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Dokumentenidentifikation DE10027423A1 10.01.2002
Titel Mechanische Schrotschuss-Testanlage
Anmelder Lippert, Erwin, 92436 Bruck, DE
Erfinder Lippert, Erwin, 92436 Bruck, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 02.06.2000
DE-Aktenzeichen 10027423
Offenlegungstag 10.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2002
IPC-Hauptklasse F41J 7/04
Zusammenfassung Es handelt sich hierbei um ein Gerät, das dazu dient, einen Schuss (Entfernung ca. 25-50 m), der aus einem Schrotlauf abgegeben wurde, auch aus dieser Entfernung zu beurteilen. Folgende Teilaspekte werden untersucht:
a die Schussleistung des Laufes (Streuung-Choke)
b die Trefferlage, die der jeweilige Schütze dabei erreicht
c die Bewertung der Schrotpatrone (Streuung).

Beschreibung[de]

Diese MeSchrot-TAn besteht aus einem Stahlgehäuse mit einer Seitenlänge von ca. 100 cm und einer Tiefe von ca. 13 cm. Im Innenbereich (ca. 85 cm × 85 cm) befinden sich ca. 225 Stück klappbare Stahlblechteile (ca. 6,5 cm × 6,5 cm). Auf einer Welle befinden sich in der Breite ca. 15 Stück solcher Sahlblechteile und diese Reihung (15 Stück) in der Höhe auch ca. 15mal. Alle einzelnen Teil sind durch eine 0,5 mm starke Scheibe voneinander getrennt, um eine separate Bewegung zu gewährleisten (= umklappen). Durch den Schuss mit Schrot klappen die getroffenen Segmente nach hinten weg. Die Beurteilung des Schrotschusses kann sofort aus der Schussentfernung von 25-50 m erfolgen.

Durch einen Aufstellmechanismus für die getroffenen Teile (per Seil bzw. über Motor) ist die MeSchrot-TAn in wenigen Sekunden wieder zu beschießen. (Verzichtet man auf die Aufstellvorrichtung, braucht das Gerät nur nach vorne gekippt werden und die gefallenen Teile stellen sich selbständig wieder auf.)

Es ist somit möglich in einer Minute 5 Schuss und mehr als Schnellbeurteileung abzugeben. Eine detailierte Auszählung der Treffer ist möglich, wenn die gesamten beweglichen Teile vor dem Schuss mit Kalk bestrichen werden. Gegenüber der bisher bekannten Methode bei der auf eine Papierscheibe oder eine Blechtafel geschossen wird, ist dies eine erhebliche Zeiteinsparung! Auch stärkerer Wind hindert den Gebrauch der Anlage nicht.

Die Anlage eignet sich für bis zu 4 mm Schrot auf 25-50 m Entfernung,

zum Testen von verschiedenen Patronenfabrikaten,

zum Testen von unterschiedlichen Chokbohrungen,

zur Feststellung der Trefferlage von verschiedenen Flinten

und zur sofortigen Erkennung der Zielfehler des einzelnen Schützen!

Der absolute Vorteil liegt darin, dass die Lage des Schusses, die Streuung des Laufes bzw. der Patrone sowie die Beurteilung in kürzester Zeit erfolgen kann!

Funktion der Mechanischen Schrotschuss-Testanlage
  • 1. Die Anlage wird an den Gehäuselagern (2) in einer Höhe von ca. 150 m aufgestellt. Das Gerät bleibt durch die Schwerpunktverlagerung außen Mitte in der Senkrechten stehen.
  • 2. Die Anlage ist (mit Aufstellvorrichtung) gegen Drehung zu sichern.
  • 3. Die Stahlsegmentscheibe kann nun aus der gewählten Entfernung (25-50 m) beschossen werden. Die von den Geschossen getroffenen Teile fallen rückwärts weg.
  • 4. Je nach Gebrauch können die Teile sofort wieder aufgestellt werden:
    • a) durch Drehung der gesamten Anlage nach vorne (Seil 9 in 10 einhängen).
    • b) mittels Aufstellvorrichtung mit Drahtseil (9 über Rolle)

1 Gehäuse

2 Gehäuselager (außer Mitte)

3 Klappteil

4 Lagerstange für das Klappteil

5 Stabilisator

6 Aufstellhebel

7 Lagerstange für die Aufstellhebel

8 Seil bzw. Kette für die Aufstellhebel

9 Drahtseil Länge 50 m

10 Befestigungsösen für das Seil (einfache Aufstellung der beschossenen Teile)

11 Rückholfeder

12 Rolle


Anspruch[de]
  1. 1. Eine Stahlscheibe, bestehend aus vielen kleinen beweglichen Stahlsegmenten, die zur Ermittlung bzw. zur Beurteilung eines auf die Stahlscheibe abgegeben Schrotschusses dient, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem senkrecht stehendem Stahlgehäuse (Seitenlange ca. 1 m (1)) ca. 225 Stuck drehbar gelagerte Stahlteile (3) sind. Diese Teile sind auf einer Rundstange (4) entsprechend der Breite, ca. 85 cm, des Gehäuses (1) aneinander gereiht (Fig. IV). Diese Reihung der beweglichen Teile (3) ist dann in Hohe des Gehäuses (1) sooft aneinander gesetzt, bis für das Auge eine gesamte Fläche von ca. 85 cm × 85 cm sichtbar ist.
  2. 2. Durch das Beschießen des Gerätes mit Schrot fallen dann die getroffenen Teile (3) rückwärts weg.

    Eine Beurteilung des Schusses ist dann aus der Schussentfernung möglich.

    Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass diese getroffenen Teile (3) wieder aufgestellt werden können
    1. a) durch einfaches Kippen des gesamten Gerätes (1) über den Drehpunkt (2) mit dem Seil (9) in (10) eingehängt bzw. durch wieder Zurücklassen in die Senktrechtstellung
    2. b) mittels Aufstellvorrichtung (Fig. III 6) mit Hilfe des Zugseils (9) über die Rolle (12) bei senkrecht fixiertem Gerät. Ein Aufstellhebel (6) bedient dabei eine Reihung Teile (3) in dei Breite. Die in der Höhe angeordneten Aufstellhebel (6) - ca. 15 Stück - sind alle mit einem Seil (8) bzw. Kette verbunden.
  3. 3. Um eine Geradstellung der einzelnen Segmente (3) herzustellen bzw. um eine genaue Zuordnung der auftreffenden Projektile zu gewährleisten, sind die Segmente (3) verformt.

    Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne Stahlblechsegment (3) an der Ober- und Unterkante (Fig. III) um ca. 45° angekantet ist.
  4. 4. Durch Verkleinerung der Teile (3) ist eine noch genauere Bewertung des Schrotschusses möglich.






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