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Dokumentenidentifikation DE19532264C2 06.09.2001
Titel Einrichtung zur Aufbereitung eines Gemisches aus Brennstoff und Luft an Brennkammern für Gasturbinentriebwerke
Anmelder MTU Aero Engines GmbH, 80995 München, DE
Erfinder Zarzalis, Nikolaos, Dr., 85221 Dachau, DE
DE-Anmeldedatum 01.09.1995
DE-Aktenzeichen 19532264
Offenlegungstag 06.03.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.2001
IPC-Hauptklasse F23R 3/14
IPC-Nebenklasse F23R 3/32   F02C 3/14   F23D 11/24   F23D 11/40   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufbereitung eines Gemisches aus Brennstoff und Luft an Brennkammern für Gasturbinentriebwerke, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Aus der WO 92/07221 A1 ist eine gattungsgemäße Einrichtung bekannt, bei der die Brennstoffzufuhr in die Drallkanäle der Drallvorrichtung über axiale Röhrchen (88) mit in Reihe angeordneten, radialen Bohrungen (90) erfolgt. Tropfenförmige, radial und tangential ausgerichtete Profile mit spitzen Endkanten sorgen für den gewünschten Drall des Brennstoff-/Luft-Gemisches. Die Art der Brennstoffzufuhr ist jedoch wenig geeignet, einen flüssigen Brennstoff effektiv zu zerstäuben, und ist wohl eher für einen gasförmigen oder zumindest vorverdampften Brennstoff vorgesehen.

Die DE 38 19 898 C2 schützt eine Brennkammer für eine Gasturbine mit einem ringförmigen Strömungsleitgitter für die Drallerzeugung und mit einer Einrichtung zur Einbringung des Brennstoffes im Bereich des Strömungsleitgitters. Dabei besteht letzteres aus Leitschaufeln (1, 2) mit tragflügelartigem, asymmetrischem Strömungsprofil. Durch das Innere jeder Leitschaufel wird flüssiger Brennstoff zugeführt, über Kanäle 5 zur Leitschaufeldruckseite gefördert und als Oberflächenfilm bis zur Schaufelhinterkante transportiert. Die saugseitige Strömungskontur jeder Schaufel (1, 2) weist einen Knick im Bereich des hinteren Leitschaufelendes auf, wodurch die Strömung gezielt verwirbelt und mit Treibstoff durchmischt wird. Dieses Prinzip ist konstruktiv aufwendig und führt zu erheblichen Strömungsverlusten.

Aus der DE 41 10 507 C2 ist bei einem Brenner für Gasturbinentriebwerke folgendes bekannt: Austrittsseitig und koaxial zur gemeinsamen Achse des Brenners und einer zentralen Brennstoffdüse sind zwei ringförmige Drallerzeuger für die Zufuhr von Verbrennungsluft in die Brennkammer vorgesehen. Die Drallkanäle der beiden Drallerzeuger sind austrittsseitig durch eine venturirohrartig gestaltete, stromab gegenüber dem Brennraum offene Leithülse gegeneinander abgeschirmt. Über die zentrale Brennstoffdüse soll stromab längs der Innenwand der Leithülse Brennstoff als Film aufgetragen werden. Unter der Scherkraftwirkung beider Drallströmungen soll längs einer Abreißkante der Leithülse abfließender Brennstoff vernebelt und in die von beiden Drallströmungen ausgebildeten Rotationswirbel eingebunden werden.

Bei einem Brenner dieser bekannten Art ergeben sich bezüglich der Gemischaufbereitung im wesentlichen zwei gravierende Nachteile.

Der erste Nachteil bezieht sich auf die Abhängigkeit der Brennstoffzerstäubung von der Filmdicke. Da sich der Durchmesser des zylindrischen Teils, auf dem sich der Brennstoff in Filmform bewegt, aus Gründen der Verbrennungsstabilität nicht beliebig vergrößern läßt, muß die Filmdicke zwangsläufig mit steigender Last, d. h. steigender Brennstoffzufuhr, wachsen. Das Anwachsen der Filmdicke führt zu einer Verschlechterung der Tropfenqualität.

Der zweite Nachteil bezieht sich auf die Mischung des Brennstoffes mit der Luft. Da der Brennstoff nach dem Zerstäubungsprozeß in den Brennraum wandert, bleibt keine ausreichende Zeit übrig, um den Brennstoff mit der Luft homogen zu vermischen. Dieser Sachverhalt macht sich mit steigender Last immer mehr bemerkbar, da die Flamme mit steigender Last in Richtung auf den Brennkammerkopf bzw. in Richtung auf die stromaufwärtige Flammrohrwand wandert, wodurch sich die Verweilzeit zum Mischen von Brennstoff mit Luft auf ein Minimum reduziert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zu Bekanntem erwähnten Nachteile zu beseitigen und eine Einrichtung zur Aufbereitung eines Gemisches aus Brennstoff und Luft für die Verbrennung anzugeben, mit der bei vergleichsweise einfacher Bauweise die erforderliche Verweilzeit für eine homogene Gemischaufbereitung, und damit optimale Verbrennung bereitgestellt wird.

Die gestellte Aufgabe ist durch Patentanspruch 1 erfindungsgemäß gelöst.

Der mindestens eine Profilkörper kann auch als sogenannter "Filmleger" bezeichnet werden. Mit nur einem einzigen Profilkörper gelingt es, schon innerhalb der Drallvorrichtung eine gleichförmige Mischung und Aufbereitung des dem Brennraum bzw. der Primärzone zuzuführenden Brennstoff-Luft-Gemisches zu erzielen.

Die Anzahl der Profilkörper kann vergrößert werden, um mit Rücksicht auf vergleichsweise hohe Triebwerkslastzustände eine kritische Filmdicke des flüssig zugeführten Brennstoffes nicht zu überschreiten (siehe u. a. Anspruch 6: "mehrere Profilkörper").

Bedarfsweise kann ferner jeder Drallkanal mit einem Profilkörper und jeweils filmartiger Brennstoffauftragung ausgestattet werden.

Aus mindestens einer Verteilerkammer im Profilkörper (Anspruch 2) kann der Brennstoff auf mehrere Bohrungen gleichmäßig verteilt und einem betreffenden Oberflächenabschnitt zugeführt werden; tangential am betreffenden Oberflächenabschnitt endende Bohrungen (Anspruch 3) begünstigen eine gezielte, oberflächenseitige Brennstoffabströmung und -filmbildung.

Im Wege der zusätzlichen Brennstoffdüse nach Anspruch 5 kann die Verbrennungsstabilität erhöht werden. Durch den Einsatz einer derartigen sogenannten "Pilot-Düse" kann z. B. die Stabilitätsgrenze bei magerer bzw. luftreicher Verbrennung (Lean Blow Out) oder das Wiederzündverhalten gewährleistet bzw. verbessert werden.

Im Falle mehrerer Profilkörper mit daran flüssig und filmartig aufgetragenem Brennstoff (Anspruch 6) können mehrere derartige oder den "Filmlegern" ähnlich gestaltete weitere Profilkörper für gasförmigen Brennstoff (Anspruch 7) vorgesehen sein. Somit ist ein Zweistoffbetrieb gleichzeitig möglich oder bedarfsweise ein Betrieb mit nur flüssig oder gasförmig zugeführtem Brennstoff.

Gemäß Anspruch 8 kann man durch entsprechende Variation des Mischungskanalwinkels α die Lage des Rezirkulationsgebietes bzw. der Reaktionszone für die Verbrennung steuern; eine Erweiterung des Mischkanals (α > 0) würde bei erhöhter Verbrennungsstabilität zu einer axial dichteren Verschiebung der Reaktionszone in Richtung auf die Flammrohrrückwand führen; das Gegenteil wäre bei α < 0 der Fall, wobei hier davon auszugehen wäre, daß sich eine Mischung (Brennstoff/Luft) sowie eine weitere Verdampfung des Brennstoffs bis in den Brennraum hinein fortsetzt.

Anhand der Zeichnungen ist die Erfindung beispielhaft weiter erläutert; es zeigen:

Fig. 1 eine stromab quer geschnitten dargestellte Ansicht der für die Zufuhr von Brennstoff und Luft ausgebildeten Drallvorrichtung,

Fig. 2 einen Mittellängsschnitt gemäß A-A der Drallvorrichtung aus Fig. 1 unter beispielhafter Verdeutlichung einer sich in Richtung auf den Brennraum hin stromab darstellenden Aufweitung des Mischkanals (α > 0),

Fig. 3 die im Schnitt nach Fig. 2 dargestellte Drallvorrichtung, hier jedoch mit zusätzlicher Brennstoffdüse sowie in Zuordnung zum und Halterung am stromaufwärtigen Kopfende einer Ringbrennkammer, als Mittellängsschnitt dargestellt,

Fig. 4 ein Profilquerschnitt eines schaufelartigen Profilkörpers in gegenüber Fig. 1 abgewandelter stromlinienförmiger Gestaltung unter Verdeutlichung der Speicherung, Verteilung sowie Filmbildung und der Zerstäubung flüssigen Brennstoffes und

Fig. 5 einen Profilquerschnitt eines schaufelartigen Profilkörpers im Sinne der Fig. 4, hier jedoch in Verdeutlichung jeweils für sich oder in Kombination geeigneter Ausblasekonfigurationen für gasförmigen Brennstoff.

Es wird eine Einrichtung zur optimalen Aufbereitung eines Brennstoff-Luft- Gemisches für Brennkammern von Gasturbinentriebwerken angegeben. Hierzu ist eine Drallvorrichtung 1 (Fig. 1, 2 und 3) zur Mischung von Brennstoff und Luft vorgesehen, mit der für eine gleichförmige primäre Verbrennung im Brennraum 5 (Fig. 3) eine hochfeine nebelartige Zerstäubung des flüssigen Brennstoffes erzielt werden soll. Ein Ringmantel 2 der Drallvorrichtung 1 weist mehrere gleichmäßig über dem Umfang verteilte Drallkanäle 3 für die Zufuhr von Verbrennungsluft L auf. Die Drallkanäle 3 münden tangential in einen axialen Mischkanal 4. Der Mischkanal 4 ist über eine als Boden des Ringmantels 2 bzw. des Mischkanals 4 fungierende Rückwand R gegenüber axial anströmender Druckluft V (Fig. 3) verschlossen. Stromab steht der Mischkanal 4 über eine Öffnung 11 (Fig. 3) mit dem Brennraum 5 in Verbindung. Gemäß Fig. 1 weisen sich am Umfang einander gegenüberliegende Drallkanäle 3 jeweils einen schaufelartig gestalteten Profilkörper 6 auf, an dem Brennstoff als Film F in Richtung der den jeweiligen Drallkanal 3 durchströmenden Luft L aufgetragen wird. Die Profilkörper 6 sind gegenüber jeweils umfänglich benachbarten Kanalwänden des Drallkanals 3 mit gleichförmigem Abstand gehalten, so daß sich eine örtliche Profilumströmung L' ergibt.

Die Profilkörper 6 nach Fig. 1 weisen eine gerundete Anströmkante auf, wobei der Radius der Abrundung zugleich die maximale Profildicke definiert. Von der gerundeten Anströmkante aus geht das Profil sich geradlinig gleichförmig verjüngend in seine stromabwärtige Endkante über, die als Zerstäuberkante Z für den zugeführten Brennstoff fungiert. Letzterer Sachverhalt ist anhand der Fig. 4 genauer verdeutlicht unter Beziehung einer leicht gegenüber Fig. 1 abgewandelten Ausführung eines Profilkörpers 6', der im Sinne eines stützschaufelartig stromlinienförmigen Profils - in Richtung der Strömung - von einer gerundeten Anström- bzw. Nasenkante aus stromab zunächst auf seine größte Profildicke übergeht und von dort leicht gewölbt in seine stromab spitze Endkante übergeht. Letztere fungiert im Betrieb als Zerstäuberkante Z für den als Film F über Bohrungen 8 aus einem Verteilerraum 7 zugeführten Brennstoff. Relativ zur Symmetrieebene SYM des Schaufelprofils weist der Profilkörper 6' derart geneigte Bohrungen 8 auf, daß letztere tangential in den betreffenden Oberflächenabschnitt münden, so daß der Brennstoffilm F kontinuierlich an der Profiloberfläche anliegend stromab in Richtung auf die Zerstäuberkante Z abfließen kann. Die Bohrungen 8 sind in engen Abständen gleichförmig schräg übereinanderliegend angeordnet. Nicht dargestellt, kann der Brennstoff aus einem Tank über eine Hauptleitung zugeführt werden, die an eine die Drallvorrichtung außen ringförmig umgebende Verteilerleitung angeschlossen ist, wobei letztere jeweils über eine einzelne Zuleitung mit dem Verteilerraum 7 des betreffenden Profilkörpers z. B. 6' (Fig. 4), fluidisch verbunden ist. Im Wege des dem betreffenden Drallkanal 3 von außen zugeführten Anteils an Primärluft L (Fig. 1) bildet sich beidseitig längs am Profilkörper 6' (Fig. 4) eine Profilumströmung L' aus. Über die Scherkraftwirkung der beidseitigen Profilströmung L' wird längs der Zerstäuberkante Z aus dem Film F zugeführter Brennstoff in einem etwa kegelförmig aufgeweiteten Strömungsfeld Fd hochfein zerstäubt und in die Kanalströmung - stromab der Zerstäuberkante Z - eingebunden und hierauf dem Mischkanal 4 zugeführt. Dabei können noch nicht vernebelte, verhältnismäßig große Brennstofftropfen unter der Zentrifugalwirkung der im Mischkanal 4 rotierenden Drallströmung Dr des Brennstoff-Luft- Gemisches örtlich endseitig längs einer oder mehrerer Innenwände ausgefällt werden, z. B. an der Stelle X (Fig. 1). Etwa im Sinne der Fig. 4 können so an der Stelle X anfallende verhältnismäßig große, unzerstäubte Brennstofftropfen in beidseitiger Umströmung des von außen nach innen sich keilförmig verjüngenden Profils 9 längs der spitzen Endkante K fein zerstäubt werden. Gegebenenfalls können so noch weitere über dem Umfang verteilte Endkanten K der Profile 9 als zusätzliche Zerstäuberkanten beigezogen werden.

Bei der Drallvorrichtung 1 nach Fig. 1, 2 und 3 weisen die Drallkanäle 3 viereckige Durchströmquerschnitte mit axial und umfänglich geraden Wandungen auf.

Ferner sind bei der Drallvorrichtung 1 die Drallkanäle 3 zwischen den gleichförmig über dem Umfang verteilten Profilen 9 des Ringmantels 2 ausgebildet; mit den innenliegenden spitzen Endkanten K werden die jeweiligen Austrittsöffnungen der Drallkanäle 3 in den Mischkanal 4 definiert; die spitzen Endkanten K sind hier z. B. jeweils gleichförmig radial mit Abstand und parallel zur Längsachse Lg der Drallvorrichtung angeordnet. Es liegen die spitzen Endkanten K auf einem gedachten zylindrischen Mantel, der koaxial zur Längsachse Lg angeordnet ist. Die Zerstäuberkanten Z der beiden Profilkörper 6 verlaufen ebenfalls parallel und in gleichförmigem Abstand zur gemeinsamen Längsachse Lg der Drallvorrichtung 1 und des Mischkanals 4.

Wie ferner aus Fig. 1 erkennbar, sind die Profile 9, und damit die Drallkanäle 3 vom äußeren Umfang des Ringmantels 2 aus in Richtung auf den Mischkanal 4 in sich jeweils gleichmäßig verjüngender Bauweise ausgebildet.

Der betreffende Drallkanal 3, in dem ein Profilkörper 6 (Fig. 1) oder 6' (Fig. 4) angeordnet ist, ist bezüglich der durch zwei umfänglich benachbare Endkanten K definierten, maximal nach innen weisenden Baulänge, über die Zerstäuberkante Z des dortigen Profilkörpers 6 hinweggeführt.

In Fig. 3 weist die Drallvorrichtung 1 eine zusätzliche Brennstoffdüse 10 auf, die sich zentrisch und axial innerhalb des Mischkanals 4 erstreckt und die austrittsseitig an einer Austrittsebene oder -Öffnung 11 endet, die mit dem Brennraum 5 in Verbindung steht. Fig. 3 verkörpert die Anordnung der Drallvorrichtung 1 mit der zentralen Brennstoffdüse 10 am stromaufwärtigen Kopfende einer Ringbrennkammer, stromauf und stromab abgebrochen dargestellt. Dabei ist die Drallvorrichtung 1 an der Rückwand 12 des Flammrohrs 13 der Brennkammer gehaltert. Die Flammrohrrückwand 12 bildet die Öffnung 11 aus und verschließt die Drallkanäle 3 stromab axial. Ringförmige Gehäuseteile T1, T2 ummanteln das Flammrohr 13 und die Drallvorrichtung mit Abstand. Auf diese Weise werden ein radial äußerer und ein radial innerer Ringkanal R1 bzw. R2 ausgebildet. Aus einem nicht gezeigten Axialdiffusor abströmende, am Verdichterende des Triebwerks entnommene Druckluft V strömt axial gegen die geschlossene Rückwand R ab und teilt sich in zwei Teilströme D1, D2 auf. Aus beiden Teilströmen D1, D2 werden die Drallkanäle 3 der Drallvorrichtung 1 außen, radial von oben (Pfeile Ub) mit Verbrennungsluft L (Fig. 1) versorgt. Aus beiden Teilströmen D1, D2 verbleibende Restteile E an Druckluft strömen in den radial äußeren bzw. radial innen liegenden Ringkanal R1 bzw. R2 ab, um dem Flammrohr 13 z. B. teils Kühlluft, Mischluft oder Tertiärluft zugeführt zu werden.

Im Mischkanal 4 bildet sich eine rotierende Drallströmung Dr (Fig. 1 und 2) als homogenes Gemisch aus Verbrennungsluft und fein zerstäubten Brennstoffanteilen aus. Dieses Gemisch strömt als rotierende Wirbelströmung W in den Brennraum 5 über die Öffnung 11 ab, um für eine homogene primäre sowie aerodynamisch stabile Verbrennung zu sorgen. Schon beim Austritt aus der Öffnung 11 kann dem der Drallströmung Dr innewohnenden und in den Brennraum 5 abströmenden Gemisch aus Brennstoff und Luft zusätzlich Brennstoff über die Brennstoffdüse 10 fein zerstäubt zugemischt werden (Abspritzkegel B).

Die Drallvorrichtung 1 kann mehrere gleichförmig über dem Umfang verteilte Profilkörper 6 aufweisen. Weist z. B. jeder über dem Umfang aufeinanderfolgende zweite Drallkanal 3 einen Profilkörper 6 oder 6' auf, so können die restlichen Drallkanäle 3 jeweils mit einem schaufelartigen Drallkörper 6" (Fig. 5) für gasförmige Brennstoffzufuhr ausgestattet werden. Hierzu weist der mit der Grundform nach Fig. 4 praktisch identische Profilkörper 6" nach Fig. 5 mindestens einen Verteilerraum 13 auf. Relativ zur beidseitigen äußeren Luftumströmung L' können Öffnungen oder Bohrungen im Schaufelmantel angeordnet sein, um das Brenngas seitlich (Bohrungen 14) und/oder schräg nach vorn gerichtet (Bohrungen 15) und/oder schräg seitlich und nach hinten gerichtet (Bohrungen 16) jeweils auf einer oder beiden Schaufelseiten abströmen zu lassen. Unter Vorvermischung mit der den Profilkörper 6" beidseitig umgebenden Luftströmung L' kann eine weitere Durchmischung im Mischkanal 4 erfolgen. Dabei sind über die Drallvorrichtung 1 voneinander getrennte Betriebsarten - Brennstoff flüssig oder gasförmig - oder beide Betriebsarten gleichzeitig möglich.

Für die Zufuhr von gasförmigem Brennstoff in den Verteilerraum 13 (Fig. 5) kann ein separates zu- oder abschaltbares Brennstoffversorgungssystem vorgesehen sein, bestehend u. a. aus einer Hauptleitung, einer Verteilerleitung und Einzelleitungen zu den Profilkörpern 6". Mit genannter gasförmiger Brennstoffzuführung ist ein jeweiliger Ein- oder Zweistoffbetrieb, z. B. für stationäre Gasturbinenanlagen, möglich.

Wie schematisch in Fig. 2 angedeutet, kann der Mischkanal 4 in Richtung auf den Brennraum 5 hin symmetrisch kegelförmig erweitert werden, wobei für diesen Fall der Winkel α > 0 ist. Das bedeutet, daß nicht nur die Zerstäuberkanten Z (Fig. 1) sondern auch die Endkanten K der Profile 9 dieser Erweiterung folgen. Mithin liegen dabei also die spitzen Endkanten K der Profile 9 auf einem gedachten Kegelmantel, der sich in koaxialer Anordnung zur Längsachse Lg rotationssymmetrisch in Richtung auf den Brennraum 5 hin erweitert.

In Fig. 2 definiert I eine mögliche relativ große Gesamtlänge des Mischkanals 4 bei gemäß I geich großer axialer Längenerstreckung der Drallkanäle 3 zugunsten einer über I steuerbaren bzw. einer erreichbaren hinreichend langen Verweilzeit, die für eine optimale Gemisch-Aufbereitung benötigt wird.

Sofern nicht schon ausdrücklich beansprucht, sind die zuvor beschriebenen und/oder zeichnerisch verkörperten Merkmale ebenfalls Bestandteil der Erfindung.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zur Aufbereitung eines Gemisches aus Brennstoff und Luft an Brennkammern für Gasturbinentriebwerke, mit einer ringförmigen Drallvorrichtung (1), die mehrere gleichmäßig über den Umfang verteilte Profile (9) aufweist, die zu einem sich axial in Richtung einer Längsachse (Lg) der Drallvorrichtung (1) erstreckenden Mischkanal (4) hin in spitze Endkanten (K) auslaufen, welche in einer gedachten rotationssymmetrischen, zur Längsachse (Lg) der Drallvorrichtung (1) konzentrischen Fläche liegen, und die zwischen den Profilen (9) Drallkanäle (3) für die Zufuhr von Verbrennungsluft (L) aufweist, welche vorwiegend tangential in den axialen Mischkanal (4) münden, der stromauf verschlossen ist und stromab mit einem Brennraum (5) in Verbindung steht, und mit wenigstens einer Brennstoffzuführeinrichtung im Bereich der Drallkanäle (3), dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem der Drallkanäle (3) ein zusätzlicher, schaufelartiger Profilkörper (6, 6') umströmbar angeordnet ist, welcher in eine spitze Hinterkante (Zerstäuberkante Z) ausläuft, die stromaufwärts der Endkanten (K) im Drallkanal (3) angeordnet ist, und dass der wenigstens eine Profilkörper (6, 6') eine Brennstoffzuführeinrichtung (7, 8) zur Erzeugung eines Brennstofffilms (F) auf mindestens einer seiner Oberflächen aufweist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkörper (6') mindestens eine Verteilerkammer (7) für zugeführten Brennstoff aufweist, aus der der Brennstoff über Bohrungen (8) wenigstens einem seitlichen Oberflächenabschnitt des Profilkörpers als Film (F) zugeführt wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (8) abströmseitig vorwiegend tangential am betreffenden Oberflächenabschnitt münden.
  4. 4. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Profile (9) und die Drallkanäle (3) vom äußeren Umfang der Drallvorrichtung (1) aus in Richtung auf den Mischkanal (4) in sich jeweils gleichmäßig verjüngender Weise ausgebildet sind.
  5. 5. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drallvorrichtung (1) eine zusätzliche Brennstoffdüse (10) aufweist, die sich zentrisch und axial innerhalb des Mischkanals (4) erstreckt und die austrittsseitig an einer Austrittsebene oder -öffnung (11) endet, die mit dem Brennraum (5) in Verbindung steht.
  6. 6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drallvorrichtung (1) mehrere, gleichmäßig über den Umfang verteilte Profilkörper (6, 6') aufweist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drallvorrichtung mehrere gleichmäßig über den Umfang verteilte, zusätzliche Profilkörper (6") aufweist, mit denen jeweils innerhalb eines Drallkanals (3) dem betreffenden Primärluftanteil gasförmiger Brennstoff zuführbar ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkanal (4) der Drallvorrichtung (1) in Richtung auf den Brennraum (5) symmetrisch erweitert (α > 0) oder verengt (α < 0) ausgebildet ist.
  9. 9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Profilkörper (6, 6', 6") ein symmetrisches Profil (SYM) aufweist/aufweisen.






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