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Dokumentenidentifikation DE69518747T2 11.10.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0756528
Titel KUNSTSTOFFGRIFF FÜR BOHRHALTER
Anmelder Power Tool Holders Inc., Wilmington, Del., US
Erfinder SHADECK, Louis M., Anderson, US;
HUFF, Robert O., Piedmont, US;
OWENS, Valerie, Townville, US
Vertreter Canzler & Bergmeier, Patentanwälte, 85055 Ingolstadt
DE-Aktenzeichen 69518747
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.04.1995
EP-Aktenzeichen 959170606
WO-Anmeldetag 14.04.1995
PCT-Aktenzeichen US9504812
WO-Veröffentlichungsnummer 9528245
WO-Veröffentlichungsdatum 26.10.1995
EP-Offenlegungsdatum 05.02.1997
EP date of grant 06.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2001
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft Greifkappen zum Verbessern des Griffs eines Anwenders an einem Spannfutter, insbesondere einem schlüssellosen Spannfutter. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung Kunststoff-Greifkappen, welche durch Einsatzformen an einem oder mehreren der Metallabschnitte eines Spannfutters ausgebildet sind, welches der Benutzer greifen und drehen muß, um das Spannfutter an einem Werkzeug, wie etwa einem Bohrmeißel, zu spannen bzw. das Spannfutter zu lösen, um das Werkzeug freizugeben. Eine Kunststoff-Greifkappe ist bequemer zu halten und verbessert den Griff eines Anwenders an dem Spannfutter.

Handbetriebene, elektrobetriebene und druckluftbetriebene Werkzeugantriebe umfassen gewöhnlich einstellbare Spannfutter zum Halten eines Werkzeugs, wie etwa eines Bohrmeißels. Verschiedene Spannfutter wurden gestaltet, um eine Einstellung des Abstands der Backen zu erleichtern. Ein derartiges Spannfutter ist ein schlüsselloses Spannfutter (siehe beispielsweise die US-amerikanische Patentanmeldung der laufenden Eingangsnr. 08/099,160, eingereicht am 29. Juli 1993, welche eine Fortsetzung der US-amerikanischen Patentanmeldung der laufenden Eingangsnr. 07/884,205 war, welche jetzt das US-amerikanische Patent Nr. 5,253,879 ist, welches ein Teil der US-amerikanischen Patentanmeldung der laufenden Eingangsnr. 07/449,722 war, welche jetzt das US-amerikanische Patent Nr. 5,125,673 ist, wobei sämtliche dieser Anwendungen hiermit durch Bezugnahme vollständig aufgenommen sind). Dieser Typ eines Spannfutters sieht eine manuelle Einrichtung zum Einspannen eines Elements des Spannfutters vor, während ein Drehmoment auf ein weiteres Element des Spannfutters (entweder manuell oder durch den Kraftantrieb) ausgeübt wird, um einen Gewindering in dem Spannfutter relativ zu den Backen zu bewegen und dadurch den Abstand der Backen zu ändern.

Gewöhnlich wird ein Drehmoment manuell auf ein Hülsenelement des schlüssellosen Spannfutters ausgeübt, um eine Bewegung der Backen zu bewirken und dadurch den Griff der Backen an einem Werkzeug einzustellen. Das Hülsenelement kann eine gerändelte Oberfläche aufweisen, um den Griff eines Anwenders zu verbessern. In dem Fall eines Metallhülsenelements kann eine derartige Oberfläche jedoch lediglich eine begrenzte Verbesserung des Griffs eines Anwenders liefern. Obgleich ein Kunststoff-Hülsenelement einen besseren Griff erreichen könnte, müßte eine derartige Hülse fest genug sein, um die Anforderungen einer Greiffläche zu erfüllen.

EP-A-0 495 416, welches die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1 offenbart, offenbart ein Spannfutter mit einer Elastomergreifkappe mit einem integralen ausdehnbaren Meißelgriffloch 45 und einem Dichtungsring 44. Eine derartige Kappe ist relativ weich und ist durch Einsatzformen am Spannfutter in proximalen und distalen Bereichen davon ausgebildet. Der gewöhnliche Gewindering ist proximal zu dem proximalen Einsatzformteil. Die vorliegende Erfindung sieht eine Kappe aus Strukturkunststoffen vor, welche durch Einsatzformen an einer Metallunterstützung ausgebildet wird.

Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden in Übereinstimmung mit dem Spannfutter von Anspruch 1 gelöst. Eine Kunststoff-Greifkappe ist durch Einsatzformen an einem Metall-Spannfutterabschnitt ausgebildet, welcher durch den Anwender gehalten wird, wenn der Backenabstand eines Spannfutters eingestellt wird. Um eine Unterstützung der Kunststoffgreifkappe zu gewährleisten und daher eine relativ dünne Greifkappe zu ermöglichen, erstreckt sich der Metallabschnitt unter der Greifkappe im wesentlichen über die Länge der Greifkappe, welche der Anwender greift. Der Metallabschnitt weist vorzugsweise Oberflächenmerkmale zum Gewährleisten einer festen Verbindung zwischen der Greifkappe und dem Metallabschnitt auf. Die Greifkappe weist vorzugsweise eine Oberfläche auf, welche derart gestaltet bzw. endbearbeitet ist, daß der Griff eines Anwenders weiter verbessert wird. Die Greifkappe wird an einem vorderen Abschnitt des Spannfutters, wie etwa einer vorderen Hülse, verwendet. Eine ähnliche Greifkappe kann an einem hinteren Abschnitt des Spannfutters, wie etwa einer hinteren Hülse bzw. einem Hinterabschnitt des Spannfutterkörpers, verwendet werden. Wenn dies erwünscht ist, so können Greifkappen sowohl an Vorder- und Hinterabschnitten des Spannfutters verwendet werden. Der zum Ausbilden der Greifkappe ausgewählte Kunststoff sollte einen relativ hohen Reibungskoeffizienten aufweisen und sollte robust sowie kratz- und reißfest sein. Der Kunststoff ist daher vorzugsweise ein Strukturkunststoff.

Weitere Merkmale der Ausführungsbeispiele der Erfindung, deren Wesen und verschiedene Vorteile werden aus der beigefügten Zeichnung (in welcher gleiche Bezugszeichen durchgehend gleiche Elemente bezeichnen) und der folgenden genauen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele ersichtlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine Perspektivansicht eines beispielhaften erfindungsgemäßen schlüssellosen Spannfutters.

Fig. 2 ist eine vergrößerte Längsansicht, teilweise im Schnitt, gemäß einer Linie wie 2-2 in Fig. 1, jedoch für ein weiteres erfindungsgemäßes schlüsselloses Spannfutter, welches in kleineren und unwichtigen Gesichtspunkten von dem in Fig. 1 dargestellten Spannfutter abweicht.

Fig. 3 ist eine Seitenansicht einer beispielhaften Greifkappe, welche auf einer vorderen Metallhülse eines schlüssellosen Spannfutters in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.

Fig. 4 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht der Greifkappe und der Metallhülse von Fig. 3.

Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Metallhülse, auf welcher die Greifkappe von Fig. 4 ausgebildet ist.

Fig. 6 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht der Metallhülse von Fig. 5.

Fig. 7 ist eine Vorderansicht der Metallhülse der Fig. 3-6.

Fig. 8 ist eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Greifkappe, welche auf einer vorderen Metallhülse eines schlüssellosen Spannfutters in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.

Fig. 9 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht der Greifkappe und der Metallhülse von Fig. 8.

Fig. 10 ist eine Seitenansicht der Metallhülse, auf welcher die Greifkappe von Fig. 9 ausgebildet ist.

Fig. 11 ist eine vereinfachte Querschnittsansicht der Metallhülse von Fig. 10.

Fig. 12 ist eine Vorderansicht der Metallhülse der Fig. 8-11.

Fig. 13 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 2, welche ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.

Fig. 14 ist eine weitere Ansicht ähnlich Fig. 13, welche ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt.

Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Ein beispielhaftes schlüsselloses Spannfutter 10, welches in Übereinstimmung mit dem Prinzip der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist, ist in Fig. 1 dargestellt. Ein Spannfutter 10 umfaßt eine Körperstruktur 6, eine vordere Hülsenstruktur 8, ein optionales hinteres Hülsenelement 14 und Backen 18. Die generelle Bauweise und Bedienung eines Spannfutters 10 wird nun unter Bezugnahme auf das generell ähnliche Spannfutter, welches in Fig. 2 dargestellt ist, beschrieben.

Wie dies klarer in Fig. 2 dargestellt ist, ist ein Metallkörperelement 16 typischerweise generell von zylindrischer Gestalt und umfaßt einen Schnauzen- bzw. Vorderabschnitt 20 und einen Schwanz- bzw. Hinterabschnitt 22. Der Schnauzenabschnitt 20 ist an dem äußeren Ende davon vorzugsweise abgeschrägt. Ein Schild 21 ist durch Preßpassung auf dem Schnauzenabschnitt 20 ausgebildet und wirkt mit einer (unten beschriebenen) Kunststoff-Greifkappe 74 zusammen, um der äußeren Oberfläche des Spannfutters ein relativ glattes Profil zu verleihen. Ein Schild 21 besteht vorzugsweise aus Metall und unterstützt den Schutz der Greifkappe 74 vor fliegendem Bohrschutt, welcher die äußere Oberfläche der Greifkappe zerkratzen oder in anderer Weise verunstalten kann. Eine axiale Bohrung 24 ist in dem Schnauzenabschnitt 20 des Körperelements 16 ausgebildet. Die axiale Bohrung 24 ist etwas größer als der größte Werkzeugdurchmesser, zu dessen Aufnahme das Spannfutter gestaltet ist. Eine Gewindebohrung 26 ist in dem Schwanzabschnitt 22 des Körperelements 16 ausgebildet und weist eine Standardgröße auf; um mit der mit einem Gewinde versehenen Antriebswelle eines Kraft- bzw. Handantriebs (nicht dargestellt) ineinanderzugreifen. Die Bohrungen 24 und 26 können im Mittelabschnitt 28 des Körperelements 16 verbunden sein. Wenn dies erwünscht ist, so kann eine Gewindebohrung 26 durch eine verjüngte gewindelose Bohrung mit einer Standardgröße ersetzt werden, um mit einer verjüngten Antriebswelle ineinanderzugreifen.

Durchgänge 30 sind in dem Körperelement 16 ausgebildet, um jeden Backen 18 aufzunehmen. Vorzugsweise werden drei Backen 18 verwendet, und jeder Backen 18 ist von dem benachbarten Backen durch einen Bogen von 120º getrennt. Die Achsen von Durchgängen 30 und Backen 18 sind bezüglich der Spannfutterachse gewinkelt, kreuzen jedoch die Spannfutterachse in einem gemeinsamen Punkt vor dem Spannfutterkörper 16 bzw. in einem Vorderabschnitt des Spannfutterkörpers. Jeder Backen 18 weist eine Werkzeugeingriffsfläche 32, welche generell parallel zu der Achse des Spannfutterkörpers 16 ist, und Gewindegänge 34 auf der gegenüberliegenden bzw. äußeren Fläche des Backens auf.

Eine Umfangsvertiefung 36 ist im Körperelement 16 ausgebildet und erstreckt sich in Durchgänge 30 hinein. Ein Gewindering 38 (welcher geteilt bzw. in Alternative ungeteilt sein kann, wenn ein Körperelement 16 in anderen bekannten Weisen aufgebaut ist) mit Innengewindegängen 40 ist in der Umfangsvertiefung 36 angeordnet. Ein Hülsenelement 12 ist durch Preßpassung auf dem Gewindering 38 angebracht. Die Vorderhülse 12 ist aus einem Metall (beispielsweise Stahl) mit einer relativ hohen Ringfestigkeit ausgebildet.

Eine Umfangslaufbahn 46, welche vertieft sein oder eine ebene Oberfläche sein kann, ist auf der Rückseite eines Gewinderings 38 ausgebildet, um ein reibungsverminderndes Lager aufzunehmen, beispielsweise eine Kugellageranordnung 48. Wenn dies erwünscht ist, kann eine Lageranordnung 48 einen Lagerkäfig 49 umfassen, welcher die Anordnung einer Vielzahl von Lagerkugeln festlegt, während er ihnen zu rollen ermöglicht. Ein Lagerdruckring 50 ist mit einem zentralen Loch 52 versehen, dessen Größe zur Preßpassung davon auf das Körperelement 16 bemessen ist. Eine Stirnfläche eines Lagerdruckrings 50 weist darauf ausgebildet eine Lagerlaufbahn 54 auf, welche vertieft oder eben sein kann, auf welcher die Lageranordnung 48 läuft.

Wie in Fig. 2 dargestellt, kann die hintere Hülse 14 ein separates Metallelement sein, welches durch Preßpassung auf dem Hinterabschnitt 22 eines Körperelements 16 angabracht ist. Alternativ kann, wie in Fig. 14 dargestellt, der Hinterabschnitt des Körperelements 16 nach außen ausgedehnt sein, wie bei 140 angezeigt, um die Stelle einer separaten hinteren Hülse einzunehmen. Als weitere (nicht dargestellte) Alternative kann eine hintere Hülse 14 weggelassen sein und können Elemente 12 und 74 zu dem Schwanzende des Körpers 16 ausgedehnt sein. Diese Alternative ist geeignet, wenn eine Spindelverriegelung am Antrieb angebracht ist oder wenn der Antrieb zum Spannen bzw. Lösen der Backen verwendet wird.

Aus dem vorangehenden ist zu ersehen, daß eine hintere Hülse 14 an einem Körperelement 16 befestigt ist, während eine Greifkappe 74 und eine vordere Hülse 12 an einem geteilten Gewindering 38 befestigt sind. Daher bewirkt eine Drehung der vorderen Hülse 12 und der Greifkappe 74 relativ zur hinteren Hülse 14, daß die Backen 18 vorgeschoben bzw. zurückgezogen werden, abhängig von der Richtung der Relativdrehung. Aufgrund der Tatsache, daß ein Lager 48 zwischen den sich in Relativbewegung befindenden Abschnitten eingesetzt ist, werden die Reibungsverluste minimiert, und ein maximaler Anteil des ausgeübten Spanndrehmoments wird in eine Spannkraft an dem Werkzeugschaft umgewandelt. Während ein Spannfutter 10 vollständig manuell bedient werden kann, kann es auch teilweise durch den Kraftantrieb bedient werden.

Um den Griff eines Anwenders an einer vorderen Hülse 12 zu verbessern, ist eine Greifkappe 74 über die vordere Hülse 12 angebracht. In Übereinstimmung mit dem Prinzip der vorliegenden Erfindung ist die Greifkappe 74 auf der vorderen Hülse 12 unter Verwendung der Technik des Einsatzformens ausgebildet. Anders ausgedrückt, wird ein vorgeformter Metallabschnitt 12 als Einsatz in der Form, in welcher eine Kunststoff-Greifkappe ausgebildet wird, verwendet, so daß der Kunststoff eine Einheit mit dem Metall bildet. Danach wird ein Verbundelement 12174 durch Preßpassung auf einem Gewindering 38 angebracht, wie oben beschrieben. Vorzugsweise wird die Oberfläche der Greifkappe 74 mit Vorsprüngen 63 versehen oder wird in anderer Weise gestaltet, um den Griff eines Anwenders weiter zu verbessern. Die vordere Hülse 12 erstreckt sich unter der Greifkappe 74 in der Axialrichtung über die Länge der Greifkappe 74, welche mit Vorsprüngen 63 versehen ist, also die Länge der Greifkappe 74, welche normalerweise durch den Anwender gegriffen wird. Durch Ausdehnen der vorderen Hülse 12 unter der Greifkappe 74 im wesentlichen auf die greifbare Länge der Greifkappe 74 wird eine Unterstützung für die Greifkappe 74 geliefert, während ein Anwender die Greifkappe 74 greift, und damit kann die Greifkappe 74 relativ dünn gestaltet werden.

Die Greifkappe 74 ist aus einem Kunststoff (beispielsweise einem Strukturkunststoff bzw. technischem Kunststoff, wie etwa Nylon mit Glaszusätzen oder Polypropylen mit Glaszusätzen) ausgebildet, welcher einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist und daher einen guten Griff für den Anwender liefert. Obgleich die Greifkappe 74 Vorsprünge 63 zum Verbessern des Griffs eines Anwenders aufweist, kann eine beliebige andere Oberflächen-Endbearbeitung verwendet werden, um ein gleichermaßen verbessertes Greifen zu erreichen.

Die vordere Hülse 12 und die Greifkappe 74 sind genauer in Fig. 3-7 dargestellt. Die Greifkappe 74 von Fig. 2, welche auf einer vorderen Hülse 12 ausgebildet ist, ist isoliert in Fig. 3 dargestellt. Ein Querschnitt der Kombination von Greifkappe 74 auf der Vorderhülse 12 aus Fig. 3 ist in Fig. 4 gezeigt. Um die Verbindung, welche zwischen einer vorderen Hülse 12 und einer Greifkappe 74 ausgebildet wird, zu verstärken, sind Oberflächenmerkmale, welche es ermöglichen, daß der Kunststoff der Greifkappe 74 mit der vorderen Hülse 12 ineinandergreift, bevorzugt. Daher weist die vordere Hülse 12 einen vorderen, radial nach innen verlaufenden Abschnitt 76 auf, in welchem Öffnungen 77 innerhalb der Grenzen des Abschnitts 76 ausgebildet sind (siehe auch Fig. 5-7). Der Kunststoff der Greifkappe 74 fließt während des Einsatzformvorgangs durch die Öffnungen 77, so daß ein innerer ringförmiger Wulst 78 aus Kunststoff innerhalb der Hülse 12 in Einheit mit der äußeren Kunststoff-Greifkappe 74 ausgebildet wird. Der Wulst 78 unterstützt es, die Greifkappe 74 sicher auf der vorderen Hülse 12 zu befestigen und dadurch eine Drehung der Greifkappe 74 relativ zur vorderen Hülse 12 während einer Drehung der beiden beim Einstellen der Backen 18 zu verhindern.

Die vordere Hülse 12 in Fig. 2 und 4 ist isoliert genauer in Fig. 5-7 dargestellt. Die vordere Hülse 12 ist aus Metall ausgebildet und kann daher relativ dünn sein. Die vordere Hülse 12 unterstützt und verstärkt die Kunststoff-Greifkappe 74, so daß die Greifkappe auch relativ dünn sein kann. Wie in Fig. 5 dargestellt, sind Öffnungen 77 vorzugsweise in gleichem Abstand um einen Abschrägungsabschnitt 76 der vorderen Hülse 12 herum angeordnet. Als Folge des Ineinandergreifens der Greifkappe 74 und der vorderen Hülse 12 ist aus Fig. 5-7 zu ersehen, daß eine Umfangslinie mit festem Radius bezüglich der mittleren Längsachse des Spannfutters durch abwechselnde Bereiche aus Metall der vorderen Hülse 12 und Kunststoff der Greifkappe 74 verläuft, wenn die Linie in Umfangsrichtung um das Spannfutter herum verfolgt wird.

Eine Querschnittsansicht einer vorderen Hülse 12 in Fig. 6 zeigt, daß die vordere Hülse 12 einen dünnen rohrförmigen Abschnitt 80 umfaßt, von welchem ein Abschnitt 76 ausgeht. Der Abschnitt 76 umfaßt (1) einen gewinkelten Abschnitt 82, welcher radial nach innen relativ zu einem rohrförmigen Abschnitt 80 gewinkelt ist, und (2) einen ausgehend von der freien Kante eines gewinkelten Abschnitts 82 radial nach innen verlaufenden ringförmigen Flanschabschnitt 84, welcher im wesentlichen lotrecht zum rohrförmigen Abschnitt 80 ist. Wie in Fig. 6 dargestellt, sind die Öffnungen 77 eingestanzte Bereiche des gewinkelten Abschnitts 82. Daher ist der Boden 86 jeder Öffnung 77 ein kleiner gekerbter Abschnitt des gewinkelten Abschnitts 82. Öffnungen durch die Hülse 12 sind zwischen dem Boden 86 und den verbleibenden unveränderten Abschnitten des gewinkelten Abschnitts 82 ausgebildet. Geschmolzener Kunststoff fließt durch diese Öffnungen während des Einsatzformens einer Greifkappe 74 auf der vorderen Hülse 12.

Eine Vorderansicht einer vorderen Hülse 12 (Fig. 7) zeigt, daß ein Flanschabschnitt 84 eines Abschnitts 76 vorzugsweise Zähne 88 zum weiteren Verbessern des Ineinandergreifens zwischen einer Greifkappe 74 und der vorderen Hülse 12 umfaßt. Geschmolzener Kunststoff fließt durch die Spalte zwischen den Zähnen 88, um mit den Zähnen 88 ineinanderzugreifen. Die Greifkappe 74 wird dadurch sogar noch fester auf der vorderen Hülse 12 befestigt.

Eine alternative Greifkappe 740, ausgebildet auf einer alternativen vorderen Hülse 120, ist in Fig. 8-12 dargestellt. Wie in Fig. 8 dargestellt, weist eine Greifkappe 740 Rippen 640 zum Verbessern des Griffs eines Anwenders auf. Es kann jedoch eine beliebige andere Oberflächen-Endbearbeitung verwendet werden, um ein gleichermaßen verbessertes Greifen zu erreichen. Ein Querschnitt der Kombination der Greifkappe 740 auf der vorderen Hülse 120 von Fig. 8 ist in Fig. 9 dargestellt. Die vordere Hülse 120 weist einen vorderen radial nach innen verlaufenden Flansch 760 auf, in welchem Öffnungen 770 zwischen Zähnen 880 ausgebildet sind (siehe auch Fig. 10-12). Während des Einsatzformens fließt Kunststoff der Greifkappe 740 durch die Öffnungen 770, um die Greifkappe 740 und den ringförmigen Wulst 780 aus Kunststoff, welcher sich innerhalb der Hülse 120 hinter dem Flansch 760 bildet, in Einheit zu verbinden. Der Wulst 780 unterstützt es, die Greifkappe 740 sicher auf der vorderen Hülse 120 zu befestigen und dadurch eine Drehung der Greifkappe 740 relativ zur vorderen Hülse 120 während einer Drehung der beiden beim Einstellen der Backen 18 zu verhindern.

Eine alternative Vorderhülse 120 ist isoliert in Fig. 10-12 dargestellt. Die abgewandelte Vorderhülse 120 ist aus Metall ausgebildet und kann daher relativ dünn sein. Wie in Fig. 10 dargestellt, weist die vordere Hülse 120 einen radial nach innen verlaufenden Flansch 760 auf Wie leichter im Querschnitt in Fig. 11 zu sehen ist, umfaßt die vordere Hülse 120 einen dünnen rohrförmigen Abschnitt 80 G, von welchem der Flansch 760 ausgeht. Öffnungen 770 sind in der inneren freien Kante des Flansches 760 ausgebildet.

Eine Vorderansicht (Fig. 12) der abgewandelten vorderen Hülse 120 zeigt, daß ein Flansch 760 vorzugsweise Zähne 880 (zwischen Öffnungen 770) für eine sicherere drehungsbezügliche Befestigung einer Greifkappe 740 an der Vorderhülse 120 umfaßt. Wie oben erwähnt, fließt geschmolzener Kunststoff durch die Öffnungen 770 zwischen den Zähnen 880, um mit den Zähnen 880 ineinanderzugreifen. Die Greifkappe 740 wird dadurch fest an der vorderen Hülse 120 drehungsbezüglich befestigt.

Es ist zu ersehen, daß die vordere Hülse 120 der vorderen Hülse 12 funktional ähnlich ist. Es ist ferner zu er sehen, daß eine Kunststoff-Greifkappe auch auf der gesamten hinteren Hülse 14 bzw. einem Abschnitt davon oder einer gleichwertigen hinteren Struktur des Spannfutters ausgebildet sein kann, wie dies nun unter Bezugnahme auf Fig. 13 und 14 genauer erörtert wird.

Das Spannfutter von Fig. 13 ist dem Spannfutter von Fig. 2 ähnlich, außer, daß eine hintere Metallhülse 14' von einer ringförmigen Kunststoff-Greifkappe 174 umgeben ist, deren Material dem der Greifkappe 74 ähnlich sein kann. Die Greifkappe 174 ist mit erhöhten axialen Rippen 164 ausgebildet, um die manuelle Ausübung eines Drehmoments auf die Greifkappe und daher auf die Hülse 14' und einen Spannfutterkörper 16 zu erleichtern. Die Greifkappe 174 ist durch Einsatzformen auf der Hülse 14' ausgebildet. Die Hülse 14' verläuft axial unter der Greifkappe 174 über die Länge der Greifkappe 174, welche erhöhte axiale Rippen 164 aufweist (was bei diesem Ausführungsbeispiel die gesamte Länge der Greifkappe 174 ist). Die Hülse 14' erstreckt sich geringfügig über die Greifkappe 74 in der Axialrichtung hinaus, um den Spalt zwischen Greifkappen 74 und 174 zu verschließen und damit innere Oberflächen von Verunreinigungen, wie etwa Bohrmehl von dem Bohrvorgang, freizuhalten. Die Hülse 14' ist vorzugsweise mit radialen Öffnungen 114 ausgebildet, durch welche ein Kunststoff 175 der Greifkappe 174 während des Formens hindurchtritt, um eine drehungsbezügliche und axiale Befestigung der Greifkappe 174 an der Hülse 14' zu unterstützen.

Bei der weiteren Alternative, welche in Fig. 14 dargestellt ist, erstreckt sich ein Körperelement 16 bei 140 radial nach außen, um die Stelle einer separaten Hülse 14 bzw. 14' einzunehmen. Dieser Aufbau kann auch die Notwendigkeit einer separaten Lagerlaufbahn 50 dadurch beseitigen, daß eine Lagerung durch Lager 48 direkt auf dem Körper 16 ermöglicht wird (vorausgesetzt, daß das Material des Körpers 16 geeignet ist). Der in Radialrichtung äußere Abschnitt 140 des Körpers 16 ist von einer ringförmigen Kunststoff-Greifkappe 174' umgeben, welche in jeder Hinsicht die Greifkappe 174 in Fig. 13 ähnlich ist. Daher kann die Greifkappe 174' wieder mit erhöhten axialen Rippen 164' ausgebildet sein, um eine manuelle Ausübung eines Drehmoments auf die Greifkappe und daher auf den Spannfutterkörper 16 zu erleichtern. Die Greifkappe 174' ist durch Einsatzformen auf dem Spannfutterkörper 16 ausgebildet. Ein äußerer Abschnitt 140 erstreckt sich wieder axial unter der Greifkappe 174' über die Länge der Greifkappe 174', welche erhöhte axiale Rippen 164' aufweist. Der Abschnitt 140 des Spannfutterkörpers kann mit radialen Öffnungen 114' ausgebildet sein, durch welche ein Greifkappen-Kunststoff 175' während des Formens hindurchtritt, um eine drehungsbezügliche und axiale Befestigung der Greifkappe 174' am Abschnitt 140 des Spannfutters zu unterstützen.

Es ist zu ersehen, daß das Vorangehende lediglich das Prinzip der vorliegenden Erfindung erläutert, und daß verschiedene Abwandlungen bei Fachkenntnis vorgenommen werden können, ohne von Umfang und Wesen der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann eine andere Vorrichtung zum Einstellen des Backengriffs verwendet werden. Ferner ist die Anordnung des Gewinderings und des Lagerdruckrings bezüglich der vorderen Hülse und der hinteren Hülse, welche in den durch Bezugnahme in der vorliegenden Schrift aufgenommenen Anmeldungen dargestellt sind, auf die vorliegende Erfindung anwendbar. Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind zum Zweck der Erläuterung anstelle einer Begrenzung dargelegt, und die vorliegende Erfindung ist lediglich durch die folgenden Ansprüche begrenzt.


Anspruch[de]

1. Spannfutter (10) mit einer Längsachse, einem ersten Element (12), welches im wesentlichen mit der Achse konzentrisch ist, einem zweiten Element (16), welches im wesentlichen mit der Achse konzentrisch ist, einer Vielzahl von Backen (18), welche sich um die Achse herum in Abstand voneinander befinden, und einer Einrichtung (34, 38), welche auf eine Relativdrehung des ersten und zweiten Elements (12, 16) um die Achse zum Ändern des Abstands zwischen den Backen (18) anspricht, wobei das erste Element (12) aus Metall ist und einen rohrförmigen Abschnitt (80, 800) und einen radial nach innen verlaufenden Flanschabschnitt (76, 760) bei dem distalen Ende davon umfaßt, wobei das erste Element (12) eine rohrförmige in Radialrichtung äußere Oberfläche, welche im wesentlichen mit der Achse konzentrisch ist, und eine Greifkappe (74), welche durch Einsatzformen an der äußeren Oberfläche davon ausgebildet ist, umfaßt, wobei die äußere Oberfläche parallel zu der Achse und unter der Greifkappe (74) über die axiale Länge der Greifkappe verläuft, welche normalerweise durch einen Anwender während einer Einstellung des Abstands zwischen den Backen (18) gegriffen wird, um eine Unterstützung für die Greifkappe längs der axialen Länge zu liefern, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifkappe aus einem Strukturkunststoff-Material besteht und an dem ersten Element lediglich durch Öffnungen (77, 770), welche am distalen Ende davon vorgesehen sind, befestigt ist.

2. Spannfutter nach Anspruch 1, wobei die Öffnungen in dem Flanschabschnitt (76, 760) vorgesehen sind.

3. Spannfutter nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Dicke der Greifkappe (74) ein kleiner Bruchteil der axialen Länge der Greifkappe ist, so daß die Greifkappe (74) nicht signifikant in radialer Richtung von der äußeren Oberfläche hervorsteht.

4. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei die Greifkappe (74) ringförmig ist.

5. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei die Greifkappe (74) eine Vielzahl radial nach außen hervorstehender Oberflächenmerkmale(63) zur Verbesserung des Griffs eines Anwenders daran aufweist.

6. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei das erste Element (12) eine Vielzahl radialer Vorsprünge aufweist, welche sich radial in die Greifkappe (74) hinein erstrecken, um eine Befestigung der Greifkappe an dem ersten Element (12) zu unterstützen.

7. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei der radial nach innen verlaufende Flanschabschnitt (760) eine Vielzahl radialer Vorsprünge (880) aufweist, welche sich radial in die Greifkappe (74) hinein erstrecken, um eine Befestigung der Greifkappe an dem ersten Element (12) zu unterstützen und dadurch eine Relativdrehung um die Achse zwischen dem ersten Element (12) und der Greifkappe (74) zu verhindern.

8. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei die äußere Oberfläche ferner Oberflächenmerkmale aufweist, so daß eine Umfangslinie mit festem Radius bezüglich der Achse abwechselnd durch Bereiche des ersten Elements (12) und Bereiche der Greifkappe (74) verläuft, wenn die Linie in Umfangsrichtung um die Achse herum verfolgt wird.

9. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei sich das erste Element (12) auf einem distalen Abschnitt des Spannfutters befindet, und wobei das Spannfutter (10) ferner eine zweite greifbare in Radialrichtung äußere Oberfläche umfaßt, welche proximal zu dem distalen Abschnitt ist und welche um die Achse relativ zu dem ersten Element (12) und der Greifkappe (74) darauf drehbar ist.

10. Spannfutter nach Anspruch 9, wobei die zweite äußere Oberfläche eine Oberfläche des zweiten Elements (16) ist.

11. Spannfutter nach Anspruch 9, wobei die zweite äußere Oberfläche relativ zu dem zweiten Element (16) fest ist.

12. Spannfutter nach Anspruch 11, wobei die zweite äußere Oberfläche eine Oberfläche eines Metallhülsenelements (14) ist, welches relativ zu dem zweiten Element (16) fest ist.

13. Spannfutter nach Anspruch 12, wobei das Hülsenelement (14) durch Preßpassung auf dem zweiten Element (16) angebracht ist.

14. Spannfutter nach Anspruch 9, wobei die zweite äußere Oberfläche die in Radialrichtung äußere Oberfläche einer zweiten Kunststoff-Greifkappe (174) ist.

15. Spannfutter nach Anspruch 14, wobei die zweite Kunststoff-Greifkappe (174) durch Einsatzformen an einer äußeren Oberfläche eines Metallelements (14') ausgebildet ist, welches durch und mit der zweiten Kunststoff-Greifkappe (174) drehbar ist.

16. Spannfutter nach Anspruch 15, wobei das Metallelement (14') eine Hülse umfaßt.

17. Spannfutter nach Anspruch 16, wobei die Hülse durch Preßpassung auf dem Hauptkörper angebracht ist.

18. Spannfutter nach einem beliebigen vorangehenden Anspruch, wobei die Einrichtung (34, 38), welche auf eine Relativdrehung des ersten und zweiten Elements (12, 16) anspricht, einen Gewindering (38) umfaßt, welcher sich in Gewindeverbindung mit den Backen (18) befindet, und wobei die Greifkappe (74) fest an dem Gewindering befestigt ist.







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