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Dokumentenidentifikation DE69426348T2 05.07.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0645942
Titel Verfahren zum Auftauen von Nahrungsmitteln in einem Mikrowellenofen
Anmelder LG Electronics Inc., Seoul/Soul, KR
Erfinder Gong, Chun Sig, Changwon, Kyungsangnam-Do, KR
Vertreter Herrmann-Trentepohl und Kollegen, 81476 München
DE-Aktenzeichen 69426348
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.09.1994
EP-Aktenzeichen 944021286
EP-Offenlegungsdatum 29.03.1995
EP date of grant 29.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.07.2001
IPC-Hauptklasse H05B 6/80
IPC-Nebenklasse H05B 6/68   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels in einem Mikrowellenofen, und im besonderen ein Verfahren zum Auftauen von Lebensmitteln, das im Stande ist, geringe Mengen von Lebensmitteln aufzutauen.

Beschreibung des Standes der Technik

Gemäß der Fig. 1, wird ein Mikrowellenofen gezeigt, der mit einer Auftauvorrichtung ausgerüstet ist. Wie in Fig. 1 gezeigt, enthält die Auftauvorrichtung eine Heizkammer 1 zum Erwärmen eines darin untergebrachten Lebensmittels 2. Ein Drehtisch 3 ist drehbar in der Heizkammer untergebracht. Die Auftauvorrichtung enthält ferner einen Drehtischmotor 4 für den Antrieb des Drehtisches 3 und eine Auslassöffnung 5 für das Austreten von Wasserdampf und Gas, die in der Heizkammer 1 erzeugt werden. Ein Gassensor 6 ist nahe der Auslassöffnung 5 angeordnet, um so austretenden Wasserdampf und Gas an der Auslassöffnung 5 zu ermitteln. Die Auftauvorrichtung enthält weiterhin einen Microcomputer 7 für die Berechnung der Auftauzeit für das Lebensmittel 2, basierend auf einem Ausgangssignal des Gassensors 6 und zur Steuerung verschiedener Teile in dem Mikrowellenofen, eine Displayeinheit 8 zur Anzeige der Auftauzeit, die durch den Microcomputer 7 berechnet worden ist und andere Informationen, wie zum Beispiel die Kochzeit, ein Magnetron 10 führt die zu erzeugenden Hochfrequenzwellen aus, und eine, Dateneingabeeinheit 11 zum Auswählen einer verlangten Funktion durch den Anwender. Die Vorgänge der Auftauvorrichtung die die oben genannten Konstruktionsmerkmale haben werden nun beschrieben.

Wenn ein Anwender das Lebensmittel 2, das aufgetaut werden soll, auf dem Drehtisch 3 in der Heizkammer 2 unterbringt, wählt er an der Dateneingabeeinheit 11, der Microcomputer 7 bestimmt, ob das erzeugte Dateneingabesignal der Dateneingabeeinheit 11 mit einer automatischen Auftaudateneingabe übereinstimmt. Wenn das erzeugte Dateneingangssignal nicht mit der automatischen Auftaudateneingabe übereinstimmt, wird eine Funktion gemäß dem Dateneingabesignal ausgeführt. Wenn jedoch, das gültige Dateneingabesignal mit dem automatischen Dateneingabesignal übereinstimmt, prüft der Microcomputer 7 die Tür des Mikrowellenofens. Wenn die Tür in einem geschlossenen Zustand ist, sendet der Mikrocomputer 7 ein Steuersignal an die Leistungskontrolleinheit 9. Unter der Aufsicht des Microcomputer 7, steuert die Leistungskontrolleinheit 9 das Magnetron 10 an, um zu oszillieren, so daß das Magnetron 10 hochfrequente Wellen abgibt. Das Magnetron 10 wird wiederholbar für 10 Sekunden zum Oszillieren angesteuert, und hält dann für 12 Sekunden an, wie in Fig. 3 gezeigt.

Nun wird das Verfahren zum Auftauen des Lebensmittels in den Zeitabschnitten der Erwärmung beschrieben. Im Anfangsauftauabschnitt dringt die erzeugte Hochfrequenzwellenergie die durch die Oszillation des Magnetrons 10 erzeugt worden ist, durch das Lebensmittel 2, wodurch das gefrorene Lebensmittel erwärmt wird, wie in Fig. 4A gezeigt. Wenn das Lebensmittel 2 erhitzt wird, taut die Oberfläche des Lebensmittels 2 an, wodurch ein Wasserfilm, wie in Fig. 4B gezeigt, gebildet wird. Zu diesem Zeitpunkt ist die Oberflächentemperatur auf dem Lebensmittel 2 oberhalb von 0ºC, während die innere Temperatur des Lebensmittels 2 gleichmäßig ansteigt, wie der vergleichbare Zustand in Fig. 4A zeigt. Während das Lebensmittel 2 weiterhin erwärmt wird, werden Feuchtigkeit und Gas aus dem Wasserfilm auf der Lebensmitteloberfläche 12 erzeugt, wie in Fig. 4C gezeigt. Die erzeugte Feuchtigkeit und Gas werden durch die Auslassöfihung 5 abgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt ist die innere Temperatur des Lebensmittels 2 auf ein Niveau von ungefähr 0ºC angestiegen. Andererseits steuert das Magnetron 10 die Hochfrequenzwellenleistungsenergie auf 30 bis 50% der maximalen Leistung. Dieser Leistungsbereich kann variieren, und ist abhängig von dem Ausgangsgrad des Mikrowellenbereichs der verwendet wird.

Wenn von dem Lebensmittel 2 erzeugter Wasserdampf und Gas durch die Auslassöffnung 5 austreten, nimmt diese der Gassensor 6 wahr und erzeugt ein elektrisches Signal von dem Ergebnis seiner Wahrnehmung. Der Microcomputer 7 empfängt das Ausgangssignal des Gassensors 6. Wenn der Gassensor 6 ein Signal, welches eine Wellenform, wie in Fig. 5 gezeigt, an den Microcomputer 7 sendet, leitet der Microcomputer 7 das Widerstandsverhältnis des Ausgangssignals vom Gassensor 6 zum Zeitverlauf ab, wie in Fig. 6 gezeigt. Fig. 6 zeigt graphisch abgebildet das Widerstandsverhältnis des Ausgangssignals des Gassensors 6 über den Zeitverlauf. In Fig. 6 korrespondiert der Graph A mit dem Fall, daß das Lebensmittel in einer kleinen Menge vorhanden ist, während der Graph B dem Fall entspricht, daß das Lebensmittel 2 in einer großen Menge vorhanden ist. Wie in Fig. 6 gezeigt, kommt es zu einem Modulationsphänomen zu einem Zeitpunkt, wenn das gefrorene Lebensmittel mehr oder weniger aufgetaut ist, nämlich zum Zeitpunkt von t1 oder t2. Dies passiert, weil die Absorption der Hochfrequenzwellenergie schnell beim Auftauen der Portion des Lebensmittels 2 durchgeführt wird, wodurch die Bildung von Wasserdampf oder Gas beschleunigt wird. Nach dem einer der Graphen der Fig. 6 erhalten worden ist, prüft der Mikrocomputer 7 die Modulationspunkte t1 oder t2 jedes angezeigten Schmelzpunktes des gefrorenen Lebensmittels 2 von dem Graph. Dort wo das Widerstandsverhältnis des Ausgangssignals des Gassensors 6 nicht kleiner als 1, 2 ist, arbeitet der Micorcomputer 7 um den Auftauvorgang zu vervollständigen. Andererseits, für den Fall, daß das Widerstandsverhältnis kleiner als 1, 2 ist, führt der Microcomputer 7 ein zusätzliches sekundäres Erwärmen mit verminderter Hochfrequenzwellenenergie, für eine vorbestimmte Zeit T2 aus, um das Lebensmittel 2 aufzutauen. Für das sekundäre Erwärmen des Lebensmittels 2 im Intervall T2, wird das Magnetron 10 wiederholbar für 4 Sekunden angesteuert um zu oszillieren und dann 18 Sekunden angehalten. Zu diesem Zeitpunkt erzeugt der Gassensor 6 ein Ausgangssignal, daß eine Wellenform hat, wie in dem Intervall T2 der Fig. 5.

An dem Modulationspunkt ereignet sich keine bemerkenswerte Modulation mehr, abhängig von den Bedingungen des Lebensmittels 2 oder den Begleitumständen. In dem Fall, daß der Microcomputer 7 das Auftauen des Lebensmittels 2 als abgeschlossen ansieht, wenn das Ausgangssignal von dem Gassensor 6 einen vorbestimmten experimentell vorgegebenen Wert erreicht, ist der Auftauvorgang abgeschlossen.

Gemäß dem Stand der Technik wird jedoch bei einer kleinen Menge von Lebensmitteln das Phänomen beim Auftauvorgang beobachtet, daß das Lebensmittel gekocht ist, im Gegensatz zu einer großen Menge von Lebensmitteln. Andererseits, wird bei einer großen Menge von Lebensmitteln das Phänomen beim Auftauvorgang beobachtet, daß das Lebensmittel unzureichend aufgetaut ist, im Gegensatz zu einer kleinen Menge von Lebensmitteln.

Zusammenfassung der Erfindung

Deshalb ist ein Gegenstand der Erfindung gewesen, ein Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels im Mikrowellenofen bereitzustellen, das imstande ist kleine Mengen von Lebensmitteln aufzutauen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Auftauen von Lebensmitteln in einem Mikrowellenofen bereitgestellt, umfassend: einen anfänglichen Erwärmungsschritt, um das Lebensmittel für eine erste vorbestimmte Zeit zu erwärmen; einen Schritt zum Berechnen einer zusätzlichen Erwärmungszeit, wobei die Erwärmung des Lebensmittels für eine zweite vorbestimmte Zeit nach der Beendigung des anfänglichen Erwärmungsschrittes angehalten wird, wobei bestimmt wird, ob eine zusätzliche Erwärmung des Lebensmittels durchgeführt werden soll, und zwar auf der Basis der Veränderung eines Ausgangssignals, das von einem Gassensor erzeugt wird, der geeignet ist Wasserdampf oder Gas zu ermitteln, die von dem Lebensmittel erzeugt werden, und zwar während des zeitweiligen Stoppintervalls und wobei eine Zeit für die zusätzliche Erwärmung während des zeitweiligen Stoppintervalls berechnet wird; und zusätzliches Erwärmen des Lebensmittels für die zusätzliche Erwärmungszeit, die in dem Schritt zur Berechnung der zusätzlichen Erwärmung berechnet wurde, und nachfolgendes Beenden des Auftauens des Lebensmittels.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels in einem Mikrowellenofen bereitzustellen, umfassend: einen anfänglichen Erwärmungsschritt, um das Lebensmittel für eine erste vorbestimmte Zeit zu erwärmen; einen Schritt zum Berechnen einer zusätzlichen Erwärmungszeit, wobei die Erwärmung des Lebensmittels für eine zweite vorbestimmte Zeit nach der Beendigung des anfänglichen Erwärmungsschrittes angehalten wird, wobei bestimmt wird, ob eine zusätzliche Erwärmung des Lebensmittels durchgeführt werden soll, auf der Basis einer Referenzzeit, die für eine Veränderung eines Ausgangssignals festgelegt wird, welche von einem Gassensor erzeugt wird, der geeignet ist, Wasserdampf oder Gas, die von dem Lebensmittel erzeugt werden, zu ermitteln, um einen vorbestimmten Wert zu erreichen, und wobei eine Zeit für die zusätzliche Erwärmung auf der Basis der Referenzzeit berechnet wird, und zusätzliches Erwärmen des Lebensmittels für die zusätzliche Erwärmungszeit, die bei dem Schritt zum Berechnen des zusätzlichen Erwärmens berechnet wird, und nachfolgendes Beenden des Auftauens des Lebensmittels.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Weitere Gegenstände und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden augenscheinlich durch die Beschreibung der folgenden Ausführungen unter Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen in:

Fig. 1 ist ein Blockdiagramm eines Mikrowellenofens ausgestattet mit einer konventionellen Auftauvorrichtung.

Fig. 2 ist ein Flussdiagramm, das ein konventionelles Verfahren zum Auftauen von Lebensmitteln unter Verwendung einer Auftauvorrichtung wie in der Fig. 1 gezeigt.

Fig. 3 ist ein Wellenform-Diagramm von einem Ausgangssignal, erzeugt in einer konventionellen Auftauvorrichtung, die mit einem Magnetron ausgestattet ist.

Fig. 4A bis 4C sind schematische Ansichten verschiedener Zustände von Lebensmitteln, wenn sie dem Auftauen, gemäß den herkömmlichen Verfahren unterworfen werden.

Fig. 5 ist ein Wellenform-Diagramm eines Ausgangssignals, das von einem Gassensor während des Auftauvorganges gemäß eines herkömmlichen Verfahrens erzeugt wird.

Fig. 6 ist ein Graph der das Widerstandsverhältnis des Gassensors über den Zeitablauf während des Auftauvorganges gemäß eftnes herkömmlichen Verfahrens veranschaulicht.

Fig. 7 ist ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels gemäß einer ersten Ausführung der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

Fig. 8 ist ein Wellenform Diagramm eines Ausgangssignals, das durch ein Magnetron während des Auftauvorganges gemäß dem Verfahren von Fig. 7 erzeugt wird.

Fig. 9 ist ein Wellenform-Diagramm eines Ausgangssignals, das von dem Gassensor während des Auftauvorganges gemäß Fig. 7 erzeugt wird, und

Fig. 10 ist ein Flussdiagramm, welches ein Verfahren zum Auftauen von Lebensmitteln gemäß einer zweiten Ausführung der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die Auftauvorrichtung wie sie in Fig. I gezeigt ist, wird als Auftauvorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens zum Auftauen von Lebensmitteln, gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet. Demgemäß wird die Beschreibung der Auftauvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ausgelassen und Elemente der in Fig. 1 gezeigten Auftauvorrichtung werden in der folgenden Beschreibung aufgenommen.

Bezogen auf die Fig. 7, ist hier ein Auftauverfahren gemäß der ersten Ausführung der vorliegenden Erfindung veranschaulicht worden. Das Auftauverfahren dieser Ausführung enthält einen anfänglichen Erwärmungsschritt S1, einen zusätzlichen Erwärmungszeitschritt S2 und einen zusätzlichen Erwärmungsschritt S3. Diese Schritte werden im Detail beschrieben in Verbindung mit den Figs. 7 bis 9.

Gemäß diesem Verfahren wird der anfängliche Erwärmungsschritt S1, wenn der Anwender das Lebensmittel 2, das aufgetaut werden soll auf den Drehtisch 3 legt und in der Heizkammer 1 zum Auftauen des Lebensmittels gelagert wird, und die Dateneingabeeinheit 11 betätigt um ein automatisches Auftaudatensignal zu erzeugen, steuert der Mikrocomputer 7 einen Lüfter (nicht gezeigt) an als Reaktion vom automatischen Auftaudatensignal, so daß ein anfänglicher Auftauvorgang für einen vorbestimmten Zeitraum von z. B. 16 Sekunden initiiert wird. Nach der Beendigung des anfänglichen Auftauvorganges, sendet der Mikrocomputer 7 ein Kontrollsignal an die Leistungskontrolleinheit 9. Unter der Steuerung des Mikrocomputers 7 steuert die Leistungskontrolleinheit 9 das Magnetron 10 an, um eine Hochfrequenzwellenenergie für eine vorbestimmte Zeit T3 zu erzeugen, wodurch die anfängliche Erwärmung des Lebensmittels verursacht wird. In diesem Fall wird das Magnetron 10 so gesteuert, daß die Hochfrequenzwellenenergie für 10 Sekunden erzeugt wird und stoppt dann für 12 Sekunden wiederholbar, wie in Fig. 8 gezeigt. Wird Wasserdampf und Gas durch das Auftauen des Lebensmittels erzeugt, können sie durch die Austrittsöffnung 5 austreten, wobei der Gassensor 6 den austretenden Wasserdampf und Gas wahrnimmt und ein elektrisches Signal als Ergebnis der Wahrnehmung erzeugt. Das erzeugte elektrische Signal wird an den Microcomputer 7 gesendet. Das Ausgangssignal des Gassensors 6 hat eine Wellenform wie im Intervall T3 von Fig. 9 angezeigt.

Danach bricht der Mikrocomputer 7 den Erwärmungsschritt für ein vorbestimmtes Stoppintervall von TA ab, von zum Beispiel ungefähr einer Minute nach Beendigung des anfänglichen Erwärmungsschrittes S1 und vor der zusätzlichen Erwärmzeit des zu berechnenden Schrittes S2. Unter diesen Bedingungen, prüft der Microcomputer 7 eine Variation ΔG des Ausgangssignals, das durch den Gassensor 6 für das temporäre Stoppintervall TA erzeugt wird, so daß bestimmt werden kann, ob das Lebensmittel 2 zusätzlich erwärmt werden muß und die Bedingungen für das zusätzliche Erwärmen gegeben sind, wenn das Lebensmittel 2 zusätzlich erwärmt werden muß. Demgemäß berechnet der Microcomputer eine zusätzliche Erwärmzeit T4 gemäß der folgenden Gleichung 1:

T4 = (ΔG - a) * b (1)

worin "a" und "b" veränderliche Konstanten sind, abhängig von der Größe der Heizkammer und experimentellen Gegebenheiten.

Wenn "ΔG - a" in der Gleichung (1) nicht mehr als "0" ist, ist sie als "0" anzusehen. In dem Fall, entspricht die zusätzliche Erwärmzeit T4 "0". In dem Fall, ist das Auftauen des Lebensmittels 2 abgeschlossen nur durch die anfängliche Erwärmung mit der vorbestimmten Zeit T3 ohne zusätzliche Erwärmung. Dieser Fall entspricht dem Fall, daß das Lebensmittel 2 eine kleine Menge ist. Wenn "ΔG - a" in der Gleichung (1) größer als "0" ist wird die zusätzliche Erwärmzeit T4 durch Verwendung der Gleichung (1) bestimmt. Dieser Fall entspricht dem Fall, daß das Lebensmittel 2 eine große Menge ist.

Deshalb wird der zusätzliche Erwärmungsschritt S3 ausgeführt. Der Microcomputer 7 zeigt die zusätzliche Erwärmzeit T4, die berechnet worden ist aus dem zusätzlichen Erwärnzeitschritt S2, die auf der Displayeinheit 8 angezeigt werden. Der Microcomputer 7 steuert auch die Leistungskontrolleinheit 9, so daß das Magnetron 10 die zusätzliche Erwärmung des Lebensmittels 2 für die zusätzliche Erwärmzeit T4 bewirkt. Nach Abschluss des zusätzlichen Erwärmungsvorganges schließt der Mikrocomputer 7 den Auftauvorgang ab.

Die Fig. 8 und 9 sind Wellenform-Diagramme von Ausgangssignalen des Magnetrons 10 und des Gassensors 6, beziehungsweise für das vorübergehende Stopp-Intervall TA und das zusätzliche Erwärmungsintervall T4.

Bezogen auf die Fig. 10, ist dort ein Auftauverfahren gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht. Das Auftauverfahren dieser Ausführungsform enthält einen anfänglichen Erwärmschritt S4, einen Schritt zum Berechnen der zusätzlichen Erwärmzeit S5 und einen zusätzlichen Erwärmschritt S6, der ähnlich dem Auflauverfahren der ersten Ausführungsform ist. Diese Schritte werden im Detail beschrieben in Verbindung mit Fig. 10

Gemäß diesem Verfahren wird bei dem anfänglichen Erwärmschritt S4 das aufzutauende Lebensmittel 2 anfänglich für eine vorbestimmte Zeit T5 in der gleichen Weise erwärmt, wie in dem anfänglichen Erwärmschritt S1 der ersten Ausführungsform.

Danach wird der Schritt zum Berechnen der zusätzlichen Erwärmzeit S5 ausgeführt. Bei dem Schritt zum Berechnen der zusätzlichen Erwärmungszeit S5 wird die Erwärmung des Lebensmittels 2 zwischenzeitlich gestoppt. Während die Erwärmung des Lebensmittels 2 zwischenzeitlich unterbrochen wird, wird eine Zeit TB für eine Variation von AG des Signals genommen, daß durch den Gassensor 6 erzeugt wird, bis ein vorbestimmten Wert C erreicht worden ist der gemessen wird. Der Microcomputer 7 mißt eine ermittelte Zeit T1 für die Variation von ΔG des Ausgangssignals das Gassensors 6, die mit dem vorbestimmten Wert C korrespondiert. Der Microcomputer nimmt die gemessene Zeit T1 als temporäre Stoppzeit TB. Anschließend multipliziert der Microcomputer 7 die zwischenzeitliche Stoppzeit TB die durch eine Konstante L experimentell gegeben ist, wodurch der Wert T6 erhalten wird.

Danach vergleicht der Mikrocomputer 7 die Werte T6 mit einem vorbestimmten Wert N. Wenn der Wert T6 kleiner als der vorbestimmte Wert N ist, gilt der Auftauvorgang als abgeschlossen ohne weitere Erwärmung. Dies ist der Fall, wenn das Lebensmittel 2 nur durch die anfängliche Erwärmung mit der Zeit T5 aufgetaut ist. Andererseits, wenn der Wert T6 nicht kleiner als der vorbestimmte Wert N ist, ist der Wert T6 als zusätzliche Erwärmungszeit anzusehen. In diesem Fall wird der zusätzliche Erwärmungsschritt S6 ausgeführt.

Bei dem zusätzlichen Erwärmungsschritt S6, wird das Lebensmittel 2 zusätzlich für die berechnete zusätzliche Erwärmungszeit T6 erwärmt. Nach Beendigung des zusätzlichen Erwärmungsschrittes 56 ist der Auftauvorgang abgeschlossen.

Wie die vorstehende Beschreibung offenbart, stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Auftauen von Lebensmitteln in einem Mikrowellenofen zur Verfügung, enthaltend die Schritte des Festlegens, ob das Lebensmittel zusätzlich in einem zwischenzeitlichen Stoppintervall erwärmt werden muß, nach einer anfänglichen Erwärmung des Lebensmittels und Berechnen einer zusätzlichen Erwärmungszeit, wodurch es möglich wird zu verhindern das Lebensmittel partiell gekocht werden, wenn es in kleinen Mengen vorhanden ist und ein Optimum an Auftauen erreicht wird.

Obwohl die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zur Verdeutlichung der Zwecke offenbart worden sind, werden die Fachleute verschiedenste Modifikationen, Zusätze und Substitutionen die möglich sind vornehmen, ohne daß sie den Bereich und den Sinn der vorliegenden Erfindung, wie offenbart in den angeschlossenen Ansprüchen, verlassen. Zum Beispiel kann der Gassensor 6 als Mittel zum Wahrnehmen des Grades des Auftauens durch einen Feuchtigkeitssensor oder durch einen Temperatursensor ersetzt werden.


Anspruch[de]

Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels in einem Mikrowellenofen, umfassend:

einen anfänglichen Erwärmungsschritt, um das Lebensmittel für eine erste vorbestimmte Zeit zu erwärmen;

einen Schritt zum Berechnen einer zusätzlichen Erwärmungszeit, wobei die Erwärmung des Lebensmittels für eine zweite vorbestimmte Zeit nach der Beendigung des anfänglichen Erwärmungsschrittes gestoppt wird, wobei bestimmt wird, ob eine zusätzliche Erwärmung des Lebensmittels durchgeführt werden soll, und zwar auf der Basis der Veränderung eines Ausgangssignals, das von einem Gassensor erzeugt wird, der geeignet ist, Wasserdampf oder Gas, die von dem Lebensmittel erzeugt werden, zu ermitteln, und zwar während des zeitweiligen Stoppintervalls, und wobei eine Zeit für die zusätzliche Erwärmung während des zeitweiligen Stoppintervalls berechnet wird; und

zusätzliches Erwärmen des Lebensmittels für die zusätzliche Erwärmungszeit, die in dem Schritt zur Berechnung der zusätzlichen Erwärmung berechnet wurde, und nachfolgendes Beenden des Auftauens des Lebensmittels.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Schritt zum Berechnen der zusätzlichen Erwärmungszeit umfaßt:

Überprüfen der Veränderung des Ausgabesignals von dem Gassensor für eine vorbestimmte Zeit;

Berechnen einer Differenz zwischen der überprüften Veränderung des Ausgabesignals von dem Gassensor und einer experimentell bestimmten ersten Konstanten; und

Beenden des Auftauens des Lebensmittels, wenn die berechnete Differenz nicht mehr als "0" ist, wohingegen die berechnete Differenz mit einer experimentell bestimmten zweiten Konstante multipliziert wird, wenn die berechnete Differenz mehr als "0" ist, wodurch die zusätzliche Erwärmungszeit bestimmt wird.

3. Verfahren zum Auftauen eines Lebensmittels in einem Mikrowellenofen, umfassend:

einen anfänglichen Erwärmungsschritt, um das Lebensmittel für eine erste vorbestimmte Zeit anfänglich zu erwärmen;

einen Schritt zum Berechnen einer zusätzlichen Erwärmungszeit, wobei die Erwärmung des Lebensmittels für eine zweite vorbestimmte Zeit nach Beendigung des anfänglichen Erwärmungsschrittes zeitweilig gestoppt wird, wobei bestimmt wird, ob eine zusätzliche Erwärmung des Lebensmittels durchgeführt werden soll, und zwar auf der Basis einer Referenzzeit, die für eine Veränderung eines Ausgangssignals festgelegt wird, welches von einem Gassensor erzeugt wird, der geeignet ist, Wasserdampf oder Gas, die von dem Lebensmittel erzeugt werden, zu ermitteln, um einen ersten vorbestimmten Wert zu erreichen, und wobei eine Zeit für die zusätzliche Erwärmung auf der Basis der Referenzzeit berechnet wird; und

zusätzliches Erwärmen des Lebensmittels für die zusätzliche Erwärmungszeit, die bei dem Schritt zum Berechnen der zusätzlichen Erwärmung berechnet wird, und nachfolgendes Beenden des Auftauens des Lebensmittels.

4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem der Schritt des Berechnens der zusätzlichen Erwärmungszeit umfaßt:

Messen einer Zeit, die für die Veränderung des Ausgabesignals von dem Gassensor genommen wird, um einen ersten vorbestimmten Wert zu erreichen;

Multiplizieren der gemessenen Zeit mit einer ersten Konstante; und

Beenden des Auftauens des Lebensmittels, wenn der resultierende Wert, der im Multiplikationsschritt erhalten wird, geringer ist als ein zweiter vorbestimmter Wert, wohingegen der zweite vorbestimmte Wert als die zusätzliche Erwärmungszeit bestimmt wird, wenn der resultierende Wert, der im Multiplikationsschritt erhalten wird, nicht weniger als der zweite vorbestimmte Wert ist.







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