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Dokumentenidentifikation DE19957322A1 31.05.2001
Titel Rufmeldeeinrichtung
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Behne, Detlev, Dipl.-Ing. (TU), 25355 Barmstedt, DE;
Brussog, Ingo, Dipl.-Ing. (BA) NT, 74343 Sachsenheim, DE
DE-Anmeldedatum 29.11.1999
DE-Aktenzeichen 19957322
Offenlegungstag 31.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2001
IPC-Hauptklasse G08B 25/00
Zusammenfassung Eine Rufmeldeeinrichtung (1) hat zumindest eine Rufmelderlinie (2, 3), die eine Vielzahl Rufmelder (4) aufweist, eine Zentrale, zwischen der und jedem Rufmelder (4) der Rufmeldeeinrichtung (1) eine Kommunikationsverbindung installierbar ist, und eine Anschlußeinrichtung (5), mittels der ein in Betrieb genommener Rufmelder (4) der Rufmeldeeinrichtung (1) indentifizier- und lokalisierbar ist und mittels der die Kommunikationsverbindung mit der Zentrale durchschaltbar ist. Um bereits installierte Rufmelderlinien auch bei technischen Weiterentwicklungen weiter nutzen zu können, wird eine Rufmeldeeinrichtung (1) vorgeschlagen, bei der zumindest eine Rufmelderlinie (2, 3) der Rufmeldeeinrichtung (1) in einer ersten Bauart ausgebildet ist und die Anschlußeinrichtung (5) in einer zweiten, von der ersten verschiedenen Bauart ausgebildet ist und eine der in der ersten Bauart ausgebildeten Rufmelderlinie (2, 3) zugeordnete Identifizierungsbaugruppe (7) aufweist, mittels der in der zweiten Bauart der Anschlußeinrichtung (5) nicht vorgesehene Funktionen der ersten Bauart der Rufmelderlinien (2, 3) realisierbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Rufmeldeeinrichtung mit zumindest einer Rufmelderlinie, die eine Vielzahl Rufmelder aufweist, einer Zentrale, zwischen der und jedem Rufmelder der Rufmeldeeinrichtung eine Kommunikationsverbindung installierbar ist, und einer Anschlußeinrichtung, mittels der ein in Betrieb genommener Rufmelder der Rufmeldeeinrichtung identifizier- und lokalisierbar ist und mittels der die Kommunikationsverbindung mit der Zentrale durchschaltbar ist. Derartige Rufmeldeeinrichtungen kommen insbesondere bei Fernstraßensystem ud. dgl. zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um teilweise sehr aufwendige Installationen, zu denen häufig eine Vielzahl von Rufmeldern bzw. Notrufsäulen gehören, die hintereinander in sich über vergleichsweise langen Strecken erstreckende Rufmelder- bzw. Notrufsäulenlinien angeordnet sind. Bei der erforderlichen Modernisierung oder beim Umbau derartiger Rufmeldeeinrichtungen können ausreichende Erfolge häufig dadurch realisiert werden, daß zentrale Komponenten der Rufmeldeeinrichtung ausgetauscht werden, wobei dann jedoch Schwierigkeiten bei der Anbindung der Rufmelderlinien an diese neuen zentralen Komponenten auftreten können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Rufmeldeeinrichtung derart weiterzubilden, daß mit einem möglichst geringen technisch-konstruktiven Aufwand eine Modernisierung und eine Verbesserung der Funktion bei Aufrechterhaltung oder Verbesserung der Betriebssicherheit der Rufmeldeeinrichtung erreichbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest eine Rufmelderlinie der Rufmeldeeinrichtung in einer ersten Bauart ausgebildet ist und daß die Anschlußeinrichtung in einer zweiten, von der ersten verschiedenen Bauart ausgebildet ist und eine der in der ersten Bauart ausgebildeten Rufmelderlinie zugeordnete Identifizierungsbaugruppe aufweist, mittels der in der zweiten Bauart der Anschlußeinrichtung nicht vorgesehene Funktionen der ersten Bauart der Rufmelderlinie realisierbar sind. Bei dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Rufmeldeeinrichtung können beispielsweise in einer veralteten Bauart ausgeführte Rufmelderlinien mit einem vergleichsweise geringen Aufwand weiterbetrieben werden, wenn die Anschlußeinrichtung modernisiert wird, wobei der Weiterbetrieb durch die Identifizierungsbaugruppe ermöglicht wird, mittels der in der zweiten, moderneren Bauart nicht mehr vorhandene, für den Betrieb der ersten, veralteten Bauart jedoch notwendige Funktionen realisiert werden können.

Besonders vorteilhaft kann die erfindungsgemäße Rufmeldeeinrichtung realisiert werden, wenn die in der ersten Bauart ausgebildete Rufmelderlinie eine ANE(Autobahnnotrufeinrichtung)80-Rufmelderlinie, die in der zweiten Bauart ausgebildete Anschlußeinrichtung eine ANE90-Anschlußeinrichtung und die Identifizierungsbaugruppe der ANE90-Anschlußeinrichtung eine ANE80-Identifizierungsbaugruppe ist, wobei mit dieser ANE80-Identifizierungsbaugruppe dann die Funktionen eines Leitungssatzes, eines MFV(Mehrfrequenzverfahren)- Empfängers und eines Codierers, bei denen es sich um ANE80-Komponenten handelt, realisierbar sind.

Die ANE90-Anschlußeinrichtung hat zweckmäßigerweise ein vorzugsweise in SO-Bauart ausgebildetes ISDN-Gateway, über das die Kommunikationsverbindung mit der vorzugsweise als Call-Center ausgebildeten Zentrale durchschaltbar ist.

Der ANE80-Identifizierungsbaugruppe kann vorteilhaft eine separate Spannungsversorgung zugeordnet sein, mittels der die der ANE80-Identifizierungsbaugruppe zugeordnete ANE80-Rufmelderlinie mit Speisestrom versorgbar ist.

Es ist möglich, diese separate Spannungsversorgung so auszubilden, daß mittels ihr acht ANE80-Identifizierungsbaugruppen bzw. acht diesen zugeordnete ANE80-Rufmelderlinien mit Speisestrom versorgt werden können.

Vorteilhaft ist jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe an ihrer der ANE90-Anschlußeinrichtung zugewandten Ausgangsseite mit einem Anschluß an eine symmetrische Vierdrahtleitung, vorzugsweise mit einer Impedanz von 600 Ohm, versehen.

Bei der vorstehenden Ausführungsform kann jede ANE80-Identifizierungbaugruppe über die symmetrische Vierdrahtleitung an einen vorzugsweise in V2010-Bauart ausgebildeten Vierdrahtverstärker der ANE90-Anschlußeinrichtung angeschlossen sein.

Die Steuerung der ANE90-Anschlußeinrichtung und der ANE80-Identifizierungsbaugruppen kann mit einem vergleichsweise geringen Aufwand realisiert werden, wenn die ANE90-Anschlußeinrichtung einen zentralen Koppelrechner aufweist, der die Funktionalität der ANE90-Anschlußeinrichtung und durch Erweiterung seiner Software die der ANE80-Identifizierungsbaugruppen sicherstellt.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Rufmeldeeinrichtung ist zwischen jedem Vierdrahtverstärker und dem ISDN-Gateway eine NSA90-Schnittstellenanschaltbaugruppe angeordnet, die einen ANE80-Betriebsmodus aufweist.

Des weiteren ist zweckmäßigerweise jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe über zwei serielle Schnittstellen, einen Verbindungssteuerbus und einen Systembus vom zentralen Koppelrechner der ANE90-Anschlußeinrichtung steuerbar.

Vorteilhaft weist jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe ein digitales Signalprozessormodul, mittels dem die Auswertungsfunktion des Leitungssatzes und die Funktion des MFV- Empfängers und des Codierers und damit die Steuerungsfunktion und die dazugehörende Rechnerleistung realisierbar bzw. ersetzbar sind, und ein Basismodul auf, mittels dem die der ANE80-Identifizierungsbaugruppe zugeordnete ANE80-Rufmelderlinie mit Speisestrom versorgbar und die dieser ANE80-Rufmelderlinie zugewandten Leistungselemente realisierbar sind.

Vorteilhaft ist das Basismodul jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe als Einschub, vorzugsweise als 19"-Einschub, in den Abmessungen 160 mm × 100 mm ausgebildet.

Das digitale Signalprozessormodul kann zweckmäßigerweise auf das Basismodul jeder ANE-Identifizierungsbaugruppe aufsteckbar sein.

Vorteilhaft weist das digitale Signalprozessormodul Abmessungen von 100 mm × 100 mm auf. Es ergibt sich somit eine Ausgestaltung der ANE80-Identifizierungsbaugruppe mit einer Breite von sieben bis acht TE.

Der Blitzschutz der ANE90-Anschlußeinrichtung kann dadurch realisiert werden, daß das Basismodul jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe an der Schnittstelle zur der ANE80-Identifizierungsbaugruppe zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie als Feinschutz ausgebildet ist.

Zweckmäßigerweise stellt das Basismodul jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe wahlweise einer a- und b-Ader einer Leitung B der zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie den Speisestrom von z. B. max. 30 mA von der separaten Spannungsversorgung zur Verfügung.

Vorteilhaft kann auf dem Basismodul jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe eine Pegelbegrenzung und eine Pegelregelung gehend zur ANE80-Rufmelderlinie und kommend von der ANE80-Rufmelderlinie als diskrete Verstärkerstufe realisiert sein.

Vorteilhaft ist eine NF-Schnittstelle des Basismoduls zur ANE80-Rufmelderlinie auf einer Leitung B in 360 Ohm/0 dB und auf einer Leitung C in 1200 Ohm/15 dB ausgebildet.

Eine NF-Schnittstelle der ANE80-Identifizierungsbaugruppe zum V2010-Vierdrahtverstärker der ANE90-Anschlußeinrichtung kann vorteilhaft über eine Impedanzanpassung 600 Ohm/0 dB realisiert sein.

Auf dem Basismodul der ANE80-Identifizierungsbaugruppe können Bauelemente vorgesehen sein, mittels denen die Funktionalität eines L-Relais des Leitungssatzes einer ANE80-Rufmelderlinie nachbildbar ist und die vom digitalen Signalprozessormodul der ANE80-Identifizierungsbaugruppe steuer- und auswertbar sind.

Vorteilhaft weist das digitale Signalprozessormodul jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe einen Prozessor der TMS320C31-Bauart auf.

Mittels des digitalen Signalprozessormoduls kann durch Simulation der Funktionen eines Moduls 517-F die Kommunikation zum zentralen Koppelrechner der ANE90-Anschlußeinrichtung realisiert werden.

Des weiteren können durch das digitale Signalprozessormodul über einen A/D-Wandler oder einen Komparator die Erkennung eines Stromflusses auf den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie, auf Anfrage des zentralen Koppelrechners entsprechend eine Mitteilung an diesen und nach Erkennung des Stromflusses auf den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie die Erzeugung eines Freizeichens auf der Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie bis zur Herstellung der Kommunikationsverbindung mit der Zentrale realisiert werden.

Darüber hinaus ist es möglich, mittels des digitalen Signalprozessormoduls eine Detektion und Decodierung eines von den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie eingehenden strommodulierten MFV-Signals und eine Zuordnung eines Anrufs im 1-aus-64-Code zu realisieren.

Des weiteren kann es vorteilhaft sein, wenn mittels des digitalen Signalprozessormoduls ein Sperrfilter für das MFV-Signal in Richtung der ANE90-Anschlußeinrichtung und eine Wechselsprechfunktion als Trennung zwischen kommendem und gehendem NF-Signal realisierbar ist.

Hierbei sollte zweckmäßigerweise mittels des digitalen Signalprozessormoduls Vorrang für das zur ANE80-Rufmelderlinie gehende Signal realisierbar sein.

Mittels des digitalen Signalprozessormoduls kann auch das Durchschalten des NF-Signals zur Notrufschnittstellenanschaltbaugruppe (NSA) gesteuert werden.

Des weiteren kann das digitale Signalprozessormodul eingesetzt werden, um bei der Funktion der ANE80-Identifizierungsbaugruppe auftretende Fehler zu registrieren und bei der nächsten Anfrage des zentralen Koppelrechners an diesen weiterzugeben.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Rufmeldeeinrichtung sind mehrere, vorzugsweise acht ANE80-Identifizierungsbaugruppen, die jeweils einer ANE80-Rufmelderlinie zugeordnet sind, in einem Baugruppenträger untergebracht.

Bei dieser Ausführungsform kann vorteilhaft am Baugruppenträger die separate Spannungsversorgung untergebracht werden, mittels der die an diesem Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen mit Spannung und die diesen zugeordneten ANE80-Rufmelderlinien mit Speisestrom versorgbar sind.

Vorteilhaft ist dieser Baugruppenträger als 19"-Baugruppenträger ausgebildet.

Hierbei kann eine Rückwand des Baugruppenträgers als Busbaugruppe ausgebildet sein, über die die ANE80-Rufmelderlinien, der Verbindungssteuerbus und der Systembus der ANE90-Anschlußeinrichtung angeschlossen werden können.

Vorteilhaft ist der Baugruppenträger EMV-gerecht ausgebildet.

Die separate Spannungsversorgung des Baugruppenträgers gliedert sich zweckmäßigerweise in eine erste Spannungsversorgungseinheit, mittels der das Basismodul und das digitale Signalprozessormodul der am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen mit Spannung versorgbar sind, und in eine zweite Spannungsversorgungseinheit, mittels der der Speisestrom der den am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen zugeordneten ANE80-Rufmelderlinien zur Verfügung stellbar ist.

Die zweite Spannungsversorgungseinheit kann vorteilhaft den am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen zugeordneten ANE80-Rufmelderlinien +24 V ca. 60 mA für die Leitungsspeisung zur Verfügung stellen.

Um eine Verlängerung bzw. eine höhere Belegung des Verbindungssteuerbusses und des Systemsbusses der ANE90-Anschlußeinrichtung zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn die ANE90-Anschlußeinrichtung eine vorzugsweise in RS422-Bauart ausgebildete Repeaterbaugruppe aufweist.

Zweckmäßigerweise sind dann ggf. erforderliche Abschlußwiderstände an dieser Repeaterbaugruppe integriert.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Rufmeldeeinrichtung ist zumindest eine der ANE80-Rufmelderlinien mittels einer PCM-Einrichtung an die ANE90-Anschlußeinrichtung fernangebunden.

Zweckmäßigerweise ist dann jede einer fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinie zugeordnete ANE80-Identifizierungsbaugruppe mittels der symmetrischen Vierdrahtleitung über FEK-Baugruppen der PCM-Einrichtung an den vorzugsweise in V2010- Bauart ausgebildeten Vierdrahtverstärker der ANE90-Anschlußeinrichtung angeschlossen.

Vorteilhaft weisen mehrere fernangebundene ANE80-Rufmelderlinien einen ihnen gemeinsamen Sekundärkoppelrechner auf, der mittels einer X21-Routerverbindung an den zentralen Koppelrechner der ANE90-Anschlußeinrichtung angeschlossen ist und der die ANE80-Identifizierungsbaugruppen der fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien steuert.

Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die einzige Figur näher erläutert, in der eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rufmeldeeinrichtung prinzipiell dargestellt ist.

Eine in Fig. 1 im Prinzip dargestellte erfindungsgemäße Rufmeldeeinrichtung 1 hat eine erste Rufmelderlinie 2 und eine zweite Rufmelderlinie 3, die beide als ANE(Autobahnnotrufeinrichtung)80-Rufmelderlinien ausgebildet sind.

Die beiden ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 können sich im dargestellten Ausführungsbeispiel über maximal 65 km erstrecken, wobei in jeder der beiden ANE80-Rufmelderlinien bis zu 96 Rufmelder bzw. Notrufsäulen 4, die in AFS(Autobahnfernsprecher)80-Bauart ausgeführt sind, vorgesehen sind.

Wie aus der einzigen Figur hervorgeht, ist die erste ANE80-Rufmelderlinie 2 unmittelbar an eine als ANE90-Anschlußeinrichtung 5 ausgebildete Anschlußeinrichtung der Rufmeldeeinrichtung 1 angeschlossen, wohingegen die zweite ANE80-Rufmelderlinie 3 mittelbar über eine PCM-Einrichtung 6 an die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 angeschlossen ist.

Die erste ANE80-Rufmelderlinie 2 verfügt über ANE80-Komponenten, die in der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 normalerweise keine Entsprechung finden. Daher weist die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Rufmeldeeinrichtung eine ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 auf, mittels der die Funktionalitäten des Leitungssatzes, des MFV-Empfängers und des Codierers der ANE80-Rufmelderlinien ersetzt werden. Hierdurch ist es möglich, daß die Notrufsäulen bzw. Rufmelder 4 der ANE80-Rufmelderlinie 2 unverändert weiter genutzt werden können.

Mittels der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 werden - in Richtung der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 - die von der ersten ANE80-Rufmelderlinie 2 eingehenden Dateninformationen entsprechend für die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 umgesetzt.

Zu der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 gehört ein SO-Gateway 8, über das die Sprechwege zu einer als Call-Center ausgebildeten Zentrale durchgeschaltet werden.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, daß, wie sich aus Fig. 1 ergibt, auch die über den Leitungssatz Typ B fernangebundene zweite ANE80-Rufmelderlinie 3 ohne Probleme an die ANE90-Anschlußeinrichtung angebunden werden kann.

Die Versorgung mit Speisestrom für die beiden ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 wird jeweils über die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 aus der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 sichergestellt.

Den Speisestrom für die ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 stellt jeweils eine separate Spannungsversorgung zur Verfügung. Es sei darauf hingewiesen, daß eine einzige separate Spannungsversorgung bis zu acht an einer Baugruppe zusammengefaßte ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 bzw. diesen zugeordnete Rufmelderlinien 2 bzw. 3 versorgen kann.

Jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 hat ausgangsseitig in Richtung der ANE90-Anschlußeinrichtung einen Anschluß an eine symmetrische Vierdrahtleitung 9 mit einer Impedanz von 600 -Ohm. Hiermit läßt sich die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 optimal an einen V2010-Vierdrahtverstärker 10 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 anbinden.

Im Falle der fernangebundenen zweiten Rufmelderlinie 3 erfolgt der Anschluß der dieser zugeordneten ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 an die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 über FEK-Baugruppen 11, 12 der PCM-Einrichtung 6.

Die Funktionalität der ANE90-Anschlußeinrichtung sowie der ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 wird durch einen zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 sichergestellt, dessen Software hierfür entsprechend erweitert ist.

Wenn nunmehr durch eine Person ein Klappenkontakt einer Notrufsäule 4 betätigt wird und z. B. die erste ANE80-Rufmelderlinie 2 hierdurch belegt wird, wird dies durch die dieser ersten ANE80-Rufmelderlinie 2 zugeordnete ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 erkannt; daraufhin wird der Speisestrom für die erste ANE80-Rufmelderlinie durch die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 zur Verfügung gestellt. Die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 decodiert aus dem von der Notrufsäule 4 gesendeten MFV(Mehrfrequenzverfahren)-Signal entsprechend der für die ANE80-Technik üblichen Genauigkeit und Sicherheit die Standortadresse der Notrufsäule 4, deren Klappenkontakt betätigt wurde. Die Rufmelderlinienbelegung sowie die Adresse der betätigten Notrufsäule 4 werden von der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 dem zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 mitgeteilt. Der zentrale Koppelrechner 13 baut dann die Verbindung zum Call-Center auf.

Fernangebundene ANE80-Rufmelderlinien, von denen in der einzigen Figur lediglich eine einzige ANE80-Rufmelderlinie 3 dargestellt ist, weisen je Rufmelderlinie eine ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 auf. Für alle fernangebundenen Rufmelderlinien ist dann ein einziger Sekundärkoppelrechner 14 vorgesehen, der über eine X21-Routerverbindung mit den Routern 16, 17 und die PCM-Einrichtung 6 an den zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 angeschlossen ist. Die fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien 3 können als Subsystem der zentralen ANE90-Anschlußeinrichtung 5 betrachtet werden. Die eigentliche Steuerung der den fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien 3 zugeordneten ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 erfolgt weiterhin durch den zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5.

Für die fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien 3 sind keine zusätzlichen SO-Gateways zum Call-Center erforderlich. Der Sekundärkoppelrechner 14 der fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien 3 braucht nicht über ein Raidsystem zu verfügen, so daß seine Hardware wesentlich weniger aufwendig ist als die des zentralen Koppelrechners 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5.

Der Sekundärkoppelrechner 14 dient unmittelbar zur Steuerung der ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 der fernanzubindenden ANE80-Rufmelderlinien 3.

Der Ausgang der einer fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinie 3 zugeordneten ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 ist dann über die symmetrische Vierdrahtleitung 9 mit der FEK-Baugruppe 11 der PCM-Einrichtung 6 verschaltet. Auf der der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 zugewandten Seite wird an die als Ausgang gestaltete FEK-Baugruppe 12 der PCM-Einrichtung 6 ein V2010- Vierdrahtverstärker der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 angeschaltet. Im Sprachsignalweg dahinter befindet sich dann eine NSA90-Schnittstellenanschaltbaugruppe 18, die im Betriebsmodus ANE80 sich befindet, mittels der die Anbindung an das SO-Gateway 8 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 sichergestellt wird.

Die ANE80-Identifizierungsbaugruppe soll die Funktionen von bisher notwendigen ANE80-Komponenten, nämlich des Leitungssatzes hinsichtlich der Auswertungen, des MFV(Mehrfrequenzverfahren)-Empfängers und des Codierers ersetzen. Hierzu weist jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 ein digitales Signalprozessormodul 19 auf, welches hinsichtlich dieser Funktionalitäten angepaßt ist.

Die Speisung der ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 sowie die notwendigen Leistungselemente in Richtung der ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 übernimmt ein Basismodul 20 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7; die steuernde Funktion sowie die dazugehörende Rechenleistung wird vom digitalen Signalprozessormodul 19 geleistet.

Die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 wird über zwei serielle Schnittstellen, einen Verbindungssteuerbus 21 und einen Systembus 22 vom zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 gesteuert und hierüber in die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 integriert.

Die ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 können für acht ANE80- Rufmelderlinien 2, 3 mit den dazugehörigen Spannungsversorgungen in einem 19"-Baugruppenträger untergebracht werden. Eine Rückwand dieses 19"-Baugruppenträgers ist als spezielle Busbaugruppe ausgeführt, über die die ANE80-Rufmelderlinien 2, 3, der Verbindungssteuerbus 21 und der Systembus 22 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 angeschlossen werden. Ebenso werden die Speisung der ANE80-Rufmelderlinien 2, 3 und die für den Betrieb der ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 erforderliche Spannungsversorgung zur Verfügung gestellt.

Der für beispielsweise acht ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 ausgelegte 19"-Baugruppenträger wird als EMV-gerechter Baugruppenträger ausgeführt.

Jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 hat, wie vorstehend bereits erwähnt, ein Basismodul 20 und ein digitales Signalprozessormodul 19. Das Basismodul 20 kann beispielsweise als 19"-Einschub in den Abmessungen 160 mm × 100 mm ausgeführt sein; das darauf aufsteckbare bzw. aufgesteckte digitale Signalprozessormodul 19 hat dann beispielsweise die Abmessungen 100 mm × 100 mm. Die derart ausgebildete ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 hat eine Breite von sieben bis acht TE.

Das Basismodul 20 stellt an der Schnittstelle zwischen der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 und der dieser zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 den Blitzschutz des Eingangs der Leitung B und der Leitung C der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 als Feinschutz sicher, um die ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 und damit die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 von der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 her zu schützen.

Des weiteren wird die zweifache Speisung der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 auf der Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3, und zwar wahlweise auf der a- oder b-Ader, mit maximal 30 mA von der separaten Spannungsversorgung bzw. der Spannungsbaugruppe über das Basismodul 20 der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 zur Verfügung gestellt. Es ist möglich, eine Pegelbegrenzung und Pegelregelung in beiden Richtungen als gehend zur ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 und kommend von der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 auf dem Basismodul 20 als diskrete Verstärkerstufe zu realisieren. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, daß das betreffende Signal lediglich zum digitalen Signalprozessormodul 19 geschleift wird bzw. vom digitalen Signalprozessormodul 19 kommt, wo es dann entsprechend verarbeitet wird bzw. bearbeitet worden ist.

Die NF-Schnittstelle zur ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 wird auf der Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 in 360 -Ohm/0 dB und auf der Leitung C der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 in 1200 Ohm/-15 dB ausgeführt. Die NF-Schnittstelle zum V2010-Vierdrahtverstärker 10 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 wird über eine Impedanzanpassung 600 Ohm/0 dB realisiert.

Zum einwandfreien Erkennen der Belegung einer ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 muß die Funktionalität eines L-Relais nachgebildet werden, wie es Bestandteil der bisher, d. h. beim Stand der Technik, eingesetzten ANE80-Einrichtungen ist. Dazu werden die entsprechenden Bauelemente auf dem Basismodul 20 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 vorgesehen, wobei diese Bauelemente dann vom digitalen Signalprozessormodul 19 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 gesteuert und ausgewertet werden.

Das digitale Signalprozessormodul 19 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 hat als Prozessor einen TMS320C31. Hierdurch werden folgende Funktionen sichergestellt.

Die Kommunikation zum zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5, und zwar mittels Simulation des Moduls 517-F, wie auf ANE90-Komponenten.

Die Erkennung des Stromflusses auf den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 über einen A/D-Wandler oder einen Komparator, was einer Anruferkennung entspricht, wobei die sich an eine solche Anruferkennung anschließende Mitteilung an den zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 auf Anfrage des letzteren stattfindet.

Des weiteren wird gehend auf der Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 ein Freizeichen generiert, nachdem eine Anruferkennung stattgefunden hat. Dieses Freizeichen wird bis zu dem Zeitpunkt auf die Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie 2bzw. 3 gegeben, bis eine Kommunikationsverbindung zum Call-Center besteht.

Die Detektion und Decodierung der MFV-Signale, die von den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 kommen und die in den ersten 350 ms strommoduliert sind sowie die Zuordnung des Anrufes im 1-aus-64-Code wird ebenfalls vom digitalen Signalprozessormodul 19 wahrgenommen.

Des weiteren realisiert das digitale Signalprozessormodul 19 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe die Funktion eines Sperrfilters für die MFV-Signale in Richtung der ANE90-Anschlußeinrichtung sowie die Wechselsprechfunktion als Trennung zwischen kommenden und gehenden NF-Signalen. Dabei hat das zur ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 gehende NF-Signal den Vorrang.

Das digitale Signalprozessormodul 19 steuert letztendlich auch das Durchschalten des NF-Signals zur NSA90-Schnittstellenanschaltbaugruppe der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 und somit den Verbindungsauf- und -abbau.

Etwaig bei der Funktion der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 auftretende Fehler, die vom digitalen Signalprozessormodul 19 der ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 registriert werden, werden dem zentralen Koppelrechner 13 der ANE90-Anschlußeinrichtung 5 bei der nächsten Anfrage des letzteren mitgeteilt.

Der 19"-Baugruppenträger, an dem acht ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 untergebracht werden können, weist für die Spannungsversorgung zwei Spannungsversorgungseinheiten auf. Eine Spannungsversorgungseinheit stellt die für die Funktion des digitalen Signalprozessormoduls 19 und des Basismoduls 20 der ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 notwendigen Spannungen zur Verfügung. Die weitere Spannungsversorgungseinheit übernimmt die Speisung der an den 19"-Baugruppenträger über die ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7 angeschlossenen ANE80-Rufmelderlinien 2 bzw. 3. Diese Trennung der Spannungsversorgung wird vorgenommen, um Störungseinflüsse in unterschiedlichen Belastungsfällen zu vermeiden und um eine Trennung zwischen analogen und digitalen Stromkreisen sicherzustellen.

Die die Speisespannung für die ANE80-Rufmelderlinien 2 bzw. 3 zur Verfügung stellende Spannungsversorgungseinheit stellt je ANE80-Rufmelderlinie 2 bzw. 3 +24 V mit ca. 60 mA für die Leitungsspeisung zur Verfügung. Damit ergibt sich die gesamte Leistungsaufnahme dieser Spannungsversorgungseinheit zu 24 V × 8 × 60 mA = 11,52 W.

Diese Spannungsversorgungseinheit wird daher für 24 V/15 W ausgelegt.

Die Spannungsversorgungseinheit zur Versorgung der ANE80-Identifizierungsbaugruppen 7, von denen am 19"-Baugruppenträger 8 untergebracht sind, muß für die digitalen Bauelemente jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 +5 V, ±5% ca. 600 mA und für die analogen Bauelemente jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe 7 ±5 V, ±5% ca. 20 mA zur Verfügung stellen. Bei acht am 19"-Baugruppenträger vorgesehenen ANE80-Identifizierungsgruppen ergibt sich somit +5 V × 8 × 0,6 A = 24 W, und damit eine Auslegung auf 5 V/25 W bzw. ±5 V × 8 × 0,02 A = 2 × 5 V × 8 × 0,02 A = 2 × 5 V × 8 × 0,02 A = 1,6 W und damit eine Auslegung auf ±5 V/1,6 W.

Aufgrund der Verlängerung des Verbindungssteuerbusses 21 und des Systembusses 22 sowie einer Erhöhung der Teilnehmer an diesen Bussen 21, 22 über die Anzahl von 32 hinaus kann es erforderlich werden, daß eine RS422-Repeaterbaugruppe in die ANE90-Anschlußeinrichtung 5 integriert wird. Auf dieser RS422-Repeaterbaugruppe werden dann auch etwaig notwendige Abschlußwiderstände integriert.

Die gesamte Rufmeldeeinrichtung 1 wird einer EMV-Prüfung unterzogen.


Anspruch[de]
  1. 1. Rufmeldeeinrichtung mit zumindest einer Rufmelderlinie (2), die eine Vielzahl Rufmelder (4) aufweist, einer Zentrale, zwischen der und jedem Rufmelder der Rufmeldeeinrichtung (1) eine Kommunikationsverbindung installierbar ist, und einer Anschlußeinrichtung (5), mittels der ein in Betrieb genommener Rufmelder (4) der Rufmeldeeinrichtung (1) identifizier- und lokalisierbar ist und mittels der die Kommunikationsverbindung mit der Zentrale durchschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Rufmelderlinie (2, 3) der Rufmeldeeinrichtung (1) in einer ersten Bauart ausgebildet ist und daß die Anschlußeinrichtung (5) in einer zweiten, von der ersten verschiedenen Bauart ausgebildet ist und eine der in der ersten Bauart ausgebildeten Rufmelderlinie (2, 3) zugeordnete Identifizierungsbaugruppe (7) aufweist, mittels der in der zweiten Bauart der Anschlußeinrichtung (5) nicht vorgesehene Funktionen der ersten Bauart der Rufmelderlinien (2, 3) realisierbar sind.
  2. 2. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 1, bei der die in der ersten Bauart ausgebildete Rufmelderlinie (2, 3) eine ANE(Autobahnnotrufeinrichtung)80-Rufmelderlinie (2, 3), die in der zweiten Bauart ausgebildete Anschlußeinrichtung (5) eine ANE90-Anschlußeinrichtung (5) und die Identifizierungsbaugruppe (7) der ANE90-Anschlußeinrichtung eine ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) ist, mittels der die Funktionen eines Leitungssatzes, eines MFV(Mehrfrequenzverfahren)-Empfängers und eines Codierers realisierbar sind.
  3. 3. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 2, deren ANE90-Anschlußeinrichtung (5) ein vorzugsweise in SO-Bauart ausgebildetes ISDN-Gateway (8) aufweist, über das die Kommunikationsverbindung mit der vorzugsweise als Call-Center ausgebildeten Zentrale durchschaltbar ist.
  4. 4. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) eine separate Spannungsversorgung zugeordnet ist, mittels der die der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) zugeordnete ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) mit Speisestrom versorgbar ist.
  5. 5. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 4, bei der die separate Spannungsversorgung so ausgebildet ist, daß mittels ihr acht ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) bzw. acht diesen zugeordnete ANE80-Rufmelderlinien (2, 3) mit Speisestrom versorgbar sind.
  6. 6. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei der jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) an ihrer der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) zugewandten Ausgangsseite einen Anschluß an eine symmetrische Vierdrahtleitung (9), vorzugsweise mit einer Impedanz von 600 Ohm, aufweist.
  7. 7. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 6, bei der jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) über die symmetrische Vierdrahtleitung (9) an einen vorzugsweise in V2010-Bauart ausgebildeten Vierdrahtverstärker (10) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) angeschlossen ist.
  8. 8. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei der die ANE90-Anschlußeinrichtung (5) einen zentralen Koppelrechner (13) aufweist, der die Funktionalität der ANE90-Anschlußeinrichtung und durch Erweiterung seiner Software die der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) sicherstellt.
  9. 9. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei der zwischen jedem Vierdrahtverstärker (10) und dem ISDN-Gateway (8) eine NSA90-Schnittstellenanschaltbaugruppe (18) angeordnet ist, die einen ANE80-Betriebsmodus aufweist.
  10. 10. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, bei der jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) über zwei serielle Schnittstellen, einen Verbindungssteuerbus (21) und einen Systembus (22) vom zentralen Koppelrechner (13) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) steuerbar ist.
  11. 11. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, bei der jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) ein digitales Signalprozessormodul (19), mittels dem die Auswertungsfunktion des Leitungssatzes und die Funktionen des MFV- Empfängers und des Codierers und damit die Steuerungsfunktion und die dazugehörende Rechenleistung realisier- bzw. ersetzbar sind, und ein Basismodul (20) aufweist, mittels dem die der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) zugeordnete ANE80- Rufmelderlinie (2, 3) mit Speisestrom versorgbar bzw. die der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) zugewandten Leistungselemente realisierbar sind.
  12. 12. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 11, bei der das Basismodul (20) jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) als Einschub, vorzugsweise als 19"-Einschub, in den Abmessungen 160 mm × 100 mm ausgebildet ist.
  13. 13. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 11 oder 12, bei der das digitale Signalprozessormodul (19) auf das Basismodul (20) jeder ANE-Identifizierungsbaugruppe (7) aufsteckbar ist.
  14. 14. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei der das digitale Signalprozessormodul (19) Abmessungen von 100 mm × 100 mm aufweist.
  15. 15. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, bei der jede ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) eine Breite von sieben bis acht TE aufweist.
  16. 16. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, bei der das Basismodul (20) jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) an der Schnittstelle zur der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) als Feinschutz ausgebildet ist.
  17. 17. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, bei der das Basismodul (20) jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) wahlweise eine a- und b-Ader einer Leitung B der zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) den Speisestrom von z. B. maximal 30 mA von der separaten Spannungsversorgung zur Verfügung stellt.
  18. 18. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, bei der auf dem Basismodul (20) jeder ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) eine Pegelbegrenzung und eine Pegelregelung gehend zur ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) und kommend von der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) als diskrete Verstärkerstufe realisiert ist.
  19. 19. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, bei der eine NF-Schnittstelle des Basismoduls (20) zur ANE80- Rufmelderlinie (2, 3) auf einer Leitung B in 360 Ohm/0 dB und auf einer Leitung C in 1200 Ohm/-15 dB ausgebildet ist.
  20. 20. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 19, bei der eine NF-Schnittstelle der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) zum V2010-Vierdrahtverstärker (10) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) über eine Impedanzanpassung 600 -Ohm/0 dB realisiert ist.
  21. 21. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 20, bei der auf dem Basismodul (20) der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) Bauelemente vorgesehen sind, mittels denen die Funktionalität eines L-Relais des Leitungssatzes einer ANE80- Rufmelderlinie (2, 3) nachbildbar ist und die vom digitalen Signalprozessormodul (19) der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) steuer- und auswertbar sind.
  22. 22. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 21, bei der das digitale Signalprozessormodul (19) jeder ANE80- Identifizierungsbaugruppe (7) einen Prozessor der TMS320C31- Bauart aufweist.
  23. 23. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 22, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) durch Simulation der Funktionen eines Moduls 517-F die Kommunikation zum zentralen Koppelrechner (13) der ANE90-Anschlußeinrichtung realisierbar ist.
  24. 24. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 23, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) über einen A/D-Wandler oder einen Komparator die Erkennung eines Stromflusses auf den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3), auf Anfrage des zentralen Koppelrechners (13) eine entsprechende Mitteilung an diesen und nach Erkennung des Stromflusses auf den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) die Erzeugung eines Freizeichens auf der Leitung B der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) bis zur Herstellung der Kommunikationsverbindung mit der Zentrale realisierbar ist.
  25. 25. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 24, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) eine Detektion und Decodierung eines von den Leitungen B, C der ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) eingehenden strommodulierten MFV- Signals und eine Zuordnung eines Anrufs im 1-aus-64-Code realisierbar ist.
  26. 26. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 25, beider mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) ein Sperrfilter für das MFV-Signal in Richtung der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) und eine Wechselsprechfunktion als Trennung zwischen kommendem und gehendem NF-Signal realisierbar ist.
  27. 27. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 26, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) Vorrang für das zur ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) gehende Signal realisierbar ist.
  28. 28. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 27, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) das Durchschalten des NF-Signals zur Notrufschnittstellenanschaltbaugruppe (NSA) (18) steuerbar ist.
  29. 29. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 28, bei der mittels des digitalen Signalprozessormoduls (19) bei der Funktion der ANE80-Identifizierungsbaugruppe (7) auftretende Fehler registrier- und bei der nächsten Anfrage des zentralen Koppelrechners (13) an diesen mitteilbar sind.
  30. 30. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 29, bei der mehrere, vorzugsweise acht, ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7), die jeweils einer ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) zugeordnet sind, in einem Baugruppenträger untergebracht sind.
  31. 31. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 30, bei der am Baugruppenträger die separate Spannungsversorgung untergebracht ist, mittels der die an diesem Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) mit Spannung und die diesen zugeordneten ANE80-Rufmelderlinien (2, 3) mit Speisestrom versorgbar sind.
  32. 32. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 30 oder 31, bei der der Baugruppenträger als 19"-Baugruppenträger ausgebildet ist.
  33. 33. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 32, bei der eine Rückwand des Baugruppenträgers als Busbaugruppe ausgebildet ist, über die die ANE80-Rufmelderlinien (2, 3), der Verbindungssteuerbus (21) und der Systembus (22) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) angeschlossen sind.
  34. 34. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 33, bei der der Baugruppenträger EMV-gerecht ausgebildet ist.
  35. 35. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 34, bei der die separate Spannungsversorgung des Baugruppenträgers eine erste Spannungsversorgungseinheit, mittels der das Basismodul (20) und das digitale Signalprozessormodul (19) der am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) mit Spannung versorgbar sind, und eine zweite Spannungsversorgungseinheit aufweist, mittels der der Speisestrom der den am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) zugeordneten ANE80-Rufmelderlinie (2, 3) zur Verfügung stellbar ist.
  36. 36. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 35, bei der die zweite Spannungsversorgungseinheit den den am Baugruppenträger untergebrachten ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) zugeordneten ANE80-Rufmelderlinien (2, 3) +24 V ca. 60 mA für die Leitungsspeisung zur Verfügung stellt.
  37. 37. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 36, bei der die ANE90-Anschlußeinrichtung eine vorzugsweise in RS422-Bauart ausgebildete Repeaterbaugruppe aufweist.
  38. 38. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 37, bei der erforderliche Abschlußwiderstände an der Repeaterbaugruppe integriert sind.
  39. 39. Rufmeldeeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 38, bei der zumindest eine der ANE80-Rufmelderlinien (3) mittels einer PCM-Einrichtung (6) fernangebunden ist.
  40. 40. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 39, bei der jede einer fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinie (3) zugeordnete ANE80- Identifizierungsbaugruppe (7) mittels der symmetrischen Vierdrahtleitung (9) über FEK-Baugruppen (11, 12) der PCM-Einrichtung (6) an den vorzugsweise in V2010-Bauart ausgebildeten Vierdrahtverstärker (10) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) angeschlossen ist.
  41. 41. Rufmeldeeinrichtung nach Anspruch 39 oder 40, bei der mehrere fernangebundene ANE80-Rufmelderlinien einen ihnen gemeinsamen Sekundärkoppelrechner (14) aufweisen, der mittels einer X21-Routerverbindung (15, 16, 17) an den zentralen Koppelrechner (13) der ANE90-Anschlußeinrichtung (5) angeschlossen ist und der die ANE80-Identifizierungsbaugruppen (7) der fernangebundenen ANE80-Rufmelderlinien (3) steuert.






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