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VERFAHREN ZUR INSEKTENBEKÄMPFUNG MIT 1-PHENYLPYRAZOLEN ODER 1-HETEROARYLPYRAZOLEN - Dokument DE69614549T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69614549T2 22.11.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0836386
Titel VERFAHREN ZUR INSEKTENBEKÄMPFUNG MIT 1-PHENYLPYRAZOLEN ODER 1-HETEROARYLPYRAZOLEN
Anmelder Aventis CropScience S.A., Lyon, FR
Erfinder GAUTIER, Martine, F-69760 Limonest, FR;
DEROIS, Jean, F-69450 Saint-Cyr-au-Mont-d'Or, FR
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69614549
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 26.06.1996
EP-Aktenzeichen 969240217
WO-Anmeldetag 26.06.1996
PCT-Aktenzeichen FR9600993
WO-Veröffentlichungsnummer 9701278
WO-Veröffentlichungsdatum 16.01.1997
EP-Offenlegungsdatum 22.04.1998
EP date of grant 16.08.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2001
IPC-Hauptklasse A01N 47/02
IPC-Nebenklasse A01N 43/56   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Zusammensetzungen zur Insektenbekämpfung und ein Verfahren zur Insektenbekämpfung, bei dem diese Zusammensetzungen eingesetzt werden.

Insektizide Verbindungen vom Phenylpyrazol-Typ, die für die Insektenbekämpfung verwendbar sind, sind insbesondere aus den Patentanmeldungen EP-A-0 295 117, WO 87/3781, 93/6089, 94/21606 bekannt. Außerdem werden in EP-A-0 295 117 Zusammensetzungen in Form von Fraßködern erwähnt, die 0,01 bis 5% dieser Wirkstoffe enthalten.

Es ist häufig wünschenswert, Fraßköder an den Stellen auszulegen, an denen die unerwünschten Insekten angetroffen werden, vor allem wenn es sich um Ameisen, Schaben, Wespen, Termiten, insbesondere Insekten, die sich in Gruppen oder Kolonnen bewegen, wie Ameisen, handelt. Bei den betroffenen Stellen kann es sich insbesondere um den natürlichen Lebensraum der Insekten oder auch Stellen abseits des Lebensraums, wie Terrassen, Ziergärten oder Gehwege, handeln.

Wenn die Zusammensetzungen in Form von flüssigen Ködern angewendet werden sollen, ist es praktisch, die Köder in Form von Tropfen zu verteilen, und es ist wünschenswert, daß die Tropfen eine längere Zeit vorhanden bleiben.

Bei Anwendung der Zusammensetzungen in Form von Tropfen ist es wünschenswert, daß die Tropfen so lang wie möglich in dieser Form auf dem Untergrund verbleiben, damit die Insekten wirksam mit der Zusammensetzung in Kontakt kommen können und sie so gut wie möglich in sich aufnehmen können. Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter Tropfen ein Volumen mit rundlicher Form von 0,01 bis 1 ml, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 ml, verstanden, wobei die Höhe eines solchen, isolierten Tropfens auf einer ebenen Oberfläche größer als 1 mm, vorzugsweise größer als 3 mm ist.

Eine solche Anwendung ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden.

So ist es erforderlich, daß die Tropfen so langsam wie möglich, insbesondere durch Ausbreiten auf dem Untergrund oder Verdunsten, verschwinden.

Da der Untergrund, auf den die Tropfen aufgebracht werden, von sehr unterschiedlicher Beschaffenheit sein kann, ist es außerdem erforderlich, daß die Tropfen nicht zu schnell absorbiert werden, beispielsweise wenn der Untergrund porös ist.

Es ist außerdem wünschenswert, daß die insektizide Zusammensetzung bei einer wiederholten Anwendung aus einem einzigen Vorratsbehälter ihre Wirksamkeit behält, auch wenn die Verpackung mehrfach geöffnet und wieder verschlossen wird.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, diese Schwierigkeiten ganz oder teilweise zu beheben.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, vorteilhafte Zusammensetzungen vorzuschlagen, die durch das Ausbringen von Tropfen angewendet werden.

Ein weiteres erfindungsgemäßes Ziel besteht darin, Zusammensetzungen bereitzustellen, die mindestens einen insektiziden Wirkstoff vom Phenylpyrazol-Typ enthalten und in Form von Tropfen anwendbar sind, insbesondere unter Bedingungen, unter denen die Verdampfung oder die Absorption von Flüssigkeiten begünstigt ist.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, Zusammensetzungen bereitzustellen, die Insekten, insbesondere in Gruppen lebende und/oder Staaten bildende Insekten, wie Ameisen, anlocken und ihnen als Futter dienen, die mindestens einen insektiziden Wirkstoff vom Phenylpyrazol-Typ enthalten.

Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, insektizide Zusammensetzungen vorzuschlagen, die bei der wiederholten Anwendung, insbesondere beim wiederholten Öffnen von Verpackungen, in denen sie enthalten sind, ihre Wirksamkeit behalten.

Es wurde festgestellt, daß diese Aufgabe ganz oder teilweise mit Hilfe der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Insektenbekämpfung, die im folgenden detailliert beschrieben werden, gelöst werden kann. Bei den Prozentangaben im vorliegenden Text handelt es sich um Angaben in Gewichtsprozent, sofern nichts anderes angegeben ist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher zunächst insektizide Zusammensetzungen, die enthalten:

a) 0,001 bis 5%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5% einer Verbindung der Formel (I):

in der bedeuten:

- R&sub1; ein Halogenatom, -CN oder Methyl,

- R&sub2; die Gruppe S(O)nR&sub3;,

- R&sub3; Alkyl oder Halogenalkyl,

- R&sub4; ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Gruppe -NR&sub5;R&sub6;, S(O)mR&sub7;, C(O)R&sub7; oder C(O)O-R&sub7;, Alkyl, Halogenalkyl, -OR&sub8; oder eine Gruppe -N=C(R&sub9;)(R&sub1;&sub0;),

- R&sub5; und R&sub6; unabhängig ein Wasserstoffatom, Alkyl, Halogenalkyl, -C(O)-Alkyl oder S(O)rCF&sub3; oder R&sub5; und R&sub6; zusammen einen zweiwertigen Alkylenrest, der durch ein oder zwei zweiwertige Heteroatome, wie Sauerstoff oder Schwefel, unterbrochen sein kann,

- R&sub7; Alkyl oder Halogenalkyl,

- R&sub5; Alkyl, Halogenalkyl oder ein Wasserstoffatom,

- R&sub9; Alkyl oder ein Wasserstoffatom,

- R&sub1;&sub0; eine Phenyl- oder Heteroarylgruppe, die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Halogenatomen oder sonstige Gruppen, wie -OH, -O-Alkyl, -S-Alkyl, Cyano oder Alkyl, substituiert ist,

- R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig ein Wasserstoffatom oder ein Halogenatom,

- R&sub1;&sub3; ein Halogenatom, eine Halogenalkyl-, Halogenalkoxygruppe, eine Gruppe S(O)qCF&sub3; oder SF&sub5;,

- m, n, q, r unabhängig die ganze Zahl 0, 1 oder 2,

- X ein dreiwertiges Stickstoffatom oder eine Gruppe C-R&sub1;&sub2;, wobei die drei übrigen chemischen Bindungen des Kohlenstoffatoms Teil des aromatischen Rings sind,

mit der Maßgabe, daß R&sub3; Halogenalkyl, R&sub4; -NH&sub2;, R&sub1;&sub1; Chlor, R&sub1;&sub3; - CF&sub3; und X Stickstoff bedeutet, wenn R&sub1; Methyl bedeutet,

b) 0,05 bis 10% und vorzugsweise 0,1 bis 5% eines Verdickungsmittels und

c) 5 bis 50% und vorzugsweise 10 bis 40% Propylenglykol,

wobei die Verbindung der Formel (I) in der Zusammensetzung gelöst ist.

Die Alkylreste gemäß der Definition von Formel (I) enthalten im allgemeinen 1 bis 6 Kohlenstoffatome. Der Ring, der durch den zweiwertigen Alkylenrest, den R&sub5; und R&sub6; darstellen, sowie das Stickstoffatom, mit dem R&sub5; und R&sub6; verbunden sind, gebildet wird, ist im allgemeinen ein Ring mit 5, 6 oder 7 Ringgliedern.

Wenn die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Form von Tropfen an einem Ort ausgebracht werden, an dem die Insekten, vorzugsweise Ameisen, wahrscheinlich angetroffen werden, insbesondere an einem Ort, der aus einem absorbierenden Untergrund besteht, sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besonders bevorzugt, da sie sich nur langsam ausbreiten bzw. verteilen.

Die Höhe eines Tropfens der obigen Zusammensetzungen auf einer ebenen Fläche, auf die der Tropfen aufgebracht ist, bleibt nach einem Zeitraum von 1 Tag und vorzugsweise mehr als 2 Tagen bei Umgebungstemperatur vorteilhaft größer als 1 mm und vorzugsweise größer als 3 mm.

Außerdem weisen die Zusammensetzungen eine verbesserte Haltbarkeit auf, wenn die Handelsverpackung häufig vom Anwender geöffnet und verschlossen wird.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind relativ viskos, und trotzdem ist der Wirkstoff auf Grund der Eigenschaften der Zusammensetzung gleichmäßig in der Zusammensetzung verteilt.

Die Verbindung der Formel (I) kann nach einem der in den Patentanmeldungen WO 87/3781, 93/6089, 94/21606, EP-A-0 295 117 beschriebenen Verfahren oder auch nach einem anderen Verfahren, das zum allgemeinen Fachwissen des Fachmanns auf dem Gebiet der chemischen Synthesen gehört, hergestellt werden. Diese Verbindung wird im vorliegenden Text außerdem als Wirkstoff bezeichnet.

Von den Verdickungsmitteln können insbesondere Heteropolysaccharide, Polyacrylatsalze, insbesondere das Ammoniumsalz, Vinylpyrrolidon- Vinylacetat-Copolymere, Polyglykole, wie Polyethylenglykol, Stärke oder Gummi arabicum verwendet werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zusammensetzung enthält die Zusammensetzung außerdem 30 bis 70%, vorzugsweise 40 bis 60%, Zucker. Der Reiz für die Ameisen, diese Zusammensetzungsvariante zu fressen, ist deutlich größer. Die Zucker werden insbesondere unter Mono-, Oligo- und Polyorganosacchariden, insbesondere Saccharose, Lactose, Fructose, Dextrose, Glucose, Melasse und Honig ausgewählt.

Eine bevorzugte Masse von Verbindungen der Formel (I) umfaßt die Verbindungen, für die R&sub1; CN und/oder R&sub3; Halogenalkyl und/oder R&sub4; NH&sub2; und/oder R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig ein Halogenatom und/oder R&sub1;&sub3; Halogenalkyl bedeuten.

Nach einer besonders vorteilhaften erfindungsgemäßen Ausführungsform handelt es sich bei der erfindungsgemäß eingesetzten Verbindung der Formel (I) um 5-Amino-3-cyano-1-[2,6-dichlor-4-(trifluormethyl)- phenyl]-4-[(trifluormethyl)-sulfmyl]-1H-pyrazol, die in den Beispielen als "Fipronil" bezeichnet wird.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können außerdem ein Konservierungsmittel enthalten, das die Zersetzung des Zuckers und/oder des Verdickungsmittels verhindert, wie Natriumbenzoat, 1,2-Benzisothiazolin-3-on, Benzoesäure, p-Hydroxybenzoesäure und ihre Esterderivate und Alkalisalze oder Erdalkalisalze, insbesondere das Natriumsalz, 2-Phenylphenol und seine Alkalisalze oder Erdalkalisalze, insbesondere das Natriumsalz.

Weitere Zusätze können ebenfalls enthalten sein, wie z. B. ein Färbemittel oder ein Lockstoff (Attractant), der insbesondere unter Duftstoffen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs und Natriumglutamat ausgewählt wird.

Art und Dosierung der Bestandteile der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden vorteilhaft so ausgewählt, daß die Zusammensetzungen eine Viskosität von 30 bis 10000 cP, vorzugsweise 60 bis 1000 cP, bei Umgebungstemperatur aufweisen. Unter der Abkürzung cP wird die in Centipoise angegebene Viskositätseinheit verstanden, die einem MillipascaL Sekunde (mPa·s) entspricht.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können durch einfaches Vermischen der verschiedenen Bestandteile, vorzugsweise unter Rühren und in der Hitze, hergestellt werden.

Ein schnelleres und wirkungsvolleres Vermischen kann vorteilhaft erreicht werden, wenn in einem ersten Schritt ein Vorgemisch hergestellt wird, für das der Wirkstoff bei Umgebungstemperatur und gegebenenfalls unter Rühren in Propylenglykol solubilisiert wird, um eine Lösung mit einer Konzentration von etwa 1% zu erhalten. Anschließend wird in einem zweiten Schritt zunächst der gegebenenfalls zugegebene Zucker zusammen mit dem erforderlichenfalls enthaltenen Konservierungsmittel in Wasser gelöst, wonach das Verdickungsmittel zugegeben wird, das gegebenenfalls unter Rühren und Erhitzen auf eine Temperatur von 20 bis 70ºC solubilisiert wird. In einem dritten Schritt wird das den Wirkstoff enthaltende Vorgemisch in die zuvor hergestellte wäßrige Lösung eingebracht.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Insektenbekämpfung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Stellen, von denen angenommen wird, daß dort die Insekten auftreten können, eine wirksame Menge einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung aufgebracht wird.

Unter wirksamer Menge wird eine Menge der Zusammensetzung verstanden, die einer Dosis der Verbindung der Formel (I) entspricht, die erforderlich ist, um mindestens 90% der betreffenden Insekten abzutöten, auf die die Zusammensetzung während einer Zeit von 2 bis 15 Tagen, vorzugsweise 2 bis 4 Tagen, angewendet wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise für die Bekämpfung von Ameisen eingesetzt.

In diesem Fall entspricht die wirksame Menge der erfindungsgemäßen Zusammensetzung einer Dosis der Verbindung der Formel (I), die 5 mg bis 5 g pro 100 m², vorzugsweise 10 mg bis 2 g pro 100 m², beträgt.

Der Anwendungsort kann sich insbesondere an einem öffentlichen oder privaten Ort befinden, wie z. B. in einem Wohnbereich.

Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung in Form von Tropfen an dem Ort aufgetragen, von dem angenommen wird, daß sich dort Insekten befinden können. In diesem Fall wird die Zusammensetzung vorteilhaft in einer gebrauchsfertigen Tube verpackt, die der Anwender ausdrückt, um die erforderlichen Tropfen zu erhalten.

Nach einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Zusammensetzung in das Innere einer geschlossenen Insektenfalle eingebracht, die Öffnungen aufweist, deren Größe so angepaßt ist, daß ausschließlich Ameisen und gegebenenfalls Insekten mit einer ähnlichen Größe in die Insektenfalle gelangen können. Diese Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist sicherer, wenn es sich um einen Wirkstoff handelt, der möglicherweise im Kontakt mit oder bei zufälliger Einnahme durch Haustiere oder Kinder eine Gefahr darstellt.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung, ohne sie jedoch einzuschränken. In den Beispielen handelt es sich bei der verwendeten Verbindung der Formel (I) um Fipronil.

Beispiel 1

Durch einfaches Auflösen bei Umgebungstemperatur werden 100 g einer 1%igen Lösung von Fipronil in Propylenglykol hergestellt, die als "Fipronil-Vorgemisch" bezeichnet wird.

Außerdem wird durch einfaches Vermischen eine wäßrige Dispersion/- Lösung eines Heteropolysaccharids (2%ig) hergestellt, die ferner 1% Natriumbenzoat enthält, die als "Vorgemisch, das das Verdickungsmittel enthält", bezeichnet wird.

Anschließend werden 1000 g Zusammensetzung mit 0,05% Fipronil durch einfaches Vermischen der folgenden Bestandteile hergestellt, die in den angegebenen Mengen verwendet werden:

Fipronil-Vorgemisch 5%

Vorgemisch, das das Verdickungsmittel enthält 50%

Propylenglykol 34,9%

blauer Farbstoff 0,1%

Wasser 10%

Diese Zusammensetzung weist eine Viskosität von 430 cP auf.

In einer Petrischale wird ein Tropfen dieser Zusammensetzung aufgebracht, indem eine Tube zusammengedrückt wird, die die oben hergestellte Zusammensetzung enthält. Dieser Tropfen hat in etwa die Form einer Halbkugel mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Höhe von 4 mm. Nach 2 Tagen beträgt die Höhe des Tropfens etwa 4 mm.

Ein quadratischer Behälter mit einer Kantenlänge von 30 cm wird bei Umgebungstemperatur in ein Zimmer gestellt. Auf den Boden des Behälters wird eine Erdschicht mit einer Dicke von 5 cm aufgetragen, dann wird ein Reagenzglas eingebracht, das über einen Teil seiner Länge abgedunkelt ist, das den Ameisen als Unterschlupf dient und einen mit Wasser getränkten Baumwollbausch enthält. In dem Behälter wird außerdem eine Tränke aufgestellt, die zuckerhaltiges Wasser enthält, das zur Ernährung der Ameisen dient.

In den Behälter werden 100 Ameisen (Lasius niger) eingesetzt, die man sich 1 Woche eingewöhnen läßt.

Anschließend wird in dem Behälter eine Petrischale aufgestellt, in die 4 Tropfen der oben hergestellten Zusammensetzung gegeben wurden, gleichzeitig wird die Tränke entfernt. Die Tropfen wurden aufgebracht, indem die Tube, die die Zusammensetzung enthält, zusammengedrückt wurde. Sie weisen in etwa die Form einer Halbkugel mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Höhe von 4 mm auf.

Das Experiment wird nach 4 Tagen ausgewertet. Dabei wird festgestellt, daß mehr als 95% der Ameisen getötet wurden.

Beispiel 2

Versuch 1 wird wiederholt, wobei die verschiedenen Bestandteile in den folgenden Mengen verwendet werden:

Fipronil-Vorgemisch 10%

Vorgemisch, das das Verdickungsmittel enthält 50%

Propylenglykol 29,9%

blauer Farbstoff 0,1%

Wasser 10%

Diese Zusammensetzung weist eine Viskosität von 400 cP auf.

Man erhält die gleichen Ergebnisse.

Beispiel 3

Versuch 1 wird wiederholt, indem 1000 g einer Zusammensetzung mit 0,05% Fipronil durch einfaches Vermischen der folgenden Bestandteile hergestellt werden, die in den angegebenen Mengen verwendet werden:

Fipronil-Vorgemisch 5%

Vorgemisch, das das Verdickungsmittel enthält 7%

Propylenglykol 5%

Saccharose 50%

blauer Farbstoff 0,1%

Wasser 32,9%

Diese Zusammensetzung weist eine Viskosität von 300 cP auf.

In einer Petrischale wird ein Tropfen dieser Zusammensetzung aufgetragen, indem eine Tube, die die oben hergestellte Zusammensetzung enthält, zusammengedrückt wird. Der Tropfen weist in etwa die Form einer Halbkugel mit einem Durchmesser von 1 cm und einer Höhe von 2 mm auf. Nach 2 Tagen beträgt die Höhe des Tropfens etwa 2 mm.

Zur Untersuchung der Wirkung dieser Zusammensetzung bei Ameisen wird der Versuch von Beispiel 1 wiederholt. Dabei werden die gleichen Ergebnisse erhalten.

Beispiel 4

Es werden 1000 g einer Zusammensetzung mit 0,05% Fipronil hergestellt, indem wie in Beispiel 1 verfahren wird.

Ein Tropfen dieser Zusammensetzung, der in etwa die Form einer Halbkugel mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Höhe von 4 mm aufweist, wird auf eine horizontal angeordnete Steinplatte aufgetragen, die üblicherweise auf Terrassen verlegt wird und körnig und porös aussieht.

Nach 2 Tagen beträgt die Höhe des Tropfens etwa 2 mm.

Auf dem Boden des quadratischen Behälters von Beispiel 1 wird anstelle der Erdschicht ein Viereck von gleicher Größe wie der Behälter angeordnet, das aus dem gleichen Material wie die obige Steinplatte herausgeschnitten wurde, wonach wie in Beispiel 1 verfahren wird, indem 4 Tropfen der Zusammensetzung unmittelbar auf die viereckige Steinplatte aufgebracht werden.

Nach 4 Tagen wird festgestellt, daß auch hier mehr als 95% der Ameisen getötet worden sind.

Beispiel 5

Beispiel 4 wird wiederholt, indem der Tropfen der Zusammensetzung zunächst auf eine ebene Erdschicht aufgetragen wird.

Nach 2 Tagen beträgt die Höhe des Tropfens etwa 1 mm.

Anschließend wird der Versuch mit den Ameisen wie in Beispiel 1 durchgeführt, wobei jedoch die 4 Tropfen der Zusammensetzung unmittelbar auf die Erde aufgetragen werden.

Nach 4 Tagen wird festgestellt, daß ebenfalls mehr als 95% der Ameisen getötet wurden.


Anspruch[de]

1. Insektizide Zusammensetzungen, die enthalten:

a) 0,001 bis 5%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5% einer Verbindung der Formel (I):

in der bedeuten:

- R&sub1; ein Halogenatom, -CN oder Methyl,

- R&sub2; die Gruppe S(O)nR&sub3;,

- R&sub3; Alkyl oder Halogenalkyl,

- R&sub4; ein Wasserstoffatom, Halogenatom, eine Gruppe -NR&sub5;R&sub6;, S(O)mR&sub7;, C(O)R&sub7; oder C(O)O-R&sub7;, Alkyl, Halogenalkyl, OR&sub8; oder eine Gruppe -N=C(R&sub9;)(R&sub1;&sub0;),

- R&sub5; und R&sub6; unabhängig ein Wasserstoffatom, Alkyl, Halogenalkyl, -C(O)-Alkyl oder S(O)rCF&sub3; oder R&sub5; und R&sub6; zusammen einen zweiwertigen Alkylenrest, der durch ein oder zwei zweiwertige Heteroatome, wie Sauerstoff oder Schwefel, unterbrochen sein kann,

- R&sub7; Alkyl oder Halogenalkyl,

- R&sub8; Alkyl, Halogenalkyl oder ein Wasserstoffatom,

- R&sub9; Alkyl oder ein Wasserstoffatom,

- R&sub1;&sub0; eine Phenyl- oder Heteroarylgruppe, die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Halogenatomen oder sonstigen Gruppen, wie -OH, -O-Alkyl, -S-Alkyl, Cyano oder Alkyl, substituiert ist,

- R&sub1;&sub1; und R&sub1;&sub2; unabhängig ein Wasserstoffatom oder ein Halogenatom,

- R&sub1;&sub3; ein Halogenatom, eine Halogenalkyl-, Halogenalkoxygruppe, eine Gruppe S(O)qCF&sub3; oder SF&sub5;,

- m, n, q, r unabhängig die ganze Zahl 0, 1 oder 2,

- X ein dreiwertiges Stickstoffatom oder eine Gruppe C-R&sub1;&sub2;, wobei die drei übrigen chemischen Bindungen des Kohlenstoffatoms Teil des aromatischen Rings sind,

mit der Maßgabe, daß R&sub3; Halogenalkyl, R&sub4; -NH&sub2;, R&sub1;&sub1; Chlor, R&sub1;&sub3;- CF&sub3; und X Stickstoff bedeutet, wenn R&sub1; Methyl bedeutet,

b) 0,05 bis 10% und vorzugsweise 0,1 bis 5% eines Verdikkungsmittels und

c) 5 bis 50% und vorzugsweise 10 bis 40% Propylenglykol, wobei die Verbindung der Formel (I) in der Zusammensetzung gelöst ist.

2. Insektizide Zusammensetzungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe eines Tropfens der obigen Zusammensetzungen auf einer ebenen Fläche, auf die der Tropfen aufgebracht ist, bei Umgebungstemperatur und nach einem Zeitraum von mehr als 1 Tag, vorzugsweise mehr als 2 Tagen, größer als 1 mm und vorzugsweise größer als 3 mm ist.

3. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdickungsmittel unter Heteropolysacchariden, Polyacrylat-Salzen, insbesondere den Ammoniumsalzen, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymeren, Polyglykolen, wie Polyethylenglykolen, Stärke und Gummi arabicum ausgewählt ist.

4. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem 30 bis 70%, vorzugsweise 40 bis 60%, eines oder mehrerer Zucker enthalten.

5. Insektizide Zusammensetzungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zucker unter Mono-, Oligo- und Polyorganosacchariden, vorzugsweise unter Saccharose, Lactose, Fructose, Dextrose, Glucose, Melasse und Honig, ausgewählt sind.

6. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis S. dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Verbindung der Formel (I) um 5-Amino-3-cyano-1-[2,6-dichlor-4-(trifluormethyl)-phenyl]-4- [(trifluormethyl)-sulfinyl]-1H-pyrazol handelt.

7. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein Konservierungsmittel enthalten, das dem Abbau des Zuckers und/oder des Verdickungsmittels vorbeugt, das unter Natriumbenzoat, 1,2-Benzisothiazolin-3-on, Benzoesäure, p-Hydroxybenzoesäure und ihren Esterderivaten und Alkalisalzen und Erdalkalisalzen, insbesondere dem Natriumsalz, 2-Phenylphenol und seinen Alkalisalzen und Erdalkalkalisalzen, insbesondere dem Natriumsalz, ausgewählt ist.

8. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein Insektenlockstoff enthalten, der insbesondere unter Geruchsstoffen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs und Natriumglutamat ausgewählt ist.

9. Insektizide Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie bei Umgebungstemperatur eine Viskosität von 30 bis 10000 cP, vorzugsweise 60 bis 1000 cP, aufweisen.

10. Verfahren zur Insektenbekämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß in den Bereichen, in denen sich die Insekten möglicherweise befinden können, eine wirksame Menge einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufgetragen wird.

11. Verfahren zur Insektenbekämpfung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Menge einer Dosis der Verbindung der Formel (I) entspricht, die so groß ist wie die Dosis, die zur Vernichtung von mindestens 90% der Insekten während eines Zeitraums von 2 bis 15 Tagen, vorzugsweise 2 bis 4 Tagen, erforderlich ist.

12. Verfahren zur Insektenbekämpfung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Insekten um Ameisen handelt.

13. Verfahren zur Insektenbekämpfung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Menge der eingesetzten Zusammensetzung einer Dosis der Verbindung der Formel (I) entspricht, die im Bereich von 5 mg bis 5 g pro 100 m², vorzugsweise 10 mg bis 2 g pro 100 m², liegt.

14. Verfahren zur Insektenbekämpfung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung in Form von Tropfen angewendet wird.

15. Verfahren zur Insektenbekämpfung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung in das Innere einer geschlossenen Insektenfalle eingebracht wird, die Öffnungen aufweist, deren Größe so angepaßt ist, daß ausschließlich Ameisen in die Insektenfalle gelangen können.







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