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Dokumentenidentifikation DE10022514A1 15.11.2001
Titel Verfahren für eine zeitweilige Überdeckung gedruckter, optischer Informationen
Anmelder PPC Card Systems GmbH, 33100 Paderborn, DE
Erfinder Ludwig, Frank, 33332 Gütersloh, DE
Vertreter W. Eikel und Kollegen, 32760 Detmold
DE-Anmeldedatum 10.05.2000
DE-Aktenzeichen 10022514
Offenlegungstag 15.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2001
IPC-Hauptklasse B41M 3/12
IPC-Nebenklasse B32B 27/00   
Zusammenfassung Für eine zeitweilige Überdeckung von auf einem Träger mittels eines ersten Druckes aufgebrachten optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem Zwischenräume 4 des Reliefs 3 der gedruckten Information 2 in einem zweiten Druck auf gleiches Niveau 5 mit dem Relief 3 der Informationen 2 gebracht werden, die Konturen des Reliefs 3 der optischen Informationen 2 unlesbar verwischt werden und die Informationen 2 mit einem bei einer Ablösung zerstört werdenden Überzug 6 versehen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren für eine zeitweilige Überdeckung von auf einem Träger mittels eines ersten Druckes aufgebrachten, optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen und den nach dem Verfahren hergestellten Träger selbst.

Es besteht häufig der Bedarf, optische Informationen zu versenden, die lediglich dem Empfänger bekannt werden sollen. Nach Art eines Garantieverschlusses werden derartige optische Informationen mit einem Überzug versehen, der nur durch Zerstörung entfernbar ist. Es ist somit jede Manipulation, die auf einen Erhalt der überdeckten Informationen abzielt, erkennbar. Solche Träger können die bekannten PIN- oder PUK- Briefe im Bereich des Mobilfunkes, des Online-Bankings und dergleichen mehr sein. Dort kommen regelmäßig verschlossene, taschenartige Briefe zur Verwendung, in denen die optischen Informationen in Form von beispielsweise Zugangscodes eingebracht sind.

Eine andere Lösung für das Überdecken ist die Verwendung eines pastösen Überzuges, der durch Abrubbeln entfernbar ist. Derartige Lösungen finden sich beispielsweise bei Lotterielosen, aber auch bei scheckkartenartigen Datenträgern, wie sie aus der EP 0896296 und der DE 36 14 653 beispielsweise bekannt sind.

Wird eine optische Information, beispielsweise ein Sicherheitscode, durch ein Druckverfahren, insbesondere ein Thermotransferdruckverfahren, auf die Oberfläche einer Karte oder dergleichen aufgedruckt, erfolgt regelmäßig ein Farbauftrag in einer Dicke von wenigen Mikrometern. Wird diese optische, reliefartig ausgebildete Information überdeckt, beispielsweise durch eine Farbabdeckung durch einen Siebdruck oder mittels einer Klebefolie, z. B. als Heißsiegelfolie oder ähnliches aufgebracht, zeichnet sich regelmäßig das Relief auch unter einem solchen Überzug ab und ist erkennbar. Dem helfen Störaufdrucke, beispielsweise das bekannte Zahlenmeer, ab, durch die die Konturen des Reliefs unlesbar verwischt werden.

Vergleichbare Probleme entstehen dann, wenn die optischen Informationen in eine Oberfläche des Trägers eingebracht werden, beispielsweise mittels eines Lasers eingebrannt werden. Die hierbei entstehenden Vertiefungen: zeichnen sich gleichfalls unter den Überzug ab und sind erkennbar.

Vor diesem technischen Hintergrund macht die Erfindung es sich zur Aufgabe, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei dem das Relief der Information sicher überdeckt wird und die Überdeckung noch anderweitig genutzt werden kann, beispielsweise für einen Werbeaufdruck.

Diese technische Problematik wird durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst, wobei gemäß des Anspruches 1 darauf abgestellt ist,

  • - daß Zwischenräume des Reliefs der gedruckten Informationen in einem zweiten Druck auf gleiches Niveau mit dem Relief der Information gebracht werden,
  • - wobei die Konturen des Reliefs der optischen Information unlesbar verwischt werden und
  • - daß die Information mit einem bei einer Ablösung zerstört werdenden Überzug versehen wird.

Die Zwischenräume des Reliefs werden durch den zweiten Druck gleichsam aufgefüllt, so daß zumindest eine abschnittsweise glatte Oberfläche entsteht. Durch diese Maßnahme ist das signifikante Relief der Information gestört und nicht mehr erkennbar. Es kann hierbei an einem streifenförmigen zweiten Druck, einem gitterartigen Druck oder dergleichen mehr gedacht sein.

In Folge dieser Maßnahmen kann der bei einer Ablösung zerstörte Überzug, beispielsweise eine Folie, eine Rubbelfarbe oder dergleichen mit einer beliebigen, weiteren optischen Information versehen sein.

Insbesondere löst das Verfahren nach der Erfindung das Problem des Verschleierns von optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen, die auf Trägern aus einem nicht saugfähigem Material aufgebracht sind. Ein ungleichmäßiges Einziehen von Druckerfarbe des ersten bzw. zweiten Druckes in das Material des Trägers ist damit ausgeschlossen. Andererseits wird gerade bei derartigen Materialien das Problem der Verschleierung bei erhabenen Buchstaben, Ziffern oder dergleichen durch das erfindungsgemäße Verfahren auf einfache Weise gelöst.

Bevorzugt wird ein Thermotransfer-Druckverfahren verwendet, bei dem die Höhe eines Farbauftrags von wenigen Mikrometern auf einem Träger bestens abgeschätzt werden kann und eine fortlaufende Numerierung erlaubt.

Weiter ist ein solches Druckverfahren so exakt, daß die Zwischenräume des Reliefs vollständig auch bedruckt werden können, so daß sich über der optischen Information eine glatte Oberfläche ergibt. Bekannte andere Druckverfahren, Offset-, auch Siebdruckverfahren oder dergleichen, sind, bei ausreichender Exaktheit, jedoch gleichfalls geeignet.

Werden erster und zweiter Druck gleichartig aufgebracht, wie bevorzugt, ist weiter vorgesehen, daß der erste und der zweite Druck in aufeinander folgenden Stationen eines Druckers vorgenommen werden. Eine optimale Ausnutzung vorhandener Ressourcen ist hierdurch gegeben.

Durch das Verwischen der Konturen des Reliefs der optischen Informationen ergibt sich zwingend, daß für den ersten und den zweiten Druck unterschiedliche Farben zu verwenden sind, wobei bevorzugt daran gedacht wird, daß diese Farbe stark kontrastierende Farben sind. In Folge dieser Maßnahme wird, auch bei Verlust der räumlichen Struktur des ersten Druckes, die optische Information deutlich lesbar sein, wenn der Überzug entfernt ist.

Dieser Überzug ist bevorzugt abrubbelbar und wird in einem dritten Druck weiter aufgebracht. Dieser dritte Druck ist zweckmäßigerweise gleichfalls ein Thermotransferdruck, insbesondere auch dann, wenn erster und zweiter Druck in der selben Technik erfolgen. Es können dann diese Drucke in aufeinanderfolgenden Stationen eines Druckers letztlich auch vorgenommen werden.

Ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellter Träger, insbesondere eine Zugangsberechtigungskarte in Form einer Scheckkarte, Telefonkarte oder dergleichen mehr, von mittels eines ersten Druckes aufgebrachten optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen zeichnet sich dadurch aus, daß die Zwischenräume des Reliefs der gedruckten Informationen in einem zweiten Druck auf ein gleiches Niveau mit dem Relief der Informationen gebracht werden, wobei die Konturen des Reliefs der optischen Information unlesbar verwischt werden, und daß letztlich die Information mit einem bei einer Ablösung zerstört werdenden Überzug überdeckt ist.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der lediglich beispielhaft ein Träger in Form einer scheckkartenartigen Zugangsberechtigungskarte näher erläutert wird. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 in einer Draufsicht einen Träger nach der Erfindung, hergestellt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren,

Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II, II in Fig. 1, unmittelbar nach dem Aufbringen der optischen Information mittels eines ersten Druckes,

Fig. 3 eine Draufsicht auf die optische Information gemäß Pfeil III in Fig. 2,

Fig. 4 einen Schnitt gemäß Fig. 2, nach dem die Zwischenräume des Reliefs der gedruckten Information in einem zweiten Druck auf gleiches Niveau mit den Relief der Information gebracht wurden,

Fig. 5 eine Draufsicht gemäß Pfeil V in Fig. 4,

Fig. 6 einen Schnitt gemäß Fig. 2 nach Aufbringen eines Überzuges und

Fig. 7 eine Draufsicht gemäß Pfeil VII in Fig. 6.

Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht einen Träger 1, der scheckkartenartig als Zugangsberechtigungskarte hier ausgeführt ist. Neben einer optischen, insbesondere aufgedruckten Information 2, beispielsweise einem Zugangscode, können weitere Informationen auch elektronisch noch gespeichert sein.

Die optische Information 2, hier beispielhaft eine Ziffernfolge, wird beim Aufbringen durch ein Druckverfahren sich erhaben darstellen, insbesondere wenn der Träger 1 aus einem nicht saugfähigen Material besteht.

Wenn beispielsweise bei einem Thermotransfer-Druckverfahren die Höhe eines derartigen entstandenen Reliefs 3 optischer Informationen 2 nur wenige Mikrometer beträgt, so ist die optische Information 2 trotz eines Überzuges 6, vgl. Fig. 7 und 8, durchaus erkennbar, wenn nicht weitere geeignete Maßnahmen zur Verschleierung der optischen Information 2 getroffen werden.

Im Schnitt ist ein derartiges Relief 3 in der Fig. 2 gezeigt, wobei die Höhe des Reliefs 3 gegenüber den tatsächlichen Abmessungen aus Darstellungsgründen deutlich überhöht ist.

Fig. 3 zeigt gemäß Pfeil III in Fig. 2 nochmals eine Draufsicht auf diesen Bereich der aufgebrachten optischen Information.

Im ersten erfindungsgemäßen Verfahrensschritt wird das Relief 3 der Information 2 in einen zweiten Druckschritt, insbesondere wieder einem Thermotransferdruck, geändert derart, daß durch das neu entstandene Relief die tatsächliche optische Information 2 verschleiert wird, so daß nach Aufbringen eines weiteren Überzuges 6 die optische Information 2 sicher nicht mehr erkennbar ist.

Beim Ausführungsbeispiel ist ein zweiter Druck in den Fig. 4 und 5 gezeigt, bei dem sämtliche Zwischenräume 4 des Reliefs 3 der optischen Information 2 durch die Druckfarbe 7 des zweiten Druckes vollständig verfüllt sind. Durch diese Maßnahme ist eine glatte Oberfläche mit der gezeigten rechteckigen Begrenzung geschaffen, die keinerlei Informationen aufgrund des Reliefs der optischen Information 2 mehr zuläßt. Aus diesem Grund sind die Farben des ersten und zweiten Druckes unterschiedlich gehalten, insbesondere auch stark kontrastiertend.

Ist das Relief 3 der optischen Information 2 auf ein einheitliches Niveau 5 gebracht, kann in einem weiteren Verfahrensschritt eine Überdeckung 6 aufgebracht werden, die bei einer Ablösung zerstört wird. Dieser Überzug 6 erfüllt die Aufgabe eines Garantieverschlusses, der jede Manipulation erkennen läßt, die dem Zugang zur optischen Information 2 dient.

Hierbei ist insbesondere an abrubbelbare Überzüge 6 gedacht, bevorzugt an aufgedruckte Überzüge 6, die durchaus weitere optische Informationen 8 weiter enthalten oder gesondert zusätzlich aufgebracht tragen können, vgl. Fig. 7. Auch der dritte Druck erfolgt bevorzugt in einer Thermotransfertechnik, so daß gegebenenfalls alle drei Drucke, gegebenenfalls auch ein weiterer Werbeaufdruck auf dem erfindungsgemäß dann glatten Überzug 6, in aufeinanderfolgenden Stationen eines Druckers vorgenommen werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren für eine zeitweilige Überdeckung von auf einem Träger mittels eines ersten Druckes aufgebrachten optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte,
    1. - daß Zwischenräume (4) des Reliefs (3) der gedruckten Informationen (2) in einem zweiten Druck auf gleiches Niveau (5) mit dem Relief (3) der Informationen (2) gebracht werden,
    2. - wobei die Konturen des Reliefs (3) der optischen Informationen (2) unlesbar verwischt werden und
    3. - daß die Information (2) mit einem bei einer Ablösung zerstört werdenden Überzug (6) versehen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (1) aus einem nichtsaugfähigem Material besteht.
  3. 3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Thermotransfer- Druckverfahren.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (4) vollständig bedruckt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß erster und zweiter Druck in aufeinanderfolgenden Stationen eines Druckers vorgenommen werden.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß erster und zweiter Druck unter Verwendung stark kontrastierender Farben erfolgt.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug abrubbelbar ist.
  8. 8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug in einem dritten Druck erfolgt.
  9. 9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Druck in ein Thermotransfer-Druck ist.
  10. 10. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß erster bis dritter Druck in aufeinanderfolgenden Stationen eines Druckers vorgenommen werden.
  11. 11. Träger von mittels eines ersten Druckes aufgebrachten optischen, reliefartig ausgebildeten Informationen (2), dadurch gekennzeichnet, daß Zwischenräume (4) des Reliefs (3) der gedruckten Informationen (2) in einem zweiten Druck auf gleiches Niveau (5) mit dem Relief (3) der Informationen (2) gebracht sind derart, daß die Konturen des Reliefs (3) der optischen Information (2) unlesbar verwischt sind, und daß die Information (2) mit einem bei einer Ablösung zerstört werdenden Überzug (6) überdeckt ist.






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