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Dokumentenidentifikation DE69703245T2 31.05.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0920385
Titel LASERINDUZIERTES FILMÜBERTRAGUNGSSYSTEM
Anmelder Minnesota Mining and Mfg. Co., St. Paul, Minn., US
Erfinder PATEL, C., Ranjan, Saint Paul, US;
CHAMBERS, R., Mark, Saint Paul, US;
STEVENSON, E., Dian, Saint Paul, US;
VOGEL, C., Jonathan, Saint Paul, US;
KIDNIE, Kevin, Saint Paul, US;
SOUTER, John, Saint Paul, US;
ZWADLO, L., Gregory, Saint Paul, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69703245
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.06.1997
EP-Aktenzeichen 979363801
WO-Anmeldetag 04.06.1997
PCT-Aktenzeichen US9713670
WO-Veröffentlichungsnummer 9807575
WO-Veröffentlichungsdatum 26.02.1998
EP-Offenlegungsdatum 09.06.1999
EP date of grant 04.10.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/40

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft die Erzeugung von Halbtonfarbandrücken unter Verwendung eines laserinduzierten thermischen Bilderzeugungssystems. Ganz besonders schließt das erfindungsgemäße System die Stoffübertragung eines Farbhalbtonbildes von einem Donorelement auf ein Rezeptorelement unter dem Einfluß der durch einen Laser zugeführten Energie ein.

Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft die Erzeugung von Farbandrücken. Allgemein wird das Bild bei einem Farbandruck durch Übertragen eines Färbemittels (z. B. Farbstoffs oder Pigments) von einem Donor auf einen Rezeptor unter dem Einfluß von Energie von einem Thermodruckkopf oder einem Laser erzeugt.

Bei einem Stoffübertragungssystem wird die Mehrheit des Materials auf dem Donor (z. B. Färbemittel, Bindemittel und Zusatzstoffe) auf den Rezeptor übertragen. Typischerweise kann dies entweder durch einen Schmelzmechanismus oder durch einen Ablations- (d. h. wärmeabsorbierenden) Mechanismus geschehen. Bei einem Schmelzmechanismus wird das Donormaterial erweicht oder geschmolzen. Dieses erweichte oder geschmolzene Material fließt dann hinüber zum Rezeptor. Dieses ist typischerweise der Mechanismus bei einem herkömmlichen, thermisch induzierten Wachsübertragungssystem. Bei einem Ablationsmechanismus werden typischerweise Gase erzeugt, die das Donormaterial explosionsartig zum Rezeptor hinübertreiben. Dies ergibt sich aus wenigstens teilweiser Verflüchtigung des Bindemittels oder anderer Zusatzstoffe in und/oder unter einer Schicht des Donormaterials, um Triebkräfte zu erzeugen, die das Färbemittel zum Rezeptor hintreiben.

Bei einem Farbstoffübertragungssystem jedoch wird nur das Färbemittel vom Donor auf den Rezeptor übertragen. D. h., das Färbemittel wird ohne Bindemittel oder andere Zusatzstoffe übertragen. Dieses kann entweder durch einen Diffusionsmechanismus oder einen Sublimationsmechanismus geschehen.

Das bei einem Farbandruck von einem Stoffübertragungssystem erzeugte Bild ist typischerweise ein Halbtonbild. Bei einem System, das Halbtonbilder erzeugt, liefert die Übertragung ein Zweistufenbild, in welchem entweder keine oder eine vorherbestimmte Dichtestufe in der Form von diskreten Pünktchen (d. h. Bildpunkten) übertragen wird. Diese Pünktchen können pro Flächeneinheit zufällig oder regelmäßig beabstandet sein, sind aber normalerweise zu klein, um mit dem bloßen Auge aufgelöst zu werden. Folglich wird die wahrgenommene optische Dichte in einem Halbtonbild durch die Größe und die Anzahl diskreter Pünktchen pro Flächeneinheit reguliert. Je kleiner das Fragment einer mit Pünktchen bedeckten Flächeneinheit ist, desto weniger dicht erscheint das Bild einem Betrachter.

Das bei einem Farbandruck von einem thermischen Farbstoffübertragungssystem erzeugte Bild ist typischerweise ein Stufenloston- (d. h. Konton-) Bild. Bei einem Stufenloston- oder Kontonbild ist die wahrgenommene optische Dichte eine Funktion der Farbstoffmenge pro Bildpunkt, wobei höhere Dichten durch Übertragen größerer Mengen Farbstoff erhalten werden.

Um Halbtonbilder unter Verwendung eines thermischen Farbstoffübertragungssystems zu emulieren, welches typischerweise ein Kontonbild erzeugt, kann der Laserstrahl durch elektronische Signale moduliert werden, welche für die Form und Farbe des Originalbildes repräsentativ sind, so daß jeder Farbstoff erhitzt wird, um Verflüchtigung nur in jenen Flächen zu bewirken, in welchen seine Anwesenheit auf dem Rezeptor erforderlich ist, um die Farbe des Originalgegestands wiederherzustellen. Weitere Einzelheiten dieses Verfahrens sind in der GB-Veröffentlichung Nr. 2 083 726 (3M Company) offenbart. Die US-Patente Nr. 4,876,235 (DeBoer) und 5,017,547 (De Boer) offenbaren auch ein thermisches Farbstoffübertragungssystem, in welchem die wahrgenommene optische Dichte durch Regulieren der Tonabstufung oder Dicke (Dichte) des Farbstoffs pro Bildpunkt erhalten wird. In diesem System schließt der Rezeptor Distanzkügelchen ein, um Kontakt zwischen Donor- und Rezeptorelementen zu verhindern. Dieses läßt den Farbstoff ohne das Bindemittel hinüber zum Rezeptorelement diffundieren oder sublimieren.

Die Form und/oder Schärfe der Pünktchen können/kann die Bildqualität bewirken. Zum Beispiel stellen Pünktchen mit mehr wohldefinierten und schärferen Kanten Bilder mit reproduzierbareren und genaueren Farben bereit. Die Form und/oder Schärfe der Pünktchen werden/wird typischerweise durch den Übertragungsmechanismus des Bildes vom Donor auf den Rezeptor reguliert. Zum Beispiel gibt es als Folge der Triebkräfte in einem wärmeabsorbierenden System eine Tendenz des Färbemittels, zu "streuen" und schlechterdefinierte, aus vielen Fragmenten gebildete Pünktchen zu erzeugen. Versuche wurden unternommen, um besserdefinierte Pünktchen unter Verwendung eines wärmeabsorbierenden Systems zu erzeugen, das in den US-Patenten Nr. 5,156,938 (Foley) und 5,171,650 (Ellis) beschrieben ist; jedoch erzeugen solche Systeme, entweder Einzelschicht oder Doppelschicht, keine Bilder von Vertragsqualität. Im Gegensatz dazu können Systeme, die die Übertragung von geschmolzenem oder erweichtem Material einschließen, im Prinzip besserdefinierte Pünktchen erzeugen.

Zur Bilderzeugung mittels laserinduzierter Übertragung schließt das Donorelement typischerweise ein Traglager, in einer oder mehreren Beschichtungen einen Absorber für die Laserstrahlung, ein übertragbares Färbemittel (z. B. einen oder mehrere Farbstoffe oder Pigmente) und ein oder mehrere Bindemittelmaterialien ein. Wenn das Donorelement mit einem geeigneten Rezeptor in Kontakt gebracht wird und einem Laserstrahlmuster ausgesetzt wird, bewirkt die Absorption der Laserstrahlung schnelle Zunahme der Hitze innerhalb des Donorelements, die ausreichend ist, um Färbemittelübertragung auf den Rezeptor auf bestrahlte Flächen zu bewirken. Durch Wiederholen des Übertragungsverfahrens unter Verwendung unterschiedlicher Donorelemente und desselben Rezeptors ist es möglich, mehrere einfarbige Bilder auf einem gemeinsamen Rezeptor übereinanderzulagern, wodurch ein Vollfarbenbild erzeugt wird. Dieses Verfahren ist ideal für die Ausgabe digital gespeicherter Bildinformation geeignet. Es hat die zusätzlichen Vorteile, keine chemische Verfahrenstechnik und keine Verwendung von Materialien zu erfordern, die gegenüber normalem weißem Licht empfindlich sind.

Wie vorstehend diskutiert kann die laserinduzierte Übertragung entweder Stoffübertragung des Bindemittels, der Färbemittel und des Infrarotabsorbers, was ein Zweistufenbild liefert, in welchem entweder keine oder maximale Dichte übertragen wird (abhängig, ob die angewandte Energie eine bestimmte Schwelle überschreitet), oder Farbstoffsublimationsübertragung einschließen, was ein Stufenlostonbild liefert (in welchem die Dichte des übertragenen Bildes über einen merklichen Bereich mit der absorbierten Energie variiert). Die laserinduzierte Stoffübertragung ist in der Literatur beschrieben worden, zum Beispiel in Applied Optics, 9, 2260-2265 (1970), wie es über zwei verschiedene Modi geschieht. Ein Modus schließt einen geringeren energetischen Modus ein, in welchem die Übertragung in einem flüssigen Zustand stattfindet (d. h. durch Schmelzübertragung), und ein Modus schließt einen energetischeren Modus ein, in welchem die Übertragung durch eine Sprengkraft als Folge der Erzeugung und schnellen Expansion von Gasen an der Substrat- Beschichtungs-Grenzfläche stattfindet (d. h. durch Ablationsübertragung). Diese Unterscheidung ist auch in den US-Patenten Nr. 5,156,938 (Foley), 5,171,650 (Ellis), 5,516,622 (Savini) und 5,518,861 (Covalaskie) anerkannt worden, welche sich auf die Ablationsübertragung als ein Verfahren beziehen, das sich von der Schmelzübertragung unterscheidet und sich auf sein explosives Wesen bezieht, wie entgegengesetzt zu den US- Patenten Nr. 5,501,937 (Matsumoto), 5,401,606 (Reardon), 5,019,549 (Kellogg) und 5,580,693 (Nakajima), welche sich auf die Übertragung eines Farbstoffs in einem geschmolzenen oder halbgeschmolzenen (erweichten) Zustand ohne Erwähnung von Sprengmechanismen beziehen.

Viele der bekannten laserinduzierten Schmelzübertragungssysteme verwenden ein oder mehrere Wachse als Bindemittelmaterialien im Verfolg einer Übertragungsschicht, die bei leicht erhöhten Temperaturen scharf zu einem hoch flüssigen Zustand schmilzt und folglich eine höhere Empfindlichkeit liefert; jedoch sind solche Systeme als Folge von Dochtwirkung oder unkontrolliertem Fluß des geschmolzenen Transfermaterials für das Verlaufen des Bildes anfällig. Weil außerdem der Laserabsorber normalerweise zusammen mit dem gewünschten Färbemittel übertragen wird, kann dem endgültigen Bild die Farbwiedergabegenauigkeit fehlen, die für Andruckzwecke hoher Qualität erforderlich ist. Andere haben versucht, die Empfindlichkeit durch Hinzufügen von Weichmachern zu erhöhen (siehe z. B. US-Patent Nr. 5,401,606 (Reardon)), welches die Schmelzviskosität verringert und den Schmelzfluß erhöht; jedoch machen solche Zusatzstoffe die Filme weich, so daß sie zum Beispiel aufnahmefähig für Abdrücke und Prägung werden.

Folglich gibt es immer noch einen Bedarf für ein laserinduziertes thermisches Übertragungssystem, das ein Halbtonbild in der Form von diskreten Pünktchen mit wohldefinierten, allgemein kontinuierlichen Kanten bereitstellt, die bezüglich der Dichte oder Kantenschärfe relativ scharf (d. h. nicht ausgelaufen) sind.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt ein laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem bereit, umfassend:

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist;

ein dispergierbares Material; und

ein Rezeptorelement, umfassend eine texturierte Oberfläche.

Es wird auch ein laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem bereitgestellt, umfassend:

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen Tetraarylpolymethin-Farbstoff der folgenden Formel:

wobei jedes Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind,

und wenigstens einer der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten hat, und X ein Anion ist;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein Pigment; und

ein Rezeptorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem eine Empfangsschicht aufgetragen ist, wobei die Empfangsschicht

ein Bleichmittel für den Tetraarylpolymethin-Farbstoff;

ein Bindemittel; und

Partikelmaterial umfaßt.

Ein anderer Gesichtspunkt der Erfindung ist ein Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung gemäß digital gespeicherter Bildinformation moduliert wird, wodurch Bereiche des Transfermaterials vom Donorelement auf das Rezeptorelement übertragen werden; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt.

Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ist ein Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung auf eine Stelle einer Fläche A um² auf der Ebene des Transfermaterials fokussiert und gemäß digital gespeicherter Halbtonbildinformation moduliert wird, wodurch verursacht wird, daß exponierte Bereiche der Färbemittelschicht erweichen oder schmelzen und vorzugsweise am Rezeptorelement haften; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt;

wobei das Rezeptorelement ein Substrat mit einer texturierten Empfangsschichtoberfläche umfaßt, umfassend eine Mehrzahl von Vorsprüngen, die mit einem mittleren Abstand von höchstens etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche der Empfangsschicht vorstehen, wobei es durchschnittlich wenigstens 1 Vorsprungsfläche von A um² gibt.

Ein Donorelement wird auch bereitgestellt, wobei das Donorelement ein Substrat umfaßt, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit einem Kern der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material.

Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Das erfindungsgemäße System schließt ein laserinduziertes thermisches Halbtonbilderzeugungssystem zum Herstellen von Halbtonfarbabdrücken ein. Ganz besonders schließt das erfindungsgemäße System die Stoffübertragung eines Farbhalbtonbildes von einem Donorelement (hier auch als der "Donor" bezeichnet) auf ein Rezeptorelement (hier auch als der "Rezeptor" bezeichnet) unter dem Einfluß der durch einen Laser zugeführten Energie ein. Die Verwendung eines Lasers steht im Gegensatz zu Systemen, die Thermodruckköpfe verwenden, um die zum Übertragen eines Bildes erforderliche Energie zuzuführen, welche typischerweise als "thermische Übertragungssysteme" bezeichnet werden. Das erfindungsgemäße Stoffübertragungssystem steht auch im Gegensatz zu Farbstoffübertragungssystemen, die die Erzeugung von Stufenloston- (d. h. Konton-) Bildern einschließen. Das erfindungsgemäße Stoffübertragungssystem stellt eine Lösung des Problems der sauberen Übertragung von Farbstoff, Bindemittel und anderen Zusatzstoffen in einem laserinduzierten System bereit.

Das erfindungsgemäße System schließt die Stoffübertragung eines Halbtonbildes in der Form von diskreten Pünktchen eines Films von Bindemittel, Farbstoff und Zusatzstoffen vom Donor auf den Rezeptor ein. Die Pünktchen werden von einem geschmolzenen oder erweichten Film erzeugt und haben wohldefinierte, allgemein kontinuierliche Kanten, die bezüglich der Dichte oder Kantenschärfe (d. h. nicht ausgelaufen) relativ scharf sind. Mit anderen Worten, die Pünktchen werden mit relativ einheitlicher Dicke auf ihrer Fläche erzeugt. Dies steht im Gegensatz zu diskreten Pünktchen, die als Folge von thermischer oder Laserfarbstoffübertragung eines molekularen Farbstoffs (welches Übertragung des Färbemittels ohne Bindemittel entweder durch Diffusion oder Sublimation einschließt) oder als Folge von Laserablationsstoffübertragung von Fragmenten von Material (welches wenigstens teilweise Zersetzung und/oder Verflüchtigung des Bindemittels oder anderer Zusatzstoffe in oder unter dem Transfermaterial einschließt, um Triebkräfte zu erzeugen, die das Färbemittel zum Rezeptor hintreiben) erzeugt werden. Weder Laserablationsstoffübertragung noch Farbstoffübertragung erzeugen wohldefinierte Pünktchen mit relativ einheitlicher Dicke. Solche allgemein kontinuierlichen und relativ scharfen Kanten, die durch das erfindungsgemäße System erzeugt werden, sind wichtig zur Erzeugung von regulierter, reproduzierbarer Pünktchenzunahme (d. h. Veränderungen in der Halbtonpunktgröße) und deshalb regulierten, reproduzierbaren Farben. Außerdem schließt das erfindungsgemäße System Komponenten, wie latente Vernetzungsmittel und Bleichmittel, ein, die eine regulierbarere Pünktchengröße und reproduzierbarere und und genauere Farben bereitstellen, wie nachstehend ausführlicher beschrieben.

Folglich stellt die vorliegende Erfindung ein System bereit, in welchem durch Schmelzübertragung hervorragende Bildqualität bereitgestellt wird, in welcher sich die Färbemittelschicht im wesentlichen in der Form eines kohärenten Films überträgt und anscheinend keinen Zustand hoher Fluidität während des Übertragungsvorgangs erreicht. Tatsächlich wird dieser Übertragungsmechanismus, der hierin als laserinduzierte Filmübertragung bezeichnet wird, durch die Aufnahme in die Übertragungsschicht von Komponenten gefördert, die wenigstens ein teilweises Härten dieser Schicht während des Übertragungsvorgangs bewirken. Obwohl andere Systeme Vernetzung einer Färbemittelschicht nach dem Übertragen auf einen Rezeptor einschließen, um Rückübertragung während der Übertragung der nächsten Färbemittelschicht zu verhindern, wie im US-Patent Nr. 5,395,729 (Reardon) und den EP-Veröffentlichungen Nr. 160 395 (ICI) und 160 396 (ICI), ist die Fähigkeit, Härten als eine direkte Folge von Laserübertragung zu bewirken, und folglich ein dauerhaft übertragenes Bild zu erzeugen, das nicht zur Rückübertragung neigt, eine bedeutende Verbesserung.

Erfindungsgemäß kann das Bild auf einem Endrezeptor entweder durch "direkte" oder "indirekte" Bilderzeugung erzeugt werden. Während der direkten Bilderzeugung des Systems wird das Bild von einer einfarbigen, auf einem Donor aufgetragenen Materialschicht auf einen Endrezeptor übertragen. Der farbige Donor wird in engen Kontakt mit dem Endrezeptor gebracht und bildweise einem Laser ausgesetzt. In den Flächen, auf welche der Laserstrahl auf den Donor fällt, wird die einfarbige Schicht vom Donor auf den Rezeptor übertragen. Wenn der Donor nachfolgend entfernt wird, bleiben die bebilderten Flächen auf dem Rezeptor und die nichtbebilderten Flächen bleiben auf dem Donor. Mehrfarbige Bilder werden durch Wiederholen dieses Verfahrens mit unterschiedlich gefärbten Donoren in Deckung mit dem Endrezeptor erzeugt.

Während der indirekten Bilderzeugung des erfindungsgemäßen Systems wird das Bild von einer einfarbigen, auf einem Donor aufgetragenen Materialschicht auf einen Zwischenrezeptor übertragen, auf welchem eine abziehbare Materialschicht aufgetragen ist. Ein Negativbild wird auf dem Zwischenrezeptor mittels laserinduzierter Übertragung farbigen Materials vom Donor auf den Zwischenrezeptor erzeugt, welche in engem Kontakt sind, wie vorstehend für die direkte Übertragung beschrieben. Mehrfarbige Bilder werden durch Wiederholen dieses Verfahrens mit unterschiedlich gefärbten Donoren in Deckung mit dem Zwischenrezeptor erzeugt. Wenn alle gewünschten farbigen Bilder auf den Zwischenrezeptor übertragen worden sind, wird das mehrfarbige Bild dann zusammen mit den verbundenen, abziehbaren Schichten vom Zwischenrezeptor auf einen Endrezeptor übertragen.

Bezeichnenderweise ist das erfindungsgemäße System als Folge der Kombinationen der verschiedenen Komponenten des erfindungsgemäßen, laserinduzierten thermischen Bilderzeugungssystems und der Wechselwirkungen zwischen bestimmten Komponenten zur Erzeugung von Halbtonfarbabdrücken hoher Auflösung geeignet. Vorzugsweise beträgt die Auflösung des sich aus dem erfindungsgemäßen Systems ergebenden übertragenen Bildes wenigstens etwa 300 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll), stärker bevorzugt wenigstens etwa 1000 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll), am meisten bevorzugt wenigstens etwa 3000 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll), und noch höhere Auflösung ist möglich, wenn nicht durch die Ausrüstung begrenzt. Folglich ist das erfindungsgemäße System zur Erzeugung von Halbtonfarbabdrücken in Vertragsqualität geeignet.

Auch ist das erfindungsgemäße System als Folge der Kombinationen der verschiedenen Komponenten des erfindungsgemäßen, laserinduzierten thermischen Bilderzeugungssystems und der Wechselwirkungen zwischen bestimmten Komponenten zur Erzeugung von Bildern hoher Qualität bei relativ geringen Laserteilchenflüssen (d. h. pro Zeiteinheit zugeführter Energie) geeignet, was erhöhte Empfindlichkeit zur Folge hat. Vorzugsweise beträgt die Empfindlichkeit (d. h. der für die Übertragung erforderliche geringste Laserteilchenfluß) des erfindungsgemäßen Systems höchstens etwa 0,5 Joule/cm², stärker bevorzugt höchstens etwa 0,3 Joule/cm², am meisten bevorzugt höchstens etwa 0,25 Joule/cm². Dies ist bedeutsam, weil höhere Laserteilchenflüsse (z. B. größer als 0,75 Joule/cm²) als Folge wärmeabsorbierender Übertragung auch mit einem zersetzungsfähigen Bindemittel verminderte Bildqualität erzeugen kann.

Außerdem ist das erfindungsgemäße System als Folge der Kombinationen der verschiedenen Komponenten des erfindungsgemäßen, laserinduzierten thermischen Bilderzeugungssystems und der Wechselwirkungen zwischen bestimmten Komponenten zur Erzeugung von Bildern hoher Qualität bei relativ hohen Durchsatzgeschwindigkeiten geeignet. Zum Beispiel kann ein Vierfarbandruck unter Verwendung des erfindungsgemäßen Systems in etwa 20 Minuten angefertigt werden.

Donorelement

Das erfindungsgemäße Donorelement (d. h. der Donor) schließt typischerweise ein Substrat ein, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, welches in einer oder mehreren Schichten, vorzugsweise in einer Schicht sein kann, enthaltend ein Hydroxyl-Bindemittel, einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff, einen bleichbaren, infrarot-absorbierenden Farbstoff, ein latentes Vernetzungsmittel (d. h. ein latentes Härtungsmittel) und ein dispergierbares Material (z. B. ein Pigment), von denen alle nachstehend ausführlich beschrieben werden. Andere Komponenten, die fakultativ sind, obwohl sie bevorzugt werden, schließen ein Dispergens und Beschichtungshilfsmittel, wie ein Fluorkohlenstoff als oberflächenaktives Mittel, ein.

Substrat

Geeignete Substrate für den Donor schließen zum Beispiel Kunststoffblätter und - folien, wie Polyethylenterephthalat, Fluorenpolyesterpolymere, Polyethylen, Polypropylen, Acrylharzderivate, Polyvinylchlorid und Copolymere davon und hydrolysiertes und nicht- hydrolysiertes Celluloseacetat, ein. Das Substrat muß ausreichend transparent für die vom Laser oder der Laserdiode emittierte bilderzeugende Strahlung sein, um thermische Übertragung des entsprechenden Bildes auf eine Rezeptorlage zu bewirken. Ein bevorzugtes Substrat für den Donor ist eine Polyethylenterephthalatlage. Typischerweise ist die Polyethylenterephthalatlage etwa 20 um bis etwa 200 um dick. Gegebenenfalls kann das Substrat oberflächenbehandelt sein, um seine Benetzbarkeit und Adhäsion zu nachfolgend aufgetragenen Beschichtungen abzuändern. Solche Oberflächenbehandlungen schließen Koronaentladungsbehandlung und die Auftragung von Unterschichten oder Trennschichten ein.

Das Donorelement kann eine mikrostrukturierte Oberfläche auf der Laser zugewandten Oberfläche (d. h. Rückseite) einschließen, um die Erzeugung optischer Interferenzmuster zu verringern, obwohl dies kein merkliches Problem mit dem erfindungsgemäßen System gewesen ist. Die mikrostrukturierte Oberfläche kann aus einer Mehrzahl von zufällig angeordneten diskreten Vorsprüngen verschiedener Höhen und Formen bestehen. Mikrostrukturierte Oberflächen können durch die in den US-Patenten Nr. 4,340,276 (Maffitt), 4,190,321 (Dorer) und 4,252,843 (Dorer) beschriebenen Verfahren hergestellt werden.

Bindemittel

Das Bindemittel im Transfermaterial umfaßt ein vernetzbares Bindemittel, welches ein Hydroxylharz (d. h. ein Harz mit einer Mehrzahl von Hydroxylgruppen) ist. Vorzugsweise sind 100% des Bindemittels ein Hydroxylharz. Vor dem Daraufrichten des Lasers sollte das Transfermaterial idealerweise in der Form einer glatten, klebefreien Beschichtung mit ausreichender Kohäsionsfestigkeit und Haltbarkeit sein, um Beschädigung durch Abrieb, Abschälen, Abblättern, Abstauben, usw. während normaler Handhabung und Lagerung zu widerstehen. Wenn das hydroxyfunktionelle Harz die einzige oder Hauptkomponente des Bindemittels ist, dann sollten seine physikalischen und chemischen Eigenschaften mit den vorstehenden Erfordernissen verträglich sein. Folglich werden filmbildende Polymere mit Gläsübergangstemperaturen höher als Umgebungstemperatur bevorzugt. Die Polymere sollten zum Lösen oder Dispergieren der anderen Komponenten des Transfermaterials geeignet sein und sollten selber in den typischen Beschichtungslösungsmitteln, wie niederen Alkoholen, Ketonen, Ethern, Kohlenwasserstoffen, Halogenalkanen und dergleichen, löslich sein.

Die Hydroxylgruppen können alkoholische Reste oder phenolische Reste (oder beides) sein, aber alkoholische Reste werden bevorzugt. Die erforderlichen Hydroxylgruppen können in ein polymeres Harz durch Polymerisation oder Copolymerisation von hydroxyfunktionellen Monomeren, wie Allylalkohol und Hydroxyalkylacrylaten oder Methacrylaten, oder durch chemische Umsetzung von vorgeformten Polymeren, z. B. durch Hydrolyse von Polymeren und Copolymeren von Vinylestern, wie Vinylacetat, eingebaut werden. Polymere mit einem hohen Grad an Hydroxyfunktionalität, wie Poly(vinylalkohol), Cellulose, usw., sind im Prinzip für die Verwendung in der Erfindung geeignet, aber bei der Ausübung sind ihre Löslichkeit und anderen physikalisch-chemischen Eigenschaften für die meisten Anwendungen weniger als ideal. Derivate solcher Polymere, die durch Veresterung, Veretherung oder Acetalisierung der Masse der Hydroxylgruppen erhalten werden, zeigen allgemein verbesserte Löslichkeit und filmbildende Eigenschaften, und unter der Voraussetzung, daß wenigstens ein geringer Anteil der Hydroxylgruppen nichtumgesetzt bleibt, sind sie für die Verwendung in der Erfindung geeignet. Tatsächlich gehört das bevorzugte hydroxyfunktionelle Harz für die Verwendung in der Erfindung zu dieser Klasse und ist das durch Umsetzung von Poly(vinylalkohol) mit Butyraldehyd erzeugte Produkt.

Handelsüblichen Qualitäten dieses Materials verbleiben typischerweise wenigstens 5% der Hydroxylgruppen nichtumgesetzt (d. h. frei) und kombinieren Löslichkeit in herkömmlichen organischen Lösungsmitteln mit hervorragenden filmbildenden und Pigment dispergierenden Eigenschaften.

Vorzugsweise ist das Hydroxyl-Bindemittel ein Polyvinylbutyralbindemittel, erhältlich unter der Handelsbezeichnung BUTVAR B-76 von Monsanto, St. Louis, MO. Dieses besondere Bindemittel hat einen Erweichungsbereich von etwa 140ºC bis etwa 200ºC. Andere Hydroxyl-Bindemittel von der BUTVAR-Reihe von Polymeren können an Stelle des BUTVAR B-76 verwendet werden. Diese schließen zum Beispiel andere Polyvinylbutyralbindemittel ein, erhältlich unter den Handelsbezeichnungen BUTVAR B-79 von Monsanto und MOWITAL B30T von Hoechst Celanese, Chatham, NJ. Die verschiedenen Produkte variieren typischerweise bezüglich der Menge an freien Hydroxylresten. Zum Beispiel schließt BUTVAR B-76 Polyvinylbutyral weniger als etwa 15 Mol-% freie Hydroxylgruppen ein, wohingegen MOWITAL B30T Polyvinylbutyral etwa 30% freie Hydroxylgruppen einschließt. Obwohl solche Polyvinylbutyralbindemittel nicht typischerweise in Vernetzungsreaktionen verwendet werden, wird angenommen, daß im erfindungsgemäßen System das BUTVAR B-76 Polyvinylbutyral mit dem nachstehend beschriebenen latenten Vernetzungsmittel vernetzt.

In einer anderen Ausführungsform kann eine Mischung von einem oder mehreren nichtvernetzbaren Harzen mit einem oder mehreren vernetzbaren hydroxyfunktionellen Harzen verwendet werden. Das nichtvernetzbare Harz stellt typischerweise die erforderlichen filmbildende Eigenschaften bereit, welche die Verwendung von Polyolen niederen Molekulargewichts ermöglichen können, aber das ist nicht bevorzugt. Solche Harze sollten mit dem erfindungsgemäßen Laseradreßsystem verträglich sein, so daß sie die Farberzeugung nicht beeinträchtigen. Das heißt, sie sollten nichtreaktiv sein, wenn sie den während der Bilderzeugung des erfindungsgemäßen Laseradreßsystems verwendeten Bedingungen ausgesetzt sind. Geeignete solcher Harze schließen zum Beispiel Polyester, Polyamide, Polycarbamate, Polyolefine, Polystyrole, Polyether, Polyvinylether, Polyvinylester, Polyacrylate, Polymethacrylate, und dergleichen ein. Einige Beispiele geeigneter nichtvernetzbarer Harze, die mit dem vorstehend beschriebenen vernetzbaren Harz im Transfermaterial kombiniert werden können, schließen zum Beispiel Polymethylmethacrylatharze, wie das unter der Handelsbezeichnung ELVACITE von DuPont, Wilmington, DE erhältliche Harz. Entweder vernetzbare oder nichtvernetzbare Harze, die sich unter Laseradreßbilderzeugungsbedingungen zersetzen, sind weniger wünschenswert, obwohl sie nicht gänzlich unbrauchbar sind. Zum Beispiel sind Polymere und Copolymere von Vinylchlorid weniger wünschenswert, weil sie sich unter Freisetzen von Chlor zersetzen können, welches zu Entfärbung und Problemen mit genauer Farbübereinstimmung führt.

Das gesamte Bindemittel ist in einer Menge von etwa 25 Gew.-% bis etwa 75 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von etwa 35 Gew.-% bis etwa 65 Gew.-% vorhanden, bezogen auf das Trockenbeschichtungsgewicht des Transfermaterials. Vorzugsweise beträgt das Hydroxyequivalentgewicht des gesamten Bindemittels wenigstens etwa 1000 Gramm/Mol.

Fluorkohlenstoffzusatzstoff

Das Transfermaterial schließt auch einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff zum Steigern der Übertragung eines geschmolzenen oder erweichten Films und Erzeugen von Halbtonpunkten (d. h. Bildpunkten) mit wohldefinierten, allgemein kontinuierlichen und relativ scharfen Kanten ein. Unter den gegenwärtig zum Erzeugen und Bilderzeugen des erfindungsgemäßen Systems verwendeten Bedingungen wird angenommen, daß der Fluorkohlenstoffzusatzstoff zum Verringern der Kohäsionskräfte innerhalb des Transfermaterials an der Grenzfläche zwischen den laserexponierten erhitzten Bereichen und den nichtexponierten Bereichen dient und deshalb sauberes "Abscheren" der Schicht in der Richtung senkrecht zu seiner Hauptoberfläche fördert. Dies stellt verbesserte Integrität der Pünktchen mit schärferen Kanten bereit, weil es dort weniger Tendenz zum "Zerreißen" oder zu anderer Verzerrung gibt, wenn sich die übertragenen Bildpunkte vom Rest der Donorschicht abtrennen. Folglich erzeugt das erfindungsgemäße System, anders als Farbstoffübertragungssysteme, in welchen nur die Färbemittel übertragen werden, und anders als Ablationsübertragungssysteme, in welchen typischerweise Gase erzeugt werden, die das Färbemittel zum Rezeptor hintreiben, Bilder durch Übertragung des Bindemittels, Pigments und anderer Zusatzstoffe in einem geschmolzenen oder erweichten Zustand als Folge einer Veränderung der Kohäsionskräfte. Die Veränderung der Kohäsionskräfte fördert die Begrenzung der Domäne des übertragenen Materials, wobei folglich mehr Regulierung der Pünktchengröße bereitgestellt wird.

Wie im Hintergrund dargelegt, ist eine Wirkung der Triebkräfte in einem wärmeabsorbierenden System, wie auch immer sie erzeugt werden, eine Tendenz des Färbemittels zu "streuen", wobei schlechterdefinierte, aus Fragmenten gebildete Pünktchen erzeugt werden. Im Gegensatz dazu erzeugt das erfindungsgemäße System Pünktchen, die aus einem geschmolzenen oder erweichten Materialfilm (z. B. Bindemittel, Pigment und Zusatzstoffe) erzeugt und als solcher übertragen werden. Es wird angenommen, daß der Fluorkohlenstoffzusatzstoff zusammen mit dem Vernetzungsmittel (nachstehend ausführlicher diskutiert) den regulierbaren Fluß des Materials vom Transfermaterial in einen geschmolzenen oder erweichten Zustand fördert. Dieser Mechanismus gleicht dem, der in herkömmlichen thermisch induzierten Wachsübertragungssytemen stattfindet; jedoch saugt das geschmolzene oder erweichte Material des Transfermaterials im erfindungsgemäßen System nicht unregulierbar hinüber zum Rezeptor und verläuft auf der Oberfläche des Rezeptors. Das erfindungsgemäße System schließt eher einen regulierteren Mechanismus ein, in welchem das Material schmilzt oder erweicht und sich überträgt. Dieser regulierte Mechanismus hat verringerte Pünktchenzunahme und hohe Auflösung relativ zu thermisch induzierten Wachsübertragungssytemen zur Folge.

Eine breite Vielfalt von Verbindungen kann als der Fluorkohlenstoffzusatzstoff verwendet werden, wenn sie unter normalen Beschichtungs- und Trocknungsbedingungen im wesentlichen nichtflüchtig und mit dem/den Bindemittelmaterial/ien merklich mischbar sind. Folglich sind hoch unlösliche Fluorkohlenstoffharze, wie Polytetrafluorethylen und Polyvinylidenfluorid, ungeeignet, ebenso wie Gase und niedrig siedende Flüssigkeiten, wie Perfluoralkane. Mit den vorstehenden Ausnahmen können sowohl polymere als auch Materialien niederen Molekulargewichts verwendet werden, obwohl die letzteren bevorzugt sind. Vorzugsweise wird der Fluorkohlenstoffzusatzstoff aus Verbindungen, die einen fluoraliphatischen Rest umfassen, der an einen polaren Rest oder eine polare Einheit gebunden ist, und Fluorpolymeren mit einem Molekulargewicht von wenigstens etwa 750 ausgewählt, und die ein nichtfluoriertes polymeres Rückgrad mit einer Mehrzahl von daran hängenden fluoraliphatischen Resten umfassen, deren aliphatische Reste das höhere von folgendem umfassen: (a) ein Minimum von drei C-F-Bindungen, oder (b) in welchen 25% der C-H-Bindungen durch C-F-Bindungen ersetzt worden sind, so daß die Fluorchemikalie wenigstens 15 Gew.-% Fluor umfaßt.

Geeignete Fluorkohlenstoffzusatzstoffe sind in der EP-Veröffentlichung Nr. 0 602 893 (3M Company) und den darin zitierten Bezügen offenbart. Ein bevorzugter Fluorkohlenstoffzusatzstoff ist eine Sulfonamidverbindung (C&sub8;F&sub1;&sub7;)SO&sub2;NH(CH&sub2;CH&sub3;) (N- Ethylperfluoroctansulfonamid), welche 70% gerade Ketten und 30% verzweigte Ketten beinhaltet. Der Fluorkohlenstoffzusatzstoff wird typischerweise in einer Menge von etwa 1 Gew.-% bis etwa 10 Gew.-% verwendet, bezogen auf das Trockenbeschichtungsgewicht des Transfermaterials. Vorzugsweise beträgt das Gewichtsverhältnis von Fluorkohlenstoff zu dispergierbarem Material (z. B. Pigment) wenigstens etwa 1 : 10 und stärker bevorzugt wenigstens etwa 1 : 5.

Infrarot-absorbierender Farbstoff

Der im erfindungsgemäßen System verwendete infrarot-absorbierende Farbstoff (auch als ein "photothermischer Wandlerfarbstoff" bezeichnet) ist ein Licht-zu-Hitze-Wandler. Es ist ein kationischer Farbstoff. Kationische Farbstoffe erzeugen transparente Folien, wenn sie in Verbindung mit dem Bindemittelharz und anderen Komponenten des hierin beschriebenen Transfermaterials sind. Im Gegensatz dazu erzeugen neutrale Farbstoffe, wie Squarylium- und Corconiumfarbstoffe, Dispersionsaggregate, die Beschichtungen mit sichtbar zusammengeklumpten Pigmenten zur Folge haben. Auch anionische Farbstoffe, wie Cyaninfarbstoffe, sind mit dem erfindungsgemäßen Transfermaterial unverträglich und haben Ausflocken der Pigmentdispersion zur Folge.

Der infrarot-absorbierende Farbstoff ist vorzugsweise ein bleichbarer Farbstoff, was bedeutet, daß es ein Farbstoff ist, der geeignet ist, gebleicht zu werden. Bleichen des Farbstoffs bedeutet, daß es eine wirksame Verringerung von Absorptionsbanden gibt, die sichtbare Färbung des infrarot-absorbierenden Farbstoffs verursachen. Bleichen des infrarotabsorbierenden Farbstoffs kann zum Beispiel durch Zerstören seiner sichtbaren Absorptionsbanden oder durch Verschieben dieser zu Wellenlängen erreicht werden, die die sichtbare Färbung nicht verursachen.

Für die Verwendung im erfindungsgemäßen Transfermaterial geeignete kationische Farbstoffe sind aus Tetraarylpolymethin- (TAPM) Farbstoffen, Aminkationradikalfarbstoffen und Gemischen davon ausgewählt. Vorzugsweise sind die Farbstoffe die Tetraarylpolymethin- (TAPM) Farbstoffe. Es wurde gefunden, daß Farbstoffe dieser Klassen typischerweise stabil sind, wenn sie mit anderen Bestandteilen (d. h., daß sie mit dem Bindemittelharz und anderen Komponenten des Transfermaterials verträglich sind) formuliert werden, und daß sie bei Verwendung von herkömmlich erhältlichen Laserquellen im richtigen Wellenlängenbereich absorbieren. Außerdem wird angenommen, daß Farbstoffe dieser Klassen mit dem nachstehend beschriebenen latenten Vernetzungsmittel reagieren, wenn sie durch Laserstrahlung photoangeregt werden. Diese Umsetzung trägt nicht nur zum Bleichen des infrarot-absorbierenden Farbstoffs bei, sondern führt auch zum Vernetzen des Bindemittels, wie nachstehend ausführlicher beschrieben. Noch eine andere brauchbare Eigenschaft, die von vielen dieser Farbstoffe gezeigt wird, ist die Fähigkeit, sich thermischem Bleichen durch nucleophile Verbindungen und Reduktionsmittel zu unterziehen, die in der Rezeptorschicht eingebaut sein können, wie es auch nachstehend ausführlicher beschrieben ist.

TAPM-Farbstoffe umfassen eine Polymethinkette mit einer ungeraden Anzahl Kohlenstoffatome (5 oder mehr), wobei jedes terminale Kohlenstoffatom der Kette mit zwei Arylsubstituenten verbunden ist. Diese absorbieren allgemein im 700 nm bis 900 nm Bereich, was sie für Diodenlaseradressierung geeignet macht. Es gibt mehrere Bezüge in der Literatur zu ihrer Verwendung als Absorber in thermischen Laseradreßübertragungsmedien, z. B. in den JP-Veröffentlichungen Nr. 63-319191 (Shonia Denko) und 63-319192 (Shonia Denko), US- Patent Nr. 4,950,639 (DeBoer) und EP-Veröffentlichungen Nr. 0 602 893 (3M Company) und 0 675 003 (3M Company). Wenn diese Farbstoffe zusammen mit Pigment übertragen werden, wird dem übertragenen Bild ein Blaustich verliehen, weil die TAPM-Farbstoffe allgemein Absorptionspeaks haben, welche sich in den roten Bereich des Spektrums ziehen. Jedoch wird dieses Problem mittels der Bleichverfahren gelöst und wird nachstehend ausführlicher beschrieben.

Bevorzugte Farbstoffe der TAPM-Klasse haben einen Kern der Formel (I):

wobei Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind, und wenigstens einer (und stärker bevorzugt wenigstens zwei) der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten hat (vorzugsweise in der 4-Position) und X ein Anion ist. Vorzugsweise höchstens drei (und stärker bevorzugt höchstens 2) der Arylreste tragen einen tertiären Aminorest. Die die tertiären Aminoreste tragenden Arylreste sind vorzugsweise mit verschiedenen Enden der Polymethinkette verbunden (d. h. Ar¹ oder Ar² und Ar³ oder Ar&sup4; weisen tertiäre Aminoreste auf).

Beispiele tertiärer Aminoreste schließen Dialkylaminoreste (wie Dimethylamino, Diethylamino, usw.), Diarylaminoreste (wie Diphenylamino), Alkylarylaminoreste (wie N- Methylanilino), und heterocyclische Reste, wie Pyrrolidino, Morpholino oder Piperidino, ein. Der tertiäre Aminorest kann einen Teil eines kondensierten Ringsystems bilden, z. B. können ein oder mehrere der Ar¹ bis Ar&sup4; ein Julolidinrest sein.

Die Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, können Phenyl, Naphthyl oder andere kondensierte Ringsysteme umfassend, aber Phenylringe werden bevorzugt. Außer den vorher diskutierten tertiären Aminoresten schließen Substituenten, welche an den Ringen vorhanden sein können, Alkylreste (vorzugsweise mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen), Halogenatome (wie Cl, Br, usw.), Hydroxylgruppen, Thioetherreste und Alkoxyreste ein. Substituenten, welche dem konjugierten System Elektronendichte geben, wie Alkoxyreste, werden besonders bevorzugt. Substituenten, insbesondere Alkylreste mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen oder Arylreste mit bis zu 10 Ringatomen, können auch an der Polymethinkette vorhanden sein.

Vorzugsweise leitet sich das Anion X von einer starken Säure ab (z. B. sollte HX einen pKa von kleiner als 3, vorzugsweise von kleiner als 1 haben). Geeignete Identitäten für X schließen ClO&sub4;, BF&sub4;, CF&sub3;SO&sub3;, PF&sub6;, AsF&sub6;, SbF&sub6; und Perfluorethylcyclohexylsulfonat ein.

Besonders bevorzugte kationische Polymethin-Farbstoffe, die durch Umsetzen mit verschiedenen Bleichungsmitteln gebleicht werden können, haben die folgenden Strukturen:

Die TAPM-Farbstoffe der Formel (I) können mit bekannten Verfahren synthetisiert werden, z. B. durch Umsetzung der geeigneten Benzophenone zu den entsprechenden 1,1- Diarylethylenen (durch die Wittig-Reaktion zum Beispiel), gefolgt von der Umsetzung mit einem Trialkylorthoester in Gegenwart der starken Säure HX.

Geeignete kationische infrarot-absorbierende Farbstoffe, obwohl sie weniger bevorzugt werden als die TAPM-Farbstoffe, weil die TAPM-Farbstoffe leichter gebleicht werden, schließen die Klasse der Aminkationradikalfarbstoffe (auch als Immoniumfarbstoffe bekannt) ein, offenbart zum Beispiel in PCT-Veröffentlichung WO 90/12342 (Kodak), der JP- Veröffentlichung Nr. 51-88016 (Canon) und (ausführlicher) in der Europäischen Patentanmeldung Nr. EP-A-0 739 748 (3M Company). Diese Klasse schließt die Diamindikationradikalfarbstoffe ein (in welchen der Chromophor eine zweifach positive Ladung trägt), durch Materialien, wie CYASORB 1R165, welches im Handel von Glendale Protective Technologies Inc., Lakeland, FL erhältlich ist, veranschaulicht. Solche Farbstoffe haben einen Kern der folgenden allgemeinen Formel (II):

in welcher Ar¹ - Ar&sup4; und X die vorstehend angegebene Bedeutung haben. Farbstoffe dieser Klasse absorbieren typischerweise über einen breiten Bereich von Wellenlängen im nahen Infrarot, was sie für die Adressierung durch YAG-Laser ebenso wie für Diodenlaser geeignet macht. Obwohl diese Farbstoffe Absorptionspeaks bei relativ langen Wellenlängen zeigen (ungefähr 1050 nm, geeignet für YAG-Laseradressierung), ist das Absorptionsband breit und zieht sich in den roten Bereich hinein, welches dem übertragenen Bild einen Blaustich verleiht. Wie vorstehend diskutiert, wird dieses Problem mittels eines nachstehend ausführlicher beschriebenen Bleichverfahrens gelöst.

Der bleichbare infrarot-absorbierende Farbstoff ist vorzugsweise in einer ausreichenden Menge vorhanden, um bei der einwirkenden Wellenlänge eine optische Transmissionsdichte von wenigstens etwa 0,5, stärker bevorzugt von wenigstens etwa 0,75, und am meisten bevorzugt von wenigstens etwa 1,0, bereitzustellen. Typischerweise wird dies mit etwa 3 Gew.-% bis etwa 20 Gew.-% infrarot-absorbierenden Farbstoff erreicht, bezogen auf das Trockenbeschichtungsgewicht des Transfermaterials.

Latentes Vernetzungsmittel

Das latente Vernetzungsmittel (d. h. das latente Härtungsmittel) ist eine Verbindung mit einem Kern der Formel (III):

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist und jedes R² und R³ ein organischer Rest ist und R&sup4; ein Arylrest ist. Jedes R¹, R² und R³ kann ein polymerer Rest sein. Das heißt, diese können eine Stelle sein, durch welche Verbindungen mit dem Kern der Formel (III) Polymere bilden, solange die Carbonylreste für Wechselwirkung mit dem Hydroxyl-Bindemittel verfügbar sind. Vorzugsweise ist R¹ aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt (stärker bevorzugt ist R¹ aus einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt), ist jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest und ist R&sup4; ein Arylrest.

Dieses latente Vernetzungsmittel wird im Transfermaterial vorzugsweise in einer Menge von bis zu etwa 30 Gew.-% verwendet, bezogen auf das Trockenbeschichtungsgewicht des Transfermaterials, obwohl es im Rezeptorelement zusätzlich zum Verwendetwerden im Donorelement verwendet werden kann. Wie hierin verwendet, ist ein latentes Vernetzungsmittel eines, das typischerweise nur im System unter Bedingungen der Laseradressierung reaktiv ist.

Es wird angenommen, daß das Vernetzungsmittel zum Bereitstellen von Kohäsion innerhalb des übertragenen Bildpunktes wichtig ist. Dies ergänzt die Wirkung des Fluorkohlenstoffzusatzstoffs und hat Übertragung der Bildpunkte als einen kohärenten Film zur Folge, welcher Pünktchen regulierter Größe mit scharfen zu formenden Kanten ermöglicht, was zu Bildern hoher Qualität mit reproduzierbaren Farben führt. Es wird auch angenommen, daß es zum Verhindern der Rückübertragung von Pigment zurück auf den Donor, ebenso wie der Rückübertragung von Pigment auf den Donor in einem nachfolgenden Bilderzeugungsschritt wichtig ist.

Es wird angenommen, daß während der Laserbilderzeugung dieses Vernetzungsmittel mit dem photoangeregten infrarot-absorbierenden Farbstoff reagiert, um die entsprechende Pyridiniumverbindung zu erzeugen, welche zum Verbinden mit den Hydroxyl-Bindemitteln, wie BUTVAR B-76, aktiviert wird. Folglich findet das Vernetzen während der Laserbilderzeugung statt. Obwohl die Erfindung nicht auf irgendeinen besonderen Härtungsmechanismus beschränkt werden sollte, wird angenommen, daß die Verbindungen der Formel (III) während der Laserbestrahlung des Transfermaterials oxidiert werden und die entsprechenden Pyridiniumsalze erzeugen, welche eine mit dem Pyridinring verbundene positive Ladung haben. Die Gegenwart dieser positiven Ladung aktiviert die Esterseitenketten für Umesterungsreaktionen mit dem hydroxyfunktionellen Harz, was zum Vernetzen und Härten des Harzes führt. Dieser Mechanismus kann wie folgt zusammengefaßt werden:

Beweis für diesen vorgeschlagenen Mechanismus kommt von der Tatsache, daß das Übertragungsmedium bei Abwesenheit von Laserstrahlung geringe oder keine Neigung zur thermischen Härtung zeigt und daß die Verbindungen der Formel (III), in welcher R¹ H ist (welche zu neutralen Pyridinderivaten oxidiert werden können), als Härtungsmittel weniger aktiv als entsprechende N-Alkyl- und N-Arylderivate zu sein scheinen.

Die Vernetzungswirkung während der Laserbilderzeugung hat einen übertragenen Punkt hoher Qualität zur Folge, der auf einem Film mit wohldefinierten, allgemein kontinuierlichen und relativ scharfen Kanten erzeugt wird. Sie verhindert auch die Rückübertragung von Färbemittel auf den Donor, ebenso wie die Rückübertragung von Färbemittel auf den Donor in einem nachfolgenden Bilderzeugungsschritt. Dies vereinfacht das Bilderzeugungsverfahren, ebenso wie das Liefern regulierbarerer Filmübertragung sehr. Diese Wirkungen können durch nachfolgendes Erhitzen gesteigert werden, um eine höhere Vernetzungsdichte zu fördern.

In Formel (III) ist R¹ vorzugsweise irgendein Rest, der mit der Erzeugung eines stabilen Pyridiniumkations verträglich ist, welches im wesentlichen jeden Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest einschließt, aber aus Gründen der Kosten und des Vorteils werden niedere Alkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen (wie Methyl, Ethyl, Propyl, usw.) oder einfache Arylreste (wie Phenyl, Tolyl, usw.) bevorzugt. Entsprechend kann R² im wesentlichen irgendein Alkyl- oder Arylrest sein, aber niedere Alkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen (wie Methyl, Ethyl, usw.) werden aus Gründen der Kosten und der Syntheseerleichterung bevorzugt. R³ kann auch irgendein Alkyl- oder Arylrest sein, ist aber vorzugsweise so ausgewählt, daß der entsprechende Alkohol oder das entsprechende Phenol, R³-OH, eine gute Abgangsgruppe ist, weil dies die Umesterungsreaktion fördert, von der angenommen wird, daß sie für den Härtungsmechanismus zentral ist. Folglich werden Arylreste, die einen oder mehrere elektronenanziehende Substituenten, wie Nitro, Cyano oder fluorierte Substituenten, umfassen, oder Alkylreste mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen bevorzugt. Am meisten bevorzugt ist jedes R³ ein niederer Alkylrest, wie Methyl, Ethyl, Propyl, usw., so daß R³-OH bei Temperaturen von etwa 100ºC und darüber flüchtig ist. R&sup4; kann irgendein Arylrest, wie Phenyl, Naphthyl, usw., einschließlich substituierter Derivate davon sein, ist aber am geeignesten Phenyl.

Entsprechende Verbindungen, in welchen R&sup4; H oder ein Alkylrest ist, sind nicht für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Donorelementen geeignet, weil solche Verbindungen bei Umgebungs- oder leicht erhöhten Temperaturen mit vielen der für die Verwendung in der Erfindung geeigneten infrarot-absorbierenden Farbstoffe reagieren, und folglich haben die relevanten Zusammensetzungen eine begrenzte Lagerfähigkeit. Im Gegensatz dazu sind die Verbindungen, in welchen R&sup4; ein Arylrest ist, gegenüber den relevanten Farbstoffen in ihrem Grundzustand stabil, und die relevanten Zusammensetzungen haben eine gute Lagerfähigkeit. Die entsprechenden Verbindungen, in welchen R&sup4; H oder ein Alkylrest ist, können jedoch in den Rezeptor eingebaut werden, wenn ihre thermische Bleichwirkung gegenüber dem infrarotabsorbierenden Farbstoff nützlich ist.

Weil das latente Vernetzungsmittel bedeutenderweise auch als ein Bleichmittel wirken kann, hilft es, die während der Bilderzeugung erzeugte Hitze zu regulieren. Das heißt, das latente Vernetzungsmittel hilft, den infrarot-absorbierenden Farbstoff auszubleichen, wodurch die Absorption des Farbstoffs gelöscht wird und jede Tendenz von davonlaufenden Temperaturanstiegen wird gemäßigt, welches möglicherweise Ablation der Beschichtung bewirken könnte.

Solche Dihydropyridine können mit bekannten Verfahren erzeugt werden, z. B. durch eine Anpassung der Hantsch Pyridinsynthese. Ein besonders bevorzugtes, im Transfermaterial verwendetes latentes Vernetzungsmittel ist eine von N-Phenyldihydropyridin abgeleitete Verbindung. Sie hat die folgende Struktur:

Dispergierbares Material

Das dispergierbare Material (auch als das "dispergierte" Material bezeichnet, wenn innerhalb des Transfermaterials dispergiert) ist ein Partikelmaterial, das von ausreichend kleiner Partikelgröße ist, so daß es mit oder ohne Hilfe eines Dispergenses innerhalb des Transfermaterials dispergiert werden kann. Für die Verwendung im Transfermaterial geeignete dispergierbare Materialien schließen typischerweise Färbemittel, wie Pigmente und kristalline, nichtsublimierbare Farbstoffe, ein. Das/Die Pigmente oder der/die nichtsublimierbare/n Farbstoffe im Transfermaterial sind solche, die typischerweise in der Druckindustrie verwendet werden. Folglich können die dispergierbaren Materialien von einer Vielfalt von Farben sein. In einer anderen Ausführungsform müssen sie nicht notwendigerweise Farbe hinzufügen, sondern, können einfach die Farbe verstärken (d. h. Farbverstärkungszusatzstoffe) oder sie können klar oder farblos sein und ein texturiertes Bild (d. h. texturierendes Material) bereitstellen. Folglich kann das zum Erzeugen eines Farbandrucks verwendete Transfermaterial auch farblos sein, wenn es zum Beispiel gewünscht ist, einen Fleckenlack zu stimulieren. Solche texturierenden Materialien können farblos sein, wenn ihr Brechungsindex dem des Bindemittels entspricht.

Im wesentlichen jeder Farbstoff oder jedes Pigment oder jedes Gemisch von Farbstoffen und/oder Pigmenten der gewünschten Farbe kann als ein dispergierbares Material im Transfermaterial verwendet werden. Sie sind in der Beschichtungszusammensetzung des Transfermaterials allgemein unlöslich und sind unter Bilderzeugungsbedingungen bei Atmosphärendrucken nicht sublimierbar. Sie sollten mit dem Bleichmittel sowohl unter Umgebungsbedingungen als auch während des Bilderzeugungsvorgangs im wesentlichen auch unreaktiv sein.

Dispergierbare Materialien, die die Farbe verstärken (d. h. Farbverstärkungszusatzstoffe), schließen zum Beispiel fluorenszierende, perlglänzende, schillernde und metallische Materialien ein. Materialien, wie Siliziumdioxid, polymere Kügelchen, reflektierende und nichtreflektierende Glaskügelchen oder Glimmer, können auch als das dispergierbare Material verwendet werden, um ein texturiertes Bild bereitzustellen. Solche Materialien sind typischerweise farblos, obwohl sie weiß sein oder eine Farbe haben können, die zum Beispiel die Farbe des Pigments nicht beeinträchtigt, und können als texturierende Materialien bezeichnet werden. Die Farbverstärkungszusatzstoffe oder texturierenden Materialien können entweder allein oder in Kombination mit Pigmenten oder kristallinen, nichtsublimierbaren Farbstoffen verwendet werden, um Abdrücke mit den gewünschten visuellen Effekten zu erzeugen.

Pigmente und kristalline, nichtsublimierbare polymere Farbstoffe werden bevorzugt, weil sie eine geringere Tendenz zur Wanderung zwischen den Schichten haben. Pigmente sind wegen der verfügbaren breiten Farbenvielfalt, ihrer geringeren Kosten und ihrer größeren Entsprechnung zu Druckfarben stärker bevorzugt. Pigmente in der Form von Dispersionen fester Partikel sind besonders bevorzugt. Festpartikelpigmente haben bei anhaltender Einwirkung von Sonnenlicht, Hitze, Feuchtigkeit, usw. im Vergleich zu löslichen Farbstoffen typischerweise eine viel größere Widerstandskraft gegen Bleichen oder Ausbleichen und können folglich zum Erzeugen härtbarer Bilder verwendet werden. Die Verwendung von Pigmentdispersionen in Farbandruckmaterialien ist auf dem Fachgebiet bekannt, und jedes der vorherig für diesen Zweck verwendeten Pigmente kann in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Pigmente oder Pigmentmischungen, die den Gelb-, Magenta-, Cyan- und Schwarzreferenzen entsprechen, die durch die International Prepress Proofing Association (bekannt als die SWOP Farbreferenzen) bereitgestellt werden, werden besonders bevorzugt, obwohl die Erfindung keineswegs auf diese Farben beschränkt ist. Pigmente im wesentlichen jeder Farbe können verwendet werden, einschließlich solcher, die spezielle Effekte, wie Opaleszenz, Fluoreszenz, UV-Absorption, IR-Absorption, Ferromagnetismus, usw., verleihen.

Für die Farbbilderzeugung bestimmte Übertragungsmedien enthalten vorzugsweise ausreichend dispergierbares Material, um bei der/den relevanten Betrachtungswellenlänge/n vorzugsweise eine optische Reflexionsdichte von wenigstens 0,5, vorzugsweise wenigstens 1,0 bereitzustellen. Folglich ist/sind das/die Pigmente oder der/die nichtsublimierbare/n Farbstoffe im Transfermaterial vorzugsweise in einer Menge von etwa 10 Gew.-% bis etwa 40 Gew.-% vorhanden, bezogen auf das Trockengewicht des Transfermaterials.

Pigmente werden allgemein in der Form eines Mahlguts in die Transfermaterialzusammensetzung eingebracht, die das mit einem Bindemittel dispergierte und in einem Lösungsmittel oder einem Gemisch von Lösungsmitteln suspendierte Pigment umfaßt. Das Dispersionsverfahren kann durch eine Vielfalt von auf dem Fachgebiet bekannter Verfahren, wie Zweiwalzenmahlen, Dreiwalzenmahlen, Sandmahlen, Kugelmahlen, usw., erreicht werden. Viele verschiedene Pigmente sind verfügbar und auf dem Fachgebiet bekannt. Der Pigmenttyp und die Pigmentfarbe werden so ausgewählt, daß das beschichtete Farbandruckelement einem voreingestellten Farbziel oder einer durch die Industrie festgesetzten Beschreibung entspricht.

Die Art und Menge des in der Dispersion verwendeten Bindemittels sind von dem Pigmenttyp, der Oberflächenbehandlung auf dem Pigment, dem dispergierenden Lösungsmittel und dem Mahlverfahren abhängig. Das Bindemittel ist typischerweise das vorstehend beschriebene, selbe hydroxyfunktionelle polymere Harz. Ein bevorzugtes Harz ist ein Polyvinylacetal, wie ein Polyvinylbutyral, erhältlich unter der Handelsbezeichnung BUTVAR B-76 von Monsanto, St. Louis, MO.

Fakultative Zusatzstoffe

Beschichtungshilfsmittel, Dispersionsmittel, optische Aufheller, UV- Absorptionsmittel, Füllstoffe, usw. können auch in das Pigmentmahlgut oder in die Gesamtzusammensetzung des Transfermaterials gegeben werden. Dispersionsmittel (d. h. Dispergentien) können erforderlich sein, um optimale Dispersionsqualität zu erreichen. Einige Beispiele von Dispersionsmitteln schließen zum Beispiel Polyester/Polyamin-Copolymere, Alkylarylpolyetheralkohole, Acrylharze und Benetzungsmittel ein. Das bevorzugte Dispersionsmittel im Transfermaterial ist ein Blockcopolymer mit pigment-affinen Resten, welches unter der Handelsbezeichnung DISPERBYK 161 von Byk-Chemie USA, Wallingford, CT erhältlich ist. Das Dispersionsmittel wird in der Dispersionvorzugsweise in einer Menge von etwa 1 Gew.-% bis etwa 6 Gew.-% verwendet, bezogen auf das Trockenbeschichtungsgewicht des Transfermaterials.

Oberflächenaktive Mittel können zum. Verbessern der Lösungsstabilität verwendet werden. Eine breite Vielfalt von oberflächenaktiven Mitteln kann verwendet werden. Ein bevorzugtes oberflächenaktives Mittel ist ein Fluorkohlenstoff als oberflächenaktives Mittel und wird im Transfermaterial zum Verbessern der Beschichtungsqualität verwendet. Geeignete Fluorkohlenstoffe als oberflächenaktive Mittel schließen fluorierte Polymere, wie die im US-Patent Nr. 5,380,644 (Yonkoski et al.) beschriebenen fluorierten Polymere, ein. Es wird in einer Menge von wenigstens etwa 0,05 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens etwa 0,05 Gew.-% und höchstens etwa 5 Gew.-%, und typischerweise in einer Menge von höchstens etwa 1-2 Gew.-% verwendet.

Herstellung des Donorelements

Das Transfermaterial kann als Einzelschicht oder als zwei oder mehr benachbarte Schichten aufgetragen werden. Zum Beispiel kann der infrarot-absorbierende Farbstoff als Unterschicht aufgetragen werden, wobei die übrigen Bestandteile obendrauf aufgetragen werden, aber ein Übertragungsmedium, das alle erforderlichen Komponenten in einer Einzelschicht umfaßt, wird bevorzugt.

Die relativen Verhältnisse der Komponenten des Transfermaterials können sehr variieren, abhängig von der besonderen Wahl der Bestandteile und der Art der erforderlichen Bilderzeugung. Zum Beispiel haben für Farbandruckzwecke vorgesehene Transfermaterialien typischerweise ein hohes Pigment zu Bindemittel Verhältnis und dürfen kein hohes Maß an Härtung im übertragenen Bild erfordern.

Transfermaterialzusammensetzungen für die erfindungsgemäße Verwendung werden leicht durch Lösen oder Dispergieren der verschiedenen Komponenten in einem geeigneten Lösungsmittel, typischerweise einem organischen Lösungsmittel, und Auftragen des Gemisches auf ein Substrat hergestellt. Das organische Lösungsmittel ist typischerweise in einer Menge von wenigstens etwa 80 Gew.-% vorhanden. Das Lösungsmittel ist typischerweise ein Alkohol, Keton, Ether, Kohlenwasserstoff, Halogenalkan oder Gemische davon. Geeignete Lösungsmittel schließen zum Beispiel Methanol, Ethanol, Propanol, 1- Methoxyethanol, 1-Methoxy-2-propanol, Methylethylketon, Diethylenglycolmonobutylether (butyl CARBITOL), und dergleichen, ein. Typischerweise wird ein Gemisch von Lösungsmitteln verwendet, welches die Trocknungsgeschwindigkeit regulieren hilft und die Erzeugung trüber Filme vermeidet. Ein Beispiel solch eines Gemisches ist Methylethylketon, Ethanol und 1-Methoxypropanol.

Pigmentierte Transfermaterialzusammensetzungen werden am einfachsten durch Vordispergieren des Pigments im hydroxyfunktionellen Harz in ungefähr gleichen Gewichtsmengen gemäß der in der Farbandruckindustrie verwendeten Standardverfahren hergestellt, wodurch Pigment"chips" bereitgestellt werden. Mahlen der Chips mit Lösungsmittel stellt ein Mahlgut bereit, zu welchem weiter Harz, Lösungsmittel, usw. hinzugefügt werden, wie erforderlich, um die endgültige Beschichtungsformulierung zu ergeben. Jede der Standardbeschichtungsverfahren, wie Walzbeschichten, Messerbeschichten, Gravurbeschichten, Stangenbeschichten, usw., kann verwendet werden, gefolgt von Trocknen bei leicht erhöhten Temperaturen.

Die relativen Verhältnisse der Komponenten des Transfermaterials können sehr variieren, abhängig von der besonderen Wahl der Bestandteile und der Art der erforderlichen Bilderzeugung. Für die erfindungsgemäße Verwendung bevorzugte pigmentierte Medien haben die folgende ungefähre Zusammensetzung (in welchen alle Prozentsätze Gew.-% sind):

hydroxyfunktionelles filmbildendes Harz (z. B. BUTVAR B76 35 bis 65%

latentes Vernetzungsmittel bis zu 30%

infrarotabsorbierender Farbstoff 3 bis 20%

Pigment 10 bis 40%

Pigmentdispergens (z. B. DISPERBYK 161) 1 bis 6%

fluorchemischer Zusatzstoff (z. B. ein Perfluoralkylsulfonamid) 1 bis 10%

Dünne Beschichtungen (z. B. von dünner als 3 um Trockendicke) der Transfermaterialzusammensetzung können durch Laserbestrahlung auf eine Vielfalt von Rezeptorlagen übertragen werden. Die Übertragung findet mit hoher Empfindlichkeit und Auflösung statt, und Erhitzen des übertragenen Bildes über relativ kurze Zeiträume (z. B. eine Minute oder länger) bei Temperaturen über etwa 120ºC bewirkt Härten und Aushärten und folglich ein Bild erhöhter Haltbarkeit. Obwohl in erster Linie zum Übertragen auf Papier oder ähnlichen Rezeptoren für Farbandruckzwecke bestimmt, können die hierin beschriebenen Transfermaterialzusammensetzungen in einer anderen Ausführungsform auf eine breite Vielfalt von Substraten übertragen werden.

Rezeptor

Der Rezeptor wird auf Basis der besonderen Anwendung ausgewählt. Die Rezeptoren können transparent oder opak sein. Geeignete Rezeptoren schließen beschichtetes Papier, Metalle (d. h. Stahl und Aluminium) Filme oder Platten, die aus verschiedenen filmbildenden synthetischen oder höheren Polymeren, einschließlich Additionspolymeren (z. B. Poly(vinylidenchlorid), Poly(vinylchlorid), Poly(vinylacetat), Polystyrol, Polyisobutylenpolymere und -copolymere) und linearen Kondensationspolymeren (z. B. Poly(ethylenterephthalat), Poly(hexamethylenadipat) und Poly(hexamethylenadipamid/adipat)) bestehen, ein. Der Rezeptor kann transparent oder opak sein. Nichttransparente Rezeptorlagen können diffus reflektierend oder spiegelnd reflektierend sein.

Für das erfindungsgemäße System umfaßt der Rezeptor vorzugsweise eine texturierte Oberfläche. Das heißt, der Rezeptor schließt vorzugsweise einen Träger, der eine Mehrzahl von Vorsprüngen trägt, ein. Die Vorsprünge können auf viele Art und Weisen erhalten werden. Zum Beispiel kann Partikelmaterial zum Erzeugen der Vorsprünge verwendet werden. In einer anderen Ausführungsform kann der Träger mikrounterteilt sein, wodurch die Vorsprünge erzeugt werden. Dies wird nachstehend ausführlicher diskutiert.

Zum Farbbilderzeugen ist der Rezeptor vorzugsweise Papier (einfach oder beschichtet) oder ein Kunststofffilm, der mit einer thermoplastischen Empfangsschicht beschichtet ist. Die Empfangsschicht ist typischerweise mehrere Mikrometer dick und kann ein thermoplastisches Harz umfassen, das zum Bereitstellen einer bei Umgebungstemperaturen klebefreien Oberfläche geeignet ist und welches mit dem übertragenen Material verträglich ist. Wenn eine Empfangsschicht vorhanden ist, kann es vorteilhaft ein Bleichmittel für den infrarotabsorbierenden Farbstoff enthalten, wie in der EP-Veröffentlichung Nr. EP-0 675 003 (3M Company) gelehrt. Für die Verwendung im erfindungsgemäßen System bevorzugte Bleichmittel werden nachstehend diskutiert.

Texturierende Materialien (z. B. Partikelmaterial)

Der Rezeptor kann mit Partikelmaterial texturiert sein oder anderweitig so konstruiert sein, daß eine Oberfläche mit einem regulierten Maß an Rauhheit vorhanden ist. Das heißt, der erfindungsgemäße Rezeptor schließt einen Träger, der eine Mehrzahl von Vorsprüngen trägt, die über der Ebene der Außenfläche des Rezeptors vorstehen, ein. Die Vorsprünge können durch Einbringen von Polymerkügelchen, Siliziumdioxidpartikeln, usw. in ein Bindemittel erzeugt werden, um eine Empfangsschicht zu erzeugen, wie zum Beispiel im US- Patent Nr. 4,876,235 offenbart. Mikrounterteilung kann auch zum Erzeugen der Vorsprünge verwendet werden, wie in der EP-Veröffentlichung Nr. EP-0 382 420 offenbart.

Wenn eine (oder beide) der Donor- und Rezeptorlagen eine gerauhte Oberfläche aufweist/en, wird das Vakuumherabziehen der einen auf die andere erleichtert. Obwohl die Verwendung von Partikelmaterial in Farbandrucksystemen bekannt ist, wie zum Beispiel im US-Patent Nr. 4,885,225 (Heller) offenbart, ist entdeckt worden, daß die Vorsprünge auf dem Rezeptor den Filmübertragungsmechanismus des erfindungsgemäßen Verfahrens und dadurch die Bildqualität merklich steigern. Ohne solche Vorsprünge in (oder auf) der Rezeptoroberfläche kann es eine Tendenz zu Staubartefakten und zur Sprenkelung geben, was kleine Flächen (ungefähr 1 mm) fehlender Bildübertragung zur Folge hat.

Die Vorsprünge im Rezeptor regulieren das Verhältnis zwischen dem Donor und dem Rezeptor genau. Das heißt, es wird angenommen, daß die Vorsprünge Kanäle für Luft bereitstellen, die ansonsten zwischen dem Donor und Rezeptor eingeschlossen werden würde, damit sie entkommt, so daß gleichmäßiger Kontakt zwischen dem Donor und dem Rezeptor über die Gesamtfläche besteht, welcher ansonsten für große Bilder unmöglich zu erreichen ist. Noch wichtiger wird angenommen, daß die Vorsprünge Einschluß von Luft in den übertragenen, bebilderten Flächen verhindern. Wenn sich der geschmolzene oder erweichte Film auf den Rezeptor in einer bestimmten Fläche überträgt, kann die Luft durch die durch die Vorsprünge erzeugten Kanäle entkommen.

Die Vorsprünge stellen eine allgemein gleichmäßige Lücke zwischen dem Donor und dem Rezeptor bereit, welches für wirksame Filmübertragung wichtig ist. Die Lücke ist nicht so groß, daß wärmeabsobierende Übertragung während der Bilderzeugung bei Laseradressierung stattfindet. Vorzugsweise werden die Vorsprünge aus inertem Partikelmaterial, wie polymeren Kügelchen, erzeugt.

Es wurde gefunden, daß die optimale Größe und Konzentration von Kügelchen oder anderen Partikeln von den Ausmaßen der Aufstandsfläche des einwirkenden Lasers, d. h. dem Durchmesser des ausgeleuchteten Flecks an der Ebene der Färbemittelschicht, abhängt, welches die minimale Größe des Pünktchens oder Bildpunkts bestimmt, welcher vom Donor auf den Rezeptor übertragen werden kann. Dies liegt typischerweise im Bereich von etwa 5 um bis etwa 50 um, kann aber für unterschiedliche Modelle von Bilderzeugungsmaschinen unterschiedlich sein. Zum Beispiel hat der Presstek PEARLSETTER Bilderzeuger eine Bildpunktgröße von etwa 30 um im Durchmesser, während die Creo TRENDSETTER Vorrichtung eine Bildpunktgröße von etwa 8 um hat. Die Konzentration der Kügelchen oder anderer inerter Partikel in der Rezeptorschicht sollte ausreichend sein, um durchschnittlich wenigstens 1 Kontaktpunkt pro Bildpunkt zwischen den Donor- und Rezeptorschichten, vorzugsweise wenigstens 2 Kontaktpunkte, bereitzustellen. Folglich wurde gefunden, daß Beladungen in der Größenordnung von wenigstens etwa 5 · 10² und vorzugsweise bis zu etwa 10&sup5; Partikel pro mm² typischerweise brauchbar sind.

Die Kügelchen oder anderen Partikel können im wesentlichen von einheitlicher Größe sein (d. h. eine monodisperse Population) oder können in der Größe variieren. Dispersionen anorganischer Partikel, wie Siliziumdioxid, haben allgemein einen Partikelgrößenbereich, wohingegen monodisperse Suspensionen von polymeren Kügelchen leichter erhältlich sind. Welche Populationsart auch immer verwendet wird, die Partikel sollten über der Ebene der Oberfläche des Rezeptors durchschnittlich höchstens etwa 8 um vorstehen, sollten aber vorzugsweise wenigstens etwa 1 um über der Ebene vorstehen und stärker bevorzugt wenigstens etwa 3 um. Die Zusammensetzung der polymeren Kügelchen wird allgemein so ausgewählt, daß im wesentlichen alle sichtbaren Wellenlängen (400 nm bis 700 nm) durch das Material übertragen werden, um optische Durchlässigkeit bereitzustellen. Nichtbeschränkende Beispiele von polymeren Kügelchen, die hervorragende optische Durchlässigkeit haben, schließen Polymethylmethacrylat- und Polystyrolmethacrylat-Kügelchen, beschrieben im US- Patent Nr. 2,701,245, und Kügelchen ein, die Dioldimethacrylathomopolymere oder -copolymere dieser Dioldimethacrylate mit langkettigen Fettalkoholestern von Methacrylsäure und/oder ethylenisch ungesättigter Comonomere, wie Stearylmethacrylat/Hexandioldiacrylat vernetzte Kügelchen, umfassen, wie in den US-Patenten Nr. 5,238,736 und 5,310,595 beschrieben.

Die Form, Oberflächencharakteristiken, Konzentration, Größe und Größenverteilung der polymeren Kügelchen werden ausgewählt, um die Leistung des Übertragungsverfahrens zu optimieren. Die Glätte der Kügelchenoberfläche und die Form des Kügelchens können so ausgewählt werden, daß die Menge reflektierter sichtbarer Wellenlängen (400 nm bis 700 nm) des Lichts bei einm Minimum gehalten wird. Dies kann oder kann nicht ein Problem sein, abhängig von dem tatsächlich verwendeten Substrat. Wenn der Farbandruck zum Beispiel auf einem transparenten Substrat erzeugt wird, kann die durch die Anwesenheit der Kügelchen eingeführte Trübung durch die Farbe verursacht werden. Die Form der Kügelchen ist vorzugsweise spherisch, länglich, oval oder elliptisch. In einigen Aufbauten ist es vorteilhaft, zwei verschiedene Sätze von Kügelchen mit unterschiedlichen mittleren Größen hinzuzufügen. Dies läßt die Biegsamkeit die Trübung mit Gleit- oder Trenncharakteristiken ausgleichen.

Die optimale Partikelgröße hängt von einer Anzahl von Faktoren ab, einschließlich der Dicke der Empfangsschicht, der Dicke des zu übertragenden Transfermaterials (z. B. Färbemittelschicht) und der Anzahl der auf einen bestimmten Rezeptor zu übertragenden Schichten. Im Fall der Übertragung von zwei oder mehr Schichten auf einen Einzelrezeptor müssen die durch die Partikel bereitgestellten Vorsprünge groß genug sein, um durch die darauf übertragenem ersten Schicht/en nicht undeutlich gemacht zu werden. Wenn der mittlere Vorsprung merklich größer als etwa 8 um ist, wird die Übertragung der Transfermaterials als ein kohärenter Film jedoch allgemein unmöglich und die Qualität des übertragenen Bildes verschlechtert sich deutlich.

Im Fall von polydispersen Populationen von Kügelchen, wie Siliziumdioxidpartikel, sind hervorragende Ergebnisse erhalten worden, wenn die größten Partikel etwa 4 um über der Ebene der Oberfläche der Rezeptorschicht vorstehen und durchschnittlich wenigstens 1 Kontaktpunkt pro Bildpunkt zwischen den Donor- und Rezeptorschichten bereitstellen, wobei wenigstens 2 (vorzugsweise wenigstens 4) kleinere Partikel auch pro Bildpunkt vorhanden sind. Gute Ergebnisse sind bei Verwendung von im wesentlichen monodispersen Populationen von polymeren Kügelchen erhalten worden, die etwa 4 um über der Ebene der Rezeptorschicht vorstehen und durchschnittlich wenigstens 1 Kontaktpunkt pro Bildpunkt zwischen den Donor- und Rezeptorschichten bereitstellen.

Bleichmittel

Ein in vielen Bilderzeugungssystemen häufiges Problem ist die Tatsache, daß, wenn das infrarote Absorptionsmittel nicht gänzlich farblos ist, das endgültige Bild verfärbt wird und keine echte Farbwiedergabe aufweist, und folglich für Andruckzwecke hoher Qualität nicht annehmbar ist. Wenn zum Beispiel der infrarot-absorbierende Farbstoff während der Bilderzeugung auf einen Rezeptor übertragen wird, kann er die erzeugte Farbe sichtbar beeinträchtigen, weil er im sichtbaren Bereich des Spektrums schwach absorbiert. Versuche sind unternommen worden, um die Probleme durch Einbringen des infraroten Absorptionsmittels in eine vom Färbemittel getrennten Schicht zu minimieren, welches die Empfindlichkeit beeinträchtigen kann. Auch sind Versuche unternommen worden, um infrarote Absorptionsmittel mit minimaler sichtbarer Absorption zu finden, wie zum Beispiel in der EP-Veröffentlichung Nr. 0 157 568 (ICI). Bei der Ausübung jedoch gibt es fast immer eine gewisse Restabsorption, welche die Brauchbarkeit der Technologie beschränkt hat.

Im erfindungsgemäßen System dient das vorstehend diskutierte Vernetzungsmittel auch als Bleichmittel und trägt zum Entfernen dieser ungewollten sichtbaren Absorption bei, so daß eine genauere und vorhersehbarere Farbe erreicht werden kann. Jedoch kann das erfindungsgemäße System zusätzlich ein getrenntes thermisches Bleichmittel verwenden, das vom Vernetzungsmittel verschieden ist (z. B. ein Nucleophil, wie ein Amin).

Geeignete thermische Bleichmittel (auch als "Bleichmittel" bezeichnet) erfordern nicht die Einwirkung von Licht, um aktiv zu werden, sondern bleichen die relevanten infrarotabsorbierenden Farbstoffe bei Umgebungs- oder erhöhten Temperaturen. Der Begriff "Bleichen" bedeutet eine wesentliche Verminderung in den Absorptionen, die im menschlichen Auge Farbe verursachen, ungeachtet, wie dieses erreicht wird. Zum Beispiel kann es eine Gesamtverminderung in der Intensität der Absorption geben oder sie kann zu nichtbeeinträchtigenden Wellenlängen verschoben werden oder es kann eine Änderung in der Form der Absorptionsbande, wie ein Schmalerwerden, das zum Zurückgeben der Farblosigkeit des infraroten Absorptionsmittels ausreicht, geben.

Geeignete thermische Bleichmittel schließen Nucleophile, wie ein Amin oder ein Salz, das sich thermisch zersetzt und ein Amin freisetzt, oder ein Reduktionsmittel ein, wie in der EP-Veröffentlichung Nr. 0 675 003 (3M Company) beschrieben. Ein bevorzugte Klasse von Bleichmitteln sind Amine, wie Guanidin oder Salze davon, wobei die Guanidinbleichmittel die folgende allgemeine Formel (IV) haben:

wobei jedes R¹ und R² unabhängig voneinander H oder ein organischer Rest, vorzugsweise H oder ein Alkylrest (vorzugsweise ein C&sub1;-C&sub4;-Alkylrest) ist. Solche Diphenylguanidine sind im Handel erhältlich (wie von Aldrich Chemical Company, Milwaukee, WI), oder können durch Umsetzen von Cyanogenbromid mit den geeigneten Anilinderivaten synthetisiert werden.

Guanidine weisen gute Stabilität, Löslichkeit und Verträglichkeit mit den hierin offenbarten Bindemitteln auf. Sie sind Feststoffe im Gegensatz zu Flüssigkeiten und sind schnell wirkend. Feststoffe sind vorteilhaft, weil sie bei Raumtemperatur nichtflüchtig sind. Sie sind relativ kleine Moleküle, welche bei Erhitzen sehr wirksam in das übertragene Material diffundieren. Bemerkenswerterweise entfärben sie sich während der Lagerung nicht, präzipitieren sie vor dem Beschichten auf ein Substrat nicht aus auf Wasser basierenden Systemen (z. B. Latexsystemen) und kristallisieren sie nicht aus der Beschichtung.

Ein andere, zum Bleichen der infrarot-absorbierenden Farbstoffe geeignete Bleichmittelklasse umfaßt die vorstehend beschriebenen 1,4-Dihydropyridine der Formel (III), wobei R&sup4; H oder ein Alkylrest, vorzugsweise mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen ist. Solche Verbindungen bleichen TAPM Farbstoffe der Formel (I), in welcher höchstens 3 der Arylreste, die Ar¹-Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten tragen. Es wird angenommen, daß das Bleichen über eine Redoxreaktion stattfindet. Diese Klasse von Bleichmitteln ist beim Bleichen von Aminkationradikalfarbstoffen nur teilweise wirksam.

Thermische Bleichmittel dieses Typs schließen die folgenden ein:

(wobei R H oder ein C&sub1;-C&sub4;-Alkylrest ist)

Welcher Typ von thermischem Bleichmittel auch immer verwendet wird, es ist typischerweise und bevorzugt vor dem Bilderzeugen in einer Empfangsschicht auf der Oberfläche des Rezeptorelements vorhanden, obwohl es ebenso möglich ist, das thermische Bleichmittel auf dem übertragenen Bild mittels eines geeigneten, zusätzlichen Schritts nach der Übertragung eines Bildes und der Trennung des Donors und des Rezeptors abzulegen. Obwohl die letztere Alternative einen zusätzlichen Schritt erfordert, hat sie den Vorteil, daß keine besonderen Zwänge auf das Wesen des Rezeptors gelegt werden, so daß eine Vielfalt von Materialien für diesen Zweck verwendet werden kann, einschließlich einfaches Papier und herkömmliche Andruckträger. Die bevorzugte Alternative, in welcher das Bleichmittel in einer Empfangsschicht auf dem Rezeptor ist, verbessert das Bilderzeugungsverfahren, erfordert aber die Verwendung eines speziell erzeugten Rezeptors. In einer weiteren Ausführungsform kann das auf dem Rezeptorelement ruhende Bild nach dem Trennen des Donors und des Rezeptors auf einen zweiten Rezeptor weiter übertragen werden, welcher eine ein Bleichmittel enthaltende Schicht umfaßt.

Mengen von etwa 10 Mol.-%, bezogen auf die Verbindung der Formel IV, sind wirksam. Allgemein sind Beladungen von etwa 2 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% des Bleichmittels in der Rezeptorschicht, normalerweise etwa 5 Gew.-% bis etwa 20 Gew.-%, geeignet.

Bindemittel

Der Rezeptor, auf welchen das Bild übertragen wird, ob es ein Zwischenrezeptor in einer indirekten Übertragung oder ein Endrezeptor in einer direkten Übertragung ist, schließt typischerweise ein Substrat ein, auf welchem ein Bindemittel und typischerweise ein Bleichmittel und gegenbenenfalls Zusatzstoffe, wie Partikelmaterial, oberflächenaktive Mittel und Antioxidantien, zum Erzeugen einer Empfangsschicht aufgetragen ist. Der in einem indirekten Übertragungsverfahren verwendete Endrezeptor kann jeder Rezeptor sein, der das Bild und den abziehbaren Klebstoff annimmt. Dies schließt einfaches Papier, beschichtetes Papier, Glas, polymere Substrate und eine breite Vielfalt anderer Substrate ein.

Vorzugsweise besteht der Zwischenrezeptor aus einer Polyethylenterephthalatlage (75- 150 Mikrometer dick), auf welcher eine abziehbare Lage aufgetragen ist, die aus einem Acryl- oder einem Vinylacetatklebstoff besteht. Darauf wird eine Dispersion eines thermoplastischen Bindemittels, eines Bleichmittels und Partikelmaterials zum Erzeugen einer Empfangsschicht aufgetragen. Die Dispersion wird typischerweise aus Wasser oder einem organischen Lösungmittel aufgetragen. Geeignete organische Lösungmittel schließen solche ein, die vorstehend zum Auftragen des Transfermaterials auf ein Substrat zum Herstellen des Donorelements aufgeführt sind, ebenso wie andere, wie zum Beispiel Toluol.

Ein für die Verwendung in der Empfangsschicht bevorzugtes Bindemittel ist ein Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetatcopolymer Bindemittel, erhältlich unter der Handelsbezeichnung E-735 von GAF, Manchester, UK. Ein anderes bevorzugtes Bindemittel ist ein Styrol-Butadiencopolymer, erhältlich unter der Handelsbezeichnung PLIOLITE S5C von Goodyear, Akron, OH. Noch ein anderes bevorzugtes Bindemittel ist ein Phenoxyharz, erhältlich unter der Handelsbezeichnung PAPHEN PKHM-301 von Phenoxy Associates. Dieses letztere Bindemittel ist mit Guanidinen besonders verträglich, wodurch eine höhere Beladung der Guanidine ermöglicht wird. Andere Zusatzstoffe können auch vorhanden sein, wie oberflächenaktive Mittel und Antioxidantien.

Eine geeignete Rezeptorschicht umfaßt PLIOLITE S5A, das Diphenylguanidin als Bleichmittel (10 Gew-% der Gesamtfeststoffe) und Kügelchen von Poly(stearylmethacrylat) (8 um Durchmesser) (etwa 5 Gew-% der Gesamtfeststoffe) enthält und bei etwa 5,9 g/m² aufgetragen wird.

Eine besonders bevorzugte Rezeptorschicht wird durch Auftragen der folgenden Formulierung von Methylethylketon (18 wt %) erhalten, um ein Trockenbeschichtungsgewicht von 400 mg/ft² (4,3 g/m²) bereitzustellen:

PLIOLITE S5A 87 Gew-%

Poly(stearylmethacrylat) Kügelchen (8 um Durchmesser) 1 Gew-%

Diphenylguanidin 12 Gew-%

Als eine Alternative zur Verwendung von Kügelchen oder Partikeln kann die Rezeptoroberfläche physikalisch texturiert werden, um die erforderlichen Vorsprünge bereitzustellen. Metalloberflächen, wie Aluminium, können durch Masern und Eloxieren texturiert werden. Andere texturierte Oberflächen können durch Mikrounterteilungsverfahren, wie solche, die in EP-A-382 420 offenbart sind, erhalten werden.

Die Ausdehnung der Vorsprünge auf der Rezeptoroberfläche, ob durch Kügelchen, Partikel oder Texturieren erzeugt, kann zum Beispiel durch Interferometrie oder durch Untersuchung der Oberfläche unter Verwendung eines optischen oder Elektronenmikroskops gemessen werden.

Ein Beispiel eines Endrezeptors für direktes Bilderzeugen ist die MATCHPRINT Low Gain Commercial Base, hergestellt von Schoeller Technical Paper Sales, Inc. of Pulaski, NY. Dieser Rezeptor ist ein hitzestabiles, wasserdichtes Material, das eine zwischen zwei Polyethylenschichten eingeschobene Papierlage einschließt.

Bilderzeugungsbedingungen

Das Verfahren zum bildweisen Übertragen von Material vom Donor auf den Rezeptor schließt Zusammensetzen der beiden Elemente in engen direkten Kontakt ein, z. B. durch Vakuumhalten oder in einer anderen Ausführungsform mittels der im US-Patent Nr. 5,475,418 beschriebenen und durch einen geeigneten Laser abgetastete Zylinderlinsenvorrichtung. Die Zusammensetzung kann durch jeden der häufig verwendeten Laser bebildert werden, abhängig vom verwendeten Absorptionsmittel, aber Adressierung durch nahes Infrarot emittierende Laser, wie Diodenlaser und YAG-Laser, wird bevorzugt. Die Zusammensetzung kann durch jeden der häufig verwendeten Laser bebildert werden, abhängig vom verwendeten Absorptionsmittel, aber Adressierung durch nahes Infrarot und Infrarot emittierende Laser, wie Diodenlaser und YAG-Laser, wird bevorzugt.

Jede der bekannten Abtastvorrichtungen kann verwendet werden, z. B. Flachbettscanner, Außentrommelscanner oder Innentrommelscanner. In diesen Vorrichtungen wird die zu bebildernde Zusammensetzung an der Trommel oder am Bett, z. B. durch Vakuumhalten, befestigt, und der Laserstrahl wird auf einen Fleck, z. B. von etwa 20 Mikrometern Durchmesser, auf der IR-absorbierenden Schicht der Donor-Rezeptor- Zusammensetzung fokussiert. Dieser Fleck wird über die gesamte zu bebildernde Fläche getastet, während der Laserausgang gemäß der elektronisch gespeicherten Bildinformation moduliert wird. Zwei oder mehr Laser können unterschiedliche Flächen der Donor-Rezeptor- Zusammensetzung gleichzeitig abtasten, und wenn erforderlich, kann der Ausgang von zwei oder mehr Lasern zu einem Einzelfleck höherer Intensität kombiniert werden. Laseradressierung erfolgt normalerweise von der Donorseite, kann aber von der Rezeptorseite erfolgen, wenn der Rezeptor transparent gegenüber der Laserstrahlung ist.

Abschälen des Donors und Rezeptors enthüllt ein einfarbiges Bild auf dem Rezeptor. Dieses Verfahren kann ein oder mehrere Male unter Verwendung von Donorlagen unterschiedlicher Farben wiederholt werden, um ein mehrfarbiges Bild auf einem gemeinsamen Rezeptor herzustellen. Wegen der Wechselwirkung des infrarot-absorbierenden Farbstoffs und des Bleichmittels während der Laseradressierung kann das endgültige Bild frei von Verfärbung durch den infrarot-absorbierenden Farbstoff sein. Typischerweise kann in den Ausführungsformen, in welchen ein Bleichmittel in der Empfangsschicht vorhanden ist, nachfolgende Hitzebehandlung des Bildes erforderlich sein, um die Bleichchemie zu aktivieren oder zu beschleunigen.

Nach dem Abschälen der Donorlage vom Rezeptor kann das auf dem Rezeptor ruhende Bild dadurch gehärtet werden, daß es einer Hitzebehandlung vorzugsweise bei Temperaturen über etwa 120ºC unterzogen wird. Dies kann durch eine Vielfalt von Mitteln, wie Lagern in einem Ofen, Heißluftbehandlung, Kontakt mit einer erhitzten Platte oder Durchleiten durch eine Vorrichtung erhitzter Walzen durchgeführt werden. Im Fall eines Mehrfarbbildes, bei dem zwei oder mehr einfarbige Bilder auf einen gemeinsamen Rezeptor übertragen werden, ist es einfacher, den Härtungsschritt zu verzögern, bis alle Einzelfärbemittelschritte beendet worden sind, und dann eine Einzelhitzebehandlung für das zusammengesetzte Bild bereitzustellen. Wenn jedoch die einzeln übertragenen Bilder in ihrem ungehärteten Zustand besonders weich und leicht zu beschädigen sind, kann es dann erforderlich sein, jedes einfarbige Bild vor der Übertragung des nächsten zu härten und auszuhärten, dies ist aber in bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung nicht nötig.

In bestimmten Ausführungsformen ist das Bleichmittel anfangs weder im Donor noch im Rezeptor vorhanden, und ein zusätzlicher Schritt ist erforderlich, um es mit dem verfärbten Bild in Kontakt zu bringen. Während dieses Verfahren einen zusätzlichen Schritt erfordert, ermöglicht es die Verwendung eines unbeschichteten Rezeptors, wie einfaches Papier. Jedes geeignete Mittel kann verwendet werden, um das Bleichmittel auf das übertragene Bild aufzutragen, aber "nasse" Verfahren, wie Eintauchen, Besprühen, usw., werden nicht bevorzugt. Ein geeignetes trockenes Verfahren ist thermische Lamination und nachfolgendes Abschälen einer Einzeldonorlage, die das thermische Bleichmittel enthält. Eine für diesen Zweck geeignete Bleichmitteldonorlage umfaßt typischerweise ein Substrat (wie Polyesterfilm), das eine Schicht eines thermoplastischen Harzes trägt (wie BUTVAR B-76, Vinylharze, Acrylharze, usw.), das das Bleichmittel in einer Menge enthält, die etwa 5- 25 Gew.-% der Gesamtfeststoffe, vorzugsweise etwa 10-20 Gew.-% entspricht. Folglich ist der Aufbau einer erfindungsgemäßen Bleichmitteldonorlage einem erfindungsgemäßen Rezeptorelement sehr ähnlich, und tatsächlich kann ein Einzelelement zum Erfüllen jedes Zwecks gut geeignet sein. In einigen Situationen ist der Rezeptor, auf welchen ein Färbemittelbild anfangs übertragen wird, nicht das Endsubstrat, auf welchem das Bild gesehen wird. Zum Beispiel offenbart US-Patent Nr. 5,126,760 thermische Übertragung eines Mehrfarbbildes auf einen ersten Rezeptor, mit nachfolgender Übertragung des zusammengesetzten Bildes auf einen zweiten Rezeptor für Betrachtungszwecke. Wenn dieses Verfahren bei der Ausübung der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann das Härten und Aushärten des Bildes während des Übertragens auf den zweiten Rezeptor leicht erreicht werden. In dieser Ausführungsform der Erfindung kann der zweite Rezeptor ein biegsames, lagenbildendes Material, wie Papier, Pappe, Kunststofffilm, usw. sein. In einer anderen Ausführungsform kann es einfach sein, das thermische Bleichmittel im zweiten Rezeptor bereitzustellen, und/oder die Hitze zu nutzen, die beim Verfahren des Übertragens des Bildes auf den zweiten Rezeptor angewandt wird, um die Bleichungsreaktion zu aktivieren.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zusammengefaßt:

1. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem, umfassend:

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist;

ein dispergierbares Material; und

ein Rezeptorelement, umfassend eine texturierte Oberfläche.

2. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das Transfermaterial des Donorelements eine Materialschicht umfaßt.

3. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das Bindemittel des Transfermaterials ferner ein nichtvernetzbares Harz umfaßt.

4. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, welches ein übertragenes Bild mit einer Auflösung von wenigstens etwa 300 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll) erzeugt.

5. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 4, welches ein übertragenes Bild mit einer Auflösung von wenigstens etwa 1000 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll) erzeugt.

6. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 5, welches ein übertragenes Bild mit einer Auflösung von wenigstens etwa 2000 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll) erzeugt.

7. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, welches ein übertragenes Bild bei einer Empfindlichkeit von höchstens etwa 0,5 Joule/cm² erzeugt.

8. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei der kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff ein bleichbarer Farbstoff ist.

9. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 8, wobei der bleichbare, kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff aus einem Tetraarylpolymethin- Farbstoff, einem Aminradikalkation-Farbstoff und Gemischen davon ausgewählt ist.

10. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 9, wobei der bleichbare, kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff ein Tetraarylpolymethin-Farbstoff ist.

11. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 10, wobei der Tetraarylpolymethin-Farbstoff die folgende Formel hat:

wobei jedes Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind, und wenigstens einer der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten hat, und X ein Anion ist.

12. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 11, wobei der Tetraarylpolymethin-Farbstoff

ist.

13. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei R¹ des latenten Vernetzungsmittels aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt ist, jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest, und R&sup4; ein Arylrest ist.

14. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 13, wobei das latente Vernetzungsmittel die folgende Struktur hat:

15. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das Rezeptorelement ein Substrat mit einer texturierten Empfangsschichtoberfläche umfaßt, umfassend eine Mehrzahl von Vorsprüngen, die mit einem mittleren Abstand von etwa 1 um bis etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche der Empfangsschicht vorstehen.

16. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 15, wobei R¹ des latenten Vernetzungsmittels aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt ist, jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest, und R&sup4; ein Arylrest ist.

17. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei der Fluorkohlenstoffzusatzstoff eine Sulfonamidverbindung umfaßt.

18. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 17, wobei der Fluorkohlenstoffzusatzstoff (C&sub8;F&sub1;&sub7;)SO&sub2;NH(CH&sub2;CH&sub3;) umfaßt.

19. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei der Fluorkohlenstoffzusatzstoff und das dispergierbare Material in einem Gewichtsverhältnis von wenigstens etwa 1 : 10 vorhanden sind.

20. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das dispergierbare Material aus einem Pigment, einem kristallinen, nichtsublimierbaren Farbstoff, einem Farbverstärkerzusatzstoff, einem texturierenden Material und Gemischen davon ausgewählt ist.

21. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 20, wobei das dispergierbare Material ein Pigment umfaßt.

22. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 20, wobei das dispergierbare Material texturierende Partikel umfaßt.

23. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das Rezeptorelement Vorsprünge umfaßt, die mit einem mittleren Abstand von höchstens etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche des Rezeptors vorstehen.

24. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 23, wobei es durchschnittlich wenigstens etwa 500 Vorsprünge pro Quadratmillimeter gibt.

25. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 23, wobei die Vorsprünge aus Partikelmaterial in einem Bindemittel erzeugt sind.

26. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 25, wobei das Partikelmaterial polymere Kügelchen umfaßt.

27. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 26, wobei die polymeren Kügelchen aus Polymethylmethacrylat-Kügelchen, Polystyrolmethacrylat- Kügelchen und Gemischen davon ausgewählt sind.

28. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 1, wobei das Rezeptorelement eine Empfangsschicht umfaßt, wobei die Empfangsschicht ein Bleichmittel für den bleichbaren, kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff umfaßt.

29. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 28, wobei das Bleichmittel ein Amin oder ein Salz, das sich thermisch zersetzt und ein Amin freisetzt, umfaßt.

30. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 29, wobei das Bleichmittel ein Guanidin oder Salz davon mit der folgenden allgemeine Formel umfaßt:

wobei jedes R¹ und R² unabhängig voneinander H oder ein organischer Rest ist.

31. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 30, wobei jedes R¹ und R² unabhängig voneinander H oder ein Alkylrest ist.

32. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 28, wobei das Bleichmittel ein 1,4-Dihydropyridin der folgenden Formel umfaßt:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; H oder ein Arylrest ist.

33. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem, umfassend

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen Tetraarylpolymethin-Farbstoff der folgenden Formel:

wobei jedes Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind,

und wenigstens einer der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten hat und X ein Anion ist;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein Pigment; und

ein Rezeptorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem eine Empfangsschicht aufgetragen ist, wobei die Empfangsschicht

ein Bleichmittel für den Tetraarylpolymethin-Farbstoff;

ein Bindemittel; und

Partikelmaterial umfaßt.

34. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 33, wobei das Bleichmittel ein Amin oder ein Salz, das sich thermisch zersetzt und ein Amin freisetzt, umfaßt.

35. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 34, wobei das Bleichmittel ein Guanidin oder Salz davon mit der folgenden allgemeinen Formel umfaßt:

wobei jedes R¹ und R² unabhängig voneinander H oder ein organischer Rest ist.

36. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 33, wobei das Partikelmaterial polymere Kügelchen umfaßt.

37. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 36, wobei die polymeren Kügelchen aus Polymethylmethacrylat-Kügelchen, Polystyrolmethacrylat- Kügelchen und Gemischen davon ausgewählt sind.

38. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 33, wobei der Tetraarylpolymethin-Farbstoff

ist.

39. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 33, wobei R¹ des latenten Vernetzungsmittels aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt ist, jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest, und ein Arylrest ist.

40. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Punkt 39, wobei das latente Vernetzungsmittel die folgende Struktur hat:

41. Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung gemäß digital gespeicherter Bildinformation moduliert wird, wodurch Bereiche des Transfermaterials vom Donorelement auf das Rezeptorelement übertragen werden; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt.

42. Verfahren nach Punkt 41, wobei die Schritte (a)-(d) einen Zyklus bilden, welcher wenigstens einmal wiederholt wird, wobei ein unterschiedliches Donorelement, umfassend einen unterschiedlichen Farbstoff, in jeder Zykluswiederholung verwendet wird, aber dasselbe Rezeptorelement in jeder Zykluswiederholung verwendet wird.

43. Verfahren nach Punkt 41, wobei der kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff ein bleichbarer Farbstoff ist.

44. Verfahren nach Punkt 43, wobei der bleichbare, kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff einen Tetraarylpolymethin-Farbstoff mit der folgenden Formel umfaßt:

wobei jedes Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind, und wenigstens einer der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären Aminosubstituenten hat, und X ein Anion ist.

45. Verfahren nach Punkt 44, wobei der Tetraarylpolymethin-Farbstoff

ist.

46. Verfahren nach Punkt 41, wobei R¹ des latenten Vernetzungsmittels aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt ist, jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest, und R&sup4; ein Arylrest ist.

47. Verfahren nach Punkt 41, wobei das Rezeptorelement ein Bleichmittel für den bleichbaren, kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff umfaßt.

48. Verfahren nach Punkt 41, ferner als Schlußschritt das Unterziehen des Rezeptors und des darauf ruhenden Bildes einer Hitzebehandlung umfassend.

49. Verfahren nach Punkt 42, wobei das auf dem Rezeptor ruhende Bild nach allen Wiederholungen der Schritte (a)-(d) als Schlußschritt auf einen anderen Rezeptor übertragen wird.

50. Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung auf eine Stelle einer Fläche A um² auf der Ebene des Transfermaterials fokussiert und gemäß digital gespeicherter Halbtonbildinformation moduliert wird, wodurch verursacht wird, daß exponierte Bereiche der Farbstoffschicht erweichen oder schmelzen und vorzugsweise am Rezeptorelement haften; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt;

wobei das Rezeptorelement ein Substrat mit einer texturierten Empfangsschichtoberfläche umfaßt, umfassend eine Mehrzahl von Vorsprüngen, die mit einem mittleren Abstand von höchstens etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche der Empfangsschicht vorstehen, wobei es durchschnittlich wenigstens 1 Vorsprungsfläche von A um² gibt.

51. Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit einem Kern der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material.

Vorteile der Erfindung werden durch die folgenden Beispiele veranschaulicht. Jedoch sind die in diesen Beispielen aufgeführten Partikelmaterialien und Mengen davon ebenso wie andere Bedingungen und Einzelheiten auf die umfassende Anwendung auf dem Fachgebiet auszulegen und sollten nicht zum unzulässigen Beschränken der Erfindung ausgelegt werden.

Beispiele

Die folgenden Materialien werden in den Beispielen verwendet:

Farbstoff 1
Farbstoff 2

(Geliefert unter dem Handelsnamen "CYASORB IR165 von American Cyanamid).

Verbindung 1(a)-1(e)

Bleichmittel B2 hat die folgende Struktur, wobei R=CH&sub3;:

BUTVAR B-76 Polyvinylbutyralharz, geliefert von Monsanto, mit einem Gehalt an freiem OH von 7 bis 13 Mol-%

DISPERBYK 161 Dispersionsmittel, geliefert von BYK-Chemie

FC N-Methylperfluoroctansulfonamid

MEK Methylethylketon (2-Butanon)

PET Polyethylenterephthalatfilm

VAGH und VYNS Vinylcopolymerharze, geliefert von Union Carbide

SCHOELLER Andruckträger, geliefert von Schoeller

170M umfassend Siliziumdioxidpartikel (4 um bis 10 um Durchmesser) in einem auf Papier aufgetragenen Harz

VIKING gemasertes und eloxiertes Aluminium

Träger Druckplattenträger, erhalten durch Entfernen der lichtempfindlichen Beschichtung von VIKING- Druckplatten, geliefert von Imation

KODAK APPROVAL Rezeptorlage, geliefert von Kodak als Basisteil des APPROVAL Andrucksystems

Wenn nicht anders angezeigt, wurden alle Beschichtungen unter Verwendung drahtumwickelter Stangen auf unbehandelten Poly(ethylenterephthalat)- (PET) Trägern angefertigt.

Beispiel 1

Dieses Beispiel legt das photoreduktive Bleichen von Farbstoff 1 und 2 durch Verbindung 1(a) (d. h. Donor 1(a)) dar. Die folgenden Formulierungen wurden auf 100 Mikrometer Polyesterträger ohne Unterschicht mit einer Naßdicke von 12 Mikrometer aufgetragen und luftgetrocknet, um die Elemente 1-3 bereitzustellen:

Element 3 war die Kontrolle, bei der kein Donor vorhanden war. Element 1 war fahl blau/pink im Aussehen und die Elemente 2 und 3 waren fahl grau. 5 cm · 5 cm messende Proben wurden auf einen Trommelscanner montiert und einem 20 Mikrometer Laserfleck ausgesetzt, der bei verschiedenen Geschwindigkeiten abtastete. Die Quelle war entweder eine Laserdiode, die bei 830 nm 115 mW auf die Bildebene lieferte (Element 1), oder ein YAG- Laser, der bei 1068 nm 2 W lieferte (Elemente 2 und 3). Die Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle angezeigt, in welcher OD optische Dichte ist:

Element 1

OD (830 nm) (anfangs) 1,9

OD nach Abtasten bei 600 cm/sec 1,7

OD nach Abtasten bei 400 cm/sec 1,5

OD nach Abtasten bei 200 cm/sec 0,7

Im Fall der Elemente 1-2 wurden farblose Spuren in den exponierten Flächen erzeugt, wobei das Ausmaß des Bleichens mit der Abtastgeschwindigkeit korrelierte, wohingegen Element 3 (ein Kontrolle, der das Donorelement fehlt) unwesentliche Bleichung zeigte.

Die Herstellung und Bilderzeugung von Element 1 wurde wiederholt, wobei die Verbindung 1(a) durch die Verbindungen 1(b)-1(d) ersetzt wurde, von welchen alle als photoreduktive Donoren wirken und ähnliche Ergebnisse liefern.

Beispiel 2

Das Beispiel legt erfindungsgemäße thermische Übertragungsmedien dar. Ein Mahlgut wurde durch dispergieren von 4 Gramm Magentapigmentchips in 32 Gramm MEK unter Verwendung einer McCrone Feinstzerkleinerungsmühle hergestellt. Die Pigmentchips wurden durch Standardverfahren hergestellt und umfaßten dunkelblaues Magentapigment und VAGH- Bindemittel in einem Gewichtsverhältnis von 3 : 2. Die folgenden Formulierungen wurden hergestellt und aufgetragen, wie in Beispiel 1 beschrieben (außer, daß das FC hinzugefügt wurde, nachdem die anderen Bestandteile 30 Minuten lang unter Bedingungen geringen Lichts gemischt worden waren), um die Elemente 4-7 zu liefern.

(c) = Kontrolle ohne Donor (nicht erfindungsgemäß)

Proben der so erhaltenen Beschichtungen wurden in Kontakt mit einem VYNSbeschichteten Papierrezeptor zusammengesetzt und auf einen Außentrommelscanner mit Vakuumhalten montiert, dann mit einer Laserdiode (830 nm, 110 mW, 20 Mikrometer Fleck) adressiert und bei 100 cm/Sekunde oder 200 cm/Sekunde abgetastet. Die Rezeptorlagen zeigten nach dem Abschälen von den Donoren Linien von Magentapigment, das in variierendem Ausmaße von Farbstoff 1 oder Farbstoff 2 verfärbt war. Der Grad der Verfärbung wurde durch Messen der Reflexionsdichte der übertragenen Spuren bei 830 nm oder 1050 nm, wie geeignet, bewertet.

Die erfindungsgemäßen Elemente zeigen stark verminderte Verfärbung durch den IR- Farbstoff, und sauberere Magentabilder wurden erhalten.

Beispiel 3

Dieses Beispiel legt die Nützlichkeit der Erfindung in Färbemittelübertragungsbilderzeugung dar. Die folgenden Bestandteile wurden 1 Stunde lang bei Raumtemperatur gemischt, um eine homogene Lösung zu liefern (alle Teile in Gewichtsteilen):

BUTVAR B-76 (15 Gew.-%, gelöst in MEK) 20,5

Farbstoff D1 0,9

Verbindung 1(b) 1,2

N-Methylperfluoroctansulfonamid 0,3

Ethanol 7,5

MEK 40,05

Eine Portion (11,7 Teile) der so erhaltenen Lösung wurde mit 2,5 Teilen einer Cyanpigmentdispersion und 1,8 Teilen MEK 10 Minuten lang gemischt, dann auf einen 100 um PET mit einer Naßdicke von 36 um aufgetragen und 3 Minuten lang bei 60ºC getrocknet. Das Cyanpigment (Sun 249-0592) wurde in BUTVAR B76 gemäß Standardverfahren vordispergiert (3 : 2 Gewichtsteile Pigment : Bindemittel) und in der Form von Chips geliefert. Die Pigmentdispersion wurde durch Mahlen von 6 Teilen Cyanpigmentchips mit 34 Teilen MEK 1 Stunde lang in einer McCrone Feinstzerkleinerungsmühle erhalten.

Die so erhaltene laserempfindliche Cyanfärbemitteldonorlage hatte von dem IR- Farbstoff bei 830 nm eine optische Reflexionsdichte von 1,2 und eine optische Cyandichte von 1,0.

Eine Probe einer RAINBOW-Rezeptorlage (geliefert von Minnesota Mining and Manufacturing Company) wurde mit Aceton gewaschen, um seine Harzbeschichtung zu entfernen, und wurde dann mit einer Naßdicke von 36 um mit einer Lösung von BUTVAR B-76 (10 Teile) und erfindungsgemäßem Bleichmittel B2 (5 Teile) in MEK (85 Teile) beschichtet und 3 Minuten lang bei 60ºC getrocknet.

Proben des Donors und des Rezeptors wurden in direkten Kontakt mit der Trommel eines Laserscanners zusammengesetzt, der mit einer bei 830 nm emittierenden 220 mW Laserdiode ausgestattet war. Der Laserstrahl, der auf einen Fleck von 23 um Durchmesser fokussiert war, wurde bei verschiedenen Geschwindigkeiten im Bereich von 200- 500 cm/Sekunde über die Zusammensetzung gescannt und wurde gemäß eines Testmusters moduliert, das 1-99% Pünktchen von einem 150 Linienraster entspricht. Ein Halbtonmuster hoher Qualität wurde bei allen Abtastgeschwindigkeiten auf den Rezeptor übertragen, außer daß das Cyanbild durch Restabsorption vom IR-Farbstoff verfärbt wurde (OD 0,8 bei 830 nm). Wenn jedoch der bildtragende Rezeptor bei 140ºC 5 Minuten lang in einen Ofen eingebracht wurde, verschwand die 830 nm-Absorption vollständig, ohne die Cyan- Absorption zu beeinträchtigen.

Das Bilderzeugungsverfahren wurde unter Verwendung unbeschichteten Papiers als Rezeptor wiederholt. Wie zuvor wurde ein Halbtonmuster hoher Qualität übertragen, aber das Cyanbild wurde durch Restabsorption vom IR-Farbstoff verfärbt. Ein Bleichmitteldonor wurde durch Auftragen einer Lösung von BUTVAR B-76 (10 Teile) und erfindungsgemäßem Bleichmittel B2 (5 Teile) in MEK (85 Teile) auf einen transparenten PET-Träger und 3minütiges Trocknen bei 60ºC hergestellt. Der so erhaltene Donor wurde in direktem Kontakt mit dem bildtragenden Rezeptor zusammengesetzt und durch einen auf 140ºC eingestellten MATCHPRINT-Laminator (geliefert von 3M Company) geleitet. Die transparente PET-Lage wurde abgeschält und die das Bleichmittel enthaltende Schicht zurückgelassen. Gewisses Bleichen des IR-Farbstoffs fand während des Laminationsverfahrens statt, aber weitere Hitzebehandlung (3 Minuten lang in einem Ofen bei 140ºC) vervollständigte das Verfahren, wobei noch einmal die Cyanabsorption unbeeinträchtigt blieb.

Beispiel 4

Dieses Beispiel legt die erfindungsgemäße Vernetzung von BUTVAR B-76 Polyvinylbutyral dar. Eine Lösung von BUTVAR B-76 (7,5 Gew.-%) in MEK wurde hergestellt, und zu jedem der 3 einzelnen Aliquots von 5,0 Gramm wurde 0,1 Gramm infrarotabsorbierender Farbstoff Farbstoff 1 und zusammen mit einer Testverbindung ein weiteres Gramm MEK wie folgt hinzugefügt:

(a) (Kontrolle) keine

(b) (Erfindung) latentes Härtungsmittel (Verbindung 1(b))

(c) (Erfindung) latentes Härtungsmittel (Verbindung 1(e))

Die so erhaltenen Lösungen wurden mit einer Naßdicke von 36 um auf einen PET- Träger stangenbeschichtet und 3 Minuten lang bei 60ºC getrocknet. Jede Beschichtung wurde einem Außentrommelscanner ausgesetzt, der mit einem bei 830 nm emittierenden 116 mW Diodenlaser ausgestattet war, und der auf einen 20 um Fleck fokussiert wurde, wobei die Abtastgeschwindigkeit im Bereich von 100 cm/Sekunde bis 400 cm/Sekunde variiert wurde. Die bebilderten Beschichtungen wurden 3 Minuten lang bei 130ºC in einen Ofen eingebracht, dann in Aceton entwickelt, um ungehärtete Flächen der Beschichtungen zu entfernen. Bilder wurden wie folgt betrachtet:

(a) (Kontrolle) Spuren des Bildes bei Abtastung bei 100 cm/Sekunde

(b) (Erfindung) hart, wohldefiniertes Bild bei Abtastung bei 100 cm/Sekunde

(c) (Erfindung) hart, wohldefiniertes Bild bei Abtastung bei 200 cm/Sekunde

Die Ergebnisse legen klar die Wirksamkeit von Verbindung 1(b) und Verbindung 1(e) als latentes Härtungsmittel dar.

Beispiel 5

Dieses Beispiel legt erfindungsgemäße pigmentierte Übertragungsmedien dar. In den folgenden Formulierungen sind alle Teile als Gewichtsteile angegeben.

Ein Magentamahlgut wurde durch Mahlen von Pigment (360 Teile) mit BUTVAR B-76-Harz (240 Teile) in Gegenwart des Dispersionsmittels DISPERBYK 161 (101 Teile) und 1-Methoxypropan-2-ol (100 Teile) in einer Zweiwalzenmühle hergestellt. Die hergestellten "Chips" wurden in einem 1 : 1 Gemisch (Gewichtsteile) von MEK und 1- Methoxypropan-2-ol dispergiert, um ein 15% Feststoffe (Gew-%) umfassendes Mahlgut bereitzustellen.

Zu 400 Teilen Mahlgut wurden 260 Teile von I S Gew-% BUTVAR B-76-Harz in MEK, 1480 Teile zusätzliches MEK, 36 Teile vom infrarot-absorbierenden Farbstoff Farbstoff 1, 36 Teile latentes Härtungsmittel (Verbindung 1(b)) und 180 Teile Ethanol hinzugefügt. Nach Rühren, um sich den Farbstoff lösen zu lassen, wurden 7,2 Teile N-Methylperfluoroctylsulfonamid hinzugefügt, und das Gemisch wurde auf einen 50 um PET-Träger stangenbeschichtet, um nach Trocknen bei 93ºC eine Dicke von etwa 1 um bereitzustellen.

Eine Kontrolldonorlage wurde entsprechend hergestellt, aber das latente Härtungsmittel (Verbindung 1(b)) wurde weggelassen.

Eine Probe jeder Donorlage wurde in direktem Kontakt mit einer Rezeptorlage (die eine auf einem Papierträger aufgetragene Schicht von BUTVAR B-76-Harz umfaßte) auf einen Außentrommelscanner montiert und bei 300 cm/Sekunde mit einem bei 830 nm 220 mW liefernden Diodenlaser abgetastet, der auf einen 20 um Fleck fokussiert wurde. Trennen der Donoren und Rezeptoren enthüllten den Laserspuren entsprechende Magentabilder auf den Rezeptoren. Jeder bildtragende Rezeptor wurde in zwei Hälften geschnitten, und eine Hälfte wurde 3 Minuten lang bei 160ºC in einen Ofen eingebracht. Untersuchung der nichterhitzten Bilder enthüllte, daß sie sowohl relativ weich als auch leicht zu beschädigen waren, z. B. mit einem Fingernagel. Untersuchung der erhitzten Bilder enthüllte, daß diejenigen, die von der Kontrolldonorlage erhalten wurden, noch immer weich und leicht zu beschädigen waren, wohingegen die, die von der erfindungsgemäßen Donorlage erhalten wurden, hart und abriebfest waren.

Beispiel 6

Dieses Beispiel legt die Wirkung der Veränderung der Oberflächentopographie der Rezeptorschicht auf die Bildqualität dar.

Die in diesem Beispiel verwendete Färbemitteldonorlage umfaßte als eine Schicht auf einem PET-Träger von ungefähr 1 um Trockendicke, in welcher alle Prozentangaben Gewichtsprozent sind, das folgende:

Magentapigment 23.2%

BUTVAR B-76 48.6%

IR-Farbstoff D1 9.0%

Härtungsmittel (Verbindung 1 (b)) 15.2%

N-Ethylperfluoroctylsulfonamid 4.0%

Proben der Donorlage wurden in direktem Kontakt mit Proben verschiedener Rezeptorlagen mit Vakuumhalten auf ein Einwirktestbett montiert, das eine fasergekoppelte Laserdiode (500 mW, 870 nm) umfaßte, die auf einen 30 um Fleck fokussiert wurde. Ein Halbtonpünktchenmuster wurde unter gleichen Bedingungen der Laserleistung und Scangeschwindigkeit auf jeden Rezeptor abgebildet und die Qualität jedes der übertagenen Bilder wurde sowohl mikroskopisch (für die Pünktchenqualität) als auch visuell (für die Gesamterscheinung) bewertet. Die folgenden Rezeptorlagen wurden getestet:

(a) Kodak APPROVAL Rezeptor;

(b) ein Tintenstrahlrezeptor, umfassend eine Beschichtung von Stärkepartikeln auf Papier (ungefähr 500/mm², Durchmesser von wenigstens 10 um);

(c) Schoeller 170M Träger;

(d) eine Beschichtung von Siliziumdioxidpartikeln in BUTVAR B-76 Polyvinylbutyralharz auf Blasenpolyester (Durchmesser von 4 bis 10 um, ungefähr 1500/mm²);

(e) VIKING Druckplattenträger; und

(f) glatte Beschichtung von BUTVAR B-76 Polyvinylbutyral auf Papier.

Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:

Die Rezeptoren (a) und (b) lieferten diffuse Bilder mit schlechter Farbsättigung, wohingegen die Rezeptoren (c) bis (f) alle scharfe Bilder mit leuchtenden, satten Farben lieferten. Mikroskopische Untersuchung enthüllte, daß die auf die Rezeptoren (a) und (b) übertragenen Pünktchen während des Übertragungsverfahrens mit Pigment über eine weite Fläche zerstreut fragmentiert hatten, wohingegen die auf die anderen Rezeptoren übertragenen Pünktchen in der Form kohärenter Filme waren. Die Pünktchen auf den Rezeptoren (c) und (d) zeigten leichte Kantenverzerrung, aber diejenigen auf den Rezeptoren (e) und (f) hatten scharfe Kanten. Jedoch litt das Bild auf Rezeptor (f) an "Ausfällen", die durch Staubpartikel verursacht wurden, wohingegen keines der anderen Bilder an diesem Fehler litt. Folglich wurde geschlußfolgert, daß ein angerauhter Rezeptor, der Vorsprünge von durchschnittlich weniger als 10 um zeigt und durchschnittlich wenigstens 1 Kontaktpunkt pro Bildpunkt zwischen dem Donor und Rezeptor bereitstellt, für Bilder guter Qualität, die frei von Staubartefakten sind, erforderlich ist. Rezeptor (e) veranschaulicht die Entwicklung für verbesserte Bildqualität, weil die Oberflächenvorsprünge der Rezeptorschicht kleiner und zahlreicher werden.

Beispiel 7

Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarz- (CMYK) Donorlagen wurden wie in Beispiel 6 hergestellt, wobei die Gewichtsprozente der Komponenten im Transfermaterial in der folgenden Tabelle aufgeführt sind, das mit etwa 1 um gemäß SWOP-Beschreibungen für Rollenoffsetdruck aufgetragen wird.

Während das Einwirken unter Verwendung der Presstek PEARLSETTER 74 bei verschiedenen Scangeschwindigkeiten (100 bis 500 cm/Sekunde) und einer Laserleistung von 500 mW, 30 Mikrometer, 870 nm lief, wurde die Übertragung in der Reihenfolge C, M, Y, K auf den Schoeller 170M Träger bewirkt, wobei der Donor-Rezeptor unter Spannung zusammengehalten wurde. Farbblöcke (10 · 20 mm²) wurden über einen Bereich von Scangeschwindigkeiten (100 bis 500 cm/Sekunde) bilderzeugt. Ein zweiter Satz einer verschiedenen Farbe wurde bei derselben Scangeschwindigkeit direkt über den ersten gedruckt.

Erfolgreicher Überdruck von C, M, Y, K wurde ohne wahrnehmbare Fehler über eine A2 Bilderzeugungsfläche über alle Scangeschwindigkeiten (100 bis 500 cm/Sekunde) erreicht.

Mahlgüter:

dunkelrotes Cyanmahlgut

dunkelrotes Cyanpigment 7,77 g

BUTVAR B76 7,77 g

DISPERSBYK 161 0,47 g

MEK 42,0 g

1-Methoxy-2-propanol 42,0 g

Phthalogrünmahlgut

Phthalogrünpigment 7,86 g

BUTVAR B76 7,86 g

DISPERSBYK 161 0,47 g

MEK 41,9 g

1-Methoxy-2-propanol 41,9 g

dunkelrotes Magentamahlgut

dunkelrotes Magentapigment 7,78 g

BUTVAR B76 7,78 g

DISPERSBYK 161 0,93 g

MEK 41,8 g

1-Methoxy-2-propanol 41,8 g

dunkelblaues Magentamahlgut

dunkelblaues Magentapigment 7,36 g

BUTVAR B76 7,36 g

DISPERSBYK 161 0,88 g

MEK 42,2 g

1-Methoxy-2-propanol 42,2 g

schwarzes Mahlgut

Rußschwarzpigment 9,88 g

BUTVAR B76 9,88 g

DISPBRSBYK 161 1,03 g

MEK 39,6 g

1-Methoxy-2-propanol 39,6 g

dunkelgrünes Gelbmahlgut

dunkelgrünes Gelbpigment 7,28 g

BUTVAR B76 7,28 g

DISPERSBYK 161 0,44 g

MEK 42,5 g

1-Methoxy-2-propanol 42,5 g

dunkelrotes Gelbmahlgut

dunkelrotes Gelbpigment 7,28 g

BUTVAR B76 7,28 g

DISPERSBYK 161 0,44 g

MEK 42,5 g

1-Methoxy-2-propanol 42,5 g

Beispiel 8

Ein Rezeptor wurde durch Auftragen der folgenden Formulierung von Methylethylketon (18 Gew.-%) auf einen 100 um PET-Träger hergestellt, um ein Trockenbeschichtungsgewicht von 400 mg/ft² (4,3 g/m²) bereitzustellen:

PLIOLITE S5A 87 Gew.-%

Poly(stearylmethacrylat)-Kügelchen (Durchmesser 8 um) 1 Gew.-%

Diphenylguanidin 12 Gew.-%

Der Rezeptor wurde unter den Bedingungen von Beispiel 7 unter Verwendung der Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarz-Donorlagen bebildert. Das so erhaltene Bild wurde unter Hitze und Druck durch Leiten des Rezeptors und Trägers in Kontakt durch einen MATCHPRINT-Laminator auf einen opaken MATCHPRINT Low Gain Träger übertragen. Die Lagen wurden auseinandergeschält und das übertragene Bild untersucht. Die Qualität des übertragenen Bildes war hervorragend und hatte eine gute Farbwiedergabe ohne Verfärbung von dem IR-Farbstoff. Keine Staubartefakte waren sichtbar.

Die vorhergehende ausführliche Beschreibung und Beispiele sind nur zur Klarheit des Verstehens geliefert worden. Keine unnötigen Beschränkungen davon sind selbstverständlich. Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten und beschriebenen exakten Einzelheiten beschränkt, für den Fachmann naheliegende Veränderungen sind in die durch die Patentansprüche definierte Erfindung eingeschlossen.


Anspruch[de]

1. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem, umfassend:

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist;

ein dispergierbares Material; und

ein Rezeptorelement, umfassend eine texturierte Oberfläche.

2. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das Transfermaterial des Donorelements eine Materialschicht umfaßt.

3. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das Bindemittel des Transfermaterials ferner ein nichtvernetzbares Harz umfaßt.

4. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, welches ein übertragenes Bild mit einer Auflösung von wenigstens etwa 300 Pünktchen pro 25,4 mm (1 Zoll) erzeugt.

5. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, welches ein übertragenes Bild bei einer Empfindlichkeit von höchstens etwa 0,5 Joule/cm² erzeugt.

6. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei der kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff ein bleichbarer Farbstoff ist.

7. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 6, wobei der bleichbare, kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff aus einem Tetraarylpolymethin- Farbstoff, einem Aminradikalkation-Farbstoff und Gemischen davon ausgewählt ist.

8. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das Rezeptorelement ein Substrat mit einer texturierten Empfangsschichtoberfläche umfaßt, umfassend eine Mehrzahl von Vorsprüngen, die mit einem mittleren Abstand von etwa 1 um bis etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche der Empfangsschicht vorstehen.

9. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1 oder 8, wobei R¹ des latenten Vernetzungsmittels aus H, einem Alkylrest, einem Cycloalkylrest und einem Arylrest ausgewählt ist, jedes R² und R³ unabhängig voneinander ein Alkylrest oder ein Arylrest, und R&sup4; ein Arylrest ist.

10. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei der Fluorkohlenstoffzusatzstoff eine Sulfonamidverbindung umfaßt.

11. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei der Fluorkohlenstoffzusatzstoff und das dispergierbare Material in einem Gewichtsverhältnis von wenigstens etwa 1 : 10 vorhanden sind.

12. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das dispergierbare Material aus einem Pigment, einem kristallinen, nichtsublimierbaren Farbstoff, einem Farbverstärkerzusatzstoff, einem texturierenden Material und Gemischen davon ausgewählt ist.

13. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das Rezeptorelement Vorsprünge umfaßt, die mit einem mittleren Abstand von höchstens etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche des Rezeptors vorstehen.

14. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 13, wobei es durchschnittlich wenigstens etwa 500 Vorsprünge pro Quadratmillimeter gibt.

15. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 13, wobei die Vorsprünge aus Partikelmaterial in einem Bindemittel erzeugt sind.

16. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem nach Anspruch 1, wobei das Rezeptorelement eine Empfangsschicht umfaßt, wobei die Empfangsschicht ein Bleichmittel für den bleichbaren, kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff umfaßt.

17. Laserinduziertes thermisches Bilderzeugungssystem, umfassend

ein Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen Tetraarylpolymethin-Farbstoff der folgenden Formel:

wobei jedes Ar¹ bis Ar&sup4; Arylreste sind, die gleich oder verschieden sind,

und wenigstens einer der Arylreste, die Ar¹ bis Ar&sup4; sind, einen tertiären

Aminosubstituenten hat und X ein Anion ist;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein Pigment; und

ein Rezeptorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem eine Empfangsschicht aufgetragen ist, wobei die Empfangsschicht

ein Bleichmittel für den Tetraarylpolymethin-Farbstoff;

ein Bindemittel; und

Partikelmaterial umfaßt.

18. Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung gemäß digital gespeicherter Bildinformation moduliert wird, wodurch Bereiche des Transfermaterials vom Donorelement auf das Rezeptorelement übertragen werden; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt.

19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei die Schritte (a)-(d) einen Zyklus bilden, welcher wenigstens einmal wiederholt wird, wobei ein unterschiedliches Donorelement, umfassend einen unterschiedlichen Farbstoff, in jeder Zykluswiederholung verwendet wird, aber dasselbe Rezeptorelement in jeder Zykluswiederholung verwendet wird.

20. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der kationische, infrarot-absorbierende Farbstoff ein bleichbarer Farbstoff ist.

21. Verfahren nach Anspruch 19, wobei das Rezeptorelement ein Bleichmittel für den bleichbaren, kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff umfaßt.

22. Verfahren nach Anspruch 18, das ferner als Schlußschritt umfaßt, den Rezeptor und das darauf ruhende Bild einer Hitzebehandlung zu unterwerfen.

23. Verfahren nach Anspruch 19, wobei das auf dem Rezeptor ruhende Bild nach allen Wiederholungen der Schritte (a)-(d) als Schlußschritt auf einen anderen Rezeptor übertragen wird.

24. Verfahren der Bilderzeugung, umfassend:

(a) Bereitstellen eines laserthermischen Übertragungsdonorelements, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material;

(b) Bereitstellen eines Rezeptorelements mit texturierter Oberfläche;

(c) Zusammensetzen des Donorelements in Verbindung mit dem Rezeptorelement und Einwirken von Abtastlaserstrahlung einer Wellenlänge, die von dem kationischen, infrarotabsorbierenden Farbstoff absorbiert wird, auf den Zusammenbau, wobei die Laserstrahlung auf eine Stelle einer Fläche A um² auf der Ebene des Transfermaterials fokussiert und gemäß digital gespeicherter Halbtonbildinformation moduliert wird, wodurch verursacht wird, daß exponierte Bereiche der Farbstoffschicht erweichen oder schmelzen und vorzugsweise am Rezeptorelement haften; und

(d) Trennen des Donorelements und des Rezeptorelements, wobei ein auf dem Rezeptorelement ruhendes Bild verbleibt;

wobei das Rezeptorelement ein Substrat mit einer texturierten Empfangsschichtoberfläche umfaßt, umfassend eine Mehrzahl von Vorsprüngen, die mit einem mittleren Abstand von höchstens etwa 8 um über der Ebene der Oberfläche der Empfangsschicht vorstehen, wobei es durchschnittlich wenigstens 1 Vorsprungsfläche von A um² gibt.

25. Donorelement, umfassend ein Substrat, auf welchem Transfermaterial aufgetragen ist, umfassend:

ein Bindemittel, umfassend ein Hydroxylharz;

einen Fluorkohlenstoffzusatzstoff;

einen kationischen, infrarot-absorbierenden Farbstoff;

ein latentes Vernetzungsmittel mit einem Kern der folgenden Formel:

wobei R¹ H oder ein organischer Rest ist;

jedes R² und R³ ein organischer Rest ist; und

R&sup4; ein Arylrest ist; und

ein dispergierbares Material.







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