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Dokumentenidentifikation DE19957009A1 07.06.2001
Titel Transportmittel mit einer endlosen Transportkette aus gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern
Anmelder Sprimag Spritzmaschinenbau GmbH & Co KG, 73230 Kirchheim, DE
Erfinder Mendl, Rainer, Dipl.-Ing., 73230 Kirchheim, DE
Vertreter R. Zellentin und Kollegen, 80331 München
DE-Anmeldedatum 26.11.1999
DE-Aktenzeichen 19957009
Offenlegungstag 07.06.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.2001
IPC-Hauptklasse B65G 17/48

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Transportmittel mit einer endlosen Transportkette aus gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern, mit im Abstand voneinander daran angeordneten Aufnahmeeinrichtungen für zu transportierende Werkstücke, wobei die Transportkette entlang einer fest angeordneten Führungsbahn geführt ist, die neben waagerechten Streckenteilen auch Kurven und unter einem Winkel zur Waagerechten enthaltende Streckenteile aufweisen kann. Derartige Transportmittel sind als unterhalb des Gutes angeordnete "Hängeförderer" mit kardanisch miteinander verbundenen Kettengliedern bekannt. Diese Transportmittel weisen, insbesondere wenn die zu transportierenden Werkstücke eine gewisse Höhe aufweisenden, nur eine begrenzte Stabilität auf und müssen bei unter einem Winkel zur Waagerechten verlaufenden Streckenabschnitten bzw. Kurvenabschnitten die Aufnahmeeinrichtungen so voneinander beabstandet werden, daß ein gegenseitiges Berühren der zu transportierenden Werkstücke ausgeschlossen wird, wodurch große Abstände zwischen den Aufnahmeeinrichtungen einzuhalten sind, was die Transportkapazität beschränkt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Transportmittel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dahingehend zu verbessern, daß eine bessere Stabilität der Anordnung der Aufnahmeeinrichtungen, sowie kürzere Abstände zwischen ihnen auch bei Kurven-, Gefälls- oder Steigungsstrecken möglich sind.

Diese Aufgabe wird durch ein Transportmittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Transportmittels sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Nachstehend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel unter Bezug auf Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 Ein Transportmittel in Ansicht senkrecht zur Führungsbahn und Führung;

Fig. 2 eine Seitenansicht auf eine Teilstrecke der Führungsbahn und Führung, wobei die Aufnahmeeinrichtungen parallel zueinander geführt sind;

Fig. 3 einen Kurvenabschnitt einer Führungsbahn mit darin geführter Transportkette.

Ein Transportmittel weist eine Führungsbahn 1 in der Kettenglieder 2, 3 einer Transportkette 4 geführt werden auf. Die Kettenglieder 2, 3 sind über Kardangelenke derart miteinander verbunden, daß sie abwechselnd um 90° gedreht zu einer endlosen Transportkette 4 verbunden sind. Die Führungsbahn 1 weist Führungen für die aufeinanderfolgenden um 90° gedrehten Kettenglieder 2, 3 auf, wobei sie einen nur nach unten offenen ansonsten insbesondere geschlossen Querschnitt aufweist (siehe Fig. 1).

Im Ausführungsbeispiel weist jedes zweite Kettenglied (hier die Kettenglieder 3) eine Aufnahmeeinrichtung 5 auf, die zur Aufnahme eines zu transportierenden Werkstücks vorgesehen ist. Vorzugsweise sind die Aufnahmeeinrichtungen 5 ganz oder teilweise auswechselbar angeordnet, um für spezielle Werkstücke - auch mit besonderen Abmessungen - angepaßte Aufnahmen verwenden zu können.

Jedes eine Aufnahmeeinrichtung 5 aufweisende Kettenglied 3 ist mit einer Koppel 6 gelenkig verbunden, deren freies Ende ein Führungselement 7 aufweist, das in einer zur Führungsbahn 1 beabstandeten Führung 8 geführt ist. Die Führungselemente 7 und die Führung 8 sind relativ zueinander einander angepaßt, um eine möglichst spielfreie präzise Führung zu erzielen. Der Anlenkpunkt der Koppel 6 am Kettenglied 3 liegt in Transportrichtung der Transportkette 4 vor dem Punkt, an dem das Führungselement 7 der Koppel 6 in der Führung 8 gleitet, d. h., das Führungselement 7 ist nachlaufend angeordnet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann die Koppel 6 gradlinig als Lenker oder auch eine andere z. B. bogenförmige oder auch eine mehrfach abgebogene Gestalt aufweisen.

Vorzugsweise ist die Aufnahmeeinrichtung 5, wie dies aus Fig. 1 besonders deutlich ersichtlich ist, fest an der Koppel 6 derart angeordnet, daß die Aufnahmeeinrichtung 5 einen mehrfach abgewinkelten Halter 9 aufweist, der aus rechtwinklig miteinander verbundenen Armen 10, 11, 12 besteht, wobei der direkt an der Koppel 6 angeordnete Arm 10 parallel zum Arm 12 ausgerichtet ist, der durch den Arm 11 derart beabstandet ist, daß die am Arm 12 befestigbare Aufnahmeeinrichtung 5 zentriert über der Führungsbahn 1 liegt. Statt eines Halters 9 mit rechtwinklig abgewinkelten Armen 10, 11, 12 kann auch ein bogenförmiger Halter oder ein Halter mit Armen, die unter anderen Winkeln abgewinkelt sind, gegebenenfalls auch in Kombination, eingesetzt werden (nicht dargestellt).

Wie aus Fig. 2 deutlich wird, in der ein Streckenabschnitt einer Führungsbahn 1 mit einer Steigung dargestellt ist, muß in diesem Bereich, um eine Parallelität der Aufnahmeeinrichtungen 5 zueinander auch auf diesem ansteigenden Streckenabschnitt zu gewährleisten, der Abstand der Führung 8 zur Führungsbahn 1 verändert, hier verringert, werden. Um dies auf einfache Weise gewährleisten zu können, kann die Führung 8 in horizontaler Richtung verstellbar mit der Führungsbahn 1 verbunden sein. Im Ausführungsbeispiel sind alle Aufnahmeeinrichtungen 5 in senkrechter Ausrichtung zueinander angeordnet. Um die parallele Ausrichtung im Sinne einer von der Senkrechten abweichenden Winkellage verändern zu können, können die Koppeln 6 zwei- oder mehrteilig ausgeführt sein und im Sinne einer Verkürzung oder Verlängerung gegeneinander beweglich und festlegbar ausgestaltet sein.

Durch die Zweipunkt-Führung jeder Koppel 6 indirekt durch die Führungsbahn 1 und direkt in der Führung 8, wird eine große Stabilität gesichert, die es auch erlaubt, größere und gegebenenfalls auch schwerere Werkstücke zu transportieren, wobei durch die Veränderung des Abstands der Führung 8 zur Führungsbahn 1 auch auf Steigungs- bzw. Gefällstrecken eine parallele Ausrichtung gewährleistet wird, so daß eine Berührung beim Übergang in die Gefäll- oder Steigungsstrecken als auch bei Kurven ausgeschlossen wird. Durch die nach oben geschlossene Führungsbahn 1 ist diese weitgehend vor Verschmutzung geschützt, so daß auch längere Betriebszeiten ohne dazwischenliegende Reinigungsarbeiten möglich sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Transportmittel mit einer endlosen aus gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern (2, 3) bestehenden Transportkette (4) mit im Abstand voneinander daran angeordneten Aufnahmeeinrichtungen (5) für zu transportierende Werkstücke, wobei die Transportkette (4) entlang einer fest angeordneten Führungsbahn (1) geführt ist, die neben waagerechten Streckenteilen auch Kurven und unter einem Winkel zur Waagerechten enthaltende Streckenteile aufweisen kann, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Aufnahmeeinrichtung (5) aufweisenden Kettenglieder (3) gelenkig mit einer Koppel (6) verbunden sind, deren jeweils freies Ende (7) in einer zur Führungsbahn (1) beabstandeten Führung (8) geführt sind und daß die Aufnahmeeinrichtungen (5) an der Koppel (6) befestigt sind.
  2. 2. Transportmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeeinrichtungen (5) auswechselbar an der Koppel (6) befestigt sind.
  3. 3. Transportmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (8) derart beabstandet zur Führungsbahn (1) angeordnet ist, daß alle Aufnahmeeinrichtungen (5) entlang der gesamten Strecke zum Transport von Werkstücken eine parallele Winkellage zueinander einhalten.
  4. 4. Transportmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbahn (1) nach oben geschlossen ist.
  5. 5. Transportmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppeln (6) derart gestaltet sind, daß die Werkstücke zentriert über der nach oben geschlossenen Führungsbahn (1) transportiert werden.






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