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Dokumentenidentifikation DE4022325C2 07.06.2001
Titel Akustische Vereinzelungskontrolle
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63069 Offenbach, DE
Erfinder Schwarz, Siegfried, 73066 Uhingen, DE;
Rodriguez, Jorge M., Dr., 33617 Bielefeld, DE
DE-Anmeldedatum 13.07.1990
DE-Aktenzeichen 4022325
Offenlegungstag 30.01.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.06.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.2001
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G01B 17/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs.

Aus der DE 34 24 665 A1 ist ein Verfahren zum Überwachen von Druckbogeneinheiten bekannt. Durch das Messen einer ersten ordnungsgemäß vereinzelten Druckbogeneinheit werden Messwerte als Referenzwerte erfasst und für den Vergleich mit später erfassten Werten bereitgestellt.

Aus der DE 31 11 952 A1 ist ein Verfahren zur Kontrolle der Vereinzelung und von Fehlstellen bei der Zuführung von blattförmigen Gut bekannt. Ein Mikroprozessor steuert hierbei selbsttätig die Ansprechempfindlichkeit der Sonden.

Aus der gattungsbildenden DE 36 20 042 A1 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur akustischen Kontrolle von Fehl- und/oder Mehrfachbogen bekannt. Hierbei wird der Einfluss von Störgrößen auf das Messergebnis kompensiert. Dazu erfolgt eine Erfassung von Störgrößen und/oder der Drift der Ultraschallfrequenz bzw. Phase. Diese Störgrößensignale werden dann mit den zu überwachenden Signalen verglichen und entsprechend ausgewertet.

Bislang werden Eich- und Einstellvorgänge in Bezug auf die Dicke, also die Masse der jeweiligen Prüflinge (Gegenstände) oft manuell vorgenommen werden, was nicht nur häufig zu Fehlern führen kann, sondern z. B. im Hinblick auf die Messbereichswahl noch relativ arbeitsintensiv ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Eich- und Einstellvorgänge weitestgehend zu vereinfachen und sicherer zu machen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch angegeben.

Die Erfindung wird anhand einer Prinzipskizze im folgenden noch näher erläutert ist.

Die Skizze zeigt dabei zunächst einmal das Gehäuse 4 für die Auswertelektronik 3, also den Mikroprozessor, sowie dasjenige 4a, an dem über Tragarme 5, Sender 1 und Empfänger 2 samt den elektrischen Verbindungen 7 zur Auswertelektronik 3 angeschlossen sind.

Die zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe dienlichen, kombinatorischen Merkmale sind nun folgende:

  • 1. Das Gesamtsystem 1 bis 7 besitzt keine manuellen Einstellmöglichkeiten und beim Erstdurchlauf eines Prüflings 6 erfolgen sämtliche Einstellungen auf die jeweilige Prüflingsdicke "s" wie z. B. Erfassen und Abspeichern des Sollwertes in Form des Schallwechseldrucks am Prüfling 6 incl. der Verstärkereinstellung des Empfängers selbsttätig durch ein Mikroprozessorsystem in der Auswertelektronik 3. Kommt es, wie in der Skizze angedeutet irgendwie einmal zu einer Mehrfachlage 6, 6a von Prüflingen und verändert sich somit am Empfänger 2 gemessene Schallwechseldruck, erfolgt ein akustisches Signal bzw. es werden weitere Vorgänge wie z. B. Maschinenstop oder zusätzlicher Vereinzelungsvorgang ausgelöst.
  • 2. Erfindungserheblich in besonderem Maße ist aber, daß dieser unter 1. beschriebenen Art der Eichung des Gerätes vorgelagert der Mikroprozessor beim Erstdurchlauf eines Prüflings 6 zudem eine ebenfalls selbsttätige Meßbereichsverschiebung, d. h. Wahl des optimalen Meß- bzw. Frequenzbereichs in bezug auf die Dicke "s" des Prüflings 6 vornimmt.

    Diese selbsttätige Vorabanpassung des günstigsten Meßbereichs an die jeweiligen Prüflinge 6 ermöglicht somit erstmals den Einsatz eines solchen Gerätes bzw. die Anwendung des damit verbundenen Verfahrens für z. B. alle Papierqualitäten von extrem dünn bis zur dicken Kartonstärke ohne manuelle Einstellungen vornehmen zu müssen.

    Sinnvoll im Gesamtzusammenhang ist letztlich noch die Anordnung einer digitalen o. ä. Anzeige 8 des Schallwechseldrucks am Gerätegehäuse 4 der Auswertelektronik 3.
Bezugsziffernverzeichnis 1 Sender

2 Empfänger

3 Auswertelektronik

4 Gehäuse

4a Gehäuse

5 Tragarm

6 Prüfling

6a Prüfling

7 elektrische Verbindung

8 Digitalanzeige

s Stärke des Prüflings

Sp Prüfspalt


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur akustischen Kontrolle einer Folge einzeln eine Kontrollstation passierender blatt-, platten-, folien- oder bandartiger Gegenstände, beispielsweise an Zusammentragmaschinen in der Papier- oder Druckindustrie, wobei die zu prüfenden Gegenstände (6, 6a) eine aus Sender (1) und Empfänger (2) bestehende, an eine Auswerteelektronik (3) angeschlossene Sensoreinheit passieren, und dass Messsignale der Sensoreinheit zur Bestimmung der Dicke (S) der Gegenstände (6, 6a) verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst bei einem Erstdurchlauf eines Gegenstandes (6, 6a) die Auswahl eines, auf die Dicke (S) des Gegenstandes (6, 6a) bezogen, optimalen Mess- oder Frequenzbereiches erfolgt, und dass dann ebenfalls beim Erstdurchlauf eines Gegenstandes (6, 6a) ein auf die Dicke (S) der zu prüfenden Gegenstände (6, 6a) bezogenes Erfassen und Abspeichern eines Sollwertes für den Schallwechseldruck erfolgt.






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