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Dokumentenidentifikation DE69611910T2 19.07.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0830226
Titel HEBELOPERIERTES FUTTER OHNE SCHLÜSSEL
Anmelder Power Tool Holders Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder HUFF, O., Robert, Piedmont, US;
SHADECK, M., Louis, Anderson, US;
MARCENGILL, L., Richard, Walhalla, US
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 69611910
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.05.1996
EP-Aktenzeichen 969203280
WO-Anmeldetag 21.05.1996
PCT-Aktenzeichen US9607307
WO-Veröffentlichungsnummer 9640460
WO-Veröffentlichungsdatum 19.12.1996
EP-Offenlegungsdatum 25.03.1998
EP date of grant 28.02.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.07.2001
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft generell Spannfutter zur Verwendung bei Hand- oder Kraftbohrern oder bei Elektro- oder Druckluftkraftbohrern gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, wie beispielsweise durch US-A-3 000 642 bekannt. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung ein Spannfutter des schlüssellosen Typs, welches per Hand bzw. durch Betätigung des Antriebsmotors gespannt bzw. gelöst werden kann.

Sowohl Hand- als auch Elektro- oder Druckluft-Werkzeugantriebe sind gut bekannt. Obgleich Spiralbohrer die gebräuchlichsten Werkzeuge sind, welche bei derartigen Antrieben verwendet werden, können die Werkzeuge auch Schraubendreher, Schraubenschlüssel, Umlauffeilen, befestigte Schleifsteine und andere Schneide- oder Schleifwerkzeuge umfassen. Da die Werkzeuge Schäfte veränderlichen Durchmessers aufweisen können oder der Querschnitt des Werkzeugschafts polygonal sein kann, ist die Vorrichtung gewöhnlich mit einem Spannfutter versehen, welches in einem relativ breiten Bereich einstellbar ist. Das Spannfutter kann durch eine Gewinde- bzw. eine Konusbohrung an dem Antrieb befestigt werden.

Eine breite Vielfalt von Spannfuttern wurde in der Technik entwickelt. Bei der einfachsten Ausführung eines Spannfutters werden drei Backen in etwa 120 Grad Umfangsabstand voneinander durch winkelig angeordnete Durchgänge in einem Körper, welcher an der Antriebswelle eines Antriebs befestigt ist, geführt. Die Spannfutter sind derart gestaltet, daß eine Drehung eines Spannrings bzw. Gewinderings mit Innengewinde, welcher mit Außengewinden auf den Backen ineinandergreift, die Backen in eine Greifbeziehung mit dem zylindrischen Schaft eines Werkzeugs drängt, wenn der Ring in einer Richtung gedreht wird, während eine Drehung in der entgegengesetzten Richtung die Greifbeziehung löst. Ein derartiges Spannfutter kann schlüssellos sein, wenn es per Hand gedreht wird. Ein Beispiel eines derartigen Spannfutters ist in dem U. S. -amerikanischen Patent Nr. 5,125,673 mit dem Titel "Non-Impact Keyless Chuck" offenbart, welches dem gegenwärtigen Rechtsnachfolger gewöhnlich übertragen ist.

Bei einem schlüssellosen Spannfutter ist es wünschenswert, eine ausreichende Haltekraft im Bereich der Spannmöglichkeiten eines Normalverwenders zu erreichen. Bei vielen der Spannfutter des Backentyps, wie oben beschrieben, war es ein Hilfsmittel zur Steigerung der Haltekraft an einem Werkzeug, relativ feine Gewinde auf den Backen zu verwenden, welche mit dem Gewindering ineinandergreifen, um den Betrag der Kraft, welcher erzeugt werden kann, zu steigern. Diese Lösung hat den Nachteil, daß eine relativ große Anzahl von Drehungen des Gewinderings notwendig ist, um den Bereich von Werkzeugdurchmessern, welche von den Spannfuttern angenommen werden können, zu durchlaufen. Ferner wurden reibungsvermindernde Einrichtungen, wie etwa Lager, verwendet, um den Betrag der Spannkraft, welcher erzeugt werden kann, weiter zu erhöhen. Ferner kann es wünschenswert sein, die Greifkraft, welche von einem Normalverwender erreicht werden kann, über das, was normalerweise mit gegenwärtig verfügbaren Drei-Backen-Spannfuttern erreichbar ist, hinaus zu erhöhen. Ein Beispiel eines derartigen Spannfutters ist in US-A-5 499 828 mit dem Titel "Lever Bar Keyless Chuck", dem vorliegenden Rechtsnachfolger gewöhnlich übertragen, offenbart.

Die oben erwähnte Schrift US-A-3 000 642 beschreibt ein Spannfutter, bei welchem die Spannkraft, welche auf ein durch das Spannfutter gegriffenes Werkzeug ausgeübt wird, gesteigert werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß eine Einrichtung geschaffen wird, welche derart gestaltet ist, daß diese auf den Gewindering des Spannfutters drückt, wenn eine hintere Hülse des Spannfutters in einer Spannrichtung bewegt wird. Eine fortgesetzte Bewegung der hinteren Hülse dient dazu, die auf den Gewindering übertragene Kraft zu steigern.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung erkennt die vorangehenden Überlegungen an und bezieht sich auf diese, sowie auf weitere Konstruktionen und Verfahren des Stands der Technik.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Spannfutter zu schaffen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, bei welchem gesteigerte Greifkräfte möglich sind. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, welches einen einfachen und schnellen Wechsel der Werkzeuggröße in einem breiten Bereich von Werkzeugschaftdurchmessern ermöglicht.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein schlüsselloses Spannfutter zu schaffen, bei welchem ein zweistufiges bzw. ein zusätzliches Spannen der Backen vorgesehen ist.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Spannfutter zu schaffen, welches ein einfaches und schnelles Lösen des Werkzeugs ermöglicht.

Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden zum Teil in der folgenden Beschreibung dargelegt und sind zum Teil aus der Beschreibung ersichtlich oder können bei praktischer Umsetzung der Erfindung erkannt werden. Die Aufgaben und Vorteile der Erfindung können durch die Hilfsmittel und Verbindungen, welche in den beigefügten Ansprüchen besonders hervorgehoben werden, realisiert und erreicht werden.

Um die Aufgaben zu lösen und gemäß der Absicht der Erfindung wird ein Spannfutter zur Verwendung bei einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb mit einer drehbaren Antriebswelle geschaffen, wobei das Spannfutter umfaßt:

a) ein generell zylindrisches Körperelement mit einem Schnauzenabschnitt und einem Schwanzabschnitt, wobei der Schwanzabschnitt derart gestaltet ist, daß dieser mit der Antriebswelle des Antriebs ineinandergreift, und der Schnauzenabschnitt eine darin ausgebildete Axialbohrung und eine Vielzahl von Durchgängen, welche dadurch hindurchgehend ausgebildet sind und die Axialbohrung kreuzen, aufweist;

b) eine Vielzahl von Backen, welche verschiebbar in jedem der winkelig angeordneten Durchgänge positioniert sind, wobei jeder der Backen eine Backenstirnfläche, welche auf einer Seite davon zum Eingriff mit einem dadurch zu haltenden Werkzeug ausgebildet ist, und Gewindegänge, welche auf der gegenüberliegenden Seite davon zum Eingriff mit einem Gewindering ausgebildet sind, aufweist;

c) einen Gewindering, welcher bezüglich des Körperelements drehbar angebracht ist und sich in Eingriff mit den Gewindegängen auf den Backen befindet;

d) ein Hülsenelement in Antriebseingriff mit dem Gewindering, so daß, wenn das Hülsenelement bezüglich des Körperelements gedreht wird, die Backen dadurch bewegt werden;

e) eine zusätzliche Spannvorrichtung, welche in einer ersten Richtung beweglich ist, um den Gewindering zu dem Schnauzenabschnitt hin zu drängen und dadurch zu bewirken, daß die Backen eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug erzeugen; dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Spannvorrichtung weiter in der ersten Richtung beweglich ist, um ein Lösen der gesteigerten Spannkraft durch Überdrehen zu ermöglichen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfaßt die Einrichtung zum Lösen der gesteigerten Spannkraft eine Vielzahl von Profilen, welche in dem Nockenabschnitt ausgebildet sind. Jedes der Profile verläuft in Radialrichtung von der axialen Mittellinie des Körperelements aus zu einer anderen Radialentfernung als jedes der anderen Nockenprofile. Das Nockenprofil umfaßt ein Anfangs- bzw. Löse-Nockenprofil, welches bei einer gegenüber den anderen Nockenprofilen kleinsten Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements angeordnet ist. Das Nockenprofil umfaßt ein Spann-Nockenprofil, welches bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie als das Löse-Nockenprofil angeordnet ist. Das Nockenprofil umfaßt ein nach außen geneigtes Übergangs-Nockenprofil, welches bei einer Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements angeordnet ist, welche sich schrittweise von der minimalen Radialentfernung des Anfangs-Nockenprofils zu der größeren Radialentfernung des Spann- Nockenprofils verändert. Der Nockenabschnitt umfaßt ein Überdreh-Nockenprofil, welches bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements als das Spann-Nockenprofil angeordnet ist. Der Nockenabschnitt umfaßt ein Sperr-Nockenprofil, welches bei einer Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements angeordnet ist, welche sich schrittweise von der Radialentfernung des Spann-Nockenprofils zu der größeren Radialentfernung des Überdreh-Nockenprofils verändert.

Weiter umfaßt das Spannfutter gemäß der vorliegenden Erfindung ein Federelement, welches derart gestaltet und angeordnet ist, daß dieses das vordere Hülsenelement in Richtung des Schwanzabschnitts des Körperelements vorspannt.

Weiter umfaßt das Spannfutter gemäß der vorliegenden Erfindung einen Druckring, welcher an dem Körperelement angeordnet ist und von dem Körperelement aus in Radialrichtung verläuft. Der Druckring definiert mindestens eine Eingriffsfläche, welche mit einer sphärischen Gestalt zum schwenkbaren Aufnehmen einer der Hebelstangen ausgebildet ist. Die aufgenommene Hebelstange weist eine Paßfläche auf, welche mit einer sphärischen Gestalt zur Schwenkbewegung bezüglich der sphärisch geformten Eingriffsfläche des Druckrings ausgebildet ist. Die Paßfläche der einen Hebelstange ist schwenkbar in der Eingriffsfläche des Druckrings aufgenommen.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Aspekte der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend genauer erörtert.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Eine bei gewöhnlicher Fachkenntnis vollständige und nachvollziehbare Offenbarung der vorliegenden Erfindung, welche die beste Ausführungsweise davon umfaßt, ist genauer im Rest der Beschreibung dargelegt, wobei dies Bezugnahmen auf die beigefügte Zeichnung umfaßt, wobei:

Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines Spannfutters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 2 eine weitere Querschnittsansicht eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 3 eine Explosionsansicht des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Spannfutters ist;

Fig. 4 eine teilweise Querschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Spannfutters ist;

Fig. 5 eine Querschnittsansicht gemäß den Linien 5-5 von Fig. 1 ist;

Fig. 6 eine teilweise Querschnittsansicht der Hebelvorrichtung von Fig. 5 ist, welche die Hebelvorrichtung aktiviert darstellt;

Fig. 7 eine teilweise Querschnittsansicht der Hebelvorrichtung von Fig. 6 ist, welche die Hebelvorrichtung bei einer Durchdreh-Löseposition ausgerichtet darstellt;

Fig. 8 eine teilweise Explosionsansicht eines Spannfutters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 9 eine teilweise Querschnittsansicht der hinteren Hülse und einer elastischen Einrichtung gemäß den Linien 9-9 von Fig. 1 ist; und

Fig. 10 eine teilweise Querschnittsansicht eines Abschnitts eines erfindungsgemäßen Spannfutters ist, welche Änderungen der in Fig. 9 dargestellten elastischen Einrichtung darstellt.

Eine wiederholte Verwendung von Bezugszeichen in der vorliegenden Beschreibung und der Zeichnung ist beabsichtigt, um gleiche oder analoge Merkmale bzw. Elemente der Erfindung zu bezeichnen.

Genaue Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Bei gewöhnlicher Fachkenntnis ist zu ersehen, daß die vorliegende Erörterung lediglich eine Beschreibung beispielhafter Ausführungsbeispiele darstellt und nicht in der Absicht erfolgt, die breiteren Aspekte der vorliegenden Erfindung zu begrenzen, wobei diese breiteren Aspekte bei der beispielhaften Bauweise realisiert sind.

In Fig. 1 ist ein Spannfutter gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt und generell mit der Ziffer 15 bezeichnet. Obgleich sich die Beschreibung in der vorliegenden Schrift auf einen Kraftbohrer bezieht, sei darauf hingewiesen, daß jeder geeignete Vorrichtungstyp, welcher ein Spannfutter erfordert, mit dem Spannfutter der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann.

In den Fig. 1 bis 3 umfaßt ein Spannfutter 15 ein generell zylindrisches Körperelement 20 mit einem Schnauzenabschnitt 25 und einem Sch wanzabschnitt 30. Der Schwanzabschnitt 30 kann eine Gewindebohrung 35 zur Aufnahme der Spindel bzw. der Antriebswelle eines Antriebs, wie etwa eines Bohrers, umfassen. Obgleich eine Gewindebohrung dargestellt ist, sei darauf hingewiesen, daß dies eine Konusbohrung zur Befestigung an einer konusförmigen Spindel oder ein beliebiger anderer Typ einer Befestigungsvorrichtung sein kann, welcher in der gewünschten Umgebung geeignet ist.

Ein Körperelement 20 umfaßt einen Druckring 45, welcher einstückig damit ausgebildet ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß der Druckring 45 ein separates Bauelement sein kann, welches an dem Körperelement 20 befestigt ist. Ein Schnauzenabschnitt 25 des Körperelements 20 definiert eine Axialbohrung 55 und eine Vielzahl winkelig angeordneter Durchgänge 60, welche darin ausgebildet sind und die Axialbohrung 55 kreuzen. Die Axialbohrung 55 ist von ausreichender Größe, um das Werkzeug mit dem größten Durchmesser, wie etwa den Schaft eines Spiralbohrers, aufzunehmen, zu dessen Aufnahme ein Spannfutter bestimmter Größe geeignet ist.

Eine Vielzahl von Backen 65 ist verschiebbar in jedem der winkelig angeordneten Durchgänge 60 positioniert. Jeder der Backen weist eine Stirnfläche 70 auf, welche auf einer Seite davon zum Eingriff mit einem dadurch zu haltenden Werkzeug, wie etwa einem Spiralbohrerschaft 71 (Fig. 2), ausgebildet ist. Jeder der Backen 65 umfaßt ferner Gewindegänge 75, welche auf der Seite gegenüber den Backenstirnflächen 70 ausgebildet sind. Erfindungsgemäß können die Gewinde 75 auf Backen 65 relativ grob sein, wenn dies erwünscht ist.

Ein Gewindering bzw. Spannring 80 mit einem Innengewinde 85 ist auf einem Körper 20 vor einem Druckring 45 aufgenommen. Die Gewindegänge 85 auf dem Gewindering greifen mit Gewindegängen 75 auf den Backen ineinander, so daß, wenn der Gewindering in einer Spannrichtung betätigt wird, die Backen nach vorne bzw. zu der Schnauze des Spannfutters hin bewegt werden, und wenn der Gewindering in einer Löserichtung gedreht wird, die Backen zurückgezogen bzw. zu dem Schwanzabschnitt des Spannfutters hin bewegt werden. Eine Verwendung relativ grober Gewinde auf den Backen und dem Gewindering minimiert die Anzahl von Drehungen des Gewinderings, welche erforderlich ist, um die Backen durch deren gesamten Bewegungsbereich zu bewegen.

Der Gewindering 80 ist vorzugsweise ein einstückiger bzw. einheitlicher Gewindering. Der Körper 20 weist bei dem Schnauzenabschnitt 25 einen verkleinerten Durchmesser auf, so daß der Gewindering 80 darüber aufgenommen werden kann. Obgleich ein einstückiger Gewindering bevorzugt ist, sei darauf hingewiesen, daß ein zweistückiger bzw. geteilter Gewindering verwendet werden kann, welcher durch ein Band, die Hülse, Punktschweißen oder ähnliches zusammengehalten werden kann. Wie in Fig. 3 dargestellt, umfaßt ein Gewindering 80 Mitnehmeraufnahmeabschnitte 81 zur Aufnahme von Mitnehmern, welche in einer Hülse angeordnet sind, wie unten genauer dargelegt wird.

In den Fig. 1 bis 3 ist ein Hülsenelement 90 dargestellt. Da das Hülsenelement 90 über einem Schnauzenabschnitt 25 eines Körperelements 20 angeordnet ist, ist dieses auch als vordere Hülse bekannt. Die vordere Hülse 90 befindet sich in Antriebseingriff mit einem Gewindering 80, so daß, wenn die vordere Hülse 90 bezüglich des Körperelements 20 gedreht wird, Backen 65 geöffnet oder geschlossen werden, abhängig von der Drehrichtung der vorderen Hülse 90. Der Antriebseingriff zwischen der vorderen Hülse 90 und dem Gewindering 80 kann durch eine beliebige bekannte Anordnung erfolgen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel kann eine vordere Hülse 90 Mitnehmer 91 umfassen, welche mit Mitnehmeraufnahmeabschnitten 81 in einem Gewindering 80 ineinandergreifen, um die vordere Hülse 90 durch Drehung an dem Gewindering 80 zu befestigen. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann eine Preßpassung einer vorderen Hülse 90 auf den Gewindering erfolgen, wie in der Technik gut bekannt ist. Ferner sei darauf hingewiesen, daß eine vordere Hülse 90 aus einem beliebigen bekannten Material, wie etwa Kunststoff, Metall oder Kombinationen davon, und auch aus einem beliebigen geeigneten Verbundmaterial bestehen kann.

Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, wie in den Fig. 1 bis 3 dargestellt, ist eine vordere Hülse 90 über einem Schnauzenabschnitt 25 eines Körpers 20 aufgenommen und umfaßt einen Absatz 92. Ein Federelement 93 ist über dem Schnauzenabschnitt 25 des Körpers 20 aufgenommen, und ein Halteelement 94 wird auf das Ende des Schnauzenabschnitts 25 des Körpers gedrückt, wobei ein nach hinten hervorstehender Abschnitt eines Halteelements 94 über dem Absatz 92 liegend angeordnet ist. Ein Federelement 93 ist zwischen dem Absatz 92 und dem Halteelement 94 eingelegt und dient dazu, den Gewindering 80 in der Richtung nach hinten (zu dem Schwanzabschnitt 30 hin) durch eine Hülse 90 vorzuspannen. Das Federelement 93 ist vorzugsweise eine Feder des Wellentyps, wie am besten in Fig. 3 dargestellt, kann jedoch jeder geeignete Federtyp sein, wie etwa eine Tellerfeder, eine Spiralfeder oder ähnliches.

Eine vordere Hülse 90 wird durch ein Halteelement 94 am Ort gehalten, welches auch als dekoratives Schnauzenstück dienen kann. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß das Halteelement 94 ein beliebiges geeignetes Halteelement sein kann, wie etwa eine Federklemme oder ähnliches. Wie in Fig. 2 dargestellt, kann das Halteelement 94 ferner eine Staubdichtung 96 umfassen, um ein Eintreten von Staub und Abriebmaterial in das Spannfutter zu vermindern, wobei eine derartige Dichtung aus Gummi, Fasern oder einem beliebigen anderen geeigneten Material bzw. Materialanordnung zusammengesetzt sein kann.

Ein Spannfutter gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfaßt ferner eine zusätzliche Spannvorrichtung. In den Fig. 1 bis 3 wird die zusätzliche Spannvorrichtung generell durch die Ziffer 95 angezeigt und umfaßt einen Nockenabschnitt 100. Wie in Fig. 3 dargestellt, umfaßt ein Nockenabschnitt 100 ein Spann-Nockenprofil, welches generell durch die Ziffer 105 angezeigt wird. Der Nockenabschnitt 100 ist bezüglich des Schwanzabschnitts 30 des Körperelements 20 drehbar. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Nockenabschnitt 100 in einer hinteren Hülse 115, welche drehbar auf dem Schwanzabschnitt 30 des Körperelements 20 aufgenommen ist, aufgenommen.

Ein Nockenabschnitt 100 kann einstückig mit einer hinteren Hülse 115 ausgebildet, darin hineingedrückt oder in anderer Weise an der hinteren Hülse 115 befestigt sein (etwa durch Klebstoff). Für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel, wie am besten in den Fig. 3 und 5-7 dargestellt, wird der Nockenabschnitt 100 durch Drehung an der hinteren Hülse 115 durch Anordnungsstifte 104, welche von der hinteren Hülse in Axialrichtung nach innen hervorstehen und in Aussparungen 114 des Nockenabschnitts aufgenommen werden, befestigt.

Wie am besten in den Fig. 1-3 dargestellt, kann eine hintere Hülse 115 in einer drehbaren Weise auf einem Schwanzabschnitt 30 eines Körperelements 20 durch ein hinteres Halteelement 155 gehalten werden, wobei eine Preßpassung davon auf den Schwanzabschnitt 30 des Körpers 20 erfolgen kann. Es sei darauf hingewiesen, daß jeder geeignete Typ eines Halteelements verwendet werden kann, wie beispielsweise eine Federklemme.

In den Fig. 1-4 und 8 umfaßt die zusätzliche Spannvorrichtung ferner eine Vielzahl von Hebelstangen 120. Wie beispielsweise in den Fig. 5-8 dargestellt, umfaßt jede Hebelstange 120 einen Nockenstößelabschnitt 125, welcher vorzugsweise an einem Ende davon angeordnet ist. Ferner weist jede Hebelstange einen Abschnitt auf, welcher funktional mit einem Gewindering 80 verbunden ist, so daß, wenn die zusätzliche Spannvorrichtung durch eine Drehung eines Nockenabschnitts 100 betätigt wird, jede Hebelstange 120 den Gewindering 80 nach vorne zu dem Schnauzenabschnitt 25 hin drängt, um eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug, welches durch Backen 65 gehalten wird, zu erzeugen. Wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt, ist ein Nockenstößelabschnitt 125 zwischen der Oberfläche eines Nockenabschnitts 100, welche durch ein Spann- Nockenprofil 105 definiert ist, und der inneren Umfangsfläche 110 der hinteren Hülse 115 aufgenommen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, welches beispielsweise in Fig. 4 dargestellt ist, umfaßt jede Hebelstange 120 drei Abschnitte. Der Nockenstößelabschnitt 125 ist vorzugsweise im wesentlichen kreisförmig und weist einen Durchmesser auf, welcher kleiner als der Durchmesser eines mittleren Abschnitts 116 ist, welcher den Nockenstößelabschnitt 125 mit dem Gewindering- Kontaktabschnitt 117 verbindet, welcher generell durch die Ziffer 117 bezeichnet wird. Wie beispielsweise in Fig. 8 dargestellt, umfaßt der Gewindering- Kontaktabschnitt 117 eine ebene Stirnfläche 118 zum Berühren eines Gewinderings 80 und eine Paßfläche 119, welche in einer sphärischen Gestalt zur Aufnahme in einem Eingriffsabschnitt 130 in einem Druckring 45 eines Körperelements 20 ausgebildet ist. Daher ist der Eingriffsabschnitt 130 ebenfalls in einer sphärischen Gestalt ausgebildet, welche der Gestalt der Paßfläche 119 entspricht, so daß der Eingriffsabschnitt 130 die Paßfläche 119 schwenkbar darin aufnehmen kann. Wie beispielsweise in Fig. 3 und 8 dargestellt, definiert ein Druckring 45 ferner einen in Radialrichtung angeordneten, mit Schlitzen versehenen Abschnitt 135, um zu ermöglichen, daß jede Hebelstange 120 bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements 20 des Spannfutters in Radialrichtung geschwenkt wird, jedoch eine Bewegung der Hebelstange in einer Umfangs- bzw. Tangentialrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements zu verhindern. Mit Schlitzen versehene Abschnitte 135 unterstützen eine Verhinderung einer Fehlausrichtung der Hebelstangen 120 bei einer Betätigung der zusätzlichen Spannvorrichtung.

Wie in den Fig. 1, 2 und 8 dargestellt, dient ein Backensperrflansch 220 dazu, die Bewegung von Backen 65 in der Richtung nach hinten bzw. der Öffnungsrichtung zu begrenzen. Ein Backensperrflansch 220 ist derart angeordnet, daß Backen 65 in deren hinterster Position an den Flansch stoßen, um ein Verklemmen zwischen den Backen und einem Gewindering 80 zu verhindern. Wie beispielsweise in Fig. 2 dargestellt, umfaßt ein Sperrflansch 220 Durchgänge 221, um es zu ermöglichen, daß Hebelstangen 120 dadurch hindurch verlaufen. Durchgänge 221 unterstützen es ferner, eine unerwünschte Bewegung in Umfangsrichtung der Hebelstangen 120 zu verhindern. Obgleich dieser einstückig mit einem Körper 20 dargestellt ist, sei darauf hingewiesen, daß ein Sperrflansch 220 ein getrenntes Bauelement sein kann, welches an einem Körper 20 befestigt ist.

Fig. 5 bis 7 stellen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Nockenabschnitts 100 dar, welches ein Spann-Nockenprofil umfaßt, welches aus einer sich wiederholenden (bzw. zyklischen) Vielzahl einzelner Nockenprofile zusammengesetzt ist. Jeder Zyklus von Nockenprofilen entspricht einer der drei Hebelstangen 120 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel. Jedes einzelne Nockenprofil in einem Zyklus ist derart gestaltet, daß dieses in Radialrichtung von der axialen Mittellinie eines Körperelements 20 aus zu einer anderen Radialentfernung als jedes der anderen Nockenprofile in dem Zyklus der Profile in einem Spann- Nockenprofil 105 eines Nockenelements 100 verläuft.

Das bevorzugte Spann-Nockenprofil 105 eines Nockenelements 100 umfaßt ein Anfangs- bzw. ein Löse-Nockenprofif, welches bei 165 angezeigt ist. Wie beispielsweise in den Fig. 3, 6 und 7 dargestellt, ist ein Anfangs-Nockenprofil 165 bei der gegenüber den anderen Nockenprofilen in jedem Zyklus von Profilen kleinsten Radialentfernung von der axialen Mittellinie eines Körperelements 20 angeordnet. Wie in den Fig. 5-7 dargestellt, ist ein Spann-Nockenprofil bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie eines Körperelements 20 als ein Anfangs-Nockenprofil 165 angeordnet. Ein Spann-Nockenprofil 107 ist ein Abschnitt mit einem im wesentlichen gleichmäßigen Durchmesser. Ein Übergangs-Nockenprofil 106 ist bei einer Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements 20 angeordnet, welche sich schrittweise von der minimalen Radialentfernung eines Anfangs-Nockenprofils 165 zu der größeren Radialentfernung eines Spann-Nockenprofils 107 verändert. Ein Übergangs-Nockenprofil 106 ist ein nach außen geneigter Abschnitt, welcher bewirkt, daß sich Nockenstößelabschnitte 125 von Hebelstangen 120 bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements 20 in Radialrichtung nach außen zu der Fig. 4 in Vollinie dargestellten Position bewegen.

Wie in den Fig. 5-7 dargestellt, umfaßt ein Spann-Nockenprofil 105 ferner ein Feststell-Spermockenprofil 108, welches bei einer Radialenifernung von der axialen Mittellinie des Körperelements 20 angeordnet ist, welche sich schrittweise von der Radialentfernung eines Spann-Nockenprofils 107 zu einer zunehmend größeren Radialentfernung eines (im folgenden beschriebenen) Überdreh- Nockenprofils 109 verändert. Daher bildet ein Sperr-Nockenprofil 108 einen weiteren in Radialrichtung nach außen geneigten Abschnitt, welcher als Feststell- Sperrposition für den Nockenstößelabschnitt 125 einer Hebelstange 120 dient.

Erfindungsgemäß wird, um ein Verklemmen, das heißt, einen Zustand, bei welchem es schwierig ist, die zusätzliche Spannvorrichtung zu lösen, zu verhindern, eine Einrichtung zum Lösen der zusätzlichen Spannvorrichtung durch Überdrehen geschaffen. Wie hier ausgeführt und beispielsweise in Fig. 3 dargestellt, ist die Einrichtung zum Lösen der zusätzlichen Spannvorrichtung 95 durch Überdrehen hier durch ein Nockenprofil 105 verwirklicht, welches derart gestaltet ist, daß dieses ein Überdreh-Nockenprofil 109, welches bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements 20 als ein Spann- Nockenprofil 107 angeordnet ist, umfaßt. Wie beispielsweise in den Fig. 5 bis 7 dargestellt, wurde das Nockenprofil 105 derart gestaltet, daß es ermöglicht wird, daß ein Verwender die hintere Hülse 115 über die Feststellposition (wobei sich Nockenstößelabschnitte 125 bei einem Feststell-Spermockenprofil 108 befinden) zu der Anfangs-, das heißt, der Löseposition (wobei sich Nockenstößelabschnitte 125 bei einem Anfangs-Nockenprofil 165 befinden) führt, wobei es nicht notwendig ist, die Drehrichtung der hinteren Hülse 115 umzukehren. Der Verwender kann dies durch Ausüben einer zusätzlichen Drehkraft auf die hintere Hülse 115 in der Spannrichtung, nachdem ein Eingriff des Nockenstößels mit dem Feststell- Spermockenprofil 108 erfolgt ist, erreichen. Dies bewirkt, daß sich der Nockenstößel 125 an der Neigung eines Feststell-Spermockenprofils 108 hinauf zu einem Überdreh-Nockenprofil 109 bewegt und sich bei fortgesetzter Drehung zu einem Anfangs-Nockenprofil 165 bewegt. Diese Anordnung ermöglicht es, daß ein Verwender die zusätzliche Spannvorrichtung 95 im wesentlichen über die Feststellposition zu der Löseposition führt, wenn ein normales Lösen der zusätzlichen Spannvorrichtung als schwierig empfunden wird.

Es sei darauf hingewiesen, daß es die Funktionsweise der verschiedenen Nockenprofile ist, nicht die genauen Gestalten, welche bei bestimmten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wichtig ist. Daher befindet sich jede Profilgestaltung, welche geeignet ist, die generellen Bewegungen der Nockenstößel zu erreichen, innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.

Eine Erläuterung der Funktionsweise eines Spannfutters 15 erfolgt folgendermaßen. In Fig. 4 werden unterbrochene Linien verwendet, um eine Hebelstange 120 in einer Löseposition vor einer Betätigung der zusätzlichen Spannvorrichtung darzustellen, während Vollinien verwendet werden, um eine Hebelstange 120 in einer Betätigungsposition einer zusätzlichen Spannvorrichtung 95 darzustellen. Es wird auf die Position Bezug genommen, bei welcher sich Hebelstangen 120 in der Strichlinienposition befinden, welche in Fig. 4 dargestellt ist, und sich eine hintere Hülse 115 in der in den Fig. 1 und 5 dargestellten Position befindet, bei welcher Nockenstößelabschnitte 125 bei dem Anfang des Spann- Nockenprofils 105, welches bei 165 dargestellt ist, angeordnet sind und Backen 65 innerhalb des Spannfutters ausreichend weit zurückgezogen sind, um den Schaft eines Spiralbohrers oder ähnliches aufzunehmen. Bei einem Drehen der vorderen Hülse 90 in einer Spannrichtung, welche typischerweise im Uhrzeigersinn verläuft, wenn diese von einer Position vor dem Schnauzenabschnitt des Spannfutters aus betrachtet wird, wird bewirkt, daß sich Backen 65 nach vorne bewegen, bis diese den Spiralbohrerschaft berühren. Bei einer derartigen Berührung wird der Schaft innerhalb der Backen des Spannfutters gehalten. An diesem Punkt, und wie am besten in den Fig. 2 und 6 dargestellt, wird eine hintere Hülse 115 in der Spannrichtung betätigt, welche typischerweise im Gegenuhrzeigersinn verläuft, wie bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 und 6 dargestellt. Wenn eine hintere Hülse 115 betätigt wird, so wird bewirkt, daß sich die Nockenvorrichtung 100 dreht und sich Nockenstößelabschnitte 125 längs eines Übergangsprofils 106 des Spann-Nockenprofils 105 bewegen und Stößelabschnitte 125 bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements 20 nach außen gedrängt werden. Wenn sich Nockenstößelabschnitte 125 an der Neigung des Übergangs-Nockenprofils 106 hinauf bewegen, bewegen sich die Nockenstößelabschnitte 125 bezüglich der axialen Mittellinie nach außen. Es wird bewirkt, daß der Gewindering- Kontaktabschnitt 117 jeder Hebelstange 120 geschwenkt wird, wobei die sphärische Fläche 119 als Drehpunkt dient; so daß ein Kontaktabschnitt 117 derart wirkt, daß ein Gewindering 80 nach vorne zu dem Schnauzenabschnitt 25 des Körperelements 20 hin bewegt wird und dadurch eine zusätzliche Spannkraft über die Backen 65 dank der Kraft in Axialrichtung, welche auf den Gewindering 80 ausgeübt wird, aufgebracht wird. Im Hinblick darauf wird eine gewisse Axialbewegung des Gewinderings 80 durch eine Feder 93 ermöglicht, um zu ermöglichen, daß sich der Gewindering 80 nach vorne bewegt, wenn die zusätzliche Spannvorrichtung 95 betätigt wird.

Bei Betrieb wird, wenn die primäre Vorspannvorrichtung betätigt wird (das heißt, daß eine Drehung eines Gewinderings 80 bezüglich der Backen 65 erfolgt), die Backen und-Gewindering-Anordnung in der Richtung nach hinten vorgespannt. Danach wirkt eine Betätigung der zusätzlichen Spannvorrichtung 95 derart, daß die Gesamt-Haltekraft des Spannfutters gesteigert wird. Diese Bewegung wird fortgesetzt, bis Nockenstößelabschnitte 125 das Feststell-Sperrprofil erreichen, welches bei 108 in den Fig. 5-7 angezeigt ist.

Wenn es erwünscht ist, den Spiralbohrer bzw. das Werkzeug zu lösen, welcher bzw. welches durch die Backen gehalten wird, wird eine hintere Hülse 115 in einer Löserichtung gedreht, welche der Spannrichtung entgegengesetzt ist, und Nockenstößelabschnitte 125 bewegen sich längs des Inneren der hinteren Hülse, bis diese zu deren Anfangsposition bei 165 zurückgeführt werden. Wenn es aufgrund eines Verklemmens oder ähnlichem als schwierig empfunden wird, die hintere Hülse 115 in der Löserichtung zu drehen, kann die hintere Hülse 115 über die Überdreh-Vorrichtung durch eine weitere Drehung in der Spannrichtung gelöst werden, wie oben klar beschrieben.

Danach kann eine vordere Hülse 90 bezüglich eines Körperelements 20 in einer Löserichtung gedreht werden, um Backen 65 nach hinten in das Spannfutter zurückzuziehen, um das dadurch gehaltene Werkzeug zu lösen. Es sei darauf hingewiesen, daß Hebelstangen 120 bezüglich des Körperelements 20 geschwenkt werden, daß jedoch der einzelne Abschnitt bzw. die jeweilige Gestaltung des Kontaktabschnitts 117 einer Hebelstange 120, welcher den Gewindering berührt bzw. welcher ein anderes Bauelement, welches eine Kraft auf den Gewindering ausübt, berühren kann, bei allen Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung nicht entscheidend ist.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine elastische Einrichtung vorgesehen, um zu verhindern, daß die zusätzliche Spannvorrichtung vor einem Schließen der Backen 65 an einem Werkzeug betätigt wird. Wie hier ausgeführt und in den Fig. 3, 4 und 9 dargestellt, kann eine elastische Einrichtung eine Federscheibe 180 umfassen, welche an einem Schwanzabschnitt 30 eines Körperelements 20 befestigt ist. Wie in Fig. 3 dargestellt, umfaßt eine Federscheibe 180 elastische Abschnitte 185 neben Öffnungen 190. Insbesondere in Fig. 9 umfaßt die elastische Einrichtung ferner ein Rampenelement 195, welches an einer hinteren Hülse 115 zur Drehung damit funktional befestigt ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine derartige funktionale Befestigung bewirkt, da Rampenelemente 195 in einem Nockenabschnitt 100, welcher mit Anordnungsstiften 104, welche an der hinteren Hülse 115 befestigt sind, ineinandergreift, ausgebildet sind. Ein Rampenelement 195 umfaßt Rampen 200, welche an Rampenabschnitten 205 auf einer Federscheibe 180 aufliegen.

Bei Betrieb ist eine Federscheibe 180 fest an einem Schwanzabschnitt 30 eines Körperelements 20 befestigt, und ein Rampenelement 195 ist fest an einer hinteren Hülse 115 zur Drehung damit relativ zu dem Körperelement 20 befestigt. Wie hier ausgeführt und beispielsweise in Fig. 3 dargestellt, umfaßt der innere Aufbau der Federscheibe 180 einen flachen Abschnitt 181, und der Durchmesser des Schwanzabschnitts 30 des Körperelements 20 ist mit einem entsprechend gestalteten flachen Abschnitt 182 versehen, so daß, wenn die Federscheibe 180 über dem Schwanzabschnitt 30 angeordnet wird, sich die Federscheibe 180 und der Körper 20 gemeinsam in einer Drehrichtung bewegen.

Wie beispielsweise in Fig. 9 dargestellt, greifen Rampen 200 eines Rampenelements 195 mit Rampenabschnitten 205 auf einer Federscheibe 180 ineinander und verhindern eine Drehung einer hinteren Hülse 115 bezüglich eines Körperelements 20, vorausgesetzt, daß Rampenabschnitte unverformt bleiben und nicht von ihrer trapezförmigen Querschnittsgestalt abweichen, wie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt. Wenn eine ausreichende Kraft auf die hintere Hülse 115 ausgeübt wird, wobei diese Kraft durch ein Rampenelement 195 auf elastische Abschnitte 185 auf einer Federscheibe 180 übertragen wird, verbiegen sich elastische Abschnitte 185 und ermöglichen es, daß sich Rampen 200 über Rampenabschnitte 205 bewegen und dadurch eine Drehung der hinteren Hülse 115 bezüglich des Körperelements 20 ermöglichen. Diese strukturelle Anordnung verhindert, daß die hintere Hülse 115 vor einer Anwendung einer erwünschten Kraft, welche durch die Elastizität eines elastischen Abschnitts 185 einer Scheibenfeder 180 gesteuert werden kann, betätigt wird. Dies gewährleistet, daß die vordere Hülse 90 in der Lage ist, Backen 65 derart zu betätigen, daß eine Berührung davon mit dem Bohrerschaft oder ähnlichem erfolgt, bevor die hintere Hülse 115 die zusätzliche Spannvorrichtung betätigt.

Für Fachkundige sei bemerkt, daß, wie in Fig. 10 dargestellt, hervorstehende Rampen 201 mit der hinteren Hülse 115 funktional verbunden werden können und vertiefte Rampenabschnitte 205 in einer Federscheibe 180 ausgebildet angeordnet werden können. Die Funktionsweise wäre im wesentlichen, wie oben beschrieben. Ferner sei darauf hingewiesen, daß Rampenelemente 195 bzw. 201 einstückig mit einer hinteren Hülse 115 oder ein separates Bauelement sein können und aus dem gleichen oder einem anderen Material als eine hintere Hülse 115 und/oder ein Nockenabschnitt 100 aufgebaut sein können. Ferner sei darauf hingewiesen, daß neben Rampen weitere Bauweisen verwendet werden können, um die gleiche oder eine äquivalente Funktion, wie beschrieben, zu liefern.

In Fig. 3 können verschiedene Vorrichtungen zum Befestigen einer Federscheibe 180 an einem Schwanzabschnitt 30 eines Körperelements 20 verwendet werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Innendurchmesser der Federscheibe 180 unregelmäßig geformt, und ein Abschnitt des Schwanzabschnitts 30 des Körperelements 20 ist bei einer Eingriffsanordnung gleichfalls unregelmäßig geformt.

Es kann ferner wünschenswert sein, eine reibungsvermindernde Lagereinrichtung zwischen einer hinteren Hülse 115 und einem Schwanzende 30 eines Körperelements 20 anzubringen, um die Reibung zu vermindern, wenn sich die hintere Hülse 115 bezüglich des Körperelements 20 dreht. Eine derartige Lagereinrichtung kann von beliebiger bekannter Bauart sein, wie etwa Kugellager mit einem inneren Laufring und einem entsprechenden äußeren Laufring. Es sei darauf hingewiesen, daß jede geeignete Lagereinrichtung verwendet werden kann, wobei dies Ein- oder Doppelrollenlager oder ähnliches umfaßt, deren Auswahl bei Fachkenntnis leicht zu überblicken ist.

Diese und weitere Abwandlungen und Änderungen der vorliegenden Erfindung können bei gewöhnlicher Fachkenntnis vorgenommen werden, ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, welcher in den beigefügten Ansprüchen dargelegt ist. Ferner sei darauf hingewiesen, daß Aspekte der verschiedenen Ausführungsbeispiele sowohl insgesamt oder teilweise ausgetauscht werden können. Ferner sei für gewöhnlich Fachkundige bemerkt, daß die vorangehende Beschreibung lediglich beispielhaft ist und nicht in der Absicht erfolgt, die Erfindung zu begrenzen, welche in den beigefügten Ansprüchen weiter beschrieben ist.


Anspruch[de]

1. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb mit einer drehbaren Antriebswelle, wobei das Spannfutter (15) umfaßt:

a) ein generell zylindrisches Körperelement (20) mit einem Schnauzenabschnitt (25) und einem Schwanzabschnitt (30), wobei der Schwanzabschnitt (30) derart gestaltet ist, daß dieser mit der Antriebswelle des Antriebs ineinandergreift, und der Schnauzenabschnitt (25) eine darin ausgebildete Axialbohrung und eine Vielzahl von winkelig angeordneten Durchgängen (60), welche dadurch hindurch ausgebildet sind und die Axialbohrung kreuzen, aufweist;

b) eine Vielzahl von Backen (65), welche verschiebbar in jedem der winkelig angeordneten Durchgänge (60) angeordnet sind, wobei jeder der Backen (65) eine Backenstirnfläche (70), welche auf einer Seite davon zum Eingriff mit einem dadurch zu haltenden Werkzeug ausgebildet ist, und Gewindegänge (75), welche auf der entgegengesetzten Seite davon zum Eingriff mit einem Gewindering (80) ausgebildet sind, aufweist;

c) einen Gewindering (80), welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar angebracht ist und sich in Eingriff mit den Gewindegängen (75) auf den Backen (65) befindet;

d) ein Hülsenelement (90) in Antriebseingriff mit dem Gewindering (80), so daß, wenn das Hülsenelement (90) bezüglich des Körperelements (20) gedreht wird, die Backen (65) dadurch gedreht werden; und

e) eine zusätzliche Spannvorrichtung (95), welche in einer ersten Richtung beweglich ist, um den Gewindering (80) zu dem Schnauzenabschnitt (25) hin zu drängen und dadurch zu bewirken, daß die Backen (65) eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug erzeugen; dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Spannvorrichtung (95) weiter in der ersten Richtung beweglich ist, um ein Lösen der gesteigerten Spannkraft durch Überdrehen zu ermöglichen.

2. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei die zusätzliche Spannvorrichtung (95) eine Vielzahl von Nockenprofilen umfaßt, welche darin ausgebildet sind, um ein Lösen der gesteigerten Spannkraft durch Überdrehen zu ermöglichen.

3. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 2, wobei:

die zusätzliche Spannvorrichtung (95) einen Nockenabschnitt (100) umfaßt, welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar ist; und

jedes der Nockenprofile in Radialrichtung von der axialen Mittellinie des Körperelements ausgehend zu einer anderen Radialentfernung als jedes andere der Profile verläuft, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Anfangs- Nockenprofil (165) umfaßt, welches bei einer gegenüber den anderen Nockenprofilen kleinsten Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements (20) angeordnet ist, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Spann-Nockenprofil (107) umfaßt, welches bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements (20) als das Anfangs- Nockenprofil (165) angeordnet ist, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Übergangs-Nockenprofil (106) umfaßt, weiches bei einer Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements (20), welche sich schrittweise von der Radialentfernung des Anfangs-Nockenprofils (165) zu der größeren Radialentfernung des Spann-Nockenprofils (107) verändert.

4. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 3, wobei:

der Nockenabschnitt (100) ein Überdreh-Nockenprofil (109) umfaßt, welches bei einer größeren Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements (20) als das Spann-Nockenprofil (107) angeordnet ist, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Sperr-Nockenprofil (108) umfaßt, welches bei einer Radialentfernung von der axialen Mittellinie des Körperelements (20) angeordnet ist, welche sich schrittweise von der Radialentfernung des Spann-Nockenprofils (107) zu der größeren Radialentfernung des Überdreh- Nockenprofils (109) verändert.

5. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 3, wobei:

die zusätzliche Spannvorrichtung (95) eine Vielzahl von Hebelstangen (120) umfaßt, wobei ein Abschnitt (125) jeder der Hebelstangen (120) einen Nockenstößel bildet und sich ein anderer Abschnitt jeder der Hebelstangen (120) in funktionaler Verbindung mit dem Gewindering (80) befindet, so daß, wenn die zusätzliche Spannvorrichtung (95) durch Drehung des Nockenabschnitts (100) betätigt wird, die Hebelstangen (120) den Gewindering (80) zu dem Schnauzenabschnitt (25) hin drängen und dadurch bewirken, daß die Backen (65) eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug erzeugen; und

das Übergangs-Nockenprofil (106) derart gestaltet ist, daß dieses bewirkt, daß sich die Nockenstößel bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) nach außen bewegen, wenn die hintere Hülse (115) in einer Spannrichtung betätigt wird, und wobei das Anfangs-Nockenprofil (165) derart gestaltet ist, daß dieses bewirkt, daß sich die Nockenstößel bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) nach innen bewegen, wenn die hintere Hülse (115) in einer Löserichtung betätigt wird.

6. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei:

die zusätzliche Spannvorrichtung (95) einen Nockenabschnitt (100) umfaßt, welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar ist, wobei die zusätzliche Spannvorrichtung (95) ferner eine Vielzahl von Hebelstangen (120) umfaßt, wobei ein Abschnitt (125) jeder der Hebelstangen (120) einen Nockenstößel bildet und sich ein anderer Abschnitt jeder der Hebelstangen (120) in funktionaler Verbindung mit dem Gewindering (80) befindet, so daß, wenn die zusätzliche Spannvorrichtung (95) durch Drehung des Nockenabschnitts (100) betätigt wird, die Hebelstangen (120) den Gewindering (80) zu dem Schnauzenabschnitt (25) hin drängen und dadurch bewirken, daß die Backen (65) eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug erzeugen.

7. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, ferner umfassend eine elastische Einrichtung zum Verhindern einer Betätigung der zusätzlichen Spannvorrichtung (95) vor einem Schließen der Backen (65) an dem Werkzeug.

8. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 7, wobei:

die zusätzliche Spannvorrichtung (95) einen Nockenabschnitt (100) umfaßt, welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar ist; und

die elastische Einrichtung ein erstes Element, welches mit dem Nockenabschnitt (100) verbunden ist, und ein zweites Element, welches mit dem Körperelement (20) verbunden ist, umfaßt, wobei mindestens ein Element des ersten und zweiten Elements einen elastischen Abschnitt (185) aufweist, welcher mit einem Abschnitt des anderen ineinandergreift, um eine Drehbewegung zwischen den zweien zu beschränken, bis der elastische Abschnitt (185) überwunden wird.

9. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 8, wobei die Hülse (90) über dem Schnauzenabschnitt (75) des Körperelements (20) liegend angeordnet ist und das Spannfutter (15) ferner eine hintere Hülse (115) umfaßt, wobei ein Element des ersten und zweiten Elements fest mit der hinteren Hülse (115) verbunden ist und das andere Element des ersten und zweiten Elements fest mit dem Körperelement (20) verbunden ist.

10. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgeto triebenen Antrieb nach Anspruch 8, wobei der elastische Abschnitt (185) mit einem Rampenabschnitt (195) an dem anderen Element des ersten und zweiten Elements ineinandergreift.

11. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 7, wobei die elastische Einrichtung ein erstes Element, welches mit der hinteren Hülse (115) verbunden ist, und ein zweites Element, welches mit dem Körperelement (20) verbunden ist, umfaßt, wobei mindestens ein Element des ersten und zweiten Elements einen elastischen Abschnitt (185) aufweist, welcher mit einem Abschnitt des anderen ineinandergreift, um eine Drehbewegung zwischen den zweien zu beschränken, bis der elastische Abschnitt (185) überwunden wird.

12. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei:

die zusätzliche Spannvorrichtung (95) einen Nockenabschnitt (100) umfaßt, welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar ist; und

das Spannfutter (15) eine hintere Hülse (115) umfaßt, und wobei sich der Nockenabschnitt (100) in funktionaler Verbindung mit der hinteren Hülse (115) befindet.

13. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 12, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Profil aufweist, welches derart gestaltet ist, daß dieses bewirkt, daß sich der Stößelabschnitt (125) der Hebelstange (120) bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) nach außen bewegt, wenn die hintere Hülse (115) in einer Spannrichtung gedreht wird.

14. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 13, wobei der Nockenabschnitt (100) ein Übergangs-Nockenprofil (106) und ein Anfangs-Nockenprofil (165) aufweist.

15. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 14, wobei das Anfangs-Nockenprofil (165) derart gestaltet ist, daß, wenn die hintere Hülse (115) in einer Löserichtung gedreht wird, das Nockenprofil bewirkt, daß sich die Hebelstangen (120) nach innen zu der axialen Mittellinie des Körperelements (20) hin bewegen und dadurch die Vorwärtskraft an dem Gewindering (80), welche durch die Hebelelemente (120) verursacht wird, lösen.

16. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei das Spannfutter ferner ein Federelement (93) umfaßt, welches derart gestaltet und angeordnet ist, daß dieses das Hülsenelement (90) zu dem Schwanzabschnitt (30) des Körperelements (20) hin vorspannt.

17. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 1, wobei die zusätzliche Spannvorrichtung (95) einen Nockenabschnitt (100) umfaßt, welcher bezüglich des Körperelements (20) drehbar ist, wobei die zusätzliche Spannvorrichtung (95) ferner eine Vielzahl von Hebelstangen (120) umfaßt, wobei ein Abschnitt (125) jeder der Hebelstangen (120) einen Nockenstößel bildet und sich ein anderer Abschnitt jeder der Hebelstangen (120) in funktionaler Verbindung mit dem Gewindering (80) befindet, so daß, wenn die zusätzliche Spannvorrichtung (95) durch Drehung des Nockenabschnitts (100) betätigt wird, die Hebelstangen (120) den Gewindering (80) zu dem Schnauzenabschnitt (25) hin drängen und dadurch bewirken, daß die Backen (65) eine gesteigerte Spannkraft an dem Werkzeug erzeugen;

das Spannfutter (15) ferner einen Druckring (45) umfaßt, welcher an dem Körperelement (20) angeordnet ist und in Radialrichtung von dem Körperelement (20) ausgehend verläuft, wobei der Druckring (45) mindestens eine Eingriffsfläche (130) definiert, welche mit einer sphärischen Gestalt zum schwenkbaren Aufnehmen einer der Hebelstangen (120) gestaltet ist, wobei:

die eine Hebelstange (120) eine Paßfläche aufweist, welche mit einer sphärischen Gestalt zur Schwenkbewegung gegen die sphärisch geformte Eingriffsfläche (130) des Druckrings (45) gestaltet ist, wobei die Paßfläche der einen Hebelstange (120) schwenkbar in der Eingriffsfläche (130) des Druckrings (45) aufgenommen wird.

18. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 17, wobei der Druckring (45) einen mit Schlitzen versehenen Abschnitt (135) definiert, welcher mit dem Eingriffsabschnitt (130) verbunden und derart gestaltet ist, daß es ermöglicht wird, daß die Hebelstange (120) in Radialrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) geschwenkt wird.

19. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 17, wobei:

der Druckring (45) einen mit Schlitzen versehenen Abschnitt (135) definiert, welcher mit dem Eingriffsabschnitt (130) verbunden und derart gestaltet ist, daß es ermöglicht wird, daß die Hebelstange (120) in Radialrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) geschwenkt wird; und

der mit Schlitzen versehene Abschnitt (135) eine Bewegung der Hebelstange (120) in einer Umfangsrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) verhindert.

20. Spannfutter (15) zur Verwendung mit einem manuellen oder kraftgetriebenen Antrieb nach Anspruch 17, wobei:

der Druckring (45) einen mit Schlitzen versehenen Abschnitt (135) definiert, welcher mit dem Eingriffsabschnitt (130) verbunden und derart gestaltet ist, daß es ermöglicht wird, daß die Hebelstange (120) in Radialrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) geschwenkt wird; und

der mit Schlitzen versehene Abschnitt (135) eine Bewegung der Hebelstange (120) in einer Tangentialrichtung bezüglich der axialen Mittellinie des Körperelements (20) verhindert.







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