etwa U-förmigen Querschnitt aufweisenden und auf einem Tragflansch festlegbaren Befestigungsprofil mit einer Armierung und mindestens einem Dichtungselement, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsprofil (2) zumindest eine seitlich liegende Anlagefläche (6) aufweist, die durch wenigstens ein ihr gegenüberliegendes, federndes Druckteil (Haltefortsätze 8 und 12) gegen den Tragflansch (10) gepreßt wird.
  2. 2. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (6) an einem ersten Schenkel (2') des U-förmigen Befestigungsteils (2) vorgesehen ist, während vom zweiten Schenkel (2") wenigstens zwei, im Abstand voneinander liegende Haltefortsätze (8) abstehen, deren Längserstreckung derart bemessen ist, dass sie an ihrem freien Ende mit hohem Reibschluß am Tragflansch (10) anliegen.
  3. 3. Profilleiste nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die am ersten Schenkel (2') des Befestigungsprofils (2) vorgesehene Anlagefläche (6) im Bereich des Steges (2''') des U-förmigen Querschnitts liegt, wobei sich an die Anlagefläche mehrere, im Abstand voneinander liegende Anlagefortsätze (7) anschließen, die geringfügig über die Ebene der Anlagefläche hinausragen.
  4. 4. Profilleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsprofil (2) mit U-förmigem Querschnitt auf der Innenseite des Stegs (2''') eine längsverlaufende Aufnahmenut (11) aufweist, von deren beiden Seitenwänden eine als die Anlagefläche (6) dient, wobei von den beiden Schenkeln (2' und 2") des Befestigungsprofils jeweils mehrere, im Abstand voneinander liegende Haltefortsätze (12) abstehen, die reibschlüssig am Tragflansch (10) anliegen.






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