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Dokumentenidentifikation DE4437379C2 20.12.2001
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Übertragen von Druckbildern auf kontinuierlich geförderte Gegenstände
Anmelder Kettner GmbH, 83026 Rosenheim, DE
Erfinder Fiwek, Wolfgang, Dipl.-Ing., 21521 Wohltorf, DE;
Seifert, Günter, Dipl.-Ing., 39288 Burg, DE
DE-Anmeldedatum 19.10.1994
DE-Aktenzeichen 4437379
Offenlegungstag 25.04.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.12.2001
IPC-Hauptklasse B41M 5/38
IPC-Nebenklasse B41M 5/26   B41M 1/26   B41F 16/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen von an einem streifenförmigen Trägermaterial haftenden Druckbildern auf kontinuierlich geförderte Gegenstände.

Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Übertragen von an einem streifenförmigen Trägermaterial haftenden Druckbildern auf mittels eines Durchlauffördermittels kontinuierlich geförderte Gegenstände.

Mit den eingangs genannten Gegenständen sind alle denkbaren Formen von unterschiedlichen Verwendungszwecken zuführbaren Gegenständen mit ebenen oder gekrümmten, jedoch im wesentlichen starren bzw. versteiften Oberflächen gemeint, die mit einem beliebigen Etikettenaufdruck versehen werden können, insbesondere von der Verpackung unterschiedlicher Materialien dienenden, relativ steifen bzw. druckfesten Behältnissen, vorzugsweise in Form von flüssiges Füllgut aufnehmenden Gefäßen, wie Getränkeflaschen und Dosen. Bei dem eingangs bezeichneten Trägermaterial ist das Druckbild einerseits durch ein unter Wärmeeinwirkung lösbares Haftmittel geringerer Haftkraft mit dem Trägermaterial verbunden und andererseits mit einem der zu bedruckenden Oberfläche zugewandten, unter Wärmeeinwirkung aktivierbaren Haftmittel stärkerer Haftkraft versehen, wobei die Einhaltung bestimmter Zustandsgrößen hinsichtlich der Übertragungstemperatur, des Übertragungsdruckes und der Übertragungsgeschwindigkeit besonders wichtig ist für eine einwandfreie Ablösung des Druckbildes vom Trägermaterial einerseits und für eine einwandfreie Haftung des Druckbildes an den Gegenständen andererseits.

Durch die DE 39 35 604 A1 ist es bereits bekannt, auf einem Trägermaterial haftende Druckbilder durch Wärmeeinwirkung auf zylindrische Dosenkörper aus Metall aufzubringen. Hierbei werden die vorgeschnittenen Einzelabschnitte des Trägermaterials von einem Stapel abgenommen, in einer stationären Wickelstation an die taktweise transportierten Dosenkörper angelegt und dann zusammen mit den Dosenkörpern aufgeheizt. Im Anschluss an die durch die Wärmezufuhr bewirkte vollflächige Übertragung des Druckbildes auf die Dosenkörper wird das Trägermaterial mittels Druckluft wieder entfernt. Dieses bekannte Verfahren ist auf die Verarbeitung von zylindrischen Hohlkörpern aus Metall beschränkt und lässt aufgrund seiner intermittierenden Arbeitsweise keine hohen Leistungen zu.

Ferner ist es durch die US 4 724 029 bekannt, kontinuierlich geförderte rotationssymmetrische Behälter mit in Rollenform bevorrateten Etiketten zu versehen, deren Rückseite eine thermoaktivierbare Klebstoffschicht aufweist. Hierbei werden die Etiketten vom Etikettenband abgetrennt, an eine kontinuierlich rotierende, mit steuerbaren Vakuumbohrungen versehene Vakuumtrommel übergeben und während ihrer Bewegung am Umfang der Vakuumtrommel durch ein stationäres Heißluftgebläse im Anfangs- und Endbereich aktiviert. Anschließend werden die Etiketten durch die Vakuumtrommel auf die in einem Transportstern geförderten Behälter aufgewickelt. Diese bekannte Vorrichtung ist nur zur Verarbeitung normaler Etiketten geeignet, die als ganzes auf die Behälter übertragen werden. Für die Verarbeitung von Wärmetransferetiketten ist sie nicht geeignet, zum einen wegen der geringen Wärmeübertragung zwischen der stationären Heizeinrichtung und den vorbeilaufenden Etiketten und zum anderen wegen des Fehlens einer Abfuhreinrichtung für das überschüssige Trägermaterial.

Gleiches gilt für die Vorrichtung nach DE 72 09 420 U1, bei der die von einem Band abgetrennten und am Umfang einer kontinuierlich umlaufenden Vakuumtrommel geförderten Einzeletiketten an stationären Infrarotstrahlern vorbeilaufen, bevor sie auf die kontinuierlich transportierten, rotationssymmetrischen Gegenstände aufgewickelt werden. Durch die Infrarotstrahler wird die auf der Rückseite der Etiketten angebrachte thermoaktivierbare Kleberschicht vollflächig aktiviert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vielseitig anwendbare Methode zum Erzeugen von Etikettenaufdrucken anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Trägermaterial in jeweils ein Druckbild aufweisende Einzelabschnitte unterteilt wird, dass die Einzelabschnitte einem in Rotation befindlichen Endlosfördermittel zugeführt werden, auf dem einzelne, in Eigenrotation versetzbare Auftragssegmente angeordnet sind, durch welche sie bis zur kontinuierlichen Übertragung des Druckbildes auf die Gegenstände erwärmt werden und dass die vom Druckbild befreiten Einzelabschnitte des Trägermaterials vom Endlosfördermittel entfernt werden.

Bei dieser Arbeitsweise können die Gegenstände ihre normale Förderbewegung mit der vorgegebenen Geschwindigkeit fortsetzen, während die Druckbildübertragung durch kontinuierliche Abwälzung der Einzelabschnitte an der Oberfläche der Gegenstände erfolgt, wobei die Einzelabschnitte selbst jedoch nicht auf die Gegenstände übertragen werden. Dadurch, dass die Einzelabschnitte während einer rotativen Förderbewegung des Auftragsfördermittels erwärmt werden, ergibt sich quasi eine Zwischenspeicherung der Einzelabschnitte, aus der heraus ohne Förderunterbrechung unmittelbar anschließend die Druckbildübertragung erfolgen kann.

Eine sich besonders für rotationssymmetrische Gegenstände, beispielsweise in Form von Getränkebehältern eignende Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, dass die Einzelabschnitte durch eine der rotativen Bewegung des Endlosfördermittels überlagerte Rotationsbewegung der Auftragssegmente unter Ausübung eines Übertragungsdrucks an den Gegenständen abgewälzt werden.

Gemäß einer ersten Variante dieser Verfahrensweise zum Bedrucken von rationssymmetrischen Gegenständen werden die erwärmten Einzelabschnitte und die Gegenstände auf einer gemeinsamen rotativen Förderbahn bewegt.

Eine alternative Verfahrensweise besteht darin, dass die erwärmten Einzelabschnitte und die Gegenstände auf separaten Förderbahnen bewegt werden. Im letzteren Fall ist weiterhin vorgesehen, dass die Einzelabschnitte und die Gegenstände auf den separaten Förderbahnen gegensinnige rotative Förderbewegungen ausführen. Um hierbei ausreichend Zeit für eine kontinuierliche Abwälzung zur Verfügung zu haben, um ein einwandfreies Druckbild übertragen zu können, wird außerdem vorgeschlagen, dass die auf den Auftragssegmenten entlang der separaten Förderbahn geführten Einzelabschnitte auf einem Bahnabschnitt der Förderbahn durch eine überlagerte radiale Ausgleichsbewegung entlang einer gemeinsamen Kontaktierungslinie rotierend an die Gegenstände gedrückt werden.

Mit einem weiteren Vorschlag lassen sich aktive Antriebsbewegungen auf ein Minimum dadurch reduzieren, dass die überlagerte Rotationsbewegung der Einzelabschnitte durch Kontaktdruck auf die Gegenstände übertragen wird.

Alternativ wird dieses Ziel bezüglich der Reduzierung der aktiven Antriebsbewegungen nach einem zusätzlichen Vorschlag dadurch erreicht, dass die überlagerte Rotationsbewegung der Auftragssegmente durch Kontaktierung mit den auf einem gekrümmten Bahnabschnitt entlang einer ortsfesten Führung in Rotation versetzten Gegenständen erzeugt wird.

Für Gegenstände mit ebenen zu bedruckenden Oberflächen ist eine alternative Verfahrensweise vorgesehen, die darin besteht, dass die auf separaten Förderbahnen miteinander in Kontakt gebrachten Einzelabschnitte und Gegenstände auf einer rotativen Förderbahn oder einer linearen Förderbahn bewegt werden.

Die Vorrichtung zur Durchführung des eingangs bezeichneten Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein das Trägermaterial in jeweils ein Druckbild tragende Einzelabschnitte unterteilendes Schneidaggregat und ein die Einzelabschnitte von einem Endlosförderer empfangendes Endlosfördermittel, das nacheinander kontaktierend mit den Gegenständen und einem Abschnittsabnahmemittel in Wirkverbindung steht und mehrere beheizbare, in Eigenrotation versetzbare Auftragssegmente aufweist.

Auf diese Weise entsteht ein kontinuierlicher Förderfluss sowohl für die Einzelabschnitte als auch für die Gegenstände, die an dem gemeinsamen Kontaktierungsabschnitt ihre leistungssteigernde Zusammenwirkung bei der Druckbildübertragung entfalten. Durch das auf seinen beheizbaren Auftragssegmenten mehrere Einzelabschnitte aufnehmende rotative Endlosfördermittel wird quasi eine Art Zwischenspeicher erhalten, welcher einerseits ausreichend Einzelabschnitte pro Zeiteinheit für einen kontinuierlichen Förderfluss bereithält und andererseits ausreichend Zeit für deren Erwärmung gewährt.

Eine nach einem derartigen Grundprinzip aufgebaute Einrichtung kann nach einem weiteren Vorschlag so gestaltet sein, dass das Endlosfördermittel gleichzeitig als mit Aufnahmeplätzen für die Gegenstände versehenes Durchlauffördermittel mit einem jeden Aufnahmeplatz zugeordneten Auftragssegmenten ausgebildet ist oder alternativ separate Endlosfördermittel für die Einzelabschnitte und Durchlauffördermittel für die Gegenstände aufweisen, die im Teilungsabstand ihrer einander zugeordneten Auftragssegmente und Aufnahmeplätze miteinander in Wirkverbindung stehen.

Diese Wirkverbindung zwischen den Auftragssegmenten für die Einzelabschnitte und den Aufnahmeplätzen für die Gegenstände besteht gemäß einer zusätzlichen Weiterbildung aus einer gegensinnigen rotativen Antriebsverbindung, was die Möglichkeit bietet, mit nur einem aktiven Antriebsmittel den gegenläufigen Antrieb ausschließlich durch Kontaktdruck abzuleiten. Um auch bei separaten Förderbahnen für die Gegenstände und für die Einzelabschnitte ausreichend Zeit für eine einwandfreie Übertragung des Druckbildes zu gewähren, ist gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung vorgesehen, dass die Auftragssegmente während eines Förderabschnitts des Endlosfördermittels durch ein in radialer Richtung wirkendes Stellmittel in Form eines Pneumatikzylinders entlang einer Kontaktierungslinie der Bewegungsbahn der Gegenstände nachgeführt werden.

Zur Installierung eines einzigen aktiven Antriebsmittels entweder für die Einzelabschnitte oder für die zu bedruckenden Gegenstände werden alternative Maßnahmen derart vorgeschlagen, dass entweder die mit einem aktiven Rotationsantrieb, bestehend aus ortsfesten Steuerkurven und am Endlosfördermittel gelagerten Rollensternen, versehenen Auftragssegmente mit den auf den Aufnahmeplätzen des Durchlauffördermittels freidrehend gehaltenen Gegenständen kontaktieren oder dass die in Kontakt mit einer gekrümmten stationären Führung in Rotation versetzten Gegenstände mit den mit einem Freilauf ausgestatteten Auftragssegmenten kontaktieren.

Zum Bedrucken von ebenen Oberflächen an Gegenständen ist eine alternative Weiterbildung derart vorgesehen, dass die Auftragssegmente des Endlosfördermittels im Synchronlauf mit den auf Aufnahmeplätzen eines linearen Durchlauffördermittels transportierten Gegenständen kontaktieren.

Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass die alleinige Erwärmung des Trägermaterials einen relativ geringen apparativen Aufwand erfordert und dass die erforderliche schnelle Übertragungsgeschwindigkeit wiederum einer angestrebten Leistungssteigerung der Maschine zugute kommt.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von bevorzugten, die Erfindung nicht beschränkenden Ausführungsbeispielen erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Bedrucken von Gegenständen in Form von Getränkeflaschen,

Fig. 2a bis 2c eine Abfolge von Förderschritten zur Übertragung von Einzelabschnitten eines Trägermaterialstreifens,

Fig. 3 Steuermittel zur Übernahme der Einzelabschnitte auf ein beheiztes Endlosfördermittel,

Fig. 4 ein Endlosfördermittel im Längsschnitt,

Fig. 5 eine Einzelheit gemäß dem Ausschnitt A in Fig. 1 bezüglich der Zusammenwirkung eines Endlosfördermittels und eines Gegenstandes,

Fig. 6 eine alternative Vorrichtung zur Übertragung von Druckbildern auf rotationssymmetrische Gegenstände,

Fig. 7 eine Einzelheit gemäß dem Ausschnitt B in Fig. 6 bezüglich der Zusammenwirkung eines Endlosfördermittels und eines zu bedruckenden Gegenstandes,

Fig. 8 Antriebs- und Stellmittel zum Erzeugen einer radialen Nachführbewegung der Endlosfördermittel gemäß Fig. 7,

Fig. 9 eine variierte Vorrichtung zum Bedrucken rotationssymmetrischer Gegenstände,

Fig. 10 und 11 unterschiedliche Antriebspositionen eines mit einem Endlosfördermittel zusammenwirkenden Gegenstandes gemäß den Ausschnitten C bzw. D in Fig. 9,

Fig. 12 und 13 abgewandelte Ausführungsformen der Vorrichtung zum Bedrucken von Gegenständen mit ebenen Oberflächen.

Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Vorrichtung zum Bedrucken von Gegenständen, im vorliegenden Ausführungsbeispiel von Behältern 1 in Form von Getränkeflaschen, weist ein Zufördermittel 2 und ein Abfördermittel 3 für die Behälter 1 auf, welche jeweils aus einem Schneckenförderer 4 bzw. 6 und einem Sternrad 7 bzw. 8 bestehen und mit einem Auftragsfördermittel 9 zum Aufbringen des Etikettenaufdrucks auf die Behälter 1 zusammenwirken.

Das rotativ antreibbare Endlosfördermittel 9 ist zugleich als Durchlauffördermittel für die Behälter 1 ausgebildet und weist zahlreiche Aufnahmeplätze 11 für die freidrehend positionierten Behälter 1 auf, denen jeweils ein beheiztes sowie überlagert zur rotativen Förderbewegung des Endlosfördermittels rotierend antreibbares Auftragssegment 12 zugeordnet ist.

Die Auftragssegmente 12 wirken in einer Übertragungszone 13 für ein Druckbild tragende Einzelabschnitte 14 mit einem Endlosförderer 16 zusammen, welcher die mittels eines Schneidaggregates 17 von einem Trägermaterial-Streifen 18 abgetrennten Einzelabschnitte 14 mit Saugluftunterstützung den Auftragssegmenten 12 zuführt.

Die Auftragssegmente 12 sind mit steuerbaren Haltemitteln 19 versehen, die gemäß den Fig. 2 und 3 bevorzugt aus Saugbohrungen 21 für das Abschnittsende und Klemmhebeln 22 für den Abschnittsanfang der Einzelabschnitte 14 bestehen.

Die in Fig. 3 für die Übertragungszone 13 schematisch dargestellte Abfolge von Öffnungs- und Schließstellungen 22a bis 22c bzw. 22d des um eine Achse 20 schwenkbaren Klemmhebels 22 beim Einfädeln und Erfassen des Abschnittsanfangs eines Einzelabschnitts 14 gemäß den Fig. 2a, 2b wird durch Zusammenwirken eines mit dem Klemmhebel 22 fest verbundenen, eine Steuerrolle 23 tragenden Rollenhebels 24 und einer Steuerkurve 25 erreicht, die permanent mittels einer am Rollenhebel 24 angreifenden Zugfeder 26 kontaktieren.

Die Beheizung der Auftragssegmente 12 erfolgt gemäß Fig. 4 durch eine als zentraler, feststehender Kern eingeführte, über Anschlusskabel 27, 28 versorgte elektrische Heizpatrone 29, um die das als Vollkörper ausgebildete Auftragssegment 12 rotiert.

Die Auftragssegmente 12 wirken darüber hinaus mit einem als rotierendes Saugrad ausgebildeten Abschnittsabnahmemittel 31 zusammen, welches die nach dem Bedrucken der Behälter 1 vom Druckbild befreiten Einzelabschnitte 14 von den Auftragssegmenten 12 entfernt, sofern dies nicht bereits bei geöffneten Klemmhebeln 22 und desaktivierten Saugbohrungen 21 durch Fliehkrafteinwirkung erfolgt ist.

Die Wirkungsweise ist wie folgt:

Den kontinuierlich und im Abstand der Aufnahmeplätze 11 durch das Endlosfördermittel 9 zugeführten Behältern 1 werden taktgerecht in kontinuierlicher Folge die vom Trägermaterialstreifen 18 abgetrennten Einzelabschnitte 14 in der Übertragungszone 13 hinzugefügt, indem die Einzelabschnitte 14 zunächst gemäß Fig. 2a unter die geöffneten Klemmhebel 22 gelangen und durch diese gemäß Fig. 2b an einer Klemmfläche 32 des Auftragssegments 12 fixiert werden. Im Verlauf der weiteren überlagerten Eigendrehung (Pfeil 33) des Auftragssegments 12 während der kontinuierlichen Förderbewegung (Pfeil 34) wird der Einzelabschnitt 14 gemäß Fig. 2c vom Endlosförderer 16 abgeschält und im Endbereich durch die Saugbohrungen 21 fixiert.

Die permanent beheizten Auftragssegmente 12 übertragen die Wärme in kürzester Zeit auf die eng anliegenden Einzelabschnitte 14, welche während der kontinuierlichen Förderbewegung (Pfeil 34) der Behälter 1 an diesen unter Ausübung eines Druckkontaktes abgewälzt werden, indem die aktive, überlagerte Eigendrehung (Pfeil 33) der Auftragssegmente 12 die freidrehend gelagerten Behälter 1 ebenfalls in Umdrehung versetzt (Fig. 5). Dabei wird das sich durch die schnelle Erwärmung einerseits vom Einzelabschnitt 14 lösende und gleichzeitig in seiner äußeren Klebebeschichtung aktivierte Druckbild auf den Behälter 1 übertragen und wegen der relativ hohen Temperaturdifferenz zur kalten Behälterwandung auf dieser fixiert. Je höher die Übertragungsgeschwindigkeit, desto sicherer die Ablösung des Druckbildes vom Trägermaterial bzw. die Fixierung des Druckbildes an der Behälteroberfläche, d. h. je höher die Maschinenleistung, desto besser das Arbeitsergebnis.

Die auf diese Weise vom Druckbild befreiten Einzelabschnitte 14 werden nachfolgend durch die Saugwirkung des Abschnittsabnahmemittels 31 gezielt entfernt, wobei die öffnenden Klemmhebel 22 bzw. die desaktivierten Saugbohrungen 21 der Haltemittel 19 die Einzelabschnitte 14 freigeben.

Bei dem in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel sind Elemente, die denen der zuvor beschriebenen Anordnung entsprechen, mit um hundert erhöhten Bezugszahlen versehen und nicht noch einmal besonders erläutert.

Bei der abgewandelten Ausführungsform sind die Auftragssegmente 112 auf einem separaten Endlosfördermittel 109 untergebracht, welchem das Abschnittsabnahmemittel 131zugeordnet ist, während für die Aufnahmeplätze 111 der Behälter 101 ein eigenes Durchlauffördermittel 136 vorgesehen ist, so dass über einen definierten gemeinsamen Förderabschnitt des Durchlauffördermittels 136 und des Endlosfördermittels 109 entlang einer Kontaktierungslinie 137 ein definierter Druckkontakt zwischen den einander zugeordneten Behältern 101 und Auftragssegmenten 112 aufrechterhalten werden muss, um eine komplette Druckbildübertragung über die volle abgewälzte Länge eines Einzelabschnitts an der Behälterwand zu gewährleisten.

Erreicht wird dies durch die in Fig. 8 dargestellten Antriebs- und Steuerorgane für die Auftragssegmente 112. Als aktiver Rotationsantrieb zum Erzeugen der Abwälzbewegung der Auftragssegmente 112 an den Behältern 101 dient ein aus ortsfesten Steuerkurven 138 und an Trägern 139 des Auftragsfördermittels 109 gelagerten Rollensternen 140 bestehendes Rollensterngetriebe, dessen Antriebsrad 141 die Drehbewegung über einen Antriebsriemen 142 auf das Auftragssegment 112 überträgt.

Ein derartiger Antrieb ist auch für die Auftragssegmente der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 5 vorgesehen. Zum Erzeugen einer radialen Nachführbewegung der Auftragssegmente 112 zur Kontaktierung der Behälter 101 - bezogen auf die Kontaktierungslinie 137 - sind am Auftragsfördermittel 109 als Pneumatikzylinder ausgebildete Stellmittel 143 für jedes Auftragssegment 112 vorgesehen. Eine Kolbenstange 144 des Stellmittels 143 ist gelenkig mit einem Winkelhebel 146 verbunden, welcher an einer Drehachse 147 das Auftragssegment 112 trägt und selbst um eine Achse 148 am Träger 139 schwenkbar gelagert ist. Das freie Ende des Winkelhebels 146 weist einen Bolzen 149 auf, der normalerweise auf dem längsten Abschnitt der Umlaufbahn des Endlosfördermittels 109 durch den pneumatischen Druck auf einen Kolben 152 des Stellmittels 143 im Kontakt mit einem Anschlag 151 des Endlosfördermittels 109 gehalten wird. Sobald ein Behälter 101 und ein Auftragssegment 112 auf den sich normalerweise in ihrem äußeren Umfangsbereich überschneidenden Umlaufbahnen tangieren, drückt der Behälter gemäß Position E in Fig. 8 das Auftragssegment entgegen dem pneumatischen Druck federnd radial einwärts, und zwar auf dem gesamten Förderabschnitt entlang der Kontaktierungslinie 137 gemäß Fig. 7, so dass sich Behälterwand und Auftragssegment so lange unter Druckkontakt aneinander abwälzen, bis das Druckbild von der gesamten Länge des Einzelabschnitts übertragen ist.

Bei den in den Fig. 12 und 13 gezeigten Ausführungsbeispielen sind Elemente, die denen der Anordnung gemäß Fig. 1 entsprechen, mit um dreihundert bzw. vierhundert erhöhten Bezugszahlen versehen und nicht noch einmal besonders erläutert.

Diese beiden Varianten der Vorrichtung eignen sich zum gleichzeitigen zweiseitigen Bedrucken von Gegenständen 301 bzw. 401 mit ebenen, parallelen Oberflächen, die zu diesem Zweck mit definiertem Teilungsabstand auf einem linearen Durchlauffördermittel 354 bzw. 454 im Synchronlauf mit dem in regelmäßigen Teilungsabständen die Auftragssegmente 312 tragenden Endlosfördermittel 309 bzw. im Synchronlauf mit dem in regelmäßigen Teilungsabständen die Einzelabschnitte 414 tragenden Endlosfördermittel 409 transportiert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Übertragen von auf einem streifenförmigen Trägermaterial haftenden Druckbildern auf kontinuierlich geförderte Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial in jeweils ein Druckbild aufweisende Einzelabschnitte unterteilt wird, dass die Einzelabschnitte einem in Rotation befindlichen Endlosfördermittel zugeführt werden, auf dem einzelne, in Eigenrotation versetzbare Auftragssegmente angeordnet sind, durch welche sie bis zur kontinuierlichen Übertragung des Druckbildes auf die Gegenstände erwärmt werden und dass die vom Druckbild befreiten Einzelabschnitte des Trägermaterials vom Endlosfördermittel entfernt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelabschnitte durch eine der rotativen Bewegung des Endlosfördermittels überlagerte Rotationsbewegung der Auftragssegmente unter Ausübung eines Übertragungsdrucks an den Gegenständen abgewälzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmten Einzelabschnitte und die Gegenstände auf einer gemeinsamen rotativen Förderbahn bewegt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmten Einzelabschnitte und die Gegenstände auf separaten Förderbahnen bewegt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelabschnitte und die Gegenstände auf den separaten Förderbahnen gegensinnige rotative Förderbewegungen ausführen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Auftragssegmenten entlang der separaten Förderbahn geführten Einzelabschnitte auf einem Bahnabschnitt der Förderbahn durch eine überlagerte radiale Ausgleichsbewegung entlang einer gemeinsamen Kontaktierungslinie rotierend an die Gegenstände gedrückt werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die überlagerte Rotationsbewegung der Einzelabschnitte durch Kontaktdruck auf die Gegenstände übertragen wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die überlagerte Rotationsbewegung der Auftragssegmente durch Kontaktierung mit den auf einem gekrümmten Bahnabschnitt entlang einer ortsfesten Führung in Rotation versetzten Gegenständen erzeugt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf separaten Förderbahnen miteinander in Kontakt gebrachten Einzelabschnitte und Gegenstände auf einer rotativen Förderbahn oder einer linearen Förderbahn bewegt werden.
  10. 10. Vorrichtung zum Übertragen von an einem streifenförmigen Trägermaterial haftenden Druckbildern auf mittels eines Durchlauffördermittels kontinuierlich geförderte Gegenstände, gekennzeichnet durch ein das Trägermaterial (18, 118) in jeweils ein Druckbild tragende Einzelabschnitte (14, 114) unterteilendes Schneidaggregat (17, 117) und ein die Einzelabschnitte von einem Endlosförderer (16, 116) empfangendes Endlosfördermittel (9, 109), das nacheinander kontaktierend mit den Gegenständen (1, 101) und einem Abschnittsabnahmemittel (31, 131) in Wirkverbindung steht und mehrere beheizbare, in Eigenrotation versetzbare Auftragssegmente (12, 112) aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Endlosfördermittel (9) gleichzeitig als mit Aufnahmeplätzen (11) für die Gegenstände (1) versehenes Durchlauffördermittel mit einem jeden Aufnahmeplatz zugeordneten Auftragssegmenten (12) ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch separate Endlosfördermittel (109) für die Einzelabschnitte (114) und Durchlauffördermittel (136) für die Gegenstände (101), die im Teilungsabstand ihrer einander zugeordneten Auftragssegmente (112) und Aufnahmeplätze (111) miteinander in Wirkverbindung stehen.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkverbindung zwischen den Auftragssegmenten (12, 112) für die Einzelabschnitte (14, 114) und den Aufnahmeplätzen (11, 111) für die Gegenstände (1, 101) aus einer gegensinnigen rotativen Antriebsverbindung besteht.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragssegmente (112) während eines Förderabschnitts des Endlosfördermittels (109) durch ein in radialer Richtung wirkendes Stellmittel in Form eines Pneumatikzylinders (143) entlang einer Kontaktierungslinie (137) der Bewegungsbahn der Gegenstände nachgeführt werden.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem aktiven Rotationsantrieb, bestehend aus ortsfesten Steuerkurven (138) und am Endlosfördermittel (109) gelagerten Rollensternen (140), versehenen Auftragssegmente (12, 112) mit den auf den Aufnahmeplätzen (11, 111) des Durchlauffördermittels (9, 136) freidrehend gehaltenen Gegenständen (1, 101) kontaktieren.
  16. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die in Kontakt mit einer gekrümmten stationären Führung (253) in Rotation versetzten Gegenstände (201) mit den mit einem Freilauf ausgestatteten Auftragssegmenten (212) kontaktieren.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragssegmente (312, 412) des Endlosfördermittels (309, 409) im Synchronlauf mit den auf Aufnahmeplätzen (311, 411) eines linearen Durchlauffördermittels (354, 454) transportierten Gegenständen (301, 401) kontaktieren.






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