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Dokumentenidentifikation EP0983870 13.12.2001
EP-Veröffentlichungsnummer 0983870
Titel Spitzer, insbesondere für Weichminenstifte
Anmelder KUM Ltd., Dublin, IE
Erfinder Lüttgens, Fritz Dr., D- 91054 Erlangen, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 59900399
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IE, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 13.07.1999
EP-Aktenzeichen 991134966
EP-Offenlegungsdatum 08.03.2000
EP date of grant 07.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.12.2001
IPC-Hauptklasse B43L 23/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer für die Formung des Gebrauchsendes eines stiftartigen Markierungsgerätes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiger Spitzer weist ein Spitzergehäuse oder einen Gehäusekorpus mit einer üblicherweise als metallisches Spitzmesser ausgebildeten Formeinrichtung und mit einem in der Regel vom Einführungsende ausgehend sich konisch verjüngenden Aufnahmekanal für das Gebrauchsende des Markierungsgerätes oder Markierungsstiftes auf. Es handelt sich dabei insbesondere um einen Weichminenstift, der besonders häufig als Kosmetikstift eingesetzt wird. Es kann sich dabei aber auch um einen normalen Schreibstift oder um eine ungefasste Mine handeln, weil z.B. eine Holz- oder Kunststoffummantelung kein zwingend notwendiger Bestandteil des Markierungsgerätes ist.

Aus der DE 29 53 022 A1 (= EP 0 004 786 A2) ist es bekannt, einen derartigen Spitzer für die Dauer seiner Nichtbenutzung als Schutzkappe spannschlüssig auf dem Stiftumfang oder Gebrauchsende zu fixieren, um dieses bzw. die Stiftspitze des Markierungsstiftes zu umhüllen und nach außen abzuschirmen. Als Spannverbindungseinrichtung dienen bei diesem Spitzer eine Anzahl von Haltezungen, die an das Einführungsende des Aufnahmekanals für das Gebrauchsende des Markierungsstiftes einstückig angeformt und radial nach außen federnd auslenkbar sind. Diese Haltezungen erzeugen die für die Reibung der Spannverbindung notwendige Normalkraft. Es handelt sich bei diesem Spannverbindungssystem also um ein solches mit elastischer Federkraft als interner, eigener Krafterzeuger, der permanent wirksam ist. Dies hat den wesentlichen Nachteil, dass beim Spitzvorgang zunächst der vom internen Spannkrafterzeuger ausgeübte Reibschluss überwunden werden muß, bevor der Markierungsstift für den eigentlichen Spitzvorgang im Spitzer gedreht werden kann.

Weiter ist es bei diesem Spitzer bekannt, sein Spitzende und damit insbesondere seinen den Austrittsschlitz für die Spitzspäne umgebenden Raum durch eine lösbare Verschlusskappe abzudecken, die dadurch als Spanfang wirksam ist. Bei aufgesetzter Verschlusskappe sorgt diese dafür, dass der Spitzer die empfindliche Stiftspitze des Markierungsstiftes und den beim Spitzen anfallenden Schälabfall einschließt und die Umwelt vor einem unerwünschten Kontakt mit dem Schälabfall und der Stift- oder Minenspitze schützt.

Weitere, bei Nichtgebrauch ebenfalls die Zusatzfunktion des Schutzes der Markierungsgeräte- oder Minenspitze erfüllende Spitzer sind aus der US 2,514,761 und aus der GB 994 071 bekannt. Die hierzu vorhandenen Spannverbindungsmittel basieren ebenfalls auf dem Spitzergehäuse eigenen, internen Spannkrafterzeugern, die ähnlich dem Gegenstand von DE 29 53 022 A1 wirksam sind.

Ein in gleicher Weise bei Nichtbenutzung als Schutzkappe für die Stiftspitze eines Kosmetikstiftes verwendbarer und auf diesen haft- oder reibschlüssig aufsetzbarer Spitzer ist auch aus der DE 31 45 536 C2 (= US 4,513,798) bekannt. Dieser Spitzer ist mit einer Aufnahmeeinrichtung für ein Reinigungsstäbchen versehen, welches in Aufnahmestellung in den Innenraum der Spanfangkappe hineinsteht und dadurch eine weitere Funktion zu erfüllen vermag. Die Aufnahmeöffnung für das Reinigungsstäbchen dient als Köcher, um das Reinigungsstäbchen bei Nichtgebrauch verliersicher und griffbereit zur Verfügung zu halten und dabei gleichzeitig sein oftmals verschmutztes Reinigungsende gegenüber der Umwelt abzuschirmen. In dieser Position hat es die weitere Funktion, beim Abnehmen der Spanfangkappe an deren Innenmantel anhaftenden teigigen Spanabfall zu entfernen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art dadurch zu verbessern, dass sein Spannverbindungsmittel im Ruhezustand einen verbesserten Haftsitz am Markierungsstift gewährleistet, den Spitzvorgang indessen nicht behindert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass als Spannverbindungsmittel ein vom Gehäuse manuell trennbarer, externer und somit separater Spannkrafterzeuger vorgesehen ist. Dadurch entfällt beim Spitzen jegliche Behinderung des Spitzvorganges durch das Spannverbindungsmittel, weil es vom Gehäuse getrennt ist. In Einsatzstellung am Gehäuse indessen kann der separate Spannkrafterzeuger so ausgestaltet sein, dass er jede Lösung des Stiftes vom Spitzer wirksam blockiert. Dadurch entfällt die Gefahr einer ungewollten Lösung mit den äußerst unerwünschten Verschmutzungsfolgen und der damit verbundenen Gefährdung der Minen- oder Stiftspitze.

In besonders zweckmäßiger Ausgestaltung ist der externe Spannkrafterzeuger ein Reinigungsstäbchen und/oder eine Formgebungsvorrichtung für die Minenspitze und somit ein einem Zweitnutzen dienliches Funktionsteil. Beim Spitzvorgang selbst ist der Spanndrucker- oder Spannkrafterzeuger nicht notwendig. Er kann indessen unmittelbar nach dem Spitzvorgang als Reinigungswerkzeug und/oder am Ende des Spitzvorganges zur Endformung der Minenspitze eingesetzt werden. Damit ist einer Verliergefahr vorgebeugt, wenn es zur Lösung des Markierungsstiftes vom Spitzer aus seiner Spann- bzw. Ruhestellung am Spitzer gelockert oder entfernt ist. Nach erfolgtem Minenformungs- oder Reinigungsvorgang und anschließendem Aufschieben des Spitzers auf das Gebrauchs- oder Minenende des Stiftes wird nämlich sofort das Reinigungsstäbchen bzw. die Formgebungsvorrichtung in seinen köcherartigen Haltekanal am Spitzer oder Spitzergehäuse eingeschoben und bewirkt in dieser wirksamen Ruheposition oder Funktionsstellung, in der das Spitzergehäuse spannschlüssig auf dem Stiftschaft aufsitzt, eine besonders sichere Fixierung des Spitzers in seiner Schutzstellung auf dem Markierungsstift.

Auch kann der Spannkrafterzeuger z. B. ein Reservemesser für den Spitzer sein, welches in am Gehäuse eingestecktem Zustand die Klemmkraft bewirkt. Ein anderer Zweitnutzen kann dadurch gegeben sein, dass der Spannkrafterzeuger ein mit einem Halteende am Geräte- oder Stiftschaft festgelegter Halteklip ist, ähnlich der federnden Haltelasche eines Kugelschreibers oder dgl. zum Aufschieben des Stiftes auf bzw. Anstecken an beispielsweise eine Hemd- oder Jackentasche. In der Ruheposition ist der Haltklip freiendseitig in den Haltekanal am Gehäuse eingeschoben und bewirkt wiederum die Klemmkraft.

In vorteilhafter Weiterbildung wirkt der Spannkrafterzeuger unmittelbar auf den Stiftmantel ein. Hierzu ist der Spannkrafterzeuger an seinem dem Einsteckende abgewandten zusätzlichen Funktionsende als Exzenter ausgebildet, der je nach Dreh- oder Schwenkstellung den eingesteckten Markierungsstift mantel- oder schaftseitig klemmfixierend beaufschlagt oder zur ungehinderten Drehbeweglichkeit freigibt. Es ist andererseits aber auch eine mittelbare Einwirkung möglich dadurch, dass der Spannkrafterzeuger z. B. eine einstückig am Gehäuse vorgesehene Zwischenwand oder eine Druckzunge in ihre Blockierstellung radial nach innen, d. h. in Richtung auf den Aufnahmekanal für das Gebrauchsende oder die Minenspitze des Markierungsstiftes auslenkt.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie in weiteren Ansprüchen niedergelegte vorteilhafte Ausgestaltungen des Spitzers anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1
in einer Explosionsdarstellung einen Spitzer mit darüber einem zu spitzenden Stift und mit darunter einem Spanauffangbehälter sowie mit einem Reinigungsstäbchen als Spannkrafterzeuger in einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2
eine Draufsicht auf das Einführungsende des Spitzers gemäß Fig. 1 mit im Schnitt dargestelltem, im Aufnahmekanal einliegendem Stift und in räumlicher Zuordnung zum Spitzergehäuse das Reinigungsstäbchen,
Fig. 3
in einer Darstellung gemäß Fig. 2 ein Reinigungsstäbchen als Spannkrafterzeuger in einer zweiten Ausführungsform und einen entsprechend ausgebildeten Haltekanalquerschnitt im Spitzergehäuse,
Fig. 4
teilweise im Schnitt eine Seitenansicht analog zu Fig. 1 in explosionsähnlicher Positionierung der beim Spitzvorgang miteinander zusammenwirkenden Einzelteile mit einem Spannkrafterzeuger in einer dritten Ausführungsform für eine unmittelbare Druckbeaufschlagung des Stiftschaftes,
Fig. 5
eine Seitenansicht der Explosionsdarstellung gemäß Fig. 4 in Blickrichtung des Richtungspfeiles V in Fig. 4,
Fig. 6
eine Draufsicht auf den Spannkrafterzeuger gemäß den Figuren 4 und 5,
Fig. 7
in einer Explosionsdarstellung gemäß Fig. 1 einen Spitzer mit ovalem Gehäuse sowie mit einem Reinigungsstäbchen als Spannkrafterzeuger in einer vierten Ausführungsform mit als Exzenter wirkendem Stäbchenkopf,
Fig. 8a u. 8b
in einer Darstellung gemäß den Fig. 2 und 3 den Spannkrafterzeuger gemäß Fig. 7 mit in Offen- bzw. Klemmstellung befindlichem Exzenter,
Fig. 9a u. 9b
in Draufsicht ein modifiziertes Spitzergehäuse zur mittelbaren Druckbeaufschlagung des Stiftschaftes.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Der Spitzer 1 weist ein Spitzergehäuse oder Gehäusekorpus 2 mit kreisrunder oder gemäß Fig. 7 vorzugsweise ellipsoider Querschnittsform auf. Das vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Gehäuse 2 enthält an seiner Stirnseite eine Einführungsöffnung 3 eines Aufnahmekanals 5 für ein stiftartiges Markierungsgerät, z. B. für einen Weichminenstift, das bzw. der nachstehend der Einfachheit halber kurz als Stift 6 bezeichnet ist. Im Inneren des Gehäuses 2 verjüngt sich der Aufnahmekanal 5 konusartig zu einem Führungskanal 7 (Fig. 5), der von der Ebene eines Spitzmessers 8 als Formeinrichtung für den Stift 6 oder dessen Stiftspitze 6b tangiert ist. Dessen Funktionsweise entspricht der grundsätzlichen, an sich bekannten Funktionsweise eines Stiftspitzers.

Der Führungskanal 7 ist oberhalb einer Messerschneide 9 des Spitzmessers 8 mit einer pfeilspitzenförmigen Austritts- oder Durchtrittsöffnung 10 für Spitz- bzw. Schälabfall versehen. Die Durchtrittsöffnung 10 durchsetzt den Mantel des Gehäuses 2. Umfangsräume 11 (Fig. 5) außerhalb des Gehäusemantels im Bereich des konischen Führungskanals 7 sind in Zusammenbaustellung vom Ringmantel 12 eines Spanfangbehälters 13 umfasst. Dieser ist von einer der Einführungsöffnung 3 gegenüberliegenden Gehäuseseite oder Gegenstirnseite 14 des Gehäuses 2 her auf den in Radialrichtung stufenartig gegenüber dem die Einführungsöffnung 3 aufweisenden Einführungsende 15 zurückgesetzten Umfangsmantel 16 des Gehäuses 2 auf dieses aufschiebbar und mit diesem fest verbindbar oder verklipsbar. Dabei greift als Verdrehsicherung ein Axialvorsprung 17 am Einführungsende 15 des Gehäuses 2 in eine entsprechende Gegenausnehmung 18 des Mantels 12 des Spanfangbehälters 13 als Verdrehsicherung ein. Der Axialvorsprung 17 und die Gegenausnehmung 18 greifen nach Art von Nut und Feder ineinander. Damit wird die axiale Grifflänge für die Handhabung des Spitzers 1 verlängert.

Eine ellipsoide Querschnittsform von Gehäuse 2 und Spanfangbehälter 13 gemäß den Figuren 2, 3 und 7 bis 9 begünstigt die Griffigkeit des Spitzers 1 und ermöglicht den Wegfall der Verdrehsicherung 17,18. Die Umfangsform des Spanfangbehälters 13 ist bündig mit der Umfangsform des Einführungsendes 15 des Spitzergehäuses 2. Die ellipsoide Querschnittsform schafft besonders vorteilhaft einen ausreichenden Raum für eine köcherartige Einstecköffnung 19 für ein Reinigungsstäbchen 20, 20', 21 und 21' gemäß den Figuren 1 und 2, 3, 4 und 5 bzw. 7 und 8a, 8b mit einem Stäbchenschaft 4. Die Einstecköffnung 19 sowie ein daran anschließender Haltekanal 22 - und damit die Steck- und Schwenkachse des Stäbchenschaftes 4 - verlaufen etwa parallel zur Mittellängsachse 23 des Stiftes 6, des Gehäuses 2 bzw. des Spitzers 1 und seines Spanfangbehälters 13.

Die erste und zweite Ausführungsform eines als Spannkrafterzeuger wirkenden Reinigungsstäbchens 20 und 20' dient im Zusammenhang mit der entsprechenden Ausgestaltung des Spitzergehäuses 2 zur mittelbaren Klemmung des Stiftes 6 in dessen innerhalb des Aufnahmekanals 5 befindlicher Ruhestellung. Dazu enthält das Gehäuse 2 gemäß den Figuren 1 bis 3 eine Druckzunge 24, die in einem ausgesparten Umfangssegment des Mantels 25 des Aufnahmekanals 5 einliegt. Die Druckzunge 24 ist mit ihrem innerhalb des Aufnahmekanals 5 liegenden Ende mit dem Gehäuse 2 verbunden. Zweckmäßig ist sie insoweit einstückig mit dem Gehäuse 2 aus Kunststoff gespritzt. Sie ist daher radial zur Mittellängsachse 23 des Aufnahmekanals 5 auslenkbar. Diese Auslenkung wird durch eine keilartige Drucknocke 26, 26a am Stäbchenschaft 4 des Reinigungsstäbchens 20, 20' gemäß Figur 3 bzw. 2 bewirkt. Die Drucknocke 26, 26a ist ein sich in Steckrichtung 27 verjüngender Druckkeil.

In der Ausführungsform des Reinigungsstäbchens 20 gemäß Fig. 1 und 2 weist dieses auf der der Drucknocke 26a gegenüberliegenden Schaftseite ein ebenfalls an den Stäbchenschaft 4 angeformtes weiteres Fähnchen 26b auf, das z. B. als Formgebungsteil für den Stift, d. h. dessen Stift- oder Minenspitze 6a verwendbar ist. Wie in Fig. 2 vergleichsweise deutlich erkennbar, ist die Innenkontur des Haltekanals 22 und der in diesen einmündenden Einstecköffnung 19 an die sich durch das Fähnchen 26b ergebende Außenkontur des Stäbchens 20 angepasst.

Die mittelbare Beaufschlagung des Stiftmantels oder -schaftes 6a des Stiftes 6 durch die Drucknocke 26, 26a unter Zwischenlage der Druckzunge 24 hat den Vorteil, dass eine jede Deformationsgefahr vom Stiftmantel ferngehalten wird, wie diese durch eine zu starke Punkt- oder Linienklemmung möglich wäre. Dies ist wichtig bei Kosmetikstiften, auf deren ästhetisches Aussehen großer Wert gelegt wird. Trotzdem läßt sich auf diese Weise eine sichere Klemmung des Stiftes 6 innerhalb des Aufnahmekanals 5 bewerkstelligen. Dadurch ist auch jedes Entweichen von Spanabfall aus dem Aufnahmekanal 5 wirksam verhindert.

Eine alternative Ausführungsform zur mittelbaren Druck- oder Spannkraftbeaufschlagung des Stiftmantels 6b zeigen die Figuren 9a und 9b bei nicht eingesetztem bzw. bei eingesetztem Spannkrafterzeuger 20,20' oder Stäbchenschaft 4 in den entsprechenden, köcherartigen Haltekanal 22. Dieser ist dazu derart durch eine sehr dünne, ebenfalls als Druckzunge wirkende Zwischenwand 24' vom Aufnahmekanal 5 für den Stift 6 getrennt, dass diese Zwischenwand 24' bei Einstecken des vorzugsweise ebenfalls stäbchenartigen (nicht näher dargestellten) Spannkrafterzeugers in Richtung auf den Aufnahmekanal 5 deformiert wird. Auch kann der entsprechende Spannkrafterzeuger 20,20' zusätzlich einen ovalen, elliptischen oder in anderer Art und Weise exzentrisch ausgeformten Stäbchenschaft 4 aufweisen, um dann einen im Vergleich zur Darstellung in Fig. 9a weniger halbmondförmigen oder sogar wiederum einen kreisrunden Querschnitt des Haltekanals 22 und der Einstecköffnung 19 im Gehäuse 2 realisieren zu können.

Die in den Figuren 4 bis 6 sowie 7 und 8 dargestellten Ausführungsformen bedienen sich einer unmittelbaren Klemmung des Stiftes 6 durch einen Exzenter 28 oder durch eine im Ausführungsbeispiel ovale Exzenterscheibe 28' am griffseitigen Ende des Reinigungsstäbchens 21 bzw. 21' nach einer dritten bzw. vierten Ausführungsform. Der Exzenter 28 gemäß Fig. 6 hat einen kreisförmigen Umfang, dessen Kreismittelpunkt und Längsachse neben bzw. parallel zur Längsrichtung des Reinigungsstäbchens 21 liegen. Bei in den Haltekanal 22 eingesteckter Position des Reinigungsstäbchens 21 (nicht dargestellt) liegt der Exzenter 28 noch außerhalb des Gehäuses 2. Er läßt sich durch eine Griffrippe 29 einfach um die Mittellängsachse des das Reinigungsstäbchen 21 aufnehmenden Haltekanals 22 schwenken, wodurch der Exzenter 28 in seiner in den Fig. 4 und 5 dargestellten Position den Mantel oder Schaft 6a des Stiftes 6 mit Klemmdruck beaufschlagt. Durch eine Drehung um etwa 90° mittels der Griffrippe 29 läßt sich diese Klemmung aufheben, so dass dann der Stift 6 problemlos dem Aufnahmekanal 5 entnommen werden kann.

Das Reinigungsstäbchen bzw. der Spannkrafterzeuger 21' gemäß der Ausführungsform nach den Figuren 7 und 8 mit ovalem Kopf weist an der einer flachen Kopfseite 28a gegenüberliegenden Exzenterseite in der Mitte einen herausstehenden Exzentervorsprung 28b auf, an den sich links und rechts zwei Flügel oder Mulden 28c, 28d anschließen. Wird das über die köcherartige Einstecköffnung 19 in den Haltekanal 22 des Gehäuses 2 hineingesteckte Reinigungsstäbchen 21' mittels der Flügel 28c, 28d am Kopfende des Stäbchenschaftes 4 bei in den Aufnahmekanal 5 ebenfalls eingestecktem Stift 6 in Richtung des Pfeils 30 (Fig. 8b) gedreht, so wird über den Exzentervorsprung 28b in der Stellung gemäß Fig. 8b der Stift 6 analog zur Ausführungsform gemäß den Figuren 4 bis 6 geklemmt. Dabei liegt dann der Flügel bzw. die eine Mulde 28c am Stiftschaft 6a an. Durch Verdrehen des Reinigungsstäbchens 21' in entgegengesetzter Richtung zur Spitze des Richtungspfeils 30 bis zur zumindest annähernden Anlage des anderen muldenartigen Flügels 28d am Stiftschaft 6a, ist die Klemmung wiederum aufgehoben. Der Stift 6 ist in dieser Stellung des Reinigungsstäbchens 21' wiederum frei drehbar und kann aus dem Aufnahmekanal 5 herausgezogen werden. Die Zwischenwand 24' zwischen dem Haltekanal 22 und dem Aufnahmekanal 5 ist in einer entsprechenden Ausführungsform des Gehäuses 2 gegenüber der Wandstärke bei der Ausführungsform nach Fig. 9 vergleichsweise dickwandig.

Von wesentlicher Bedeutung ist hier, dass das Reinigungsstäbchen 21, 21' wie auch das vorstehend beschriebene Reinigungsstäbchen 20, 20'' aus der Stecköffnung oder dem Haltekanal 22 herausnehmbar sind, so dass dann eine Druckausübung und davon ausgehend eine Reibungs- oder Klemmbeeinflussung auf einen im Aufnahmekanal 5 einliegenden Stift 6 gesichert entfällt.

Bezugszeichenliste

1
Spitzer
2
Gehäuse
3
Einführungsöffnung
4
Steck-Schwenkachse/Schaft
5
Aufnahmekanal
6
Stift
6a
Stiftschaft/-mantel
6b
Stift-/Minenspitze
7
Führungskanal
8
Spitzmesser
9
Messerschneide
10
Durchtrittsöffnung
11
Umfangsraum
12
Ringmantel
13
Spanformbehälter
14
Gehäuse-/Gegenstirnseite
15
Einführungsende
16
Umfangsmantel
17
Axialvorsprung
18
Gegenausnehmung
19
Einstecköffnung
20
Reinigungsstäbchen
21
Reinigungsstäbchen
22
Haltekanal
23
Mittellängsachse
24
Druckzunge
25
Mantel
26
Drucknocke
26a
Drucknocke
26b
Fähnchen
27
Steckrichtung
28
Exzenter
28a
Kopfseite
28b
Exzentervorsprung
28c
Flügel/Mulde
28d
Flügel/Mulde
29
Griffrippe
30
Drehrichtung


Anspruch[de]
  1. Spitzer (1) für die Formung des Gebrauchsendes eines stiftartigen Markierungsgerätes (6), z.B. eines Weichminenstiftes, mit in einem Gehäuse (2) einem Aufnahmekanal (5) für das Gebrauchsende (6b) des Markierungsgerätes (6) und einer messerartigen Formeinrichtung (8), wobei das Gehäuse (2) für die Dauer der Nichtbenutzung als Schutzkappe spannschlüssig auf dem Stiftschaft (6a) des Markierungsgerätes (6) aufsitzt,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass als Spannverbindungsmittel ein aus einer Gehäusebeaufschlagung manuell entfernbarer externer Spannkrafterzeuger (20,21;26,28) vorgesehen ist.
  2. Spitzer nach Anspruch 1,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannkrafterzeuger (20,21; 26,28) ein einem Zweitnutzen dienliches Funktionsteil ist.
  3. Spitzer nach Anspruch 2,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannkrafterzeuger (20,21; 26,28) ein Reinigungsstäbchen und/oder eine Formgebungsvorrichtung für das Gebrauchsende (6b) des Markierungsgerätes (6) oder ein an dessen Stiftschaft (6a) gehaltener Halteklip ist.
  4. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Gehäuse (2) zum Einstecken des Spannkrafterzeugers (20,21; 20',21') einen Haltekanal (22) mit köcherartiger Einstecköffnung (19) aufweist, wobei der Spannkrafterzeuger zur mittelbaren (20,20') oder zur unmittelbaren (21,21') Beaufschlagung des Stiftmantels (6a) ausgestaltet ist.
  5. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannkrafterzeuger (21,21') ein exzentrisch auf einer im Gehäuse (2) drehbar gelagerten Steck-Schwenkachse (4) positionierter Exzenter (28,28') ist.
  6. Spitzer nach Anspruch 5,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass die Steck-Schwenkachse (4) in ihrer Steckposition etwa parallel zur Achse (23) des Aufnahmekanals (5) verläuft.
  7. Spitzer nach Anspruch 5 oder 6,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Exzenter (28,28') in Steckstellung des Spannkrafterzeugers (21,21') außerhalb des Gehäuses (2) positioniert ist.
  8. Spitzer nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spannkrafterzeuger (21,21') eine ovale Exzenterscheibe (28') mit an einer Exzenterseite einem etwa mittig herausstehenden Exzentervorsprung (28b) ist, an den sich beidseitig jeweils ein muldenartiger Flügel (28c,28d) anschließt.
  9. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Gehäuse (2) mit einer den Aufnahmekanal (5) für das Gebrauchsende (6b) des Markierungsgerätes (6) flankierenden Druckzunge (24,24') versehen ist, die durch eine auf ihrer dem Aufnahmekanal (5) abgewandten Seite wirksame Drucknocke (26,26a) in Klemmrichtung beaufschlagt ist.
  10. Spitzer nach Anspruch 9,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass die Drucknocke (26,26a) mit dem Spannkrafterzeuger (20,20') verbunden ist.
  11. Spitzer nach Anspruch 9 oder 10,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass die Drucknocke (26,26a) ein sich in Steckrichtung (27) verjüngender Druckkeil ist.
  12. Spitzer nach einem der Ansprüche 9 bis 11,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass die Druckzunge (24,24') ein einstückig integriertes Gehäuseteil des Gehäuses (2) ist.
  13. Spitzer nach Anspruch 12,

       gekennzeichnet durch

    eine radial nach innen in Richtung des Aufnahmekanals (5) deformierbare Zwischenwand (24') zwischen dem Aufnahmekanal (5) und dem Haltekanal (22) als Druckzunge.
  14. Spitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass das Gehäuse (2) auf seiner der Einführungsöffnung (3) des Aufnahmekanals (5) gegenüberliegenden Gehäuseseite (14) einen aufsetzbaren Spanfangbehälter (13) trägt.
  15. Spitzer nach Anspruch 14,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spanfangbehälter (13) dieselbe Umfangsform wie das Gehäuse (2) aufweist.
  16. Spitzer nach Anspruch 14 oder 15,

       dadurch gekennzeichnet,

    dass der Spanfangbehälter (13) drehfest mit dem Spitzergehäuse (2) verbunden ist.
  17. Spitzer nach einem der Ansprüche 14 bis 16,

       gekennzeichnet durch

    eine ellipsoide Querschnittsform des Spanfangbehälters (13) und/oder des Spitzergehäuses (2).






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