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Dokumentenidentifikation DE69704523T2 11.10.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0820877
Titel Anzeigetafel, die unter dem Einfluss eines Magnetfeldes migrierende Partikel enthält
Anmelder Kabushiki Kaisha Pilot, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Tazaki, Hiroshi, Shinagawa-ku, Tokyo, JP;
Nojima, Teruaki, Shinagawa-ku, Tokyo, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69704523
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.07.1997
EP-Aktenzeichen 973054901
EP-Offenlegungsdatum 28.01.1998
EP date of grant 11.04.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.10.2001
IPC-Hauptklasse B43L 1/00
IPC-Nebenklasse G09F 9/37   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Magnetmigrationsanzeigefeld, das zum Anzeigen eines einzelnen Datensatzes durch Magnetisierung in der Lage ist und von welchem dann der Datensatz gelöscht werden kann.

Herkömmliche Magnetmigrationsanzeigefelder zum Anzeigen durch die Migration magnetischer Teilchen unter Verwendung von Magnetismus umfassen einen geschlossenen Raum in einer Mehrzellenstruktur, welcher zwischen zwei Substraten gebildet wird, worin eine Kunststoffdispersionsflüssigkeit, die magnetische Teilchen, Dispersionsmedium, Verdickungsmittel und, falls dies gewünscht ist, Färbematerial enthält, eingeschlossen ist, oder sie umfassen eine Schicht aus Mikrokapseln, die die Kunststoffdisperionsflüssigkeit, die auf einem Substrat gebildet ist, einschließen.

Auf einem Magnetmigrationsanzeigefeld wird eine geschriebene Linie dargestellt durch das Schreiben, z. B. mit einem Magnetstift oder mit einem Kopf mit Elektromagneten, entlang des Substrats auf der Vorderseite basierend auf dem Kontrast der Farbe der Kunststoffdispersionsflüssigkeit und der Farbe der Magnetteilchen. Der Kontrast wird durch Migration der Magnetteilchen, die durch den Magnetismus des Magnetstiftes oder des Elektromagneten von dem Substrat auf der Rückseite angezogen werden, erzeugt.

Das Magnetmigrationsanzeigefeld kann im Allgemeinen z. B. einen geschriebenen Brief oder ein Muster durch Anziehung der Magnetteilchen in einem Dispersionssystem an einen aufzeichnenden Magneten anzeigen. Jedoch weist ein Anzeigefeld die folgenden Probleme auf:

(a) Die Anzeige kann nicht für eine lange Zeit aufrechterhalten werden aufgrund der Sedimentation der angezogenen magnetischen Teilchen, da das spezifische Gewicht der magnetischen Teilchen größer als das des Dispersionssystems ist.

(b) Eine geschriebene Linie kann nicht deutlich dargestellt werden, aufgrund der Anziehung von Magnetteilchen, die entfernt von dem Magneten angeordnet sind, da alle magnetischen Teilchen, die Magnetismus von dem Magneten erfahren vom Magneten angezogen werden. Um dieses Problem zu beseitigen, wird ein Fließgrenzwert durch Zugeben eines Verdickungsmittels zu der Kunststoffdispersion eingestellt, wobei eine Migration der Teilchen auftritt, wenn eine Kraft wird, die größer als der Fließgrenzwert ist, wie in der geprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. 57-27463 durch die Erfinder der vorliegenden Erfindung beschrieben wird.

In herkömmlichen Magnetmigrationsanzeigefeldern besteht z. B. dahingehend ein Problem, dass eine whiskerartige Projektion oder eine unterbrochene Linie in einer geschriebenen Linie nach dem aufeinanderfolgenden Schreiben und Löschen mit einem Schreibmagneten und einem Löschmagneten erzeugt wird, selbst wenn die anfangs geschriebene Linie deutlich war, keine verwischte Linie und keine unterbrochene Linie aufwies.

Durch intensives Studium durch die Erfinder der vorliegenden Erfindung wurde gefunden, dass dieses Phänomen auftreten kann aufgrund eines temporären Bruchs einer schwachen dreidimensionalen Struktur, die durch das Verdickungsmittel in dem Dispersionsmedium gebildet wird. Daher bestimmten die Erfinder, dass die ursprüngliche schwache dreidimensionale Struktur, die durch das Verdickungsmittel in dem Dispersionsmedium gebildet wird, rasch nach ihrem Bruch erneuert werden sollte wenn der temporäre Bruch der schwachen dreidimensionalen Struktur auftritt, um ein Magnetmigrationsanzeigefeld zu erhalten, welches stabile deutliche geschriebene Linien konstant anzeigen kann.

Die schwache dreidimensionale Struktur, die durch das Verdickungsmittel unter Verwendung eines Netzwerks, wie etwa einem solchen aus Wasserstoffbindungen, wird leicht im Laufe der Zeit verdichtet und wird durch Erhitzen beschleunigt. Im Besonderen bei Verwendung eines organischen Verdickungsmittels ist das Quellen der Teilchen des Verdickungsmittels umso größer je näher der Schmelzpunkt des Verdickungsmittels der Aufbewahrungstempertur kommt, wobei ein festes Netzwerk erzeugt wird. Es wurde gefunden, dass das Aufzeichnen und Löschen in einem solchen Fall nicht sinnvoll durchgeführt werden kann.

Tatsächlich werden Magnetmigrationsanzeigefelder häufig in einem Fahrzeug oder in einem Transportbehälter angebracht, welche Sommersonnenstrahlung ausgesetzt sind, wobei die Temperatur 50ºC oder mehr erreicht. Wenn das Anzeigefeld bei einer hohen Temperatur von 40ºC oder mehr belassen wird, erleidet die Anzeige- und Löscheigenschaft einen nachteiligen Einfluss aus dem obigen Grund. Es ist für Waren nicht wünschenswert, dass ein Unterschied der Eigenschaften in Abhängigkeit von der Umgebungsanwendungstemperatur oder dem Anwendungsort erzeugt wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Magnetanzeigefeld, einschließlich einer Dispersionsflüssigkeitsschicht, umfassend magnetische Teilchen, ein Dispersionsmedium, ein Verdickungsmittel und gegebenenfalls ein Färbemittel auf einem Substrat. Das Dispersionsmittel ist ein organisches Lösungsmittel. Das Verdickungsmittel umfasst ein Fettsäureamid mit einer Hydroxylgruppe mit einem Schmelzpunkt von 120ºC bis 160ºC. Die Dispersionsflüssigkeit weist einen positiven Fließgrenzwert auf. Das Dispersionsmedium ein nichtpolares organisches Lösungsmittel sein. Das Verdickungsmittel kann ausgewählt sein aus einem Alkylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid und/oder einem Phenylen-bis-12- hydroxystearinsäureamid und 1 bis 10 Gew.-% davon können in die Dispersionsflüssigkeit eingemischt sein.

Eine Dispersionsflüssigschicht in einem Magnetmigrationsanzeigefeld der vorliegenden Erfindung wird erhalten durch bedarfsmäßiges Mischen von magnetischen Teilchen, einem Dispersionsmedium, dem oben genannten Verdickungsmittel und einem Färbematerial.

Als ein Verdickungsmittel zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung werden ein oder mehrere Fettsäureamide mit einer Hydroxylgruppe, die einen Schmelzpunkt von 120 bis 160ºC aufweisen, verwendet.

Jedes derartige Amid kann verwendet werden. Zum Beispiel ist ein Alkylen-bis-12- hydroxystearinsäureamid und/oder ein Phenylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid geeignet. Zum Beispiel ist Methylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid, Ethylen-bis- 12-hydroxystearinsäureamid, Butylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid, Hexamethylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid und Xylylen-bis-12- hydroxystearinsäureamid geeignet. 1 bis 10 Gew.-% eines einzelnen Amids oder einer Kombination von Amiden können in der Dispersionsflüssigkeit verwendet werden. Weiterhin können andere anorganische oder organische Verdickungsmittel als Hilfsverdickungsmittel verwendet werden.

Das Fettsäure-bis-amid mit einer Hydroxylgruppe als Verdickungsmittel hat einen Schmelzpunkt von 120ºC bis 160ºC.

Wie oben beschrieben wird die aus der Dispersionsflüssigkeit durch das Verdickungsmittel gebildete Netzwerkstruktur durch Erhitzen gefördert. Insbesondere wenn die Temperatur nahe dem Schmelzpunkt des Verdickungsmittels ist, quellen die Teilchen in dem Verdickungsmittel, wobei ein festes Netzwerk gebildet wird. Folglich wird die Migration der Magnetteilchen mehr als notwendig begrenzt, was dazu führen kann, dass ein Schreiben und Löschen unmöglich wird.

Daher sind unter in Betrachtziehung der Temperatur des Magnetmigrationsanzeigefelds beim Betrieb nicht weniger als 120ºC für den Schmelzpunkt des Verdickungsmittels in der praktischen Anwendung geeignet. Jedoch erfordert der Effekt, dass das Verdickungsmittel eine kolloidale Gelstruktur durch Quellen und Dispergieren in dem Lösungsmittel erzeugt, ein Erhitzen auf etwa den Schmelzpunkt. Daher ist ein übermäßig hoher Schmelzpunkt im Hinblick auf die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit nicht wünschenswert. Daher sind mehr als 160ºC für den Schmelzpunkt für die praktische Herstellung nicht bevorzugt.

Alle gewünschten magnetischen Teilchen können in jeder gewünschten Menge verwendet werden. Zum Beispiel können als die magnetischen Teilchen 10 bis 30 Gew.-% oxidischer magnetischer Materialien verwendet werden, wie etwa Schwarzmagnetit, γ-Hematit, Chromdioxid und Ferrit und metallisches magnetisches Material, wie etwa Legierungen, die aus Kobalt oder Nickel hergestellt sind, wie etwa Pulver oder Plättchen in der Dispersionsflüssigkeit. Die magnetischen Teilchen können vor der Verwendung zum Zweck der Einstellung der Größe oder Form granuliert werden. Eine anwendbare Größe ist von mikro bis groß und eine anwendbare Form ist z. B. kugelförmig, säulenartig, massig oder plättchenförmig, in Abhängigkeit von dem Anwendungszweck. Beim Verwenden der Magnetteilchen können verschiedene Färbemittel mit den Magnetteilchen gemischt werden und/oder Oberflächen der Magnetteilchen können mit verschiedenen Materialien beschichtet werden, um die ursprüngliche Farbe der Teilchen zu verändern. Wenn eine Änderung der Größe der Magnetteilchen vorliegt, wird die Migrationsfähigkeit ebenfalls verändert. Daher ist eine einheitliche Größe der Magnetteilchen bevorzugt, um eine deutliche Anzeige zu erreichen.

Als das Dispersionsmedium ist jedes organische Lösungsmittel geeignet. Nichtpolare Lösungsmittel, wie etwa Öle oder aliphatische Kohlenwasserstoffe und polare Lösungsmittel, wie etwa Glykol und Alkohol, können verwendet werden. Insbesondere aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie etwa Isoparaffine, sind bevorzugt.

Gegebenenfalls kann jedes gewünschte Färbematerial verwendet werden. Als das Färbematerial kann ein weißes Pigment, Farbstoff oder ein anderes Pigment verwendet werden. Vorzugsweise werden nicht mehr als 10%, bevorzugter nicht mehr als 3% des Färbematerials basierend auf dem Gesamtgewicht der Dispersion zu der Kunststoffdispersionsflüssigkeit gegeben, um den Kontrast der Kunststoffdispersionsflüssigkeit und der Magnetteilchen zu verbessern, um zu einer deutlichen Anzeige zu gelangen. Eine überschüssige Menge des Färbematerials kann eine unscharfe Anzeige mit den Magnetteilchen bewirken.

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Magnetmigrationsanzeigefeld hergestellt durch Bilden eines geschlossenen Raumes mit einer Mehrzellenstruktur auf einem Substrat, Füllen einer Kunststoffdispersionsflüssigkeit in den geschlossenen Raum und Befestigen eines anderen Substrats darauf.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Magnetmigrationsanzeigefeld hergestellt durch Füllen einer Kunststoffdispersionsflüssigkeit in einen geschlossenen Raum, der aus mehreren konkaven Teilen auf einem Substrat gebildet ist und Anbringen eines anderen Substrats darauf. Die konkaven Teile werden auf einem oder beiden Substraten und den Substraten, die zusammen durch ein Klebemittel verbunden sind, um den unabhängigen geschlossenen Raum dazwischen aufzubauen, gebildet.

Gemäß einer noch anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Magnetmigrationsanzeigefeld hergestellt durch Verwendung von Mikrokapseln, die eine Kunststoffdispersionsflüssigkeit einschließen und ihr Binden an ein Substrat unter Verwendung eines Bindemittels. Wenn der Bedarf besteht, kann eine Schutzschicht auf einer Oberfläche der Mikrokapsel durch Aufbringen einer Schicht gebildet werden, um zu verhindern, dass die Mikrokapseln durch Reibung brechen.

(a) Herstellung einer Kunststoffdispersionsflüssigkeit

2,5 Gewichtsteile BIS-AMIDE KH (Handelsmarke) (Methylen-bis-12- hydroxystearinsäureamid, hergestellt von Nippon Kasei Co., Ltd.) wurden zu 80,0 Gewichtsteilen in ISOPER-M (Handelsmarke) (Isoparaffinlösungsmittel, hergestellt von Esso Kagaku Co., Ltd.) gegeben. Das Gemisch wurde erhitzt, um das Amid zu lösen und es wurde gekühlt, um eine Dispersionsflüssigkeit von BIS-AMIDE KH zu erhalten.

82,5 Gewichtsteile der Dispersionsflüssigkeit und 1 Gewichtsteil TIPAQUE CR-50 (Handelsmarke) (Titanoxid, hergestellt von Ishihara Sangyo Co., Ltd.) wurden unter Verwendung eines T. K. HOMOMIXER (Handelsmarke) (Feuchtdispergiervorrichtung, hergestellt von Tokushu Kakogyo Co., Ltd.) gemischt, um 83,5 Gewichtsteile einer weißen Dispersionsflüssigkeit zu erhalten.

80 Gewichtsteile TODA COLOR KN-320 (Handelsmarke) (Magnetit, hergestellt von Toda Kogyo Co., Ltd.) und 50 Gewichtsteile EPOTOHTO YD-017 (Handelsmarke) (festes Epoxyharz, hergestellt von Tohto Kasei Co., Ltd.) in 40% Methylethylketonlösung wurden geknetet. Das Gemisch wurde getrocknet und pulverisiert, um 50 Gewichtsteile schwarze magnetische Teilchen mit 20 bis 120 um Durchmesser zu erhalten.

16,5 Gewichtsteile der Magnetteilchen und 83,5 Gewichtsteile der weißen Dispersionsflüssigkeit wurden gemischt, um 100 Gewichtsteile der Kunststoffdispersionsflüssigkeit der vorliegenden Erfindung zu erzeugen.

Der Fließgrenzwert davon war 1,88 N/m² (18,8 Dyn/cm²), gemessen durch ein direktes Verfahren unter Verwendung eines Viskosimeters des Typs B.

(b) Herstellung eines Magnetmigrationsanzeigefelds

Zuerst wurde eine Mehrzellenplatte in einer Honigwabenstruktur von etwa 0,8 mm Höhe in der Form eines annähernd vollständigen Hexagons, das etwa 2 mm an jeder Seite misst, gebildet durch 0,065 mm dickes Vinylchlorid, an ein Vinylchloridblatt mit einer Dicke von etwa 0,15 mm unter Verwendung eines Klebemittels der Ethylenvinylacetatreihe als ein transparentes Stirnseitensubstrat geklebt, um ein Anzeigefeldbauteil herzustellen. Zum zweiten wurde die Kunststoffdispersionsflüssigkeit in jeden geschlossenen Raum in der Mehrzellenstruktur eingeschlossen und die Mehrzellenplatte wurde mit einem transparenten Vinylchloridblatt von etwa 0,08 mm unter Verwendung eines Klebemittels der Epoxyreihe verschlossen, um ein Magnetmigrationsanzeigefeld herzustellen (Ausführungsform A).

Beispiele 2 bis 8 (a) Herstellung von Kunststoffdispersionsflüssigkeiten

Die Kunststoffdispersionsflüssigkeiten jeder Ausführungsform wurden unter Verwendung der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen wie in Beispiel 1 hergestellt. Die Fließgrenzwerte der Kunststoffdispersionsflüssigkeit in jeder Ausführungsform sind in Tabelle 1 gezeigt.

(b) Herstellung von Magnetmigrationsanzeigefeldern

Die Magnetmigrationsanzeigefelder, die mit der jeweiligen Dispersionsflüssigkeit gefüllt sind, wurden wie in Beispiel 1 hergestellt (Ausführungsform A).

Beispiel 9 (a) Herstellung einer Kunststoffdispersionsflüssigkeit

Die Kunststoffdispersionsflüssigkeit wurde wie in Beispiel 1 hergestellt.

(b) Herstellung eines Magnetmigrationsanzeigefelds

Zuerst wurden mehrere aufeinanderfolgende konkave Teile in der Form eines nahezu vollständigen Hexagons mit etwa 2 mm auf jeder Seite mit etwa 1,3 mm Tiefe auf einem etwa 0,15 mm dicken Vinylchloridblatt unter Verwendung einer Vakuum aufbauenden Form gebildet, um ein transparentes Rückseitensubstrat zu bilden. Zum zweiten wurde die Kunststoffdispersionsflüssigkeit in jeden konkaven Teil gefüllt und das transparente Rückseitensubstrat wurde mit einem etwa 0,08 mm dicken transparenten Vinylchloridblatt als ein Stirnseitensubstrat unter Verwendung eines Klebemittels der Epoxyreihe verschlossen, um ein Magnetmigrationsanzeigefeld herzustellen (Ausführungsform B).

Beispiel 10 (a) Herstellung einer Kunststoffdispersionsflüssigkeit

Die Kunststoffdispersionsflüssigkeit wurde unter Verwendung der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen wie in Beispiel 1 hergestellt. Der Fließgrenzwert der Kunststoffdispersionsflüssigkeit ist in Tabelle 1 gezeigt.

(b) Herstellung eines Magnetmigrationsanzeigefelds

Zuerst wurden 20 g der Dispersionsflüssigkeit zu 60 g 10%-iger Gelatinelösung gegeben, um so zu rühren, um einen Tropfendurchmesser von etwa 500 ug in der Dispersionsflüssigkeit zu bilden. Zum zweiten wurden 60 g einer 10%-igen Gummiarabikumlösung zugegeben, um die Flüssigkeit weiter zu rühren. Zum dritten wurden 300 g heißes Wasser bei 50ºC zu der Flüssigkeit gegeben, um bei 50ºC in dem System gehalten zu werden. Zum vierten wurde Essigsäure zugegeben, um einen pH-Wert von 4,2 zu erreichen. Zum fünften wurde das System schrittweise auf 50ºC abgekühlt. Zum sechsten wurden 10 g 25%-ige Glutaraldehydlösung zugegeben, um die Kapselfolie zu härten. Zum siebten wurde 10%-ige Natriumhydroxidlösung zu der Flüssigkeit gegeben, um einen pH-Wert von 10,5 in dem System zu erreichen. Schließlich wurde die Temperatur des Systems auf 50 00 erhöht und bei dieser Temperatur für 1 Stunde gehalten und dann wurde stufenweise auf Raumtemperatur abgekühlt, um eine Mikrokapsel aus der Kunststoffdispersionsflüssigkeit zu bilden.

Die Mikrokapsel wurde in einem wässrigen Bindemittel dispergiert, auf eine Polyesterfolie mit einer Dicke von 50 um aufgebracht und dann getrocknet, um eine Mikrokapseldispersionsschicht zu bilden. Dann wurde eine um dicke Polyesterfolie mit 100 um Klebemittelschicht nachfolgend darauf aufgebracht, um ein Magnetmigrationsanzeigefeld zu bilden (Ausführungsform C).

Vergleichsbeispiel 1 bis 3 (a) Herstellung von Kunststoffdispersionsflüssigkeiten

Die Kunststoffdispersionsflüssigkeiten wurden unter Verwendung der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzungen wie in Beispiel 1 hergestellt. Die Fließgrenzwerte der Kunststoffdispersionsflüssigkeit sind in Tabelle 1 gezeigt.

(b) Herstellung von Magnetmigrationsanzeigefeldern

Die Magnetmigrationsanzeigefelder, die mit der jeweiligen Dispersionsflüssigkeit gefüllt sind, wurden wie in Beispiel 1 (Ausführungsform A) hergestellt.

Tabelle 1

L: Methylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid (Nippon Kasei Co., Ltd., registrierte Handelsmarke BIS AMIDE KH)

M: Ethylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid (Ito Seiyu Co., Ltd. registrierte Handelsmarke J-530)

N: Butylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid (Nippon Kasei Co., Ltd., registrierte Handelsmarke SURIPAX ZBH)

O: Hexamethylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid (Ito Seiyu Co., Ltd., registrierte Handelsmarke J-630)

P: m-Xylylen-bis-12-hydroxystearinsäureamid Nippon Kasei Co., Ltd, registrierte Handelsmarke SURIPAX PXH)

Q: Ethylen-bis-stearinsäureamid (Ito Seiyu Co., Ltd., registrierte Handelsmarke J-550S)

R: 12-Hydroxystearinsäureamid (Nippon Kasei Co., Ltd., registrierte Handelsmarke DIYAMIDDO KH)

Testverfahren und daraus folgende Beurteilung

Die Magnetmigrationsanzeigefelder gemäß den obigen Beispielen und den obigen Vergleichsbeispielen wurden auf die folgenden Punkte getestet, worin ein Permanentmagnet (2 · 2 · 3 mm Größe) äquivalent JIS C2502 MPB380 verwendet wurde, um mit einer Schreibgeschwindigkeit von 25 cm/sec zu schreiben und ein anisotroper Gummimagnet (NT-5M-1504, hergestellt von MagX Co., Ltd.) mit einer magnetisierten Oberfläche zum Löschen verwendet wurde.

(1) Remanenz der Anzeige

Nach Belassen der Schrift für 1 Tag bei Ruhe wurden die geschriebenen Linien visuell betrachtet.

O keine magnetischen Teilchen in den geschriebenen Linien sind nach unten migriert und die geschriebenen Linien waren deutlich.

x"" magnetische Teilchen in den geschriebenen Linien migrierten nach unten und die geschriebenen Linien waren verschwommen oder verschwunden.

(2) Klarheit bzw. Schärfe der Anzeige

Die geschriebenen Linien wurden visuell betrachtet.

O''' Die Breiten der geschriebenen Linien waren konstant und wurden deutlich dargestellt.

x"" Whiskerartige Projektionen oder Schnitte traten in den geschriebenen Linien auf.

(3) Stabilität der Anzeige

Nach 50-maligem Wiederholen des Schreibens und Löschens wurden die geschriebenen Linien visuell betrachtet

O"" Die Breite der geschriebenen Linien war konstant und sie wurden deutlich dargestellt.

x Whiskerartige Projektionen oder Schnitte traten in den geschriebenen Linien auf.

(4) Anzeige- und Löschfähigkeiten nach Aufrechterhaltung einer Temperatur Nach Aufrechterhaltung einer Temperatur des Magnetmigrationsanzeigefelds in jeder Probe und in jedem Vergleichsbeispiel wurde eine Anzeige und ein Löschen durchgeführt. Die Klarheit der Anzeige und die vollständige Löschbarkeit der Anzeige zu einem Zeitpunkt wurden beobachtet nachdem das Anzeigefeld jeweils für eine Woche bei 0ºC, bei 20ºC oder 60ºC belassen wurde.

O"" Die geschriebenen Linien wurden deutlich angezeigt und wurden vollständig in einem Schritt ohne das Zurücklassen eines Restbildes gelöscht.

x"" Die geschriebenen Linien wurde nicht deutlich dargestellt und wurden nicht vollständig in einem Schritt entfernt, wobei ein Restbild zurückblieb.

Beurteilungen von jedem Test sind in Tabelle 2 gezeigt.

Tabelle 2

Entsprechend dem Magnetmigrationsanzeigefeld der vorliegenden Erfindung wird eine Kunststoffdispersionsflüssigkeit, bestehend aus einem Fettsäurebisamid mit einer Hydroxylgruppe mit einem Schmelzpunkt von 120ºC bis 160ºC als ein Verdickungsmittel verwendet. Daher wird eine ausgezeichnete Stabilität nach dem Zeitablauf erhalten und es wird keine Veränderung der Natur der Kunststoffdispersionsflüssigkeit in Abhängigkeit von der angewendeten Temperatur gezeigt. Dadurch wird eine deutlich verbesserte Leistung des Anzeigefelds, wie etwa in Bezug auf Aufzeichenbarkeit, Remanenz, Klarheit und Löschbarkeit bei der Anzeige konstant erhalten.

Es wird Bezug auf die japanische Patentanmeldung Nr. 8225773 genommen.


Anspruch[de]

1. Magnetmigrationsanzeigefeld, umfassend eine Dispersionsflüssigkeit, die magnetische Teilchen enthält, ein Dispersionsmedium, ein Verdickungsmittel und gegebenenfalls ein Farbmittel, auf einem Substrat, worin das Dispersionsmedium ein organisches Lösungsmittel umfaßt, worin das Verdickungsmittel ein Fettsäureamid mit einer Hydroxylgruppe mit einem Schmelzpunkt von 120ºC bis 160 ºC umfaßt, und worin die Dispersionsflüssigkeit einen positiven Fließgrenzwert aufweist.

2. Magnetmigrationsanzeigefeld nach Anspruch 1, worin das organische Lösungsmittel ein nichtpolares organisches Lösungsmittel umfaßt.

3. Magnetmigrationsanzeigefeld nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, worin das Verdickungsmittel ausgewählt ist aus einem oder mehreren von Alkylen-bis-12-hydroxystearinsäureamide und Phenylen-bis-12-hydroxystearinsäreamide und worin die Dispersionsflüssigkeit 1 bis 10 Gew.-% des Verdickungsmittels basierend auf dem Gesamtgewicht der Dispersionsflüssigkeit umfaßt.

4. Magnetmigrationsanzeigefeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Dispersionsflüssigkeit 10 bis 30 Gew.-% der Magnetteilchen basierend auf dem Gesamtgewicht der Dispersionsflüssigkeit umfaßt.

5. Magnetmigrationsanzeigefeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Dispersionsflüssigkeit zwischen zwei Substraten angeordnet ist.

6. Magnetmigrationsanzeigefeld nach Anspruch 5, worin die Dispersionsflüssigkeit in einem abgeschlossenen Raum in einer Mehrzellenstruktur angeordnet ist, die zwischen den beiden Substraten ausgebildet ist, und worin der Fließgrenzwert der Dispersionsflüssigkeit im Bereich von 0,1 bis 5 N/m² (1 bis 50 Dyn/cm²) ist.

7. Magnetmigrationsanzeigefeld nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die Dispersionsflüssigkeit in einem abgeschlossenen Raum angeordnet ist, der von mehreren konkaven Teilen auf dem Substrat und einem anderen Substrat gebildet wird, das die konkaven Teile überdeckt und an dem vorhergehenden Substrat haftet, und worin der Fließgrenzwert der Dispersionsflüssigkeit im Bereich von 0,1 bis 5 N/m² (1 bis 50 Dyn/cm²) ist.

8. Magnetmigrationsanzeigefeld nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin die Dispersionsflüssigkeit eingekapselt ist und die eingekapselte Dispersionsflüssigkeit an dem Substrat durch ein Bindemittel haftet, und worin der Fließgrenzwert der Dispersionsflüssigkeit im Bereich von 0,1 bis 5 N/m² (1 bis 50 Dyn/cm²) ist.







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