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Dokumentenidentifikation DE10011814A1 13.09.2001
Titel Ausblashaube für Klimageräte
Anmelder Zeiler, Uwe, 01067 Dresden, DE;
Mücker, Torsten, 13089 Berlin, DE;
Hasdorf, Michael, 13187 Berlin, DE
Erfinder Zeiler, Uwe, 01067 Dresden, DE;
Mücker, Torsten, 13089 Berlin, DE;
Hasdorf, Michael, 13187 Berlin, DE
Vertreter Kador und Kollegen, 80469 München
DE-Anmeldedatum 10.03.2000
DE-Aktenzeichen 10011814
Offenlegungstag 13.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.2001
IPC-Hauptklasse F24F 13/24
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Ausblashaube wie sie beispielsweise als Aufsatz auf dem Ausblasteil von Rückkühlwerken oder als Aufsatz im Frontluftteil in Klimageräten verwendet wird. Die Verringerung der mit der Luftabführung verbundenen Schallemissionen wird mit Schalldämmkulissen erreicht, die bei den bekannten Anlagen in einer gesonderten Schalldämpfereinheit zusammengefaßt sind. Das hat zur Folge, daß derartige Ausblaseinheiten als Gesamtbauteil mit einer entsprechenden baulichen Höhe verbunden sind. Zur Verringerung dieser Bauhöhe schlägt die Erfindung Ausblashauben vor, in die die Schalldämmkulissen (1, 2) direkt integriert sind, so daß ein geschlossenes Bauteil entsteht. Die Schalldämmkulissen (1, 2) sind längs zu der Ausblasdüsenlängsrichtung angeordnet, wobei sich die Mittelschalldämmkulisse (2) in senkrechter Lage befindet. Die übrigen Schalldämmkulissen (1) sind mit einem strömungstechnisch optimierten Anstellwinkel eingebaut. Auf allen oder einem Teil der Schalldämmkulissen (1) befinden sich strömungstechnisch optimierte Kalotten (3). Diese Lösung bietet den Vorteil, daß aufgrund des Verzichtes auf eine gesonderte Schalldämpfereinheit eine geringere Bauhöhe erreicht wird, wobei überdies bessere Schallwerte erzielt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ausblashaube, die zur Luftabführung bei Klimageräten benötigt wird. Ausblashauben finden sich unter anderem als Aufsatz auf dem Ausblasteil von Rückkühlwerken oder als Aufsatz im Frontluftteil in Klimageräten.

Klimaanlagen haben im industriellen Bereich seit langem eine breite Anwendung gefunden. Mit der Entwicklung der Mikroelektronik hat die Bedeutung der Klimatisierung ganzer Fertigungshallen weiter an Bedeutung gewonnen. So ist es beispielsweise notwendig, Mikrochips unter klimatisch konstanten Bedingungen zu fertigen. Ebenso benötigt der Betrieb von Rechenzentren, in denen eine Vielzahl von Computern, insbesondere Servern eingesetzt werden, die Aufrechterhaltung einer konstant geringen Temperatur. Dazu ist es notwendig, die bei dem Betrieb der Computer oder anderer technischer Geräte entstehende Wärme abzuführen.

Die erwärmte Luft wird von den Klimageräten mittels eines Schachtsystems über eine Ausblashaube in die Umgebung abgeführt. Allerdings ist infolge des dazu benötigten Ventilationssystems die Abführung der erwärmten Luft mit einer beträchtlichen Schallemission verbunden. Um diese Schallemission zu minimieren, werden Schalldämmkulissen eingesetzt, die aus zusammengefaßten, quer angeordneten, einzelnen Schalldämpfern bestehen. Die Schalldämmkulissen werden von der abzuführenden Luft passiert, bevor diese über die Ausblashaube in die Umgebung gelangt.

Demzufolge sind Schalldämpfer und Ausblashaube zwei separate Bauteile, die übereinander angeordnet sind. Das hat zur Folge, daß diese Konstruktion sehr hoch baut.

Bei der Errichtung und Veränderung von Bauwerken, insbesondere industrieller Anlagen, hat der Bauherr eine Vielzahl städtebaulicher Forderungen zu erfüllen, zu denen gegebenenfalls Auflagen zählen, die sich aus denkmalschutzrechtlichen Aspekten ergeben. Deshalb wird die Errichtung einer Ausblashaube in Verbindung mit einer Schalldämpfereinheit aufgrund der dazu erforderlichen Bauhöhe häufig nicht möglich sein. Allerdings ist es gleichzeitig auch nicht zulässig, die Bauhöhe zu verringern, in dem auf die Schalldämpfereinheit verzichtet wird, da auch hinsichtlich der Schallemission Auflagen zu erfüllen sind. Überdies weist die bisherige Verbindung von Schalldämpfereinheit und Ausblashaube weitere Nachteile auf. Die Errichtung einer solchen Anlage ist aufgrund der notwendigen Verwendung zweier separater Bauteile mit hohen Montagekosten verbunden. Darüber hinaus ist aus demselben Grunde die Masse des Gesamtbauteiles groß.

Es ist daher Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Ausblashaube vorzuschlagen, die sich durch eine geringe Bauhöhe, vergleichsweise kleine Masse, minimierten Materialaufwand und geringe Montagekosten vor Ort auszeichnet. Dabei steht die Aufgabe, eine hohe Wurfweite der ausgeblasenen Luft bei gleichen oder besseren Schallwerten als die ursprüngliche Anordnung sicherzustellen.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, daß die Ausblashaube als geschlossenes Bauteil ausgeführt ist und Schalldämmkulissen aufweist, die längs zur Ausblasdüsenlängsrichtung angeordnet sind, wobei die Mittelschalldämmkulisse senkrecht und die weiteren Schalldämmkulissen in einem strömungstechnisch optimierten Anstellwinkel angeordnet sind.

Die Angabe "geschlossenes Bauteil" ist im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung so zu verstehen, daß die Schalldämmkulissen im Gegensatz zum Stand der Technik direkt in die Ausblashaube integriert sind. Das hat zur Folge, das anstelle der zwei Bauteile Ausblashaube und Schalldämpfereinheit nur noch ein einziges Bauteil, nämlich die erfindungsgemäße Ausblashaube benötigt wird. Bei den in die Ausblaseinheit integrierten Schalldämpfern handelt es sich um grundsätzlich bekannte Ausführungsformen. Allerdings sind die Schalldämpfer erfindungsgemäß nicht quer angeordnet, sondern sind längs zur Ausblasdüsenlängsrichtung angeordnet. Auf diese Weise wird bei einer vergleichbaren Verringerung der Schallemission, die mit dem Ausströmen der Luft verbunden ist, die Strömungsgeschwindigkeit der Luft im Vergleich zu der bei quer angeordneten Schalldämmkulissen weniger stark verringert. Das hat zur Folge, daß die ausströmende Luft auch bei einer aufgrund des Fehlens einer gesonderten Schalldämpfereinheit und der damit verbunden Verringerung der Bauhöhe bei ungünstigen Bedingungen nicht unmittelbar in die Umgebung des Standortes der Anlage niedergeht, sondern gleichfalls höhere Luftschichten erreicht.

Der Mittelschalldämpfer ist senkrecht in der Ausblashaube angeordnet. In Abhängigkeit von den tatsächlichen technischen Bedingungen werden die übrigen Schalldämmkulissen mit einem strömungstechnisch optimierten Anstellwinkel entsprechend der Baugröße eingebracht. Weitere zu berücksichtigende Faktoren sind insbesondere die Strömungsgeschwindigkeit der austretenden Luft sowie deren Temperatur.

Auf ausgewählten oder allen Schalldämmkulissen sind vorzugsweise strömungstechnisch optimierte Kalotten angebracht. Auch die äußere Haubenform ist strömungstechnisch nach Maßgabe der oben angegebenen Faktoren optimiert. Die Größe der Haubenform ist für die Anwendung der Erfindung praktisch nicht begrenzt.

Die erfindungsgemäße Ausblashaube für Klimageräte kann als Kombibauteil, das heißt als Ausblashaube, in die die bisher separat angeordnete Schalldämpfereinheit integriert ist, unter Nutzung der bisher verwendeten Fertigungsverfahren und Materialien hergestellt werden. Darüber hinaus wird der Aufwand für Fertigung, Material und Montage gegenüber den Lösungen des Standes der Technik nachhaltig reduziert.

Der Vorteil der Erfindung liegt jedoch vor allem in der Verringerung der Bauhöhe der Ausblaseinheit, die sich aus dem Verzicht auf eine gesonderte Schalldämpfereinheit ergibt. Die Integration dieser Einheit in Form der Schalldämmkulissen in die Ausblashaube ist jedoch nicht mit einer Verringerung der Schalldämpfung verbunden, sondern bietet aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung dieser Schalldämmkulissen sowie der strömungstechnischen Optimierung aller Bauteile, das heißt der Schalldämmkulissen, Kalotten und der Ausblashaube selbst, gleich oder verbesserte Schallwerte. Die Verringerung der Bauhöhe ist demnach mit einer verbesserten Schalldämmung verbunden, ohne daß jedoch die Strömungsgeschwindigkeit der ausströmenden Luft derart verringert wird, daß diese unter ungünstigen Bedingungen unmittelbar im Bereich der Klimaanlage niedergeht. Es ist daher nunmehr möglich, Forderungen, die die Bauhöhe von Klimaanlagen begrenzen, zu erfüllen.

Die Ausblashaube der Erfindung ist bei allen Klimageräten mit Luftabführung einsetzbar, insbesondere als Aufsatz auf dem Ausblasteil von Rückkühlwerken und als Aufsatz im Frontlufteil in Klimageräten.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Ausblashaube für Klimageräte gemäß der Erfindung im Querschnitt. Es ist zu erkennen, daß in die zylinderförmige Ausblashaube Schalldämmkulissen 1, 2 integriert sind. Die Schalldämmkulissen 1 sind längs zur Ausblasdüsenlängsrichtung angeordnet. Die befindet sich im Zentrum der Ausblashaube in senkrechter Lage. Um diese Mittelschalldämmkulisse 2 sind in mehreren kreisförmigen Lagen die weiteren Schalldämmkulissen 1 angeordnet. Der Anstellwinkel α dieser Schalldämmkulissen ist strömungstechnisch optimiert und hängt von tatsächlichen technischen Bedingungen ab, unter denen die Ausblashaube verwendet wird. Auf einem Teil der Schalldämmkulissen befinden sich Kalotten 3, die ebenfalls strömungstechnisch optimiert sind. Auch die Form der Ausblashaube ist strömungstechnisch optimiert.


Anspruch[de]
  1. 1. Ausblashaube für Klimageräte, dadurch gekennzeichnet, daß sie als geschlossenes Bauteil ausgeführt ist und Schalldämmkulissen aufweist, die längs zur Ausblasdüsenlängsrichtung angeordnet sind, wobei die Mittelschalldämmkulisse (2) senkrecht und die weiteren Schalldämmkulissen (1) in einem strömungstechnisch optimierten Anstellwinkel angeordnet sind.
  2. 2. Ausblashaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf ausgewählten oder allen Schalldämmkulissen (1) strömungstechnisch optimierte Kalotten (3) angebracht sind.
  3. 3. Ausblashaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Form der Ausblashaube strömungstechnisch optimiert ist.






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