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Dokumentenidentifikation DE10020480A1 31.10.2001
Titel Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung
Anmelder Dietrich, Stefan, 64354 Reinheim, DE
Erfinder Dietrich, Stefan, 64354 Reinheim, DE
DE-Anmeldedatum 26.04.2000
DE-Aktenzeichen 10020480
Offenlegungstag 31.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2001
IPC-Hauptklasse F03G 7/08
Zusammenfassung Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung weist ein Gehäuse (1) sowie ein Oberteil und ein Unterteil (5) auf, in dem eine Umlaufbahn (3) zur Führung und zum Antrieb der kugelförmigen Massekörper (2) eingearbeitet ist.
Die Umlaufbahn (3) hat einen konzentrischen Querschnitt, aber einen nichtkonzentrischen Bahnverlauf, in dem die Massekörper (2), angetrieben durch Druckluft, abrollen.
Der Abstand der Massekörper (2) verschiebt sich bei Drehung um den Mittelpunkt (9) und erzeugt abhängig von der Umlaufgeschwindigkeit einen Kraftvektor (12), der auf der Mittellinie (8) liegt.
Wird ein Massekörper tangential angeblasen, so bewegt sich dieser in Richtung des ersten Pfeiles (10) auf der Umlaufbahn und rollt in Richtung des zweiten Pfeiles (11) ab.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Kraftvektors, der mit gleichem Betrag in gleichbleibender Richtung wirkt. Dieser Kraftvektor wird durch kugelförmige Massekörper erzeugt, die kontinuierlich durch Druckluft angetrieben werden und auf einer Umlaufbahn abrollen.

Es sind Vorrichtungen, zur Erzeugung eines Kraftvektors aus einer Drehbewegung bekannt. Diese weisen insgesamt erhebliche Nachteile auf.

In der OS 195 30 907 ist nun eine Vorrichtung gezeigt, die eine Rotationsbewegung in eine lineare Beschleunigung umwandelt. Hierbei gleiten in einem halbkreisförmigen, gebogenen Rohrsystem aneinander gegliederte Gewichte hin und her.

Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, dass durch die oszillierende Bewegung, beziehungsweise das ständige Beschleunigen und Abbremsen der Gewichte, der Wirkungsgrad der Vorrichtung erheblich verringert wird. Außerdem tritt an dem Rohrsystem ein hoher Verschleiß auf.

In der OS 196 29 365 ist eine Vorrichtung beschrieben, bei der auf einer halbkreisförmigen Bahn kugelförmige Massekörper oszillierend bewegt werden. Auch auf diese Vorrichtung treffen die bereits oben genannten Nachteile zu.

Ausgehend von diesem letztgenannten Stand der Technik macht es sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe, eine Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung zu schaffen, bei der die gesamte Antriebskraft durch kugelförmige Massekörper erzeugt wird, die kontinuierlich durch Druckluft angetrieben werden und auf einer Umlaufbahn abrollen.

Hierbei geht die Erfindung von folgender Aufgabenstellung aus:

  • 1. Die Massen sollen kontinuierlich auf einer Umlaufbahn abrollen.
  • 2. Es sollen keine mechanischen Teile zum Antrieb der Massekörper verwendet werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung gelöst, gemäß der Beschreibung, den Zeichnungen und den Patentansprüchen.

Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht,

Fig. 2 eine Draufsicht I gemäß Fig. 1 eines Gehäuses, indem die Massekörper gemäß der Erfindung angeordnet sind,

Fig. 3 einen Schnitt II-II gemäß Fig. 1,

Fig. 4 einen Schnitt III-III gemäß Fig. 2,

Fig. 5 einen Schnitt IV-IV gemäß Fig. 2,

Fig. 6 einen Schnitt V-V gemäß Fig. 2.

Die Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung besteht aus einem Gehäuse 1 sowie einem Oberteil 4 und einem Unterteil 5, indem eine Umlaufbahn 3 zur Führung und zum Antrieb der kugelförmigen Massekörper 2 eingearbeitet ist. Dies ist in Fig. 4 dargestellt.

Die Umlaufbahn 3 hat einen konzentrischen Querschnitt, aber einen nichtkonzentrischen Bahnverlauf, der in Fig. 3 dargestellt ist.

Der Abstand der kugelförmigen Massekörper 2 verschiebt sich beim Umlauf um den Mittelpunkt 9. Abhängig von der Drehzahl beziehungsweise der Umlaufgeschwindigkeit der Massekörper 2 um den Mittelpunkt 9 wird durch die Zentrifugalkraft eine Massendifferenz erzeugt. Diese Massendifferenz erzeugt den Kraftvektor 12, der auf der Mittellinie 8 liegt. Bei allen möglichen Ausführungsformen im Rahmen der Erfindung ist die Wirkungslinie, auf der der Kraftvektor 12 liegt, identisch mit der Mittellinie 8.

Wird gemäß Fig. 2 und Fig. 5 an der schräg zur Umlaufbahn 3 angebrachten Lufteinlaßbohrung 6 ein Luftdruck erzeugt und ein Massekörper 2 tangential angeblasen, so bewegt sich dieser gemäß Fig. 3 in Richtung des ersten Pfeiles 10 auf der Umlaufbahn und rollt in Richtung des zweiten Pfeiles 11 ab. Die Lufteinlaßbohnrung 6 ist in Fig. 5, die Luftauslaßbohrung 7 in Fig. 6 im Schnitt dargestellt.

Gemäß der Erfindung können zur Vermeidung von Drehmomenten, die von umlaufenden Zentrifugalkräften nach außen auf das Gehäuse wirken, in einer zweiten Ebene Massekörper angeordnet werden, die gegenläufig zur oberen Ebene laufen.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist infolge ihrer konstruktiven, gekapselten Ausführung für hohe Drehzahlen und damit zur Erzeugung eines konstanten Kraftvektors mit großem Betrag geeignet. Bezugszeichenliste 1 Gehäuse

2 Massekörper

3 Umlaufbahn

4 Oberteil

5 Unterteil

6 Lufteinlaßbohrung

7 Luftauslaßbohrung

8 Mittellinie

9 Mittelpunkt

10 erster Pfeil (Umlaufrichtung der Massekörper)

11 zweiter Pfeil (Drehrichtung der Massekörper)

12 Kraftvektor


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Erzeugung einer gerichteten Kraft aus einer Drehbewegung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie folgende Merkmale aufweist:

    in einem Gehäuse (1) sowie einem Oberteil (4) und einem Unterteil (5) ist eine Umlaufbahn (3) zur Führung und zum Antrieb der kugelförmigen Massekörper (2) eingearbeitet,

    die Umlaufbahn (3) hat einen konzentrischen Querschnitt aber einen nicht-konzentrischen Bahnverlauf,

    die Massekörper (2) sind kugelförmig und rollen, angetrieben durch Druckluft, auf der Umlaufbahn (3) ab,

    die Vorrichtung weist jeweils eine schräg zur Umlaufbahn 3 angebrachte Lufteinlaßbohrung (6) und eine Luftauslaßbohrung (7) auf.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in mehreren Ebenen übereinander mehrere Antriebseinheiten angeordnet werden können.






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