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Dokumentenidentifikation DE10027760A1 20.12.2001
Titel Prothesenschaft zur Selbsterfahrung
Anmelder Mock, Andreas, 66125 Saarbrücken, DE
DE-Anmeldedatum 30.05.2000
DE-Aktenzeichen 10027760
Offenlegungstag 20.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2001
IPC-Hauptklasse A61F 2/76

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft im Allgemeinen einen Fixationsschaft für ein mit mehr als 90° in Flexion gebrachtes Bein, und insbesondere einen Fixationsschaft für ein mit mehr als 90° in Flexion gebrachtes Bein an dessen unterem Ende eine Ankerplatte zur Befestigung von Prothesenmodularteilen angebracht ist.

Hintergrund der Erfindung

Personen die an der Herstellung oder Schulung mit dem Umgang einer Beinprothese beteiligt sind, sind in den seltesten Fällen selbst Beinamputiert.

Es besteht daher ein Bedarf daran, daß diese Personen eine Selbsterfahrung und Testmöglichkeiten unter reellen Bedingungen mit dem Umgang bzw. den Modularkomponenten einer Beinprothese machen können.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein erfindungsgemäßer Fixationsschaft besteht aus einer anatomiegetreuen zwecksmodelierten Form zur Aufnahme eines mit mehr als 90° in Flexion gebrachtes Bein. Er ist auf der Rückseite so geöffnet, das ein Einstig und eine anschliesende Fixation durch mehrere Verschlüsse möglich ist. Sie ist aus einem oder mehreren Werkstoffen gefertigt, die in der Lage sind die gesammte Gewichtskraft einer in der Dynamig befindlichen Person an die im unteren Endabschnitt, der als Aufnahme für Beinprothesenmodularteilen gefertigt ist, weiterzugeben. Durch seine Form und Verschlüsse unterstützt er das Gewicht des in Flexion gebrachten Unterschenkels.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine isometriche Darstellung von Hinten gesehen eines Beinprothesensysthemes welches den erfindungsgemäßen Fixationsschaft verwendet.

Fig. 2, 3 + 4 ist eine Unter-, Seiten- und Draufsicht eines Eingußaufnahmeankers der bei der Gießharztechnik am unteren Endabschnitt des Fixationsschaftes verwendet wird.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Wie in Fig. 1 gezeigt, stellt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ein Prothesensysthem zur Verfügung mit einer Fußprothese 12 einem Trägerrohr 10 und einem Prothesenkniegelenk 11, das am unteren Endabschnittes des Fixationsschaftes 5 wahlweise, wie in Fig. 2 gezeigt, in dorsal-, ventraler Richtung in verschiedenen Posizionen befestigt werden kann.

Der Fixationsschaft 5 besteht aus einer in Gießharztechnik kohlefaserverstärkten, anatomischen teilflexiblen Hülle, oder alternativ dazu eine Rahmenkonstruktion (nicht gezeigt) eines in mehr als 90° Flexion gebrachtes Beines.

Andere Werkstoffe können auch zum Einsatz kommen, wenn sie die Eigenschaften besitzen die dynamischen Gewichtskräfte eines menschlichen Körpers aufnehmen und an die Prothesenmodularteile 10, 11 und 12 weitergeben zu können.

Das in Flexion gebrachte Bein wird durch mehrere Verschlüsse 6 auf der Rückseite des Fixationsschaftes nach dem Einstieg durch Die Öffnung 7, so fest fixiert, daß ein Ausgleiten des Beines verhindert wird.

Zur Teilentlastung des mit seiner Gewichtskraft nach unten wirkenden Unterschenkels besteht am hinteren unteren Endabschnitt eine Anlage 8.

Als Verbindung Zwichen dem Fixationsschaft 5 und/oder 10, 11 und 12 besteht eine mit dem Fixationsschaft 5 fest verbundene, wahlweise fertigbare Ankerplatte wie als Beispiel in Fig. 2, 3 + 4 gezeigt (in Fig. 1 gezeigt als 9).


Anspruch[de]
  1. 1. Fixationsschaft zur Abstützung der dynamischen Gewichtskraft eines menschlichen Körpers der ein mit mehr als 90° in Flexion gebrachtes nicht amputiertes Bein so fixiert, das die Fortbewegung über die an dem unteren Endabschnitt angebrachten Prothesenmodularteile möglich ist.
  2. 2. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er eine anatomische zweckmodellierte negativ Form eines menschlichen Beines aufweißt, welches mehr als 90° in Flexion ist.
  3. 3. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er auf der Rückseite eine Öffnung hat die ein Einsteigen in den Fixationsschaft ermöglicht und eine Umfangsreduzierung zuläßt.
  4. 4. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mehrere Fixierungsverschlüsse aufweißt die das Bein fixieren und ein Auskleiten verhindern.
  5. 5. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er am hinteren unteren Endabschnitt dem mit seiner Gewichtskraft nach unten wirkenden Unterschenkel eine Entlastung und Halt bietet.
  6. 6. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er aus allen Werkstoffen gefertigt werden kann die die eigenschaften besitzen die dynamischen Gewichtskräfte eines menschlichen Körpers aufzunehmen und an die Prothesenmodularteile weiterzugeben.
  7. 7. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er alternativ dazu auch als Rahmenkonstruktion gefertigt werden kann.
  8. 8. Fixationsschaft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er am unteren Endabschnitt eine festverbundene Ankerplatte aufweist die stabil genug ist um die dynamischen Kräfte eines menschlichen Körpers aufzunehmen.
  9. 9. Ankerplatte für Fixationsschaft nach Anspruch 8, dadurch gekennzeinet, daß sie wahlweise mit den speziefichen Aufnahmen der verschiedenen Prothesenmodularteile gefertigt wird.
  10. 10. Ankerplatte für Fixationsschaft nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie zweckmäßig in der Horizontalebene positionierbar ist, so das die Lotlinie der Gewichtskraft die durch den Fixationsschaft und die Prothesenmodularteile verläuft veränderlich ist.






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