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Dokumentenidentifikation DE69327342T2 05.07.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0696180
Titel ELEKTROCHIRURGISCHES INSTRUMENT UND DESSEN HERSTELLUNGSVERFAHREN
Anmelder MediCor Corp., Vernon Hills, Ill., US
Erfinder MORRIS, James, R., Littleton,CO 80125, US
Vertreter Dr. Volker Vossius, Corinna Vossius, Tilman Vossius, Dr. Martin Grund, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69327342
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.09.1993
EP-Aktenzeichen 939213732
WO-Anmeldetag 07.09.1993
PCT-Aktenzeichen US9308368
WO-Veröffentlichungsnummer 9405226
WO-Veröffentlichungsdatum 17.03.1994
EP-Offenlegungsdatum 14.02.1996
EP date of grant 15.12.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2001
IPC-Hauptklasse C23C 4/10
IPC-Nebenklasse A61B 18/14   

Beschreibung[de]
HERSTELLUNGSVERFAHREN

Die Erfindung betrifft elektro-chirurgische Instrumente und Vorrichtungen und insbesondere elektro-chirurgische Instrumente mit aufgetragener Keramik-Isolierschicht.

Mögliche relevante Patentschriften:

Zusätzliche Literatur

1. Peters, J. H. et al. Safety and efficacy of laparoscopic cholecystectomy. A prospective analysis of 100 initial patients. Annual Surgery, Jan. 1991.

2. Wicker, P. The hazards of electrosurgery and principles of safe use. NATNEWS, Nov. 1990.

3. Association of Operating Room Nurses. Proposed recommended practices: Electrosurgery. AORN Journal, Aug. 1990.

Die US-PS 2,865,375 betrifft korrosionsbeständige Nadeln, die mit einem glänzenden, korrosionsbeständigen flexiblen Nickel-NickeIIPhosphat-Überzug plattiert sind. Die US-PS 2,865,376 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von glänzenden, korrosionsbeständigen vergoldeten Nadeln für chirurgische Nähte.

Die US-PS 2,975,078 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines für elektrische Geräte geeigneten Keramik-beschichteten Drahts, der sehr hohen Temperaturen ausgesetzt wird und der aus einer Nickeloxid-Oberfläche besteht, die mit einer keramischen Zusammensetzung beschichtet ist, umfassend 6 bis 9 unterschiedliche Oxide und Dioxide einschließlich Blei-, Titan-, Silicium-, Magnesium-, Bor- und 1 bis 4 zusätzliche -oxide und/oder -dioxide.

Die US-PS 3,005,729 betrifft ein Oberflächen-Schwärzverfahren für Stahle. Die US-PS 3,210,220 betrifft ein Verfahren, das auf die Beschichtung von Edelstahl beschränkt ist, umfassend einen fest anhaftenden Oxidfilm, der hergestellt wird durch Einwirken einer konzentrierten schwefel- oder salpetersauren wäßrigen Lösung von Chromtrioxid, CrO&sub3;, auf eine Stahl-Chromlegierungs-Oberfläche eines Gegenstands für eine Zeit, die notwendig ist, um die gewünschte dünne Oxidbeschichtung auszubilden.

Die US-PS 3,480,483 betrifft ein Verfahren zur Ausbildung einer Beschichtung an der Schneidkante von Rasierklingen aus Stahl durch Aufbringen einer dünnen Chromschicht auf die Oberfläche und Hitzebehandlung in einer oxidierenden Atmosphäre, um der Schneidkante eine verbesserte Beständigkeit zu verleihen.

Die US-PS 3,721,534 betrifft das Gießen von Aluminiumgegenständen, bestehend aus einem eisenhaltigen Metallträger mit einer dreilagigen Beschichtung, die zum Gießen von geschmolzenem Aluminium geeignet ist, wobei die Beschichtung der Temperatur von geschmolzenem Aluminium widerstehen kann, in geschmolzenem Aluminium unlöslich ist, eine gute Wärmeübertragung aufweist und ein Abtrennen eines weichen gegossenen Aluminiumgegenstands erlaubt und aus Nickel-Aluminid, Nickel-Chrom-Legierung und Aluminiumoxidkeramik besteht.

Die US-PS 3,892,883 beschreibt ein Verfahren zum Verbessern des Zusammenhalts unter Verwendung von Kupfer/Glas, Nickel-Aluminid und schließlich einem Metalloxid eines Carbids.

Die US-PS 4,314,005 betrifft ein Verfahren zum thermochemischen Beschichten von eisenhaltigen Metallgegenständen. Das Verfahren umfaßt die Herstellung einer Beschichtungszusammensetzung zur Homogenisierung eines Komplexes aus Metalloxiden und anderen Feststoffen in einer organischen flüssigen Zusammensetzung unter Bildung einer Emulsion, Vorerhitzen der eisenhaltigen Gegenstände auf eine erhöhte Temperatur, gefolgt von dem Beschichten der vorerhitzten Gegenstände.

Die US-PS 4,483,899 betrifft einen Infrarot-Reflexions-verhindernden Film, der eine Titanoxidschicht einschließt, die auf einem Infrarot-optischen Träger angeordnet ist.

Die US-PS 4,497,877 betrifft einen Metallgegenstand sowie ein Verfahren zu dessen Schutz gegen Korrosion und Verkratzen, umfassend zuerst ein Plattieren mit einer Nickel-Phosphor- Legierung und zweitens eine Beschichtung, umfassend CrPO&sub4;, Cr(OH)&sub3; und gegebenenfalls Cr2(SO&sub4;)3, aber kein Nickel. Diese Schicht stellt einen Korrosionsschutz bereit.

Die US-PS 4,518,467 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Solarkollektors für hohe Temperaturen unter Verwendung eines porösen Oxidfilms auf einer Edelstahloberfläche. Die US-PS 4,726,368 beschreibt ein nicht-reflektierendes Instrument. Die Erfindung betrifft insbesondere nicht-reflektierende chirurgische Instrumente zur Verwendung in der Laserchirurgie, umfassend einen metallischen Träger und eine Beschichtung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Al&sub2;O&sub3;, Al&sub2;O&sub3;/TiO-Gemischen, Al&sub2;O/Cr&sub3;O&sub2; Gemischen und WE/Co- Gemischen. Diese nicht-reflektierende Beschichtung absorbiert Strahlung im Infrarotbereich.

Die EP-A-92170 beschreibt eine mikrochirurgische Pinzette, bestehend aus zwei metallischen Armen und einem metallischen Verbindungsglied, das die zwei Arme fest am Endbereich der Arme aneinander befestigt. Ein Endbereich der Arme ist mit einer Oxid-Schutzbeschichtung versehen, bevorzugt mit Al&sub2;O&sub3;, das durch Plasmabeschichtungen aufgebracht wird.

Seit der Einführung der mono- und bipolaren elektro-chirurgischen Einheit in der Chirurgie als chirurgische Werkzeuge zum Schneiden und Koagulieren von Geweben wurden viele Fälle von unbeabsichtigten und ungewollten elektrischen Schocks oder Verbrennungen bei Patienten und Ärzten berichtet (Peters, 1991; Wicker, 1990, Association of Operating Room Nurses, 1990). In einer großen Zahl dieser Berichte wurde der Grund der berichteten Verletzung als Ergebnis eines Zusammenbruchs der Isolation des elektro-chirurgischen Instruments bezeichnet.

Das typischerweise verwendete Isoliermaterial war Teflon, PVC oder bei Hitze schrumpfende Kunststoffmaterialien. Diese Materialien haben zwar außerordentlich gute elektrische Isoliereigenschaften, aber sind nicht als ideale Isolatoren für chirurgische Instrumente geeignet. Die Hauptgründe dafür sind, daß sie einen sehr geringen Abriebwiderstand aufweisen (d. h. die Beschichtung geht leicht ab). Zusätzlich können sie leicht verkratzt werden, so daß Flächen zurückbleiben, wo das bloße Metall erscheint. Bei verschiedenen Sterilisierverfahren werden sie schnell abgebaut, was ein Verschlechtern der Isoliereigenschaften bewirkt; und zusätzlich können sie Feuchtigkeit zwischen dem bloßen Metal) und der Isolierung zurückhalten und so zu Korrosionsproblemen und Problemen mit der Sterilisierung beitragen.

Außerdem haben diese Materialien eine geringe Wärmebeständigkeit. Die Isolierung wird durch die Hitze, die aufgrund der durch das Instrument während längerem Gebrauch fließenden Wattleistung erzeugt wird, abgebaut, und schließlich müssen die häufig verwendeten Instrument-Isolierungen regelmäßig ersetzt werden, was übermäßige Kosten für die Bereitsteller der Gesundheitsfürsorge bewirkt.

Ein idealer Isolator für elektro-chirurgische Instrumente soll mindestens die folgenden Eigenschaften aufweisen. Er sollte exzellente dielektrische (isolierende) Eigenschaften im 500 KHz- bis 1 MHZ-Frequenzbereich aufweisen, der typisch für Generatoren für elektrochirurgische Geräte ist. Zusätzlich sollte er außergewöhnliche Abnutzungs- und Abriebeigenschaften haben, und er sollte durch Kratzen, Knicken oder Schneiden nicht angegriffen werden. Er sollte chemisch inert und sterilisierbar, ungiftig, nicht reizend und nicht cytotoxisch und zur Verwendung im menschlichen Körper geeignet sein. Der Isolator sollte fest am Grundmetall des Instruments anhaften, um Korrosions- und Sterilitätsproblemen vorzubeugen. Er sollte ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen und nicht von verschiedenen Sterilisierungstechniken angegriffen werden. Und schließlich sollte er zweckmäßig auf eine Vielzahl von Formen und Größen chirurgischer Instrumente aufgebracht werden können. Die Lösung dieser Aufgabe wird durch Verwendung einer Plasmakanone, einer Detonationskanone oder einem Hochgeschwindigkeits-Sauerstoffzufuhrsystem (HVOF) zur Abscheidung einer Keramikbeschichtung erreicht. Die spezielle Keramik der Wahl ist Al&sub2;O&sub3; (Aluminiumoxid), obwohl Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid oder Zirkoniumdioxid-Calciumoxidbeschichtungen auch verwendet werden können. Das Al&sub2;O&sub3; Material hat eine inhärent größere dielektrische Widerstandsfähigkeit und erlaubt daher eine dünnere Beschichtung zum Erhalt derselben Isolierfähigkeit als andere übliche verwendete Materialien, die in einer dickeren Beschichtung aufgetragen werden.

Die bevorzugte Dicke der Beschichtung für die meisten chirurgischen Instrument-Anwendungen beträgt 0,254 bis 0,381 mm (0,010 bis 0,015 inch). Beschichtungen in diesem Dickenbereich wurden getestet und sie sind ausgezeichnete Isolatoren bei Spannungen bis mindestens 4-6 Kilovolt, 3000-4000 Volt, Wechselstrom RMS.

Der Gleichstromverlust bei 3000 Volt wurde getestet und ist geringer als 100 Mikroamper. Beschichtungen aus Al&sub2;O&sub3; wurden getestet und wurden als ungiftig, nicht cytotoxisch und nicht reizend befunden.

Es wurde auch gefunden, daß die bevorzugte Beschichtung nicht durch wiederholte Sterilisierverfahren wie chemische Sterilisierung, Dampfsterilisierung und Autoklavieren abgebaut werden.

Diese Beschichtung wurde auch auf Abnutzung und Abrieb getestet durch das Belassen beschichteter Proben in einer Schwenk-Kippvorrichtung für 24 Stunden. Dies entspricht einer etwa 3-4-stündigen Behandlung mit einer Schleifscheibe. Die Ergebnisse dieses Tests zeigen, daß weniger als 0,0254 mm (1/1000 inch) des Beschichtungsmaterials entfernt wurde.

Weitere Tests, die konzipiert wurden, um den Widerstand der Beschichtung gegenüber Kratzen und Knicken zu zeigen, wurden durch zweckgerichtetes und fortdauerndes Kratzen und Schneiden der Beschichtung mit Edelstahl-Skalpellklingen und Scherenklingen durchgeführt. Da die Al&sub2;O&sub3;-Beschichtung soviel härter als typischer Edelstahl ist, wurden keine Schnitte oder Kratzer erhalten. Stattdessen wurde das Metall der Edelstahlklingen durch die Beschichtung abgenutzt.

Die Eigenschaften dieser Beschichtung können zu bedeutenden Kosteneinsparungen bei den Verbrauchern führen, dadurch, daß zusätzliche Ausgaben für den Ersatz typischer auf Teflon und Kunststoff basierender Isoliermaterialien wegfallen.

Zusätzlich wird aufgrund der Kombination der beschriebenen Eigenschaften ein wesentlich sichereres Instrument hergestellt und das Risiko für die Klinik und den Arzt wird vermindert. Ein Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektrochirurgische Instrumente, die außergewöhnliche Abnutzungs- und Abriebeigenschaften hat und gegen Kratzen, Knicken und Schneiden beständig ist.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektrochirurgische Instrumente mit ausgezeichneten dielektrischen (isolierenden) Eigenschaften im Frequenzbereich von 500 KHz bis 1 MHZ.

Ein zusätzliches Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektro-chirurgische Instrumente, die chemisch inert und sterilisierbar, ungiftig, nicht reizend und nicht cytotoxisch ist.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektrochirurgische Instrumente, die fest am Grundmetall des Instruments haftet, um Korrosions- und Sterilitätsproblemen vorzubeugen.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektrochirurgische Instrumente, die durch verschiedene Sterilisiertechniken nicht angegriffen wird. Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist die Bereitstellung einer Isolierbeschichtung für elektrochirurgische Instrumente, die zweckmäßig auf eine Vielzahl von Formen und Größen chirurgischer Instrumente aufgebracht werden kann.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Aufbringen einer beständigen Keramikbeschichtung bereitgestellt, die eine Isolation im 500 KHz- bis 1 MHZ-Frequerizbereich bereitstellt, und zwar auf ein metallisches elektro-chirurgisches Instrument, umfassend

(a) ein Aufrauhen der Oberfläche des zu beschichtenden elektro-chirurgischen Instruments,

(b) Aufbringen einer Keramikbeschichtung mit einer Dicke im wesentlichen im Bereich von 0,25 bis 0,76 mm (0,010 bis 0,03 inch) und ausgewählt aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid und Zirkoniumdioxid-Calciumoxid, auf die erhaltene aufgerauhte Oberfläche, und zwar durch Verwendung eines Systems, ausgewählt aus einer Plasmakanone, einer Detonationskanone und einem Hochgeschwindigkeits-Sauerstoffzuführsystem, und (c) Aufbringen einer Silikonversiegelung auf die Keramikbeschichtung.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein elektro-chirurgisches Instrument bereitgestellt, umfassend:

(a) einen Metallträger eines chirurgischen Instruments;

(b) eine beständige Keramikbeschichtung auf dem Träger, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung dem Träger hervorragende elektrische Isoliereigenschaften im 500 KHZbis 1 MHZ-Frequenzbereich verleiht, und eine Dicke im wesentlichen im Bereich von 0,25 bis 0,76 mm (0,010 bis 0,03 inch) aufweist; und das Instrument weiter eine Silikonversiegelung umfaßt, die die Keramikbeschichtung bedeckt.

Gemäß einem optionalen Merkmal dieses Aspekts der Erfindung ist die beständige Keramik ausgewählt aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid und Zirkoniumdioxid-Calciumoxid.

Gemäß einem weiteren Merkmal dieses Aspekts der Erfindung liegt zwischen dem Träger und der Keramikbeschichtung eine Molybdän-Bindeschicht vor.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung liegt über der Keramikbeschichtung eine Aluminiumoxid- und Titandioxid-Farbschicht vor.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Aufbringen einer elektrischen Isolierbeschichtung auf ein elektro-chirurgisches Instrument.

Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht eines elektro-chirurgischen Instruments mit einer Isolierbeschichtung.

Fig. 1 erläutert schematisch ein Verfahren zur Bereitstellung einer Isolierbeschichtung auf einem elektro-chirurgischen Instrument 10, wie z. B. eine wiederverwendbare Endoskop- Elektrode mit einer Länge von 40,6 cm (16 inch) und einem Durchmesser von 1,65 mm (0,065 inch), die aus Edelstahl für chirurgische Zwecke hergestellt ist. Zunächst wird das Instrument mit einer Maske versehen, um Flächen zu bedecken, die nicht beschichtet werden sollen. Das Bedecken kann per Hand geschehen unter Verwendung von konventionellem Abdeckband.

Das Instrument wird danach in einem herkömmlichen Sandstrahler 12 plaziert, wie z. B. der unter der Produkt-Bezeichnung Trinco Dry Blast Sand Blaster 36-BP2 vertriebene, der von der Trinitiy Tool Company, 34600 Commerce Road, Fraser, Minnesota 48026, erhältlich ist. Die Oberfläche des Instruments wird gereinigt und durch den Sandstrahler leicht aufgerauht. Das Instrument wird danach auf einer Spindelanordnung 14 befestigt, wobei die Längsachse des Instruments koaxial zu der Rotationsachse AA der Spindelanordnung 14 ausgerichtet ist.

Es wird ein Beschichtungs-Aufbringsystem bereitgestellt, das eine Plasmakanone 16 umfassen kann, die durch die Leitung 17 mit der Materialzufuhr- und Kontrolleinheit 18 verbunden ist, um Beschichtungsmaterial im Plasmazustand auf die Oberfläche des Instruments zu sprühen. Das Beschichtungs-Aufbringsystem kann ein ein bekanntes herkömmliches Aufbringsystem sein wie z. B. das unter der Produkt-Bezeichnung Plasmatron® Thermal Spray System Model Nr. 3700-B2B-100-D von Miller Thermal, fnc. Pfasmadyne and Mogul Products, 555 Communication Dr., P. O. Box 1081, Appleton, Wisconsin 54912, vertriebene.

Das Beschichtungsmaterial, das auf ein Instrument 10 aufgebracht werden soll, wird zunächst in pulverisierter Form in die Materialzufuhreinheit 18 eingefüllt. Pulverisierte Formen der Materialien, die in dem Beschichtungsverfahren verwendet werden können, einschließlich Aluminiumoxid, einem AluminiumoxidlTitandioxidgemisch, und Molybdän sind unter den Produkt-Bezeichnungen AI-1010 F, AI-1070 bzw. AI-1138 von Alloys International Products, 1901 Ellis School Road, Baytown, Texas 77521, käuflich.

Die Spindelanordnung 14 wird mit ihrer Rotationsachse AA parallel zu einer Führungsanordnung 20 angeordnet, die zur Unterstützung einer Plasmakanone 16 darauf für die Hin- und Herbewegung 22 angepaßt ist. Die Spitze der Kanone 16 kann 88,9 mm (3,5 inch) vor der Oberfläche des Instruments 10 angeordnet sein. In einer typischen Anwendung kann die Kanone mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 0,305 m/s (1 Ft./sec.) zurück- und vorbewegt werden, und das Instrument kann mittels der Spindel mit einer Rate von etwa 250 Umdrehungen pro Minute um die Achse AA gedreht werden. Kühlluft kann dem Instrument wie z. B. von benachbarten Luftstrom-Düsen (nicht gezeigt) zugeführt werden, um das Beschichtungsmaterial zu kühlen, nachdem es auf das Instrument aufgebracht wurde. Obwohl ein beschichtetes Instrument mit den hier an anderer Stelle beschriebenen Abnutzungs- und Isoliereigenschaften durch direktes Aufbringen einer einzigen Beschichtung wie z. B. einer Schicht aus Aluminiumoxid auf das Instrument erhalten werden kann, werden in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung drei getrennte Beschichtungen auf das Instrument aufgebracht: eine Bindeschicht 32 (die Molybdän-Pulver Nr. AI-1138 mit einer Dicke von 0,0254 mm (0,001 inch) sein kann), eine Isolier-Schutzschicht 34 (die Aluminiumoxid-Pulver Nr. AI-1010 F mit einer Dicke von 0,508 mm (0,020 inch) sein kann) und eine Farbschicht 36 (schwarz) (die Aluminiumoxid und Titandioxid-Pulver Nr. AI-1070 mit einer Dicke von 0,0254 mm (0,001 inch) sein kann), Fig. 2. Die Bindeschicht 32 verbessert die Haftfestigkeit der Isolierschicht 34 auf dem Instrument. Die Farbschicht kann aufgebracht werden, um ein Glänzen des Instruments zu verringern, wenn es bei der Operation verwendet wird. Nachdem die Keramikbeschichtungen aufgebracht wurden, wird eine feuchtigkeitsabweisende Versiegelungsschicht auf das Instrument aufgebracht. Eine Art der Auftragung einer Versiegelungsschicht ist, das Instrument per Hand mit einer Silikonversiegelung einzureiben und dann das Instrument mit vier 175 Watt-Lampen etwa 30 Minuten lang zu erhitzen. Danach wird überschüssige Versiegelung durch Rubbeln und Abwischen des Instruments mit Aceton entfernt.

Spezielle Herstellungsparameter für die unterschiedlichen, vorstehend aufgezählten Pulver zur Verwendung mit den vorstehend beschriebenen Geräten werden in Tabelle III bereitgestellt. Zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Plasmakanonen-Beschichtungsverfahren können auch andere in der Keramikindustrie bekannte Beschichtungsverfahren wie Detonationskanonen und Hochgeschwindigkeits-Sauerstoffzufuhrsysteme verwendet werden. Eine Plasmakanone ist gegenwärtig die bevorzugte Art des Aufbringens einer Beschichtung. Beim Beschichten uneinheitlich geformter Gegenstände können die Gegenstände mit der Hand, wie z. B. mit Zangen gehalten und von Hand gedreht und vor einer Keramik-Aufbringkanone hin- und herbewegt werden. Mit Keramik auf die vorstehend beschriebene Art und Weise beschichtete Instrumente wurden, wie nachstehend beschrieben, getestet und bewertet. Dasselbe Verfahren, wie vorstehend beschrieben, kann zum Aufbringen einer Beschichtung aus Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid oder Zirkoniumdioxid-Calciumoxid anstelle des Aluminiumoxids verwendet werden, um eine Isolierbeschichtung auszubilden.

Die Beständigkeit wird zuerst bewertet. Proben einer Keramik-Kompositbeschichtung werden 25 Stunden lang in einer Schwenk-Kippvorrichtung behandelt. Der Grad der Abnutzung entspricht etwa der Abnutzung nach 3-4 Stunden an einer Schleifscheibe. Die Keramikbeschichtung war nach dieser Behandlung nicht gesplittert oder gebrochen. Aufgrund einer visuellen Analyse bei großer Vergrößerung kann abgeschätzt werden, daß weniger als 0,0254 mm (1/1000 inch) des Beschichtungsmaterials während des Versuchs entfernt wurden.

Als nächstes werden die toxikologischen Eigenschaften bestimmt. Die Ergebnisse der toxikologischen Bewertung von beschichteten Edelstahlproben sind in Tabelle I gezeigt.

TABELLE I Toxikologische Ergebnisse

Kaninchen: subkutane Implantation nicht reizend

Als nächstes werden elektrische Isoliereigenschaften untersucht. Tabelle II zeigt die Eigenschaften der elektrischen Isolierbeschichtung.

TABELLE II Physikalische Eigenschaften der elektrischen Isolierbeschichtung
TABELLE III Parameter für das Plasmatron® Thermal Spray System

Es ist ersichtlich, daß die Erfindung nicht auf die im Detail beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Aufbringen einer beständigen Keramikbeschichtung (32, 34, 36), die eine Isolation im 500 kHz- bis 1 MHz-Frequenzbereich bereitstellt, und zwar auf ein metallisches elektro-chirurgisches Instrument (10), wobei das Verfahren umfaßt:

(a) Aufrauhen der Oberfläche des zu beschichtenden elektro-chirurgischen Instruments;

(b) Aufbringen einer Keramikbeschichtung mit einer Dicke im Bereich von 0,25 bis 0,76 mm (0,010 bis 0,03 inches), die aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid und Zirkoniumdioxid-Calciumoxid ausgewählt ist, auf die entstandene aufgerauhte Oberfläche, und zwar durch Verwendung eines Systems, das aus einer Plasmakanone, einer Detonationskanone und einem Hochgeschwindigkeits-Sauerstoffzuführsystem ausgewählt ist; und

(c) Aufbringen einer Silikonversiegelung auf die Keramikbeschichtung.

2. Elektro-chirurgisches Instrument, das umfaßt:

(a) einen Metallträger eines chirurgischen Instruments;

(b) eine beständige Keramikbeschichtung (34) auf dem Träger, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie dem Träger hervorragende elektrische Isolationseigenschaften im 500 kHz- bis 1 MHz-Frequenzbereich verleiht und daß sie eine Dicke im Bereich von 0,25 bis 0,76 mm (0,010 bis 0,03 inches) aufweist; und

wobei das Instrument weiter eine Silikonversiegelung umfaßt, die die Keramikbeschichtung (34) bedeckt.

3. Elektro-chirurgisches Instrument nach Anspruch 2, wobei die beständige Keramik aus Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Zirkoniumdioxid-Yttriumoxid und Zirkoniumdioxid- Calciumoxid ausgewählt ist.

4. Elektro-chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 2 oder 3, wobei eine Molybdän-Bindeschicht (32) zwischen dem Träger und der Keramikbeschichtung (34) vorliegt.

5. Elektro-chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei eine Aluminiumoxid- und Titandioxid-Farbschicht (36) auf der Keramikbeschichtung (34) vorliegt.







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