PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10012940A1 20.09.2001
Titel Scheibenrolle für Rollenherdöfen
Anmelder LOI Thermprocess GmbH, 45138 Essen, DE
Erfinder Ksciuczyk, Artur, 50997 Köln, DE;
Lötters, Heinz, 47053 Duisburg, DE;
Wessel, Karl-Heinz, 46537 Dinslaken, DE
DE-Anmeldedatum 16.03.2000
DE-Aktenzeichen 10012940
Offenlegungstag 20.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.09.2001
IPC-Hauptklasse F27B 9/24
IPC-Nebenklasse F27D 3/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Scheibenrolle für Rollenherdöfen zum Erwärmen von Wärmgut. Auf einem drehbaren, intern gekühlten Tragrohr (1) ist eine Mehrzahl von in axialem Abstand zueinander auf dem Tragrohr angeordneten Tragringen (3) angeordnet. Diese sitzen auf zwei seitlichen Tragelementen (5) auf und sind mit diesen lösbar verbunden.
Das Tragrohr (1) ist neben den Tragringen (3) von einer Isolierung (4) umgeben. Mindestens ein Tragelement (5) pro Scheibenrolle ist drehfest mit dem Tragrohr (1) verbunden.
Erfindungsgemäß weisen die Tragelemente (5) in Umfangsrichtung abgerundete Erhöhungen (10) auf, die mit Abstand zueinander auf dem Umfang verteilt sind und die entsprechend geformte Vertiefungen (11) in den Tragringen (3) eingreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Scheibenrolle für Rollenherdöfen zum Erwärmen von Wärmgut nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine derartige Scheibenrolle ist aus der EP B1-044312 bekannt. Hier sind die Tragringe mit den Tragelementen durch Bolzen verbunden. Das Temperaturverhalten derartiger Scheibenrollen ist gut, weil kein direkter Wärmefluß zwischen dem Tragring und dem Tragrohr auftritt.

Das Tragrohr dreht sich und nimmt dabei die Scheibenrolle mit. Diese wird während der Drehbewegung durch das Wärmgut einseitig belastet. Dabei kommt es in dem Tragring, insbesondere im Bereich der Verbindung mit den Tragelementen, zu Spannungsspitzen. Die Folge sind Risse, so daß nach relativ kurzer Zeit die Tragelemente und die Tragringe ausgetauscht werden müssen.

In Folge des einseitigen Wärmeflusses durch den Tragring in die Tragelemente zum gekühlten Tragrohr kommt es weiterhin zu Verzugserscheinungen in den einzelnen Bauteilen. Die Folge ist, daß sich bei der Demontage der Trageelemente und der Tragringe die Bolzen, wenn überhaupt, nur unter großen Schwierigkeiten entfernen lassen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht demgemäß darin, eine Scheibenrolle der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die Haltbarkeit verbessert und die Demontage des Tragringes vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird bei einer Scheibenrolle der eingangs genannten Art durch den kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.

Der Tragring wird mit den Tragelementen mittels einer formschlüssigen Verbindung verbunden. Diese ist so gestaltet, daß die sich der Tragring während der Drehbewegung auf den Tragelementen abrollen kann. Der Kraftschluß zwischen dem Trgring und den Tragelementen wandert während der Drehbewegung zwischen zwei Winkeln, etwa zwischen 90° und 30° in Drehrichtung gesehen, entgegen der Drehrichtung. Dadurch werden Spannungsspitzen vermieden bzw. abgebaut. Auch die weiteren Probleme, die beim Stand der Technik aufgrund der zweiseitig eingespannten Tragelemente entstehen, werden vermieden. Insbesondere wird die Demontage der Tragringe wesentlich vereinfacht.

Eine Weiterbildung der Scheibenrolle nach der Erfindung besteht darin, daß der Umfang der Tragelemente ein wellenförmiges Umfangsprofil aufweist, wobei der Tragring korrespondierend ausgebildet ist.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Tragelemente scheibenförmig und weisen einen zylindrischen Ansatz auf, in dem mindestens eine Ausnehmung vorgesehen, die sich in Achsrichtung erstreckt und in die ein Befestigungselement eingesetzt ist, das mit dem Tragrohr teilweise verschweißt ist. Dadurch vereinfacht sich die Montage bzw. Demontage der Tragelemente, weil die zu trennende Schweißnaht zwischen Befestigungselement und Tragrohr relativ kurz ist. In der Regel sind zwei Befestigungselemente pro Tragelement ausreichend.

Vorzugsweise schließen die Stirnflächen des Tragringes mit den Stirnflächen der Tragelemente im wesentlichen bündig ab, um ein bündiges Anliegen der Isolierung zu ermöglichen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Scheibenrolle im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt Ihnen:

Fig. 1 einen axialen Teilschnitt durch eine erfindungsgemäße Scheibenrolle;

Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht der Scheibenrolle nach Fig. 1.

Die erfindungsgemäße Scheibenrolle umfaßt ein Tragrohr 1, in dem koaxial ein Innenrohr 2 angeordnet ist, das von einem Kühlmittel durchströmt wird. Auf dem Tragrohr 1 ist eine Mehrzahl von Scheibenrollen angeordnet, von denen nur eine dargestellt ist und die im wesentlichen aus einem Tragring 3 und zwei Tragelementen 5 bestehen. Die Längsabschnitte zwischen den Tragringen sind von einer Isolierung 4 umgeben.

Jeder Tragring 3 sitzt auf zwei seitlichen Tragelementen 5 auf, die scheibenförmig sind und einen zylindrischen Ansatz 6 aufweisen. Der zwischen dem Tragring 3 und dem Tragrohr 1 gebildete, seitlich von den Tragelementen 5 begrenzte Hohlraum 7 ist mit Isoliermaterial gefüllt. Die Tragelemente 5 stützen sich mit ihren zylindrischen Ansätzen 6 lose auf dem Tragrohr 1 ab.

In Fig. 2 ist dargestellt, daß in dem zylindrischen Ansatz 6 mindestens eine Ausnehmung 8 vorgesehen ist, die sich in Achsrichtung erstreckt und in die ein Befestigungselement 9 eingesetzt ist. Das Befestigungselement 9 ist länger als die Ausnehmung 8 und ragt in Achsrichtung über den zylindrischen Ansatz 6 hinaus. Dieser überragende Teil wird mit dem Tragrohr 1 verschweißt. Da die Schweißnaht relativ kurz ist, ist die Demontage der Tragelemente relativ einfach.

Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, weisen die Tragelemente 5 in Umfangsrichtung vollständig abgerundete Erhöhungen 10 auf, die mit Abstand zueinander auf dem Umfang verteilt sind. Die nach aussen gerichteten Erhöhungen 10 greifen in entsprechend geformte Vertiefungen 11 im Tragring 3 ein. Während der Drehbewegung des Tragrohres 1 rollt sich der Tragring 3 kräftemäßig auf den Tragelementen 5 ab. Der Kraftschluß wandert während der Drehung auf dem Umfang in Drehrichtung und entgegen dieser zurück, und zwar in einem Winkelbereich von etwa 90° bis 30° in Drehrichtung gesehen. Dadurch werden Spannungsspitzen vermieden bzw. abgebaut.

Die Stirnflächen der Tragringe 3 schließen im wesentlichen bündig mit den Stirnflächen der Tragelemente 5 ab, um ein bündiges Anliegen der Isolierung 4 zu ermöglichen.

Im Rahmen der Erfindung sind ohne weiteres Abwandlungsmöglichkeiten gegeben. So kann die Verbindung der Tragelemente mit dem Tragrohr beispielsweise durch ein Nut und Feder-System erfolgen.


Anspruch[de]
  1. 1. Scheibenrolle für Rollenherdöfen zum Erwärmen von Wärmgut, mit
    1. - einem drehbaren intern gekühlten Tragrohr (1),
    2. - einer Mehrzahl von in axialem Abstand zueinander auf dem Tragrohr angeordneten Tragringen (3), die auf zwei seitlichen Tragelementen (5) aufsitzen und mit diesen lösbar verbunden sind,
    3. - einer das Tragrohr (1) neben den Tragringen (3) umgebende Isolierung (4),
    wobei mindestens ein Tragelement (5) pro Scheibenrolle drehfest mit dem Tragrohr (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (5) in Umfangsrichtung abgerundete Erhöhungen (10) aufweisen, die mit Abstand zueinander auf dem Umfang verteilt sind und die in entsprechend geformte Vertiefungen (11) in den Tragringen (3) eingreifen.
  2. 2. Scheibenrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang der Tragelemente (5) ein wellenförmiges Profil aufweist, wobei die Tragringe (3) korrespondierend ausgebildet sind.
  3. 3. Scheibenrolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (5) scheibenförmig sind und einen zylindrischen Ansatz (6) aufweisen, in dem mindestens eine Ausnehmung (8) vorgesehen ist, die sich in Achsrichtung erstreckt und in die formschlüssig ein Befestigungselement (9) eingesetzt ist, welches teilweise mit dem Tragrohr (1) verschweißt ist.
  4. 4. Scheibenrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Tragringe (3) mit den Stirnflächen der Tragelemente (5) im wesentlichen bündig abschließen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com